{"id":9886,"date":"2013-08-19T16:40:10","date_gmt":"2013-08-19T14:40:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9886"},"modified":"2013-08-19T16:40:10","modified_gmt":"2013-08-19T14:40:10","slug":"achtung-ihr-rauber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9886","title":{"rendered":"Achtung, ihr R\u00e4uber!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Predigt \u00fcber Jeremia 7,1-11<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebe Zuh\u00f6rer, von einer R\u00e4uberh\u00f6hle spricht der Prophet. Das weckt Kindheitserinnerungen an R\u00e4ubergeschichten. Bestimmt brechen heute einige Familien nach Wolframs-Eschenbach auf zum R\u00e4uber-Hotzenplotz-Fest: Spiel und Spa\u00df mit Hotzenplotz pers\u00f6nlich, Wachtmeister Dimpfelmoser und Zauberer Zwackelmann an den Originaldrehorten des entsprechenden Films! Na, den Kerl muss man doch mal aus der N\u00e4he betrachten, der es wagte, die Kaffeem\u00fchle der Gro\u00dfmutter zu rauben und den Seppel in seiner R\u00e4uberh\u00f6hle gefangenzuhalten!<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte sich ein \u00e4lter gewordenes Kind dar\u00fcber beschweren, dass es den Hotzenplotz in echt nie gegeben hat, dann empfiehlt sich eher ein Ausflug zur W\u00fclzburg oberhalb von Wei\u00dfenburg. Sie diente als Untersuchungsgef\u00e4ngnis f\u00fcr die Mitglieder der Gro\u00dfen Fr\u00e4nkischen Diebes- und R\u00e4uberbande im Jahr 1798. Zu ihr geh\u00f6rten um die 180 Mitglieder. Von einer Zentrale in F\u00fcrth und von vielen Schlupfl\u00f6chern in Franken aus f\u00fchrte die Bande Diebst\u00e4hle und \u00dcberf\u00e4lle durch. Z.B. klaute sie dem Bamberger Weihbischof 12000 Gulden und den Bischofsstab. Einer der Ganoven, den man erwischte, gab die Namen der andern preis. So wanderten die echten Hotzenplotze hinter Gitter, ein R\u00e4delsf\u00fchrer endete in Amberg am Galgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch das Jud\u00e4a der 50er Jahre nach Christus wurde von vielen R\u00e4ubern unsicher gemacht, berichtet Josephus, der j\u00fcdische Geschichtsschreiber. Allerdings war die Kriminalit\u00e4t der Sikarier politisch motiviert. Mit dem Dolch im Gewande mischten sie sich unter die Menge der Festbesucher in Jerusalem und stachen ihre Feinde nieder oder auch Opfer von Auftragsmorden. Sogar im Tempel, schreibt Josephus entsetzt. \u201eDeshalb hat auch Gott, wie ich glaube, im Zorn \u00fcber solche Greuel seine Hand von Jerusalem weggezogen und, weil er den Tempel nicht mehr als unbefleckte Wohnst\u00e4tte anerkannte, die R\u00f6mer gegen uns herangef\u00fchrt, und uns mit Weib und Kind der Sklaverei preisgegeben, um uns durch Ungl\u00fcck zur Erkenntnis unserer Schuld zu bringen.\u201c So deutet Josephus den j\u00fcdisch-r\u00f6mischen Krieg, der im Jahr 70 nicht nur den Tempel platt machte, sondern auch Israel f\u00fcr 2000 Jahre von der Landkarte l\u00f6schte. So schlimm kann das ausgehen, wenn Gott durchgreift in einem Volk mit R\u00e4ubermentalit\u00e4t!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Gericht Gottes \u00fcber die, die sich gewisserma\u00dfen auff\u00fchren wie die R\u00e4uber, warnt Jeremia in seiner Tempelrede. Gut 100 Jahre nach seinem Auftritt schleifen die Babylonier die Stadt samt Heiligtum. H\u00e4tte das Unheil vermieden werden k\u00f6nnen? Kann man Strafma\u00dfnahmen Gottes in der Geschichte aufhalten? Ja, muss man von der Tempelrede Jeremias her antworten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihre Botschaft lautet, wenn man sie mal in R\u00e4ubersprache ausdr\u00fccken will:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>1.