{"id":9559,"date":"2013-06-05T15:14:31","date_gmt":"2013-06-05T13:14:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9559"},"modified":"2013-06-05T15:16:31","modified_gmt":"2013-06-05T13:16:31","slug":"ein-angriff-auf-die-wirklichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9559","title":{"rendered":"Ein Angriff auf die Wirklichkeit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Familie im Gender-Zeitalter<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zusammenhang mit Familien- und Gleichstellungspolitik taucht immer wieder das Zauberwort Gender Mainstreaming auf. Wobei aber kaum jemand wei\u00df, was es eigentlich bedeutet. Wer genau hinschaut, wird Erschreckendes finden: Einen Angriff auf die biologische Realit\u00e4t, auf die Familie und auf die Identit\u00e4t des Menschen. Was verbirgt sich dahinter, und wie k\u00f6nnen wir Christen damit umgehen?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>1.\u00a0 Ein Begriff wie ein U-Boot<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Gender Mainstreaming<\/i>, kurz GM, ist ein englischer Ausdruck: main hei\u00dft Haupt, stream ist der Strom, also Hauptstrom. Mainstreaming bedeutet, etwas in den &#8222;Hauptstrom&#8220;, ins Zentrum des Denkens und des Handelns zu bringen. Das Thema Gender soll also zur Hauptsache werden. Es spielt nicht nur in unserer Familienpolitik eine Rolle, sondern dringt auch in die Kirche ein und spaltet sie. Auf der einen Seite stehen alle, die GM unbedingt durchsetzen wollen. Auf der anderen Seite stehen viele, die dahinter Gottlosigkeit und totalit\u00e4re Grundz\u00fcge sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wo kommt GM her? Bei der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 wurde eine Abschlussresolution mit dem Titel <i>&#8222;Mainstreaming a Gender Perspective&#8220;<\/i>, kurz <i>&#8222;Gender Mainstreaming&#8220;<\/i>, verabschiedet. Ein Zitat daraus: <i>&#8222;Wir wollen in den Mittelpunkt unserer Bem\u00fchungen das Ziel der Gleichheit von Mann und Frau stellen.&#8220;<\/i> <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_1\">1<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gender ist ein anderes Wort f\u00fcr Geschlecht. Das normale englische Wort f\u00fcr Geschlecht ist &#8222;sex&#8220; und meint die Unterscheidung m\u00e4nnlich-weiblich. Aber darum geht es bei Gender nicht. Dahinter steht der Vorwurf, Jungen und M\u00e4dchen w\u00fcrden so erzogen, dass sie gar nicht anders k\u00f6nnen als Jungen oder M\u00e4dchen zu sein. Gender meint ein empfundenes und ver\u00e4nderbares Geschlecht &#8211; ohne Zusammenhang mit biologischen Fakten. Das klingt abstrus, soll aber allen Ernstes durchgesetzt werden. Die Grundeinsicht, dass die Gesellschaft Kinder braucht, um zu \u00fcberleben und die Grundfrage, was den Kindern n\u00fctzt, werden bei GM v\u00f6llig au\u00dfer acht gelassen. Es geht um die Durchsetzung des Geschlechtes, zu dem man sich zugeh\u00f6rig f\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dahinter steht eine radikalfeministische Ideologie. Diese wurde zur Frauenkonferenz in Peking formuliert und hat ein Ziel, das auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht klingt: 50% aller Arbeitspl\u00e4tze auf der ganzen Welt in allen Berufssparten sollen so schnell wie m\u00f6glich mit Frauen besetzt werden. Diese Gender-Perspektive ist weltweit politische Vorgabe und Ziel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Notfalls auch zwangsweise. Bei dieser Weltfrauenkonferenz waren auch Frauen aus \u00e4rmeren L\u00e4ndern dabei, in denen die Familie einen sehr gro\u00dfen Stellenwert hat. Als es um GM ging, waren sie geneigt, dar\u00fcber hinwegzuh\u00f6ren, weil es ihnen so unglaublich vorkam. Bis man ihnen zu verstehen gab: Wenn das in euren L\u00e4ndern nicht umgesetzt wird, bleibt die Entwicklungshilfe aus! <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_2\">2<\/a><\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6ffentlich wird \u00fcber GM kaum diskutiert. <i>&#8222;\u00dcber das, was die Gender-Perspektive will, gibt es keine offene Diskussion. Sie kommt nicht als gro\u00dfes Schiff daher, obwohl sie doch in allen politischen und \u00f6ffentlichen Programmen verankert werden soll, sondern wie ein U-Boot, das keiner genau kennen soll.