Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Die ganze Bibel ohne Evangelium?

Dienstag 28. MĂ€rz 2017 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

„Es geht um die Liebe“

Das Wesentliche auf einem Bierdeckel. Man erinnert sich noch dunkel an die Idee von Friedrich Merz aus dem Jahr 2004. Der damalige Spitzenpolitiker der CDU skizzierte die GrundzĂŒge einer Steuerreform auf einem solchen Untersetzer. Die „Bierdeckelwende“ scheiterte jedoch. Friedrich Merz wurde bald von Angela Merkel politisch entsorgt. Werberin Eva Jung aus Hamburg hat mit der von ihr und einem Team erdachten Bierdeckelaktion fĂŒr die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) offensichtlich mehr Erfolg. Seit Jahren arbeitet Jungs Agentur mit der Kirche zusammen und gestaltet in einer Arbeitsgruppe von Kirchen- und Kommunikationsfachleuten die „Impulspost“, die die EKHN regelmĂ€ĂŸig an ihrer Mitglieder verschickt.

Auf der Internetseite von gobasil heißt es ĂŒber das Briefing: „LĂ€sst sich der christliche Glaube in aller KĂŒrze zusammenfassen? Wie mĂŒsste eine Impulspost fĂŒr die 1,6 Mio Mitglieder der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau aussehen, die unter dem Leitthema ‘Religion und Wahrheit’ steht?“ Die Antwort der Werber: „Wir haben uns der Herausforderung gestellt und nach einer Lösung gesucht, die die 30.442 Verse der Bibel auf den Punkt bringt: Es geht um die Liebe – zu Gott, zu sich selbst und dem NĂ€chsten – so bringt es jedenfalls Jesus auf den Punkt.“

AufhĂ€nger der Aktion ist die Antwort Jesus auf die Frage nach dem höchsten Gebot. In Mt 22,34–40 zitiert er zwei Verse aus dem AT, die die Gottes- bzw. die NĂ€chstenliebe fordern. Daraus machte Jungs Team die drei Schlagworte „1. Liebe Gott. (Vielleicht erst mal kennenlernen?) 2. Liebe Dich selbst. (Egal, was dein Spiegel heute sagt.) 3. Liebe die Anderen. (Koste es, was es wolle?)“. Diese drei Aspekte der Liebe werden dann auf weiteren Bierdeckeln entfaltet: mit Zitaten bekannter Persönlichkeiten, Fragen in Großdruck und Bibelversen. Alles soll zum GesprĂ€ch ĂŒber den Glauben anregen: „Reden wir drĂŒber.“

Auch in der ERF-Sendung aus der Reihe „Gott sei Dank“ vom 17. Februar erzĂ€hlte Jung von der Zielsetzung der Bierdeckelaktion und dem Entstehungsprozess. Schließlich ist es heute schwierig, so Jung, „biblische Inhalte und Verse an Menschen zu ĂŒbermitteln, die Gott nicht so nahe stehen“. Was ist das Erste, was ich jemandem sagen wĂŒrde, der fragt: Was macht denn den christlichen Glauben aus? Verse wie Joh 14,6 („Ich bin der Weg, die Wahrheit und Leben“) wurden da natĂŒrlich in den GesprĂ€chen des Planungsteams genannt. Aber will man damit gleich Fernstehende konfrontieren? „Bekommt man das schnell erklĂ€rt?“, fragte Jung.

Man landete also beim Liebesgebot und sucht ĂŒber die Liebe einen Zugang zu den Zeitgenossen. Die Bierdeckel sollen Aufmerksamkeit erregen und zum GesprĂ€ch einladen. Und wenn mehr Menschen beherzigen wĂŒrden, was da so geschrieben steht, sie also versuchten, ein Leben nach den MaßstĂ€ben der Liebe zu leben, „dann wĂ€ren wir schon auf einem guten Weg“.