\u00c4ndert euer R\u00e4uberleben!<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeremia predigt am Tempeltor, dem \u00f6ffentlichen Platz, an dem jeder Tempelbesucher vorbeikommt: \u201eBessert euer Leben und Tun!\u201c \u201eMacht gut eure Wege und eure Taten!\u201c Moment Mal! Soll das hei\u00dfen, dass es etwas auszusetzen gibt am Eifer der regelm\u00e4\u00dfigen Gottesdienstbesucher? Soll daran etwas nicht gut sein, am Tempel sein Opfer darzubringen und sein Gebet zu verrichten? J\u00fcdische Tempelfr\u00f6mmigkeit sollte gebessert oder ganz ver\u00e4ndert werden m\u00fcssen? Das geht dem Juden durch Mark und Bein. Das muss den gl\u00fchenden Liebhaber des Gotteshauses auf die Palme bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeremia wei\u00df, dass er in ein Wespennest sticht. Er wiederholt seinen Aufruf noch intensiver: \u201eBessert euer Leben und euer Tun!\u201c \u201eMacht eure Wege und eure Taten wirklich und gr\u00fcndlich gut!\u201c Das bedeutet: die Lebensorientierung ist nicht gut, mit der Lebenspraxis sieht es schlecht aus. Ursache allen \u00dcbels: \u201eIhr opfert dem Baal und lauft fremden G\u00f6ttern nach.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht lange zuvor hatte K\u00f6nig Josia die Statuen der Kanaan-G\u00f6tter aus dem Tempel tragen und die Alt\u00e4re f\u00fcr Baal und Astarte landesweit abrei\u00dfen lassen. Scheint nicht lange das Feld beherrscht zu haben, jene Reformation in Israel mit ihrer klaren Absage an alle Mischreligion. Die Naturg\u00f6tter sind schon wieder zur\u00fcck: der Kult ums Wetter, um die Fruchtbarkeit, um die Sch\u00f6nheit \u2013 das ist doch das Wichtigste, daf\u00fcr muss man etwas opfern! Als ob der Sch\u00f6pfer von Himmel und Erde sich nicht sorgen k\u00f6nnte und sorgen wollte um das Klima, die Landwirtschaft, die Gesundheit und die Liebe. Als ob selbstgebastelte Hilfsg\u00f6tter dazu etwas beitragen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zusatzg\u00f6tter verstellen den Blick auf den wahren Gott und sofort auch auf seine klare Lebensordnung. Die verwirrten Herzen werden korrupt, die desorientierten Gl\u00e4ubigen werden gewissenlos. \u201eIhr seid Diebe, M\u00f6rder, Ehebrecher und Meineidige\u201c, h\u00e4lt Jeremia den Tempelbesuchern vor. Starker Tobak! Offenbar bereichert man sich auf Kosten anderer beim unfairen Gesch\u00e4ft und bei raffinierter Erbschleicherei. Offenbar schaltet man gef\u00e4hrliche Konkurrenten notfalls per Auftragsmord aus und beutet Schw\u00e4chere unter Gewaltanwendung aus: Ausl\u00e4nder, Waisen und Witwen, die sich kaum wehren k\u00f6nnen. Offenbar sieht man das mit der ehelichen Treue nicht so eng und ben\u00fctzt vielleicht junge Hausangestellte zur Lustbefriedigung. Offenbar biegt man die Wahrheit zum eigenen Vorteil zurecht bei der Gerichtsverhandlung und bei der Wahl zum Mitglied des Hohen Rates. Wenn das wahr ist! Was der Prophet mit wachem Blick selbst beobachtet. Was einer \u00fcber ihm bis ins Letzte durchschaut, der ausrichten l\u00e4sst: \u201eSiehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR\u201c. Dann, dann gleichen diese flei\u00dfigen Gottesdienstbesucher fast einer R\u00e4uberbande!? So gewissenlos, so eigens\u00fcchtig, und so perfekt getarnt, so heuchlerisch!