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Die „Manhattan-ErklĂ€rung“

Montag 7. Dezember 2009 von Administrator


Die “Manhattan-ErklĂ€rung“

Aus Sorge um aktuelle Entwicklungen in Politik und Gesellschaft haben amerikanische Theologen verschiedenster christlicher Konfessionen die „Manhattan-ErklĂ€rung“ verfasst. Die Autoren rufen auf, fundamentale christliche Wahrheiten zu verteidigen und sich fĂŒr den Schutz des Lebens, die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau und die Religions- und Gewissensfreiheit einzusetzen. Lesen Sie im Folgenden die offizielle Übersetzung der „Manhattan-ErklĂ€rung“ des „Instituts fĂŒr Ethik & Werte“ in Gießen:

PrÀambel

Heutige Christen sind Erben einer zweitausendjĂ€hrigen Tradition. Zum Inhalt dieser Tradition gehören die VerkĂŒndigung von Gottes Wort, das Streben nach sozialer Gerechtigkeit, Widerstand gegen Tyrannei sowie der karitative Einsatz zugunsten der Armen, UnterdrĂŒckten und Leidenden.

Im vollem Bewusstsein, dass christliche Gemeinschaften und Institutionen ĂŒber die Jahrhunderte oft versagt haben und unvollkommen geblieben sind, machen wir uns das Erbe der Christen zu eigen, die sich fĂŒr unschuldiges Leben einsetzten, indem sie ausgesetzte SĂ€uglinge von den stĂ€dtischen MĂŒllhalden des Römischen Reiches retteten und dessen Duldung des Kindermords öffentlich anprangerten. Wir gedenken mit Ehrfurcht der GlĂ€ubigen, die wĂ€hrend der Pest in den StĂ€dten blieben, um sich um Kranke und Sterbende zu kĂŒmmern, oder lieber mutig in den Arenen starben als ihren Herrn zu verleugnen.

Im Mittelalter waren es die christlichen Klöster, die nicht nur die Heilige Schrift, sondern auch die abendlĂ€ndische Literatur und Kunst bewahrten. Christen waren es, die das Übel der Sklaverei bekĂ€mpften. PĂ€pstliche Erlasse im 16. und 17. Jahrhundert verurteilten den Sklavenhandel und exkommunizierten die HĂ€ndler. Evangelikale Christen wie William Wilberforce bewirkten das Verbot des Sklavenhandels in Großbritannien und grĂŒndeten karitative Vereine zur UnterstĂŒtzung der Armen, der HĂ€ftlinge und der Opfer der Kinderarbeit, die oft an Maschinen gekettet wurden.

Es waren Christen, die in Europa das Königtum von Gottes Gnaden angefochten haben und sich erfolgreich Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung erkĂ€mpften, um moderne Demokratie ĂŒberhaupt zu ermöglichen. In den Vereinigten Staaten waren Christen unter den ersten Frauenrechtlerinnen. Die große BĂŒrgerrechtsbewegung der 1950 und 1960er Jahre wurde von Christen angefĂŒhrt, die sich auf die Heilige Schrift beriefen und den Adel aller Menschen als Gottes Geschöpfe ungeachtet Rasse, Religion oder Rang bekrĂ€ftigten.

Die gleiche Sorge um die WĂŒrde des Menschen hat im vergangenen Jahrzehnt Christen dazu gefĂŒhrt, gegen entmenschlichende sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel anzugehen, sich um Aids-Opfer in Afrika zu kĂŒmmern sowie sich vielfĂ€ltig fĂŒr Menschenrechte einzusetzen, ob fĂŒr sauberes Trinkwasser in den EntwicklungslĂ€ndern oder fĂŒr Heime fĂŒr Abertausende von Kindern, die Krieg, Seuchen oder Geschlechterdiskriminierung zu Waisen gemacht hatten.

Wie unsere VorgĂ€nger im Glauben sind Christen heute dazu berufen, das Evangelium der kostbaren Gnade zu verkĂŒndigen, die wahre MenschenwĂŒrde zu schĂŒtzen und fĂŒr das Gemeinwohl einzustehen. Bleibt die Gemeinde ihrer Berufung in die Nachfolge Jesus Christi und den Dienst ihrer Mitmenschen treu, vermag sie einen weitreichenden Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten.

