{"id":9454,"date":"2013-05-11T11:24:13","date_gmt":"2013-05-11T09:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9454"},"modified":"2013-05-11T11:24:13","modified_gmt":"2013-05-11T09:24:13","slug":"was-ist-vergebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9454","title":{"rendered":"Was ist Vergebung?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Was ist eigentlich Vergebung? Ich m\u00f6chte in zehn Schritten uns dieses Thema nahe bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst k\u00f6nnte man meinen, das sei uns Christen doch wohl l\u00e4ngst klar. Vergebung ist das Zentrum unseres Glaubens, und wir k\u00f6nnen die Vergebung unserer Schuld durch Jesus Christus in Anspruch nehmen. Aber bei genauerem Hinsehen \u2013 und damit meine ich nicht nur das Stichwort Vergebung, sondern ich meine auch die Wirklichkeit in unseren Familien, in unseren Gemeinden und in unserer Gesellschaft \u2013 merkt man: So einfach ist das Thema doch nicht zu bew\u00e4ltigen. Deswegen wollen wir jetzt in zehn Schritten einen neuen Anlauf unternehmen, das Wunder der Vergebung neu zu h\u00f6ren und neu zu verstehen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>1. Schuld und S\u00fcnde \u2013 Fehlanzeige heute<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich beginne mit einem Blick in unsere gesellschaftliche Wirklichkeit, in der man Schuld und S\u00fcnde so wunderbar ausgemerzt hat. Es gibt zwar noch einige Restbest\u00e4nde, z. B. in Flensburg und bei den Steuerfahndungsbeh\u00f6rden. Dort gibt es noch Verkehrs- und Steuers\u00fcnder. Aber ansonsten sind S\u00fcnde und S\u00fcnder ausgewandert aus unserem \u00f6ffentlichen Sprachgebrauch. Sehen wir uns kurz einige Etappen in dieser Entwicklung an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon seit 1969 gibt es den Begriff Ehebruch im deutschen Strafgesetzbuch nicht mehr. Seit Mitte 1977 wird bei Ehescheidungsverfahren gar nicht mehr nach der Schuld gefragt, sondern es wird nur noch die sogenannte Zerr\u00fcttung festgestellt. Seit der Einf\u00fchrung des \u00a7 218b im Jahre 1995 ist auch die Abtreibung kein schuldhaftes Vergehen mehr, sondern ist weder rechtswidrig noch strafbar, wenn \u2013 so w\u00f6rtlich \u2013 der \u201eSchwangerschaftsabbruch nach Beratung von einem Arzt vorgenommen wird und seit der Empf\u00e4ngnis nicht mehr als 22 Wochen verstrichen sind\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So kann man also auch mit Schuld umgehen: Man diskutiert sie weg, man verschweigt sie, man macht sie einfach nicht mehr zum Thema. Wie viele haben nach der Einf\u00fchrung des sogenannten Zerr\u00fcttungsprinzips geradezu aufgeatmet und erleichtert festgestellt, dass jetzt endlich keine schmutzige W\u00e4sche mehr gewaschen wird. Das geh\u00f6rt sich einfach nicht, dass so etwas in einer \u00f6ffentlichen Verhandlung besprochen wird, was hier in den krisenhaften Ehen im Gange war und im Gange ist. Aber kaum jemand kam auf die Idee, den unendlichen Kulturverfall mit zu bedenken, der sich hier abzeichnet: Dass der Mensch als ein schuldf\u00e4higes Wesen gar nicht mehr ernst genommen wird. Man muss nur auf die Internetseite \u201eJuraforum\u201c sehen. Da unterhalten sich Juristen, und dort, ganz aktuell, immer noch festgestellt, was das doch f\u00fcr eine Erleichterung ist, dass Ehescheidungen heute ohne den Schuldfaktor abgewickelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts dieser gesellschaftlichen Verschweigungsstrategie muss die Gegenfrage erlaubt sein: Ist denn der Schuldfaktor beseitigt, wenn ich ihn verschweige? Wenn ich Schuld nicht mehr beim Namen nenne \u2013 ist sie dann weg? Das w\u00e4re ja wunderbar. Wir reden alle nicht mehr von Schuld, und damit ist sie beseitigt! Nehmen