Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Ansprache zur Lage in Nahost

Mittwoch 6. Dezember 2023 von Mosab Hassan Yousef


Mosab Hassan Yousef

Ansprache von Mosab Hassan Yousef („Son of Hamas“ = Sohn eines Hamas GrĂŒnders) vor einer vom Botschafter Israels einberufenen Versammlung von UN-Mitgliedern und GĂ€sten am 21.11.2023 in New York

Guten Nachmittag,

Danke, Herr Botschafter, mich zu empfangen und mir dieses wichtige Podium zu geben.

Es ist eine schwierige Situation, ich sehe viele Spaltungen und Durcheinander, viel Hass, viel Falschinformation. Und jeder spricht im Namen von Kindern und im Namen von Unschuldigen, aber ich bin mir nicht sicher, was die wahre Absicht ist. Aber ich kann heute sprechen in der AutoritĂ€t eines palĂ€stinensischen Sohns, als jemand, der in dieser Kultur aufgewachsen ist. Das erste Verbrechen der Hamas gegenĂŒber den Kindern in der palĂ€stinensischen Gesellschaft ist nicht, sie zu bewaffnen oder sie zu ermutigen, eine Selbstmord-Bombe zu tragen und damit anzugreifen, es ist die religiöse Indoktrination, welche die Kinder durchmachen mĂŒssen, mit einer einzigen Absicht im Kopf – den Staat Israel auszulöschen. Das ist der Hamas allererstes Ziel.

Im Blick auf diese Wahrheit gibt es keinerlei Unsicherheit. Ich spreche aus erster Hand als Zeuge ĂŒber die Hamas und deren Absicht: mein Vater ist einer der GrĂŒnder der Hamas-Bewegung. Ich lebte dort, als die Hamas entstanden ist. Ich war dort, bevor Hamas gegrĂŒndet wurde. Und wie ich bereits gesagt habe: ich will dort sein, nachdem die Hamas tot sein wird!

Ich bin nicht ein Teil irgendeiner Propaganda, ich arbeite fĂŒr niemanden, ich reprĂ€sentiere nur mich selbst; und in dieser AutoritĂ€t spreche ich. Das dĂŒrft ihr nicht missverstehen. Nehmt meine Worte sorgfĂ€ltig auf. Hamas verĂŒbt Verbrechen gegenĂŒber der heutigen Generation und gegenĂŒber der kommenden Generation. Israel die Schuld zuzuschieben, wird das Problem nicht lösen!

Stellt Euch vor: ich ein 10-jĂ€hriges Kind – wenn ich Hamas nicht gehorsam war, wurde ich an einen Pfosten gefesselt und ausgepeitscht durch den obersten Hamas-Leiter – den Haupt-AnfĂŒhrer. Ich will seinen Namen nicht nennen, weil er es nicht verdient. Mit einem elektrischen Kabel, bei jedem Schlag verlor ich meinen Atem bis so weit, dass ich das Bewusstsein verloren habe. Mein Vater war im GefĂ€ngnis wĂ€hrend jener Zeit. Und dieser Hamas-Leiter meinte, er sei mein Mentor. Das ist die Disziplin der Hamas! Und das war ihre Absicht, wie ich werden sollte: eine gewalttĂ€tige, brutale Bestie, eine schonungslose wilde Bestie – wie sie selbst. Aber die angeborene Intelligenz eines Kindes merkt, dass das nicht recht ist. Ich musste zur Moschee gehen, um meiner Mutter zu gefallen, um meinem Vater zu gefallen, um diesen Typen von Monstern gefĂ€llig zu sein.

Ich hasse es, ĂŒber meine persönlichen inneren KĂ€mpfe zu sprechen, und ich hasse es, in einer Lage sein zu mĂŒssen, wo ich mich wehren muss. Und genauso Israel – sie wollen sich auch nicht wehren mĂŒssen. Aber genau das ist es, was Hamas am 7. Oktober Israel gegenĂŒber tat. Sie haben uns da alle in eine Lage gebracht, dass wir uns wehren mĂŒssen! Aber das bedeutet nicht, dass wir (Israel) mit dem Krieg aufhören werden!