ErklÀrung

Wir, orthodoxe, römisch-katholische und evangelikale Christen, sind seit dem 28. September 2009 in New York zusammen gekommen, um folgende ErklĂ€rung zu verabschieden. Wir unterschreiben sie nicht als Vertreter unserer Kirchen oder Einrichtungen, sondern als Einzelpersonen, die aber zu unseren jeweiligen Gemeinschaften und aus deren Mitte heraus reden. Wir handeln gemeinsam im Gehorsam gegenĂŒber dem einen wahren dreieinigen Gott der Heiligkeit und Liebe, ein Gott, der einen ausschließlichen Anspruch auf unser Leben erhebt und uns dadurch beruft, mit den GlĂ€ubigen aller Zeiten und aller Nationen das Wohl derer zu suchen, die sein Ebenbild tragen. Diese ErklĂ€rung verabschieden wir im Lichte der Wahrheit der Heiligen Schrift, des Wesens der Menschen sowie der menschlichen Vernunft, die wir als Gabe eines gĂŒtigen Gottes betrachten. Wir rufen alle Menschen guten Willens auf, ob GlĂ€ubige oder NichtglĂ€ubige, die hier angesprochenen Themen sorgfĂ€ltig zu bedenken und kritisch zu prĂŒfen. Wie der Apostel Paulus empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott an.

Die ganze Bandbreite der christlichen Ethik, einschließlich des besonderen Anliegens der Armen und BedĂŒrftigen, beansprucht zwar unsere Aufmerksamkeit, doch bereiten uns in unserem Land heute folgende Themen besondere Sorge: die Existenz des werdenden Lebens, der Behinderten und Ă€lterer Menschen wird bedroht; es besteht Gefahr, dass die Ehe, bereits durch FreizĂŒgigkeit, Untreue und Scheidung gebeutelt, im Sinne von neumodischen Ideologien neu definiert wird; Religion- und Gewissensfreiheit werden gefĂ€hrdet durch diejenige, die GlĂ€ubige zu Kompromissen gegen ihre tiefsten Überzeugungen zwingen möchten.

Der Schutz menschlichen Lebens, die WĂŒrde der Ehe als Vereinigung von Mann und Frau und die Religion- und Gewissensfreiheit stellen GrundsĂ€tze der Gerechtigkeit und des Gemeinwohls dar. Deshalb bewegt uns unser christlicher Glauben, unsere Stimme zu deren Verteidigung zu erheben. Mit dieser ErklĂ€rung bekrĂ€ftigen wir:

1. Geschaffen im Ebenbild Gottes sind alle Menschen gleich und besitzen eine wesensmĂ€ĂŸige WĂŒrde und ein angeborenes Recht auf Leben;

2. Die Ehe als verbindlicher Zusammenschluss von Mann und Frau ist eine Schöpfungsordnung Gottes und wurde in der Geschichte von GlÀubigen wie NichtglÀubigen als die fundamentalste gesellschaftliche Einrichtung verstanden;

3. Die Religionsfreiheit ist im Wesen Gottes, im Vorbild Christi sowie in der wesensmĂ€ĂŸigen Freiheit und WĂŒrde der Menschen, die in Gottes Ebenbild geschaffen worden sind, begrĂŒndet.

Leben

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
1. Mose 1,27

Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle GenĂŒge haben sollen.
Johannes 10,10

Auch wenn die öffentliche Meinung zu mehr Schutz fĂŒr das ungeborene Leben tendiert, stellen wir mit Besorgnis fest, dass in Regierungskreisen eine Ideologie zugunsten der Abtreibung vorherrscht. FĂŒhrende Persönlichkeiten sowie Mitarbeiter der gegenwĂ€rtigen Regierung möchten Abtreibung ohne Frist auf Kosten des Steuerzahlers legalisieren. Eine Mehrheit der Abgeordneten in beiden Kammern des Parlaments unterstĂŒtzen die Abtreibung. Das Oberste Gericht, dessen berĂŒchtigtes Urteil von 1973 im Falle Roe v. Wade den Ungeborenen des Lebensschutzes beraubte, sieht Abtreibung nach Wahl weiterhin als verfassungsverbrieftes Grundrecht an, auch wenn es einige begrenzten EinschrĂ€nkungen fĂŒr verfassungskonform erklĂ€rt hat. Der PrĂ€sident sagt, er möchte den „Bedarf“ an Abtreibungen reduzieren – ein erstrebenswertes Ziel. Er hat jedoch auch versprochen, den Zugang zur Abtreibung zu erleichtern und zu verbreiten, indem er gesetzliche Bestimmungen aufhebt, die eine Übernahme der Kosten durch die Regierung verbieten und die eine Wartezeit fĂŒr abtreibungswillige Frauen sowie die Einwilligung der Eltern bei Abtreibungen an MinderjĂ€hrigen vorschreiben. Die Abschaffung solcher wichtigen und wirksamen Gesetze zum Schutz des ungeborenen Lebens wird die Zahl der vorgenommenen Abtreibungen erwartungsgemĂ€ĂŸ in die Höhe schnellen lassen. Somit werden zahlreiche Kinderleben noch vor der Geburt einfach vernichtet. Grund unserer Verpflichtung fĂŒr den Lebensschutz ist keine Parteipolitik, denn wir gestehen, dass in den 36 Jahren nach dem Fall Roe v. Wade Abgeordnete wie Beamte beider Volksparteien Mitschuld an der gesetzlichen Sanktionierung der „Todeskultur“ (Papst Johannes Paul II) tragen. Wir rufen alle Abgeordnete und Beamte unseres Landes auf, jedes Mitglied unserer Gesellschaft zu schĂŒtzen und ihnen zu dienen, auch die am Rande stehen, ohne Stimme oder Schutz.