wir dem Menschen nicht ein St\u00fcck von seinem Menschsein weg, wenn wir seine Schuldf\u00e4higkeit \u2013 die er ja im Unterschied zum Tier hat \u2013 nicht mehr ernst nehmen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Kongressthema ist ja bewusst so gew\u00e4hlt, dass wir nicht nur die pers\u00f6nliche Seite der Schuld bedenken, sondern auch ihre Auswirkungen in die Gesellschaft hinein betrachten. Und ein Blick in unsere Gesellschaft zeigt, dass der \u00f6ffentliche Umgangston in demn letzten Jahrzehnten rauher geworden ist, dass die Meinungsfreiheit, gerade auch von uns Christen, immer mehr eingeschr\u00e4nkt wird (z. B. durch die sog. \u201eAnti-Diskriminierungs-Gesetze\u201c), dass die \u00f6ffentliche politische Rede immer hohler, immer floskelhafter und immer unangreifbarer wird. Man dr\u00fcckt sich so aus, dass man m\u00f6glichst niemand zu nahe tritt. \u00d6ffentliche Verst\u00f6\u00dfe gegen die sogenannte \u201epolitical correctness\u201c werden von unserer Medienindustrie bitter geahndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mir fiel das zum ersten Mal im Jahr 1988 auf, als Philipp Jenninger eine Rede zum Verh\u00e4ltnis Deutschland-Israel gehalten hat und in drei oder vier S\u00e4tzen eine etwas missverst\u00e4ndliche Formulierungen gebrauchte. Daraufhin standen etliche Bundestagsabgeordnete unter Protest auf und verlie\u00dfen demonstrativ den Saal. Dieser Mann erhielt keine Gelegenheit, die Dinge richtig zu stellen, zu korrigieren und vielleicht dort, wo er eine ungl\u00fcckliche Formulierung gew\u00e4hlt hat, um Nachsicht zu bitten. Er war buchst\u00e4blich \u201eweg vom Fenster\u201c. Das ist die neue gesellschaftliche K\u00e4lte, die wir uns geschaffen haben. K\u00f6nnte es vielleicht sein, dass unsere Gesellschaft die Wirklichkeit der Vergebung Gottes weitgehend verloren hat und deswegen mit Schuld und S\u00fcnde nicht mehr umgehen kann?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>2. Schuld zerst\u00f6rt <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeder kennt die zerst\u00f6rerische Dynamik der Schuld. Sie vergiftet Verh\u00e4ltnisse. Sie potenziert sich, sie ist wie Krebs. Sie macht Angst. Sie f\u00fchrt in Resignation. Sie f\u00fchrt in Verzweiflung. Sie f\u00fchrt zu Mord und Totschlag. Das zeigt die Geschichte der Menschheit. Das zeigen menschliche Biographien, und das zeigt unsere Erfahrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer einmal in Israel war oder Gelegenheit hatte, mit Muslimen zu reden und auf das Thema \u201eKreuzz\u00fcge\u201c gekommen ist, der wird ziemliches Entsetzen ausl\u00f6sen, sowohl bei Juden als auch bei Muslimen. Das deutsche Wort Kreuzzug geh\u00f6rt dort zum Sprachschatz. So tief hat sich die Schuld der christlichen Kreuzritter im Bewusstsein dieser V\u00f6lker eingegraben, dass dort im Namen Jesu Juden und Muslime umgebracht wurden und die Kreuzritter mit blutverschmierten Stiefeln Abendmahl gefeiert und Jesus Christus gelobt haben. Dar\u00fcber gibt es bewegende Berichte. Das muss man zur Kenntnis nehmen. Das ist eine Schuldgeschichte, die wir Christen geschrieben haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denken wir an das vergiftete Verh\u00e4ltnis zwischen T\u00fcrken und Armeniern. Auch hier hat unvergebene Schuld ganze V\u00f6lker entzweit und entfremdet. Denken wir an Arbeitsverh\u00e4ltnisse, in denen gemobbt wird, in denen auf Kosten anderer die Ellenbogen-Politik durchgesetzt wird. Denken wir an die unz\u00e4hligen Kinderseelen, die oft jahrzehntelang darunter leiden, dass ihre Eltern sich haben scheiden lassen. Sie konnten diese Not niemals richtig reflektieren und verarbeiten, haben oft sich selber als Schuldige gesehen, dass die Ehe der Eltern auseinander