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Die Dodoma-Erklärung der Ev.-luth. Kirche in Tanzania

Mittwoch 23. Februar 2011 von Evangelical Lutheran Church in Tanzania


Evangelical Lutheran Church in Tanzania

Die Dodoma – Erklärung

Erklärung des Bischofsrats der „Evangelical Lutheran Church in Tanzania“ (ELCT) zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

1. Vorwort

1.1 Die Evangelisch – Lutherische Kirche Tansania (ELCT) dankt Gott, dass er in seiner unermesslichen Weisheit und durch seinen Sohn Jesus Christus uns – alle seine Gläubigen in der Welt – miteinander verbunden hat, ein Leib zu sein und uns so dazu veranlasst, aneinander Anteil zu nehmen. Auf diesem Weg können wir miteinander gehen und in vielen Dingen erfolgreich sein.

1.2 In unserer Beziehung als ein Leib haben wir auf verschiedene Weise in schwierigen und leichten Dingen Anteil aneinander. Was uns bis jetzt durch die Hilfe Gottes befähigt hat, beieinander zu bleiben, ist die Erinnerung und Anerkennung, dass wir uns an jedem Tag des Gottesdienstes im Leben der Kirche dazu bekennen, dass die Kirche Gottes eine ist, heilig, in der ganzen Welt und apostolisch. Dadurch muss jeder Vorfall in einer Teilkirche, der anders ist in Standpunkt und Lehre, als es viele Jahrhunderte in der ganzen Kirche Gottes verstanden worden ist, notwendigerweise auf die eine oder andere Weise Bestürzung und Reaktion in den anderen Kirchen überall auf der Welt hervorrufen.

1.3 Zur Zeit ist einer dieser ungewöhnlichen Vorfälle nach Ansicht und dem Verständnis der ELCT, dass einige Kirchen – besonders in Europa und Nordamerika beschlossen haben, Ehen von Personen einerlei Geschlechts gesetzlich zuzulassen. Bei diesem Vorgehen werden von den betroffenen Kirchen unterschiedliche Gründe vorgetragen, diesen ihren Beschluss zu verteidigen. Hier möchten wir zusammenfassend einige der Gründe nennen, die von diesen Kirchen vorgetragen werden.

1.3.1. Dass nämlich die Lehre der Kirche, wonach die Ehe entsprechend der Heiligen Schrift zwischen Mann und Frau besteht, nicht so gelte, wie es bisher erklärt worden ist. Auf dem Boden solcher Behauptung haben die Verfechter der Ehe zwischen Personen einerlei Geschlechts begonnen, alles mögliche zu tun, einen Vers nach dem anderen aufzulösen, der zeigt, dass die gesetzmäßige Ehe nach der Bibel zwischen Mann und Frau besteht. Sie tun das, indem sie ihre „neue und womöglich verdorbene“ Übersetzung vorbringen – anders als die Position und das Verständnis der Kirche, wie es viele Jahre hinsichtlich der Bedeutung der Ehe nach dem Wort Gottes gegolten hat. Einige der Verse der Bibel, gegen die sie angehen und denen eine andere Übersetzung von den Befürwortern der gleichgeschlechtlichen Ehe gegeben wird, sind die folgenden: 1. Mose 1,27f; 2,24; Mt 19,5-7; Rö 1,26f; Gal 3,28 u.a.

1.3.2 Dass nämlich, das Wesentliche bei der Frage nach der Beziehung zwischen zwei Betroffenen in einer Ehe oder in einer anderen Liebesbeziehung die Liebe sei. Sofern Menschen einander lieben, sei eine solche Beziehung echt und erlaubt – so behaupten es die Vertreter der Ehe zwischen Menschen einerlei Geschlechts.

