{"id":9920,"date":"2013-08-24T08:53:33","date_gmt":"2013-08-24T06:53:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9920"},"modified":"2013-08-24T08:58:41","modified_gmt":"2013-08-24T06:58:41","slug":"predigt-uber-markus-822-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9920","title":{"rendered":"Jesus heilt von geistlicher Blindheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt \u00fcber Markus 8,22-26<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Evangelium nach Markus hat einen dramatischen Aufbau. Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Beginn des \u00f6ffentlichen Wirkens Jesu in Galil\u00e4a mit all den Wundern, \u00fcber die Verkl\u00e4rung Jesu, Seine Leidensank\u00fcndigung und Seinen Einzug in Jerusalem und reicht \u00fcber Proze\u00df, Kreuzigung, Tod bis zur Auferstehung am Ostermorgen. Wir haben uns daran gew\u00f6hnt, Gottes Wort, die Bibel, h\u00e4ppchenweise portioniert zu uns zu nehmen und die Texte isoliert zu betrachten. Es ist aber wichtig, es im Zusammenhang der Heilsgeschichte Gottes mit Seiner Menschheit zu sehen. Dann erschlie\u00dft sich uns h\u00e4ufig erst der eigentliche tiefere Sinn des Wortes Gottes. So auch hier bei der Heilung des Blinden in Betsaida. Im Mittelpunkt dieses Berichtes steht nicht das Wunder der Heilung, so sch\u00f6n und wunderbar sie auch ist, sondern der Heiler selbst: Jesus. ER ist der Mittelpunkt, um IHN dreht sich dieser Bericht.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Aber wer ist dieser Jesus?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Guter Mensch, Wanderprediger, Wunderheiler, Weltverbesserer? Knapp drei Jahre ist Jesus von Nazareth schon mit Seinen J\u00fcngern haupts\u00e4chlich im Gebiet des Sees Genezareth unterwegs. ER predigt, heilt Kranke, tut Wunder speist Tausende, ruft Tote ins Leben zur\u00fcck und hat intensive Lebensgemeinschaft mit Seinen J\u00fcngern. Doch noch immer sind sie sich nicht dar\u00fcber im Klaren, wer dieser Jesus eigentlich wirklich ist. Bei der Stillung des Sturmes auf dem See Genezareth fragen sie v\u00f6llig \u00fcberrascht: &#8222;Wer ist der? Auch Wind und Meer sind ihm gehorsam&#8220;. (Mk 4,41b)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wenige Verse vor unserem Bericht h\u00e4lt Jesus Seinen J\u00fcngern vor:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Versteht ihr immer noch nichts? Begreift ihr denn gar nichts? Seid ihr genauso verstockt wie die andern? Ihr habt doch Augen, warum seht ihr nicht?\u00a0 Ihr habt doch Ohren warum h\u00f6rt ihr nicht? Erinnert ihr euch nicht daran, wie ich die f\u00fcnf Brote unter f\u00fcnftausend Menschen ausgeteilt habe?&#8220; (Mk 8,17-19a)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist die Situation in der Jesus mit Seinen J\u00fcngern nach Betsaida kommt, dem Heimatdorf von Simon Petrus, seinem Bruder Andreas und von Philippus. Es liegt schr\u00e4g gegen\u00fcber von Kapernaum am See Genezareth. Kaum sind sie dort eingetroffen, kommen ihnen einige Menschen entgegen und bringen IHM einen Blinden. Sie bitten Jesus, da\u00df ER ihn anr\u00fchre, in der Hoffnung und dem Vertrauen, da\u00df ER ihn heilen werde. Sie hatten schon manches von Jesus geh\u00f6rt und miterlebt, denn ER war schon mehrfach in Betsaida und hat dort Wunder getan. Wohl dem, der gute Freunde hat, die ihn einladen und mitnehmen und zu Jesus bringen, damit ER dem Betreffenden hilft und ihn zurechtbringt. Haben wir solche Freunde, die uns in Not mitnehmen und zu Jesus f\u00fchren oder sind wir selbst solche, die andere zu Jesus f\u00fchren?