Eine solche „Todeskultur“ wertet das Leben durch die Vorstellung ab, man könne auf Menschenleben verzichten, die unvollkommen, unreif oder störend sind. Wie manche in weiser Voraussicht prophezeit haben, breitet sich diese Entwertung menschlichen Lebens durch die Abtreibung auch auf andere Felder aus, zum Beispiel die Embryonenforschung und das „therapeutische Klonen“. Im Namen der Wissenschaft und zum Zwecke der Heilung sollen nach dem Willen des PrĂ€sidenten und des Kongresses Steuergelder verwendet werden, damit menschliche Embryonen massenweise gezĂŒchtet und dann getötet werden, um an Stammzellen zu gelangen, die den Kunden genetisch zugeschnittenen sind. Gleichzeitig wird der Lebensabend Ă€lterer und behinderter Menschen durch zunehmend lautstarke Forderungen nach legalisierter Beihilfe zum Selbstmord und zur Euthanasie bedroht. Die Eugenik mit ihrer Vorstellung von „lebensunwertem Leben“, die man samt weiteren Ungeheuerlichkeiten des Nationalsozialismus fĂŒr lĂ€ngst begraben hielt, feiert fröhliche UrstĂ€nde. UrsprĂŒnglich von abendlĂ€ndischen Intellektuellen in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die Welt gesetzt, kommt sie heute eingepackt in den Schlagwörtern „Freiheit“, „Autonomie“ und „Selbstbestimmung“ daher.

Geschlossen und unermĂŒdlich werden wir gegen die Vorstellung kĂ€mpfen, es sei rechtens, den Ungeborenen das Leben durch Abtreibung zu nehmen. Wir werden uns einsetzen, wie wir es immer getan haben, um schwangeren Frauen in Not sowie Opfern der Abtreibung zu helfen, sie zu trösten und fĂŒr sie zu sorgen. Gleichzeitig weisen wir entschlossen die Ansicht zurĂŒck, das gewollte Töten ihres ungeborenen Kindes könne im besten Interesse einer Frau sein. Die gerechte, humane und wahrhaft christliche Lösung fĂŒr das Problem ungewollter Schwangerschaften ist, so behaupten wir, liebende FĂŒrsorge fĂŒr Mutter und Kind.

Ein wahrhaft prophetisches christliches Zeugnis wird unermĂŒdlich die MĂ€chtigen dieser Welt aufrufen, die vornehmste Regierungsverantwortung wahrzunehmen: die Schwachen und Verletzlichen vor gewaltsamen Angriff zu schĂŒtzen, und zwar ohne Parteinahme, BegĂŒnstigung oder Diskriminierung. Die Heilige Schrift macht es zur Pflicht, die Schutzlosen zu beschĂŒtzen, den Sprachlosen ein Sprachrohr zu sein. Deshalb stehen wir ein und sprechen fĂŒr die Ungeborenen, die Behinderten und die PflegebedĂŒrftigen. Was im Lichte der Bibel und der Vernunft klar ist, mĂŒssen wir klar machen. Wir mĂŒssen bereit sein, das Leben unserer Geschwister in jeder Lage und in jeder Entwicklungsstufe zu verteidigen, egal, was es uns und unseren Einrichtungen kostet.

Unsere Sorge gilt nicht nur unserem eigenen Land. Rund um den Globus sind wir Zeugen von Völkermord und „ethnischer SĂ€uberung“. Wir merken, wie man unschuldigen Kriegsopfern Hilfe verweigert, wie Kinder vernachlĂ€ssigt und missbraucht, Tagelöhner ausgebeutet, junge MĂ€dchen und Frauen als Sexsklaven gehandelt und Ă€ltere Menschen alleingelassen werden. Wir stellen RassenunterdrĂŒckung und -diskriminierung sowie Verfolgung von GlĂ€ubigen aller Religionen fest. Es werden keine Schritte unternommen, um vermeidbare Krankheiten wie AIDS einzudĂ€mmen. Diese Übel stammen unserer Ansicht nach vom Verlust der Vorstellung der MenschenwĂŒrde und der Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens, der das GeschĂ€ft mit der Abtreibung, die Forderung nach legalisierter Beihilfe zum Selbstmord und zur Euthanasie sowie zum menschlichen Klonen fĂŒr Zwecke der biomedizinischen Forschung vorantreibt. Wir vertreten, wie es angemessen ist, eine wahrhaft konsequente Ethik der Liebe und des Lebens fĂŒr alle Menschen in allen Lagen.