Jung bekennt sich zum christlichen Glauben. FĂŒr solch einen Job fĂŒr die EKHN sei das sogar nötig. Beim ERF: „Wenn man fĂŒr Kirche arbeitet, dann sollte man sich schon in der Materie auskennen“. Auch sei es hilfreich „die Zwischentöne zu verstehen“. TatsĂ€chlich gehört sie zu den Kommunikationsfachleuten, die den Glauben mit spritzigen Ideen und Konzepten unters Volk zu bringen wissen. Man denke nur an „Viva la Reformation! Luther reloaded“ und andere visuelle Hingucker auf godnews.de. Nicht zu vergessen ihr Alltagstourist mit zahlreichen Fotografien und Textimpulsen Jungs, das auch auf unserem BĂŒcherregal steht. Summa summarum: Tolle Arbeit, die sie und ihr Team machen! Streife ich ĂŒber ihre Seiten, beginnt in mir zu schwingen, was von dem Gestalter noch ĂŒbrig ist. (Jung studierte ab Herbst 1989 im Saarland Kommunikations-Design, ich das gleiche Fach ab MĂ€rz des gleichen  Jahres an der Fh Wiesbaden; nach der HĂ€lfte des Studiums wechselte ich zum NLS, nun TSR.)

Die „Alleinstellung“ des Christentums

KirchenprĂ€sident der EKHN Volker Jung fragt eingangs im Begleitschreiben der Aktion: „Gibt es etwas, woran man sich immer orientieren kann? Wer oder was sagt mir, worum es im Leben eigentlich geht?“ Er nennt das Doppelgebot der Liebe und meint: „Ich bin ĂŒberzeugt, dass viele Menschen spĂŒren: Das trifft es. Ohne Liebe wĂ€ren wir alle nichts. Und wenn alle Menschen sich daran orientieren wĂŒrden, wĂ€re das Leben besser.“

Auf den Seiten zur Aktion heißt es, mit dem Doppelgebot „sind alle Gebote zusammengefasst. Das heißt: Die Kernaussage aller Gebote ist Liebe. Sie soll der Kompass fĂŒr das Leben sein.“ Die Liebe „ist das Fundament, auf dem das Leben, Beziehungen und das Miteinander gelingen oder eben auch scheitern können. Denn, was sich einfach anhört, ist oft nicht einfach umzusetzen.“ Die Bibel rege uns dazu an herauszufinden, wie man diese Liebe praktisch gestalten könne.

Die Worte der Bierdeckel sollen also dazu anregen, ĂŒber die Kernfragen des Glaubens  ins GesprĂ€ch zu kommen. Die Aktion lĂ€dt dazu ein, ĂŒber Gott nachzudenken und sich mit anderen auszutauschen, was mit den Begriffen „Gottesliebe“, „Selbstliebe“ und „NĂ€chstenliebe“ konkret gemeint ist und wie man sie im Alltag leben kann.

Damit ergeben sich jedoch ernste RĂŒckfragen: Ist das Liebesgebot tatsĂ€chlich „die biblische Kernaussage“ oder „Grundaussage“ der gesamten Bibel? Ist sie „der Glaube in aller KĂŒrze“ und „das Wesentliche“ im Christentum? Das, „worauf es wirklich ankommt“? Steht im Mittelpunkt der Wahrheit dieser Religion ein Gebot?

Gewiss können die Bierdeckel zu GesprĂ€chen ĂŒber Gott, den Glauben und das Christentum anregen. Letztlich sind alle Themen und Aussagen in der Welt Gottes dazu in der Lage, da alles Geschaffene Offenbarungscharakter hat. Unter den Zitaten finden sich auch SĂ€tze von Nietzsche und anderen Nichtchristen, was aber völlig in Ordnung ist, denn eine Teilerkenntnis der Wahrheit hatten auch sie. AufhĂ€nger fĂŒr Diskussionen ĂŒber Gott und die Welt kann, wie gesagt, so gut wie alles sein.

