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Sieben EinwÀnde gegen die Evolutionslehre

Montag 12. September 2016 von Johann Hesse


Johann Hesse

1. Leben kommt immer aus Leben

Warum es ĂŒberhaupt Leben gibt, kann die Evolutionslehre nicht beantworten. Warum sollte sich aus lebloser Materie (Gasen, Mineralien, Wasser, Erde, Luft) Leben entwickeln? Louis Pasteur meinte: „Die Spontanerzeugung ist ein Hirngespinst“. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse erhĂ€rten mehr und mehr den Grundsatz: Omne viva ex vivum (Alles Leben stammt vom Lebendigen ab). Die Versuche Stanley Millers (1953), Leben in einer „Ursuppe“ zu erzeugen, scheiterten total.

2. Mikroevolution ist nicht gleich Makroevolution

Darwin hatte anhand der Galapagosfinken richtig beobachtet, dass sich Lebewesen verĂ€ndern können.  Weniger gut angepasste Varianten werden im Überlebenskampf aussortiert, besser angepasste Varianten ĂŒberleben (Selektion). Darwin meinte, damit den SchlĂŒssel gefunden zu haben, der die Entstehung und Höherentwicklung aller Lebewesen aus kleinsten AnfĂ€ngen erklĂ€rt. Doch was innerhalb einer Art geschieht, erklĂ€rt noch lange nicht, wie eine neue Art entstehen kann, wie neue BauplĂ€ne und komplizierte biologische Konstruktionen und Funktionen entstehen können. Mikroevolution (innerhalb einer Art) ist wissenschaftlich nachweisbar, Makroevolution (artenĂŒbergreifend) ist eine unbewiesene Behauptung. Es ist irrefĂŒhrend, den Begriff Evolution einfach ohne Unterscheidung fĂŒr beide Sachverhalte zu verwenden.

3. Das Argument der nichtreduzierbaren KomplexitÀt

Die biologischen Systeme, Organe oder Organismen sind durchweg hoch komplex konstruiert. Ihre biologischen Bauteile sind sehr fein aufeinander abgestimmt und funktionieren nur im Verbund miteinander (z. B. das Auge, das Immunsystem, die Blutgerinnung, ein Bienenvolk). Alle Einzelteile werden benötigt, damit das Gesamtsystem, das Organ oder der Organismus einwandfrei funktionieren können. Nimmt man ein Teil heraus, ist das System funktionslos. Die schrittweise Entstehung eines solchen Systems ĂŒber lange ZeitrĂ€ume ist somit nicht möglich. Denn solange nicht alle Funktionen oder Bauteile gleichzeitig da sind, bleibt das System funktionsunfĂ€hig und bietet keinen Selektionsvorteil. Der Organismus wĂŒrde auf dem langen Weg einer angeblichen Evolutionsgeschichte sterben mĂŒssen, lange bevor alle Teile zufĂ€llig einmal zusammengefunden hĂ€tten. Eine Vererbung fĂ€nde nicht statt. Damit ein komplexes biologisches System einen Selektionsvorteil hat und somit vererbt werden kann, mĂŒssen alle Komponenten gleichzeitig ins Leben gerufen worden sein. Dieser Umstand spricht fĂŒr die Existenz eines Schöpfers.

Solange die Biene keine WachsdrĂŒsen am Unterleib hatte, konnte sie keinen Waben bauen, in denen sie Honig einlagert und ihre Brut aufzieht. Ohne die FĂ€higkeit, Nektar mit dem HonigrĂŒssel aufzunehmen und diesen in den Honigmagen aufzunehmen, konnten Bienen nicht ĂŒberleben. Solange die Biene den SchwĂ€nzeltanz nicht tanzen konnte, war die ĂŒberlebensnotwendige Kommunikation ĂŒber neue FutterplĂ€tze und deren Ergiebigkeit unmöglich. Solange es keine „Heizerbienen“ gab, konnte die Temperatur des Brutnestes nicht konstant auf 35 Grad Celsius gehalten werden. Die Bienen wĂ€ren nicht in der Lage, ihre Nachzucht großzuziehen. Viele weitere Elemente, FĂ€higkeiten und Funktionen mussten zeitgleich innerhalb eines ersten Bienenvolkes vorhanden gewesen sein, damit dieses Volk ĂŒberhaupt nur eine Saison hĂ€tte ĂŒberleben können.