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist es ja, was uns Zeitgenossen, die sich von Kirche und Glaube distanzieren, als Standardvorwurf um die Ohren hauen: \u201eIhr lauft zum Gottesdienst und lebt nachher ganz anders!\u201c K\u00f6nnte es sein, dass in dieser Anklage nicht nur ein K\u00f6rnchen, sondern ein Pfund Wahrheit steckt? Ruhigen Gewissens k\u00f6nnen wir feststellen, dass Gott uns davor bewahrt hat, im Wortsinne zu Dieben, M\u00f6rdern, Ehebrechern und Meineidigen zu werden. Gott sei unendlich Dank daf\u00fcr! Doch wir haben die Bergpredigt im Ohr, in der Jesus uns aufdeckt, dass unsere Herzen immer auf denselben schiefen Ebenen ins Rutschen geraten. Wir morden nicht, aber unsere Gedanken sind manchmal feindlich und t\u00f6dlich. Wir achten die Ehe und die Ehelosigkeit, aber unsere Gedanken erlauben sich Treulosigkeit. Wir stehlen nicht, aber wir graben andern das Wasser ab und raffen Vorteile an uns. Wir l\u00fcgen nicht, aber wir verschweigen, was auch zur Wahrheit geh\u00f6rt und was dem Frieden dienen k\u00f6nnte. \u201eBessert euer Leben und Tun\u201c, ihr Lieben, l\u00e4sst uns Jesus, unser Lehrer, ausrichten. \u201eMacht gut eure Wege und eure Taten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd sagt nicht, dass Besserung und Ver\u00e4nderung bei Gl\u00e4ubigen nicht m\u00f6glich sei.\u201c Wenn sie doch sogar bei Ungl\u00e4ubigen m\u00f6glich ist. Z.B. bei Herrn Szabo, der in den 90er Jahren aus Wut gegen die Banker, die ihm f\u00fcr seine gef\u00e4hrdete Firma keine Kredite gaben, sieben bewaffnete Raub\u00fcberf\u00e4lle auf Banken in der Schweiz ver\u00fcbte. Im Gef\u00e4ngnis konfrontierte ihn die Therapeutin mit seinen Taten. Sie hinterfragte seine Selbstrechtfertigung. Herr Szabo begann zu bereuen, zu beten, um Entschuldigung zu bitten. Heute steht er Jugendlichen bei, die in eine kriminelle Karriere hineinzuschlittern drohen. Wunderbare Besserung und Lebensverwandlung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie beginnt bei uns, wenn wir heute einen konkreten, wunden Punkt im Gebet bedenken und Gott um einen echten Neustart bitten. Um das schneidende und heilende Ber\u00fchrtwerden von der Botschaft: \u00c4ndert euer R\u00e4uberleben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>2. Gebt eure R\u00e4ubersicherheit auf!<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeremia sorgt mit seiner Rede f\u00fcr einen Skandal im Tempelbezirk. W\u00fctende Zuh\u00f6rer zeigen den Ihr-seid-Diebe-und-M\u00f6rder-Prediger an. Die Priester lassen den Ruhest\u00f6rer festnehmen. \u201eDu musst sterben\u201c, giftet man ihn an. Das ist die Mehrheitsmeinung. Woher die Wut? Warum gleich die Todesstrafe? Offenbar trifft Jeremias Aufdeckung eines Doppellebens im Gottesdienst und im Alltag ins Schwarze. Auch wenn es die Ankl\u00e4ger nie zugeben w\u00fcrden: sie schlagen so heftig zur\u00fcck, weil Jeremia recht hat. Irgendwo tief innen erkennen sie selbst ihr unaufrichtiges Doppelspiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die ordinierten Prediger am Tempel erkennen m\u00f6glicherweise die Einseitigkeit ihrer Verk\u00fcndigung, die immer nur die Gegenwart und Freundlichkeit Gottes am heiligen Ort zusagt. Jeremia greift die stereotype Gott-ist-immer-gut-Predigt an: \u201eVerlasst euch nicht auf L\u00fcgenworte, wenn sie sagen: Hier ist des HERRN Tempel, hier ist des HERRN Tempel, hier ist Jahwes Tempel.