{"id":998,"date":"2009-03-03T20:19:22","date_gmt":"2009-03-03T18:19:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=998"},"modified":"2009-09-18T12:36:02","modified_gmt":"2009-09-18T10:36:02","slug":"bedroht-die-schopfungslehre-die-humanitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=998","title":{"rendered":"Bedroht die Sch\u00f6pfungslehre die Humanit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bedroht die Sch\u00f6pfungslehre die Humanit\u00e4t?<br \/>\nEine Besinnung \u00fcber die biblische Sch\u00f6pfungsethik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie nie zuvor ist die biblische Sch\u00f6pfungslehre in den letzten Jahren heftigen und erschreckenden Angriffen ausgesetzt gewesen. Sie wurde von Evolutionsvertretern als inhuman und als Gefahr f\u00fcr Menschenrechte, Freiheit und Demokratie bezeichnet, und sie bedeute einen Angriff auf die Menschenw\u00fcrde. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Sch\u00f6pfungsethik darzustellen. Zuvor sollen zum Vergleich wichtige Aspekte der Evolution\u00e4ren Ethik in den Blick genommen werden; ein Gesamt\u00fcberblick wird hier nicht geboten. Das sei ausdr\u00fccklich betont.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Evolutionslehre und Ethik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Evolutionsvertreter k\u00f6nnen Ethikkataloge aufstellen und Ethik in die Tat umsetzen. Aber kann aus einem evolution\u00e4r gedeuteten Naturgeschehen eine Ethik begr\u00fcndet werden? Die Frage nach der Begr\u00fcndbarkeit der Ethik aus der Natur an sich fand innerhalb der Philosophie grunds\u00e4tzlich ein Nein: Aus einem Sein kann kein Sollen zwingend abgeleitet werden. Solche Ableitungsversuche sind naturalistische Fehlschl\u00fcsse genannt worden. Nach Christian H. Krijnen \u201eist es logisch unzul\u00e4ssig, aus einer noch so gro\u00dfen Menge von Seinsaussagen auch nur eine einzige Sollensaussage abzuleiten. Eine genetische Analyse, die das Sein mit Hilfe von anderem Sein erkl\u00e4rt, ger\u00e4t bei der Frage nach dem Sollen gleichsam an ihre nat\u00fcrliche Grenze.\u201c (1) Zun\u00e4chst aber: Was ist mit Evolution\u00e4rer Ethik gemeint? Wegen der Vielfalt und partiellen Widerspr\u00fcchlichkeit der Entw\u00fcrfe (2) m\u00fcssen in dieser Kurzdarstellung Schwerpunkte gesetzt werden und somit manche Gesichtspunkte unbeachtet bleiben. Die Evolution\u00e4re Ethik ist nicht zu verwechseln mit dem Sozialdarwinismus, der Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten als naturgegeben und deshalb als richtig ansieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut Wikipedia (letzte \u00c4nderung 27.01.2009 um 15.54 Uhr) ist nach der Evolution\u00e4ren Ethik moralisches Verhalten einem evolution\u00e4ren Selektionsprozess unterworfen. Daher m\u00fcssen die moralischen Prinzipien so gestaltet sein, dass sie dem Einzelnen\u00a0oder der Gruppe einen \u00dcberlebensvorteil bringen.(3) (Verbirgt sich hier nicht ein Schluss vom Sein auf ein Sollen? Inwiefern kann denn aus einem naturalistisch und evolution\u00e4r gedeuteten Naturgeschehen die Norm des Lebens \u00fcberhaupt und speziell die Norm des \u00dcberlebens von Einzelnen und Gruppen abgeleitet werden? Ergibt sich nicht mindestens in vielen F\u00e4llen aus dem \u00dcberlebensvorteil von Gruppen ein \u00dcberlebensnachteil von anderen Gruppen? Wird damit nicht Konkurrenzkampf, der oft mit Leid verbunden ist, und damit etwas Inhumanes als Basisnorm zugrunde gelegt?)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wikipedia stellt ebendort fest, dass die Evolution\u00e4re Ethik eine naturalistische Metaethik voraussetzt. Zu erg\u00e4nzen ist: Diese Metaethik wiederum beruht auf einer naturalistischen Glaubensposition. Gerhard Vollmer, bedeutender Vertreter der Evolution\u00e4ren Ethik, nennt entsprechende Voraussetzungen: Zur Erkl\u00e4rung moralischen Verhaltens bedarf es keiner Annahme eines \u00fcbernat\u00fcrlichen Eingriffs in der Geschichte des Menschen. Die Ethik ben\u00f6tigt keine absoluten Ma\u00dfst\u00e4be. Es gibt keine moralische Institution, die universell, verbindlich oder unfehlbar ist.(4) (Der die Evolution\u00e4re Ethik bestimmende Glaube steht also in grundlegendem Widerspruch zum Sch\u00f6pfungsglauben und ist offenbar atheistisch bzw. schriftfern.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bemerkenswert ist ein Zitat im Vorwort von Rolf Hille und Herbert H. Klement zu einem Sammelband zur theologischen Anthropologie. In diesem Zitat schimmern die naturalistische Voraussetzung und ethische Konsequenzen durch: \u201eRudolf Weth skizzierte die Position f\u00fchrender angels\u00e4chsischer Bioethiker so: \u2018Die Annahme einer Menschenw\u00fcrde &#8230; ist ein j\u00fcdisch-christliches, anthropozentristisches &#8230; Vorurteil. Demgegen\u00fcber geht ein vorurteilsfreies, natur- und biowissenschaftliches Denken davon aus, dass dem Menschen keine Vorrangstellung in der Kette alles Lebendigen zukommt, dass also menschliches Leben \u2013 wie alles durch Evolution entstandene Leben \u2013 grunds\u00e4tzlich ohne W\u00fcrde und Wert ist\u2018\u201c.(5) Dass menschliches \u2013 \u201edurch Evolution entstandenes\u201c \u2013 Leben \u201egrunds\u00e4tzlich ohne Wert und W\u00fcrde ist\u201c, ist auf gar keinen Fall \u201evorurteilsfreies, natur- und biowissenschaftliches Denken\u201c! Es handelt sich hier nicht um objektives, weltanschaulich neutrales Denken, sondern um ein Werturteil, und alle Werturteile sind von Glaubensvoraussetzungen bestimmt. Diese sich als vorurteilsfreies wissenschaftliches Denken ausgebende Behauptung erweist sich bei n\u00e4herer Betrachtung als abh\u00e4ngig vom Glaubensvorurteil einer naturalistischen Interpretation der Lebensgeschichte. Diese Bioethiker haben logische Konsequenzen einer naturalistisch-evolution\u00e4ren Deutung des Lebens radikal und folgerichtig gezeigt: \u201eMenschliches wie tierisches Leben ist grunds\u00e4tzlich ohne Wert und W\u00fcrde.