4. Die geschlechtliche Vermehrung

Nach der Evolutionslehre ist die „Erfindung“ der geschlechtlichen Vermehrung eine entscheidende Bedingung fĂŒr die Höherentwicklung der Lebewesen. Durch immer wieder neue Genkombinationen entstehen viele Varianten, von denen jene im Selektionsprozess ĂŒberleben, die am besten in ihre Umwelt passen. Dieser Prozess scheidet aber aus zwei GrĂŒnden fĂŒr den gewĂŒnschten evolutiven AufwĂ€rtstrend in der Stammesentwicklung aus:

a.) Die sexuelle Fortpflanzung kann ĂŒberhaupt nicht durch einen Evolutionsprozess beginnen. Sie wĂ€re doch nur möglich, wenn beide Geschlechter gleichzeitig ĂŒber fertige voll funktionsfĂ€hige Organe verfĂŒgen. Bei der Evolution gibt es aber definitionsgemĂ€ĂŸ keine lenkenden, zielorientiert planenden Strategien. Wie sollte eine Entwicklung der dazu notwendigen Organe ĂŒber Tausende von Generationen geschehen, wenn die Lebewesen sich doch noch gar nicht ohne diese Organe vermehren können? Wenn aber die langsame Entwicklung auszuschließen ist, wie könnten dann so unterschiedliche und zudem komplexe Organe, die bis in die letzten Details aufeinander abgestimmt sein mĂŒssen, plötzlich auftreten? Außerdem mĂŒssten sie noch ortsgleich verfĂŒgbar sein.

b.) Bei der großen Anzahl unterschiedlicher Lebewesen, die sich geschlechtlich vermehren (z. B. tausende von Insekten- und SĂ€ugetierarten), ist auch eine entsprechende Vielfalt unterschiedlich strukturierter Geschlechtsorgane erforderlich, die hierfĂŒr sehr spezifische Erbinformationen benötigen. Selbst, wenn wir annĂ€hmen, die geschlechtliche Vermehrung sei ein einziges Mal durch Zufall geschehen, dann wĂŒrde bei der Durchmischung des Erbgutes keine prinzipiell neue Information entstehen, die fĂŒr andere Arten verwendbar wĂ€re. Außerdem können Artgrenzen nicht ĂŒbersprungen werden. Das haben Pflanzen- und TierzĂŒchter durch ihre unzĂ€hligen Versuche gezeigt, denn auch hochgezĂŒchtete KĂŒhe sind stets KĂŒhe geblieben, und aus Weizen wurde niemals eine Sonnenblume. Demzufolge mĂŒsste die SexualitĂ€t entsprechend oft immer wieder neu durch Zufall „erfunden“ werden. Das aber ist unmöglich! Die so genannte Mikro-Evolution (Änderungen innerhalb einer Art) ist nachprĂŒfbar; fĂŒr eine Makro-Evolution (Änderungen ĂŒber die Artgrenzen hinweg) fehlen jegliche Belege.

5. Woher kommt die Information?

Heute weiß man, dass alle biologischen Systeme informationsgesteuert sind. Die DNA ist ein BiomolekĂŒl, das in allen Lebewesen vorkommt und TrĂ€ger der Erbinformation ist (Gene). In den Genen sind ganze Bibliotheken mit BauplĂ€nen, Konstruktionsanweisungen, Mechanismen und Prozessen enthalten. Die Speicherdichte ĂŒbertrifft alle Computersysteme, die menschliche Hochtechnologie bisher hervorgebracht hat. Die Information ist so komplex, dass sie bisher nur ansatzweise gelesen und verstanden wurde. 1 Gramm getrockneter DNA enthĂ€lt den Informationsgehalt von 1 Billion Compact Discs (CD). Die Evolution kann nicht erklĂ€ren, warum diese Information und wie die Information entstanden ist.

Information ist eine geistige GrĂ¶ĂŸe, keine materielle GrĂ¶ĂŸe. Eine geistige GrĂ¶ĂŸe (wie z.B. Information, Wille, Bewusstsein) kann niemals aus einer materiellen Quelle stammen, sondern nur von einer geistigen Quelle, die mit Intelligenz und Wille ausgestattet ist, hervorgebracht werden. Jede Information braucht darum einen geistigen Urheber. So wie jedes Computerprogramm einen Programmierer mit entsprechenden Kenntnissen benötigt, brauchen auch die genetischen Programme einen geistigen Urheber. Wer aber ist der Urheber der Information in den DNA-MolekĂŒlen der Lebewesen? (AusfĂŒhrliches zu diesem Thema in „Information – Der SchlĂŒssel zum Leben“ (W. Gitt)).