Die Ehe

Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie MĂ€nnin nennen, weil sie vom Manne genommen ist. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 1. Mose 2,23-24

Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann. Epheserbrief 5,32-33

Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau sowie die körperliche Vereinigung in der Ehe als Ehemann und Ehefrau wird in der Heiligen Schrift als Krönung von Gottes Schöpfung dargestellt. Als Eheleuten wird MĂ€nnern und Frauen die große Ehre zuteil, Partner Gottes zu werden, indem sie Leben weitergeben und Kinder aufziehen. Somit ist die Ehe die erste und grundlegende soziale Einrichtung. Die traditionelle christliche Bezeichnung vom „heiligen Stand der Ehe“ weist darauf hin, dass es sich um eine göttliche Einrichtung handelt, die Christus durch seine Teilnahme an der Hochzeit zu Kana gut hieß. In der Heiligen Schrift ist die Ehe Gegenstand von Gottes Segen und Hochachtung.

Die hervorragende Bedeutung der Ehe als Ureinrichtung, die Gesundheit, Bildung und Wohl aller Mitglieder einer Gesellschaft gewĂ€hrt, wird durch unermessliche menschliche Erfahrung untermauert. Wo die Ehe in Ehren gehalten wird, wo die „Ehekultur“ gedeiht, ziehen alle einen Nutzen daraus: die Eheleute selbst, die Kinder, die Gemeinschaften und Gesellschaften, in denen sie leben. Wo die Ehekultur beeintrĂ€chtigt wird, treten gesellschaftliche Krankheitserscheinungen hervor. Leider stellt man fest, dass die Ehekultur in unserem Land in den vergangenen Jahrzehnten ernsthaft beeintrĂ€chtigt worden ist. Der aussagekrĂ€ftigste und zugleich besorgniserregendste Nachweis ist die Geburtenrate unehelicher Kinder. Vor weniger als fĂŒnfzig Jahren betrug sie 5%, heute hat sie bereits die 40%-Marke ĂŒberschritten. Unsere Gesellschaft – nicht zuletzt die finanziell SchwĂ€chsten und AnfĂ€lligsten, bei denen die Geburtenrate unehelicher Kinder den nationalen Durchschnitt weit ĂŒbersteigt – zahlt einen enorm hohen Preis in Form von JugendkriminalitĂ€t, Drogensucht, Verbrechen, ĂŒberfĂŒllten Strafanstalten, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Weitere Kennzeichen dieser BeeintrĂ€chtigung der Ehekultur sind das verbreitete Zusammenleben ohne Trauschein und die erschĂŒtternd hohe Scheidungsrate.

Als Christen bekennen wir mit Trauer das skandalöse Versagen unserer Einrichtungen, die Ehe aufrechtzuerhalten und der Welt ein Modell der wahren Bedeutung der Ehe vorzuleben. Wir tun Buße ĂŒber das Maß, in dem wir die Ehescheidung zu leicht genommen und zu Praktiken unserer Gesellschaft geschwiegen haben, die die WĂŒrde der Ehe untergraben. Wir rufen alle Christen auf, es uns gleich zu tun.

Die Familie stĂ€rken heißt, damit aufzuhören, sexuelle FreizĂŒgigkeit und eheliche Untreue zu verherrlichen, und unserem Volk den Sinn fĂŒr die tiefe Anziehungskraft der treuen ehelichen Liebe, fĂŒr ihr Geheimnis und ihre Heiligkeit wieder zu geben. Unbesonnene Politikmaßnahmen, welche die Ehe schwĂ€chen, einschließlich der in Misskredit geratenen Scheidung ohne Schuld, bedĂŒrfen der Reform. Einsatz ist erforderlich in den Bereichen des Gesetzes, der Kultur und der Religion, um jungen Menschen ein fundiertes VerstĂ€ndnis der Ehe sowie ihrer Voraussetzungen nahezubringen, damit sie erkennen, warum sich die Verpflichtungen und Opfer lohnen, die von treuen Ehepartnern abverlangt werden.

