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Jeder Mensch hat eine Ewigkeit

Mittwoch 2. Januar 2013 von Friedemann Hägele (1939-2018)


Friedemann Hägele (1939-2018)

Ein neues Jahr ist herauf gezogen, das voller Geheimnisse ist und mit Ereignissen auf uns zukommt, von denen wir zur Stunde noch keine Ahnung haben. Welch ein bewegender Augenblick, wenn sich ein ganzes Jahr unwiderruflich zu Ende neigt. Wenn die Uhren unserer Kirchen, um Mitternacht, die letzten Schläge im alten Jahr hören lassen und dann die Glocken das Neues Jahr einläuten. Niemand kann auch nur einen Tag im kommenden Jahr voraussagen. Das hat sich der Schöpfer, der uns die Tage und Jahre schenkt, in seiner Weisheit vorbehalten. Aber jeder Mensch darf die vor ihm liegende und noch völlig unbekannte Zeit, dankbar aus Gottes fürsorgenden Händen nehmen. An der Schwelle des Jahres gänzlich Gott zu vertrauen, was uns auch immer begegnen mag, schenkt Gelassenheit und Geborgenheit. Darüber hinaus hat uns Gott auch persönliche, souveräne Freiheiten geschenkt, selbst Entscheidungen zu treffen. Das ist der Adel unseres Menschseins. Natürlich haben wir dann auch die Ergebnisse daraus, positiv wie negativ, selbst zu verantworten.

Die Jahreslosung für 2013 macht uns darauf aufmerksam, dass wir auf dieser so schönen Erde, nur eine begrenzte Lebenszeit haben. Was sind schon – wenn  sie uns überhaupt geschenkt werden – 70, 80, 90 oder noch mehr Jahre, im Blick auf die Ewigkeit? Deshalb werden wir durch die Losung so freundlich daran erinnert, „dass wir hier keine bleibende Stadt haben, sondern die zukünftige suchen.“ (Hebr.13,14)

Wer nüchtern und realistisch das eigene Leben Revue passieren lässt, wird nicht sinn- und planlos seine kostbare Lebenszeit vergeuden. Jesus bezeichnet einen solchen Menschen als klug, denn er baut sein Haus nicht auf Sand, sondern auf Felsengrund. (Mt.7,24-27) Wir planen in unserem alltäglichen Leben viele entscheidende Dinge wohlweislich im voraus. Das ist menschliche Stärke, vielfach hilfreich, ja unumgänglich und wegweisend. Oft schon hat mich aber die Frage dabei umgetrieben weshalb wir Menschen unserer Zeit die Ewigkeit so total aus den Augen verloren haben? Man hat den Eindruck, dass wir in einer Epoche und Generation leben die so lebt, als hätte sie gar keine Ewigkeit. Aber jeder Mensch hat eine Ewigkeit. Die wurde ihm vom Schöpfer unauslöschlich schon in die Wiege gelegt. (Pred.3,11) Welche Perspektive! Hoffnung weit über den Tod hinaus! Meine Mutter hat, fast 85-jährig, kurz vor ihrem Sterben zu mir gesagt: „War das Leben kurz!“ Damals war ich darüber erstaunt. Heute empfinde ich dasselbe.

Der kürzlich am 19.12.12 verstorbene frühere Verteidigungsminister, Peter Struck, ein beliebter Politiker, hat nach dem Terroranschlag, am 11. September 2001, zu dem bekannten Fernsehmoderator, Peter Hahne gesagt: „Sie haben wenigstens einen Glauben!“ Das sagte Struck, in einer sehr schweren weltpolitischen Situation, bei vielen unbekannten Gefahrenfaktoren. Er stand in einer großen Verantwortung. Man wusste nicht, wie sich die politische Lage, durch dieses schockierende Ereignis mit etwa 3000 Toten, weiter entwickeln wird. – „Sie haben wenigstens einen Glauben…“. Wir brauchen keinen großen Glauben, aber den Glauben an einen großen Gott. Wir wissen nicht ob nur kleine, oder große, globale Ereignisse auf unserem Erdball im Neuen Jahr 2013 eintreten werden. Aber wir dürfen wissen, dass der lebendige Gott uns nicht einem blinden Schicksal überlässt, sondern das ganze Weltgeschehen fest in seinen Händen hält. Alles politische und militärische Chaos, das Menschen schon angerichtet haben und noch anrichten werden, wird Gott niemals davon abhalten können, dass letztlich seine Liebe und Gerechtigkeit triumphieren und siegen wird.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 2. Januar 2013 um 22:43 und abgelegt unter Gemeinde, Predigten / Andachten.