{"id":9473,"date":"2013-05-16T10:39:25","date_gmt":"2013-05-16T08:39:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9473"},"modified":"2013-05-16T11:06:11","modified_gmt":"2013-05-16T09:06:11","slug":"die-autoritat-der-schrift-in-der-schrift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9473","title":{"rendered":"Die Autorit\u00e4t der Schrift in der Schrift"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Infragestellung der Autorit\u00e4t der Schrift<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift wird heute massiv in Frage gestellt. Stellvertretend f\u00fcr viele \u00e4hnliche Aussagen sei hier der Landesbischof der Badischen Landeskirche zitiert, der auf der Landessynode der Badischen Kirche in Bad Herrenalb im April 2012 meinte, dass Gott im Alten und Neuen Testament nicht selber rede, \u201esondern wir haben es mit menschlichen Worten zu tun, durch die uns Gottesworte und Gottesbilder vermittelt werden\u201c. Ein solches Verst\u00e4ndnis vom Ursprung und Wesen der Bibel \u00f6ffnet Tor und T\u00fcr f\u00fcr eine Auslegung der Beliebigkeit. Redet Gott in der Schrift, bindet uns das Wort mit g\u00f6ttlicher Autorit\u00e4t. Reden aber nur Menschen Worte und Bilder von und \u00fcber Gott, so kann die Schrift jederzeit gesellschaftlichen Trends und Meinungen angepasst werden.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neu ist das Ph\u00e4nomen selbstverst\u00e4ndlich nicht. Schon Satan fragte hinterlistig: \u201eJa, sollte Gott gesagt haben\u2026?\u201c (1 Mose 3,1). Auf dieser Linie haben Menschen immer wieder die Autorit\u00e4t des Wortes Gottes hinterfragt und Instanzen neben und \u00fcber die Heilige Schrift gestellt. Im Mittelalter entwickelte sich das Lehramt der R\u00f6misch-katholischen Kirche zu einer Instanz, die \u00fcber die Schrift herrschte. Die Aufkl\u00e4rer stellten die Vernunft des m\u00fcndigen Menschen \u00fcber das Wort Gottes, und viele moderne Bibelausleger unterwerfen das biblische Wort den ungepr\u00fcft \u00fcbernommenen Auffassungen der modernen Naturwissenschaften oder der historisch-kritischen Theologie. Deren Methodenkasten hat der Theologe und sp\u00e4tere Philosoph Ernst Troeltsch (1865-1923) in drei Aspekte unterteilt: 1.) <i>Kritik<\/i>: Da es auf historischem Gebiet nur Wahrscheinlichkeitsurteile geben k\u00f6nne, m\u00fcsse erst beurteilt werden, was die \u201ewahrscheinliche Richtigkeit\u201c einer \u00dcberlieferung ist<a title=\"\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>. 2.) <i>Analogie<\/i>: Sie geht von der \u201eprinzipiellen Gleichartigkeit allen historischen Geschehens &#8211; einschlie\u00dflich der christlich-j\u00fcdischen Geschichte\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> &#8211; aus. Wahrscheinliche Richtigkeit hat nur das, was anderswo und zu anderen Zeiten auch passiert. 3.) <i>Korrelation<\/i>: Dieses Prinzip \u201emacht es zur Pflicht, jedes Geschehen aus anderen Geschehnissen ableiten zu k\u00f6nnen.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> Ein Gro\u00dfteil der universit\u00e4ren Theologie unterwirft bis heute den biblischen Text einer angeblich vorurteilsfrei forschenden Wissenschaft und der Vernunft des Forschers. Die Folge ist, dass der Ausleger selbst und aufgrund von Wahrscheinlichkeitsurteilen entscheidet, wo dem biblischen Text Autorit\u00e4t zugestanden werden kann und wo nicht. Das erkl\u00e4rt auch, warum Theologen meinen, dass analogielose Ereignisse wie das stellvertretende S\u00fchnopfer Christi oder die Auferstehung Christi von den Toten nicht geschehen sein k\u00f6nnen. Auf diesem N\u00e4hrboden wachsen dann auch Kirchenleitungsbeschl\u00fcsse, welche die biblische Ethik au\u00dfer Kraft setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Begr\u00fcndung der Autorit\u00e4t der Schrift<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Selbstaussage der Schrift<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorit\u00e4t der Schrift muss allein aus ihrem Selbstzeugnis erschlossen werden. So schreibt z. B. Johannes Calvin: \u201eDeshalb wird durchweg die h\u00f6chste Beglaubigung der Schrift darin gesehen, dass hier Gott in Person redet.