Im Wunsch, die Ehe neu zu bestimmen, um gleichgeschlechtliche und Gruppenpartnerschaften anzuerkennen, sehen wir eher ein Symptom als die Ursache der BeeintrĂ€chtigung der Ehekultur. Er widerspiegelt den Verlust des VerstĂ€ndnisses fĂŒr den Sinn der Ehe, wie er in unserer Zivil- und religiösen Gesetzgebung sowie in der philosophischen Tradition, die zur Gestalt dieser Gesetzgebung beitrug, verankert ist. Diesem Wunsch ist aber unbedingt zu widerstehen, denn ihm stattgeben hieße, die Möglichkeit preiszugeben, ein gesundes EheverstĂ€ndnis und mit ihm den Neuaufbau einer gesunden Ehekultur wiederherzustellen. Eine Umdeutung der Ehe legt den falschen und zerstörerischen Glauben fest, bei der Ehe handle es sich ausschließlich um Romantik und andere Formen der Befriedigung von Erwachsenen, statt wesensmĂ€ĂŸig darum, Kinder zu erzeugen und Handlungen und Beziehungen einen einzigartigen Charakter und Wert zu verleihen, deren Bedeutung darin liegt, sich der Erschaffung, der Förderung und dem Schutz des Lebens als angemessen zu erweisen. In der ehelichen Gemeinschaft sowie in der Erziehung der Kinder (die als Gottes Gabe Frucht der ehelichen Liebe ihrer Eltern sind) entdecken wir den tiefsten Grund und Nutzen des Ehebundes.

Wir rĂ€umen ein, dass manche Menschen eine Neigung zu homosexuellen und wechselnden Beziehungen und Praktiken haben, so wie es andere Menschen gibt, die zu anderen Formen unsittlichen Verhaltens neigen. Wir verspĂŒren MitgefĂŒhl fĂŒr solche Menschen. Wir respektieren ihre gleiche, tiefe, angeborene MenschenwĂŒrde. Unsere Hochachtung gilt MĂ€nnern und Frauen, die oft ohne viel UnterstĂŒtzung darum kĂ€mpfen, der Versuchung zu Neigungen zu widerstehen, die sie, nicht weniger als wir, fĂŒr irregeleitet halten. Wir stehen ihnen bei, auch wenn sie stolpern. Wir sind, wie sie, sĂŒndige Menschen, die hinter Gottes Absicht fĂŒr unser Leben zurĂŒckbleiben. Wir, nicht weniger als sie, bedĂŒrfen stĂ€ndig Gottes Geduld, Liebe und Vergebung. Wir rufen die gesamte christliche Gemeinschaft auf, sexueller Unzucht zu widerstehen, aber gleichzeitig, Abstand davon zu nehmen, diejenigen geringschĂ€tzig zu schĂ€tzen, die sie ausĂŒben. Wir mĂŒssen die SĂŒnde entschlossen ablehnen, doch niemals die sĂŒndigen Menschen. Denn jeder sĂŒndige Mensch, egal was sein Vergehen, ist Gegenstand der Liebe Gottes, der nicht unseren Untergang, sondern vielmehr unsere Herzensumkehr sucht. Jesus ruft alle, die vom Pfad der Tugend abirren, zu einem „vortrefflicheren Weg“ zurĂŒck. Wir, seine Nachfolger, strecken liebend die Hand zu allen aus, die diesen Ruf vernehmen und ihm Folge leisten möchten.

Wir rĂ€umen ferner ein, dass es aufrichtige Menschen gibt, die anderer Meinung sind als wir und eine andere Meinung ĂŒber die biblisch Lehre und die christliche Tradition bezĂŒglich der Sexualethik und des Wesens der Ehe haben. Manche, die gleichgeschlechtliche und Gruppenpartnerschaften eingehen, halten ihre Beziehungen fĂŒr wahrhaft ehelich. Sie verstehen aber weder, dass die Ehe in der geschlechtlichen ErgĂ€nzung von Mann und Frau grĂŒndet, noch dass die Ehe als allumfassende Lebensgemeinschaft auf mehreren Ebenen die leibliche Vereinigung von Ehemann und Ehefrau als biologische Fortpflanzungseinheit mit einschließt. Der Leib ist eben kein Ă€ußeres AnhĂ€ngsel der menschlichen Person, sondern echter Bestandteil des persönlichen Wesens Mensch. Der Mensch lĂ€sst sich nicht auf Bewusstsein, GefĂŒhl, Geist oder Sinn reduzieren, der zufĂ€llig einem unpersönlichen Körper innewohnt, sondern ist eine dynamische Einheit aus Körper, Seele und Geist. Eine Ehe entsteht, wenn ein Mann und eine Frau alles andere verlassen, sich zu lebenslĂ€nglicher, gegenseitiger Treue verpflichten und somit auf allen Ebenen eine Lebensgemeinschaft stiften: biologisch, emotional, der Gesinnung nach, rational, geistlich. Eine solche Verpflichtung wird versiegelt, vollzogen und aktualisiert in liebendem Geschlechtsverkehr, in dem die Ehepartner ein Fleisch werden, nicht rein metaphorisch, sondern als ErfĂŒllung der Bedingung der Fortpflanzung. Deshalb ist es nach christlicher Tradition und abendlĂ€ndischem Recht nicht zulĂ€ssig, eine vollzogene Ehe etwa aufgrund von Unfruchtbarkeit aufzulösen oder zu annullieren, auch wenn die eheliche Beziehung wesensmĂ€ĂŸig auf das große Gut der Fortpflanzung hin angelegt ist.

