{"id":9485,"date":"2013-05-17T17:58:24","date_gmt":"2013-05-17T15:58:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9485"},"modified":"2013-05-17T17:59:40","modified_gmt":"2013-05-17T15:59:40","slug":"der-pfingst-wind-und-das-pfingst-feuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9485","title":{"rendered":"Der Pfingst-Wind und das Pfingst-Feuer"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Und es geschah\u00a0bald ein Brausen am Himmel wie eines gewaltigen Windes und erf\u00fcllte das ganze Haus,\u00a0wo sie sa\u00dfen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie vom Feuer; und es setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an zu reden mit andern Zungen, nach dem der Geist es ihnen gab auszusprechen.&#8220;<\/em> (Apg.2,2-4)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Herabkunft des Heiligen Geistes im Anfang haben wir etwas zu lernen, in bezug auf sein Wirken in der Gegenwart. Bedenkt zum Eingang: was der Heilige Geist am Anfang war, das ist Er noch jetzt, denn als Gott bleibt Er immer derselbe; was Er damals tat, das ist Er noch jetzt zu tun imstande, denn seine Kraft ist keineswegs vermindert. Wir w\u00fcrden den Heiligen Geist sehr betr\u00fcben, wollten wir annehmen, da\u00df seine Macht heutigentags geringer sei als zu Anfang.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pfingsten war nach dem Glauben der Juden die Zeit der Gesetzgebung. Wenn nun, als das Gesetz gegeben wurde, eine solche wunderbare Machtentfaltung auf dem Sinai geschah, stand dann nicht zu erwarten, da\u00df auch, wenn das Evangelium gegeben wurde &#8211; des Dienst doch ein so viel herrlicher ist &#8211; eine besondere Enth\u00fcllung der g\u00f6ttlichen Gegenwart erfolgen w\u00fcrde? Wenn wir nun am Anfang des Evangeliums den Heiligen Geist gro\u00dfe Zeichen und Wunder wirken sehen, d\u00fcrfen wir, dann nicht nur eine Fortdauer &#8211; ja, wenn irgendetwas dann sogar eine vermehrte Entfaltung seiner Macht,&#8211;im Verlauf der Jahrhunderte erwarten? Das Gesetz hat aufgeh\u00f6rt, aber das Evangelium wird nie aufh\u00f6ren! Es scheint heller und heller bis auf den vollen Tag des Tausendj\u00e4hrigen Reichs. Ich achte daher, da\u00df wir (mit alleiniger Ausnahme der physischen Wunder) alles dessen, was der Heilige Geist am Anfang gewirkt hat, noch fortw\u00e4hrend, solange diese Haushaltung besteht, gew\u00e4rtig sein d\u00fcrfen. Es sollte nicht vergessen werden, da\u00df Pfingsten das Fest der Erstlinge war, die Zeit, wo die ersten reifen Korn\u00e4hren Gott dargebracht wurden; wenn wir nun am Anfang der Evangeliumsernte die Macht des Heiligen Geistes so deutlich sehen, d\u00fcrfen wir nicht noch viel mehr erwarten, solange die Ernte ihren Fortgang nimmt, und am allermeisten, wenn die zahlreichsten Gaben eingebracht werden? D\u00fcrfen wir nicht den Schlu\u00df ziehen, da\u00df, wenn Pfingsten schon so wunderbar war, die wirkliche Ernte noch viel wundervoller sein wird?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vater hat uns den Tr\u00f6ster gesandt, damit Er in uns Wohnung mache, bis der Herr kommt. Der Heilige Geist ist nie zur\u00fcckgekehrt, denn zufolge des Gebetes des Heilandes kam Er, um bei uns zu bleiben ewiglich. Die Gabe des Tr\u00f6sters ist keine vor\u00fcbergehende, und die erste Entfaltung seiner Macht bleibt nicht nur eine einmalige. Der Heilige Geist ist hier, und wir sollten sein g\u00f6ttliches Wirken unter uns erwarten; und wenn Er nicht so wirkt, sollten wir uns untersuchen, um zu erfahren, woran es liegt;&#8211; ob nicht etwas in uns ist, das Ihn hindert, seine Energie zu beweisen, das Ihn aufh\u00e4lt, nicht so wirksam unter uns zu sein, wie Er es ehedem war. Gott gebe, da\u00df unser Glaube an den Heiligen Geist so gest\u00e4rkt und unser Verlangen nach Ihm so entz\u00fcndet werde, da\u00df wir die Erf\u00fcllung seiner Mission unter den Menschen wie am Anfang auch unter uns erleben m\u00f6gen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">La\u00dft mich also zuerst eure Aufmerksamkeit auf die lehrreichen Symbole des Heiligen Geistes richten, welche zu Pfingsten hervortreten. Es waren ihrer zwei. Es geschah ein Brausen wie eines gewaltigen Windes, und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie von Feuer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet die Symbole voneinander getrennt. Das erste ist Wind &#8211; ein Sinnbild der Gottheit und darum ein passendes Symbol des Heiligen Geistes. Oft hat sich Gott im Alten Bund unter dem Sinnbild von Odem oder Wind geoffenbart; bekanntlich ist das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr &#8222;Wind&#8220; und &#8222;Geist&#8220; dasselbe. Ebenso das griechische Wort. Die \u00dcbersetzter finden es nicht ganz leicht, bei Jesu Gespr\u00e4ch mit Nikodemus uns zu sagen, wann Er &#8222;Geist&#8220; und wann &#8222;Wind&#8220; gebraucht hat. Einige geben ganz richtig den Grundtext in der ganzen Stelle mit dem Wort &#8222;Wind&#8220; wieder, w\u00e4hrend andere mit ebenso gutem Recht &#8222;Geist&#8220; \u00fcbersetzten. Das Wort im Grundtext bedeutet entweder das eine oder das andre oder beides. Der Wind ist der Erscheinung von allen materiellen Dingen eines der geistigsten, er ist unsichtbar, \u00e4therisch, geheimnisvoll, darum sind die Menschen auf denselben verfallen, als dem Geist am n\u00e4chsten verwandt. Bei der ber\u00fchmten Vision Hesekiels, als er das Feld voll verdorrter Gebeine sah, wissen wir alle, da\u00df der Geist Gottes unter dem belebenden Wind verstanden war, welcher auf die Weissagungen des Propheten hin herzukam und auf die Get\u00f6teten blies, bis sie wieder lebendig wurden. &#8222;Des Herrn Weg ist im Wetter&#8220;, so entfaltet Er seine Macht; &#8222;der Herr antwortete Hiob aus dem Wetter&#8220;, so offenbart Er sich, wenn Er seine Knechte belehrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beachtet auch, da\u00df dieser Wind am Pfingsttag von einem Brausen begleitet war,&#8211;dem Brausen wie eines