Doch die Aktion hat ja ausdrĂŒcklich einen anderen Anspruch. „Die Bibel auf einem Bierdeckel?“ wird zwar auch mit einem Fragezeichen versehen, doch dies Ă€ndert nichts an der Grundaussage: Dies ist das Hauptthema der Bibel – zumindest in den Augen der Macher. Und „worĂŒber reden wir eigentlich?“ Demnach reden wir in der Bibel wesentlich ĂŒber Gebote und Anweisungen, ĂŒber Gesetz.

Allein das Wort „Gesetz“ ruft heute selbst schon im kirchlichen Umfeld oft Abwehrreaktionen hervor. Beim Brainstorming zum Stichwort „Liebe“ kommt es wohl auch nur irgendwelchen ganz Frommen in den Sinn. Wie man es aber dreht und wendet: Die Zusammenfassung der Bibel ist im Imperativ formuliert („Liebe
“, d.h. du sollst den und den lieben).

Reden wir ĂŒber Gesetz? Auf der einen Seite wird dies bestritten: Die Impulspost stelle „die Bibel nicht als Gesetzbuch oder Gebrauchsanweisung fĂŒr richtiges Verhalten dar.“ Das heißt aber nur so viel, dass der Weg der Liebe kein einfacher ist. Es geht eben auf der anderen Seite doch darum, „wie man sie [die Liebe] im Alltag leben kann“ und wohl auch sollte. Als eine Art oberste Norm wird sie durchaus bekrĂ€ftigt.

Damit ist jedoch aus der Guten Nachricht ein guter Ratschlag geworden. Ist die praktische Lebenshilfe aber die Kernbotschaft der Bibel? Wo ist der „entscheidende Produktvorteil“ des Produkts „christlicher Glaube“? Wo ist – um einen weiteren Werbebegriff zu gebrauchen – die „Alleinstellung“ des Christentums? Welches ist der „Markenkern“ der biblischen Religion? Was ist, wenn die Beziehung, die in Liebe gebaut werden sollte, scheitert? (Was ja, s.o., eingestanden wird.)

Wer sich in der Materie auskennt, kommt bei all den Fragen eigentlich schnell auf eine Antwort: das Evangelium. Es ist auf den Bierdeckeln allerdings so gut wie gar nicht zu finden. Unter „Liebe dich selbst“ sind auch Joh 3,1 oder Joh 3,16–17 abgedruckt. Da steckt Evangelium drin. Das war’s aber auch. Die Gesamtbotschaft der Bibel, ihre Grundaussage, ihre Spitze, ist eben kein Gebot und auch kein Ratschlag, sondern eine Zusage, ein Versprechen, ein Trost. Und vor allem kein Imperativ. „Praktiziere Liebe“ ist keine gute Nachricht. Der liebende Gott rettet meist lieblose Menschen durch seinen Sohn – das schon eher. Pfr. Matthias Krieser mit einer treffenden Kritik:

„Der entscheidende Mangel an diesem Bierdeckel ist jedoch, dass er die Hauptbotschaft der Bibel verfehlt. Wer die Quintessenz der Heiligen Schrift auf das Doppelgebot der Liebe reduziert, macht aus ihr vor allem ein Gesetzbuch und aus Jesus vor allem einen Gesetzeslehrer. Damit wird er dem, der Weg, Wahrheit und Leben ist, nicht gerecht, denn der Gekreuzigte und Auferstandene ist die Mitte der Schrift, und die Rechtfertigung des SĂŒnders allein durch Christus ist die Kernbotschaft der Bibel. Sie lautet eben nicht: Liebe Gott und deinen NĂ€chsten!, sondern sie lautet: Gott liebt dich! Wer diese frohe Botschaft des Evangeliums bei einer auch noch so knappen Zusammenfassung weglĂ€sst, entkernt die Bibel.“

„Summe und Substanz der Heiligen Schrift“

Krieser ist Geistlicher in der SelbstĂ€ndigen lutherischen Kirche. Dort hĂ€lt man die Lehre Luthers noch hoch. So ĂŒberrascht es nicht, dass er die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium ins Spiel bringt, die zu den Kernvorstellungen des Reformators gehörte. Luther nannte das Lehren und Begreifen dieses Unterschiedes mehrfach „die höchste Kunst in der Christenheit“ (man beachte den Superlativ!). In den Tischreden: „Das Gesetz ist das, was wir tun sollen; das Evangelium aber handelt von Gott, von dem, was Gott geben will. Das erste können wir nicht tun; das zweite können wir annehmen, und zwar mit dem Glauben.“