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle warten jetzt gespannt, wie Jesus reagiert und was ER tut. ER handelt ganz anders als sonst, nicht sofort und nicht hier vor allen Leuten. Nein, ER nimmt den Blinden an die Hand und f\u00fchrt ihn hinaus aus dem Dorf, denn Jesus ist ein Mann der Tat und will hier und jetzt keinen spektakul\u00e4ren Auftritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort also, vor dem Dorf, tut ER Speichel auf die Augen des Blinden und legt ihm Seine H\u00e4nde auf. Und wie ein guter Arzt erkundigt ER sich direkt, ob Seine Behandlung Wirkung zeigt und fragt ihn: &#8222;Siehst du etwas?&#8220; Die Art und Weise, wie Jesus hier fragt, l\u00e4\u00dft darauf schlie\u00dfen, da\u00df ER noch keine vollst\u00e4ndige Heilung des Blinden erwartet. Und so ist es auch. Der eben noch Blinde hebt ganz sch\u00fcchtern seinen Kopf und sagt: &#8222;Ich sehe Menschen; sie sehen aus wie wandelnde B\u00e4ume.&#8220; Er war wohl nicht von Geburt aus blind, deshalb kennt er den Anblick von Menschen aus der Erinnerung. Nun legt Jesus ihm erneut die H\u00e4nde auf die Augen. Danach blickt der Mann wieder auf und &#8211;\u00a0 ist geheilt. Er kann jetzt alles ganz deutlich erkennen.&#8220; Jesus hat ihn aus der Dunkelheit, aus der Orientierungslosigkeit, aus seiner Hilflosigkeit und Armut, herausgeholt und ihm den klaren Blick geschenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, das Leben des Geheilten wird auf eine v\u00f6llig neue Basis gestellt und er erh\u00e4lt eine neue Lebensperspektive.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es w\u00e4re jetzt zu erwarten, da\u00df der Geheilte sofort ins Dorf gehen und dort zur Ehre Gottes seine Heilung bekannt machen soll. Aber nein. Jesus will nicht als Wunderheiler die Menschen anziehen. Deshalb will ER das Geheimnis Seiner Identit\u00e4t, n\u00e4mlich wer ER wirklich ist,\u00a0 noch nicht \u00f6ffentlich l\u00fcften, das erfolgt erst in Jerusalem. Seine Stunde ist hier noch nicht gekommen. Deshalb schickt ER den Geheilten nach Hause und sch\u00e4rft ihm ein: &#8222;Geh nicht hinein in das Dorf!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dieser Heilung des Blinden von Betsaida geht nach dem Evangelisten Markus Jesu Wirken in Galil\u00e4a zu Ende. Jetzt wendet ER sich nach Jerusalem, um dort Sein Werk zur Rettung der Menschheit zu vollenden. Aber bisher hat noch niemand wirklich begriffen, wer dieser Jesus ist, vor allem Seine J\u00fcnger noch nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Was will diese Geschichte sagen? <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht hier nicht nur um eine weiteres Wunder einer Blindenheilung. Das Handeln Jesu an dem Blinden \u00fcbersteigt die Bedeutung der k\u00f6rperlichen Heilung f\u00fcr diesen einzelnen Blinden. Sie hat einen dar\u00fcber hinausgehenden tieferen, geistlichen Sinn:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist n\u00e4mlich das klare Zeichen, da\u00df mit diesem Jesus von Nazareth die messianische Heilszeit angebrochen ist. Jesus ist gekommen, alle Menschen wieder zurechtzubringen und ihnen die geistliche Blindheit zu nehmen, die sie daran hindert, Gott und Seinen Messias zu erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Blind nennt die Bibel Menschen, die mit sehenden Augen nicht sehen und erkennen, was sie eigentlich sehen und erkennen sollten: Gottes Allmacht und Jesu Gr\u00f6\u00dfe. (vgl. Mt 13,13)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb schilt Jesus die Pharis\u00e4er und nennt sie blinde Blindenf\u00fchrer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl sie alle die Weissagungen der Propheten kennen, da\u00df, wenn der von allen erwartete Messias kommen wird: &#8222;Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben ge\u00f6ffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken.&#8220; (Jes 35,5-6a)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das alles ist vor aller Augen dort in Galil\u00e4a geschehen. Diese Zeichen und manche andere hat Jesus vielfach dort gewirkt. Aber die einen wollten nur Seine Wunder erleben und die anderen, Pharis\u00e4er und Schriftgelehrte, wurden Seine Feinde und trachteten IHM nach dem Leben. Sie alle erkannten nicht, da\u00df die Wunder, die Jesus tat, deutliche Zeichen und Signale der anbrechenden messianischen Heilszeit sind. Ja, mit diesen Wunderzeichen k\u00fcndigt sich das Heil der Welt an und beginnt sich in Jesus zu verwirklichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch Seine J\u00fcnger, mu\u00df Jesus noch unmittelbar vor der Blindheilung ernsthaft ermahnen: &#8222;Ihr habt doch Augen, warum seht ihr nicht? Ihr habt doch Ohren, warum h\u00f6rt ihr nicht? Erinnert ihr euch nicht daran, wie ich die f\u00fcnf Brote unter f\u00fcnftausend Menschen ausgeteilt habe? Wie viele K\u00f6rbe mit Resten habt ihr da eingesammelt?\u00ab \u00bbZw\u00f6lf\u00ab, sagten sie. \u00bbUnd als ich die sieben Brote unter viertausend Menschen ausgeteilt habe, wie viele K\u00f6rbe mit Resten waren es da?\u00ab \u00bbSieben\u00ab, antworteten sie; und Jesus sagte: \u00bbBegreift ihr denn immer noch nichts?\u00ab (Mk 8, 17-21) Und direkt im Anschlu\u00df daran heilt ER diesen Blinden aus Betsaida. Denn bevor sich Jesus auf Seine letzte und schwerste Wegstrecke, nach Jerusalem, aufmacht, will ER, da\u00df wenigstens Seine J\u00fcnger endlich begreifen und erkennen, wer ER wirklich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Der Blinde \u2013 ein Urbild<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Blinde von Betsaida ist das Urbild des blinden J\u00fcngers, dem Jesus die Augen \u00f6ffnen mu\u00df. Das kann nur durch ein Wunder geschehen. Und das geschieht, wie bei dem Blinden schrittweise. Dieses Lehrst\u00fcck scheint seine Wirkung bei den J\u00fcngern nicht verfehlt zu haben. Sie beginnen, durch das Wirken des Heiligen Geistes, zu begreifen, was Jesus ihnen durch die Blindenheilung vor Augen stellen wollte. Denn als Jesus unmittelbar nach diesem Heilungswunder weiter in Richtung C\u00e4sarea Philippi zieht, fragt ER seine J\u00fcnger unterwegs: &#8222;Wer, sagen die Leute, dass ich sei?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie antworteten ihm: Einige sagen, du seist Johannes der T\u00e4ufer; einige sagen, du seist Elia; andere, du seist einer der Propheten. Und er fragte sie: Ihr aber, wer, sagt ihr, dass ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: &#8222;Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!&#8220;(vgl. Mk 8,27-30 oder Mt 16,13-16)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Endlich m\u00f6chte man sagen! Die J\u00fcnger kennen Jesus nun schon seit fast drei Jahren und haben jetzt erst erkannt, da\u00df ER der Sohn Gottes ist. Doch, wie bei dem Blinden, erfolgt auch bei ihnen die \u00d6ffnung ihrer Augen nur schrittweise. Sie erkennen IHN jetzt zum Teil aber doch noch nicht wirklich, denn sie haben ein falsches, verschwommenes Bild von dem Messias. Denn Sein stellvertretendes Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha und Seine Auferstehung erkennen und begreifen sie erst nach Jesu Auferstehung. Ja eigentlich so richtig erst durch die Ausgie\u00dfung des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Da haben sie endlich erkannt, wer dieser Jesus wirklich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Was hat diese Geschichte mit uns heute zu tun?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind doch nicht blind und k\u00f6nnen alle noch mehr oder weniger gut sehen? Das mag wohl f\u00fcr unsere nat\u00fcrlichen organischen Augen gelten. Aber &#8222;ein h\u00f6rendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.