&#8220;<\/i> <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_3\">3<\/a><\/sup><br \/>\nDiese Unverst\u00e4ndlichkeit ist gewollt. Zur Durchsetzungsstrategie geh\u00f6rt, die Bedeutung von Worten zu ver\u00e4ndern. Wohin so etwas f\u00fchren kann, kennen wir aus unserer Geschichte nur zu gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Geschlecht ist also nicht mehr eindeutig. Es gibt nicht zwei Geschlechter, sondern f\u00fcnf: M\u00e4nner, Frauen, homosexuell empfindende M\u00e4nner, homosexuell empfindende Frauen und bi- oder transsexuell empfindende Menschen. (Bisexuelle Menschen verkehren mit beiden Geschlechtern. Transsexuelle Menschen haben zwar \u00e4u\u00dferlich eindeutige Geschlechtsmerkmale, f\u00fchlen sich aber innerlich dem jeweils anderen Geschlecht zugeh\u00f6rig, dass sie sich so kleiden und so leben.) Die Kategorie &#8222;Geschlecht&#8220; soll aufgeweicht, die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen abgeschafft werden, &#8222;Mann&#8220; und &#8222;Frau&#8220; wird auswechselbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun unterscheiden sich Frauen von den M\u00e4nnern ja u. a. durch ihre F\u00e4higkeit, Kinder zu bekommen. Aber dass Frauen mit den Kindern besch\u00e4ftigt sind und deshalb nicht arbeiten gehen k\u00f6nnen, passt nicht ins Gender-Konzept. Also wird die Abtreibung gef\u00f6rdert. Die Frau soll dem Mann gleichgestellt sein. Hier wird aber die Bedeutung des Wortes &#8222;Gleichstellung&#8220; ver\u00e4ndert. Sie w\u00e4re erreicht, wenn eine Frau z. B. f\u00fcr die gleiche Arbeit so viel Geld verdient wie ein Mann. Aber darum geht es hier gar nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch f\u00fcr unser Rechtssystem h\u00e4tte GM Konsequenzen. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die rechtliche Bestimmung des Geschlechtes sollen nicht mehr die \u00e4u\u00dferen Geschlechtsmerkmale sein, sondern allein das subjektive Empfinden des Menschen. Jeder soll sein Geschlecht selbst bestimmen und im Lauf der Zeit auch ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Heute f\u00fchlt man sich hetero-, morgen vielleicht homosexuell &#8230; (Diese Idee st\u00f6\u00dft \u00fcbrigens ausgerechnet bei Homosexuellenverb\u00e4nden auf Widerstand. Sie wehren sich gegen eine Ver\u00e4nderung der sexuellen Veranlagung; denn ihrer Meinung nach wird man homosexuell geboren und bleibt es sein Leben lang.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gender-Perspektive redet durchaus positiv von Familie. Aber sie definiert Familie v\u00f6llig neu. Es gibt eine Abneigung gegen Worte wie &#8222;Vater&#8220; und &#8222;Mutter&#8220;, statt von Ehemann und Ehefrau wird nur von &#8222;Partner&#8220; gesprochen. &#8222;Familie&#8220; soll durch &#8222;Freundschaft&#8220; ersetzt werden. In einem der Arbeitspapiere der Pekinger Frauenkonferenz steht: <i>&#8222;Stellen Sie sich vor, Sex unter Freunden w\u00e4re die Norm. (&#8230;) Vergn\u00fcgen ist unser Geburtsrecht, dessen uns ein religi\u00f6ses Patriarchat <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_4\">4<\/a><\/sup> beraubt hat. (&#8230;) In meiner Vorstellung sehe ich Freunde, keine Familien, die in vollen Z\u00fcgen das Vergn\u00fcgen genie\u00dfen, das uns zusteht, weil unsere K\u00f6rper heilig sind.&#8220;<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.