gewaltigen Windes; denn obgleich der Geist Gottes in der Stille wirken kann, so geht es doch bei einer seligmachenden Wirksamkeit nicht immer ger\u00e4uschlos zu. Ich bin der letzte, welcher von Versammlungen geringsch\u00e4tzig redet, bei welchen nur heiliges Schweigen herrscht, denn ich w\u00fcnschte, da\u00df wir mehr Ehrerbietung f\u00fcrs Schweigen h\u00e4tten; denn das innere Leben wird in der Stille gen\u00e4hrt. Aber der Heilige Geist breitet das Reich Gottes nicht durch Schweigen aus, denn der Glaube kommt durch die Predigt. Es gibt ein Ger\u00e4usch wie das Brausen eines gewaltigen Windes, wenn das Wort in der Verk\u00fcndigung des Evangeliums durch ganze L\u00e4nder und V\u00f6lker ert\u00f6nt. Wenn der Herr den Menschen keine Ohren oder Zungen gegeben h\u00e4tte, so w\u00e4re schweigende Anbetung nicht nur am Platze, sondern notwendig gewesen, da Er uns aber Ohren gegeben hat, so mu\u00df es in Seiner Absicht liegen, da\u00df wir etwas h\u00f6ren sollen, und da Er uns Zungen gegeben hat, so mu\u00df es seine Meinung sein, da\u00df wir reden sollen. Einige von uns w\u00fcrden gern stille sein; wo aber das Evangelium einmal ungehemmten Lauf hat, gibt es notwendigerweise ein gewisses Ger\u00e4usch. Das Brausen sollte ohne Zweifel bei dieser Gelegenheit die Aufmerksamkeit der Versammelten auf das richten, was geschehen sollte, sie aufr\u00fctteln und mit Ehrfurcht erf\u00fcllen! Es ist etwas unbeschreibliches Feierliches in dem Rauschen eines sich aufmachenden Sturmes, es beugt die Seele nieder vor dem erhabenen Geheimnis der g\u00f6ttlichen Macht. Welche passenderen Begleiter des g\u00f6ttlichen Wirkens konnte es geben als das tief feierliche Rauschen eines gewaltigen Windes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Ehrfurcht einfl\u00f6\u00dfende Brausen wie eines gewaltigen Windes war ein deutliches Anzeichen davon, da\u00df dieser Wind vom Himmel kam. Gew\u00f6hnliche Winde wehen aus dieser oder jener Himmelsgegend, aber dieser Wind kam aus dem Himmel selbst, er war ganz deutlich ein Luftzug von oben. Dies veranschaulicht uns die Tatsache, da\u00df der wahre Geist, der Geist Gottes, nicht von diesem oder jenem Ort ausgeht, auch nicht von menschlicher Autorit\u00e4t beaufsichtigt oder bestimmt werden kann, sondern sein Wirken immer von oben her ist, von Gott selbst. Das Werk des Heiligen Geistes ist sozusagen der Hauch Gottes, und seine Macht ist immer in besonderer Hinsicht die unmittelbare Macht Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser geheimnisvolle Wind kam also herab, drang in das Zimmer ein, wo die J\u00fcnger sa\u00dfen, und erf\u00fcllte den Raum. Ein gew\u00f6hnlicher Wind w\u00fcrde sich drau\u00dfen f\u00fchlbar gemacht und wahrscheinlich das Haus zerst\u00f6rt oder die Insassen besch\u00e4digt haben, wenn er seine Gewalt auf ein besonderes Geb\u00e4ude gerichtet h\u00e4tte; aber dieser himmlische Sturm erf\u00fcllte den Raum ohne ihn zu zerst\u00f6ren, segnete die harrende Schar, ohne sie niederzuwerfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies will so viel sagen: gleichwie Atem, Luft, Wind das Leben des Menschen ausmacht, so ist der Geist Gottes das Leben des geistlichen Menschen. Durch Ihn werden wir zuerst lebendig gemacht, durch Ihn werden wir sp\u00e4ter am Leben erhalten; durch Ihn wird das innere Leben gen\u00e4hrt, gekr\u00e4ftigt, vollendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser heilige Odem sollte sie nicht nur lebendig machen, sondern kr\u00e4ftigen. Welch ein Segen w\u00fcrde jetzt gerade f\u00fcr uns, die wir in dieser dicken Atmosph\u00e4re sitzen, ein Luftzug sein! Wie w\u00fcrden wir einen frischen Wind von der H\u00f6he oder von der offenen See her willkommen hei\u00dfen! Wenn die Winde der Erde schon so erfrischend sind, was mu\u00df erst ein Wind vom Himmel sein! Dieses Brausen eines gewaltigen Windes fegte bald alle von der Erde erzeugten \u00dcbel und S\u00fcnde hinweg, r\u00fcttelte die J\u00fcnger auf und st\u00e4rkte sie f\u00fcr das Wort des Herrn. Sie nahmen in gro\u00dfen Z\u00fcgen himmlisches Leben in sich auf; sie f\u00fchlten sich belebt, erneuert und mit Kraft angetan. Eine heilige Begeisterung kam \u00fcber sie, denn sie waren erf\u00fcllt mit dem Heiligen Geist; und mit seiner Kraft geg\u00fcrtet, erhoben sie sich auf eine h\u00f6here Stufe des geistlichen Lebens, als sie bisher eingenommen hatten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne Zweifel sollte dieser Wind die unwiderstehliche Macht des Heiligen Geistes dartun, denn so still, nachgebend und scheinbar schwach die Luft sein kann &#8211; setzt ihr sie in Bewegung, so wi\u00dft ihr, was f\u00fcr ein lebendiges Wesen unter euch ist, und la\u00dft ihr diese Bewegung noch schneller werden, wer begreift dann die Macht des ruhelosen Riesen, welcher entfesselt ist. Siehe, sie wird zu einem Sturm, einem Orkan, einem Tornado. Nichts kann der Macht des Windes gleichkommen, wenn er entfesselt ist; ebenso la\u00dft nur den Heiligen Geist, so verachtet Er unter den Menschen ist &#8211; so sehr, da\u00df viele nicht einmal an seine Existenz glauben &#8211; mit der F\u00fcller Seiner Macht wirken, so werdet ihr sehen, was Er tun kann. Er kommt wie ein sanfter Zephyr, welcher die Blumen f\u00e4chelt, ohne das am zartesten befl\u00fcgelten Insekt von seiner Stelle zu bewegen,&#8211;und unsre Herzen werden getr\u00f6stet. Er kommt wie ein belebender Luftzug; wir werden angeregt, mehr Flei\u00df zu tun; unsre Segel werden gelichtet, und wir fliegen vor dem Wind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kommt mit noch gr\u00f6\u00dferer St\u00e4rke, und wir werfen uns vor Ihm in den Staub nieder, den Donner seiner Macht h\u00f6rend, der mit einem Krach falsche Hoffnungen und St\u00fctzen zu Boden schl\u00e4gt. Wie bricht dann alles zusammen, worauf fleischlich gesinnte Menschen ihr Vertrauen setzten und was ihnen felsenfest zu stehen schien! Wie werden dann der Menschen Hoffnungen, welche Eichb\u00e4umen gleich gewurzelt