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Die Bibel l\u00e4sst keinen Zweifel daran, dass Gott ihr Autor ist und in ihr redet. Eine der Schl\u00fcsselstellen dazu finden wir im zweiten Brief des Apostels Paulus an Timotheus. Dort schreibt er, dass die \u201eganze Heilige Schrift\u201c von \u201eGott ausgehaucht\u201c ist (2 Tim 3,16). \u00c4hnlich argumentiert auch der Apostel Petrus, der alle Weissagungen der Schrift auf das alleinige Wirken des Heiligen Geistes zur\u00fcckf\u00fchrt und so indirekt jeglicher eigenm\u00e4chtigen Bibelauslegung eine ausdr\u00fcckliche Absage erteilt (2 Petr 1,20.21). Das am Alten Testament gewonnene Verst\u00e4ndnis von \u201eHeiliger Schrift\u201c \u00fcbertrugen die Apostel wie selbstverst\u00e4ndlich auch auf die Schriften des Neuen Bundes (vgl. dazu 2 Petr 1,20.21; 3,2; 3,16; das Doppelzitat in 1 Tim 5,18; Offb 22,18.19).<a title=\"\" href=\"#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin kann man feststellen, dass die Apostel das Wort der alttestamentlichen Propheten nicht als \u201eMenschenwort\u201c, sondern als autoritatives Reden Gottes verstanden haben (Apg 3,18ff; Hebr 1,1ff). Weil das verk\u00fcndigte Wort der Propheten aufgeschrieben wurde, konnte Schriftwort mit Gotteswort gleichgesetzt werden. In der Bibel gilt deshalb auch der Grundsatz, was die Schrift sagt, sagt Gott und was Gott sagt, sagt auch die Schrift (vgl. 1 Mose 12,1-3 mit Gal 3,8; R\u00f6m 9,17 mit 2 Mose 9,16; Mt 15,3-4 mit 2 Mose 20,12; Apg 4,25 mit Psalm 2 und 2 Sam 23,1-3; Hebr 3,7 und Psalm 95,7.8 u. v. m.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist somit der Urheber der Schriften des Alten und des Neuen Testaments. Aus der Urheberschaft (lat. auctor) folgt auch die Autorit\u00e4t (lat. auctoritas) der Schrift. Diese Urheberschaft wird auch dadurch nicht geschm\u00e4lert, dass Gott ganz verschiedene Menschen gebrauchte, um sein Wort niederzuschreiben. Dabei schaltete er die Pers\u00f6nlichkeit der Verfasser nicht aus und lie\u00df sie in ganz konkrete geschichtliche Situationen hinein seinen Willen offenbaren. Das tiefe Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes, das wir mit der Formel \u201ewahrer Mensch und wahrer Gott\u201c zum Ausdruck bringen, l\u00e4sst sich auch auf das Wesen der Heiligen Schrift \u00fcbertragen. Wir stellen fest, dass die Bibel Gott als ihren Urheber nennt und in ihrer Ganzheit von Gott \u201eausgehaucht\u201c wurde. Diesem Zeugnis folgend, k\u00f6nnen wir mit Gerhard Maier von einer \u201eGanzinspiration\u201c der Heiligen Schrift sprechen.<a title=\"\" href=\"#_ftn6\">[6]<\/a> An der Ganzinspiration der Schrift muss der bis heute andauernde Versuch der Aufkl\u00e4rer scheitern, eine Unterscheidung von Heiliger Schrift und Gottes Wort oder von Gottes Wort und Menschenwort einzuf\u00fchren. Wenn die ganze Heilige Schrift in Ganzheit und als Einheit Gottes Wort an uns ist, dann steht dem Menschen kein Instrumentarium zur Verf\u00fcgung, mit dem er ein vermeintliches Wort Gottes aus der Bibel heraussch\u00e4len kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Untermauerung der Autorit\u00e4t durch Schrifterf\u00fcllung <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift muss anhand ihres Selbstzeugnisses festgestellt werden. Untermauert wird diese Autorit\u00e4t durch die Erf\u00fcllung biblischer Prophetien. Die Glaubw\u00fcrdigkeit alttestamentlicher Propheten sollte anhand der Erf\u00fcllung ihrer Weissagungen \u00fcberpr\u00fcft werden (5 Mose 18,21.22; Jes 41,21-23). Traten vorhergesagte Geschehnisse ein, waren der Prophet und mit ihm seine Schriften durch Gott und vor dem Volk legitimiert und autorisiert. Die Autorit\u00e4t der Schrift tritt uns auch da entgegen, wo sie das ank\u00fcndigt, was in der Zukunft geschieht und wo sie das als erf\u00fcllt bezeugt, was in der Vergangenheit angek\u00fcndigt