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Schweden: Die Kirche, die Hass verbreitet

Montag 11. November 2019 von Gatestone Institute


Gatestone Institute

Die Schwedische Jerusalem-Gesellschaft, gegrĂŒndet 1900, hat ihre Mission der karitativen Arbeit in Jerusalem und Bethlehem gewidmet. Seit mehreren Jahrzehnten ist die Schwedische Jerusalem-Gesellschaft jedoch dem jĂŒdischen Staat Israel feindlich gesinnt. Der Verband hat drei offizielle Ziele in den palĂ€stinensischen Gebieten: 1.) StĂ€rkung der Position von Frauen, 2.) Beitrag zu Frieden und Versöhnung leisten, 3.) StĂ€rkung der christlichen Minderheit. Trotz dieser edlen Ziele veröffentlicht die Schwedische Jerusalem-Gesellschaft eine Zeitschrift, in der der Inhalt, obwohl oft ĂŒber Israel, einen Ă€ußerst feindlichen und voreingenommenen Ton hat. In der ersten Ausgabe der Zeitschrift von 2018 kann man ein Interview mit einer palĂ€stinensischen Schulleiterin lesen, in dem sie erklĂ€rt:

„Wir haben so viele Jahre lang gelitten und leiden vielleicht noch ein paar Jahre, aber es ist unfair, unsere Hauptstadt jemand anderem zu geben. Warum nicht teilen?“

In der selben Ausgabe sagt der Bischof der Lutherischen Kirche in Jordanien, der das antisemitische Kairos-PalĂ€stina-Dokument unterstĂŒtzt, in einem Interview:

„Das auserwĂ€hlte Volk – auch wir Christen, auch ich, nicht nur das jĂŒdische Volk. AuserwĂ€hlt zu werden, kann niemals auf Kosten eines anderen geschehen.“

In der selben Ausgabe, in einem Interview mit dem palĂ€stinensischen Politiker Mustafa Barghouti, vergleicht er den Staat Israel mit der Apartheid in SĂŒdafrika. Es ist wichtig zu betonen, dass, als Barghouti diesen Vergleich wĂ€hrend des Interviews zog, keine kritischen Fragen an ihn gestellt wurden. Es gab auch keine Vertreter der israelischen Seite, die dort Kommentare abgeben oder irgendeine Art von Widerrede vorbringen durften. Was in der Folge den Inhalt der Zeitschrift der Organisation durchdringt, ist DĂ€monisierung Israels.

Die Mehrheit der Vorstandsmitglieder der Schwedischen Jerusalem-Gesellschaft war oder ist bei einer der grĂ¶ĂŸten Institutionen Schwedens, der Kirche von Schweden, beschĂ€ftigt – und umgekehrt hat die Kirche von Schweden einen offiziellen Vertreter im Vorstand der Schwedischen Jerusalem-Gesellschaft. Dass eine israelfeindliche Vereinigung eine enge Beziehung zur Kirche von Schweden hat, ist keine Überraschung: Dieser Autor hat frĂŒher schon aufgezeigt, dass und wie die Kirche von Schweden das falsche, stark verzerrte Kairos-PalĂ€stina-Dokument unterstĂŒtzt.

Die HauptaktivitĂ€t der Schwedischen Jerusalem-Gesellschaft in den palĂ€stinensischen Gebieten scheint nun darin zu bestehen, finanzielle UnterstĂŒtzung fĂŒr die Schwedische Schule des Guten Hirten in Bethlehem zu erbringen. Obwohl die Schule, die eine Ausbildung von der ersten Klasse der Grundschule bis zum Gymnasium anbietet, offiziell eine christliche Schule ist, kommen 98% ihrer SchĂŒler aus muslimischen HĂ€usern.

Obwohl die Schwedische Schule des Guten Hirten von der Schwedischen Jerusalem-Gesellschaft als friedensfördernde Schule vermarktet wird, hat Tobias Petersson, Direktor der Denkfabrik „Perspektive auf Israel“, enthĂŒllt, dass die von der Schwedischen Schule des Guten Hirten verwendeten LehrbĂŒcher Dschihadi- Inhalte haben, die zum Heiligen Krieg gegen den Staat Israel aufrufen.

Die LehrbĂŒcher feiern den palĂ€stinensischen Terroristen Dalal al-Mughrabi, der zu einer Gruppe von 11 Terroristen gehörte, die am 11. MĂ€rz 1978 in Israel 38 Zivilisten, darunter 13 Kinder, ermordet haben. Außerdem werden Juden in diesen LehrbĂŒchern als LĂŒgner und korrupt beschrieben. Petersson hat den Inhalt der SchulbĂŒcher mit in Schweden lebenden arabischen Übersetzern nachgeprĂŒft. Er hat sogar die Übersetzungen ĂŒberprĂŒft, indem er Zweitgutachten eingeholt hat, um ihre Korrektheit zu bestĂ€tigen.

Karten in den SchulbĂŒchern und an den WĂ€nden der Schwedischen Schule des Guten Hirten zeigen nicht den Staat Israel, sondern die Umrisse Israels wurden durch die identischen Umrisse des „Staates PalĂ€stina“ ersetzt. Die Schule hat ihre Arme fĂŒr den umstrittenen palĂ€stinensischen griechisch-orthodoxen Erzbischof Atallah Hanna geöffnet, der dafĂŒr bekannt ist, Terroristen zu lobpreisen und hasserfĂŒllte Worte gegen Israel zu finden.