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicher: hier ist der spezielle Ort, der K\u00f6nig David durch einen Engel gezeigt wurde. Hier ist die besondere Hausadresse Gottes auf Erden, die er im 5. Mosebuch als einzigen Platz f\u00fcr Israels Opfergottesdienst ank\u00fcndigte. Aber gerade deshalb doch kein Zufluchtsort f\u00fcr die scheinbar Frommen, die den Gesch\u00e4ftspartner austricksen und die alleinstehende Frau ausbeuten. Gottes Haus wird auf diese Weise geradezu zu einem R\u00e4ubernest gemacht: n\u00e4mlich zu einem Bergungsort f\u00fcr Diebe, M\u00f6rder und L\u00fcgner. Raffen, Gewalt anwenden, Hintergehen, Schummeln \u2013 \u201eund dann kommt ihr und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind geborgen \u2013 und tut weiter solche Greuel\u201c. Gottes eigene Rede deckt einen falschen Glauben an Geborgenheit auf. An ein Angenommenwerden bei Gott ohne Reue. An einen Gott, der blindlings die B\u00f6swilligen segnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHaltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, f\u00fcr eine R\u00e4uberh\u00f6hle?\u201c Mit Gott als dem Oberr\u00e4uber und v\u00e4terlichen Besch\u00fctzer eines Volkes mit r\u00e4uberischen Qualit\u00e4ten? Nein, wer so denkt, kennt den Namen Jahwe nicht. Wer sich so in Sicherheit wiegt, wei\u00df nicht, wer Gott ist. Wer meint, so viel Dreistigkeit bliebe ohne Folgen, hat sich ein grundfalsches Gottesbild zurechtgeschustert. Sieh dir das Heiligtum Silo in Nordisrael an: schon l\u00e4ngst in Blut und Feuer untergegangen. So wird der gl\u00e4nzende Tempelbau hier in Blut und Feuer untergehen: die R\u00e4uberh\u00f6hle, die nichts anderes verdient hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz dieser Gerichtsandrohung gelingt es der Jeremiapredigt nicht, der gro\u00dfen Mehrheit eine r\u00e4uberm\u00e4\u00dfige Sicherheit ohne Einsicht und Umkehr auszutreiben. Ist die falsche Sicherheit Gott gegen\u00fcber erst einmal in die K\u00f6pfe eingesickert, l\u00e4sst sie sich nur schwer wieder herauskriegen. \u201eIch bin doch getauft, Herr Pfarrer, was reden sie denn von Bekehrung?\u201c \u201eIch bin ein ehrlicher B\u00fcrger, aber das Finanzamt muss nicht alles wissen.\u201c \u201eIch bin f\u00fcr die N\u00e4chstenliebe, aber meine geschiedene Frau mit den Kindern soll gef\u00e4lligst selbst ihren Unterhalt verdienen.\u201c Gott wird schon Verst\u00e4ndnis haben. Gott ist locker-liberal. Gott ist doch der Immer-liebe-Gott. Nein, ist er nicht. Diese Vorstellung ist das moderne G\u00f6tzenbild, das in die Kirche eingeschleppt wird. Gezielt eingeschleppt von einer falschen Theologie. \u201eVerlasst euch nicht auf L\u00fcgenworte, wenn sie sagen\u201c: \u201eHier ist die wahre Kirche, die freie Kirche, die zeitgem\u00e4\u00dfe Kirche. Hier ist die Kirche, die die Gebote auch mal \u00e4ndern und anpassen kann, so dass Gottesl\u00e4sterung kein Problem mehr ist, die Eltern nicht mehr so wichtig und die Ehe zwischen Mann und Mann normal. Hier ist die Kirche, die niemanden ein schlechtes Gewissen macht und keinem mehr mit einer \u00fcberholten Vorstellung von einem Gericht Gottes droht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einspruch: \u201eVerlasst euch nicht auf L\u00fcgenworte\u201c! Verlasst euch nicht auf eine konstruierte Theologie, die es jedem recht machen will! Meint nicht, man k\u00f6nne ohne Reue und Umkehr bei Gott zuhause sein! Gebt eure R\u00e4ubersicherheit auf!