&#8220; (Spr 20,12). Deshalb\u00a0 ist Jesus gekommen, allen Menschen, auch uns hier in Raderthal, die inneren Augen des Herzens zu \u00f6ffnen und die geistliche Blindheit zu nehmen, damit wir die Wahrheit erkennen, wer ER in Wirklichkeit ist und was ER f\u00fcr uns getan hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber warum sagt die Bibel, da\u00df wir blind seien, wenn Gott uns doch als voll funktionsf\u00e4hig geschaffen hat? Woher kommt diese Blindheit\u00a0 denn dann? Es hat mit der Trennung von Gott zu tun. Beim S\u00fcndenfall im Paradies verf\u00fchrte der Teufel das erste Menschenpaar zum Ungehorsam gegen\u00fcber Gott und versprach ihnen: &#8222;Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott wei\u00df: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und b\u00f6se ist.&#8220; (1. Mo 3,5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seither sind wir Menschen dieser Welt von Gott getrennt und blind f\u00fcr geistliche Dinge, blind f\u00fcr das Evangelium. Dieses frohmachende Rettungsangebot von Jesus Christus\u00a0 gef\u00e4llt dem Widersacher Gottes gar nicht und er versucht mit allen Mitteln zu verhindern, da\u00df wir diese Wahrheit erkennen und h\u00e4lt uns blind f\u00fcr das Evangelium, diese einmalige Rettungsbotschaft.\u00a0 Er will nicht, da\u00df wir Menschen in Jesus unseren Retter finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist keine Spekulation, wie Viele es heutzutage meinen, sondern klare biblische Aussage. Der Apostel Paulus best\u00e4tigt das in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth, wenn er schreibt: &#8222;Der Satan, der Herrscher dieser Welt, hat sie mit Blindheit geschlagen, soda\u00df sie der Guten Nachricht nicht glauben.&#8220; (2. Kor 4,4 GNB) Und Martin Luther schreibt dazu: &#8222;Denn der Satan wei\u00df wohl, da\u00df er, wenn der Mensch sein Elend (d.h. seine Verlorenheit) erkennen w\u00fcrde, keinen in seinem Reich behalten k\u00f6nnte.&#8220; Dieses &#8218;Blindmachen&#8216; gelingt ihm leider so gut, da\u00df der nat\u00fcrliche Mensch die Gute Nachricht, das einzigartige und einzige Rettungsangebot von Jesus Christus, nicht erkennt, f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig, ja oft sogar f\u00fcr eine Torheit h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war \u00fcbrigens auch bei dem hochgebildeten und theologisch geschulten Paulus nicht anders. Auch er hielt das Evangelium, die Gute Nachricht von dem Rettungsangebot durch Jesus Christus, f\u00fcr eine gef\u00e4hrliche Torheit. Bis Jesus, der auferstandene HERR, ihm vor Damaskus, als das Licht der Welt, in den Weg tritt, ihm die Augen \u00f6ffnet und ihm dann den wundervollen Auftrag gibt: Ich sende dich unter die Nationen. &#8222;Du sollst ihnen die Augen \u00f6ffnen, damit sie sich von der Finsternis dem Licht zuwenden und aus der Herrschaft des Satans zu Gott kommen. Dann werde ich ihnen die S\u00fcnden vergeben, und weil sie an mich glauben, haben sie einen Platz unter denen, die zu mir geh\u00f6ren.&#8220; (Apg 26,18 Hoffnung f\u00fcr alle)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist doch die wunderbare Botschaft des Evangeliums: Jesus ist der Retter. ER will auch unser ganz pers\u00f6nlicher Retter sein, und auch uns die Augen \u00f6ffnen, damit wir erkennen, da\u00df wir von Natur aus blind sind, bis wir durch den Heiligen Geist von neuem geboren werden, wie Jesus es im Gespr\u00e4ch mit Nikodemus selbst ausdr\u00fcckt: &#8222;Ich sage dir, da\u00df jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. (Joh 3,5)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Paulus erl\u00e4utert das in seinem Brief an die Gemeinde in Korinth: Denn &#8222;Ein Mensch, der Gottes Geist nicht hat, lehnt ab, was von Gottes Geist kommt; er h\u00e4lt es f\u00fcr Unsinn und ist nicht in der Lage, es zu verstehen, weil ihm ohne den Geist Gottes das n\u00f6tige Urteilsverm\u00f6gen fehlt.