Wir verstehen, dass viele MitbĂŒrger, darunter auch Christen, der Meinung sind, die geschichtliche Definition der Ehe als Vereinigung eines Mannes und einer Frau stehe in Widerspruch zum Grundsatz der Gleichheit aller Menschen oder zu den BĂŒrgerrechten. Sie sind um eine Antwort auf die Frage verlegen, welcher Schaden entstĂŒnde, wenn die Beziehung zweier MĂ€nner oder Frauen, die gleichgeschlechtlich zusammenleben, vom Landesgesetz als Ehe erklĂ€rt wĂŒrde. Ihre eigene Ehe litte doch nicht daran, oder? Geht man diesem Argument aber auf den Grund, erweist es sich als unhaltbar. Zum einen beweist es zu viel, denn damit könnte man wechselnde Partnerschaften, die Vielehe oder sogar noch inzestuöse Beziehungen zwischen erwachsenen Geschwistern legitimieren. Sollen solche VerhĂ€ltnisse aufgrund der Gleichheit aller Menschen oder der BĂŒrgerrechte als Ehen im Sinne des Gesetzes anerkannt werden? HĂ€tte das keine Auswirkung auf andere Beziehungen? In Wahrheit ist die Ehe kein neutrales Abstraktum, das vom Gesetz beliebig umgedeutet werden darf, um den MĂ€chtigen und Einflussreichen einen Gefallen zu tun.

Eine nichteheliche Beziehung zu einer Ehe erklĂ€ren zu lassen, ist kein einklagbares BĂŒrgerrecht. Die Ehe ist ein objektiver Tatbestand, ein Bundesschluss zwischen Ehemann und -Frau, den das Gesetz anzuerkennen und zu schĂŒtzen hat im Sinne der Gerechtigkeit und des Gemeinwohls. Versagt das Gesetz in dieser seiner Aufgabe, so schadet es der Gesellschaft. ZunĂ€chst ist die Religionsfreiheit derer gefĂ€hrdet, fĂŒr die es sich um eine Gewissensfrage handelt. Zweitens werden die Rechte von Eltern mit FĂŒĂŸen getreten, wenn die Sexualkunde in der Schule ihren Kindern beibringt, dass nach aufgeklĂ€rtem VerstĂ€ndnis Beziehungen als „Ehen“ angesehen werden, die ihre Eltern fĂŒr unehelich und unsittlich halten. Drittens leidet das Gemeinwohl, wenn das Gesetz in seiner pĂ€dagogischen Funktion das gesunde VerstĂ€ndnis der Ehe untergrĂ€bt, das fĂŒr das Gedeihen der Ehekultur in der Gesellschaft unerlĂ€sslich ist. Wollen wir die ĂŒberaus wichtige Reform der Gesetze und Sitten anstoßen, um eine solche Kultur wiederherzustellen, dann können wir es uns keineswegs leisten, die Bedeutung der Ehe so umzudeuten, dass unsere Gesetze ein falsches VerstĂ€ndnis der Ehe verkĂŒnden.

Aus Liebe (nicht Feindseligkeit) und umsichtiger Sorge um das Gemeinwohl (nicht Vorurteil) verpflichten wir uns zu unermĂŒdlichem Einsatz, um die gesetzliche Definition der Ehe als Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau zu bewahren und die Ehekultur wieder aufzubauen. Wie könnten wir als Christen anders handeln? Die Heilige Schrift lehrt uns, dass die Ehe einen wesentlichen Teil des Schöpfungsbundes Gottes ausmacht. Die Vereinigung von Ehemann und Ehefrau spiegelt die Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde wieder. Genauso, wie Christus aus Liebe bereit war, sich als Ganzopfer fĂŒr die Gemeinde hinzugeben, so sind wir aus Liebe bereit, jegliches Opfer, das von uns abverlangt wird, fĂŒr den unschĂ€tzbaren Wert der Ehe zu leisten.

Religionsfreiheit

Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkĂŒndigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen. Jesaja 61,1

So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. MatthÀus 22,21

Das lange, mĂŒhsame Ringen um Religionsfreiheit ist weder eine Erfindung der Neuzeit, noch eine moderne Entwicklung. Das Wesen der Religionsfreiheit fußt auf dem Charakter Gottes selbst, den man am Leben und Werk Jesu Christi am deutlichsten erkennt. In ihrem Entschluss, Jesus im Leben wie in den Tod treu nachzufolgen, beriefen sich die ersten Christen auf die Art seiner Fleischwerdung: „[Sandte Gott den Christus] etwa, wie jemand von den Menschen meinen möchte, mit Schreckensherrschaft und Furcht und Entsetzen? Ganz und gar nicht. Sondern in Milde und Sanftmut
; denn Zwang gehört nicht zu Gottes Eigenschaften.“ (Diognetbrief 7,3-4). Das Recht auf Religionsfreiheit grĂŒndet im Vorbild Jesu Christi selbst sowie in der WĂŒrde eines jeden Menschen, geschaffen im Ebenbild Gottes, eine angeborene WĂŒrde, die nach erklĂ€rter Ansicht der GrĂŒnder unserer Republik durch den rechten Gebrauch der Vernunft erkennbar ist.