In dieser Gesellschaft aufgewachsen, hat die Mehrheit der PalĂ€stinenser den Israelis die Schuld an der Lage gegeben, sie angeklagt, und als Kind habe ich das als einen “Koran“ aufgenommen. Ich nahm es als eine „Heilige Schrift“, dass Israel unser Problem ist. Aber dann, als ich Ă€lter wurde, habe ich den Feind innerhalb der PalĂ€stinenser identifiziert: die religiösen AutoritĂ€ten, die korrupten Leiterschaften, die sich grundsĂ€tzlich nicht um die Kinder kĂŒmmerten, und auch nicht um die PalĂ€stinenser. Diese Leiter kĂŒmmern sich um niemand als nur um sich selber. Und die Welt hat ihnen die Macht und den Einfluss dazu gegeben: gegen die Betroffenen, gegen die Opfer! Das muss ein Ende haben!

Lasst uns meine Kindheit zur Seite legen, weil ein Kind vielleicht die Dinge nicht so sehen kann, wie sie sind. Es kann ja sein, dass ich sehr schlimm war, dass ich mich schlecht auffĂŒhrte als Kind, so dass ich es verdiente, geschlagen und geprĂŒgelt zu werden, immer und immer wieder durch Hamas-Leiter. Manche Leute sagen: Ist das ein persönliches Problem? TatsĂ€chlich, es ist ein persönliches Problem! Haben Sie ein Problem, dass ich ein Problem habe mit der Hamas, dass diese fĂŒr mich ein persönliches Problem ist? Ja, es ist mein persönliches Problem, und ich schwöre, ich werde nicht sterben, bevor ich die Hamas tot sehe! Kann ich das zu einem Ziel fĂŒr mein Leben machen?

Wissen Sie, nicht so wie viele, die auch hier unter uns sitzen und der Hamas LegitimitÀt und Berechtigung verschaffen, indem sie sie nicht verurteilen. Aber auch wenn die ganze Welt es anders sieht und redet: Das Zeugnis dieses Kindes wird immer bestehen, und niemand kann dieses Kind mehr tÀuschen.

Dann, als ich grösser, erwachsener geworden war, wurde ich der Leiter der Hamas- bzw. der islamischen Studentenbewegung in unserer Stadt, und damit wurde ich ein Teil dieser Bewegung. Und das aus Liebe zu meinem Vater und zu meiner Familie. Es blieb mir keine andere Wahl, was mich schlussendlich dann in Gefangenschaft brachte, im Alter von 18 Jahren, nur ein paar Monate nach meinem 18. Geburtstag, am 28. Mai 1996.

Mein Problem damals war nicht Israel, das mich gefangen nahm, nein, es war wieder die Hamas, aber dieses Mal mit noch mehr BrutalitÀt, mit viel mehr Schmerz, den ich persönlich erleiden musste. In diesem GefÀngnis hat die Hamas Hunderte von palÀstinensischen Gefangenen gefoltert und getötet; es waren Hamas-Mitglieder, weil die Hamas den Verdacht hatte, dass sie mit dem Staat Israel kollaborierten.

Ich war 16 Monate gefangen in dieser ersten Gefangenschaft, wo ich zusammen mit Hamas-Leitern gefangen war, was von ihnen „Al mashd“ genannt wurde. Es war der Hamas-Sicherheits-FlĂŒgel (fĂŒr jene unter uns, die nicht wissen, dass es diese Abteilung innerhalb der Hamas gibt). Dieser Sicherheits-FlĂŒgel hat die Leute brutal gefoltert, indem sie Nadeln unter die FingernĂ€gel trieben, Plastik an ihren Körpern verbrannten, brennende Zigaretten auf ihrer Haut ausdrĂŒckten. Die Schreie von Hunderten von Gefangenen wĂ€hrend dieser Zeit, wie könnte ich das vergessen! Und ich wĂŒnsche nicht fĂŒr einen von Ihnen hier, durch solche Erfahrungen gehen zu mĂŒssen, um realisieren zu können, mit welcher Art von Monstern wir es hier zu tun haben.

Traurigerweise hat mein Vater mitgeholfen, eine solche Organisation mitzugrĂŒnden, aber ich will ihn damit nicht entehren. Ich liebe meinen Vater und werde dies immer tun. Ich bin nicht hier, um meine Familie zu entehren, ich liebe meine Leute. –  Aber ich konnte es nicht glauben, wie weit die Hamas gehen wĂŒrde in dieser VerrĂŒcktheit, und dass wir sie nicht aufhalten konnten.