ging. Diese Kinder sind oft traumatisch gest\u00f6rt, wom\u00f6glich bis an ihr Lebensende gesch\u00e4digt, wenn sie keine Hilfe bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe mir einmal die M\u00fche gemacht und einige Politiker-Biographien n\u00e4her angesehen. Es ist ja immer gut, die Familienverh\u00e4ltnisse mit zu bedenken, wenn jemand in einem \u00f6ffentlichen Amt steht. Im Blick auf die Theologen gibt es den Spruch, und ein K\u00f6rnlein Wahrheit steckt da bestimmt drin: Die Theologie ist zu 50 % Biographie. Wenn wir h\u00f6ren, dass Karl Theodor zu Guttenberg sechs Jahre alt war, als sich seine Eltern geschieden haben, dass Guido Westerwelle acht Jahre alt war, dass Sigmar Gabriel drei Jahre alt war, dann frage ich mich, ob diese Menschen diese Lebensn\u00f6te innerlich verkraftet und verarbeitet haben, oder ob da vielleicht ein Liebesdefizit entstanden ist, dass nun in irgendeiner Weise wieder aufgeholt werden mu\u00df, durch \u00f6ffentliche Anerkennung?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Machen wir uns die M\u00fche, hinter die Kulissen zu schauen, soweit wir eben k\u00f6nnen, und die zerst\u00f6rerische Kraft unvergebener Schuld in den Biographien der Menschen, gerade auch von Menschen, die uns vielleicht nicht so sehr sympathisch sind, zu suchen. Wir sind seit vielen Jahren mit einer Frau befreundet, die als Kind mehrfach missbraucht wurde und die unf\u00e4hig ist zu einer Ehe, die aber doch gl\u00e4ubig geworden ist und bei allen Schmerzen \u2013 und die gehen bei ihr auch immer in Physische hinein \u2013ein fr\u00f6hlicher Mensch geworden ist. Das ist eigentlich unfassbar. Aber hier sehen wir etwas von der Kraft der Vergebung. Wie gut, dass es auch solche Beispiele gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sagte, dass Schuld auch entsetzliche Angst\u00a0bewirken kann. Neulich habe ich gelesen, dass Stalin in seinen letzten Lebensjahren sieben Schlafzimmer hatte. Niemand wusste, wo dieser Mann schl\u00e4ft, auch seine engsten Diener und Vertrauten nicht. Solch eine Angst hatte er vor der Rache derer, an denen er schuldig geworden war! Ich bin in der DDR aufgewachsen und wei\u00df noch, als Stalin 1953 starb, wie im Leipziger Stadtrundfunk die Todesmeldung durch die riesigen \u00f6ffentlichen Lautsprecher kam. Alle standen betreten still. Aber dass dieser Mann so von Angst zerfressen war, davon hat man damals nat\u00fcrlich nichts geh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>3. Vergebung \u2013 das einzige wirksame Gegenmittel gegen die Schuld<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin froh, dass ich \u00fcberhaupt hier stehen kann, denn ich war drei Wochen von einer unangenehmen Virusinfektion heimgesucht, die sich auf Hals und Stimme gelegt hatte. Und ich war dankbar, dass ich ein altes Hausmittel gegen meine Halsschmerzen anwenden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist es mit der Schuld. Auch da brauchen wir ein wirksames Gegenmittel. Da hilft kein Bagatellisierung, kein Verlagern, kein Verschweigen, kein Sich-Ablenken. Bei Schuld hilft nur Vergebung. Wenn wir das Christentum einmal kulturgeschichtlich ansehen, dann machen wir erstaunliche Feststellungen: Jesus hat eine neue Kultur begr\u00fcndet, eine Vergebungskultur. Er hat mit seiner Existenz und mit seinem Handeln den Geist der Rache \u00fcberwunden, und als der Auferstandene wirkt er durch den Heiligen Geist fort und fort in diesem Sinn. Bis in Jesu irdische Zeit hinein herrschte ein ganz anderes Prinzip: Das \u201eLamech-Prinzip\u201c. Wenn einer mir zu nahe tritt und schuldig an mir wird, dem zahle ich es 77 mal heim. Das kann man beim alttestamentlichen Lamech nachlesen. (Nicht zu verwechseln mit dem Lamech, der der