schienen, vor dem Odem des \u00fcberf\u00fchrenden Geistes mit den Wurzeln ausgehoben! Wer kann vor Ihm stehen? O da\u00df wir doch in diesen letzten Tagen etwas von diesem m\u00e4chtig brausenden Wind erfahren m\u00f6chten, der die Zedern Libanons zerbricht und alles, was sich seiner Macht widersetzt, vor sich her treibt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zweite Pfingstsymbol war Feuer. Feuer ist ebenfalls ein h\u00e4ufiges Symbol der Gottheit. Abraham sah eine Feuerflamme, und Moses gewahrte einen brennenden Busch. Als Salomo sein heiliges und sch\u00f6nes Haus baute, bestand die Weihe desselben in dem auf das Opfer herniederfahrenden Feuer, welches bezeichnen sollte, da\u00df der Herr daselbst war; denn als der Herr fr\u00fcher in der Stiftsh\u00fctte wohnte, welche durch den Tempel aufgehoben war, offenbarte Er sich daselbst in einer Wolkens\u00e4ule bei Tag und in einer Feuers\u00e4ule bei Nacht. &#8222;Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer&#8220;. Daher ist Feuer ein passendes Sinnbild f\u00fcr den Heiligen Geist. La\u00dft uns Ihm Ehrfurcht und Anbetung bringen. Die feurigen Zungen, welche sich auf einen jeden setzten, bekunden einen pers\u00f6nliche Besuch des Gem\u00fctes und Herzens eines jeden der erw\u00e4hlten Schar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht um sie zu verzehren, kam das Feuer, denn niemand wurde von der feurigen Zunge verletzt. Menschen, welche der Herr an seine Ann\u00e4herung vorbereitet hat, laufen keine Gefahr bei seinem Besuche. Sie schauen Gott, und ihr Leben wird bewahrt; sie f\u00fchlen sein Feuer und werden doch nicht verzehrt. Dies ist das alleinige Vorrecht derjenigen, welche f\u00fcr solche Gemeinschaft mit Gott zubereitet und gereinigt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Symbol sollte ihnen dartun, da\u00df der Heilige Geist sie erleuchten wolle, wie Feuer leuchtet. &#8222;Er wird euch in alle Wahrheit leiten&#8220;. Von jetzt ab sollten sie nicht mehr unerzogene Kindlein, sondern Lehrer in Israel sein! Sie sollten die V\u00f6lker, welche sie zu J\u00fcngern machen sollten, lehren, darum war der Geist der Erleuchtung auf sie gekommen. Aber Feuer leuchtet nicht nur: es entz\u00fcndet auch; und die Flammen, welche sich auf ihnen niederlie\u00dfen, zeigten ihnen, da\u00df sie ganz von Liebe und Eifer gl\u00fchen, von Selbstverleugnung brennen m\u00fc\u00dften, da\u00df sie unter die Menschen gehen und zu ihnen nicht mit der kalten Zunge wohl\u00fcberlegter Logik reden sollten, sondern mit der brennenden Zunge leidenschaftlichen Flehens, da\u00df sie die Menschen bitten und \u00fcberreden sollten, zu Christus zu kommen, damit sie leben m\u00f6chten. Das Feuer bedeutete Inspiration. Gott war im Begriff, sie unter Seinem g\u00f6ttlichen Einflu\u00df reden zu lassen, reden, je nach dem der Geist ihnen gab auszusprechen. O seliges Symbol! Wollte Gott, da\u00df wir alle seine Bedeutung in ganzer F\u00fclle erf\u00fchren und die feurige Zunge auf allen Knechten des Herrn s\u00e4\u00dfe! M\u00f6ge ein Feuer in uns best\u00e4ndig brennen und unsre S\u00fcnde zu zerst\u00f6ren, eine heilige Flamme, um uns zu ganzen Brandopfern f\u00fcr Gott zu machen, eine nie erl\u00f6schende Flamme des Eifers f\u00fcr Gott, der Hingabe an das Kreuz!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beachtet aber, da\u00df das Sinnbild nicht blo\u00df in Feuer, sondern in einer feurigen Zunge bestand, denn Gott will eine redende Gemeinde haben: nicht eine mit dem Schwert k\u00e4mpfende Gemeinde &#8211; mit der Waffe haben wir nichts zu tun&#8211;,sondern eine Gemeinde, aus deren Munde ein Schwert geht, deren einzige Waffe die Verk\u00fcndigung des Evangeliums von Jesus Christus ist. Ich m\u00f6chte nach dem, was ich von einigen Predigern wei\u00df, glauben, da\u00df, als sie ihr Pfingsten feierten, der Einflu\u00df in Form von Blumenzungen sich auf sie setzte; aber das apostolische Pfingsten kennt keine Blumen, sondern nur Flammen. Was f\u00fcr sch\u00f6ne Predigten h\u00f6ren wir heutzutage, was f\u00fcr neue Gedanken, was f\u00fcr poetische Redewendungen! Dies ist nicht der Stil des Heiligen Geistes. Sanft und wild ist der Flu\u00df der glatten Rede, welche von der W\u00fcrde des Menschen handelt, von der Gr\u00f6\u00dfe des Jahrhunderts, von der Abschw\u00e4chung aller Strafe der S\u00fcnde und von der wahrscheinlichen Wiederherstellung aller verlorenen Geister, den Erzfeind mit eingeschlossen. Dies ist ein satanisches Predigtamt, listig wie die Schlange, schmeichelnd wie ihre verf\u00fchrerischen Worte an die Eva. Der Heilige Geist beruft uns nicht zu solcher Redeweise. Feuer, Inbrunst, Eifer, Leidenschaft, so viel ihr wollt, aber Effekthascherei durch glatte Phrasen und gl\u00e4nzende Perioden eignet sich besser f\u00fcr diejenigen, welche die Menschen t\u00e4uschen wollen, anstatt ihnen die Botschaft des Allerh\u00f6chsten zu verk\u00fcndigen. Der Stil des Heiligen Geistes ist derart, da\u00df die Wahrheit dem Gem\u00fct auf die eindringliche Weise nahe gebracht wird: er ist einfach, aber flammend, schlicht, aber verzehrend! Der Heilige Geist hat in der ganzen Bibel keinen einzigen kalten Satz geschrieben und niemals durch einen Menschen ein lebloses Wort gesprochen, sondern immerdar schenkt und segnete Er eine feurige Zunge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies sind also die beiden Symbole; und ich m\u00f6chte, da\u00df ihr sorgf\u00e4ltig beachtet, was der Heilige Geist uns durch sie lehren will. Als Er vom Vater ausging und auf den Sohn kam, geschah es wie eine Taube: Friede ruhte auf der Seele dieses teuren Dulders w\u00e4hrend aller Tage seiner Arbeit und w\u00e4hrend seins ganzen Leidens, welches sie beschlie\u00dfen sollte. Seine Salbung ist die des Friedens; Er brauchte keine Flammenzunge, denn Er war bereits ganz feurig von Liebe. Als der Heilige Geist vom Sohn Gottes seinen J\u00fcngern mitgeteilt wurde, geschah es zun\u00e4chst als Odem: Er blies sie an und sagte: &#8222;Empfanget den Heiligen Geist&#8220;! &#8222;Leben und volles gen\u00fcge&#8220; ist das Hauptbed\u00fcrfnis der Knechte des Herrn Jesus; darum besucht uns der Heilige Geist. Haben wir erst einmal den Heiligen Geist von Christus als unser inneres Leben empfangen, sind wir lebendig gemacht, dann kommt er auch mit er Absicht zu uns, uns zum Segen f\u00fcr andere zu benutzen, und dann besucht Er uns als Wind, welcher unsre Worte davontr\u00e4gt, und als Feuer, welches der Wahrheit, die wir aussprechen, einen Weg brennt. Nun erst werden unsre Worte lebensvoll und z\u00fcndend, der Odem des Geistes tr\u00e4gt sie davon, und sie werden zu Funken, welche in der Menschen Seelen fallen und in ihnen ein Verlangen nach Gott entz\u00fcnden. Wenn der Heilige Geist auf mit oder auf euch oder auf irgendjemand von uns ruht, um uns zum Dienst t\u00fcchtig zu machen, so wird es auf diese Weise sein: Er4 wird uns nicht nur Leben f\u00fcr uns selbst, sondern eine feurige Energie zum Verkehr mit anderen schenken. O so komme denn auf uns herab, m\u00e4chtiger gewaltiger Wind und Feuerzunge, denn es tut der Welt sehr not! Sie liegt bewegungslos in der verpesteten Sumpfluft der S\u00fcnde und braucht einen heilenden Wind. Sie ist in dichte Nacht geh\u00fcllt und braucht eine hell leuchtende Fackel der Wahrheit. Es gibt keine Gesundheit und kein Licht f\u00fcr sie au\u00dfer von Dir, hochgelobter Geist! Komme denn \u00fcber sie durch Dein Volk!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun fa\u00dft diesen beiden Symbole zusammen, und was habt ihr dann? Wind und Feuer zusammen! Ich habe sie bisher getrennt gehalten, und ihr habt ich jedem eine Kraft wahrgenommen. Was sind sie aber zusammengefa\u00dft? Ein gewaltig brausender Wind ist schon an sich furchtbar. Wer kann ihm widerstehen? Seht, wie die stolzen Schiffe zusammenbrechen und die K\u00f6nige des Waldes ihre H\u00e4upter neigen! Und Feuer allein? Wer kann ihm widerstehen, wenn es seine Beute verzehrt? Nun aber gar Wind und Feuer vereint wirkend! Denkt an die alte Stadt London! Als die Flammen anfingen sich zu entz\u00fcnden, war es ganz unm\u00f6glich, ihrer Herr zu werden, weil der Wind die Flamme anfachte und die Geb\u00e4ude zusammenbrachen vor dem Feuerstrom. Z\u00fcndet die Pr\u00e4rie an! Wenn es regnet und die Luft stille ist, so mag das Gras aufh\u00f6ren zu brennen, aber sowie der Wind der Flamme zusetzt, wird man den Zerst\u00f6rer dahinfahren sehen, das hohe Gras mit seinen Flammenzungen aufleckend. Wir haben k\u00fcrzlich von brennenden W\u00e4ldern gelesen. Welch ein Rauch schw\u00e4rzt den Himmel! Es wird dunkel am Mittag! Indem H\u00fcgel um H\u00fcgel ihre Opfer darbringen, meinen die \u00c4ngstlichen,, der Tag des Herrn sei gekommen. Eine geistliche Feuersbrunst von gleicher Gr\u00f6\u00dfe zu erleben, das w\u00e4re eine sehr begehrenswerte Sache. O Gott, sende uns den Heiligen Geist auf diese Weise: gib uns den Odem geistlichen Lebens und gib uns das Feuer unausl\u00f6schlichen Eifers f\u00fcr die Sache Deines Reiches! O Du, der du unser Gott bist, antworte uns mit Feuer, wir bitten Dich! Antworte uns mit beidem, mit Wind und mit Feuer! Dann werden wir erkennen, da\u00df du in der Tat Gott bist. Dein Reich verzieht, Dein Werk ermattet, o sende den Wind und das Feuer! Du wirst es tun, wenn wir alle eines Sinnes, alle gl\u00e4ubig, alle erwartungsvoll, alle durch Gebet zubereitet sind. Herr, versetze uns in diesen Zustand der Erwartung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Achtet nun weiter auf die unmittelbaren Wirkungen dieser Herabkunft des Heiligen Geistes! Diese Symbole sind nicht vergeblich gesandt. Wir haben es mit zwei unmittelbaren Wirkungen zu tun; erstens mit dem Erf\u00fclltwerden, zweitens mit der Gabe der \u00c4u\u00dferung. Ich bitte um eure besondere Aufmerksamkeit f\u00fcr den ersten Punkt: das Erf\u00fclltwerden: &#8222;und es erf\u00fcllte das ganze Haus, da sie sa\u00dfen&#8220;, aber nicht nur das Haus, sondern auch die Menschen: &#8222;Und wurden alle voll des Heiligen Geistes&#8220;. Als sie auftraten, um zu reden, bemerkten dies sogar die w\u00fcsten Sp\u00f6tter der Menge, denn sie sagten: &#8222;Diese Menschen sind voll&#8220;, und wenn sie auch hinzuf\u00fcgten: &#8222;s\u00fc\u00dfen Weins&#8220;, so nahmen sie doch augenscheinlich eine besondere F\u00fclle an ihnen war. Wir sind von Natur, arme, leere und &#8211; solange wir so bleiben &#8211; unn\u00fctze Wesen und m\u00fcssen erf\u00fcllt werden von dem Heiligen Geist. Manche Leute scheinen zu meinen, da\u00df der Heilige Geist blo\u00df \u00c4u\u00dferung verleihe, denn sie betrachten die g\u00f6ttliche Unterweisung in g\u00f6ttlichen Dingen als eine Sache von untergeordneter Wichtigkeit. Aber ach, wie viel Unheil entspringt aus dieser Annahme! Wie viel Ger\u00e4usch und Geklapper entsteht durch leere Gef\u00e4\u00dfe! Was reden diese Leute f\u00fcr eine Menge Nichts, und selbst, wenn dieses Nichts in Brand ger\u00e4t, entsteht nicht viel daraus. Ich f\u00fcrchte eine Erweckung dieser Art, wo das Erste und Letzte ewiges Geschw\u00e4tz ist. Diejenigen, welche als Lehrer auftreten, bed\u00fcrfen erst selbst, vom Herrn gelehrt zu werden! Wie k\u00f6nnen sie mitteilen, was sie nicht empfangen haben? Wo der Geist Gottes in Wahrheit wirksam ist, da f\u00fcllt Er zuerst und gibt dann das Ausbrechen. O, da\u00df ihr und ich in diesem Augenblick des Heiligen Geistes voll w\u00fcrden! &#8222;Voll&#8220;! Dann waren sei also nicht mehr kalt und tot und lebensleer, wie wir es so oft sind. &#8222;Voll&#8220;! dann war also kein Raum mehr f\u00fcr irgendetwas anderes in irgend einem von ihnen! Sie waren so v\u00f6llig von der himmlischen Macht in Besitz genommen, da\u00df f\u00fcr irdisches Verlangen kein Raum mehr blieb. Die Furcht war verbannt, jedes untergeordnete Motiv ausgesto\u00dfen; der Geist Gottes, der in ihr Inneres einstr\u00f6mte, trieb alles Ungeh\u00f6rige aus ihnen hinaus. Sie hatten vorher manche Fehler, manche Gebrechen. Aber an