wurde. Man kann dies auch als wechselseitige Autorisierung bezeichnen. Entscheidend ist dabei, dass die Erf\u00fcllung der Ank\u00fcndigungen au\u00dferhalb jeglicher menschlicher Verf\u00fcgung steht. Gott allein ist es, der aus der Ewigkeit heraus in den Geschichtsverlauf hinein ank\u00fcndigt und je nach Prophetie nach Stunden (Mt 6,34), Tagen (Mt 20,18.19), Jahren (Apg 1,29), Jahrzehnten (Mt 24,2), Jahrhunderten (Jes 53,1ff) oder sogar Jahrtausenden (1 Mose 49,10) erf\u00fcllend in denselben eingreift (vgl. z. B. Jes 7,14 mit Mt 1,22; Micha 5,1 mit Mt 2,5; Sach 9,9 mit Joh 12,14; Sach 12,10 mit Joh 19,37; Ps 16,8-11 mit Apg 2,25ff; Joel 3,1-5 mit Apg 2,1ff). Dieses \u00fcberzeitliche Offenbarungshandeln Gottes untermauert die g\u00f6ttliche Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift.<b> <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zentrale Thema biblischer Prophetie und der Erf\u00fcllung der Schrift ist die Person Jesus Christus, \u201edenn auf alle Gottesverhei\u00dfungen ist in ihm das Ja\u201c (2 Kor 1,20). Er ist das Wort Gottes (Offb 19,13) und die Wahrheit Gottes in Person (Joh 14,6). Zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist ist er auch Urheber dieses Wortes. Und weil die Schrift sein eigenes Wort ist, das sein Kommen vorhersagte und das Eintreffen der Vorhersagen bezeugt, erh\u00e4lt sie auch durch ihn, den gekreuzigten, auferstandenen und wiederkehrenden Herrn, ihre Autorit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die durch das Schema Prophetie und Erf\u00fcllung untermauerte Autorit\u00e4t strahlt nicht nur auf die noch nicht erf\u00fcllten Prophetien der Heiligen Schrift ab, sondern erfasst auch alle anderen biblisch-theologischen Aussagen, seien sie nun der Eschatologie, der Ekklesiologie, der Soteriologie oder der Ethik zuzuordnen. Hinzu kommt, dass prophetisch-eschatologische und ethische Aussagen der Schrift oftmals in einem unl\u00f6sbaren Zusammenhang stehen. Wer z. B. in 1 Kor 6,9-11 das kommende \u201eReich Gottes\u201c bejaht, kann nicht zugleich die ethische Ordnung ablehnen und umdeuten, die als Voraussetzung f\u00fcr den Eingang in das Reich Gottes genannt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Autorit\u00e4t der Schrift und die Notwendigkeit des Glaubens<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorit\u00e4t der Bibel wird zwar in der Bibel bezeugt und auch durch die Erf\u00fcllung biblischer Prophetien untermauert, sie l\u00e4sst sich in letzter Konsequenz jedoch nicht beweisen. Um die Autorit\u00e4t der Schrift anerkennen zu k\u00f6nnen, braucht der Leser oder Ausleger des Wortes den Glauben an Christus und die Gabe des Heiligen Geistes (Joh 14,26; 1 Kor 2,14). Die J\u00fcnger kannten die Heilige Schrift, doch sie verstanden sie erst, als der auferstandene Herr ihnen begegnete und ihnen das rechte Verst\u00e4ndnis schenkte, so dass \u201esie die Schrift verstanden\u201c (Lk 24,45). Nicht anders kann es heute zur Anerkennung der Autorit\u00e4t der Schrift kommen. Christus selbst muss uns begegnen, damit wir sie verstehen und anerkennen k\u00f6nnen. Will ein Mensch erkennen, ob die Bibel Gottes verbindliches Wort an die Menschheit ist, muss er sich ihr im Glauben \u00f6ffnen und tun, was sie sagt (Lk 11,28; Joh 5,24; Joh 7,17). Gottes Wort wird sich dann mit der ihm innewohnenden g\u00f6ttlichen Kraft im Leben des Menschen so durchsetzen, dass es zur Anerkennung der Autorit\u00e4t der Schrift kommt (Jer 23,29; R\u00f6m 1,16; Hebr 4,12). Calvin schreibt zu Recht: \u201eDas Zeugnis des Heiligen Geistes ist besser als alle Beweise. \u2026 Denn derselbe Geist, der durch den Mund der Propheten gesprochen hat, der muss in unser Herz dringen, um uns die Gewissheit zu schenken, dass sie treulich verk\u00fcndet haben, was ihnen von Gott aufgetragen war.