Vater Noahs geworden ist). Wie du mir, so ich dir, aber ich setze noch eins drauf. Aber als Petrus fragte, wie oft man vergeben soll, da antwortete Jesus: ebenfalls \u201e77mal\u201c. Das ist doch augenscheinlich, dass er hier den alttestamentlichen Lamech \u00fcberwindet. So hei\u00dft es im R\u00f6merbrief: \u201e\u00dcberwinde das Schlechte mit Gutem\u201c (R\u00f6m.12,21). Das ist ein v\u00f6llig neuer Lebensstil, so wie ihn die Welt bisher nicht kannte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin \u00fcberzeugt, dass sich diese Vergebungskultur auch \u00fcber das Christentum hinaus in die ganze Welt ausgebreitet hat und noch ausbreitet, bis in den Hinduismus, bis in das Judentum und andere Religionen hinein. Die Vergebung hat kulturpr\u00e4gende Kraft bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1922 wurde Walther Rathenau ermordet, der damalige deutsche Au\u00dfenminister. Es gibt bewegende zeitgen\u00f6ssische Berichte, wie das damals aufgenommen wurde. Walter Rathenaus Mutter war J\u00fcdin; und sie schrieb einen bewegenden Vergebungsbrief an die Mutter eines der M\u00f6rder ihres Sohnes. Ich zitiere einen Satz: \u201eSagen Sie Ihrem Sohn, dass ich ihm im Namen des Ermordeten und im Geist verzeihe.\u201c Das sagt eine J\u00fcdin. Das ist Vergebungskultur. Das ist die Kraft der Vergebung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich werde eine Beerdigung nicht vergessen, die ich vor Jahren in Berlin zu halten hatte. Ich nahm zusammen mit meiner Frau an dieser Beerdigung teil. Beim \u00fcblichen Beerdigungskaffee sa\u00df ich neben einem Sohn des Verstorbenen. Der sagte zu mir: \u201eWissen Sie, was unser Vater gemacht hat, als es bei ihm ans Sterben ging? Er hat uns zwei S\u00f6hne zu sich an sein Sterbebett gerufen und uns gefragt, ob noch irgendwelcher Groll in unseren Herzen ihm gegen\u00fcber besteht. Dann wolle er uns um Vergebung bitten\u201c. Der Sohn sagte, dass er diesen Abschied nie vergessen werde. Sie konnten offen \u00fcber alles sprechen, und der Vater hat die S\u00f6hne um Vergebung gebeten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das nicht etwas Gro\u00dfes, wenn ein Vater seinen Sohn oder seine Tochter \u2013 und man kann es auch auf die Mutter beziehen \u2013 um Vergebung bitten kann? Ich habe das auch gemacht. Wir sagen dasr in unseren Eheseminaren immer wieder. Denn hier geht es ja los. Wie viele V\u00e4ter sind zu stolz und meinen, sie h\u00e4tten in der Erziehung alles richtig gemacht. Dabei haben sie so viele Fehler produziert! Das sage ich den V\u00e4tern hier einmal ganz pers\u00f6nlich: Gehe auf deine Kinder zu, solange du noch lebst und solange du noch reden und das mit ihnen kl\u00e4ren kannst. So wird Schuld zwischenmenschlich ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nichts anderes machen wir in unseren ehe-seelsorgerlichen Gespr\u00e4chen, dass wir sehr schnell auf dieses Thema kommen: haben Sie sich gegenseitig schon einmal Schuld vergeben? Es ist ja erstaunlich, wie auch in christlichen Ehen \u201eolle Kamellen\u201c, die eigentlich schon zwanzig Jahre zur\u00fcckliegen, pl\u00f6tzlich in der Auseinandersetzung wieder auf den Tisch kommen. Dann fragen meine Frau und ich: \u201eSagen Sie einmal, Sie sind Christen und sind noch nicht auf die Idee zu kommen, das zu vergeben? Wie kommen Sie dazu, dieses alte Geschehnis jetzt in diesem Gespr\u00e4ch noch einmal auf den Tisch zu legen?!