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Gegen die Rezeption und Gleichschaltung mit der Gender- und Gleichheitsideologie in der Kirche

Dienstag 1. April 2014 von Dekan Johannes Halmen


Dekan Johannes Halmen

„Gender Mainstreaming“ ist nicht auf die Gleichberechtigung oder Gleichstellung von Mann und Frau reduzierbar; Gender Mainstreaming gibt ein Leitbild vor, „das auf die Beseitigung geschlechtsspezifischer Unterschiedlichkeit abzielt und mit vertrauten kulturellen und sozialen Normen des menschlichen Zusammenlebens bricht“, ein „Kulturbruch“, der als „zentrale Dimension aller gesellschaftlichen und politischen Bereiche“ umgesetzt werden mĂŒsse“ (Thomas KrĂŒger, PrĂ€sident der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung in Deutschland). – „Im Zentrum steht… eine umfassend ansetzende Umerziehung der Menschen, die bereits das Kleinkind und seine frĂŒhkindliche Bildung in den Blick nimmt.“ (s. Text im Anhang)

Wir hören diesbezĂŒglich in den Medien immer öfter eine offene GeringschĂ€tzung der Familie und der ehelichen Treue heraus, eine offene GeringschĂ€tzung der Schrift, eine GeringschĂ€tzung des Glaubens und eine innerkirchliche GeringschĂ€tzung des dritten Glaubensartikels (der von der Heiligkeit und ApostolizitĂ€t der Kirche handelt, von der Nachfolge Jesu, vom neuen Gehorsam, von der tĂ€glichen Reue und Buße, von der Vergebung der SĂŒnden, vom tĂ€glichen Brechen mit dem Wesen Adams und von der Neugeburt, vom Kampf des Glaubens, von der Heiligung). Wir hören aus der evang. Kirche Deutschlands (Petra Bahr), die  Frauenordination sei fĂŒr die Kirche, was die GrĂŒnen fĂŒr die Gesellschaft seien. –

Wir hören vom prominentesten GrĂŒnenpolitiker (Kretschmann, katholisch), HomosexualitĂ€t sei, „im Gegensatz zu den biblischen Autoren eine normale Variante der menschlichen Sexualentwicklung“. Wir hören, so eine Pressemeldung vom 30.04.2011, Stuttgart (idea): Der Koalitionsvertrag zwischen BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und der SPD sieht vor: „Der Vorrang der Ehe vor anderen Partnerschaftsformen soll in Baden-WĂŒrttemberg abgeschafft werden.“ Frauen, so Bahr, «hĂ€tten die Stille, das Gebet und die Leiblichkeit einer «vermeintlich verkopften Religion» neu entdeckt. «Frauen haben die alten Gottesbilder von den WĂ€nden gerissen». Wir hören: „Die Vorstellung der Gender-Theorie bricht mit dem traditionellen Menschenbild, das maßgeblich auf christlich-jĂŒdische Wurzeln zurĂŒckgeht, und ersetzt es durch das Konstrukt eines Gender-Menschen, dessen Wesen und SexualitĂ€t frei von geschlechtsspezifisch bestimmten Merkmalen und Normen sein soll.“

„Gender Mainstreaming“ in der Kirche rezipieren bedeutet nicht nur moralische Verwirrung und Verwilderung in den Gewissen, im FamiliengefĂŒge, in der Kirche und in der Schule, sondern die Verabschiedung von der ApostolizitĂ€t der Kirche; und die Frauenordination ist in dieser Entwicklung der innerkirchliche TĂŒröffner. Wir haben beschĂ€mt zugegeben, man dĂŒrfe Frauen tatsĂ€chlich nicht das Schweigen in der Kirche zumuten, das sei beleidigend; doch wir haben mit unserer falschen RĂŒcksicht Gottes Apostel und Ordnungen zum Schweigen gebracht. Macht die evangelische Kirche nicht mit ihrer Praxis der Frauenordination das sakramentale Schweigen als auch den Apostel Paulus und unseren Herrn selbst – das fleischgewordene Wort Gottes – lĂ€cherlich?

Meine Stellungnahme will niemanden verletzen: weder die Liebe zu den Menschen, aber noch weniger die Liebe zum Wort Gottes, gilt es doch, nach dem ersten Gebot, Gott mehr zu lieben, zu fĂŒrchten und zu vertrauen als alles andere und unsere NĂ€chsten zu lieben wie uns selbst. Denn in Glaubens- und Bekenntnisfragen gilt es, „Gott mehr zu gehorchen als den Menschen“, Acta 5.