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> Eine Hermeneutik (Die Kunst des Verstehens), die sich allein auf die Vernunft und eine historisch-kritische Methodik nach den Vorgaben von Ernst Troeltsch verl\u00e4sst, muss am biblischen Wort scheitern. Der Ausleger, der die Bibel auf diese Weise leichtfertig auslegt, steht unter dem Urteil des Petrus, der von den \u201eUnwissenden und Leichtfertigen\u201c schreibt, welche die Schriften des Paulus \u201ewie auch die anderen Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis verdrehen\u201c (2 Petr 3,16). Stattdessen ist eine Hermeneutik des Glaubens gefragt, die in der pers\u00f6nlichen Glaubensbeziehung zu Christus und unter der Leitung des Heiligen Geistes das Wort liest, auslegt und sich unter seine Autorit\u00e4t beugt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Autorit\u00e4t der Schrift und der Gehorsam <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Unaufl\u00f6slichkeit der Schrift<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Heilige Schrift bezeugt, dass sie ihrem Wesen nach und in Analogie zur Ewigkeit Gottes das unverg\u00e4ngliche Wort Gottes ist (Mt 24,35; 1 Petr 1,24.25; vgl. Jes 40,6-8). Daraus l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass Worte und Gebote der Bibel nicht beliebig aufgel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Sie haben bis in die Einzelaussagen hinein bleibenden und bindenden Charakter. Gebote und Ordnungen der Schrift k\u00f6nnen nicht aufgel\u00f6st oder gebrochen werden, sondern m\u00fcssen in \u00dcbereinstimmung mit den Aussagen des Herrn und der Apostel und unter Ber\u00fccksichtigung ihres heilsgeschichtlichen Zusammenhanges ausgelegt und gelehrt werden (vgl. Mt 5,17-19; Joh 10,34.35).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem unverg\u00e4nglichen Wesen der Schrift entsprechend wird die Heilige Schrift immer wieder in diesem Sinne von Jesus und den Aposteln zitiert. Was die Heilige Schrift in einer Sache oder zu einer ganz bestimmten Streitfrage sagt, das wird durch den Verweis auf das \u201eEs steht geschrieben!\u201c (Mt 4,4; Mk 11,17; Mk 14,21) oder das \u201eHabt ihr nicht gelesen?\u201c (Mt 12,3; 19,4; 22,31) endg\u00fcltig und abschlie\u00dfend beantwortet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Auslegung der Schrift mit der Schrift<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun zeigt sich bereits in der Schrift, dass versucht wird, falsche Lehren anhand der Schrift zu belegen. So versucht Satan, Jesus dazu zu bringen, auf ihn zu h\u00f6ren und ihn anzubeten, indem er die Schrift zitiert (Lk 4,10; Ps 91,11-12). Jesus aber ist \u201evoll Heiligen Geistes\u201c (Lk 4,1) und weist das falsch zitierte Schriftwort und die Versuchungen Satans zur\u00fcck, indem er drei Mal das Wort Gottes dagegenstellt: \u201eEs steht geschrieben\u201c (5 Mose 8,3; 5 Mose 6,13; 5 Mose 6,16).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sadduz\u00e4er versuchten, anhand eines Schriftwortes zu belegen, dass die Toten nicht auferstehen (Mt 22,23ff). Das zitierte Wort spricht von einem anderen Sachverhalt, wird aber dazu missbraucht, um die Auferstehung der Toten zu hinterfragen (5 Mose 25,5-6). Jesus entlarvt den Versuch, eine schriftwidrige Lehre mit der Schrift zu begr\u00fcnden, mit dem Verweis auf den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der \u201eein Gott ist nicht der Toten, sondern der Lebenden\u201c (2 Mose 3,6; Mt 22,31.32; vgl. Mt 19,1ff).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beide Beispiele best\u00e4tigen das reformatorische Auslegungsprinzip, das besagt, dass die Schrift sich selbst auslegt (Scriptura sacra sui ipsius interpres).<a title=\"\" href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> Wenn heute Bibelworte aus dem Zusammenhang gerissen werden, um biblische Wahrheiten oder Ordnungen au\u00dfer Kraft zu setzen, dann m\u00fcssen wir dahinter eine satanische Strategie entdecken, die wir nur mit einer Waffe bek\u00e4mpfen k\u00f6nnen: \u201edem Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes\u201c (Eph 6,17).