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Adventszeit ist Fastenzeit

Freitag 11. Dezember 2009 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Die Adventszeit ist eine Fastenzeit
und keine Zeit zum Einkaufen

Die vier Kerzen auf dem Adventskranz stellen die vier Wochen vor dem Christfest dar, in denen wir das Fest der Christgeburt erwarten und unser Leben ĂŒberdenken.

 
1.     Der erste Advent

Erzbischof Vanags erklĂ€rt uns, dass der erste Sonntag im Advent dem Nachdenken ĂŒber unser Ziel und die letzten Dinge zugedacht ist. „Was kommt nach diesem Leben und nach dieser Welt? Woher komme ich und wohin gehe ich? Hat meine Existenz eine Bedeutung, die nicht in meiner Person liegt? Suche ich Gott, oder sucht Gott vielleicht mich? Was wird geschehen, wenn wir einander gefunden haben? Wie werde ich vor Ihm dastehen? Werde ich fĂŒr mein Leben Rechenschaft geben mĂŒssen?“ Die Worte Jesu aus dem Lukasevangelium (Lk. 21, 25-33), die dem ersten Sonntag im Advent zugedacht sind, rufen uns auf, uns umzuschauen und die Zeichen dafĂŒr zu entdecken, dass das Reich Gottes nahe ist.

„Die nĂ€chsten Sonntage im Advent fĂŒhren uns schrittweise nĂ€her zur Geburt Jesu Christi als der Antwort Gottes auf unsere Fragen nach der Ewigkeit und dem Sinn des Lebens,“ weist Erzbischof Jānis Vanags uns hin.

2.     Der zweite Advent

Am zweiten Sonntag im Advent können wir zusammen mit Johannes dem TĂ€ufer Jesus fragen: „Bist du es oder sollen wir auf einen anderen warten?“, und vernehmen darauf die Antwort Jesu: „Blinde sehen und Lahme gehen, AussĂ€tzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt.“ (Mt. 11, 2-10). WĂŒnsche ich mir auch etwas von Jesus, brauche ich auch etwas von Ihm?

3.     Der dritte Advent

Am dritten Sonntag im Advent denken wir ĂŒber die Worte Johannes des TĂ€ufers nach: „Er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennt.“ (Joh. 1,26). Jesus selbst sagt: „Siehe, ich stehe vor der TĂŒr und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die TĂŒr auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten, und er mit mir.“ Wir kennen Jesus wirklich viel zu wenig. Wenn wir uns Ihm öffnen, dann kann sich unser Leben zu einem geistlichen Fest verwandeln.

4.     Der vierte Advent

Der vierte Sonntag im Advent steht im Zeichen der bekannten Worte Johannes des TĂ€ufers, mit denen er den Propheten Jesaja zitiert: „Es ist eine Stimme eines Predigers in der WĂŒste: Bereitet den Weg des Herrn und macht seine Steige eben!“ (Lk. 3,4). Kommt Jesus wirklich zu jedem von uns? Wie nehmen wir Ihn auf? Wird er an diesem Christfest in unseren Herzen ein aufgerĂ€umtes Quartier vorfinden? „Die Adventszeit ist eine Zeit, in der wir uns darauf vorbereiten, Christus zu empfangen“, bekennt Erzbischof Jānis Vanags. Deshalb ist die Adventszeit von ihrer Tradition her nicht nur eine Zeit des VergnĂŒgens und des Einkaufens, sondern eine Fastenzeit. Wir erwarten in froher Bescheidenheit, Stille und Beherrschtheit das Kommen Jesu zu uns.

Erzbischof Janis Vanags, AuszĂŒge aus Svētdienas RÄ«ts, Zeitung der Evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands, ICHTYS GmbH, 2. Sonntag im Advent, Ausgabe Nr. 45/46 (1824/1825 ) vom 5. Dezember 2009. Übersetzung: Johannes Baumann

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 11. Dezember 2009 um 11:16 und abgelegt unter Predigten / Andachten.