{"id":9674,"date":"2013-06-28T17:14:33","date_gmt":"2013-06-28T15:14:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9674"},"modified":"2013-06-28T22:38:21","modified_gmt":"2013-06-28T20:38:21","slug":"im-licht-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9674","title":{"rendered":"Im Licht leben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>I.\u00a0 Das Leben im Licht hat einen Anfang<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben&#8220; (Joh. 8,12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesen Worten ruft unser Herr Jesus Christus Menschen heraus aus der Nacht der S\u00fcnde und des Todes in sein helles Licht, in seine Gemeinschaft. Das Leben im Licht hat also einen konkreten Anfang. Es beginnt mit dem Ruf Gottes zur Bu\u00dfe und Umkehr. Solange wir diesem Ruf nicht folgen, leben wir in der Finsternis der Gottesferne. &#8222;Ihr wart fr\u00fcher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn&#8220;, schreibt der Apostel Paulus im 5. Kapitel des Epheserbriefes (V.8).\u00a0 Bei Menschen, die im Licht leben gibt es demnach ein Einst und ein Jetzt. Einst Finsternis, jetzt Licht. Da ist etwas Gewaltiges passiert. Gott hat in seiner Gnade in ihr Leben eingriffen und sie zur Umkehr bewegt. Mit seinem Erw\u00e4hlungsruf hat Jesus sie in seine Nachfolge gerufen, und sie haben diesen Ruf geh\u00f6rt und sich f\u00fcr ein Leben in seiner Lichtsnachfolge entschieden. &#8222;Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden&#8220; (2. Kor. 5,17).<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>II. Im Licht leben bedeutet, sich dem Licht v\u00f6llig aussetzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Pr\u00fcft, was dem Herrn wohlgef\u00e4llig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis&#8220; (Eph. 5, 10-11a).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Leben im Licht duldet keine verborgenen S\u00fcnden und G\u00f6tzen. Das Licht (Gottes Wort und Geist)\u00a0 deckt bis in die hintersten Winkel des Herzen alles auf, was vor Gott nicht taugt. Das ist nicht immer angenehm, aber absolut notwendig, wenn wir im Licht leben wollen. Wer seine S\u00fcnden verbergen und verschweigen und nicht ans Licht bringen m\u00f6chte, kann unm\u00f6glich ein Lichtsleben f\u00fchren. Zudem wird ihn sein Gewissen Tag und Nacht qu\u00e4len. &#8222;Als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein t\u00e4gliches Klagen. Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer d\u00fcrre wird&#8220; (Psalm 32, 3.4). Der K\u00f6nig David, von dem dieser Psalm stammt, fand nach seinem Ehebruch und Mord keine Ruhe und keinen Frieden mehr. Gott selbst sorgte daf\u00fcr, dass es so war. Seine Hand lag wie eine Zentnerlast solange auf David, bis er seine Schuld bekannte. Und Gott vergab ihm seine Verfehlungen. Nun konnte David aufatmen und wieder in ungetr\u00fcbter Gemeinschaft mit Gott leben. Wieder im Licht leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Licht leben hei\u00dft also, alles vom Licht aufdecken lassen. Mehr noch: Gott bitten, alles schonungslos aufzudecken.\u00a0 Die Folge ist zun\u00e4chst ein heilsames Erschrecken vor der eigenen S\u00fcndhaftigkeit und Verdorbenheit, dann aber ein tiefer Friede auf Grund der Vergebung und Reinigung in Jesu Blut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>III. Im Licht leben hei\u00dft, der Heiligung nachjagen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Jagt nach der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird&#8220; (Hebr. 12, 14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heilig sind wir, wenn wir durch eine klare Bekehrung\u00a0 zu dem geh\u00f6ren, der allein heilig ist und von dem alle Heiligkeit kommt &#8211; Gott. Jesusleute sind also heilige, d.h. f\u00fcr Gott ausgesonderte Leute. Gott selber erkl\u00e4rt sie um ihrer Christuszugeh\u00f6rigkeit willen f\u00fcr gerecht und heilig. Sie haben ihr Leben Gott auf den Altar gelegt, um ihm ganz zur Verf\u00fcgung zu stehen. Damit aber beginnt bei ihnen ein Prozess, der Prozess der Heiligung. Heiligung meint die Umgestaltung in das Bild Jesu. Kinder des \u00a0Lichts sind darauf angelegt, Jesus immer \u00e4hnlicher zu werden. Sie sollen werden, was sie sind &#8211; heilig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder wie Gerhard Tersteegen es im Lied ausdr\u00fcckt: &#8222;Im Wort, im Werk und allem Wesen sei Jesus und sonst nichts zu lesen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies wird aber nur dann geschehen, wenn wir Jesus \u00fcber alle Bereiche unseres Lebens Herr sein lassen und uns ihm und seinem Wort ganz unterwerfen. Auflehnung gegen ihn und das Wort Gottes blockiert\u00a0 den Heiligungsprozess. Ein schwerwiegendes Problem, dem wir heute bis hinein in fromme Kreise immer h\u00e4ufiger begegnen. \u00a0Da