jenem Tage, da der Geist Gottes sie erf\u00fcllte, waren Fehler und Gebrechen nicht mehr bemerkbar. Sie wurden verschieden von dem, was sie je zuvor gewesen waren: Menschen, von Gott erf\u00fcllt, sind das Gegenteil von solchen, die von sich selbst erf\u00fcllt sind. Der Unterschied zwischen einem vollen und einem leeren Menschen ist in die Augen fallend. Reicht einem Durstigen ein leeres Gef\u00e4\u00df dar: es mag viel Ger\u00e4usch damit verbunden sein; doch wie spottet es seines Durstes, wenn er es zum Munde f\u00fchrt! Aber nun f\u00fcllt es mit erquickendem Wasser: wenn es dabei auch schweigsamer zugeht &#8211; denn ein voller Becher erfordert behutsame Behandlung&#8211;,welch ein Segen, wenn er des Menschen Lippen ber\u00fchrt! Aus einem vollen Gef\u00e4\u00df kann er sich satt trinken. Aus einer vollen Gemeinde kann die Welt Heil empfangen, aber niemals aus einer leeren. Das Erste, was uns als Gemeinde not tut, ist, erf\u00fcllt zu werden mit dem Heiligen Geist. Die Gabe der \u00c4u\u00dferung wird dann von selbst nachkommen. Man fragt mich: &#8222;D\u00fcrfen die Schwestern reden, wenn auch nicht in der Gemeinde, so doch in kleineren Versammlungen&#8220;? ich antworte: &#8222;Ja, wenn sie voll sind des Heiligen Geistes&#8220;. Soll es diesem oder jenem Bruder gestattet sein, zu reden? Sicherlich, wenn er gef\u00fcllt ist, so m\u00f6ge er flie\u00dfen. Darf ein Laie predigen? Ich wei\u00df nichts von Laien, au\u00dfer da\u00df ich selbst kein Priester bin; aber es sollen alle reden, welche voll sind des Heiligen Geistes! Wo eine Quelle lebendigen Wassers ist, wer m\u00f6chte sie hemmen, wer k\u00f6nnte sie hemmen? La\u00dft den \u00fcberflie\u00dfen, welcher voll ist, aber gebt wohl acht, da\u00df er sich nicht anma\u00dfe, auszugie\u00dfen, wenn er nichts in sich hat; denn wenn er es f\u00fcr seine offizielle Pflicht h\u00e4lt, in die L\u00e4nge und Breite auszugie\u00dfen, auszugie\u00dfen, auszugie\u00dfen, und doch nichts kommt, so bin ich gewi\u00df, da\u00df er nicht handelt getrieben von dem Heiligen Geist, sondern getrieben von seiner eigenen Eitelkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das n\u00e4chste Pfingstsymbol war die Gabe der \u00c4u\u00dferung. Sobald der Geist Gottes sie erf\u00fcllte, fingen sie an auszusprechen. Es scheint mir, sie fingen an zu reden, ehe das Volk zusammengekommen war. Sie konnten es nicht lassen, die innere Gewalt verlangte einen Ausdruck, sie mu\u00dften reden. Wenn der Heilige Geist \u00fcber einen Menschen kommt, so wartet er nicht, bis er eine Zuh\u00f6rerschaft von gew\u00fcnschter Gr\u00f6\u00dfe beisammen hat, sondern er ergreift die n\u00e4chste Gelegenheit. Er redet zu einer Person, zu zweien, zu dreien, zu wem es sei, er mu\u00df reden, denn er ist voll und mu\u00df sich Luft machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn der Geist Gottes einen Menschen erf\u00fcllt, so redet er auf verst\u00e4ndliche Weise. Die Menge sprach verschiedene Sprachen, aber diese geistgelehrten Leute redeten zu ihnen in der Sprache des Landes, in welchem sie geboren waren. Dies ist eins von den Zeichen der \u00c4u\u00dferung des Geistes. Wenn mein Freund zu einfachen Leuten in lateinischen Stil redet, so b\u00fcrge ich euch daf\u00fcr, der Heilige Geist hat nichts mit ihm zu tun. Wenn ein gelehrte Bruder mit seiner gro\u00dfen Rede \u00fcber die K\u00f6pfe seiner Gemeinde hinwegzielt, so mag er, wenn es ihm beliebt, seine Beredsamkeit auf Cicero oder Demosthenes zur\u00fcckf\u00fchren, aber er schreibe sie nicht dem Heiligen Geist zu, denn das ist nicht nach seiner Weise. Der Geist Gottes redet so, da\u00df seine Worte verstanden werden, und wenn doch noch eine Dunkelheit \u00fcbrig bleibt, so liegt sie in der Sprache, welche unser Herr selbst gesprochen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Menge verstand aber nicht nur, sie f\u00fchlte auch. Die Worte dieser Pfingstpredigt waren Pfeile, die den Zuh\u00f6rern durchs Herz gingen. Die Wahrheit verwundete die Menschen; der &#8222;Get\u00f6teten&#8220; des Herrn waren viele, denn die Wunden wurden dem lebenswichtigsten Organ beigebracht, dem Herzen. Sie konnten es sich nicht erkl\u00e4ren. Sie hatten schon andere Redner geh\u00f6rt, aber dies war etwas ganz anderes. Diese Menschen redeten Funken, und ein Zuh\u00f6rer rief dem andern zu: &#8222;Was will das werden&#8220;? Die Prediger sprachen Flammen, und das Feuer fiel in die Herzen der Menschen, bis sie erstaunt und best\u00fcrzt waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies sind die beiden Wirkungen des Heiligen Geistes: eine F\u00fclle des Geistes f\u00fcrs Predigtamt und in der Gemeinde und dann ein Feueramt und eine feurige Gemeinde, welche so reden, da\u00df sie von den Umstehenden verstanden und gef\u00fchlt werden. Ursachen bringen Wirkungen hervor, die ihnen gleichen: dieses Wind- und Feuer-Predigtamt konnte nicht verborgen bleiben. Wir lesen: &#8222;Als diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden best\u00fcrzt&#8220;. Es gab nat\u00fcrlich eine Bewegung, denn es brauste ein gewaltiger Wind vom Himmel. Alle waren entsetzt und verwundet. Und w\u00e4hrend einige gl\u00e4ubiges erstaunen \u00e4u\u00dferten, hatten&#8217;s andere ihren Spott. Das war ganz nat\u00fcrlich: es brannte da ein Feuer , und Feuer scheidet; so fing denn dies Feuer an zu scheiden zwischen dem Edlen und dem Unedlen, wie es immer der Fall sein wird, wo man es zur Anwendung bringt. Wir d\u00fcrfen zu Anfang einer jeden wahren Erweckung eine Bewegung im Volk erwarten, einen gewissen L\u00e4rm und Aufregung, denn diese Dinge geschehen nicht im Winkel. Die St\u00e4dte, in welchen sie geschehen, werden die Gegenwart Gottes merken, und die Menge wird von dem Ereignis angezogen werden. Dies war auch die unmittelbare Wirkung des Pfingstwunders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welches war nun der hervorragendste Gegenstand, \u00fcber welchen diese geisterf\u00fcllten Menschen mit solch feurigen