Nachdem ich aus dem GefÀngnis entlassen war, fÀllte ich sehr harte Entscheidungen. Ich habe nicht die Zeit, nun durch alle Motive zu gehen. Ja, ich hatte viele Motive, um nun gegen die Hamas zu kÀmpfen, und ich habe sie noch immer. Niemand kann sich mir da in den Weg stellen, nicht einmal die Vereinigten Nationen.

Die Entscheidung, die ich traf, war gegen jedes vernĂŒnftige Denken. Es lief darauf hinaus, dass ich anfing, mit dem Israelischen Inlandsgeheimdienst (Schin Bet) zusammenzuarbeiten, fĂŒr 10 Jahre. Wir hatten ein gemeinsames Ziel. Dieses Ziel war: Die Selbstmordattentate zu stoppen. FĂŒr jene, die das nicht wissen oder fĂŒr jene, die nur ein KurzzeitgedĂ€chtnis haben: es gab viele Selbstmordattentate wĂ€hrend den 1990er Jahren und frĂŒhen 2000er Jahre. Dutzende von Selbstmordattentaten, wo SelbstmordattentĂ€ter, die einen explosiven BombengĂŒrtel um sich trugen und damit in einen Bus gingen, sich dann in die Luft sprengten und damit alle möglichen Menschen getötet haben, nicht nur Israelis. Auch Amerikaner wurden getötet, EuropĂ€er wurden getötet, andere NationalitĂ€ten, eingeschlossen israelische Araber, Moslems eingeschlossen. Hamas hat keinen Unterschied gemacht. Es war im Kotel Park (bei der Klagemauer in Jerusalem) zum Beispiel, an einem Heiligen Tag, am höchsten heiligen jĂŒdischen Tag, als ein SelbstmordattentĂ€ter dort hineinging und sich selbst in die Luft jagte und damit mehr als 30 Leute tötete. Auch einige Holocaust-Überlebende sind bei diesem Attentat gestorben.

Ein anderes Szenario: einige Teenager vergnĂŒgten sich am Meeresstrand, ein SelbstmordattentĂ€ter tötete etwa 18 von ihnen und verwundete Dutzende. Schaut, wie viele Busse es mit den Terrorangriffen traf. Aber auch das hatte nicht genĂŒgt. Hamas hat auch die HebrĂ€ische UniversitĂ€t (Hebrew University) attackiert, sechs Amerikaner wurden bei dieser Attacke getötet. Sie haben Synagogen ins Visier genommen, sie haben ĂŒberall Attentate ausgefĂŒhrt. Sie wussten um die israelische Vergeltung, aber sie laden bewusst zur Gewalt ein, denn sie lieben Gewalt. Die Hamas ohne Chaos kann nicht ĂŒberleben! Es ist ihr Klima, es ist, worin sie aufgehen und leben.

Als der Friedensprozess kam: wenn Sie die Geschichte der Hamas und deren Entwicklung verfolgen oder deren „Evolution“, wie auch immer Sie das nennen mögen, da war es wieder die Hamas, die den Friedensprozess sabotierte durch Selbstmordattentate. Sie haben keine Vision, das ist ihr Problem. Niemand kann ihren Ehrgeiz und ihre Ambition befriedigen, weil sie einen Heiligen Krieg vor Augen haben. Wir sprechen dabei nicht von einer IRA, wir sprechen nicht von anderen politischen Terror-Organisationen, die wir unter Druck zu bringen versuchen, um sie zu beugen, um sie zum Verhandlungstisch zu bringen. Wir sprechen von einer religiösen Gruppe, die an keine politischen Grenzen glaubt, die eine ganze Rasse auslöschen möchte, um einen Islamischen Staat aufzubauen. Ich weiß nicht, was anderes gesagt werden könnte ĂŒber diese Gruppe. Und ich weiß nicht, warum es nicht fĂŒr jeden offensichtlich ist, dass die Vereinten Nationen hier versagen, weil sie sie nicht verurteilen! Eine Bande von grausamen Vergewaltigern, das ist es, was sie sind! Niedriger als Tiere!