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gehorsam und Ungehorsam gegen\u00fcber dem Wort Gottes<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist die Bibel Gottes autoritatives Wort an den Menschen, dann muss der Mensch auch glauben und tun, was die Bibel sagt. Aus diesem Grunde fordert uns die Schrift immer wieder auf, nicht nur H\u00f6rer, sondern eben auch T\u00e4ter des Wortes zu sein (Jak 1,22). Die herrlichsten Seligpreisungen kn\u00fcpft die Schrift an das Bewahren und Befolgen der Worte Gottes (Mt 7,24; Lk 11,25). Wiederum warnt sie vor den schweren Konsequenzen des Ungehorsams (Mt 7,21). Gerhard Maier schreibt dazu, dass eine \u201eintellektualistische Anerkennung\u201c der Schrift nicht gen\u00fcge: \u201eDas Ziel der Schrift liegt vielmehr in unserem Gehorsam.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unausweichliche Folge der Nichtanerkennung der Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift ist der Ungehorsam, also das Nichtbefolgen biblischer Wahrheiten und Ordnungen. Wir wollen uns im Folgenden mit einigen ausgesuchten Beispielen aus der Diskussion um die Anerkennung praktizierter Homosexualit\u00e4t in den evangelischen Landeskirchen besch\u00e4ftigen, um den engen Zusammenhang von Anerkennung der Autorit\u00e4t der Schrift und Gehorsam bzw. Ungehorsam gegen\u00fcber den Ordnungen Gottes deutlich zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.3.1\u00a0\u00a0\u00a0 Was \u201eChristum treibet\u201c<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens \u00e4u\u00dfert in der \u201eErkl\u00e4rung des Landesbischofs anl\u00e4sslich der Klausurtagung der Kirchenleitung am 20.\/21.1.2012 zum Umgang mit Homosexualit\u00e4t\u201c zum Beispiel, dass die Heilige Schrift nicht so sehr an ihren Einzelaussagen zum Thema Homosexualit\u00e4t zu messen sei. Stattdessen sei man gehalten, \u201enach der Mitte der Schrift zu suchen und ihre Aussagen an dem zentralen Kriterium zu messen \u201awas Christum treibet\u2018\u201c.<a title=\"\" href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> Das Verf\u00fchrerische an diesen Kriterien ist, dass sie sich \u00e4u\u00dferst geistlich anh\u00f6ren, jedoch v\u00f6llig unbestimmt sind und dadurch je und je anders und auch mit au\u00dferbiblischen Inhalten gef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Denn wer bestimmt denn, was \u201eMitte der Schrift\u201c ist oder \u201ewas Christum treibet\u201c? Es zeigt sich in der Diskussion, dass beide Prinzipien als \u201eNebelkerzen\u201c gebraucht werden, um au\u00dferbiblische Inhalte in die Kirche einzuschleusen und sie gegen unliebsame Einzelaussagen der Schrift in Stellung zu bringen. Stattdessen m\u00fcssen sowohl \u201edie Mitte der Schrift\u201c als auch das Kriterium \u201ewas Christum treibet\u201c aus den Einzelaussagen der Schrift heraus bestimmt werden und mit der Gesamtheit der Einzelaussagen deckungsgleich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.3.2\u00a0\u00a0\u00a0 Die Unterscheidung von Geist und Buchstaben<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund exegetischer Vorarbeiten kommt der Landesbischof der s\u00e4chsischen Landeskirche in seiner oben erw\u00e4hnten Erkl\u00e4rung zu der Erkenntnis: \u201eHomosexuelle Praxis wird in der Bibel, wenn sie erw\u00e4hnt wird, ausnahmslos mit scharfen Worten verurteilt.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn11\">[11]<\/a> Dieser exegetische Befund wird dann u. a. unter Berufung auf folgendes Pauluswort au\u00dfer Kraft gesetzt: \u201eDenn der Buchstabe t\u00f6tet, aber der Geist macht lebendig\u201c (2 Kor 3,6).<a title=\"\" href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> In der Erkl\u00e4rung des Landesbischofs hei\u00dft es dann entsprechend: \u201eDer Geist will vom Buchstaben unterschieden sein.\u201c In diesem Sinne hatte auch schon der Alttestamentler Hermann Gunkel (1862-1932) geschrieben: \u201eDie Losl\u00f6sung vom Buchstaben lehrt den Geist ergreifen, der lebendig macht.