Die Schwedische Jerusalem-Gesellschaft sammelt nach Informationen auf ihrer Website jĂ€hrlich etwa 1,8 Millionen schwedische Kronen (etwa 167.000 Euro), um die Schwedische Schule des guten Hirten in Bethlehem zu unterstĂŒtzen. In Schweden kann sich jeder dafĂŒr entscheiden, Schulen zu finanzieren, die Kinder mit Dschihadismus, Antisemitismus und allgemeiner Kriegstreiberei indoktrinieren, auch wenn es unethisch ist. Das Problem ist, dass 65 % des Geldes, das der Schwedischen Jerusalem-Gesellschaft zur VerfĂŒgung gestellt wird, aus den Kollekten der Kirche von Schweden stammen, die in ganz Schweden von Mitgliedern der Gemeinden kommen, die kein Interesse daran haben, eine solche Indoktrination zu unterstĂŒtzen, und die wahrscheinlich jegliche Form von Gewalt verabscheuen.

Mitglieder der Kirche von Schweden teilen nicht immer die Feindseligkeit gegenĂŒber Israel, die der Klerus unterstĂŒtzt. Die meisten sind normale Menschen, die automatisch Kirchenmitglieder wurden, als die Schwedische Kirche eine offizielle Landeskirche war, vor dem Jahr 2000, als alle schwedischen BĂŒrger automatisch Mitglieder der Kirche wurden.

Die Kirche von Schweden, die als Landeskirche begann, war bis zum Jahr 2000 ein offizieller Teil des schwedischen Staates. Seitdem ist sie eine der grĂ¶ĂŸten Institutionen Schwedens und hat einen „besonderen Beziehungsstatus“ zum Staat. Die Kirche erhebt BestattungsgebĂŒhren von allen Einwohnern Schwedens, unabhĂ€ngig von der Religion, die sie praktizieren, und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr die BestattungsaktivitĂ€ten, außer in den Gemeinden Stockholm und TranĂ„s. Derzeit sind 57,7% der schwedischen Bevölkerung Mitglieder der Kirche von Schweden, was bedeutet, dass die Kirche von Schweden von einer Gesamtbevölkerung von nicht ganz zehn Millionen etwa 5,9 Millionen Mitglieder hat.

Dass eine so große Institution landesweit Kirchenkollekten sammelt, um eine Schule zu unterstĂŒtzen, die Hass und Kriegstreiberei verbreitet, sollte zweifellos als enorm problematisch angesehen werden. Diese Praktik zeigt auch, dass die schwedische Hilfe nicht nur an Organisationen geht, die Hass verbreiten, sondern auch, dass große Institutionen in Schweden RĂŒckkanĂ€le geöffnet haben, um jedes Jahr Millionen von schwedischen Kronen in Schulen wie die Schwedische Schule des Guten Hirten zu stecken, die ebenfalls Hass verbreiten.

Um zu verstehen, wie schĂ€dlich diese Situation ist: Können Sie sich vorstellen, was passieren wĂŒrde, wenn eine der grĂ¶ĂŸten Institutionen Israels – oder eines beliebigen anderen Landes – Geld sammeln wĂŒrde, um eine Schule zu unterstĂŒtzen, die Kindern beibringt, Schweden zu hassen und Terroristen zu feiern, die Schweden getötet haben? Es wĂ€re natĂŒrlich ein großer Skandal und völlig inakzeptabel. Doch in Schweden geschieht genau das.

Dass Geld in den Gemeinden der Kirche von Schweden gesammelt und ĂŒber die Schwedische Jerusalem-Gesellschaft an die Schwedische Schule des Guten Hirten geschickt wird, ist nichts, was die Kirche von Schweden leugnen wĂŒrde. Die Kirche anerkennt auch, dass Antisemitismus und Dschihadismus in den SchulbĂŒchern vorkommen können. Als der Verein der Schwedisch-Israelischen Freundschaft eine Besprechung mit der Kirche von Schweden ĂŒber die Schwedische Schule des Guten Hirten und andere solche Schulen im Westjordanland, die von der Kirche von Schweden unterstĂŒtzt wurden, abhielt, sagte der Direktor fĂŒr internationales der Kirche von Schweden, Erik LysĂ©n, dass die in den Schulen vermittelten Werte das im Unterricht verwendete Material ĂŒberwiegen. Er fĂŒgte hinzu:

„Die Frage der Unterrichtsmaterialien ist Teil des laufenden Dialogs, den die Schwedische Jerusalem-Gesellschaft mit der Schulleitung fĂŒhrt, und das Thema wird spĂ€ter wieder aufgegriffen werden.“

Es ist bedauerlich, dass eine der grĂ¶ĂŸten offiziellen Institutionen Schwedens, insbesondere eine Kirche, tatsĂ€chlich Mittel zur Förderung eines tödlichen Konflikts zwischen PalĂ€stinensern und Israel bereitstellt, indem sie eine Schule unterstĂŒtzt, die jungen PalĂ€stinensern das Hassen beibringt. Eine Kirche, die Hass finanziert, kann niemals eine Stimme fĂŒr den Frieden in der Welt oder ein Beispiel fĂŒr moralisches Verhalten sein.

Nima Gholam Ali Pour ist Politikberater der Schweden-Demokraten in der schwedischen Gemeinde Malmö. Er ist Autor der schwedischen BĂŒcher „DĂ€rför Ă€r mĂ„ngkultur förtryck“ („Warum Multikulturalismus UnterdrĂŒckung ist“) und „Allah bestĂ€mmer inte I Sverige“ („Allah entscheidet nicht in Schweden“).

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 11. November 2019 um 15:40 und abgelegt unter Christentum weltweit, Israel, Kirche.