Worten predigten? Gesetzt dem Fall, der Heilige Geist wirkte ebenso m\u00e4chtig in unseren Gemeinden wie damals. Wor\u00fcber w\u00fcrden unsere Prediger predigen? Wir w\u00fcrden eine Wiederauflebung der alten Streitigkeiten \u00fcber Pr\u00e4destination und die freie Willensbestimmung des Menschen erleben, nicht wahr? Ich glaube nicht: diese sind gl\u00fccklicherweise beigelegt, denn sie riefen nur Bitterkeit hervor, und meistens waren die Streitenden ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Oder wir w\u00fcrden viel dar\u00fcber streiten h\u00f6ren, ob der Herr vor oder nach dem Tausendj\u00e4hrigen Reiche wiederkommt? Ich glaube nicht. Ich habe nie viel g\u00f6ttlichen Geist in Streitigkeiten \u00fcber Zeiten und Stunden wahrgenommen, welche nicht klar geoffenbart sind! Oder w\u00fcrden wir gelehrte Abhandlungen \u00fcber die Fortschritte der Theologie h\u00f6ren? Nein, gewi\u00df nicht. Wenn der Teufel die Kirche beeinflu\u00dft, dann haben wir moderne Theologie; wenn aber der Geist Gottes unter uns ist, dann wird dieser Schutt hinweggetan. Wor\u00fcber predigten diese Menschen? Ihre Zuh\u00f6rer sagten: &#8222;Wir h\u00f6ren sie mit unseren Zungen die gro\u00dfen Taten Gottes reden&#8220;. Ihr Thema war: &#8222;Die gro\u00dfen Taten Gottes&#8220;. O dies sei bis zu meinem Sterbetag mein einziges und alleiniges Thema: &#8222;Die gro\u00dfen Taten Gottes&#8220;. Zuerst sprachen sie von der Erl\u00f6sung, dieser gro\u00dfen Tat Gottes. Des Petrus Predigt war ein Beispiel, wie sie davon redeten. Er sagte dem Volke, da\u00df Jesus der Sohn Gottes sei, da\u00df sie Ihn gekreuzigt und erw\u00fcrgt h\u00e4tten, da\u00df Er aber gekommen sei, die Menschen zu erl\u00f6sen, und da\u00df in seinem teuren Blut das Heil sei. Er predigte die Erl\u00f6sung. O wie wird dies Land widerhallen von &#8222;Erl\u00f6sung, Erl\u00f6sung, Erl\u00f6sung durch das teure Blut&#8220;, wenn der Geist Gottes mit uns ist. Dies ist geeigneter Stoff f\u00fcr die Flammenzunge; dies ist etwas, das wert ist, vom g\u00f6ttlichen Wind dahin getragen zu werden. &#8222;Gott war in Christo und vers\u00f6hnte die Welt mit Ihm selber und rechnete ihnen ihre S\u00fcnden nicht zu&#8220;. &#8222;Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller S\u00fcnde&#8220;. Dies ist eine von den gro\u00dfen Taten Gottes, von denen wir viel reden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann redeten sie sicherlich von der anderen gro\u00dfen Tat Gottes, der Wiedergeburt. In dieser ersten Gemeinde gab es kein Verschweigen des Amtes des Heiligen Geistes. Es wurde in den Vordergrund gestellt. Petrus sagte: &#8222;Ihr werdet den Heiligen Geist empfangen&#8220;. Die Pfingstprediger redeten von dem Werk des Geistes in des Geistes Kraft: Bekehrung, Bu\u00dfe, Erneuerung, Glaube, Heiligkeit, und dgl. wurden frei besprochen und ihrem wahren Urheber, dem Heiligen Geist, zugeschrieben. Wenn der Heilige Geist uns wieder ein volles und feuriges Predigtamt schenkt, dann wird es wieder klar unter uns verk\u00fcndigt werden: &#8222;Ihr m\u00fcsset von neuem geboren werden&#8220;, und dann werden wir ein Volk erstehen sehen, welches geboren ist nicht von dem Gebl\u00fct, noch von dem Willen des Fleisches, sondern von Gott und von der Kraft, welche vom Himmel kommt. Ein Predigtamt des Heiligen Geistes kann \u00fcber den Heiligen Geist und seine heiligen Wirkungen im Menschenherzen nicht schweigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und sehr klar redeten sie von der dritten gro\u00dfen Tat Gottes, der Vergebung der S\u00fcnden. Das war der Punkt, den ihnen Petrus so eindringlich machte: wenn sie Bu\u00dfe t\u00e4ten, so w\u00fcrden sie Vergebung der S\u00fcnden empfangen. O selige Botschaft: Vergebung, auch f\u00fcr das schw\u00e4rzeste Verbrechen, eine Vergebung, welche das Blut Jesu erkauft hat, eine freie, volle, unverbr\u00fcchliche Vergebung, welche auch den \u00c4rgsten der Argen zuteil werden soll, wenn sie ihre Waffen strecken und sich zu den F\u00fc\u00dfen Dessen neigen wollen, der einst an den Stamm genagelt war. Wenn wir uns als solche beweisen wollen, die unter g\u00f6ttlichem Einflu\u00df stehen, dann m\u00fcssen wir uns an die Botschaft v\u00e4terlicher Vergebung f\u00fcr die wiederkehrenden S\u00f6hne halten. K\u00f6nnen wir ein seligeres Wort verk\u00fcndigen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies sind die Lehren, welche er Heilige Geist, wenn Er m\u00e4chtig wirkt, inmitten unseres Landes wiederbeleben wird: Erl\u00f6sung, Wiedergeburt, Vergebung. Wollte ihr den Heiligen Geist auf eurer Arbeit ruhen haben, so stellt diese drei Dinge immer in den Vordergrund und lasset alle Menschen in ihren Zungen die gro\u00dfen und wunderbaren Taten Gottes h\u00f6ren!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welches waren nun die herrlichen Folgen dieser geistesm\u00e4chtigen Predigt? Zuerst war es ein tiefes Gef\u00fchl, welches in den Herzen der Zuh\u00f6rer durch das Kommen des Heiligen Geistes entz\u00fcndet wurde. Es ist vielleicht nie in der ganzen Welt durch die Sprache von Sterblichen Menschen ein solches Gef\u00fchl hervorgerufen worden wie in der Menge zu Jerusalem an diesem Tage. Da sah man hier eine Gruppe und dort eine Gruppe, alle derselben Botschaft von den gro\u00dfen Taten Gottes lauschend; alle erregt und ergriffen; denn der himmlische Wind und das himmlische Feuer begleiteten die Predigt, und sie konnten nicht umhin, ihre Macht zu empfinden. Wir lesen: &#8222;Es ging ihnen durchs Herz&#8220;. Sie hatten schmerzliche Empfindungen, sie f\u00fchlten Wunden, durch welche ihre Feindschaft get\u00f6tet wurde. Das Wort traf in das Innerste ihres Wesens hinein, es durchbohrte den Lebensnerv. Ach, die Leute heutzutage kommen in unsere Gottesh\u00e4user, um den Prediger zu h\u00f6ren, und ihre Freunde fragen sei beim Nachhausekommen: &#8222;Wie hat er euch gefallen&#8220;? War das euer Auftrag, zu sehen, wie es euch gefiele? Kann euch das Nutzen bringen, wenn ihr euch so