Wie ließe sich also beides verbinden: dass Frauen und MĂ€nner und Kinder in der Kirche geachtet werden – allerdings unter Achtung der ganzen geoffenbarten, einen, ungeteilten Heiligen Schrift sowie der ökumenischen (raum- und zeitĂŒbergreifenden) Einheit der Kirche? Denn Gottes Wort missachtet nie die Liebe und widerspricht nie der WĂŒrde des Menschen.

Folgendes schreibe ich thesenhaft auf, im Wissen um den StĂŒckwerk-Charakter unserer Erkenntnis, und bitte, alles am Wort Gottes zu prĂŒfen. Es geht mir dabei um mindestens drei Punkte: Das Geheimnis des Wortes Gottes, das Christus ist; das Geheimnis der Ehe, das ein Bild fĂŒr Christi Liebe zur Kirche ist; das Geheimnis des sakramentalen Schweigens, ĂŒber das wir mit der Schrift und den KirchenvĂ€tern neu und vertieft werden nachdenken mĂŒssen. Es geht mir also um die Aufwertung der Familie, um die Aufwertung des Wortes Christi und des christlichen Menschenbildes und es geht nicht zuletzt um die Aufwertung des spirituellen Schweigens.

1.) Wer die Frauenordination befĂŒrwortet, muss darĂŒber theologisch Rechenschaft ablegen, ob wir nicht die doppelte Schwierigkeit in unserer Kirche bekommen: gegen den Wortlaut der Schrift zu handeln, und damit auch das reformatorische – fĂŒr die Kirche konstitutive – Schriftprinzip aufzuheben. Die Folge davon wĂ€re: mehr Frauen im kirchlichen Amt, zugleich weniger Apostel Paulus in Theologie und Leitungsetage der Kirche. Wenn nicht die Frauen es vormachen, was geheiligtes Schweigen ist, wird nicht der Heilige Apostel Paulus selbst und damit die Schrift bald in der Kirche zum Schweigen gebracht? (Wobei wir von den VĂ€tern der Kirche wissen: „Paulus ist der Mund Jesu“, Johannes Chrysostomos)

– Wer die Frauenordination befĂŒrwortet, muss also darĂŒber theologisch Rechenschaft ablegen, ob das moderne, „politisch korrekte“ Verbot in der Kirche, das Schweigen, den Gehorsam und die Unterordnung von christlichen MĂ€nnern, Frauen und Kindern zu thematisieren, es nicht nach sich ziehen wird, dass auch die Kirche ihrem Herrn, Haupt und BrĂ€utigam nicht mehr untertan und gehorsam sein wird. Unsere Kirche in SiebenbĂŒrgen ist weltweit – soweit ich sehe – die einzige, die explizit die Frauenordination mit der „Außerkraftsetzung neutestamentlicher Anweisungen“ (so der damalige Bischofsvikar und Lehrer unserer Kirche) begrĂŒndet hat. Doch weder die Heilige Schrift noch unsere Bekenntnisschriften meinen, dass es heilsam wĂ€re, Gottes Wort abzuĂ€ndern oder außerkraftzusetzen. Hier muss unsere Kirche Buße tun.

– Wer Gottes Gebot zur Frauenordination nicht anerkennt, „wird auch nicht anerkannt werden“, sagt die Schrift 1. Kor 14. Ist es noch verwunderlich, dass uns die Orthodoxe Kirche und die Römische Kirche nicht mehr als theologisch ernstzunehmende ökumenische Partner anerkennen können? Die evangelische Kirche hat als Kirche des Wortes Gottes einen Platz in der Ökumene zugeordnet bekommen; doch wenn sie dieses Terrain verlĂ€sst, dann hat sie keinen Stand mehr; wenn sie den Fels verlĂ€sst, auf dem sie steht, dann ist ihr Ende nahe.

– Die HintertĂŒr, durch welche die Gender- und Gleichheitsideologie in die Kirche eingelassen wurde, ist das bĂŒrgerliche Menschenrecht und das fehlinterpretierte Paulus-Wort, Galater 3, dass „in Christus weder Jude noch Grieche, weder arm noch reich, weder Freier noch Sklave, weder Mann noch Frau“ sei. Gott sagt durch den Apostel Paulus aber gerade nicht, dass in Christus alle gleich, sondern dass wir in Ihm alle eins seien: Juden, Griechen, Freie, Sklaven, Mann und Frau. Es gibt ja bis zum Tag nach Gottes heiligem Willen und Zulassung MĂ€nner und Frauen, Sklaven (Milliarden Schicht-Arbeiter in Ost und West, die einen Hungerlohn bekommen) und Freie, Reiche (an die Banken Versklavte) und Arme (Millionen SozialhilfeempfĂ€nger), Juden und Christen.