\u201c Es d\u00fcrfte wohl keinen Vertreter der Evolution\u00e4ren Ethik geben, der nicht f\u00fcr Humanit\u00e4t pl\u00e4dierte. Aber wenn dem Menschen die W\u00fcrde und dem Tier der Wert aus logischen Gr\u00fcnden abgesprochen werden muss, ist dem Grauen die T\u00fcr ge\u00f6ffnet. Dann m\u00fcsste die naturalistische Natursicht, aus der sich diese logischen Gr\u00fcnde ergeben, einer gesamtgesellschaftlichen Kritik unterzogen werden und nicht l\u00e4nger der Sch\u00f6pfungsglaube, der W\u00fcrde und Wert des Lebens begr\u00fcndet!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wichtigste Instanz der Evolution\u00e4ren Ethik ist nach Gerhard Vollmer \u201edie Vernunft &#8230; auch die Vernunft ist ja \u2013 jedenfalls nach naturalistischer Auffassung \u2013 ein nat\u00fcrliches Verm\u00f6gen des Menschen &#8230; dieses Verm\u00f6gen, mit dem uns die Evolution &#8230; ausgestattet hat\u201c.(6) Vollmer w\u00fcnscht sich den Beitrag der Vernunft zur Ersparnis von Leid.(7) (Es gibt verschiedene Vernunftverst\u00e4ndnisse. In jedem Fall ist Vernunft eine interpretierende, erkenntnisbildende Instanz. Erkenntnisse [richtige oder falsche] sind aber ausnahmslos abh\u00e4ngig von ethischer [guter oder b\u00f6ser] Entscheidung, sei sie bewusst oder nicht. Bei jeder Erkenntnisbildung n\u00e4mlich steht der Mensch in der Entscheidung zwischen den Erkenntnistugenden wie Wahrheitswillen, Sorgfalt usw. oder ihrer Verweigerung, sei diese bewusst oder nicht. Noch tiefer gefasst pr\u00e4gen unausweichlich Glaubenspositionen wie z. B. Atheismus, Materialismus, Naturalismus, Theismus die Erkenntnissyteme. Vernunft ist ohne die nichtnat\u00fcrlichen Dimensionen von Glaube und Ethik gar nicht sinnvoll denkbar. Damit ist ein naturalistisches Vernunftverst\u00e4ndnis sinnlos. Die wichtigste Instanz der Evolution\u00e4ren Ethik ist also nicht die Vernunft, sondern ein Glaube, der den biblischen Sch\u00f6pfergott ablehnt. Eine ausschlie\u00dflich vom naturalistischen Glauben gepr\u00e4gte Vernunft wird keinen Beitrag zur Ersparnis von Leid bringen k\u00f6nnen.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerhard Vollmer: \u201eWer den Menschen Vorschriften machen m\u00f6chte, mu\u00df wissen, was ihnen abverlangt und zugemutet werden kann. Deshalb ist Wissen \u00fcber die biologische Natur des Menschen unverzichtbar, und um solches Wissen bem\u00fcht sich die Evolution\u00e4re Ethik.\u201c(8) (Hier stellt sich die Frage, ob es notwendig ist, auf die die Naturgeschichte naturalistisch inter-pretierende Evolutionsbiologie zur\u00fcckzugreifen. Kann nicht die Medizin, die Psychologie und die empirisch arbeitende Humanbiologie besser abgesicherte und genauere Ergebnisse liefern? Und wei\u00df nicht der Sch\u00f6pfer am besten, was dem Menschen abverlangt und zugemutet werden kann?)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Philosoph Kurt Bayertz kommt gegen Ende seiner Untersuchung zu einem ern\u00fcchternden Ergebnis: Die Bedeutung der evolution\u00e4ren Sicht f\u00fcr das Verstehen von Moral wird man als eher gering einzustufen m\u00fcssen.(9) Noch geringer aber d\u00fcrfte die Bedeutung der Evolution\u00e4ren Ethik durch die neuen Forschungsergebnisse der Epigenetik geworden sein (siehe unten). Die in dem Sammelband \u201eGut und B\u00f6se in der Evolution\u201c zu Wort kommenden Vertreter der Evolution\u00e4ren Ethik, zu denen auch Gerhard Vollmer geh\u00f6rt, lehnen den naturalistischen Fehlschluss ab: Aus Fakten folgen keine Normen.(10) \u201eDie Tatsachen der Evolution allein &#8230; lehren uns noch nicht, was gut und b\u00f6se, was richtig und falsch &#8230; ist. &#8230; Insbesondere ist die ethisch-moralische Forderung, wir sollten f\u00fcr die Menschheit als Ganzes etwas tun, eine Grundnorm, die nicht aus der Evolutionsbiologie &#8230; abgeleitet werden kann.\u201c(11) (Wohl aber aus der Sch\u00f6pfungsethik!) Gerhard Vollmer sagt eindeutig, dass man der Evolution keine moralischen Ma\u00dfst\u00e4be entnehmen kann und dass Evolution, Arterhaltung und Artenvielfalt keine Werte f\u00fcr sich sind.(12) (Artenvielfalt und Arterhaltung sind aber Werte der Sch\u00f6pfungsethik!)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichwohl ist trotz der logischen Unm\u00f6glichkeit versucht worden, Ethik evolution\u00e4r zu begr\u00fcnden. Robert. J. Richards bem\u00fcht sich dabei, den Verdacht auf den naturalistischen Fehlschluss auszur\u00e4umen und behauptet: Wir k\u00f6nnen koh\u00e4rent und vern\u00fcnftig moralische Werte von Fakten herleiten.(13) [Dagegen wendet sich Hubertus Busche und zeigt grundlegende Begr\u00fcndungsaporien in Richards\u2018 Argumentation auf.