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> An dieser Stelle muss an das Petruswort erinnert werden, dass \u201ekeine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist\u201c (2 Petr 1,20). Wenn der Geist die Buchstaben eingegeben hat, dann kann der Mensch den Geist nicht von den Buchstaben l\u00f6sen und die Schrift gegen ihren Wortlaut auslegen. Doch was wollte Paulus denn sagen, als er meinte, dass der \u201eBuchstabe t\u00f6tet, aber der Geist macht lebendig?\u201c Der \u201ein Stein gehauene Buchstabe\u201c des Alten Bundes deckte die S\u00fcnde auf, klagte den S\u00fcnder an und verdammte ihn. Doch er half nicht aus der S\u00fcnde heraus. So brachte das Gebot, das doch zum Leben gegeben war, dem S\u00fcnder den Tod (R\u00f6m 7,10). Erst im Neuen Bund wird der Heilige Geist empfangen, der dem S\u00fcnder das Leben gibt. Der Geist nimmt den Buchstaben des Gebotes, deckt die S\u00fcnde auf, klagt den S\u00fcnder an, f\u00fchrt ihn aber von dort weiter zum gekreuzigten und auferstandenen Herrn und schenkt ihm die Gewissheit der Vergebung, die Kraft der Erneuerung und das ewige Leben (R\u00f6m 3,20; R\u00f6m 7,7-8,16). Dies tut der Geist nie in Losl\u00f6sung, sondern eben gerade in der Bindung an das Wort (vgl. Micha 3,8). Darum kann Luther auch sagen: \u201eDer Geist f\u00e4hrt einher auf dem Wagen des Wortes\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.3.3\u00a0\u00a0\u00a0 L\u00f6st die Bibel selber Gebote auf?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorgebracht wird auch das Argument, dass die Heilige Schrift selbst die \u00c4nderung von Geboten vornimmt: \u201eDie Ver\u00e4nderbarkeit gesetzlicher Regelungen ist bereits innerbiblisch vielfach zu belegen\u201c und die \u201eungeschichtliche \u00dcbernahme gesetzlicher Einzelweisungen der Thora sowie der ethischen Weisungen des Neuen Testaments\u201c ist abzulehnen.<a title=\"\" href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> Der Landesbischof schreibt, \u201edass das Heiligkeitsgesetz eine F\u00fclle von Bestimmungen enth\u00e4lt, an die wir uns als Christen nicht gebunden sehen.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> Das ist v\u00f6llig richtig und wird auch nicht bestritten. Die Bibel muss heilsgeschichtlich ausgelegt werden. Das bedeutet, dass nach dem heilsgeschichtlichen Ort eines Gebotes gefragt werden muss. Das mosaische Gesetz ist zuerst und vor allem Israel gegeben. Christen blicken auf das mosaische Gesetz von Christus und vom Neuen Bund her. Darum sind Christen im Neuen Bund auch nicht mehr an die Speisegebote gebunden (Mk 7,19; Apg 10,15; 1 Kor 6,13), und auch das Opfern von L\u00e4mmern ist f\u00fcr sie durch das einmalige Opfer Christi aufgehoben (Joh 1,29; Hebr 10,1ff). Entscheidend ist aber hier der Begriff \u201einnerbiblisch\u201c. Denn die Beobachtung, dass Ordnungen \u201einnerbiblisch\u201c aufgehoben werden, l\u00e4sst nicht den Schluss zu, nun eigenm\u00e4chtig und von au\u00dferhalb der Bibel kommend, g\u00f6ttliche Ordnungen aufzuheben, die sowohl im Alten Testament wie auch im Neuen Testament gelehrt und best\u00e4tigt werden (R\u00f6m 1,26.27; 1 Kor 6,9-11; 1 Tim 1,10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.3.4\u00a0\u00a0\u00a0 Verurteilt die Liebe niemand?<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In gleicher Weise k\u00f6nnen biblische Gebote und Verbote nicht mit Hinweis auf das Liebesgebot entwertet oder relativiert werden. So schreibt der bayrische Regionalbischof Christoph Schmidt: \u201eDer h\u00f6chste Ma\u00dfstab, den Jesus uns gegeben hat, ist der Ma\u00dfstab der Liebe, der Liebe zu Gott und den Mitmenschen\u201c. Er erkennt darin den \u201emenschlichen Gott\u201c, der die Liebe homosexueller Paare nie verurteilen w\u00fcrde. Die Schrift m\u00fcsse immer vom Liebesgebot her gelesen werden, um menschliche Gedanken von Gottes Willen zu unterscheiden, da die Autoren der Bibel auch ihre \u201emanchmal allzu menschlichen\u201c W\u00fcnsche und Sehns\u00fcchte in die Schrift eingetragen h\u00e4tten.