1.3.3 Dass außerdem ihre Umwelt und die Normen in der Gegenwart anders seien als in den vergangenen Zeiten hinsichtlich der Bedeutung und Ansicht über das, was erlaubt ist und was nicht erlaubt ist in einer ehelichen – oder Liebesbeziehung. Darüber hinaus behaupten sie, dass die Frage, welches Verhalten Sünde sei und was nicht Sünde sei, sich je nach Zeit, Umwelt und Ort verändert, wo ein Mensch lebt. In ihren Augen hat sich die Einstellung der Gesellschaft über das Verhalten – insbesondere hinsichtlich der Frage von ehelichen- oder Liebesbeziehungen zwischen Menschen eines Geschlechts oder unterschiedlichen Geschlechts geändert, und sie wünschen, dass auch die Kirche mit der Zeit gehe hinsichtlich ihrer Einschätzung und Stellung zu diesen Dingen. Im Übrigen behaupten die Vertreter dieser Position, dass „die Praxis, über Angelegenheiten von Ehen von Menschen einerlei Geschlechts zu schelten oder die Stirn zu runzeln, mit der alten Zeit vergangen ist.“ Auf diese Weise möchten sie, dass wir anderen alle in der Kirche und in der Gesellschaft der Welt insgesamt der Änderung zustimmen und mit der Zeit gehen – so wie sie in dieser neuen Umgebung!

1.3.4 Dass es Gesetzesänderungen zugunsten solcher Ehen in diesen Ländern gegeben hat, in denen diese Kirchen leben, die Ehen Gleichgeschlechtlicher verteidigen und gesetzlich zulassen. Dadurch würden sich die Kirchen dieser Länder in einer sehr schwierigen Lage für ihre Arbeit und ihr Leben wiederfinden, wenn sie auf ihrem Standpunkt all der zurückliegenden Jahre bezüglich der gleichgeschlechtlichen Ehe und vieler anderer Fragen beharren würden, die die Beziehung zwischen Menschen eines Geschlechts betreffen. Das heißt nach unserer Übersetzung, dass diese Kirchen beschlossen haben, sich mit den Beschlüssen der Regierungen ihrer Länder einverstanden zu erklären – gleichsam sich zufrieden geben, damit diese Kirchen nur nicht bestimmte ihrer Privilegien in der gesamten Frage der Ehe verlieren, falls sie an ihrer Haltung all der vergangenen Jahre festhalten wollte – d. h. der gesetzlichen Zulassung von Ehen einerlei Geschlechts zu widerstehen und sie abzulehnen.

1.3.5 Dass auch die Frage der Beziehungen – ehelicher oder anderer geschlechtlicher Art – zwischen Menschen eines Geschlechts Sache der beiden betroffenen Menschen ist; sie haben die Freiheit, zu entscheiden, was sie tun, wie sie es dabei wollen. Daher ist die Grundbehauptung, dass es nicht in Ordnung ist, wenn irgendjemand in diese ihre Dinge eingreift, sondern sie frei sein zu lassen, zu tun, wie sie es möchten. Es gibt viele weitere Gründe wie die oben genannten, die von den Kirchen vorgebracht werden, die gleichgeschlechtliche Ehen erlauben – entweder durch Erklärungen mündlicher oder schriftlicher Art aber auch durch ihr Verhalten.

2. Die Gegenposition

2.1. Hinsichtlich der Behauptungen, die von den Verteidigern der gleichgeschlechtlichen Ehe vorgetragen werden hat die Evangelisch – Lutherische Kirche Tanzania eine andere Einschätzung und Position. Sie lehnt alle Argumente ab, die von den Verteidigern solcher Ehen und ihrer gesetzlichen Zulassung vorgetragen werden.