(14)] Und Dagmar Schmitz will angesichts einer wertepluralistischen Gesellschaft an der Evolution\u00e4ren Ethik festhalten, obwohl diese \u201ean der &#8230; metaethischen Bedeutung evolutionsbiologischer Erkenntnisse\u201c versagt hat und obwohl sie \u201ewegen der absehbaren gesellschaftlichen Konsequenzen als fragw\u00fcrdig\u201c erscheint! (15)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Krijnen zeigt in seiner Argumentation: a) Ob etwas Gegebenes, etwa eine postulierte evolution\u00e4re Entwicklung oder eine erforschte Verhaltensdisposition, als gut qualifizierbar ist, liegt nicht im Gegebenen selbst. b) Weil die Evolution\u00e4re Ethik Vernunft nur naturalistisch als Gegebenes unter anderem Gegebenen einstufen kann, schlie\u00dft sie somit auch den Typus von Vernunft als Subjekt aus, der absolute Ethik vermitteln k\u00f6nnte. So kann das Resultat aus a) und b) nur lauten, dass das unumg\u00e4ngliche Begr\u00fcnden der Eigenbestimmtheit des \u201aGuten\u2018 und damit echtes Begr\u00fcnden von Ethik durch die Evolution\u00e4re Ethik gar nicht m\u00f6glich ist.(16) Angesichts dieses Ergebnisses stellt sich nun die Frage, ob denn die Sch\u00f6pfungslehre ein Subjekt beinhaltet, das absolute Ethik vermitteln kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sch\u00f6pfungslehre und Ethik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Subjekt (\u201aVernunft\u2018, \u201aLogos\u2018, \u201aIch\u2018 usw.) ist als geltungslogische Gr\u00f6\u00dfe zu fassen und nicht als Sein wie im naturalistischen Evolutionsdenken. Es ist absolut und unbedingt. Mit dem Menschsein ist die W\u00fcrde verbunden, ethische Normen zu bestimmen. Die Moralit\u00e4t von Handlungen ist nicht durch deren eigenes Sein qualifiziert, sondern durch ihre Beziehung zu ethischen Geltungsprinzipien (Normen).(17) Hier kann sich aber die grundlegende philosophische Frage aufdr\u00e4ngen: \u201e &#8230; aus welchem Grund flie\u00dft echte Gutheit f\u00fcr unser Wollen, Tun und Lassen?\u201c (18) Diese Frage f\u00fchrt gleich zur n\u00e4chsten: Bringt der Mensch aus sich selbst echte Gutheit und wahre Vernunft hervor? Die Geschichte l\u00e4sst daran zweifeln. Auf jeden Fall kann der Mensch das erforderliche Hervorbringen moralischer Qualit\u00e4t nicht garantieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen kann der Logos als Subjekt Ethik begr\u00fcnden. Nach Heraklit ist der Logos das ewige Weltgesetz, nach dem alles geschieht, und Norm des Denkens. Bei Platon ist der Logos die begr\u00fcndende Rede im Gegensatz zum erz\u00e4hlenden Mythos. Philon lehrt den Logos als Sch\u00f6pfungsmittler, als Mittler zwischen Gott und Welt. F\u00fcr Dionysios von Alexandreia (2. Jh. v. Chr.) bedeutet Logos u. a. Gott. Im Neuen Testament und in der Theologie meint Logos Jesus Christus, das Wort Gottes, die Offenbarung, die Botschaft des Evangeliums.(19) In Joh 1,3 ist der Logos das Wort, das das Universum und alles Leben erschuf. (Interessanterweise erscheint der Logosbegriff griechischer Denker als Ann\u00e4herung an den sp\u00e4ter im Neuen Testament offenbarten Logos.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allein aus dem offenbarten Logos flie\u00dft echte Gutheit f\u00fcr das Wollen, Tun und Lassen. Denn Gott ist heilig und Liebe. In der biblischen Sprache \u201eist Gott bereits ein moralisch bedeutsamer Begriff. Wir sprechen von dem Sch\u00f6pfer und Herrn des Universums, der als solcher letztg\u00fcltige Autorit\u00e4t \u00fcber jedes Gesch\u00f6pf besitzt. Wir sprechen von dem Gott der vollkommenen Liebe und der vollkommenen Gerechtigkeit, der gerade durch sein Wesen die ethischen Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr andere setzt. Wir sprechen von Gott, dem Erl\u00f6ser, dem wir dankbare Treue schulden.\u201c (20) Gott selbst und mit ihm die Sch\u00f6pfungslehre als Teil seines Wortes begr\u00fcndet und bringt Moral hervor. Die Evolutionslehre kann dies nicht leisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Krone der Sch\u00f6pfung ist der Mensch als Mann und Frau, gleichwertig und verschiedenartig, zum Ebenbild Gottes geschaffen. Die Gottesebenbildlichkeit ist ein nicht mehr zu steigerndes Ma\u00df der Menschenw\u00fcrde. Hans-J\u00fcrgen Peters schreibt: \u201eIn der Debatte um die Thesen des australischen Philosophen Peter Singer ist deutlich geworden, dass die letzte Begr\u00fcndung einer &#8230; f\u00fcr alle geltenden Menschenw\u00fcrde nur auf dem Hintergrund der j\u00fcdisch-christlichen Tradition gegeben werden kann.\u201c (21) Keine Religion, keine Ideologie und kein weltanschauliches System vertritt eine so hohe W\u00fcrde und einen so hohen Wert des Menschen wie der Sch\u00f6pfungsbericht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur die Menschheit als Ganze, jeder einzelne Mensch hat vor Gott einen Wert: Die Haare auf dem Haupt sind alle gez\u00e4hlt (siehe Mt 10,30).(22) Aber: \u201eEs ist nicht gut, da\u00df der Mensch allein sei\u201c (1Mo 2,18). Gott schuf den Menschen als Mann und Frau und damit auch als Einzelmenschen gemeinschaftsbed\u00fcrftig und -f\u00e4hig und mit unterschiedlichen auf gegenseitige Erg\u00e4nzung hin entworfenen Gaben ausgestattet. Diese menschliche Begabtheit und Bed\u00fcrftigkeit in geistiger, emotionaler und leiblicher Hinsicht erm\u00f6glicht die Konkretion der Liebe, die ihre letzte und notwendige Quelle in Gott hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Gottesebenbildlichkeit ergibt sich die Notwendigkeit und Verpflichtung zu einem liebenden und gerechten Umgang in Achtung und Respekt gegen\u00fcber den Menschen aller Rassen einschlie\u00dflich den Andersdenkenden. Missachtung der Menschenw\u00fcrde und Rassismus bedeuten ein Angriff auf den Sch\u00f6pfer, der den Angreifenden zur Rechenschaft ziehen wird. Damit ist die Sch\u00f6pfungslehre beste Grundlage f\u00fcr Menschenw\u00fcrde und \u00dcberwindung des Rassismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie aus der Gottesebenbildlichkeit die Menschenw\u00fcrde flie\u00dft, so ist die Menschenw\u00fcrde Quelle f\u00fcr die Menschenrechte. In der Gr\u00fcndungsurkunde der USA wird erkl\u00e4rt, dass \u201ealle Menschen von ihrem Sch\u00f6pfer mit bestimmten unver\u00e4u\u00dferlichen Rechten ausgestattet seien.