Ich spreche nicht nur in der AutoritĂ€t meiner Sohnschaft, als jemand, der im palĂ€stinensischen AutoritĂ€tsbereich aufgewachsen ist, sondern ich spreche auch in der AutoritĂ€t eines Menschen, der 10 Jahre Erfahrung gesammelt hat im Kampf gegen den Terrorismus, zusammen mit dem israelischen Geheimdienst. Wir haben 10 Jahre gebraucht, um jemand zu ergreifen mit dem Namen Ibrahim Hamed. Dieser Massenmörder – 8 Jahre hat er sich versteckt in der kleinen Stadt Ramallah mit weniger als 20‘000 Einwohnern. Wir haben 8 Jahre gebraucht, um ihn schließlich gefangen zu nehmen, weil er jeden zweiten Tag SelbstmordattentĂ€ter aussandte. Es war ein großer Albtraum, bis wir ihn endlich packen konnten.

Und wisst Ihr, was sie nun tun, wĂ€hrend wir diese Geisel-Situation haben in Gaza? Sie wollen, – er ist oben auf ihrer Liste! – dass er freigelassen wird im Austausch mit israelischen Geiseln. Ibrahim Hamed, denken Sie an diesen Namen! Schauen sie nach ihm aus und die anderen Massenmörder, die dann auf die Straßen zurĂŒckkehren wĂŒrden.

Und der Kerl, den Sie vorhin auf der Leinwand sahen, mit Namen Yahya Sinwar, zusammen mit einem Kind und einem Gewehr; dieser Kerl wurde erst kĂŒrzlich freigelassen, er war ein Teil des Gefangenenaustauschs mit Israel, als Israel mehr als 1000 Gefangene frei lassen musste, um einen Israeli-Soldaten zu seiner Mutter zurĂŒckbringen zu können.

Die Hamas hat an so etwas Geschmack. Deshalb haben sie gedacht, dass sei dieses Mal mit mehr als 200 Geiseln die einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten in die Knie zwingen können. Das ist der Grund, warum das so ein brutaler Krieg ist. Jene, die im Geheimdienst sitzen, verstehen die Bedeutung dieser Angelegenheit, und sie wissen, dass Israel nicht noch mehr Hamas-Terroristen freilassen kann. Denn dieser Kerl, den Ihr heute auf der Leinwand gesehen habt, das ist der Vordenker, der hinter den Attacken vom 7. Oktober steckt. Wie kann es sich Israel leisten, oder wie kann das jemand unter Ihnen rechtfertigen, dass Massenmörder frei gelassen werden auf die Straßen, damit sie noch mehr Terrorattacken ausĂŒben und eine ganze Gesellschaft terrorisieren, indem sie Hunderttausende Menschen als menschliche Schutzschilde nehmen? Ist das unser Weg, das Problem zu lösen?

Wir mĂŒssen die richtige Sicht der Dinge bekommen: zuerst mĂŒssen wir erkennen, wo der Ursprung der Not zu finden ist, wo sie herkommt. Wir mĂŒssen die Krankheit erkennen. Dann können wir das Heilmittel dagegen geben. Bis jetzt haben wir die Krankheit nicht identifiziert, nicht erkannt. Und diejenigen unter uns, die das Problem erkannten, haben nicht den Mut, aufzustehen und zu sagen: Wir haben ein Problem mit der Hamas! Die meisten unter uns haben ihr eigenes KalkĂŒl: von Russland bis China und bis zu den anderen GroßmĂ€chten! Doch damit verschaffen sie der Hamas Deckung! Die hat die Attacke vom 7. Oktober als Geburtstagsgabe an Putin gegeben! Das sage ich denen, die den Zusammenhang nicht sehen. Ich möchte nicht noch weiter gehen! Jetzt spricht niemand mehr ĂŒber die Ukraine, weil die Hamas gegenwĂ€rtig ihre bestialische Karte zieht im Mittleren Osten und einen religiösen Krieg anzettelt, um die Aufmerksamkeit abzulenken von der Ukraine hin zu einem anderen Ort. Alle diese Kriminellen, ob sie nun von hohem oder niedrigem Rang sind, das sind schonungslose, grausame, brutale Bestien Sie alle sind Feinde der Kinder und Feinde der Menschheit.

Die UN und die Internationale Gemeinschaft haben den Hamas-Bewaffneten erlaubt, palĂ€stinensische Autos zu haben und reich zu werden. Die haben Macht und Reichtum erstrebt. Die haben sich nicht um die palĂ€stinensischen Menschen gekĂŒmmert, wĂ€hrend die Kinder von Gaza untergehen in Verzweiflung und Armut. Die Leiter der Hamas, zusammen mit ihren Familien und ihrem Umfeld, können die 4 Saison Hotels in Dohar, Qatar geniessen.