reden die Leute zwar von ihrer Bekehrung und Entscheidung\u00a0 f\u00fcr Jesus, von einer Absage an die S\u00fcnde und die Welt bzw. vom Jagen nach der Heiligung aber oft keine Spur. Anstatt Jesus auf dem schmalen Pfad der Hingabe und des Gehorsams zu folgen, schm\u00fcckt man den eigenen breiten Weg mit ein bisschen &#8222;Jesusfr\u00f6mmigkeit&#8220; aus. Doch das hat mit einem Leben im Licht nichts zu tun. Im Licht leben hei\u00dft, nicht nur H\u00f6rer des Wortes Gottes sein, sondern auch T\u00e4ter. Der Prozess der Heiligung schreitet nur dann voran, wenn die Bibel f\u00fcr uns au\u00dfer Lesebuch auch Lebebuch ist. Gott tut uns seinen heiligen Willen nicht kund, um ihn nur zu wissen und zu kennen, sondern um ihn zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>IV. Das Leben im Licht st\u00f6\u00dft auf Widerstand<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Denn es ist genug, dass ihr die vergangene Zeit zugebracht habt nach heidnischem Willen, als ihr euer Leben f\u00fchrtet in Ausschweifung, Begierden, Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und gr\u00e4ulichem G\u00f6tzendienst. Das befremdet sie, dass ihr euch nicht mehr mit ihnen st\u00fcrzt in dasselbe w\u00fcste, unordentliche Treiben, und sie l\u00e4stern&#8220; (1. Petr.4,3f).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kinder des Lichts leben in einer klaren Angrenzung zur Welt. Christusnachfolge und Weltliebe sind unvereinbare Gegens\u00e4tze. Dabei meint Weltliebe nicht die Freude an hohen Bergen, dem blauen Meer oder der Blumenwiese. Nein, wenn die Bibel von der Welt spricht, der wir uns als Christen nicht gleichstellen d\u00fcrfen (R\u00f6m. 12,2), dann geht es um das gottlose Schema dieser Welt. Die Welt, in der wir leben, ist seit dem S\u00fcndenfall kein Paradies mehr, sondern der Machtbereich Satans und der D\u00e4monen. (Vgl. Joh. 12,31, Eph. 6,12). Deshalb bedeckt Finsternis das Erdreich und Dunkel die V\u00f6lker (Jes. 60,2). Kein Wunder, wenn wir als Kinder des Lichts von der Welt angefeindet werden. Wir passen nicht mehr in die Welt. Wir sind der Welt ein Dorn im Auge, den sie mit allen Mittel zu entfernen sucht. Die Welt hasst Jesus und sie hasst seine treuen Nachfolger. (Vgl. Joh. 15,18).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von daher verstehen wir, warum Anpassung an die Welt und Christusnachfolge unvereinbar sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weltangepasstes Christentum verr\u00e4t einen gewaltigen Mangel an Gottesliebe und Gottesfurcht. Wer sich als Christ der Welt anpasst, missachtet den Willen Gottes. Jesus hat uns nach dem Willen Gottes aus dieser gegenw\u00e4rtigen, b\u00f6sen Welt herausgerissen (Gal. 1,4). Darum ist es eine Missachtung des Willens Gottes, wenn wir mit der Welt noch lieb\u00e4ugeln und uns ihr angleichen, sei es, um dem Druck auszuweichen, sei es, um der Welt zu gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>V. Im Licht leben kraft der Freude am Licht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die Freude am Herrn ist eure St\u00e4rke&#8220; (Neh. 8,10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viel bedeutet uns Jesus? Um diese Frage kommen wir nicht herum, wenn wir \u00fcber das Leben im Licht nachdenken. Im Licht leben hat n\u00e4mlich nichts mit gesetzlicher Anstrengung zu tun, sondern mit der Freude am Licht &#8211; mit der Freude an Jesus.\u00a0 Ist Jesus tats\u00e4chlich mein gr\u00f6\u00dfter Schatz und mein h\u00f6chstes Gut, bin ich frei vom Jagen nach den Freuden und G\u00fctern dieser Welt. Ist Jesus wirklich mein\u00a0 \u00fcber alles geliebter K\u00f6nig, Gott und Herr, \u00a0verlieren andere G\u00f6tter f\u00fcr mich ihren\u00a0 Reiz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist Jesus meine erste Liebe, habe ich Sehnsucht nach Gemeinschaft mit ihm im K\u00e4mmerlein, Freude am Gehorsam und Heimweh nach der oberen Heimat, wo ich ihn von Angesicht schauen und f\u00fcr immer bei ihm sein darf. Ja, an der Frage, wie viel uns Jesus bedeutet, kommen wir nicht vorbei. So im Licht leben, dass \u00a0wir etwas zur Ehre\u00a0 Gottes und zum Segen f\u00fcr andere Menschen werden, k\u00f6nnen wir letztlich nur, wenn wir vom Heiligen Geist erf\u00fcllte Leute sind. Leute,\u00a0 denen der Geist Gottes den Herrn Jesus so gro\u00df machen kann, dass er ihr Ein und Alles ist\u00a0 und sie deshalb nur noch \u00a0\u00a0einen Wunsch haben: Jesus unter allen Umst\u00e4nden zu gefallen. Um nichts anders aber geht es beim Leben im Licht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pfr. Hans-Otto Graser<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I.\u00a0 Das Leben im Licht hat einen Anfang &#8222;Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben&#8220; (Joh. 8,12). 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