\u00a0 Einige geschichtliche Wegbereiter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater der Gender-Perspektive ist Friedrich Engels. Er schrieb: <i>&#8222;Der erste Klassengegensatz, der in der Geschichte auftritt, f\u00e4llt zusammen mit der Entwicklung des Antagonismus<\/i><i> <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_5\">5<\/a><\/sup> von Mann und Weib in der Einzelehe, und die erste Klassenunterdr\u00fcckung mit der des weiblichen Geschlechts durch das m\u00e4nnliche.&#8220; <\/i>Anders ausgedr\u00fcckt: Die Ehe ist eine Plattform zur Unterdr\u00fcckung der Frau, weil dort der Klassengegensatz im kleinsten Rahmen stattfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA gab es einen Psychiater namens John Money, der 1965 in Baltimore eine <i>Gender Identity Clinic<\/i>, eine Klinik f\u00fcr Geschlechtsidentit\u00e4t, gr\u00fcndete. Dort wurden bei erwachsenen Menschen, die nicht l\u00e4nger als M\u00e4nner oder Frauen leben wollten, operative Geschlechtsumwandlungen vorgenommen. 1967 wurde das unter Dr. Moneys Leitung sogar an einem zweij\u00e4hrigen Jungen vollzogen &#8211; in der Annahme, er w\u00fcrde sich dann zu einem M\u00e4dchen entwickeln. Was aber nicht geschah. Sp\u00e4ter beging der junge Mann verzweifelt Selbstmord, weil er dieses aus seiner Sicht verpfuschte Leben nicht mehr aushielt. Die <i>Gender Identity Clinic<\/i> wurde 1979 geschlossen. Trotzdem gelten Dr. Moneys Ansichten in vielen Kreisen noch immer als wissenschaftlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Simone de Beauvoir, eine franz\u00f6sische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin, vertrat folgenden Standpunkt: <i>&#8222;Keine Frau soll das Recht haben, zu Hause zu bleiben und die Kinder zu erziehen. (&#8230;) Frauen sollten diese Wahlfreiheit nicht haben, denn wenn sie sie haben, werden zu viele Frauen sie w\u00e4hlen.&#8220;<\/i> <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_6\">6<\/a><\/sup> Ihr Buch <i>&#8222;Memoiren einer Tochter aus gutem Hause&#8220;<\/i> war das Buch der Frauenbewegung in den 1970er Jahren. Schon damals wurde im Namen der Emanzipation der Frau daran gearbeitet, Familie zu zerst\u00f6ren, Abtreibung zu f\u00f6rdern, den Status Mutter l\u00e4cherlich zu machen. Auch der Mann als Familienoberhaupt wurde demontiert. Wenn die Frauen aufstanden und sich emanzipierten, konnte er ja nichts mehr zu sagen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Frau, die in Deutschland daf\u00fcr steht, ist die Feministin Alice Schwarzer. Sie ist eine der gr\u00f6\u00dften Gegnerinnen von Gruppen wie KALEB, die f\u00fcr das Recht des ungeborenen Lebens einstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">GM hat Elemente aus dem Sozialismus und aus der 68er Bewegung. Nur scheint es heute, als w\u00fcrde hinter der Zusammenfassung dieser Idee im weltweiten Rahmen eine viel st\u00e4rkere Kraft stehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.\u00a0 Auswirkungen auf die Familienpolitik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>&#8222;Leitsatz, Leitprinzip und Querschnittsaufgabe der Politik ist GM. Die Geschlechtsdifferenzierung zwischen Mann und Frau soll aufgehoben werden, lesbische, schwule, bisexuelle und transsexuelle Lebensweisen sollen der Sexualit\u00e4t zwischen Mann und Frau gleichwertig sein&#8220;<\/i> (Gabriele Kuby). Das Bundesministerium f\u00fcr Familien ist dabei, diese Gender-Strategie umzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu geh\u00f6rt u.a. die Verstaatlichung der Kleinstkindererziehung. Nach Sch\u00e4tzungen sind in Deutschland ca. 5% der Eltern aus irgendeinem Grund der Erziehung ihrer Kinder nicht gewachsen. Ein gutes Argument f\u00fcr Kinderkrippen. Dann br\u00e4uchte man aber nicht f\u00fcr 60% aller Kleinstkinder Krippenpl\u00e4tze. Und die werden angestrebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Davon