Gemeindenetzwerk

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Stellungnahme zum Schweizer Volksentscheid

Montag 14. Dezember 2009 von Institut Diakrisis


Institut Diakrisis

Stellungnahme der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften zum Schweizer Volksentscheid

Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) hat das Ergebnis des Schweizer Volksentscheides am 29. November hinsichtlich des Baues von Minaretten mit VerstÀndnis und Zustimmung aufgenommen.

Die IKBG versteht das Nein zum Bau von Minaretten nicht als Zeichen religiöser Intoleranz, als das es vielfach von Politikern, Kirchenleuten und Journalisten diffamiert wurde, sondern als ein Nein zum politischen Machtanspruch des Islam und zur Überfremdung der christlich-abendlĂ€ndischen Kultur.

Solche Besorgnis des ĂŒberwiegenden Teils der Schweizer Bevölkerung ist nachvollziehbar und ernst zu nehmen. Wer sie als Zeichen von „Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Beschneidung der Religionsfreiheit“ darstellt, geht von einem trĂŒgerischen Idealbild des Islam aus, wie es uns durch liberale Vertreter des Islam in den Medien vorgestellt wird. Dies zeugt jedoch von Unkenntnis des theokratischen Wesens des Islam mit seiner Vorstellung vom Gottesstaat. Glaube, Politik und Staat sind fĂŒr den Islam letztlich nicht voneinander zu trennen, sondern aufs engste miteinander verbunden. FĂŒr den Islam bleibt das Ziel die Islamisierung der ganzen Welt mit der damit bestimmenden Rechtsprechung durch die Scharia gemĂ€ĂŸ dem Koran.

Diesem Ziel dient auch der vielfach von vermögenden Ölscheichs finanzierte Bau prĂ€chtiger und zum Teil ĂŒberdimensionierter Moscheen, die mit ihren Minaretten möglichst alle KirchtĂŒrme ĂŒberragen sollen. Moscheen sind nicht nur GebetsrĂ€ume; in ihnen wird oft auch politisch agitiert. Von den Minaretten wird fĂŒnfmal am Tag öffentlich der Absolutheitsanspruch des islamischen Gottes Allah und seines Propheten Mohammed ausgerufen. Hohe Minarette sollen nach Prof. Mustafa Isen (Ankara) anderen Religionen „die eigene (islamische) GrĂ¶ĂŸe zeigen“. Nach dem tĂŒrkischen Dichter Ziya Gökalp sind „Moscheen unsere Kasernen, ihre Kuppeln die Helme, die Minarette unsere Bajonette.“ Dem stimmt der tĂŒrkische Premierminister Erdogan zu.

Es ist völlig abwegig, den Schweizern zu unterstellen, sie wollten die muslimischen Einwanderer an der AusĂŒbung ihrer Religion behindern; das geschieht nirgendwo in ihrem Land und ihren NachbarlĂ€ndern.

Im Gegensatz dazu erfahren christliche Minderheiten in den meisten islamischen LĂ€ndern keine Toleranz. Sie werden dort oft nicht nur behindert, benachteiligt und ausgegrenzt, sondern bisweilen sogar gewalttĂ€tig verfolgt. Der Bau selbst kleiner KirchengebĂ€ude – ohne Turm! – und sogar die Einrichtung von AndachtsrĂ€umen werden ihnen untersagt.

Der massive Protest gegen das Schweizer Minarettverbot wĂ€re glaubwĂŒrdiger, wenn er mit einem ebenso leidenschaftlichen Eintreten fĂŒr die Religionsfreiheit der Christen gerade auch in islamischen LĂ€ndern verbunden wĂ€re.

Wir bitten die Regierungen in Europa und alle VerantwortungstrĂ€ger in Politik und Kirche, unerschrocken und nachhaltig immer wieder fĂŒr die Religionsfreiheit der benachteiligten, verfolgten und gefĂ€hrdeten Christen einzutreten.

Prof. Dr. Peter Beyerhaus D.D. · EhrenprÀsident
Pastor Ulrich RĂŒĂŸ · PrĂ€sident
Andreas SpÀth · VizeprÀsident

Quelle: www.institut-diakrisis.de am 09.12.2009

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 14. Dezember 2009 um 8:12 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Weltreligionen.