\u201c (23) Die Menschenrechte sollen die \u00e4u\u00dfere Freiheit erm\u00f6glichen und sch\u00fctzen. Durch die \u00e4u\u00dfere Freiheit k\u00f6nnen erst die lebensdienlichen Wirkungen hoher Moral wie der Sch\u00f6pfungsethik zur weit reichenden Entfaltung kommen. Einfacher und etwas verk\u00fcrzt formuliert: Freiheit ist notwendig, damit eine hohe Moral praktiziert werden darf. (Gerade dieses wird Christen in Herrschaftssystemen, die nicht auf dem Boden der Bibel gewachsen sind oder aber deren Boden verlassen, partiell verwehrt.) \u201eHeutzutage ist ersichtlich, da\u00df die M. (= Menschenrechte, d. Verf.) weltweit am ehesten in demokratischen Staaten christl. Tradition gesch\u00fctzt werden.\u201c (24) \u00c4u\u00dfere wie innere Freiheit ist unverzichtbar daf\u00fcr, dass die mit der Gottesebenbildlichkeit und der Menschenw\u00fcrde zusammenh\u00e4ngende Verantwortlichkeit angemessenen Ausdruck finden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSeid fruchtbar und mehrt euch!\u201c (1Mo 1,28) Die Sch\u00f6pfungsethik muss eine Ethik des Lebens sein, denn das Leben ist der Wille des Sch\u00f6pfers. Dies zeigt sich auch darin, dass Mensch und Tier nur pflanzliche Nahrung zu sich nehmen sollte (1Mo 1,29f). Seit dem Einbruch des B\u00f6sen im S\u00fcndenfall aber steht das Leben unter dem Zeichen der Bedrohung und des Todes. Es ist Gericht Gottes, dass der Mensch und die Tierwelt den Konsequenzen des B\u00f6sen \u2013 Bedrohung und Tod \u2013 ausgeliefert sind. \u201eDie universale Existenz des B\u00f6sen erfordert ethische Entscheidungen &#8230; Jede Ethik soll und kann nicht mehr zum Ziel haben, als dem Erhaltungswillen Gottes an der alten Sch\u00f6pfung zu dienen.\u201c (25) Die zehn Gebote \u2013 vom Theologen Friedrich Bei\u00dfer Schutzgebote genannt (26) &#8211; dienen der Erm\u00f6glichung und Bewahrung menschlichen Lebens in der gefallenen Sch\u00f6pfung.(27) Die Artenschutzethik findet ihre Begr\u00fcndung u. a. in dem nach Arten unterteilten Sch\u00f6pfungswerk und in dem gr\u00f6\u00dften Artenschutzprojekt der Geschichte, n\u00e4mlich der Arche. (Die Ethik des Artenschutzes kann aus der Evolutionslehre nicht zwingend abgeleitet werden.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verantwortungsethik hat eine humanisierende Wirkung. Dadurch dass der Sch\u00f6pfungsbericht den Menschen in die Verantwortung gegen\u00fcber Gott, dem Sch\u00f6pfer, stellt, gewinnt das Verantwortungsbewusstsein f\u00fcr einen w\u00fcrdigen und angemessenen Umgang mit den Mitmenschen sowie mit der Tier- und Pflanzenwelt und der unbelebten Sch\u00f6pfung, den nat\u00fcrlichen Ressourcen, st\u00e4rkste Begr\u00fcndung und Motivation. Die verbreitete Behauptung, die Weisung \u201eMacht euch die Erde untertan\u201c (nach 1Mo 1,28) sei Aufforderung zum Raubbau an der Natur, ist v\u00f6llig abwegig und verdreht den Sachverhalt. Dem Menschen ist das Bebauen und Bewahren aufgetragen (1Mo 2,15). So bietet der Sch\u00f6pfungsbericht auch die Grundlage f\u00fcr die Arbeitsethik. Zur Sch\u00f6pfungsethik geh\u00f6ren auch der Dank (vgl. R\u00f6m 1,21) und die Dankbarkeit f\u00fcr die Gaben der Sch\u00f6pfung. Dankbarkeit leistet einen Beitrag zur seelischen und k\u00f6rperlichen Gesundheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Theologe Adolf Schlatter hat wichtige Zusammenh\u00e4nge zwischen Sch\u00f6pfung und Ethik erschlossen. Nach seiner \u00dcberzeugung verk\u00f6rpert sich im Sein der Sch\u00f6pfung eine sittliche Ordnung. Weil die Sch\u00f6pfung durch Ordnungen strukturiert wird, ist auch die Ethik an diese Ordnungen gebunden: Die sittliche Freiheit hat da ihre Grenzen, wo sie einer Bejahung, Bewahrung und Entfaltung des Geschaffenen zuwiderl\u00e4uft.(28)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielleicht mag der Einwand erhoben werden, dass im Falle der Sch\u00f6pfungsordnungen doch wie in der Evolution\u00e4ren Ethik aus dem Sein ein Sollen zu begr\u00fcnden versucht worden sei. Was ist darauf zu antworten? In der Evolution\u00e4ren Ethik wird die Natur als Materie-Dynamik verstanden. Dagegen ist die Sch\u00f6pfung in der Sch\u00f6pfungsethik nicht blo\u00dfe materielle Natur, sondern qualifiziert als stetes Werk Gottes, dessen heiliger Wille das Geschaffene bestimmt. Das Leben ist eindeutig der Wille Gottes, auch wenn es durch das Gericht Gottes in Gestalt des Todes begrenzt ist. Die Sch\u00f6pfungslehre kann somit Ethik begr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gesetz des Alten Testaments z\u00e4hlt nach Auffassung Schlatters zur Sch\u00f6pfungsordnung und ist in der Sch\u00f6pfung begr\u00fcndet. Zu den Sch\u00f6pfungsordnungen geh\u00f6ren u. a. Ehe (29), Familie, Volk, der Ruhetag im Wochenrhythmus. Gesetz und Sch\u00f6pfung entsprechen sich. Nicht das gesch\u00f6pfliche Wesen des Menschen, sondern seine S\u00fcndhaftigkeit steht im Widerspruch zum Gesetz. Dieses dr\u00fcckt das uneingeschr\u00e4nkte Wohlgefallen Gottes am Guten und sein uneingeschr\u00e4nktes Missfallen am B\u00f6sen aus. Das Gute beinhaltet die Gerechtigkeit und die Liebe. Die Liebe \u00fcberbietet die Gerechtigkeit und stiftet Gemeinschaft. Gerechtigkeit und Liebe ben\u00f6tigen zu ihrer Verwirklichung einer ethischen Reflexion, da beide inhaltlich von der Sch\u00f6pfungswirklichkeit und von der jeweiligen geschichtlichen Situation abh\u00e4ngen. Anders formuliert: Das Moralische ist das Seins- und Situationsgerechte. Die Liebe in ihrer Selbstlosigkeit ist den Christusgl\u00e4ubigen als Wirkung der Erl\u00f6sung geschenkt und er\u00f6ffnet Erkenntnis.