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Schwedische Hebamme weigert sich an Abtreibungen mitzuwirken

Donnerstag 5. März 2015 von Administrator


Stellen Sie sich einmal vor, jemand zwingt Sie, gegen Ihr Gewissen handeln. Eine schwierige Situation, nicht wahr? Aber es gibt immer wieder Menschen, die man zwingt, genau dies zu tun! Menschen wie Ellinor Grimmark, eine schwedische Hebamme. Man wollte sie zwingen, gegen ihr Gewissen zu handeln, aber sie hat sich geweigert. Sie hat sich geweigert, an Abtreibungen mitzuwirken.

Es erstaunt, dass gerade ein als besonders liberal geltender Staat wie Schweden seinen Bürgern das Grundrecht auf Gewissensfreiheit nicht gewährt. Dies führt z.B. dazu, dass im schwedischen Gesundheitswesen Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen gezwungen werden, neben ihrem Dienst am und für das Leben auch an der Vernichtung von Leben in Form von Abtreibungen mitzuwirken. Wer sich weigert, verliert seine Stelle – ein Konflikt, der sicher manche Betroffene zwingt, gegen den Ruf ihres Gewissens an Abtreibungen mitzuwirken. Um ein Zeichen der Unterstützung zu setzen, wurde deshalb von Citizen.go eine Kampagne für Ellinor Grimmark gestartet. Darin soll Wertschätzung für ihren Einsatz und ihre Standhaftigkeit ausgedrückt werden. 100‘000 Unterschriften sollen so gesammelt werden.

P.S.: Die Anwältin Ruth Nordström und die „Vereinigung der Skandinavischen Anwälte für Menschenrechte“ kämpfen vor schwedischen und europäischen Gerichten für Ellinor Grimmark und das Grundrecht auf Gewissensfreiheit. Sie sind durch diesen Einsatz in Schweden massiven Anfeindungen ausgesetzt.  Kürzlich wurde Ruth Nordström von den Lesern des schwedischen Onlinemagazins „dagen“ zum Vorbild des Jahres 2014 gewählt – ein Erfolg, zu dem auch viele Unterstützer von CitizenGO beigetragen haben. Aktuell ist Ruth Nordström – wieder mit Unterstützung vieler Mitglieder von CitizenGO – von den Lesern von UNT.SE zur Person des Jahres im Bezirk Uppsala gewählt worden. Sie setzte sich bei dieser Wahl gegen namhafte Persönlichkeiten durch und erhält nun die Möglichkeit, Ihren Einsatz gegen Menschenhandel und für die Menschenrechte einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dies ist ein großer Sieg nicht nur für Ruth persönlich, sondern für die gesamte schwedische Menschenrechtsbewegung.

Quelle: www.citizengo.org


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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 5. März 2015 um 20:02 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik.