Gemeindenetzwerk

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Das Neue Testament Jesu Christi und das Erbe der Christen.

Montag 11. Juni 2018 von Siegfried Harden


Siegfried Harden

So schreiben die Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und der Apostel Paulus: „Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus: Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden; solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.“

Neulich in der Nacht, als ich nicht schlafen konnte, gab Gott mir wieder einmal wunderschöne Gedanken, diesmal über das Testament, das Jesus gemacht hat, mit ich ja durch die Taufe verbunden bin.

Als ich Kind war, habe ich immer vom reichen Onkel in Amerika geträumt, der mir eine reiche Erbschaft hinterlassen hat. Die traf aber leider nie ein. Vielleicht dachte ich auch, dann wären alle meine Probleme und Sorgen gelöst. Jetzt habe ich aber eine größere und bessere Erbschaft gemacht. Eine Erbschaft, die mehr ist als Himmel und Erde. Dazu möchte ich vorab erklären, was ein Testament ist. Ich hatte mir vorher nie Gedanken darüber gemacht, was ein Testament eigentlich ist.

Haben Sie schon einmal ein Testament gemacht? Ich ja. Ich musste mich auf Grund meiner Krankheit mit diesem Thema beschäftigen. Als erstes musste ich lernen, dass jedes Testament aus fünf Teilen besteht:

  1. das Datum, wann das Testament aufgesetzt wurde;
  2. der Erblasser, d.h. derjenige, der etwas zu vererben hat;
  3. das Erbe, d.h. das, was vererbt werden soll;
  4. der oder die Erben, d.h. der oder diejenigen, die es erben sollen;
  5. der Unterschrift des Erblassers.

Diese fünf Dinge sind notwendig in einem Testament. Man schreibt alle Dinge auf, die man vererben will und an wen man sie vererben will. Will man zum Beispiel ein Haus vererben, so hat der Erbe gar nichts von diesem Haus, wenn nicht der TOD des Erblassers eingetreten ist. Solange gehört dem Erben gar nichts. Erst mit dem TODE des Erblassers tritt das Testament in Kraft. Das Testament kann auch nach dem TODE des Erblassers nicht mehr verändert werden. Auch das ist wichtig.

Warum schreibe ich das? Was macht mir daran fröhliche Gedanken?

Wenn ich meine Bibel lese, dann finde ich dort auch ein Testament, welches mir als Christ gilt. Ein Testament, das schon seit 2000 Jahren in Kraft ist für die Christen. Ein Testament, das man nur durch Glauben empfangen kann.

Es ist ein Neues Testament, das mir nicht weltlichen Besitz vererbt, wie ich als Kind geträumt habe, sondern ein Erbe gegen Sünde, Tod, Teufel und Hölle, das in Kraft getreten ist durch das Blut und den Leib von Jesus Christus. Niemand außer Jesus Christus kann mir so etwas vererben! Dieses Neue Testament sieht so aus, wie ich es eingangs zitiert habe.

Hier finde ich alles, was mir als Erben gilt:

  1. Der Zeitpunkt, als dieses Neue Testament aufgesetzt wurde: in der Nacht, da er verraten ward.
  2. Der Erblasser: Unser Herr Jesus Christus,
  3. Das Erbe: 3.1: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; 3.2: Dieser Kelch ist das Neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden
  4. Die Erben: für euch (also für die Christen )

Wann ist dieses Testament in Kraft getreten? Wann ist Jesus gestorben? Dafür gibt es vier Zeugen in der Bibel:

Nach dem Evangelisten Matthäus ist er am Kreuz gestorben: Aber Jesus schrie abermals laut und verschied. (Matthäus 27,50 )

Nach dem Evangelisten Markus ist er am Kreuz gestorben: Aber Jesus schrie laut und verschied. (Markus 15,37 ):

Und als es schon Abend wurde und weil Rüsttag war, das ist der Tag vor dem Sabbat, kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Pilatus aber wunderte sich, dass er schon tot sei, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er’s erkundet hatte von dem Hauptmann, gab er Josef den Leichnam. ( Markus 15,42-45 )

Nach dem Evangelisten Lukas ist er am Kreuz gestorben: Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er. ( Lukas 23,46 )

Nach dem Evangelisten Johannes ist er am Kreuz gestorben: Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht!, und neigte das Haupt und verschied. ( Johannes 19,30 ). Da kamen die Soldaten und brachen dem ersten die Beine und auch dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. (Johannes 19, 32-34 )

Was ist daran jetzt für mich so tröstlich und besonders in meiner Situation? Was macht mich so fröhlich an diesem Testament?

Alle Menschen werden in die Situation kommen, dass sie sterben müssen, dass der Tod auf sie zukommt. Was kann da helfen? Kann mir der reiche Onkel aus Amerika mit einer Erbschaft helfen? Nein! Es gibt keine Erbschaft, und sei sie noch so groß, welche mich vor dem ewigen Tod retten kann! Außer dieser einen Erbschaft – dem Neuen Testament von Jesus Christus. Hier ist das Erbe, sein Leib und sein Blut zur Vergebung der Sünden, seit seinem Tode in Kraft. Und dieses Erbe kann nie mehr verändert werde. Dieses Erbe wird bei uns in der Gemeinde, fast jeden Sonntag, im Abendmahl ausgeteilt. Dieses Erbe macht mich stark gegen Sünde, Tod, Hölle und Teufel. Dieses Erbe ist unüberwindlich, weil es in Kraft Ist. Dieses Erbe bezeugt mir immer wieder: ich werde nicht sterben, sondern ewig leben bei Jesus.

Gott hat zu mir gesagt: „Dies tu, so oft du kannst, zu meinem Gedächtnis“. Also halte ich mich oft zum Abendmahl und hole mir mein Erbteil und damit die Gewissheit, dass meine Sünde vergeben ist. „Ist aber die Sünde vergeben, so gibt es keinen Tod mehr. Gibt es aber keinen Tod mehr, so ist ewiges Leben gewiss.“

Diese Gedanken tragen mich und machen mich fröhlich und gewiss, weil Jesus Christus sein Leben für mich am Kreuz gelassen hat. Jesus Christus spricht: „Darum habe ich euch gesagt, dass ihr sterben werdet in euren Sünden; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr sterben in euren Sünden.“ (Johannes 8,24)

Siegfried Harden ist seit vielen Jahren Mitglied im Gemeindehilfsbund. Er ist schwer an ALS erkrankt.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 11. Juni 2018 um 22:04 und abgelegt unter Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie.