Gemeindenetzwerk

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„Seid wachsam!“ (Andacht ├╝ber Mt. 24,38f.)

Samstag 7. M├Ąrz 2015 von J├Ârgen Bauer


J├Ârgen Bauer

Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie a├čen, sie tranken, sie heirateten und lie├čen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns. (Matth 24,38 und 39)

Ich erinnere mich an eine Sendung im Fernsehen, die sich mit der Tsunamikatastrophe, am 26. Dezember 2004, im Indischen Ozean befasste, die eine au├čergew├Âhnlich hohe Zahl an Opfern forderte. Was da geschehen ist, war einerseits schrecklich, hatte zum anderen aber auch eine hohe Symbolkraft. Berichtet wurde von einer Familie aus Deutschland, die, um dem Weihnachtsfest zu entgehen, Urlaub in Thailand machte.┬áDas Ersch├╝tternde ist die ahnungslose Blindheit der von der Katastrophe Betroffenen, welche die Anzeichen der nahenden Katastrophe nicht wahrnahmen, die einem Kundigen und Wachsamen aufgefallen w├Ąren. Da war zuerst ein Erdsto├č, bei dem man sich aber nichts weiter dachte. Dann zog sich das Meer zur├╝ck, um gewisserma├čen einen Anlauf zu nehmen, und dann sah man von Ferne die Wasserfront kommen, was aber ebenso niemanden beunruhigte. Noch h├Ątte man fl├╝chten k├Ânnen. Aber stattdessen schaute man seelenruhig auf die herannahende Welle, von der man sich ein besonderes Naturschauspiel versprach, griff zu Kameras und Camcordern und lie├č sich im ├ťbrigen bei seinen Strandvergn├╝gungen nicht st├Âren.

Und mancher glaubte sogar, sich der Welle entgegenstellen zu k├Ânnen, ohne zu bedenken, dass hier Abertonnen von Wasser herandonnern, die alles platt machen w├╝rden. Einer wollte sich zwar zur├╝ckziehen, aber vorher noch seinen Drink an der Strandbar bezahlen. Seitdem ist er verschollen. Als man dann merkte, was da wirklich kommt, war es zu sp├Ąt. ├ťbrigens waren die Tiere kl├╝ger als die Menschen, denn diese sp├╝rten die Gefahr und brachten sich rechtzeitig in Sicherheit.

Das Wort Gott warnt uns genau vor solchen pl├Âtzlich hereinbrechenden Ereignissen und fordert dazu auf, die Zeichen der Zeit zu beachten, damit wir von der Wiederkunft Jesu nicht „kalt erwischt“ werden. Deswegen wollen wir uns durch das Wort Gottes kundig machen und wachsam sein und uns nicht in falscher Sicherheit wiegen. Eine Haltung, vor der das Wort ottes ausdr├╝cklich warnt. Ob die Tsunamikatastrophe wohl dazu gef├╝hrt hat, dass einige nachdenklich wurden und aufgewacht sind? Bei den ├ťberlebenden, ├╝ber die im Fernsehen beispielhaft berichtet wurde, schien das nicht der Fall zu sein. Die, die vor dem Christfest fl├╝chteten, haben anschlie├čend ihre Zuneigung zum Buddhismus entdeckt.

Herr, wir stehen Hand in Hand, die dein Hand und Ruf verband,
stehn in deinem gro├čen Heer aller Himmel, Erd und Meer.
Wetter leuchten allerw├Ąrts, schenke uns das feste Herz.
Deine Fahne zieht voran; f├╝hr auch uns nach deinem Plan.
Welten stehn um dich im Krieg, gib uns teil an deinem Sieg.
Mitten in der H├Âllen Nacht hast du ihn am Kreuz vollbracht.
In die Wirrnis dieser Zeit fahre, Strahl der Ewigkeit.
Zeig den K├Ąmpfern Platz und Pfad und das Ziel der Gottesstadt.
Mach in unsrer kleinen Schar Herzen rein und Augen klar,
Wort zur Tat und Waffen blank, Tag und Weg voll Trost und Dank.
Herr, wir gehen Hand in Hand, Wandrer nach dem Vaterland.
Lass dein Antlitz mit uns gehn, bis wir ganz im Lichte stehn.

Otto Riethm├╝ller (1889 ÔÇô 1938)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 7. M├Ąrz 2015 um 9:55 und abgelegt unter Predigten / Andachten.