Christen bekennen, Gott allein ist Herr ĂŒber das Gewissen. Freiheit von religiösem Zwang ist Eckstein eines ungefesselten Gewissens. Keinen darf man gegen seinen Willen zwingen, sich einer Religion anzuschließen. Ebenso wenig darf man glĂ€ubigen Menschen verbieten, Gott nach dem Geheiß ihres Gewissens zu huldigen oder ihren tief empfundenen religiösen Überzeugungen frei und öffentlich Ausdruck zu verleihen. Dies gilt sowohl fĂŒr den Einzelnen, wie auch fĂŒr religiöse Gemeinschaften.

Ironischerweise stehen diejenigen, die fĂŒr sich das Recht in Anspruch nehmen, Ungeborenen, Alten und Behinderten das Leben zu nehmen sowie unsittliche Praktiken auszuĂŒben und die dieses Recht gesetzlich verbrieft sehen wollen, an vorderster Front derjenigen, welche die Freiheit anderer mit FĂŒĂŸen treten, die ihre religiöse und ethische Verpflichtung bezĂŒglich der Unversehrtheit des Lebens und der WĂŒrde der Ehe als Bund zwischen Mann und Frau zum Ausdruck bringen möchten.

Dies wird zum Beispiel an Schritten ersichtlich, die unternommen werden, um Ausnahmeklauseln derart zu schwĂ€chen oder gar abzuschaffen, so dass Einrichtungen, welche der Abtreibung ablehnend gegenĂŒber stehen – einschließlich kirchlicher Kliniken und KrankenhĂ€user sowie deren Mitarbeiter, Ärzte, Chirurge, Krankenschwester und -pfleger –, gezwungen werden, abtreibungswillige Frauen zu ĂŒberweisen oder in gewissen FĂ€llen selbst Abtreibungen vorzunehmen oder daran teilzunehmen. Ferner werden Gesetze gegen Diskriminierung angewandt, um religiöse Einrichtungen sowie religiös orientierte GeschĂ€fte und Dienstleistungsunternehmen vor die Wahl zu stellen, sich an AktivitĂ€ten zu beteiligen, die sie fĂŒr zutiefst unsittlich halten, oder Konkurs anzumelden. Nachdem im Bundesstaat Massachusetts die „gleichgeschlechtliche Ehe“ gerichtlich durchgesetzt worden war, beschlossen römisch-katholische karitative Einrichtungen zum Beispiel widerwillig, mit der hundertjĂ€hrigen Vermittlung von Waisen aufzuhören, weil man sie sonst rechtlich dazu gezwungen hĂ€tte, im Gegensatz zur römisch-katholischen Morallehre, Kinder auch gleichgeschlechtlichen Haushalten zuzuweisen. Nachdem im Bundesstaat New Jersey eheĂ€hnliche „bĂŒrgerliche Partnerschaften“ eingefĂŒhrt worden waren, wurde einer Einrichtung der Methodistenkirche die GemeinnĂŒtzigkeit aberkannt, weil sie sich weigerte, ihr Haus fĂŒr die Segnung homosexueller Lebenspartnerschaften zur VerfĂŒgung zu stellen. In Kanada und einigen LĂ€ndern Europas ist es schon einmal vorgekommen, dass christliche Pfarrer angeklagt worden sind, weil sie in der Predigt auf die biblischen Aussagen gegen HomosexualitĂ€t hingewiesen haben. Neue Gesetze gegen Hass lassen ahnen, dass Ă€hnliches auch in den Vereinigten Staaten geschehen könnte.

