{"id":965,"date":"2007-03-01T15:21:48","date_gmt":"2007-03-01T13:21:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=965"},"modified":"2009-09-04T17:40:57","modified_gmt":"2009-09-04T15:40:57","slug":"krebsgeschwur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=965","title":{"rendered":"Krebsgeschw\u00fcr"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Krebsgeschw\u00fcr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man denke sich: Auf der Stirn eines Menschen zeigt sich eine sich rasch vergr\u00f6\u00dfernde Hautver\u00e4nderung. Jeder Fachmann, der das in Augenschein nimmt, erkennt m\u00fchelos, da\u00df sich hier Gef\u00e4hrliches anbahnt und dringender Handlungsbedarf besteht, um eventuell sogar T\u00f6dliches abzuwenden. Aber Behandler und Patient weisen unbek\u00fcmmert besorgten Rat ab, selbst als der Krebs sich voll sichtbar auszubreiten beginnt: Im Gegenteil, so behauptet man im Brustton der \u00dcberzeugung, eine sch\u00f6n gefleckte Haut sei ein wunderbarer Sonnenschutz und gewi\u00df kein Grund zur Sorge, ja, man k\u00f6nne zwecks Angleichung von Gesundem mit dem Kranken sch\u00f6ne Tupfer hinzuf\u00fcgen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So \u00e4hnlich reagiert unser derzeitiges Familienministerium auf die h\u00f6chst bedenkliche Situation, da\u00df die Kinder dieser Generation immer unruhiger, in immer gr\u00f6\u00dferen Zahlen psychisch behandlungsbed\u00fcrftig werden, ja, da\u00df unter den 30- bis 50j\u00e4hrigen die Krankheit Depression unter allen Krankheiten bereits am zweith\u00e4ufigsten auftritt und da\u00df von Jahr zu Jahr der Kinderschwund und die Abtreibungszahlen zunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein erschreckendes Faktum, da\u00df man dort in Berlin eine ganze internationale wissenschaftliche Bibliothek in den Wind schl\u00e4gt, nur um weiter zu behaupten, da\u00df die Babys und Kleinkinder keinen Schaden davon tr\u00fcgen, wenn man sie familienfern unterbringt ja, da\u00df die Aufstockung von Krippen und Kita-Pl\u00e4tzen das richtige Mittel sei, um den schon augenscheinlich sichtbaren Schaden, die bedenklich geminderte Leistungsf\u00e4higkeit der jungen Generation, zu beseitigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das ist eine oberfl\u00e4chliche und zudem unangemessene, gek\u00fcnstelte Therapie! Wodurch sind die Menschen in den Industrienationen in den vergangenen Jahrzehnten immer fragiler, immer anf\u00e4lliger f\u00fcr seelische Erkrankungen geworden? Das lag an Denaturierungsvorg\u00e4ngen unter ideologischer Beimischung, denen vor allem die Kindern an ihrem Lebensanfang in der Zeit, in dem das Gehirn sich konstituiert, nicht gewachsen waren und sind. Hier geht es noch nach strengen Naturgesetzen zu, die, wenn man sich nicht danach richtet, als Stre\u00dfnarben oft sogar lebensl\u00e4nglich im limbischen System des Gehirns erhalten bleiben und f\u00fcr Manifestationen der Dekompensation anf\u00e4llig machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Lebensanfang mu\u00df es bei der Pflege der Babys und Kleinkinder noch urnat\u00fcrlich zugehen! Wenn wir das nicht mehr beachten, geht es unseren Kindern bald nicht viel anders als gefangenen \u00c4ffchen, denen man die M\u00fctter wegscho\u00df. Eine Bibliothek der Zookunde kann uns belegen, wie beeintr\u00e4chtigt diese Tiere selbst bei guter Pflege meist noch im Erwachsenenalter sind. Und jeder Hundebesitzer kann das bei einem zu fr\u00fch erworbenen Welpen an diesem neurotischen K\u00f6ter erleben, wenn der ausgewachsen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das sind nat\u00fcrlich nicht etwa nur ein paar nachdenkenswerte Laienbeobachtungen; ganze Bibliotheken der Tier- und Humanpathologie k\u00f6nnen diese Erfahrungen best\u00e4tigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist die Moderne in den Industrienationen d\u00fcmmer geworden als jedes h\u00f6here S\u00e4ugetier? K\u00f6nnen wir es nicht mehr schaffen, aus den gro\u00dffl\u00e4chig erstellten Erfahrungen zu lernen? Warum schlie\u00dft man immer weiter messerscharf, da\u00df nicht sein kann, was nicht sein darf?