<a title=\"\" href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> Es zeigt sich hier, dass heute ein humanistisches Verst\u00e4ndnis von Liebe in die Bibel hinein getragen wird. Danach ist die Liebe eine Eigenschaft, die alles toleriert, guthei\u00dft und niemanden verurteilt. Die Liebe Gottes ist jedoch eine ganz andere Liebe. Sie hasst die S\u00fcnde und liebt den S\u00fcnder. Sie wei\u00df um die Verlorenheit und Verdammnis des S\u00fcnders. Sie warnt den S\u00fcnder vor dem Weg des Verderbens und opfert sich f\u00fcr seine S\u00fcnde auf bis hin zum Tod (Joh 3,16). Die Liebe Gottes hei\u00dft die S\u00fcnde niemals gut, sondern bietet einen Weg der Umkehr und der Erneuerung an. Die Liebe Gottes f\u00fchrt den S\u00fcnder in den Schutzraum der Gebote Gottes. Dementsprechend stehen Liebesgebot und Dekalog in der Bibel in einem unaufl\u00f6slichen Zusammenhang und bedingen einander (5 Mose 5,6-22; 6,4-9; Joh 14,15; R\u00f6m 13,8-10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3.3.5\u00a0\u00a0\u00a0 Der Blick auf die Humanwissenschaften<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seiner Abschlusserkl\u00e4rung schreibt Bischof Bohl, dass die Ergebnisse humanwissenschaftlicher Untersuchungen zum Thema Homosexualit\u00e4t umstritten seien. Es best\u00fcnde aber Einvernehmen dar\u00fcber, dass 1-4% der Bev\u00f6lkerung so gepr\u00e4gt sind und dass es Menschen gibt, die homosexuell veranlagt sind und \u201eaus dieser Haut nicht heraus k\u00f6nnen und wollen, weil die ganze Person entsprechend gepr\u00e4gt ist\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> Noch deutlicher wird der s\u00e4chsische Landessuperintendent Dr. Peter Meis: \u201eWenn Paulus \u2026 solchen Geschlechtsverkehr als \u201awidernat\u00fcrlich\u2018 verdammt, so ahnt er nichts von der Komplexit\u00e4t des Ph\u00e4nomens und der Vielgestaltigkeit der sexuellen Anlagen, wie sie heutige Wissenschaft erkennt.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn18\">[18]<\/a> Hier wird der Versuch sichtbar, den biblischen Text mit Hilfe einer au\u00dferbiblischen Instanz umzudeuten. Der exegetische Befund wird den Auffassungen der Wissenschaft geopfert, m\u00f6gen diese auch noch so umstritten sein. Paulus sagt dagegen deutlich, dass einige der Korinther homosexuell gelebt haben, davon aber frei wurden (1 Kor 6,9-11). Und der Herr sagte zu den Sadduz\u00e4ern: \u201eIhr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes\u201c (Mt 22,29) Die Unkenntnis der Heiligen Schrift f\u00fchrt heute zu einer falschen Bewertung praktizierter Homosexualit\u00e4t, und das mangelnde Vertrauen in die ver\u00e4ndernde Kraft des Evangeliums f\u00fchrt zu der falschen Annahme, dass Ver\u00e4nderung von tiefliegenden Pr\u00e4gungen nicht m\u00f6glich sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schlussbemerkung<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift erschlie\u00dft sich allein aus ihrem Selbstzeugnis. Sie enth\u00e4lt nicht nur Gottes Wort, sondern sie ist in ihrer Ganzheit Gottes Wort. Die Erf\u00fcllung biblischer Prophetien untermauert die Autorit\u00e4t der Schrift. Staunend erkennen wir, dass Gott voraussagt und erf\u00fcllt. Empirisch beweisbar ist die Autorit\u00e4t der Schrift nicht. Doch dem, der glaubt, \u00f6ffnet Jesus Christus das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Schrift und ihre Autorit\u00e4t. In der Beugung unter das Wort und im Gehorsam gegen\u00fcber dem Wort findet der Mensch die Liebe Gottes und die Kraft des rettenden Evangeliums. Der Glaubende kann mit Luther fr\u00f6hlich sagen: \u201eDie Heilige Schrift ist die K\u00f6nigin \u2013 sie muss herrschen, und alle m\u00fcssen ihr gehorchen und untergeben sein.\u201c<a title=\"\" href=\"#_ftn19\">[19]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Johann Hesse, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Gemeindehilfsbundes<\/i><\/p>\n<p><i>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/mitteilungsblatt-qaufbruchq.html\">\u201eAufbruch\u201c \u2013 Informationen des Gemeindehilfsbundes April 2013<\/a><\/i><\/p>\n<div>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Evangelische Schriftauslegung, Hrsg. Joachim Cochlovius\/Peter Zimmerling, Brockhaus Verlag, Wuppertal 1987, S. 172.