2.2. Diese Kirche (ELCT) steht auf dem Grund des Wortes Gottes, dass die Bedeutung der Ehe ist, wie es in den Kapiteln der Bibel gelehrt wird, die im Abschnitt 1.3.1 oben genannt sind. Man hat angefangen, diesen Kapiteln eine Bedeutung und Übersetzung zu geben, der wir nicht zustimmen können. Wir und alle anderen überall in der Welt mit der gleichen Einstellung wie wir in der Frage der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen, wir glauben, dass die Bibel nicht übersetzt werden kann, wie es bestimmte Leute wünschen – oder bestimmte Regierungen oder bestimmte Kulturen, sondern sie erklärt sich selbst in verschiedenen Sprachen mit ihrer unveränderlichen Authentizität.

2.3. Diese Kirche glaubt, dass die Liebe das Wesen einer Liebes- und wahren Beziehung zwischen zwei Menschen ist, die miteinander in einer Ehe leben oder leben wollen. Aber hinsichtlich des Heiratens und Geheiratet Werdens, besteht solche Liebe zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts. Im Übrigen versteht die ELCT die Lehre über die Liebe als sehr weitgehend und dass es bestimmte ethische Normen gibt beim rechten Gebrauch der Gnadengabe der Liebe oder des einander Liebens. Wenn solche ethischen Normen hinsichtlich der wahren Bedeutung von Liebe und ihres Gebrauchs übertreten werden oder man beginnt, sie aus irgendeinem solchen Grund zu verdrehen, wächst die Wahrscheinlichkeit für den Menschen, sich in einem Zustand wiederzufinden, in dem das Benutzen des Wortes Liebe jegliche Art von Beziehung bedeuten oder erlauben kann – auch wenn es von der Bibel oder von der Gesellschaft her nicht toleriert wird. Wenn man einen solchen Zustand erlaubt, da ja Liebe da sei zwischen zwei betroffenen Menschen, dann würde man Ehen jeglicher Art zustimmen. Wenn Kirche oder Gesellschaft einer solchen Forderung zustimmen würden, könnten wir uns in einem Zustand wiederfinden, der sogar Ehen zwischen Geschwistern, Eltern und Kindern, womöglich gar zwischen Mensch und Tieren akzeptiert und verteidigt – ist es doch Liebe, das diese beiden Geschöpfe miteinander verbindet! Ist es (daher) gleichgültig, welche Übersetzung gewählt wird? Was wir hier hervorheben möchten, ist: lasst uns sehr sorgfältig sein, wenn wir über das Wort Liebe reden – sogar dahin kommen, dass es ein wichtiger und einzigartiger Maßstab ist – aber nicht alles zulassen in der Frage der Ehe.

2.4. Die Antwort, die oben gegeben worden ist, betrifft auch die gesetzliche Erlaubnis und Verteidigung der gleichgeschlechtlichen Ehe durch die Behauptung, dass in Kultur und Gesellschaft der Menschen dieser Länder, in denen die Ehe Gleichgeschlechtlicher gesetzlich zugelassen ist, es große Veränderungen im Denken der Menschen gegeben habe. Die Menschen sehen nicht mehr ein, dass es schlecht und ungesetzlich sei, wenn Menschen eines Geschlechts einander heiraten. Ihre gegenwärtige Kultur dränge in Richtung Unterstützung solcher eingeschlechtlicher Ehen. Die ethischen Standards der Gegenwart sind anders als die der vergangenen Zeit. Die ELCT akzeptiert, dass es wahr ist, dass bestimmte ethische Einstellungen sich ändern können, je nachdem, wo und zu welchen Zeiten Menschen leben. Aber die Gläubigen der ELCT wissen und glauben, dass es Dinge gibt, die sich nicht ändern, wie zum Beispiel dass eine Nase nicht zum Mund wird und ein Ohr nicht zum Auge.