6. Was kann Mutation?

Mutation gilt als eine der treibenden KrĂ€fte in der Evolutionsgeschichte. ZufĂ€llige Mutationen sollen dem Lebewesen eine bessere Überlebenschance beschert haben. Durch die Selektion wurden alle benachteiligten Lebewesen aussortiert. Das Lebewesen mit der vorteilhaften Mutation ĂŒberlebte. Doch was können Mutationen wirklich? Die Wissenschaft kennt keine Mutationen, die tatsĂ€chlich neue, komplexere BauplĂ€ne mit besseren Funktionen hervorgebracht hĂ€tten. Es gilt: Mutationen können nur vorhandene Erbinformation verĂ€ndern, nicht aber neue Konzepte, Mechanismen oder BauplĂ€ne „erfinden“. Hinzukommt, dass die meisten Mutationen des Erbgutes schĂ€dlich sind.

In bestimmten Situationen kann eine Mutation auch ein Vorteil sein. Allerdings handelt es sich aber dann immer um eine RĂŒckbildung oder VerĂ€nderung eines bereits vorhandenen Merkmals oder Bauplans. Z. B. Vögel mit großen Schwingen wurden vom Wind aufs offene Meer getrieben, Vögel deren Schwingen sich kleiner ausbildeten, ĂŒberlebten auf der Insel.

7. Wo sind die ÜbergĂ€nge?

In der Welt der Lebewesen findet man ausschließlich fertige und voll funktionstĂŒchtige Lebewesen. Nach der Evolutionstheorie mĂŒssten wir ĂŒberall ÜbergĂ€nge, Unfertiges, sich Entwickelndes, Mutierendes finden. Doch nichts dergleichen ist beobachtbar. Wo immer wir hinsehen, finden wir fertige, voll funktionstĂŒchtige Tiere und Pflanzen. Abgeschlossene biologische Systeme denken nicht daran, sich in noch komplexere und andersgestaltige Lebewesen umzugestalten. Auch der Fossilbericht zeigt ĂŒberall fertige Lebewesen: Fische, Schildkröten, Vögel, Dinosaurier etc. Oft sind es Tiere, die wir auch heute noch kennen, oder es sind ausgestorbene Arten. Die Fossilien belegen keine ÜbergĂ€nge, keine mutierenden, sich entwickelnden oder unfertigen.

Die Evolutionstheoretiker wissen um diese SchwĂ€che. Darum wird ab und zu ein Tier als „Bindeglied“ bezeichnet, weil es scheinbar Merkmale verschiedener Tierarten in sich vereint. Doch auch diese frĂŒheren Lebewesen sind in sich fertige Lebewesen und belegen keine ÜbergĂ€nge von einer Art zur anderen. Der Theorie nach mĂŒsste es von Bindegliedern und Übergangsformen nur so wimmeln – bis heute. Wo sind sie?

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Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, GewĂŒrm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art.
Und es geschah so.
1 Mose 1,24

Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.
Römer 1,20

 Johann Hesse, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Gemeindehilfsbundes, September 2016

 

Verwendete Literatur:
Michael Behe, Darwins Black Box, Resch-Verlag, MĂŒnchen 2007
Werner Gitt,
Information – Der SchlĂŒssel zum Leben, CLV, Dillenburg 2016
Werner Gitt, Was Darwin noch nicht wissen konnte, Traktat, Missionswerk Bruderhand

Bildnachweis:
Eisvogel, August 2016, Copyright Pastor Dr. Joachim Cochlovius

Veranstaltungshinweis:
Der Schöpfung auf der Spur – Theologische und wissenschaftliche ZugĂ€nge zum biblischen Schöpfungszeugnis.
– Seminarwochenende vom 25.-27. November im Evangelischen Allianzhaus Bad Blankenburg.
– Referenten: Dr. rer. nat. Markus Blietz, Pastor Dr. Joachim Cochlovius, Dr. Reinhard Junker, Dr. Peter Korevaar, Prof. Dr. med. Henrik Ullrich.
– Veranstalter: Gemeindehilfsbund und Studiengemeinschaft Wort und Wissen.

Der Flyer fĂŒr diese Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden.

 

 

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 12. September 2016 um 13:51 und abgelegt unter Schöpfung / Evolution.