sind viele Eltern sehr verunsichert. Immer wieder h\u00f6re ich von jungen M\u00fcttern die Frage: &#8222;Ja, muss ich mein Kind denn nicht in eine Kinderkrippe geben? So viele Angebote wie dort kann ich ihm doch gar nicht machen &#8230;&#8220; Dabei ist das einzige Angebot, das ein Kind in den ersten vier Lebensjahren braucht, die Geborgenheit bei Mutter und Vater zu Hause. Alle anderen Angebote bekommt es noch das ganze Leben lang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres Argument, das nat\u00fcrlich gut klingt, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und das ist ja auch berechtigt. Aber gemeint ist eine staatlich gelenkte Kindererziehung zum neuen geschlechtsvariablen Menschen. Auf der Webseite der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung findet man zahlreiche Materialien zur sexuellen Aufkl\u00e4rung von Schulkindern. Diese Schriften werden kostenlos an Eltern, Erzieher und auch an Schulen verteilt. Diese Aufkl\u00e4rungsschriften propagieren die Sexualisierung von Kindern. Sie verf\u00fchren Kinder und Jugendliche zu einer Sexualit\u00e4t, die auf Lustbefriedigung reduziert ist. Von Gef\u00fchl und dem Erleben von Liebe wird selten gesprochen. Dort geht es vorrangig um das K\u00f6rperliche und Organische. Dass eine lebenslange Bindung, Liebe und Treue Grundlagen f\u00fcr Sex sind, sagt den Kindern niemand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sieht ein Teil unserer Familienpolitik aus. Und eigentlich h\u00e4tte die gen\u00fcgend andere Sorgen: Die demographische Kurve sieht erschreckend aus, die Gesellschaft \u00fcberaltert und es kommen zu wenig Kinder nach. Es m\u00fcsste also vor allem darum gehen, Familien zu ermutigen, Kinder zu bekommen. Aber mit dieser Gender-Idee im Hinterkopf geht das nicht. Nicht Kinder sind das Leitprinzip, sondern GM. So wird das Problem der sinkenden Geburtenrate nat\u00fcrlich nicht gel\u00f6st.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist, dass trotz der ganzen Propaganda f\u00fcr ein freies Ausleben der Sexualit\u00e4t immer noch 74% einer Gruppe von befragten Jugendlichen das &#8222;klassische&#8220; Familienbild von Vater und Mutter als Vorbild haben. Knapp drei Viertel der Jugendlichen hofft, den Partner f\u00fcrs Leben zu finden, zu heiraten und eine Familie zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>4.\u00a0 Biologische Fakten<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Bibel wissen wir: Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, als Mann und Frau. In dieser Zweiheit sind wir Gott ebenbildlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich vor vielen Jahren in der Humangenetik meine Doktorarbeit schrieb, besch\u00e4ftigte ich mich viel mit Chromosomen. Das sind kleine F\u00e4dchen aus Eiwei\u00dfen, die in den Zellkernen der K\u00f6rperzellen vorhanden sind. Jeder Mensch hat 46 Chromosomen, 22 identische Paare und ein Paar, an dem man erkennen kann, ob man es mit einem Mann oder einer Frau zu tun hat. Frauen haben an dieser Stelle ein XX-, M\u00e4nner ein XY-Chromosomenpaar. Dieses eine Chromosom sorgt gewisserma\u00dfen daf\u00fcr, dass die betreffende Person ein Mann oder eine Frau ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, ist biologisch nicht m\u00f6glich. Es ist nur ideologisch m\u00f6glich. Biologisch gesehen gibt es nur M\u00e4nner oder Frauen <sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_7\">7<\/a><\/sup>. Unser Geschlecht ist angeboren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>5.