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ALfA kritisiert Forderungen des Deutschen Juristinnenbundes nach weitgehender Liberalisierung des Abtreibungsverbots

Montag 12. Dezember 2022 von Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle


Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle

Zum Positionspapier „Neues Regelungsmodell fĂŒr den Schwangerschaftsabbruch“ des DJB (Deutscher Juristinnenbund) erklĂ€rte die Vorsitzende der Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle (ALfA) e.V., Cornelia Kaminski, in Augsburg:

Die Stellungnahme des DJB ist eine moralische BankrotterklĂ€rung und eine intellektuelle Zumutung. Es gibt kein Recht auf die Tötung eines wehrlosen und unschuldigen Menschen. Strafbar sollen nach Ansicht des Juristinnenbundes kĂŒnftig nur noch Abtreibungen sein, die gegen den Willen der betroffenen Frau durchgefĂŒhrt werden. Alle ĂŒbrigen sollen ohne jede Indikation bis zur 25. Schwangerschaftswoche durchgefĂŒhrt werden können.

Das bedeutet eine Verdopplung der Frist fĂŒr die derzeit nach der Beratungsregelung durchgefĂŒhrten Abtreibungen und betrĂ€fe folglich regelmĂ€ĂŸig auch vollstĂ€ndig entwickelte Kinder, von denen einige auch bereits außerhalb des Mutterleibes ĂŒberlebensfĂ€hig wĂ€ren. Doch selbst danach sollen Frauen, die dennoch einen Arzt mit der Tötung ihres Kindes beauftragen, „straf- und sanktionslos“ bleiben.

Damit nicht genug:

  • FĂŒr Schwangere sollen Abtreibungen jedweder Art zudem kostenfrei werden. FĂŒr die Kosten vorgeburtlicher Kindstötungen soll stattdessen die Solidargemeinschaft der Krankenversicherten aufkommen. Womit das Unrecht, welches die Tötung eines unschuldigen und wehrlosen Menschen darstellt, gewissermaßen sozialisiert wĂŒrde.
  • KrankenhĂ€user, die sich weigern, Abtreibungen anzubieten, sollen hierzu gesetzlich verpflichtet und bei Beharren aus dem Landeskrankenhausplan entlassen werden.
  • Die Bereitschaft, Tötungshandlungen an wehrlosen und unschuldigen Mitpatienten vorzunehmen, soll zur Einstellungsvoraussetzung fĂŒr medizinisches Personal gemacht werden.
  • Medizinstudenten sollen bereits im Rahmen ihres Studiums die DurchfĂŒhrung vorgeburtlicher Kindstötung erlernen.

BegrĂŒndet werden diese Forderungen mit dreisten Falschbehauptungen und erstaunlichen Denkfehlern:

  • So hat die Weltbevölkerungskonferenz von Kairo (1994) eben ausdrĂŒcklich kein Recht auf Abtreibungen vorgesehen, sondern im Gegenteil die Unterzeichner ausdrĂŒcklich verpflichtet, Abtreibung nicht als Methode der Familienplanung zu fördern. Stattdessen hĂ€tten die Regierungen geeignete Maßnahmen zu treffen, Frauen dabei zu helfen, von einer Abtreibung abzusehen (Punkt 7.24).
  • Gibt es eben keine mangelhafte Versorgung mit Abtreibungseinrichtungen, wie eine datenbasierte Analyse der CharitĂ© (Berlin) festgestellt hat.
  • Macht es keinerlei Sinn zukĂŒnftigen OrthopĂ€den, Psychiatern, AnĂ€sthesisten etc. im Studium das Handwerk vorgeburtlicher Kindstötungen beizubringen.
  • Existiert gerade keine gesellschaftliche „Stigmatisierung“ von AbtreibungsĂ€rzten: Keine Ärztin ist in den letzten Jahren öffentlich mehr geehrt und medial gefeiert worden als die Ikone der deutschen Abtreibungslobby, Kristina HĂ€nel.

Nur der Schutz des Rechts auf Leben ermöglicht Personen die AusĂŒbung anderer Rechte. Das gilt auch fĂŒr das Recht auf Selbstbestimmung, das ĂŒberdies nicht erst geltend gemacht werden kann, wenn ein Schwangerschaftstest anders als erhofft ausfĂ€llt. Es ist daher absurd, wenn der Deutsche Juristinnenbund behauptet, die vom Bundesverfassungsgericht entwickelte „Pflicht zur Austragung“ eines ungeborenen Kindes messe dem (reproduktiven) Selbstbestimmungsrecht der „schwangeren Person“ keinen echten Stellenwert bei. Wo dieses nicht rechtzeitig – d.h. vor der Zeugung eines weiteren, einmaligen und daher einzigartigen Menschen – zur Geltung gebracht wurde, lĂ€sst es sich nicht nachtrĂ€glich gegen das Recht einer unschuldigen und wehrlosen Person, nicht getötet zu werden, in Anschlag bringen.

Der Deutsche Juristinnenbund scheint sich „schwangere Personen“ als Wesen vorzustellen, die bar jeder Verantwortung fĂŒr die manifesten Folgen des eigenen Handelns grenzenlose AnsprĂŒche an Staat und Gesellschaft zu stellen berechtigt sind, einschließlich so perverser wie der flĂ€chendeckenden Ermöglichung der vorgeburtlichen Tötung wehrloser und unschuldiger Kinder und deren Finanzierung. Da drĂ€ngt sich der Gedanke, das irgendwas bei der Erziehung dieser Juristinnen falsch gelaufen sein muss, geradezu von selbst auf.

V.i.S.d.P.

Cornelia Kaminski, Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht fĂŒr Alle, ALfA e.V. (9.12.2022)

E-Mail: Cornelia.Kaminski@alfa-ev.de

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 12. Dezember 2022 um 16:51 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Lebensrecht.