Sie können weiterfahren, den Kopf in den Sand zu stecken, aber damit fliehen wir vor unserer Verantwortung! Ich kann so weitermachen fĂŒr Stunden! Oder soll ich sagen fĂŒr weitere 46 Jahre meines Lebens? Aber ich habe nicht die Zeit dazu! Ich habe die Zeit dazu nicht!

Wenn wir in diesem Krieg die Hamas nicht auslöschen, wenn wir sie jetzt nicht auslöschen, dann wird der nĂ€chste Gaza-Krieg noch tödlicher und viel grösser sein! Wenn wir uns heute beklagen ĂŒber 10‘000 Gefallene (obwohl ich gar nicht sicher bin ĂŒber diese Anzahl, denn es ist eine Hamas-Statistik, und ich traue ihnen gar nicht, was sie sagen oder was sie tun); aber auch wenn es wahr sein sollte, dann ist es ein Wunder, dass wir nur diese Anzahl haben. Im nĂ€chsten Krieg werden wir von Hunderttausenden sprechen. Dies ist nun der 4. Krieg mit der Hamas, und der 5. Krieg in Gaza insgesamt, denn der Islamische Dschihad hat auch schon seinen eigenen Krieg mit ihnen gehabt. Wenn wir dieses Mal die Hamas nicht auslöschen in Gaza und Gaza den Menschen von Gaza zurĂŒckgeben, verschaffen wir der Hamas Anerkennung, und wir zeigen ihr, dass wir Angst haben, und dann werden sie morgen zurĂŒckkommen zur Rache.

Was Hamas dieses Mal veranlasst hat, viel stĂ€rker als in den vergangenen Kriegen zu attackieren, war, dass wir (Israel) unter internationalem Druck mit ihnen verhandeln mĂŒssen, und wir werden auf diese Weise gezwungen, ihnen Anerkennung zu verschaffen. Das ist es, was ihnen LegitimitĂ€t, GlaubwĂŒrdigkeit, RechtmĂ€ĂŸigkeit und Macht geben soll. Ihr wisst, Qatar ist ein Mitglied der UN, welches den Vermittler spielt. Aber die können mir gestohlen bleiben! Das sind diejenigen, welche den Hamas-Leitern Gastfreundschaft geben, das sind diejenigen, die Hamas finanziell unterstĂŒtzen. Oder Russland! Mussa Abu Marsuk, ein Hamas Top-Leader, war in Moskau gerade gestern (20.11.23), okay, um es genauer zu sagen vor einer Woche! Was soll das? Unsere Demokratien sollten geeinigt sein und diese brutalen, grausamen, schonungslosen wilden Bestien bekĂ€mpfen! Alle haben jetzt die Hamas gesehen. Allgemein wird von einer Geisel-Situation gesprochen, aber möchten Sie den wahren Begriff wissen, den Hamas dazu verwendet? „Bouti“! Das sind nicht mal Geiseln, nicht mal Kriegs-Gefangene. Jeder sah eine grausame, brutale Hamas-Bestie ein Teenager-MĂ€dchen am Genick packen und ins Ungewisse verschleppen!  Das ist Ihre wahre Freiheit! Dieses MĂ€dchen verkörpert Ihre Freiheit! Und niemand von uns dachte an die Mutter dieses Kindes, wie diese gefĂŒhlt hat, als sie sah, wie ihre Tochter auf diese Weise weggeschleppt wurde durch einen schonungslosen, brutalen wilden HamaskĂ€mpfer, der dominieren möchte, der Frauen ansieht als sein Eigentum. Das ist es, wie Hamas die Frauen sieht, als ihr Eigentum, etwas, das sie besitzen können, genauso wie sie Gebiete besitzen möchten, immer mehr Gebiete haben wollen. Es ist ihre Gier, ihre sexuelle Lust, ihre Gier nach Macht, nach Land.