\u00a0 Familie aus biblischer Sicht<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Jesus in einer Ehe etwas zu sagen hat, dann wird die Familie ein sicherer Ort f\u00fcr alle, die darin leben. <i>&#8222;Wer den Herrn f\u00fcrchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder werden auch beschirmt&#8220; (Spr.14,26)<\/i>. In solchen Familien finden Kinder Geborgenheit &#8211; die wichtigste Grundlage f\u00fcr ein Leben ohne m\u00f6gliche sp\u00e4tere psychische Folgesch\u00e4den. Wenn Kinder in den ersten Lebensjahren Geborgenheit erfahren &#8211; sei es von den Eltern, Gro\u00dfeltern oder auch einer Tagesmutter, wenn beide Eltern arbeiten m\u00fcssen &#8211; wird damit ein wichtiger Grund gelegt. So erlernen Kinder Geduld, soziale Kompetenz und Bindungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bindungstheorie &#8211; der Aufbau und die Ver\u00e4nderung enger Beziehungen im Lauf des Lebens &#8211; ist eines der am besten psychologisch erforschten Wissenschaftsbereiche. Und obwohl wir daraus wissen, dass Kleinkinder die Bindung an eine Bezugsperson, die Mutter, brauchen, wird die Idee der fl\u00e4chendeckenden Kinderkrippen propagiert. Kleinkinder sind unf\u00e4hig, sich an mehr als an eine Person zu binden; im Zentrum des Interesses steht die Mutter, sp\u00e4ter auch der Vater. Ein ein- oder zweij\u00e4hriges Kind kann sich <span style=\"text-decoration: underline;\">nicht<\/span> an mehrere Krippenerzieherinnen binden. Damit wird die Grundlage f\u00fcr eine sp\u00e4tere m\u00f6gliche Bindungsunf\u00e4higkeit gelegt. Kinder brauchen gesunde Familien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Familien, die mit Jesus leben, haben die Aufgabe, ihren Kindern auch den Glauben zu vermitteln. Wie das geschieht, kann sehr unterschiedlich sein. Einerseits m\u00fcssen die Kinder Wissen vermittelt bekommen. Andererseits muss das Vorgelebte mit den Worten \u00fcbereinstimmen. Ich wei\u00df, dass das im Alltag oft nicht leicht f\u00e4llt. Aber ich m\u00f6chte dazu ermutigen, die Ma\u00dfst\u00e4be zu \u00fcberdenken. Was brauchen Kinder? Sie brauchen nicht die teuren Geschenke, sondern unsere Zeit, unsere Liebe und unsere Geborgenheit. Und wenn wir unsere Geborgenheit vom Himmel beziehen, dann k\u00f6nnen wir sie auch weitergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Dr. Christa-Maria Steinberg ist Kinder- und Jugendpsychiaterin und arbeitet seit ihrer Pensionierung als Lebensberaterin im <a href=\"http:\/\/www.evangelisation.biz\/\">Evangelisationsteam Sachsen<\/a>.\u00a0 Sie ist verheiratet und lebt in Limbach-Oberfrohna.<\/i><\/p>\n<p><em>Der Text ist die bearbeitete Fassung eines Vortrages.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fussnoten:<\/strong><br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_1_back\">1<\/a><\/sup> Alle Zitate nach Deutsches Institut f\u00fcr Familie und Gesellschaft, Reichelsheim,<br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_2_back\">2<\/a><\/sup> Hintergr\u00fcnde dazu siehe Bulletin Nr. 13 (1\/2007) <a href=\"http:\/\/www.dijg.de\/bulletin.html\" target=\"_blank\">www.dijg.de\/bulletin.html<\/a><br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_3_back\">3<\/a><\/sup> Christl Ruth Vonholdt, in &#8222;Die Gender Agenda&#8220;, ebd.<br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_4_back\">4<\/a><\/sup> Vorherrschaft des Vaters<br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_5_back\">5<\/a><\/sup> Widerspruch, Widerstreit<br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_6_back\">6<\/a><\/sup> <a href=\"http:\/\/www.bzga.de\" target=\"_blank\">www.bzga.de<\/a> Infomaterialien<br \/>\n<sup><a href=\"http:\/\/www.ev-luth-kirchengemeinde-kelheim.de\/Inhalt\/Wissen\/gender.htm#Fussnote_7_back\">7<\/a><\/sup> Mit der seltenen Ausnahme der sogenannten Hermaphroditen &#8211; Menschen, die m\u00e4nnliche und weibliche Geschlechtsanteile haben<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Familie im Gender-Zeitalter Im Zusammenhang mit Familien- und Gleichstellungspolitik taucht immer wieder das Zauberwort Gender Mainstreaming auf. 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