– Die Barmer ErklĂ€rungen sprechen klar aus, womit wir es heute zu tun haben, nĂ€mlich, dass „gesamtgesellschaftliche Entwicklungen“ sowohl Theologie als auch kirchliche Entscheidungen bevormundet und ĂŒberrollt haben. 1934 hieß es in der These 3: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als dĂŒrfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen ĂŒberlassen.“

2.) Wer die Frauenordination befĂŒrwortet, muss darĂŒber theologisch Rechenschaft ablegen, ob der Preis dafĂŒr nicht zu hoch ist unter der Voraussetzung, dass man die Bekenntnisse fĂŒr obsolet erklĂ€rt und die Heilige Schrift als in sich selbst widersprĂŒchlich, nochmehr: dass man einen Riss auftut zwischen dem Geist Jesu und dem Geist der Apostel. Darf zugelassen werden, Paulus gegen Jesus auszuspielen oder abzuspalten? Was Gott in der Bibel zusammengefĂŒgt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Wenn wir Paulus entwerten und vermeintlich nur noch „jesuanisch“ lehren wollen, treiben wir schuldhaft einen Keil zwischen Christus und seine Apostel; dann verliert das Salz des Evangeliums an Salzkraft, die Kirche an Orientierungskraft und das evangelische Christsein an Leuchtkraft, wie wir leider in der Kirche feststellen.

– Den Apostel Paulus auszuschalten wegen Äußerungen, die Jesus nicht getan habe, heißt, das geistgewirkte klare Wort Gottes zu leugnen und zugleich die eine Bibel zu zerteilen. Wer die   Frauenordination will, muss also darĂŒber theologisch Rechenschaft ablegen, ob wir es mit der praktizierten Frauenordination – theologisch gesprochen – nicht mit einer Irrlehre zu tun haben, die unsere Kirche von der Schrift und von den VĂ€tern trennt und unsere Kirche ökumenisch isoliert, weil in den historischen Kirchen Frauenordination nach wie vor biblisch-apostolisch gehandhabt wird.

 – Paulus und die KirchenvĂ€ter lehren nicht, dass die Frauen im allgemeinen schweigen sollten, sondern sie sollen sich im sakramentalen spezifischen Schweigen ĂŒben und es den MĂ€nnern, den Kindern und der Welt vormachen, was denn geistliche Hör- und Lernbereitschaft sein kann; Klartext: Frauen werden angehalten, in erster Reihe nonverbal fĂŒr ihren Glauben an Christus einzutreten, wie Petrus sagt, 1. Petrus 3: „auf dass auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Frauen Wandel ohne Wort gewonnen werden,  wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht.“

– Paulus sagt auch nicht, Frauen sollten grundsĂ€tzlich keine AutoritĂ€t ausĂŒben („sich nicht ĂŒber die MĂ€nner erheben“ 1. Tim 2), sondern sie sollen es den MĂ€nnern und der ganzen Welt vormachen, wie die Kirche die Leitung ihres Herrn gerne und willig akzeptiert, indem sie ihre MĂ€nner als Leiter und AutoritĂ€t stĂŒtzen, „damit das Wort Gottes nicht verlĂ€stert wird.“ (Titus 2,3-5). Den Frauen wird von der Schrift zugemutet, dass sie nicht die Art der in FĂŒhrung gehenden Eva, sondern die Art der die FĂŒhrung akzeptierenden Maria annehmen, und sprechen: „Siehe, ich bin des HERRN Magd, mir geschehe, wie Du gesagt hast“. 