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3. Ich \u00fcberwinde eure R\u00e4uberverlorenheit.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Zusage Gottes leuchtet aus der Bu\u00dfpredigt Jeremias heraus. \u201eBessert euer Leben und euer Tun, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort.\u201c Gott will nicht nur mahnen. Gott will keine Gerichtszeit mit Tempelzerst\u00f6rung heraufbeschw\u00f6ren. Gott will eigentlich eine WG, eine Wohngemeinschaft mit seinem geliebten Volk. Gott will mitmischen im Gottesdienst, in dem die Psalmen zu seiner Ehre gesungen werden. Er will mitgehen im Alltag, in dem er Kraft zum Wasserholen, Pfl\u00fcgen und Erziehen gibt. Die Zusage wird in verst\u00e4rkter Form wiederholt: \u201eSo will ich immer und ewig bei euch wohnen an diesem Ort.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das hat ja nicht wirklich funktioniert, wenn der Tempel ein erstes Mal 587 vor Christus und ein zweites Mal 70 nach Christus zerst\u00f6rt wurde, oder? Nein, hat nicht wirklich funktioniert. Die Anbeter des Gottes Israels fielen immer wieder in alte Verhaltensmuster zur\u00fcck. Die Wohn- und Lebensgemeinschaft war f\u00fcr Jahwe, den Herrn, immer wieder zutiefst belastet und gest\u00f6rt. Deshalb machte er sich auf den Weg, um die St\u00f6rungen auszur\u00e4umen. Jesus, der Gottessohn, fegte energisch durch den Tempel und zitierte Gottes Wort: \u201eWie kommt ihr dazu, aus meinem Bethaus eine R\u00e4uberh\u00f6hle zu machen?\u201c Jesus, der Mensch, wurde in Sichtweite des Tempels gekreuzigt, zur S\u00fchnung und Tilgung einer langen Schuldgeschichte. Jesus, der Herr, erkl\u00e4rte seinen J\u00fcngern, dass er einen neuen Tempel baue. Wo zwei oder drei versammelt seien, da sei er mitten unter ihnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt wohnt Gott im Bethelsaal. Jetzt wohnt Gott auf der Hensoltsh\u00f6he. Jetzt wohnt Gott in jedem Weltwinkel, in dem ein Christ seine Bibel liest, niederkniet und um Vergebung seiner S\u00fcnden bittet. Eine dauerhafte Wohn- und Lebensgemeinschaft beginnt, die immer tiefer und sch\u00f6ner wird, bis wir im himmlischen Jerusalem wohnen, gemeinsam mit den zw\u00f6lf St\u00e4mmen Israels, die dann endlich ihren Messias erkannt haben werden. Das Ende einer wahren R\u00e4uberverlorenheit!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie wird gefeiert auch beim Treffen der Indianerh\u00e4uptlinge in Brasilien. Mit bemaltem Oberk\u00f6rper, Federschmuck und stampfendem Tanz singen sie ihre Loblieder: Dynamischer Dank von ganzem Herzen daf\u00fcr, dass die Ahnengeister nicht mehr bei ihnen wohnen. Sondern Jesus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kommt auch durch die Predigt von Jeremia 7 zu uns: \u00c4ndert euer R\u00e4uberleben! Gebt eure R\u00e4ubersicherheit auf! Ich \u00fcberwinde eure R\u00e4uberverlorenheit! Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Dr. Tobias Ei\u00dfler, Gunzenhausen <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>4.8.2013 (10. Sonntag nach Trinitatis)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt \u00fcber Jeremia 7,1-11 Liebe Zuh\u00f6rer, von einer R\u00e4uberh\u00f6hle spricht der Prophet. 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