Ich musste selbst viele Male sterben, um diese MentalitĂ€t zu durchschauen. Deshalb sprechen wir hier ĂŒber ein großes Problem, das weit ĂŒber Israel hinausreicht! Hier sitzt eine Gefahr, und damit möchte ich schließen. Die Gefahr ist, dass Israel diesen Krieg in Gaza verliert. Es ist ein absolut brutaler Krieg. Wenn es ein offener Krieg wĂ€re, könnte Israel die Hamas auslöschen in wenigen Stunden, in wenigen Tagen, dann wĂ€re die Hamas besiegt. Aber es ist die Strategie der Hamas, menschliche Schutzschilde zu benutzen. Dieses Verbrechen kann nicht vergeben werden, keiner von uns sollte ein solches Verbrechen vergeben. Spielen mit dem Blut von Kindern, um politischen Erfolg zu haben! Es kann nichts Schlimmeres geben!

So wurde Israel nun befleckt mit Blut. Das ist es, was die Hamas vom ersten Tag an wollte. Sie wollten Tausende von Kindern opfern, damit Israel Schuld bekommen wĂŒrde. Sie haben Tunnel und Bunker unter den SpitĂ€lern und Schulen gebaut und Tausende von Raketen abgefeuert. Hamas hat eine Rakete falsch abgefeuert auf ein Krankenhaus, wo Menschen bei diesem Spital getötet wurden, und sie ist sehr schnell dabei gewesen, Israel die Schuld zu geben, und der Rest der Welt hat auf sie gehört und ihrer Propaganda geglaubt. Keiner macht sich die MĂŒhe nachzuforschen, was wahr ist und was falsch ist! Was auch immer unserem eigenen kurzfristigen Interesse dient, das akzeptieren wir, dafĂŒr setzen wir uns ein. Das ist selbstmörderisch und im höchsten Maß unwissend. Wir stellen uns mit einer solchen Haltung gegen das kollektive Bewusstsein der Menschheit, wir gehen gegen das Interesse von Kindern, gegen das Recht des Schutzes der Kinder vor, die niemand haben, der ihr Recht vertritt, denn sie haben nicht die Möglichkeit zu unterscheiden – und ja, sie mĂŒssen sterben! Aber wer verursacht dann all diesen Tod?

Klagen ist der billige Weg, es ist der Weg des Feiglings! Jene, die Mut haben, klagen nicht! Übernehmen Sie Verantwortung!

Hamas ist noch nicht geschlagen. Wenn Hamas in Gaza nicht ausgetilgt wird – und Gaza ist ein Muster! – dann geben wir unsere Freiheit an viele radikale Gruppen auf der ganzen Erde, ganz besonders in Europa ab. Denn viele, besonders solche von ISIS, sind nach Europa geflĂŒchtet unter eine zivile Deckung, sie sind schlafende Zellen in Europa. Es gibt ein Migrantenproblem in Europa, ein islamisches Problem in Europa. Das ist einfach eine Warnung! Wenn es Sie wirklich kĂŒmmert, wenn Sie wirklich besorgt sind um die globale Sicherheit, und ich spreche als eine Person, die ein Teil der Gegen-Terror-Offensive gegen die radikalen Islamisten war; wenn Hamas nicht geschlagen wird in Gaza, dann wird das viele Gruppen inspirieren rund um den Globus. Die werden merken, dass nur wenige Tausend von schonungslosen, grausamen, brutalen wilden Bestien die internationale Gemeinschaft erpressen und die GroßmĂ€chte in die Knie zwingen können. Viele von diesen Gruppen beobachten die Lage nun, und viele von ihnen sind glĂŒcklich, zu sehen, wie die Welt reagiert. Viele von ihnen sind zufrieden, zu sehen, wie alle im Chaos, in Furcht und Angst sind. Dies ist die Zeit, wo wir einig werden sollten, denn wenn Israel versagt in Gaza – dann werden wir alle als NĂ€chste drankommen!

Danke, dass Sie mir zugehört haben und danke, dass sie mir die Gelegenheit gaben! Möge Gott uns alle segnen und unsere Kinder beschĂŒtzen, nicht nur die palĂ€stinensischen Kinder, sondern auch die israelischen Kinder, und die Geiseln zurĂŒckbringen zu deren Familien. Und möge Gott dieser zerstrittenen Welt Frieden bringen!

Vielen Dank fĂŒrs Zuhören!

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?v=pjOEJumoABg

Freie Wiedergabe der in Englisch gehaltenen Ansprache.

 

 

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 6. Dezember 2023 um 19:57 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Israel, Weltreligionen.