(30)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist lohnenswert, die Bedeutung des letzten Satzes n\u00e4her zu entfalten. Zun\u00e4chst zu seinem Hintergrund: Wie schon gesagt, f\u00fchrte der S\u00fcndenfall die Sch\u00f6pfung einschlie\u00dflich des Menschen unter die Macht des B\u00f6sen und des Todes. Der S\u00fcndenfall war ein Versuch des Menschen, aus dem Angewiesensein auf Gottes Weisung auszubrechen. Der Mensch wollte und will sich selbst an die Stelle Gottes setzen und selbst entscheiden, was gut und b\u00f6se ist. Die Folge ist aber eine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung des menschlichen Erkenntnisverm\u00f6gens und daher ein noch st\u00e4rkeres Angewiesensein auf ethische Orientierung durch Gott. Erkenntnis ist immer von Ethik abh\u00e4ngig. Das Nein gegen\u00fcber den Sch\u00f6pfungsordnungen l\u00e4sst nicht nur schuldig werden, sondern auch scheitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts dieser Tragik des Menschen er\u00f6ffnet Gott den Weg zu einer Neusch\u00f6pfung. Sie vollzieht sich beim wahrhaft an Jesus Christus Glaubenden in Bekehrung und Wiedergeburt. Der Wiedergeborene hat sein Leben willentlich der Herrschaft Gottes unterstellt.(31) \u201eWo &#8230; die Feindschaft des Menschen gegen Gott durch die im Glauben an Jesus Christus geschenkte Vers\u00f6hnung in Frieden umgewandelt ist, da erw\u00e4chst aus diesem neuen Verh\u00e4ltnis zu Gott und der damit gegebenen Gegenwart des Geistes stets neu welt\u00fcberwindende Kraft zum Tun des Guten in allen Bereichen menschlichen Lebens.\u201c (32) Am beeindruckendsten zeigt sich die welt\u00fcberwindende Kraft Gottes im wiedergeborenen Menschen wohl in der Feindesliebe. Ohne diese bliebe die Sch\u00f6pfungsethik unvollst\u00e4ndig. Warum? Mt 5,44f begr\u00fcndet die Feindesliebe aus dem Sch\u00f6pferhandeln Gottes: \u201eIch aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet f\u00fcr die, so euch beleidigen und verfolgen, auf da\u00df ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel; denn er l\u00e4\u00dft seine Sonne aufgehen \u00fcber die B\u00f6sen und \u00fcber die Guten und l\u00e4\u00dft regnen \u00fcber Gerechte und Ungerechte.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie schon erw\u00e4hnt, er\u00f6ffnet Liebe Erkenntnis. Hass dagegen verhindert Erkenntnis. Liebe beinhaltet in diesem Zusammenhang die bestm\u00f6gliche und heiligste Zugewandtheit zum Erkenntnisobjekt. Ist das Erkenntnisobjekt etwa eine irref\u00fchrende Theorie, ist Liebe zur Wahrheit und zum Guten eine Voraussetzung zum Durchschauen ihrer Verf\u00fchrungskraft. Liebe l\u00e4sst das Erkenntnisobjekt zur Darstellung kommen und versucht nicht, ein eigenes Vorurteil ihm gegen\u00fcber durchzusetzen. In diesem Verzicht auf \u201einterpretatorische \u00dcberw\u00e4ltigungsakte\u201c (H. Hempelmann) verzichtet sie auf Macht und gewinnt so Erkenntnis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ph\u00e4nomen \u201eErkenntnis\u201c l\u00e4sst sich auch aus einer mit dem eben Gesagten eng verwandten Perspektive betrachten: Ziel und h\u00f6chste Form der Erkenntnis ist die Wahrheit. Wahrheitsethik ist im Sch\u00f6pfungsbericht enthalten: Das Wort der Wahrheit f\u00fchrt ins Leben; L\u00fcge und Betrug der Schlange (1Mo 3) &#8211; und ihrer menschlichen Nachahmer &#8211; f\u00fchren in Not und letztlich in den Tod. Die Sch\u00f6pfungslehre ist nicht wissenschaftsfeindlich, sondern stellt im Gegenteil eine Ethik bereit, die Wissenschaft erst erm\u00f6glicht: So erfordert die Rechenschaftspflicht gegen\u00fcber dem heiligen und allwissenden Sch\u00f6pfer Sachlichkeit, Sorgfalt, Ehrlichkeit, Wahrheitswille, Wahrheit, Wahrhaftigkeit usw. Gewollte Ignoranz, Betrug, Verf\u00e4lschung, Verdrehung, Wort-, Satz- und Themenmanipulation, Verleumdungen Andersdenkender, Leugnung bewiesener Tatsachen sowie andere interpretatorische \u00dcberw\u00e4ltigungsakte sind mit der Sch\u00f6pfungslehre unvereinbar. Ohne das Glaubenswissen um die Rechenschaftspflicht vor dem heiligen Gott hat die Ethik keine stabile Grundlage. Daher ist es kein Wunder, dass die Kette unsachlicher, verunglimpfender Aussagen zur Sch\u00f6pfungslehre und zu ihren Vertretern nicht abrei\u00dfen will; Feindschaft gegen den Sch\u00f6pfer kann ja nicht nur keine Erkenntnis- und Wissenschaftsethik hervorbringen \u2013 diese Feindschaft reduziert sie auch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neue Forschungen zur Epigenetik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">haben bisherige Vorstellungen der Wissenschaft zum Einsturz gebracht. Soziale Erfahrungen, Ern\u00e4hrung, Drogen, positive wie negative Lebensf\u00fchrung, das Erleiden von b\u00f6sen Handlungen beeinflussen nicht nur das Seelische, sondern auch das Erbmaterial zum Positiven wie zum Negativen.(33)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Auffassung, der Mensch sei Sklave seiner Gene, ist also falsch.(34) \u201eDas Leben des Menschen und sein Erbgut stehen in einem dynamischen, wechselseitigen und planvollen Verh\u00e4ltnis.