\u201c Da fasst man sich mitunter an den Kopf. Dann bohren wir weiter und fragen, ob das betreffende Paar \u00fcberhaupt schon einmal an einem Beichtgespr\u00e4ch teilgenommen hat und ob es einen Seelsorger kennt, zu dem es gehen k\u00f6nnte, der ihnen im Namen Gottes die Vergebung zusprechen k\u00f6nnte. Aber oft wissen sie das gar nicht. Und dann gehen wir noch weiter und fragen nach vorehelichem Intimverkehr. Wurde hier auch Schuld in die Ehe hineingeholt? Manche wundern sich, dass im Laufe der Ehe die Beziehungen erkalten, aber sie finden keine griffige Antwort. Wenn wir dann diese Frage stellen, bejahen sie viele Paare. Dann bieten wir die Gelegenheit, das vor Gott auszusprechen und sich im Namen des dreieinigen Gottes die Vergebung zusprechen zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vergebung l\u00f6scht Schuld aus: Zwischenmenschlich, aber auch vor Gott. Wenn ein Mensch versteht, da\u00df er nicht nur vor Menschen, sondern auch vor Gott in Schuld gefallen ist und Gottes Vergebung sucht, dann darf er Gott um Vergebung bitten. Und Christen d\u00fcrfen sie ihm pers\u00f6nlich zusprechen. Das ist ein gro\u00dfartiges Geschehen. Ich w\u00fcsste nicht, was ich lieber t\u00e4te, als jemandem Gottes Vergebung zuzusprechen: \u201eIn der Kraft des Befehls, den der Herr Jesus Christus Seiner Gemeinde gegeben hat und als berufener Diener am Evangelium spreche ich dich frei und ledig von der Schuld, die du jetzt bekannt hast vor Gottes Angesicht. Sie ist dir vergeben im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gehe hin, s\u00fcndige hinfort nicht mehr. Der Gott des Friedens reinige und heilige dich an Leib, Seele und Geist, dass du unstr\u00e4flich bist am Tag der Wiederkunft Jesu Christi. Der Friede Gottes sei mit dir! Amen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anderen Menschen die Vergebung Gottes zuzusprechen, wenn sie diese bereuen und um Vergebung bitten, das ist ein wunderbares Vorrecht der Christen. Das hat uns Jesus nicht nur erlaubt, sondern sogar geboten! Wir sind als Christen dazu bevollm\u00e4chtigt: \u201eWas ihr auf Erden l\u00f6sen werdet, soll auch im Himmel gel\u00f6st sein\u201c (Matth. 18,18); \u201eBekennt einander eure S\u00fcnden und betet f\u00fcreinander\u201c (Jak. 5,16).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>4. Die Pflicht zur Vergebung<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun k\u00f6nnte jemand sagen: \u201eIch wei\u00df, ich habe die M\u00f6glichkeit, denen zu vergeben, die an mir schuldig geworden sind.. Ich will es mir auch \u00fcberlegen, und ich versuche es auch. Aber es f\u00e4llt mir sehr schwer. Ich glaube, ich schaffe es nicht, einem anderen zu vergeben, der an mir schuldig geworden ist.\u201c Da muss man dann sagen: \u201eLieber Bruder, liebe Schwester, es steht nicht in deinem Belieben. Du stehst in der Pflicht!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir leben als Christen in der Pflicht zur Vergebung. Sehen wir uns einmal das Gleichnis vom Schalksknecht an (Matth. 18,23ff). Das sind ernste Aussagen! Wer nicht vergibt, riskiert, dass Gott seine Barmherzigkeit von ihm selber abwendet! Haben wir uns das schon einmal klar gemacht? Wenn wir nicht bereit sind, anderen zu vergeben, tr\u00fcben und belasten wir unser eigenes Verh\u00e4ltnis zu Gott. \u201eUnd der Herr wurde zornig und \u00fcberantwortete ihn den Peinigern\u201c (Matth. 18,34). Also ihn, der nicht bereit war, dem anderen, der ihm geringf\u00fcgig schuldig war, das zu vergeben und zu erlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haben wir schon einmal dar\u00fcber nachgedacht, wie die f\u00fcnfte Vaterunser-Bitte w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt hei\u00dft? \u201eVergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern <i>vergeben haben<\/i>!\u201c Das geht voraus. So hei\u00dft es im Urtext. Vergebung ist also nicht in unser Belieben gelegt. Diese Pflicht zur Vergebung, die wir als Christen haben, duldet keine Ausnahme. Man h\u00f6rt immer wieder den Vorbehalt: \u201eWenn der andere wenigstens ein Zeichen g\u00e4be, dass ihm das leid tut, dann w\u00fcrde und k\u00f6nnte ich ihm ja auch vergeben. Aber er ist sich \u00fcberhaupt keiner Schuld bewusst!