{"id":9849,"date":"2013-08-11T21:08:08","date_gmt":"2013-08-11T19:08:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9849"},"modified":"2013-08-11T21:08:08","modified_gmt":"2013-08-11T19:08:08","slug":"regenbogenfamilien-eine-messbar-uberschatzte-minderheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9849","title":{"rendered":"Regenbogenfamilien  &#8211; eine messbar \u00fcbersch\u00e4tzte Minderheit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Loblied einer neuen &#8222;Buntheit und Vielfalt&#8220; der Familie zu singen, ist l\u00e4ngst eine Pflicht\u00fcbung der &#8222;Political Correctness&#8220;. Wer nicht mitsingt in diesem Chor, wird als &#8222;Pascha&#8220;, &#8222;Reaktion\u00e4r&#8220; oder gar Schlimmeres denunziert. Besonders suspekt ist politischen Tugendw\u00e4chtern die Skepsis gegen\u00fcber &#8222;Regenbogenfamilien&#8220;. So werden gleichgeschlechtliche Paare mit Kinder genannt, so steht es inzwischen auch im Duden.<!--more--> Diese &#8222;Familien&#8220; weisen nun ihrerseits eine &#8222;Vielfalt von Formen&#8220; auf, wie das Bundesinstitut f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung erl\u00e4utert: Neben den Konstellationen &#8222;Vater-Vater-Kind&#8220; oder &#8222;Mutter-Mutter-Kind&#8220;, sei auch die &#8222;Queer-Familie als Eltern-Triade&#8220; m\u00f6glich. Eine solche &#8222;Queer-Familie&#8220; k\u00f6nne sich z. B. aus einem &#8222;lesbischen Elternpaar mit leiblicher Mutter und sozialer Mutter und Kind sowie externem leiblichen schwulen Vater&#8220; zusammensetzen. Eine andere M\u00f6glichkeit sei die &#8222;Transgender-Konstellation mit leiblichen Eltern und Kind, bei denen ein Elternteil seine Geschlechtsidentit\u00e4t (u.U. mit Geschlechtsumwandlung) ge\u00e4ndert hat&#8220;. Solche &#8222;Familien&#8220; seien mit &#8222;vielschichtigen Problemen [&#8230;] aber auch M\u00f6glichkeiten konfrontiert, ihr Familienleben neu und sehr individuell zu definieren und zu konstruieren&#8220;. Die &#8222;soziale Konstruktion&#8220; dieser Familienbildungsprozesse erfordere es, sie &#8222;wissenschaftlich \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume zu begleiten&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat k\u00f6nnte es ja aufschlussreich sein, die Entwicklung solcher Lebensformen l\u00e4ngerfristig zu beobachten. Nur so lie\u00dfe sich die nach wie vor ungekl\u00e4rte Frage erhellen, ob die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare dem Wohlergehen von Kindern dient &#8211; oder es eher gef\u00e4hrdet. Aber gerade diese rechtspolitisch relevante Frage interessiert die Autoren des Bundesinstituts gar nicht. Schlie\u00dflich wissen sie von vornherein, welchem Ziel diese &#8222;Forschung&#8220; zu dienen hat: Es geht darum, die &#8222;Akzeptanz&#8220; von Regenbogenfamilien in der Bev\u00f6lkerung zu st\u00e4rken. Zugleich soll erforscht werden, inwieweit die gleichgeschlechtlichen Paare flexible &#8222;Rollenmodelle&#8220; verwirklichen. Die &#8222;Regenbogenfamilien&#8220; sollen also den &#8222;Normalfamilien&#8220; als Vorbild dienen, indem sie, so die Hoffnung, die politisch erw\u00fcnschte, egalit\u00e4re Rollenverteilung praktizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche empirische Bedeutung hat diese neue &#8222;Familienform&#8220; in\u00a0 Zahlen? Eher versteckt findet der Leser die Information, dass in Deutschland ganze 7.000 Minderj\u00e4hrige bei gleichgeschlechtlichen Paaren leben. Die Autoren bem\u00fchen sich diese verschwindende Zahl mit dem Hinweis zu relativieren, dass diese Zahl &#8222;untersch\u00e4tzt&#8220; werde. Empirische Belege f\u00fcr diese Behauptung bleiben sie schuldig. Tats\u00e4chlich best\u00e4tigen die j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten Zensusergebnisse, wie selten diese in der Medien\u00f6ffentlichkeit weit \u00fcbersch\u00e4tzte Familienform ist. Im Vergleich zu den acht Millionen Ehepaaren und zweieinhalb Millionen Alleinerziehenden sind sie geradezu eine &#8222;quantit\u00e9 n\u00e9gligeable&#8220;. Zu diesen grundlegenden Fakten schweigen sich die Bev\u00f6lkerungsforscher aber aus. Auch in der Sozialforschung scheint die politische Korrektheit manchmal wichtiger zu sein als die n\u00fcchterne Empirie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zitate aus: Sabine Gr\u00fcndler; Katrin Schiefer: Familienleitbilder unter dem Regenbogen &#8211; Akzeptanz von Regenbogenfamilien in Deutschland, S. 18-24.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Stefan Fuchs<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zu den Zensus-Ergebnissen:<\/em><br \/>\n<em>https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2013\/05\/PD13_188_121.html.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: IDAF, Im Blickpunkt Nr. 2 August 2013<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Loblied einer neuen &#8222;Buntheit und Vielfalt&#8220; der Familie zu singen, ist l\u00e4ngst eine Pflicht\u00fcbung der &#8222;Political Correctness&#8220;. 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