Das Gesetz ist gebietendes, forderndes Wort, denn es drĂŒckt Gottes moralischen Willen aus. Das Evangelium zeigt die ErfĂŒllung dieser Forderung in Christus, ist daher befreiendes Wort. Das Gesetz sagt: „tu dies“, das Evangelium antwortet: „dies ist getan“.

Wird diese Unterscheidung nicht beachtet, wird das Evangelium moralisiert und verschwindet damit. Das menschliche Tun, die Ethik, wird mit dem Zuspruch Gottes vermengt, so dass sich der Mensch doch wieder selbst erlösen muss. Aus dem liebenden Gott wird so schnell die Liebe als Gott, aus dem in Liebe geschenkten Evangelium unsere Liebe als falsches Evangelium.

Oft wird die Unterscheidung von Gesetz und Evangelium als lutherisch bezeichnet. Die Reformierten setzen hier traditionell vielleicht den einen oder anderen Akzent, im Grunde sehen sie die ZusammenhĂ€nge aber genauso. Theodore Beza, Calvins Nachfolger in Genf, sagte, dass „Unkenntnis dieser Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium eine der Hauptquellen der MissbrĂ€uche ist, welche das Christentum verfĂ€lschten und immer noch verfĂ€lschen“.

Gleich zu Beginn seines Kommentars zum Heidelberger Katechismus stellt Zacharias Ursinus (der Hauptautor des reformierten Katechismus) unter der Überschrift „Prolegomena“ fest: „Die Lehre von der Kirche ist die ganze und unverdorbene Lehre von Gesetz und Evangelium
“ Diese Lehre von der Kirche „besteht aus zwei Teilen: das Gesetz und das Evangelium“. Darin haben „wir die Summe und Substanz von der heiligen Heiligen Schrift erfasst“. Auch Christus selbst nennt er „die Substanz und den Grund der ganzen Schrift“. Das Gesetz hingegen ist „unser Zuchtmeister, um uns zu Christus zu bringen“, es zwingt uns gleichsam „zu ihm zu fliehen“. Gesetz und Evangelium – dies ist „das Ganze, was die Heilige Schrift umfasst“. „Das Gesetz schreibt vor und bestimmt, was getan werden soll und verbietet, was vermieden werden sollte.“ Das Evangelium hingegen ist „die freie Vergebung der SĂŒnde durch und wegen Christus“. Das Gesetz „wird aus der Natur erkannt; das Evangelium wird göttlich offenbart“.

Im Heidelberger Katechismus wird die Liebe in allen drei Teilen thematisiert. NatĂŒrlich kommt sie im dritten Teil ĂŒber das christliche Leben, vor allem in der Auslegung der einzelnen Gebote, mehrfach vor. Teil 2 handelt „Von des Menschen Erlösung“, und auch hier geht es natĂŒrlich auch um den liebenden, gnĂ€digen und barmherzigen Gott. Das Doppelgebot der Liebe aus Mt 22 wird auch im Katechismus an einer Stelle zitiert, gleich zu Beginn in der Antwort zu Fr. 4: „Was fordert denn Gottes Gesetz von uns?“ Frage 5 fĂŒhrt nun aber in eine ganz andere Richtung als die Bierdeckelaktion: „Kannst du das alles vollkommen halten?“ Antwort: „Nein, denn ich bin von Natur aus geneigt, Gott und meinen NĂ€chsten zu hassen.“

Auch der Heidelberger bringt also die Liebe ins GesprĂ€ch. Das Liebesgebot ist aber hier dazu da, um dem Menschen zu zeigen, „wie groß meine SĂŒnde und Elend  ist“ (Fr. 2). Und dies, so Autor Ursinus, muss begriffen werden, um den Trost des Evangeliums zu erfahren. Warum hĂ€tte man nicht auch Fr. 5 auf einem Bierdeckel abdrucken können? Zu provokant? Zu scharf? „Das kann man heute ja so wohl nicht mehr sagen!“ Schon möglich, aber wie lĂ€sst es sich anders, neu sagen? Oder ist es gar unwahr?