\u201c (35) Hier wird neben der Gesch\u00f6pflichkeit die gro\u00dfe Verantwortung des Menschen f\u00fcr sein Tun und Lassen deutlich, seine Hoheit als Gottes Ebenbild, das durch seine guten wie b\u00f6sen Entscheidungen sein Erbmaterial und das von anderen Menschen zum Guten wie zum Schlechten beeinflussen kann. \u201eDie Welt ist dualistisch geschaffen, als eine unsichtbare geistige und eine sichtbare physische Welt. Aber es ist die geistige Welt, welche die physische Welt letztlich bestimmt.\u201c (36) Die ethischen Konsequenzen aus den neuen Forschungen zur Epigenetik st\u00fctzen die biblische Sch\u00f6pfungsethik auf eindr\u00fcckliche Weise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einige tragische Folgen der Verwerfung der Sch\u00f6pfungslehre<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Sch\u00f6pfungsbericht betont deutlich, dass der Mensch gegen\u00fcber dem Sch\u00f6pfer f\u00fcr sich selbst verantwortlich ist und mitverantwortlich f\u00fcr den N\u00e4chsten, die Lebewesen und die Erde. Beobachten l\u00e4sst sich jedoch eine allgemein zunehmende Weigerung, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Je mehr sich der Mensch vom Sch\u00f6pfer und mithin von der Sch\u00f6pfungslehre entfernt, desto unf\u00e4higer ist er auch, verantwortlich zu leben, ja zu leben \u00fcberhaupt. Er ist gefangen in der Todeskultur des Egoismus. Er kennt bzw. versteht die Sch\u00f6pfungsordnungen nicht und meint, sie beseitigen zu k\u00f6nnen. \u201eGegen\u00fcber der daraus entstehenden Selbstzerst\u00f6rung des Menschen mu\u00df deutlich gemacht werden, da\u00df Gottes Gebote aus seiner Zuwendung zum Menschen erwachsen sind, da\u00df sie ihn sch\u00fctzen und ihm wahrhaftiges Leben erm\u00f6glichen wollen. Nicht Autonomie, sondern Theonomie garantiert Leben.\u201c (37) In engem Zusammenhang mit dem hier Gesagten steht auch das Folgende:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verwerfung der biblischen Sch\u00f6pfungslehre stellt die Menschenw\u00fcrde auf ein niedrigeres, viel schw\u00e4cheres Niveau, kann keinen ausreichend wirksamen Beitrag gegen Menschenverachtung leisten und bedroht letztlich die Menschenrechte. Besonders deutlich ist der Zusammenhang zwischen der Ablehnung der Sch\u00f6pfungslehre und der Einschr\u00e4nkung des Menschenrechts ungeborener Menschen auf Leben zu sehen. Der Philosoph Robert Spaemann sagt: \u201eIn der Zulassung der Abtreibung im vollen Licht der \u00d6ffentlichkeit steckt heute ein Grad von Menschenverachtung, wie er in keiner archaischen Gesellschaft m\u00f6glich w\u00e4re. &#8230; der nackte Wille, den T\u00f6tungsfreiraum zu verteidigen\u2018\u201c stehe hinter den Argumenten der Abtreibungsbef\u00fcrworter.(38) Freiraum zum Leben gibt dagegen das Wort des Sch\u00f6pfers \u201eSeid fruchtbar und mehrt euch!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sch\u00f6pfungslehre ist Widerspruch gegen jede Ideologie und wird darum massiv diffamiert. Die Evolutionslehre dient als St\u00fctze und Schutzpanzer gegen die Bedrohtheit der Ideologien durch die Sch\u00f6pfungslehre. Alle Ideologien, von den gem\u00e4\u00dfigten wie dem Humanismus bis hin zu den totalit\u00e4ren, f\u00fchren zu einem Humanit\u00e4tsdefizit im Vergleich zu einer konsequent praktizierten Sch\u00f6pfungsethik. Dieses Humanit\u00e4tsdefizit ist in allen F\u00e4llen erheblich und geht in manchen F\u00e4llen ins Unermessliche. Daher erweist sich die Evolutionslehre in ihrer St\u00fctzfunktion f\u00fcr die Ideologien als Bremserin der Humanit\u00e4t. Im Darwinismus und in den Ideologien wird Gott dem Sch\u00f6pfer und Richter, der die Humanit\u00e4t erst erm\u00f6glicht und die Inhumanit\u00e4t richten wird, mit Nachdruck keinen Platz gelassen. Der Historiker Hugo Staudinger stellt inhumane Folgen des Darwinismus in der Geschichte dar.(39)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Friedrich Nietzsche (1844-1900) hatte der Darwinismus eine \u201eentsetzliche Consequenz\u201c. Hand in Hand mit der Verwerfung des Glaubens an Gott geht die Heraufkunft des Nihilismus als Schicksal Europas: Es gibt keinen Gott und kein ewiges Sittengesetz; der Mensch gilt als Tier.(40) Weil nach Nietzsche der Glaube an Gott untergraben ist (durch D. F. Strauss\u2018 Bibelkritik und Darwin), muss die Moral einfallen.(41) Er sprach von einer sich daraus ergebenden \u201eungeheuren Logik von Schrecken\u201c: \u201eDiese lange F\u00fclle und Folge von Abbruch, Zerst\u00f6rung, Untergang, Umsturz, die nun bevorsteht\u201c.(42)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anerkennung der geschichtlichen Wahrheit des Sch\u00f6pfungsberichts w\u00fcrde der in ihm befindlichen (Sch\u00f6pfungs-)Ethik h\u00f6chste Autorit\u00e4t verleihen. Indem aber die EKD ohne Sachzwang dem Sch\u00f6pfungsbericht die geschichtliche Wahrheit abspricht und ihn als theologische Interpretation eines Naturgeschehens einstuft, schw\u00e4cht sie erheblich die Basis f\u00fcr die Moral und d\u00fcrfte daher mitverantwortlich sein f\u00fcr einen Teil der Inhumanit\u00e4t gegenw\u00e4rtiger Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht die biblische Sch\u00f6pfungslehre ist also eine Bedrohung der Humanit\u00e4t, der Freiheit und der Menschenrechte! Sondern es ist genau umgekehrt: Die Verdr\u00e4ngung der Sch\u00f6pfungslehre durch die Evolutionslehre sch\u00fcttet diese Quelle der Ethik und der Humanit\u00e4t zu. \u00dcbrigens: Keiner war und ist so sehr Opfer von Verunglimpfungen und Menschenrechtsverletzungen wie das Volk der Juden, das die Heilige Schrift einschlie\u00dflich des Sch\u00f6pfungsberichts hervorbrachte, und Christen, die in schriftgem\u00e4\u00dfer Weise an die Wahrheit der Heiligen Schrift einschlie\u00dflich des Sch\u00f6pfungsberichts glauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Entwicklung in den letzten Jahren zu urteilen, wird die Sch\u00f6pfungslehre wohl auch zuk\u00fcnftig aufgrund der Aktivit\u00e4t eines Teils der Evolutionsvertreter gesellschaftlich diskriminiert und von Gleichbehandlung ausgeschlossen werden &#8211; zum Nachteil der Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neusch\u00f6pfung und Ethik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das weiter oben schon angesprochene Thema der Neusch\u00f6pfung des Menschen soll wegen seiner Wichtigkeit am Schluss noch einmal aufgegriffen werden. Wiedergeborene Christen sind eine neue Sch\u00f6pfung. \u201eIst jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur\u201c, bezeugt Paulus in 2Kor 5,17. Weil der Geist Gottes in den Wiedergeborenen lebt, \u201ewird ihr ethisches Handeln auf eine h\u00f6here Ebene gehoben. Durch Gottes Wort haben sie tiefere Einsicht in die Unterscheidung von Gut und B\u00f6se und auch die Qualifikation zum Handeln nach richtiger Erkenntnis.\u201c (43)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand r\u00fchme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, da\u00df wir darin wandeln sollen\u201c (Eph 2,8-10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1 Christian H. Krijnen (Katholieke Universiteit, Nijmegen, NL): Die Moralit\u00e4t der Natur und die Natur der Moralit\u00e4t: Kritische Bemerkungen zur Evolution\u00e4ren Ethik, http:\/\/www.bu.edu\/wcp\/Papers\/TEth\/TehtKrij.htm, S. 2 (27.03.05)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2 Siehe Kurt Bayertz (Hrsg.): Evolution und Ethik, Stuttgart 1993<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3 Vgl. Evolution\u00e4re Ethik \u2013 Wikipedia; vgl. auch: Evolution\u00e4re Ethik<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4 Vgl. Gerhard Vollmer: M\u00f6glichkeiten und Grenzen einer evolution\u00e4ren Ethik, in: Kurt Bayertz: a. a. O., S. 128f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5 Rolf Hille und Herbert H. Klement: Vorwort, in: Rolf Hille und Herbert H. Klement (Hrsg.): Ein Mensch \u2013 was ist das? Zur theologischen Anthropologie, Wuppertal 2004, S. 4 (ohne Quellenangabe)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6 Gerhard Vollmer: Wollen \u2013 K\u00f6nnen \u2013 D\u00fcrfen. Aspekte einer Evolution\u00e4ren Ethik, In: Sigurd Martin Daecke, Carsten Bresch (Hg.): Gut und B\u00f6se in der Evolution. Naturwissenschaftler, Philosophen und Theologen im Disput, Stuttgart 1995, S. 81<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7 Vgl. ebd<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">8 ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">9 Vgl. Kurt Bayertz: Evolution und Ethik. Gr\u00f6\u00dfe und Grenzen eines philosophischen Forschungsprogramms, in: Kurt Bayertz: a. a. O., S. 32<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">10 Vgl. Sigurd Martin Daecke: Einleitung, in: Sigurd Martin Daecke, Carsten Bresch (Hg.): a. a. O., S. 11<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">11 Gerhard Vollmer: Wollen \u2013 K\u00f6nnen \u2013 D\u00fcrfen. Aspekte einer Evolution\u00e4ren Ethik, In: Sigurd Martin Daecke, Carsten Bresch (Hg.): a. a. O., S. 79<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">12 Vgl. Gerhard Vollmer: M\u00f6glichkeiten und Grenzen einer evolution\u00e4ren Ethik, a. a. O., S. 129<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">13 Robert J. Richards: Evolution\u00e4re Ethik, revidiert und gerechtfertigt, in: Kurt Bayertz (Hrsg.): Evolution und Ethik, Stuttgart 1993, S. 168-198<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">14 Vgl. Hubertus Busche: Ethischer Naturalismus ohne Fehlschlu\u00df? Die Evolution\u00e4re Ethik von Robert J. Richards, in: \u201ePhilosophia naturalis\u201c \u2013 Heft 2 (1999), http:\/\/www.klostermann.de\/zeitsch\/\/phna_362.htm (27.03.05)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">15 Dagmar Schmitz: Biologische Grenzen der Moral? Historische Entwicklung, philosophische Positionsbestimmung und heuristische Leisungsf\u00e4higkeit einer Evolution\u00e4ren Ethik in der Medizin (Ruprecht-Karls-Universit\u00e4t Heidelberg, Fakult\u00e4t f\u00fcr Klinische Medizin Mannheim, Dissertations-Kurzfassung), http:\/\/archiv.ub.uni-heidelberg.de\/volltextserver\/volltexte2002\/2753\/pdf\/diss01-029.pdf-, (27.03.05)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">16 Vgl. Krijnen: a. a. O., S. 2-4. Die Evolution\u00e4re Ethik ist Teilgebiet des Ethischen Naturalismus. Dieser wird kritisiert von dem Philosophen Vittorio H\u00f6sle in dem Kapitel \u201e\u00dcber die Unm\u00f6glichkeit einer naturalistischen Begr\u00fcndung der Ethik\u201c, S. 104 \u2013 124 seines Buches \u201eDie Philosophie und die Wissenschaften\u201c, M\u00fcnchen 1999. Ebenso von dem Philosophen Andreas Bartels in \u201eGrundprobleme der modernen Naturphilosophie\u201c, Paderborn 1996, S.199. Der Philosoph Peter Strasser verwirft eine Ethikbegr\u00fcndung auf der Basis der biologischen Evolutionstheorie und kritisiert Argumentationen von Richard Dawkins (\u201eDas egoistische Gen\u201c) zum Verh\u00e4ltnis Natur \u2013 Ethik in: Der Weg nach drau\u00dfen. Skeptisches, metaphysisches und religi\u00f6ses Denken, Frankfurt am Main 2000, S. 222-228<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">17 Vgl. Christian H. Krijnen: a. a. O., S. 3f (Die geltungslogische Argumentation von Krijnen ist in diesem Aufsatz stark verk\u00fcrzt wiedergegeben.