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Ebenda, S. 173.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Ebenda, S. 177.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Johannes Calvin, Institutio, I,7,4<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. dazu auch den reformatorischen Grundsatz: \u201eSola scriptura \u2013 tota scriptura\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Gerhard Maier, Biblische Hermeneutik, 2. \u00fcberarb. Auflage, Brockhaus Verlag, Wuppertal 1991, S. 101.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Johannes Calvin, Institutio, I,7,4<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Paul Althaus, Die Theologie Martin Luthers, 1963, S. 75.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Gerhard Maier, Biblische Hermeneutik, 2. \u00fcberarb. Auflage, Brockhaus Verlag, Wuppertal 1991, S. 153<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> EVLKS, Erkl\u00e4rung des Landesbischofs anl\u00e4sslich der Klausurtagung der Kirchenleitung am 20.\/21.1.2012 zum Umgang mit Homosexualit\u00e4t, S. 3.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Ebenda, S. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Superintendent Dr. Peter Meis, Theologische \u00dcberlegungen zur Homosexualit\u00e4t im R\u00f6mer- und 1. Korintherbrief. Eine Gespr\u00e4chsvorlage f\u00fcr die Arbeitsgruppe, S. 3.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Gerhard Maier, Biblische Hermeneutik, 2. \u00fcberarb. Auflage, Brockhaus Verlag, Wuppertal 1991, S. 103<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> EVLKS, Abschlussbericht der Arbeitsgruppe der Kirchenleitung Homosexualit\u00e4t im biblischen Verst\u00e4ndnis, S. 18.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> EVLKS, Erkl\u00e4rung des Landesbischofs anl\u00e4sslich der Klausurtagung der Kirchenleitung am 20.\/21.1.2012 zum Umgang mit Homosexualit\u00e4t, S. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> Regionalbischof Christoph Schmidt, Brief an die Pfarrerschaft des Dekanats Uffenheim (28. Februar 2011) (www.dekanat-uffenheim.de)<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> EVLKS, Erkl\u00e4rung des Landesbischofs anl\u00e4sslich der Klausurtagung der Kirchenleitung am 20.\/21.1.2012 zum Umgang mit Homosexualit\u00e4t, S. 5<\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><a title=\"\" href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> Superintendent Dr. Peter Meis, Theologische \u00dcberlegungen zur Homosexualit\u00e4t im R\u00f6mer- und 1. Korintherbrief. Eine Gespr\u00e4chsvorlage f\u00fcr die Arbeitsgruppe, S. 2.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"\" href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Paul Althaus, Die Theologie Martin Luthers, 1963, S. 74.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Infragestellung der Autorit\u00e4t der Schrift Die Autorit\u00e4t der Heiligen Schrift wird heute massiv in Frage gestellt. Stellvertretend f\u00fcr viele \u00e4hnliche Aussagen sei hier der Landesbischof der Badischen Landeskirche zitiert, der auf der Landessynode der Badischen Kirche in Bad Herrenalb im April 2012 meinte, dass Gott im Alten und Neuen Testament nicht selber rede, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,17,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9473"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9473"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9473\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9475,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/9473\/revisions\/9475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9473"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=9473"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=9473"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}