Das Doppelgebot der Liebe sei „rettende Lehre“ (B. McLaren), so zu „leben wie Jesus“ sei das Evangelium (T. Hebel) – so etwas hören wir heute öfter. Daher muss man es heutzutage eigentlich jedermann einhĂ€mmern: Liebe Gott, liebe dich selbst, liebe die anderen ist reformatorisch gesprochen Gesetz und nicht Evangelium. Dass man im Jahr der Reformation bei der EKHN auf eine Aktion stolz ist, die diesen Grundunterschied grob missachtet, ist geradezu peinlich.

Benzin im Blut

Aber was will man von einer Kirche erwarten, die selbst in der EKD als liberaler Vorreiter gilt? Selbst wenn Jung und Co. einmal krĂ€ftig gegen den Strich des Zeitgeistes gebĂŒrstet hĂ€tten, so wĂ€re sicher mit dem Veto des anderen Jung in Darmstadt zu rechnen gewesen. An der Spitze der EKHN will man eine Bibel ins GesprĂ€ch bringen, an die man aber nur noch in ganz diffusem Sinn glaubt.

Auf den Begleitseiten zur Aktion („Mehr zur Bibel“) heißt es unter „Bibel und Wahrheit“ von einem Pfarrer der Kirche: „Die Bibel ist Menschenwerk. Gott spielt dabei die entscheidende Rolle. Ist die Bibel nun wahr?“ Gott spiele die entscheidende Rolle – was soll das heißen? Dass die Bibel in irgendeiner Weise tatsĂ€chlich Gottes Wort ist, kommt dem Theologen wohl schon gar nicht mehr in den Sinn. Diplomatisch geht es weiter: „Der Ansicht, die Bibel sei von Gott offenbart, können sich auch viele Christen nicht anschließen.“ Inwieweit die Bibel als Offenbarung anzusehen sein sollte, wird ĂŒberhaupt nicht klar. Ihr Wahrheitsanspruch löst sich ebenfalls irgendwie auf. Von der Prozesshaftigkeit der Wahrheitserkenntnis im Allgemeinen ist die Rede. Die obige Frage (Ist die Bibel nun wahr?) wird gar nicht beantwortet.

„Religion und Wahrheit“, Wahrheit der Religion, Wahrheit der christlichen Religion. Wahrheit der Bibel? Bei der EKHN kommt man ĂŒber ein Fragezeichen nicht hinaus. Damit schließt sich der Kreis. Denn das Evangelium ist offenbarte Wahrheit. Es wird nicht in der Schöpfung erkannt. Ohne ĂŒbernatĂŒrliche Offenbarung kein Evangelium; ohne einen Offenbarer, der Gottmensch ist, kein Evangelium. Ohne ĂŒbernatĂŒrliche Offenbarung haben Christen nichts mehr zu sagen – also kann nur eine humanistische Liebesreligion zurĂŒckbleiben, die sich jedoch als christlich ausgibt..

Als evangelische Kirche glaubt die EKHN offensichtlich nicht mehr an die einzigartigen QualitĂ€ten ihres Produkts. In der ERF-Sendung verglich Jung ihre Arbeit fĂŒr die Kirche mit Werbung fĂŒr einen Autohersteller: Gute Autowerbung macht nur derjenige, der auch Benzin im Blut hat. Völlig richtig. Aber um im Bild zu bleiben: Wo ist das Benzin im Blut dieser Kirche? Als Werber wĂŒrde ich mit so einem ‘Hersteller’ und Auftraggeber nicht zusammenarbeiten.

Holger Lahayne, 25.2.2017 (www.lahayne.lt)

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 28. MĂ€rz 2017 um 21:51 und abgelegt unter Kirche, Theologie.