&#8220; (1.Kor 2,14 NG\u00dc) Und niemand kann sagen: \u00bbJesus ist der Herr!\u00ab, es sei denn, er wird vom Heiligen Geist geleitet. (1. Kor 12,3)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer aber nicht t\u00e4glich neu vom Geist Gottes und seinem Wort geleitet wird, der verliert leicht die Orientierung und droht vom Zeitgeist eingenebelt und f\u00fcr das klare Evangelium mehr und mehr blind zu werden. Genau das erleben wir zur Zeit hautnah. In den letzten Jahrzehnten macht sich bei uns in Europa eine zunehmende geistliche Blindheit bemerkbar. Das f\u00fchrt zu immer gravierenderer Orientierungslosigkeit auf allen Gebieten: In der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Erziehungs-, Familien- und Schulpolitik und, besonders schmerzhaft, in unserer Evangelischen Kirche. Denken wir nur an die unbiblischen \u00c4u\u00dferungen und offiziellen Verlautbarungen der Kirche und das neueste EKD-Papier zum Thema Ehe und Familie, das eher eine Des-Orientierung ist statt einer Orientierungshilfe. Das kommt dabei heraus, wenn die Kirche sich vom Zeit-Geist verblenden l\u00e4sst und meint, sich immer der neuesten Entwicklung anpassen zu m\u00fcssen, statt ihrem g\u00f6ttlichen Auftrag treu zu bleiben und einer immer gottloseren Welt die klare Botschaft von der Rettung durch Jesus Christus zu verk\u00fcndigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gef\u00e4hrlichste Krankheit auf dieser Welt ist die Blindheit f\u00fcr die g\u00f6ttliche Wahrheit: Wahr ist, da\u00df jeder Mensch nach seinem Tod vor Gottes Gericht gestellt wird. Wahr, und damit die beste Botschaft der Welt, ist aber auch, da\u00df Jesus Christus uns vor diesem Gericht und dem ewigen Tod retten will. ER und nur ER alleine kann und will uns retten und mit Gott vers\u00f6hnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Blinde von Betsaida wu\u00dfte um seine Blindheit und sehnte sich danach, da\u00df ihm die Augen ge\u00f6ffnet w\u00fcrden. Die meisten Menschen heute dagegen erkennen ihre geistliche Blindheit nicht. Sie sehen nicht, da\u00df sie so, wie sie sind, d.h. ohne Jesus, rettungslos verloren sind. Sie meinen, alles sei o.k. und sind deshalb nicht interessiert an dem Rettungsangebot durch Jesus Christus und drohen deshalb auf ewig verloren zu gehen. (vgl. Joh 3,16) Das Traurigste ist, wenn Menschen auf dem Weg in den ewigen Tod ihren Retter nicht finden und erkennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb ist es so dringend not-wendig (d.h. die Not wendend) da\u00df Jesus uns alle von dieser geistlichen Blindheit heilt und uns die blinden Augen \u00f6ffnet, damit wir IHN nicht nur f\u00fcr einen guten Menschen, Vorbild, Sozialreformer und Wunderheiler halten, sondern damit wir erkennen, wer ER in Wirklichkeit ist: Der Sohn des lebendigen Gottes, der uns verlorene blinde Menschen so sehr liebt, da\u00df ER Sein Leben am Kreuz von Golgatha f\u00fcr uns opfert, damit wir nicht verloren gehen, sondern in Ewigkeit mit IHM in Seiner himmlischen Herrlichkeit leben d\u00fcrfen. M\u00f6chte Jesus, der auferstandene HERR, uns f\u00fcr diese Seine unendliche Liebe und Barmherzigkeit die Augen und das Herz \u00f6ffnen. Und m\u00f6chten wir uns Jesus zuwenden und IHM unser Leben ganz anvertrauen. Dann wird ER uns an Sein ewiges Ziel f\u00fchren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber Markus 8,22-26 Das Evangelium nach Markus hat einen dramatischen Aufbau. Der Spannungsbogen erstreckt sich vom Beginn des \u00f6ffentlichen Wirkens Jesu in Galil\u00e4a mit all den Wundern, \u00fcber die Verkl\u00e4rung Jesu, Seine Leidensank\u00fcndigung und Seinen Einzug in Jerusalem und reicht \u00fcber Proze\u00df, Kreuzigung, Tod bis zur Auferstehung am Ostermorgen. 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