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Trump-Regierung setzt sich auf internationaler Ebene fĂŒr den Schutz des ungeborenen Lebens ein

Dienstag 29. Mai 2018 von Dr. Susan Yoshihara


Dr. Susan Yoshihara

Mehr als alle anderen PrĂ€sidenten der Vereinigten Staaten von Amerika setzt sich PrĂ€sident Trump auch weiterhin mit seiner Administration fĂŒr den Schutz des ungeborenen Lebens ein. Seine VerhandlungsfĂŒhrer bei der Weltgesundheitsversammlung, die vom 22.-31. Mai 2018 in Genf zusammentritt, haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stark kritisiert, weil sie weltweit Abtreibungen fördere. Die Trump-Administration macht damit deutlich, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen wie das Streichen von Finanzmitteln an den Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen oder das Ausweiten der Mexico-City-Policy nicht ausreichen, um ungeborenes Leben effektiv zu schĂŒtzen.

Die von Ronald Reagan eingefĂŒhrte Mexico-City-Policy verlangt von Nichtregierungsorganisationen, die US-Gelder fĂŒr Entwicklungsprojekte erhalten, den Nachweis, dass die empfangenen Gelder nicht fĂŒr Abtreibungen oder die Förderung von Abtreibungen verwendet wĂŒrden. Diese Regelung war sowohl von PrĂ€sident Bill Clinton als auch PrĂ€sident Barak Obama ausgesetzt, von Donald Trump jedoch wieder eingefĂŒhrt worden.

Die Delegierten der USA forderten die WHO in Genf auf, ihre Pro-Abtreibungs-AktivitĂ€ten einzustellen. Die WHO solle den geltenden internationalen Konsens respektieren, dass Abtreibung kein Menschenrecht sei. Die Amerikaner drĂŒckten ihre „tiefe Besorgnis“ darĂŒber auf, dass die WHO die Legalisierung von Abtreibungen fördere und kĂŒndigte an, die GewĂ€hrung von Subventionen zu ĂŒberprĂŒfen, sollte es hier nicht zu einem Umdenken kommen. Die US-Delegation beschwerte sich außerdem darĂŒber, dass die WHO der abtreibungsfördernden „International Planned Parenthood Federation“ einen Sonderstatus gewĂ€hre, der sie auf eine Ebene mit Regierungen und internationalen Organisationen stelle.

Die USA kritisierten zudem die Ansicht der WHO, dass die sog. „sexuelle und reproduktive Gesundheit“ auch das Recht auf Abtreibungen beinhalte. Diese Ansicht widersprĂ€che dem internationalen Konsens. Dr. Alma Golden, die fĂŒr die einflussreiche und finanzstarke US-Behörde fĂŒr Internationale Entwicklung sprach, sagte vor der Versammlung: „Wir haben deutlich und zu vielen Gelegenheiten sowie in Übereinstimmung mit der Internationalen Bevölkerungskonferenz gesagt, dass wir Abtreibung nicht als eine Methode der Familienplanung akzeptieren. Aus unserer Sicht gehört Abtreibung nicht in den Bereich der reproduktiven Gesundheit. Der Ausdruck sexuelle und reproduktive Gesundheit umfasst nicht die Förderung von Abtreibung. Aus unserer Sicht gibt es kein internationales Recht auf Abtreibungen.“

Susan Yoshihara, Ph.D.

Quelle: Center for Family and Human Rights, Friday Fax Nr. 22 vom 25. Mai 2018

Übersetzung: Johann Hesse

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 29. Mai 2018 um 17:36 und abgelegt unter Allgemein.