 – Eva will sich selbst, Maria will Christus verwirklichen. Eva trifft die Entscheidung gegen das Gebot, Maria trifft die Entscheidung, die das Gebot vorgibt. Eva ist der Prototyp der gefallenen, Maria aber der erlösten Frau; Eva entbehrt nach dem SĂŒndenfall (wie auch Adam) der Gottebenbildlichkeit, Maria aber hat Teil an der Gottebenbildlichkeit Christi, auf den hin sie (wie auch Adam), erschaffen ist. Welches Bild aber malt die evangelische Kirche jungen Menschen vor Augen? Maria bekommt von unserem Herrn das Attribut „selig“. Lukas 11,28 spricht doch unser Herr mit Blick auf seine Mutter: „Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren (bewahren „in einem feinen, guten Herzen“, Lk 8,11-15) und bringen Frucht in Geduld.“

3.) Wer die Frauenordination befĂŒrwortet, muss also darĂŒber theologisch Rechenschaft ablegen, ob dieses Mysterium des BĂŒndnisses Gottes zu seinem Volk, bzw. von Christus und Seiner Gemeinde nicht eine Schlagseite bekommt, wenn vor dem Altar, wo der Priester, als Botschafter und Stellvertreter Christi der Gemeinde gegenĂŒbertritt, eine Frau der Braut(gemeinde) gegenĂŒbersteht. Auf diese Weise entwertet die  Frauenordination das Bild vom Mysterium Christi als Haupt und BrĂ€utigam der Kirche. 

 – Wer noch behauptet, die kirchlich rezipierte Gleichheitsideologie sei eine SekundĂ€rfrage und ein Marginalthema, verharmlost oder ignoriert der nicht schuldhaft die Folgen einer Abkehr von der gesamtbiblischen Theologie, Anthropologie und Ekklesiologie, die sich als konstitutive Themen und HauptstrĂ€nge durch die ganze Bibel und Heilsgeschichte hindurchziehen? Leitbild im Alten Testament: „Gott schuf den Menschen zu Seinem Bilde, als Mann und Frau“; Gott spricht ĂŒber sein Volk: „Ich will ein Neues schaffen im Lande: Das Weib wird ihren Mann umgeben“; Leitbild der Ekklesiologie: „Dies Geheimnis ist groß“: Christus und die (Braut)Gemeinde.

–  Die theologische BegrĂŒndung der Frauenordination in unserer Kirche nötigt jeden Christen und jede Christin, darĂŒber Buße zu tun, dass wir stattgegeben haben, uns vom Wortlaut und vom Geist der Bibel und der Bekenntnisse zu trennen. Frauen, die trotz anderslautendem klarem „Gebot des Herrn“ 1. Korinther 14, ordiniert werden, predigen sie nicht schon durch ihre bloße liturgische PrĂ€senz, dass die Kirche schlechthin außerhalb, neben bzw. trotz Christus sich verwirklichen könnte? Nicht um selbstbestimmtes Leben geht es in der Kirche, sondern um geist- und schriftbestimmtes Leben: „Welche der Geist Gottes treibt, das sind Gottes Kinder.“

– Das moderne Modell der Selbstverwirklichung von Frauen und MĂ€nnern muss vor Augen haben, dass die Kirche nie sich selbst verwirklicht, noch sich ĂŒber ihren Herrn erhebt oder ihm den Gehorsam und die AutoritĂ€t kĂŒndigt, untergrĂ€bt oder sein Wort außer Kraft setzt. Die Unterordnung der Kirche unter Christus, ihr Haupt, wird beispielhaft von Frauen und MĂ€nnern in der christlichen Kirche und in der Familie durchexerziert durch Reue und Buße. Heiligung heißt nicht, das Wort Gottes unseren BrĂ€uchen anzupassen, sondern unsere BrĂ€uche dem Wort anzupassen. Christen, die sich zu ihrem Hirten und Herrn bekehrt haben, werden sich auch im Blick auf die Frauenordination an die Stimme ihres Hirten halten, ohne Schaden zu nehmen.

–  Weder hat die Stimme unseres Guten Hirten in unseren Tagen an Bedeutung verloren, noch hat die Kirche neue Offenbarungen, so dass sie ihre Bekenntnisse Ă€ndern dĂŒrfte. Wir dĂŒrfen als Kirche nicht schwĂ€rmerischer sein als die kommunistische Ideologie es je verkĂŒndete: die zwar Gott leugnete, aber nie das Wesen der Familie mit Mann, Frau und Kind antastete. Die in Revolutionen und im Kommunismus ausgerufene Gleichheit kann fĂŒr die Kirche nicht bedeuten, dass sich Christen der Welt angleichen oder gleichschalten lassen dĂŒrfen, sondern dass wir „Christus gleichgestaltet“ werden sollen durch Heiligung und den Gehorsam gegen den himmlischen Vater und sein heiliges Wort.