2.5. Es ist wahr, dass Verhaltensweisen, die von der Gesellschaft gerade in den zurückliegenden Jahren abgelehnt wurden, jetzt mit einer gewährenden und akzeptierenden Haltung angesehen werden. Es ist offensichtlich, dass die Gegenwart anders ist und sich die Gesellschaft in ihrer Haltung und ihrer Einstellung in vielen Dingen geändert hat. Aber es ist in gleicher Weise wahr, dass Ethik und Position von Kirche und Gesellschaft insgesamt nicht auf einem ethischen Grund stehen kann, der jederzeit schwankt. Es ist notwendig, dass Kirche und Gesellschaft nach ethischen Grundregeln leben, die gesellschaftliche, wissenschaftliche , politische, wirtschaftliche und andere Veränderungen aushalten können. Diese Kirche glaubt – auf dem Grund der Lehre des Wortes Gottes – dass es ethische Grundregeln gibt, die nicht geändert werden sollten und nicht verdreht werden sollten durch den Druck von Veränderungen in Zeit, Zustand oder Ort. Eine dieser Grundregeln betrifft die Frage der Ehe und ihre Bedeutung.

2.6. Im Übrigen sollten Veränderungen im ethischen Verhalten einer bestimmten Gesellschaft an einem bestimmten Ort – z.B. Europa oder Nordamerika – nicht als Vorbild für Veränderungen überall sonst auf der Welt genommen werden. Auch sollten solche ethischen, gesellschaftlichen und sonstigen Veränderungen in Ländern Europas und Nordamerikas nicht Menschen in anderen Ländern oder Kirchen aufgezwungen werden. Denn auch solche Menschen in anderen Teilen der Welt, außerhalb von Europa und Nordamerika, haben ihre gesellschaftlichen Wurzeln, die ihr ethisches Verhalten beschützen. Wir als Tanzanier und Afrikaner haben unsere ethischen Normen, die auf den Grundlagen unser Kulturen offen zutage liegen – sie anerkennen eheliche Beziehungen nur zwischen Menschen unterschiedlichen Geschlechts. Deshalb, wenn bestimmte Leute sagen, dass sie gleichgeschlechtliche Ehen gesetzlich zulassen, weil neue Bedingungen von Ort und Zeit gekommen seien und das erlauben, so sei klar, dass unsere gegenwärtigen Lebensbedingungen und unsere Kulturen solche Dinge nicht erlauben.

2.7. Die Behauptung, dass eine Ehe oder Beziehung zwischen Menschen eines Geschlechts Sache der Beiden sei, ist die Behauptung einer Seite nur. Bei uns Gläubigen der ELCT auf der zweiten Seite stellen wir klar, dass so etwas nicht nur ein Ereignis zwischen zwei Menschen ist, sondern es ist immer so, dass sie Teil einer Familie und des weiteren einer Gesellschaft sind. Den beiden kann nicht erlaubt werden, für sich selbst etwas zu tun, was von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird – zum Schutz gegen „Lasst uns, mischt euch nicht in unsere Angelegenheiten; das ist unsere eigene Sache, und es ist unser eigener Entschluss, zu tun, wie wir entschieden haben.“ usw. Nein! Kirche und Gesellschaft insgesamt, soviel wir beteiligt sind an unserer Umwelt und Kultur – es gibt Dinge, die jeder Mensch – gleichgültig wo – anerkennen muss, nämlich, dass er nicht allein ist und dass er nicht in allen Dingen und zu allen Zeiten allein nach eigenem Gutdünken leben kann. So verhält es sich, was die Frage nach der Ehe von Personen des gleichen Geschlechts angeht.

3. Schluss

3.1. Deshalb also: Auf dem Grund des Verständnisses der einen Kirche und in Anerkennung, dass es notwendig ist, die Kirche wie Hirten zu leiten und im Gehorsam gegen das Wort Gottes und seine Bekenntnisse. Die Evangelisch – Lutherische Kirche Tanzania möchte mit prophetischer Stimme ihre Haltung zur Frage der Ehe von Personen eines Geschlechtes öffentlich deutlich machen, dass es ein Dorngestrüpp und scharfer Dorn im Leib des Herrn Jesus Christus ist (2. Kor 12, 12-27), der eine Wunde mit heftigen Schmerzen verursacht – den Mitgliedern der ELCT und vielen anderen überall auf der ganzen Welt mit der gleichen Einstellung wie wir in dieser Frage, auf den verschiedenen Ebenen der Partnerschaft und Leitung.