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kommt ausgerechnet eine Mutter von sieben Kindern dazu, diese schlichte, jederzeit erfahrbare und sogar wissenschaftlich belegbare Weisheit nicht mehr zu kennen, und statt dessen als B\u00e4ren eine erfolglose sozialistische Ideologie diesem Volk, in dem der Familiensinn und der gesunde Menschenverstand noch nicht ausgestorben ist, als heilendes Programm aufbinden zu wollen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Wirtschaft wird langfristig nur gedeihen k\u00f6nnen, wenn genug junge seelisch gesunde Menschen sie anschieben. Sie wird das genau so wenig erreichen, wenn wir die Kinder von fr\u00fch auf kollektivieren wie die Sowjetunion und die DDR. An dieser Fehleinsch\u00e4tzung ist sie &#8211; laut Gorbatschow &#8211; gescheitert!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und warum kommen denn nicht wenigstens die Gr\u00fcnen auf die Idee, aus ihrer Beobachtung, da\u00df selbst H\u00fchner und Schweine dahinsiechen, wenn sie unangemessen gek\u00e4ftigt werden, den Schlu\u00df zu ziehen, da\u00df das der Krone der Sch\u00f6pfung, dem Menschen, genauso gehen k\u00f6nnte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir aber reden geschwollen von den unseren Kleinkindern zustehenden Bezugspersonen. Die sind austauschbar, im Schichtdienst fr\u00f6hlich nacheinander in die Gesichter der Kinder hineinl\u00e4chelnde, fabelhaft Ausgebildete, aber doch immer neue, immer wieder Fremde! Nun, die Kleinen haben sich daran zu gew\u00f6hnen, hei\u00dft es dann von den neunmalklugen Empfehlern, die dem Krippensystem f\u00fcr unter Dreij\u00e4hrigen unbek\u00fcmmert zuraten und das vielleicht sogar tun, ohne je auch nur eine der endlos vielen Studien \u00fcber die erschreckten Reaktionen von Kleinkindern in Augenschein genommen zu haben, die diese zeigen, nachdem man ihnen ihrem Flugzeugtr\u00e4ger, die Mutter, entrissen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mutter vor vierzig Jahren scheint ein D\u00e4mon den Entschlu\u00df gefa\u00dft zu haben, sie der verk\u00fcnstlichten Gesellschaft auszutreiben &#8211; sie nicht nur in den Hintergrund zu dr\u00e4ngen, sondern sie f\u00fcr ebenso entbehrbar wie nichtig zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier liegt der entscheidende S\u00fcndenfall der Moderne; denn um dieses auch nur einigerma\u00dfen zu verwirklichen, war es als erstes n\u00f6tig, das Muttersein zu verteufeln. Als zweites brauchte man ein Mittel, mit dem es m\u00f6glich war und ist, den unumg\u00e4nglichen Dauereinsatz der Mutter in den ersten Jahren des Kindes in \u00fcberzeugender Perfektion unn\u00f6tig zu machen. Und das wurde prompt erfunden: die Kunstnahrung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab 1970 wurden die M\u00fctter in den Kliniken dazu angehalten, Milupa vor der nat\u00fcrlichen Nahrung den Vorzug zu geben. Eine Spritze nur und alles ist geritzt! Denn nun ist das Bambino delegierbar! 25 Jahre lang wurde die Mehrzahl der Neugeborenen meist aufgrund des Rates von Fachkr\u00e4ften nicht mehr gestillt, bis sich wenigstens allm\u00e4hlich international herumsprach, da\u00df gestillte Kinder weniger anf\u00e4llig und vor allem auch zufriedenere Kleinkinder sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber die j\u00fcngsten Langzeitstudien k\u00f6nnen noch wesentlich gr\u00f6\u00dfere Vorteile des Langzeitstillens nach Bedarf ausmachen. Lise Eliot, die ber\u00fchmte USA-Neurologin referiert: Viele Forscher sind zu der Erkenntnis gelangt, da\u00df die Muttermilch insbesondere der Hirnentwicklung des Babys n\u00fctzt. Dutzende von Studien stellen fest, da\u00df gestillte Kinder einen signifikanten Vorteil gegen\u00fcber Kindern aufweisen, die mit der Flasche aufgezogen wurden: Bei Tests, die den Stand der geistigen Entwicklung Ein- bis Zweij\u00e4hriger ermitteln, bei verschiednen Tests im Kindergartenalter und bei schulischen Leistungstests noch im Alter von zehn Jahren schneiden sie besser ab. Au\u00dferdem wurde in vielen Studien die Stilldauer untersucht und festgestellt, da\u00df der IQ bzw. die schulische Leistung im Schnitt um so h\u00f6her ist, je l\u00e4nger die Kinder w\u00e4hrend des ersten Lebensjahres gestillt wurden. (Lise Eliot: Was geht da drinnen vor? S. 263).