Fazit: Die Schrift kennt unterschiedliche Mandate fĂŒr Mann und Frau in Kirche, Familie und Gesellschaft. Dieses christliche Profil aufzugeben, macht die Kirche Ă€rmer, weltangepasster und profilloser. Es gibt ja zahllose Wege und Ämter, in denen Frauen ihre mĂŒtterlichen Gaben und fraulichen FĂ€higkeiten in der Kirche einbringen und heiligen können. Doch ein Amt, das gegen den ausdrĂŒcklichen Wortlaut der Bibel und der Bekenntnisse eingefĂŒhrt wird, entehrt Gottes Wort und Kirche. Die Frauenordination hat Gott Seiner Kirche nicht gegeben. Reformation der Kirche hieße in diesem Zusammenhang: Es mĂŒsste ein Innehalten und ein Fasten ausgerufen werden, um diesen kirchenfremden Schatz mutig und demĂŒtig zurĂŒck zu geben.

Dekan Johannes Halmen, Dekanat SchĂ€ĂŸburg, SiebenbĂŒrgen, RumĂ€nien

 


Apostolische Konstitutionen und Kanones (2.- 4. Jh)  – „Wenn wir aber im Vorhergehenden den Frauen das Predigen nicht erlaubt haben, wie möchte ihnen jemand unnatĂŒrlicher Weise den priesterlichen Dienst gestatten? Denn aus den Frauen Priesterinnen zu nehmen, ist ein Irrthum der heidnischen Gottlosigkeit, nicht aber Christi Anordnung. Wenn aber auch Frauen taufen dĂŒrften, so wĂ€re fĂŒrwahr auch der Herr von seiner eigenen Mutter getauft worden und nicht von Johannes, und er hĂ€tte bei unserer Aussendung zum Taufen zugleich mit uns auch Frauen zur Spendung der Taufe ausgeschickt. Nun aber hat der Herr niemals eine derartige Anordnung getroffen oder schriftlich hinterlassen, da er als Schöpfer der Natur und BegrĂŒnder der Ordnung die natĂŒrliche Stufenfolge und das, was schicklich sei, kannte.“ [S. 121]  www.unifr.ch


Auf www.medrum.de hieß es:  – “Der PrĂ€sident der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, Thomas KrĂŒger, veranschaulichte diesen Kulturbruch bei einem internationalen Kongreß im Oktober 2010 mit dem Begriff des flexiblen Geschlechts. KrĂŒger begrĂŒĂŸte es als Fortschritt, daß „klassische Geschlechterkategorien mehr und mehr erodieren“. „Hegemoniale Vorstellungen von SexualitĂ€t“ wĂŒrden sich auflösen. KrĂŒger propagierte, daß das Prinzip des Gender Mainstreaming als „zentrale Dimension aller gesellschaftlichen und politischen Bereiche“ umgesetzt werden mĂŒsse.

Gender Mainstreaming bedeutet daher weit mehr als „gleiche Rechte von Mann und Frau“ und die Beseitigung von Diskriminierung. Gender Mainstreaming erhebt vor allem auch den Anspruch, das Leben der Menschen an der Leitvorgabe auszurichten, daß sich der Mensch von seiner Geschlechtlichkeit lösen mĂŒsse, und daß er seine Empfindungen und BedĂŒrfnisse sowie sein Verhalten den Dogmen der Beliebigkeit, Gleichwertigkeit und Egalisierung zu unterwerfen habe. Der Versuch, diesen Menschen heranzuzĂŒchten und dafĂŒr das nötige Umfeld zu schaffen, hat lĂ€ngst begonnen. Die vollstĂ€ndige Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe, der Versuch, das Grundgesetz zu Ă€ndern, um eine „sexuelle IdentitĂ€t“ als Verfassungsnorm einzufĂŒhren und die Bestrebungen, Kindern bereits im Kleinkindalter ihre angestammte Geschlechtlichkeit abzuerziehen, sind sichtbarer Ausdruck von dem, was Gender Mainstreaming ĂŒber die Gleichstellung von Mann und Frau hinaus tatsĂ€chlich alles bedeutet: eine UmwĂ€lzung des Lebens der Menschen, die von staatlichen Institutionen ausgeht, alle gesellschaftlichen Bereiche umfasst und hineinreicht bis in die kleinsten Winkel des persönlichen und familiĂ€ren Zusammenlebens.“ http://www.medrum.de/content/muenchner-csu-diskutiert-gender-mainstreaming-fuer-das-politische-tagesgeschaeft

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 1. April 2014 um 16:35 und abgelegt unter Kirche, Theologie.