3.2. Die Evangelisch-Lutherische Kirche Tanzania ist der Meinung, dass jegliche Beschlüsse der einen Seite, die nicht zusammengehen mit dem Verständnis und der gemeinsamen Haltung in der Frage der Ehe Gleichgeschlechtlicher, die Einheit der ganzen Kirche als Leib Christi schwächen.

3.3. Die Evangelisch-Lutherische Kirche Tanzania verwirft die falsche und verdrehte Übersetzung der Heiligen Schrift, die benutzt wird, um die Ehe Gleichgeschlechtlicher zu rechtfertigen.

3.4. Wir glauben, dass es keinen Teil innerhalb der Kirche Gottes gibt, der erfolgreich seine eigenen Dinge allein lösen könnte – ohne die gemeinsame Kraft des ganzen Leibes Christi. Wie es heißt: „Einheit ist Kraft, Trennung ist Schwachheit“. Diese Angelegenheit bei der gesetzlichen Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen zeigt offen, dass die Kraft unserer Einheit geschwächt ist.

3.5. Zweifellos reicht es nicht und hilft es nicht, wenn wir damit schließen, über einander zu klagen und einander zu verurteilen wegen unserer Unterschiede in dieser Frage. Klugheit und Weisheit des Heiligen Geistes möge uns bewegen, ins Gebet zu gehen, in die Buße, weiter miteinander zu beraten, einander zu warnen und einander zu helfen im Geist der Liebe auf dem Grund des Wortes Gottes (Kol 3, 5-17).

3.6. Wir möchten all jene ermutigen und ihnen von Herzen die Hand reichen – in allen Kirchen der Welt – es seien viele oder wenige – die gegen den Beschluss sind, die Ehe von Personen einerlei Geschlechts zuzulassen. Wir rufen dazu auf, lasst uns miteinander fortfahren, Salz und Licht in unserer Beziehung zu sein, indem wir unsere Kräfte darauf richten, Einheit und Gemeinschaft unter uns zu vertiefen. Die Einheit wird uns in die Lage versetzen, nicht wieder einen Zustand zuzulassen, der zu weiteren Verletzungen im Leibe Christi, das heißt, der Kirche, führt.

3.7. Wir meinen, dass wir in Zeiten des Bösen leben, das versucht, die Kirche Gottes zu schwächen. Deshalb rufen wir dazu auf, alle Gläubigen der ELCT und vieler anderer Kirchen mit gleicher Haltung wie wir, nicht nachzulassen im Gebet und das persönliche Zeugnis und das der ganzen Kirche Gottes zu wahren.

3.8. Wir rufen alle Gläubigen der ELCT dazu auf, sehr sorgfältig zu sein im Beurteilen und Ablehnen fremder Lehren, die leicht die Gläubigen in dieser globalisierten Welt irreführen können.

3.9. In unserer bestehenden Gemeinschaft zwischen uns und vielen anderen Kirchen Europas und Nordamerikas und an anderen Orten ist die Position dieser Kirche offen gelegt worden in den Antworten auf das Papier, das vorbereitet wurde von der Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen in der Welt (Lutherischen Weltbund , LWB) bezüglich des Austauschs von Mitarbeitern. Denn das Ziel dieses Papiers und die Beschlüsse, die schließlich vom LWB gefasst werden, resultieren aus den Antworten, die von den Mitgliedskirchen vorgetragen werden;

3.9.1. Wir die ELCT als Mitglied sagen, dass unsere Kirche nicht bereit ist, in einen Austausch mit Mitarbeitern einzutreten, die sich mit jenen verbünden, die in einer gleichgeschlechtlichen Ehe leben oder jene, die Anhänger solcher gleichgeschlechtlicher Ehe oder ihrer Zulassung sind – sie werden nicht eingeladen, in der ELCT zu arbeiten. Im Übrigen lehnen wir jeglichen Versuch der Überredung, ihr Geld und ihre Hilfe ab.