der Knechte Gottes bedient? Die Masse der Menschen scheint wirklich zu denken, da\u00df wir nichts Besseres sind als Geigen- oder Schauspieler, welche die B\u00fchne betreten, um euch eine Stunde lang die Zeit zu vertreiben. Oh, wenn wir gegen Gott und gegen euch treu sind, dann haben wir eine ernstere Obliegenheit, als die meisten Menschen w\u00e4hnen. Das Ziel einer jeden wahren Predigt ist das Herz: wir arbeiten darauf hin, eine Scheidung zwischen eurem Herzen und der S\u00fcnde zu bewirken und euch Christo zu vertrauen. Unser Amt ist nichts n\u00fctze und entbehrt des g\u00f6ttlichen Siegels, wenn es die Menschen nicht zittern macht, sie nicht betr\u00fcbt und sie dann zu Christus bringt, damit sie wieder fr\u00f6hlich werden. Predigten werden zu Tausenden geh\u00f6rt, und doch wie wenig wirken sie, weil nicht auf das Herz gezielt wird oder doch die Sch\u00fctzen ihres Zieles verfehlen. Und unsere Zuh\u00f6rer bieten uns oft ihre Herzen nicht als eine Zielscheibe dar, sondern lassen sie zu Hause und bringen uns nur ihre Ohren oder ihre K\u00f6pfe. Hier brauchen wir den g\u00f6ttlichen Beistand. Betet anhaltend, da\u00df der Geist Gottes auf allen ruhen m\u00f6ge, welche im Namen Gottes reden, denn nur so werden sie ein tiefes Gef\u00fchl in ihren Zuh\u00f6rern erwecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darauf folgte dann ein ernstes Fragen. Es ging ihnen durchs Herz und sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: &#8222;Ihr M\u00e4nner, liebe Br\u00fcder, was sollen wir tun&#8220;? Eine jede R\u00fchrung ist an sich wenig n\u00fctze, wenn sie nicht zur Tat wird. Die Menschen zur Empfindung zu bringen, ist recht gut, aber es mu\u00df eine Empfindung sein, welche sie zwingt, sich sogleich aufzumachen oder doch wenigstens ernstlich zu fragen: Was sollen wir tun? O Geist Gottes, wenn Du auf mir, ja, auch auf mir ruhen willst, so sollen die Menschen nicht dahingehen und vergessen, was sie geh\u00f6rt haben, sondern sie sollen sich aufmachen, um den Vater zu suchen und seine Liebe zu kosten. Wenn Du auf allen den Br\u00fcdern ruhen wirst, welche Dein Wort verk\u00fcndigen, so werden die Menschen nicht nur weinen, w\u00e4hrend sie zuh\u00f6ren, und eine R\u00fchrung empfinden, solange die Predigt w\u00e4hrt, sondern sie werden nach Hause gehen und fragen: &#8222;Was soll ich tun, da\u00df ich selig werde&#8220;? Dies ist&#8217;s was uns nottut. Wir brauchen keine neuen Prediger, sondern eine neue Salbung des Geistes. Wir brauchen keinen neuen Formen des Gottesdienstes, aber wir brauchen den Feuergeist, den Windgeist, damit Er durch uns wirke, bis \u00fcberall die Menschen ausrufen: &#8222;Was mu\u00df ich tun, da\u00df ich selig werde&#8220;?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darauf folgte dann eine gro\u00dfartige Annahme des Wortes. Wir erfahren, da\u00df sie das Wort gern annahmen, und zwar in doppelter Hinsicht: Petrus sagte ihnen, sie sollten Bu\u00dfe tun, und sie taten Bu\u00dfe. Es ging ihnen durchs Herz, sie empfanden eine tiefe Zerknirschung \u00fcber das, was sie Jesus getan hatten, und zwar trauerten sie auf g\u00f6ttliche Weise: denn sie verlie\u00dfen ihre S\u00fcnde. &#8211; Sie glaubten aber auch an Den, den sie get\u00f6tet hatten, und nahmen Ihn als ihren Heiland an, und zwar auf der Stelle, ohne l\u00e4nger zu z\u00f6gern. Sie vertrauten Dem, welchen Gott vorgestellt hat zu einem Gnadenstuhl, und nahmen also das Wort v\u00f6llig auf. Bu\u00dfe und Glauben machen die v\u00f6llige Annahme Christi aus, und sie hatten beides. Warum sollten wir nicht diese beiden Wirkungen noch heute erleben? Wir werden sie erleben im Verh\u00e4ltnis unsers Glaubens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was nun? Sie lie\u00dfen sich taufen. Nachdem sie Bu\u00dfe getan und gl\u00e4ubig geworden waren, war der n\u00e4chste Schritt, da\u00df sie ihren Glauben bekannten, und das verschoben sie keinen Tag l\u00e4nger. Warum sollten sie auch? An bereitwilligen H\u00e4nden fehlte es ja nicht, denn die ganze Schar der Gl\u00e4ubigen war froh, an der heiligen Handlung teilzunehmen, und so wurden sie am selben Tage getauft in den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. W\u00e4re der Heilige Geist in ganzer F\u00fclle unter uns gegenw\u00e4rtig, dann w\u00fcrden wir niemals dar\u00fcber zu klagen haben, da\u00df so viele Gl\u00e4ubige nie ihren Glauben bekennen, denn sie w\u00fcrden ein heiliges Verlangen darnach tragen, ihren Heiland in der von Ihm verordneten Weise zu bekennen. Das Unterlassen h\u00e4ngt sehr h\u00e4ufig mit der Verfolgungsscheu zusammen, mit Unentschiedenheit, Liebe zur Bequemlichkeit, Stolz oder Ungehorsam; aber alles das verschwindet, wenn der himmlische Wind, das himmlische Feuer ihr heiliges Werk tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber noch mehr, es war nicht nur dies unfehlbare Bekenntnismittel vorhanden, sondern auch die andere Wirkung des Geistes Gottes: gro\u00dfe Best\u00e4ndigkeit, &#8220; Sie blieben in der Apostel Lehre&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben sehr viele Erweckungen menschlicher Art erlebt, und ihre Ergebnisse sind sehr unbefriedigend. Unter viel Aufregung hat es viele dem Namen nach Bekehrte gegeben, aber wo sind sie nach einiger Pr\u00fcfung geblieben? Ich sehe mich in die traurige Notwendigkeit versetzt, zu erkl\u00e4ren, da\u00df soweit ich es beobachten kann, bei vielem, was eine Erweckung genannt wurde, viel ges\u00e4t, aber wenig geerntet worden ist, was des Erntens wert war. Unsre Hoffnung war schmeichelhaft wie ein Traum, aber wie eine Vision der Nacht schwand sie dahin. Wo aber der Geist Gottes wirklich arbeitet, da bestehen die Bekehrten, da sind sie wohl gewurzelt und gegr\u00fcndet und bleiben best\u00e4ndig in der apostolischen Wahrheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen alsdann, da\u00df es nicht an reichlichem Gottesdienst fehlte, denn sie waren best\u00e4ndig, nicht nur in der Lehre, sondern auch im Brotbrechen