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df diese geistigen Entwicklungsvorteile nicht in der idealen Zusammensetzung der Muttermilch (L.E.) allein liegen, sondern dadurch entstehen, da\u00df das Stillen nach Bedarf bis ins zweite Lebensjahr hinein &#8211; am besten dann unter Zusatznahrung eine gr\u00f6\u00dfere und h\u00e4ufigere unmittelbaren N\u00e4he zur Mutter bedeutet, belegt die Hirnforschung; denn das Sprie\u00dfen der Synapsen wird durch die sich zuwendende, plaudernde und streichelnde Mutter mit dem Baby an der Brust in besonders hohem Ma\u00dfe angeregt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">J\u00fcngst legte eine britische Langzeitstudie aus dem \u201eGreat Ormond Street Hospital for Children\u201c und dem \u201eInstitut of Child Health\u201c bei diesen Forschungsergebnissen nach: S\u00e4uglinge, die gestillt werden, schaffen sp\u00e4ter signifikant h\u00e4ufiger einen sozialen Aufstieg als Flaschenkinder. Die Forscher konnten zeigen, da\u00df die Chancen dazu mit der Dauer der Stillperiode korrelierten. Es bestanden sogar Unterschiede innerhalb der Familie: Wenn ein Kind gestillt wurde, machte es eher Karriere als seine mit Babynahrung gef\u00fctterten Geschwister.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Warum ignoriert das Familienministerium diese Forschungsergebnisse, die doch bei nat\u00fcrlicher Umsetzung geeignet sind, das Potenzial von Hochleistungstr\u00e4gern zu vermehren? Warum wird nicht wenigstens das Erziehungsgeld f\u00fcr die Mutter bis ins 3. Lebensjahr beibehalten &#8211; so lange, wie das Kind die unmittelbare N\u00e4he der Mutter braucht? Nach welchen Kriterien ist die neue Gesetzgebung des Elterngeldes erfolgt, durch das versucht wird, den oft besser verdienenden Vater in die Vollpflege des S\u00e4uglings oder wenigstens in seine zweimonatliche Pflege zu n\u00f6tigen, weil dann die Subventionen des Staates evtl. h\u00f6her ausfallen? V\u00e4ter sind wichtig, aber stillen k\u00f6nnen sie nicht. Oder wird nicht h\u00e4ufig auch die Mutter durch die Elterngeldregelung geradezu verf\u00fchrt, ihr Baby zw\u00f6lf Monate nach der Geburt, in einer Phase, in der sich die Bindung an die Mama gerade voll entwickelt hat, weil es sie im Stadium der ersten Schritte noch dringend braucht, um des Geldes willen abzustillen, es zur Krippe zu schleppen und t\u00e4glich neu aus seinem Blickfeld zu verschwinden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer unter den Verantwortlichen kl\u00e4rt die jungen Eltern so auf, da\u00df sie erkennen k\u00f6nnen, um was es in ihren Entscheidungen geht? Wie bek\u00fcmmernd ist es, da\u00df die am Anfang gewonnene materielle Zuwendung des Staates sp\u00e4ter an Nachhilfelehrer und teure Therapien wieder verloren geht, wenn sich zeigt, da\u00df das Kind mit einem \u201eMother-abandoned-Komplex\u201c den Schwierigkeiten des Lebens schon vom ersten Schuljahr ab kaum gewachsen ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hundertf\u00e4ltig m\u00fcssen praktisch arbeitende Psychotherapeuten jetzt schon erleben, wie beschwert ein Leben ist, das durch fr\u00fche Trennungserlebnisse von der Mutter wie mit einem schw\u00e4renden Schmerz, der viele Komplikationen hervorruft, meist lebensl\u00e4nglich behaftet ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>1.3.07<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bitte leiten Sie diesen Newsletter an interessierte Eltern weiter. Anmeldung zum Direktbezug unter: <a href=\"http:\/\/www.vfa-ev.de\/newsl.htm\">www.vfa-ev.de\/newsl.htm<\/a><br \/>\n<\/em><em>Verantwortung f\u00fcr die Familie e.V.<br \/>\n<\/em><em>Albertstr. 14<br \/>\n<\/em><em>D-29525 Uelzen<br \/>\n<\/em><em>Antwortmail: vfa-newsletter@eccm.de<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krebsgeschw\u00fcr Man denke sich: Auf der Stirn eines Menschen zeigt sich eine sich rasch vergr\u00f6\u00dfernde Hautver\u00e4nderung. Jeder Fachmann, der das in Augenschein nimmt, erkennt m\u00fchelos, da\u00df sich hier Gef\u00e4hrliches anbahnt und dringender Handlungsbedarf besteht, um eventuell sogar T\u00f6dliches abzuwenden. Aber Behandler und Patient weisen unbek\u00fcmmert besorgten Rat ab, selbst als der Krebs sich voll sichtbar [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[14],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/965"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=965"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/965\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":994,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/965\/revisions\/994"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=965"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=965"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}