3.9.2. Auch in der Gemeinschaft mit anderen, in den Gremien der Partnerschaft wie LWF, WCC, LMC und / oder anderen Gesellschaften (kirchlichen und nichtkirchlichen) usw., wird die ELCT keinerlei Versuch unterstützen, für Menschen zu werben oder solche in diese Gesellschaften einzuschleusen, die in gleichgeschlechtlichen Ehen leben oder die Anhänger gleichgeschlechtliche Ehen oder irgendeine Art von Homosexualität sind.

3.10 Die ELCT kann nicht Menschen aus Europa oder Amerika zwingen, die gleiche Meinung zu haben wie wir oder das gleiche zu tun hinsichtlich der Ehe Gleichgeschlechtlicher; aber sie kann ihnen ihren Standpunkt in dieser Frage ausreichend erklären. Sie glaubt, dass die andere Seite ihren Standpunkt beachten und respektieren wird, so wie es in dieser Erklärung dargestellt wurde. Im Übrigen erwartet die ELCT , dass ihre Freunde überall, wo sie sind, – bei allen Unterschieden in dieser Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe – nicht versuchen werden – und sie bittet, sie mögen es nicht versuchen – auf keine Weise, zu keiner Zeit, an keinem Ort, ihren Standpunkt zur Ehe Gleichgeschlechtlicher und zu jeglichen Handlungen homosexueller Art in Frage zu stellen.

Unterzeichnende Bischöfe der ELCT:

1. Bischof Dr. Alex Gehaz Malasusa, ELCT East and Coastal Diocese and Presiding Bischof of ELCT

2. Bischof Andrew Gulle, ELCT East of Lake Victoria Diocese

3. Bischof Thomas Laiser, ELCT North Central Diocese

4. Bischof Michael Adam, ELCT Diocese in Mara Region

5. Bischof Festo Ngowo, ELCT Dodoma Diocese

6. Bischof Dr. Owdenburg M. Mdegella, ELCT Iringa Diocese

7. Bischof Dr. Benson K. Bagonza, ELCT Karagwe Diocese

8. Bischof Dr. Martin Shao, ELCT Northern Diocese

9. Bischof Elisa Buberwa, ELCT North Western Diocese

10. Bischof Dr. Stephen I. Munga, ELCT North Eastern Diocese

11. Bischof Eliuphoo Sima, ELCT Central Diocese

12. Bischof Dr. Israel-Peter Mwakyolile, ELCT Konde Diocese

13. Bischof Cleopa A. Lukilo, ELCT Southern Diocese

14. Bischof Dr. Hance Mwakabana, ELCT South Central Diocese

15. Bischof Job T. Mbwilo, ELCT South Western Diocese

16. Bischof Zebedayo Daudi, ELCT Mbulu Diocese

17. Bischof Paulo Akyoo, ELCT Meru Diocese

18. Bischof Jacob Mameo Ole Paulo, ELCT Morogoro Diocese

19. Assistant to the Bischof Rev. Eliraha Mmwiri, ELCT Pare Diocese

20. Bischof Renard K. Mtenji, ELCT Ulanga Kilombero Diocese

Dodoma, 7. Januar 2010

Übersetzung: Pastor em. Ludwig M. Bultmann, 21. 6. 2010

Lesen Sie hier den englischen Originalwortlaut der Dodoma-Erklärung.

Die ELCT ist eine wachsende Kirche, die mit 5,6 Millionen Mitgliedern (Quelle: www.elct.org) zu den weltweit größten lutherischen Kirchen gehört.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 23. Februar 2011 um 14:43 und abgelegt unter Christentum weltweit, Kirche, Sexualethik.