und im Gebet und in der Gemeinschaft. Es war damals nicht schwer, eine Gebetsversammlung zustande zu bringen, nicht schwer, t\u00e4gliche Kommunion aufrechtzuerhalten, es war kein Mangel an heiliger Gemeinschaft, denn der Geist Gottes war unter ihnen und die heiligen Ordnungen waren k\u00f6stlich in ihren Augen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann fehlte es nicht an einer auffallenden Freigebigkeit. Es war nicht schwer, Mittel zusammenzubringen: die Freigebigkeit flo\u00df \u00fcber, denn die Gl\u00e4ubigen sch\u00fctteten alles in einen allgemeinen Fonds. Damals konnte man es in der Tat mit Augen sehen, da\u00df Silber und Gold des Herrn sind. Wenn der Geist Gottes wirkt, dann ist es nicht n\u00f6tig, dringende Aufrufe f\u00fcr Witwen und Waisen zu erlassen oder knief\u00e4llig f\u00fcr Missionsgebiete zu bitten, welche nicht besetzt werden k\u00f6nnen, weil es Geld fehlt. Es wird nicht an Geld mangeln, wo es nicht an Geist mangelt. Wenn der Geist des Herrn kommt, werden die Besitzenden ihre G\u00fcter an den Herrn abtreten: die, welche nur wenig haben, werden reich, indem sie von dem Wenigen dem Herrn geben, und diejenigen, welche schon reich sind, werden gl\u00fccklich, indem sie das, was sie haben, dem Herrn weihen. Es ist nicht n\u00f6tig, mit der B\u00fcchse zu kommen, wenn das Brausen wie eines gewaltigen Windes sich h\u00f6ren l\u00e4\u00dft und das Feuer alle Herzen in Liebe aufl\u00f6st.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann gab es eine best\u00e4ndige Freude. &#8222;Sie nahmen die Speie mit Freuden&#8220;. Sie waren nicht nur bei Gebetsversammlungen und Predigten fr\u00f6hlich, sondern auch beim Fr\u00fchst\u00fcck und Abendessen. Was sie auch zu essen hatten, sie sangen dabei. Jerusalem war die gl\u00fcckseligste Stadt, welche es je gegeben hat, als der Geist Gottes dort war. Die J\u00fcnger sangen vom Morgen bis an den Abend, und ich zweifle nicht, die Drau\u00dfenstehenden fragten: &#8222;Was bedeutet das alles&#8220;? Der Tempel war nie so besucht, es war nie zuvor so viel Singens, sogar die Stra\u00dfen von Jerusalem und der Berg Zion hallten wider von den Ges\u00e4ngen der einst verachteten Galil\u00e4er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie waren voll Freude, und diese Freude bewies sich im Lob Gottes. Ich zweifle nicht, da\u00df sie dann und wann in &#8222;Halleluja&#8220;! oder &#8222;Ehre sei Gott&#8220;! ausbrachen. Es w\u00fcrde mich nicht wundernehmen, wenn aller formelle Anstand in alle Winde zerstreut war. Sie waren so freudig, so fr\u00f6hlich, da\u00df sie vor Freuden h\u00e4tten springen m\u00f6gen. Nat\u00fcrlich sagen wir niemals &#8222;Amen&#8220; oder &#8222;Halleluja&#8220;. Wir sind so eiskalt und formell geworden, da\u00df wir nie einen Gottesdienst auf irgend eine Weise unterbrechen, aber die Wahrheit ist, wir sind nicht so besonders froh, wir sind nicht so voll des Lobes Gottes, da\u00df es uns Bed\u00fcrfnis w\u00e4re, so etwas zu tun. Ach, wir haben leider sehr viel vom Geist Gottes verloren und sind in eine anst\u00e4ndige Gleichg\u00fcltigkeit und steife Ordnung hineingeraten! Gott sende uns eine herrliche &#8222;Unordnung&#8220;! O da\u00df ein Windsto\u00df k\u00e4me, welcher die Gew\u00e4sser in Bewegung br\u00e4chte, in welchen unsre gepanzerten Br\u00fcder jetzt so stille vor Anker liegen, damit sie ganz umgedreht w\u00fcrden! Was uns, die kleinen Schiffe, betrifft, so wollen wir vor dem Sturm herfliegen, wenn er uns nur in den gew\u00fcnschten Hafen bringt. O da\u00df wieder Feuer vom Himmel fiele &#8211; Feuer, welches auch die Unempfindlichsten zerschm\u00f6lze! Dies ist ein sicheres Heilmittel wider die Gleichg\u00fcltigkeit. Wenn ein brennender Funke in eines Menschen Busen f\u00e4llt, so wei\u00df er es, und wenn das Wort Gottes in eines Menschen Seele f\u00e4llt, so wei\u00df er es auch. O da\u00df solch Feuer sich zuerst auf die J\u00fcnger niederlassen und dann auf alle umher fallen m\u00f6chte!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn es fehlte damals auch nicht an einem t\u00e4glichen Zuwachs der Gemeinde. &#8220; Der Herr tat hinzu t\u00e4glich, die da selig wurden, zu der Gemeinde&#8220;. Es gab t\u00e4glich Bekehrungen; Aufnahmen in die Gemeinde geschahen nicht etwa einmal im Jahr, sondern waren t\u00e4gliche Vorkommnisse, &#8222;So m\u00e4chtig wuchs das Wort Gottes und nahm \u00fcberhand&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">O Geist Gottes, Du bist ja ebenso bereit, jetzt unter uns zu wirken, wie Du es damals warst. Verziehe nicht, wir bitten Dich, sondern wirke sogleich. Brich jede Schranke ab, welche das Hereinstr\u00f6men Deiner Macht aufh\u00e4lt. Wirf sie um, wirf sie um, o heiliger Wind! Verzehre alle Hindernisse, o heiliges Feuer, und gib uns jetzt beides, flammende Herzen und feurige Zungen, um Dein Wort von der Vers\u00f6hnung zu verk\u00fcnden, um Jesu willen! Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Neue Schriften der Volksmission \/ Nr 36. Der Pfingst-Wind und das Pfingst-Feuer, Predigt von C.H. Spurgeon, neu durchgesehen von Otto Witt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Und es geschah\u00a0bald ein Brausen am Himmel wie eines gewaltigen Windes und erf\u00fcllte das ganze Haus,\u00a0wo sie sa\u00dfen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt, wie vom Feuer; und es setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und sie wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an zu reden mit andern Zungen, nach dem der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":300,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11,12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9485"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/300"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9485"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9487,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9485\/revisions\/9487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}