Parallel zur abnehmenden Achtung vor religiösen Werten in den Medien, in Bildungseinrichtungen sowie in der Politik hat es in den vergangenen Jahrzehnten eine wachsende Zahl von PrĂ€zedenzfĂ€llen gegeben, welche die ungehinderte AusĂŒbung der Religion einschrĂ€nkten. Wir betrachten diese Entwicklung als unheilvoll, nicht nur weil sie die verfassungsgemĂ€ĂŸe Freiheit des Einzelnen, ungeachtet seines Glaubens, bedroht, sondern ebenso das Gemeinwohl und die Kultur der Freiheit, die unserem republikanischen Regierungssystem zu Grunde liegt. Wird die Gewissensfreiheit eingeschrĂ€nkt, dĂŒrfen religiöse Einrichtungen zum Beispiel nicht mehr nur Mitarbeiter gleichen Glaubens oder gleicher ethischen Grundwerte einstellen, dann werden die mittleren Gesellschaftsstrukturen untergraben, die einen wesentlichen Puffer gegen die Übermacht des Staates bilden. Dies fĂŒhrt zum „weichen Despotismus“, vor dem Alexis de Tocqueville in seinem Werk „Demokratie in Amerika“ so eindringlich wie prophetisch warnte. Die Auflösung der bĂŒrgerlichen Gesellschaft ist das Vorspiel der Tyrannei.

Wir Christen nehmen die biblische Ermahnung ernst, die Obrigkeit zu achten und ihr zu gehorchen. Wir glauben an das Gesetz und an den Rechtsstaat. Wir erkennen die Pflicht an, sich nach dem Gesetz zu richten, ob es uns gefĂ€llt oder nicht, es sei denn, die Gesetze sind ernsthaft ungerecht oder verlangen von den Untertanen eine ungerechte oder unsittliche Handlung. GemĂ€ĂŸ der Heiligen Schrift dient das Gesetz der Gerechtigkeit dem Gemeinwohl sowie der Wahrung der öffentlichen Ordnung. Gesetzte jedoch, die ungerecht sind oder BĂŒrger angeblich zwingen, Ungerechtes zu tun, sind dem Gemeinwohl nicht dienlich, sondern untergraben es.

Seit den AnfĂ€ngen der christlichen Kirche haben Christen sich geweigert, Kompromisse bezĂŒglich der VerkĂŒndigung des Evangeliums zu schließen. Die Apostelgeschichte berichtet im 4. Kapitel, wie man Petrus und Johannes das Predigen verbieten wollte. Ihre Antwort lautete: „Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ Durch die Jahrhunderte hĂ€lt das Christentum bĂŒrgerlichen Ungehorsam nicht nur fĂŒr legitim sondern auch fĂŒr notwendig. Martin Luther Kings Brief aus dem GefĂ€ngnis von Birmingham, Alabama, lĂ€sst sich als Verteidigung der Rechte und Pflichten des religiösen Gewissens an Beredsamkeit kaum ĂŒberbieten. Mit einer ausdrĂŒcklich christlichen Perspektive und Zitaten von christlichen Schriftstellern wie Augustinus und Thomas von Aquin legte King dar, dass gerechte Gesetze die Menschen adeln, weil sie im Moralgesetz verwurzelt sind, dessen letzte Quelle Gott selbst ist. Ungerechte Gesetze dagegen erniedrigen die Menschen. Sie können sich auf keine andere AutoritĂ€t als den bloßen Willen des Menschen berufen und sind von daher fĂŒr das Gewissen nicht bindend. King war bereit, sich eher einsperren zu lassen, als sich einer ungerechten Gesetzgebung zu beugen, ein Vorbild, das andere inspiriert.

Wir achten Gerechtigkeit und Gemeinwohl hoch. Deshalb werden wir uns keiner Gesetzesvorschrift beugen, die unsere Einrichtungen zwingen möchte, an lebensbedrohende Handlungen teilzunehmen, als da sind: Abtreibungen, Beihilfe zum Selbstmord, Euthanasie oder Forschung, die Embryonen vernichtet. Wir werden uns ebenso wenig einer VerfĂŒgung beugen, die uns zwingen möchte, unsittliche Sexualpartnerschaften zu segnen oder sie als Ehen oder eheĂ€hnlich anzuerkennen, noch werden wir aufhören, die Wahrheit ĂŒber Ethik und Unsittlichkeit, ĂŒber Ehe und Familie, wie wir sie sehen, zu verkĂŒndigen. Wir werden ganz und ohne Widerwille dem Kaiser geben, was des Kaisers ist. Doch unter keinen UmstĂ€nden werden wir dem Kaiser geben, was Gottes ist.

Entwurfs-Komitee: Robert George Professor, McCormick Professor of Jurisprudence, Princeton University Timothy George Professor, Beeson Divinity School, Samford University Chuck Colson Founder, The Chuck Colson Center for Christian Worldview (Lansdowne, VA)

Die ErklÀrung kann unter www.medrum.de oder www.manhattandeclaration.org unterzeichnet und heruntergeladen werden.

© Manhattan Declaration 2009 Genehmigte deutsche Übersetzung: Institut fĂŒr Ethik & Werte, Rathenaustr. 5-7, 35394 Gießen. Download unter www.ethikinstitut.de

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 7. Dezember 2009 um 11:25 und abgelegt unter Christentum weltweit, Gesellschaft / Politik.