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">18 A. a. O., S. 1<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">19 Art. \u201eLogos\u201c (Friedo Ricken) in: Lexikon der Erkenntnistheorie und Metaphysik, hrsg. von Friedo Ricken, M\u00fcnchen 1984, S. 109 und Art. \u201eLogos\u201c (Matthias Gatzemeier) in Enzyklop\u00e4die Philosophie und Wissenschaftstheorie, Bd. 2, hrsg. v. J\u00fcrgen Mittelstra\u00df, Stuttgart 2004, S. 704f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">20 Arthur F. Holmes: Wege zum ethischen Urteil. Grundlagen und Modelle, Wuppertal 1987, S. 74<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">21 Hans-J\u00fcrgen Peters: Menschenbilder der Gegenwart. Zur Alltagsanthropologie, in: Rolf Hille und Herbert H. Klement (Hrsg.): a. a. O., S.324<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">22 vgl. Arthur F. Holmes: a.a.O., S. 82<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">23 A.a.O., S. 83<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">24 Art. \u201eMenschenrechte\u201c (Rainer Mayer) in: Evangelisches Lexikon f\u00fcr Theologie und Gemeinde (ELThG), Bd. 2, hrsg. von Helmut Burkhardt und Uwe Swarat in Zusammenarbeit mit Otto Betz, Michael Herbst, Gerhard Ruhbach, Theo Sorg, Wuppertal 2. Aufl. 1998, S. 1329<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">25 Claus-Dieter Stoll: Partikularit\u00e4t und Universalit\u00e4t in der Ethik des Alten Testaments, in: Helmut Burkhardt (Hrsg.): Begr\u00fcndung ethischer Normen. Bericht von der 5. Theologischen Studienkonferenz des Arbeitskreises f\u00fcr Evangelikale Theologie (AfeT) vom 9.-12. September 1987 in T\u00fcbingen, Wuppertal 1988, S. 75 u. 76<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">26 Vgl. Friedrich Bei\u00dfer: Biblischer Sch\u00f6pfungsglaube und die Begr\u00fcndung ethischer Normen, in: Helmut Burkhardt (Hrsg.): a. a. O., S. 36<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">27 Siehe auch Joachim Cochlovius: Gottes ausgestreckte H\u00e4nde. Eine Auslegung der Zehn Gebote, N\u00fcrnberg 2007<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">28 Vgl. Werner Neuer: Sch\u00f6pfung und Gesetz bei Adolf Schlatter, in: Helmut Burkhardt (Hrsg.): a. a. O., S. 121f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">29 Nur die Einehe entspricht dem Sch\u00f6pferwillen wie auch den wahren Bed\u00fcrfnissen der Menschen. Die Polygamie hat negative Folgen. Siehe Art. \u201ePolygamie\u201c (Joachim Cochlovius) in: ELThG, a. a. O., S. 1582f<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">30 Vgl. Werner Neuer: a. a. O., S. 125-127<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">31 Vgl. Helmut Burkhardt: Wie kommen wir zu einer biblischen Ethik? In: Helmut Burkhardt u. a. (Hrsg.): Jahrbuch f\u00fcr evangelikale Theologie, 7. Jahrgang, 1993, Wuppertal und Z\u00fcrich 1993, S. 39<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">32 ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">33 Vgl. Thomas Lachenmaier: Weder M\u00fcll noch Zufall, in: factum Magazin 1\/09, S. 14ff<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">34 Vgl. Thomas Lachenmaier: Freiheit und Verantwortung, in: factum Magazin 1\/09, S. 18<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">35 ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">36 A. a. O., S.19<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">37 Lutz E. von Padberg: Ethik im Spannungsfeld von Selbstverwirklichung und Gottesorientierung, Bad Liebenzell 1989, S. 53<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">38 A. a. O., S. 20. Darin enthaltenes Zitat aus idea-Spektrum 19\/88, S. 7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">39 Vgl. Hugo Staudinger: Die Wirkungen Darwins und des Darwinismus, in: Georg Masuch\/Hugo Staudinger (Hrsg.): Gesch\u00f6pfe ohne Sch\u00f6pfer? Der Darwinismus als biologisches und theologisches Problem, Wuppertal 1987, S. 25-46. Vor dem Hintergrund der inhumanen Wirkungen erscheint der Titel \u201eDanke, Darwin!\u201c in der angesehenen Wochenzeitung \u201eDIE ZEIT\u201c vom 31.12.2008 geradezu als makaber. Der Titel l\u00e4sst sich wohl interpretieren als ein Gebet: \u201eDanke, Darwin, dass du uns erl\u00f6st hast vom Gott der Bibel!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">40 Vgl. Edith D\u00fcsing: Nietzsches Darwin-Schock. Zur Diagnose des gegenw\u00e4rtigen Nihilismus und seiner Ursachen im 19. Jahrhundert (Der Untergang des christlichen Abendlandes \u2013 Nietzsches Diagnose), S. 5-7, http:\/\/www.professorenforum.de\/volumes\/v01n01\/artikel3\/duesing.htm (08.04.05)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">41 Vgl. Friedrich Nietzsche: Die fr\u00f6hliche Wissenschaft. Mit einem Nachwort von Ralph-Rainer Wuthenow, Frankfurt am Main und Leipzig 1982, 1. Aufl. 2000, S. 219<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">42 ebd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">43 Lutz E. von Padberg: a.a.O., S. 54<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Verden\/Aller, den 03.03.2009<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedroht die Sch\u00f6pfungslehre die Humanit\u00e4t? Eine Besinnung \u00fcber die biblische Sch\u00f6pfungsethik Wie nie zuvor ist die biblische Sch\u00f6pfungslehre in den letzten Jahren heftigen und erschreckenden Angriffen ausgesetzt gewesen. Sie wurde von Evolutionsvertretern als inhuman und als Gefahr f\u00fcr Menschenrechte, Freiheit und Demokratie bezeichnet, und sie bedeute einen Angriff auf die Menschenw\u00fcrde. 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