\u201c Sind wir berechtigt, Ausnahmen zu machen? Ich denke nicht. Die Pflicht zur Vergebung gilt jedem, der an uns schuldig geworden ist, ob er seine Schuld einsieht oder nicht. Das spielt dabei keine Rolle. Nat\u00fcrlich handelt es sich in diesen F\u00e4llen um Vergebungsakte, die wir zun\u00e4chst vor Gott aussprechen. Dem betreffenden Menschen k\u00f6nnen wir sie erst dann zusprechen, wenn er um Vergebung gebeten hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt nun aber auch Christenmenschen, die haben ein so tiefes Unrecht erlitten, dass sie zwar in ihrem Glauben bereit sind zu vergeben, es aber praktisch nicht schaffen. Sie d\u00fcrfen nicht \u00fcberfordert werden. Ihnen mu\u00df Zeit gelassen werden. Wenn sie im Glauben leben, wird sie der Heilige Geist eines Tages an der Hand nehmen und auch ihnen die Kraft zur vollen Vergebung verleihen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>5. Die horizontale und vertikale Dimension der Schuld<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schuld hat immer eine horizontale und eine vertikale Dimension. Es geht nicht nur um das zwischenmenschliche Verh\u00e4ltnis, so wichtig das auch f\u00fcr uns und andere ist. Es geht auch um unser pers\u00f6nliches Verh\u00e4ltnis zu Gott. Neulich habe ich mit einem Krankenpfleger gesprochen. Er sagte mir aufgrund seiner langj\u00e4hrigen Erfahrung, dass Christen, die aus der Vergebung leben und Vergebung auch weitergeben, im allgemeinen schneller ablaufende Genesungsprozesse haben. Von dieser Seite hatte ich Vergebung noch nicht betrachtet. Ist das nicht interessant, die Vergebung scheint eine allgemeine Heilwirkung zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Blick auf Gott, also im Blick auf die vertikale Dimension, ist Schuld noch gef\u00e4hrlicher als in der zwischenmenschlichen Dimension! Die Bibel sagt uns, dass die Schuld die unangenehme Eigenschaft hat, das Angesicht Gottes vor uns zu verdecken. Dann betet man und bekommt immer wieder den Eindruck, die Gebete bleiben an der Decke stecken. Das h\u00f6rt man ja manchmal. Wenn Gottes Angesicht vor uns verdeckt ist, dann verstehen wir auch sein Handeln nicht. Viele Menschen haben angesichts der Katastrophen und der N\u00f6te in dieser Welt und in ihrem eigenen Leben gro\u00dfe Probleme mit Gott. Sie sollten einmal dar\u00fcber nachdenken, ob es nicht ihre eigene unvergebene Schuld ist, die sie daran hindert, Gott zu verstehen, Gott zu sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt die kleine Geschichte von einem gl\u00e4ubigen Matrosen, der andauernd auf See wegen seines Glaubens geh\u00e4nselt wurde. Die ganze Mannschaft einschlie\u00dflich des Kapit\u00e4ns nahm ihn immer wieder hoch. Eines Tages versammelt sich die Matrosenmannschaft bei sch\u00f6nem Wetter wieder auf Deck. Der Kapit\u00e4n nimmt sein Fernglas, sucht den ganzen Horizont ab und sagt zu dem gl\u00e4ubigen Matrosen: \u201eJetzt habe ich wieder den ganzen Horizont abgesucht, und wieder habe ich Gott nicht gesehen!\u201c Alle lachen, aber der Matrose sagt: \u201eHerr Kapit\u00e4n, in meiner Bibel steht: Die reinen Herzens sind, die werden Gott schauen!\u201c (Matth. 5,8). Ist das nicht eine gro\u00dfartige Antwort? Das ist die eine unangenehme Folge von Schuld: Dass sie uns Gottes Angesicht verdeckt und sein Handeln unverst\u00e4ndlich macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die andere noch schlimmere Folge: Unsere Schuld zieht Gottes Zorn auf uns, zeitlich und ewiglich. R\u00f6m.1,18 ist in diesem Zusammenhang eine wichtige Stelle. Hier werden die Verst\u00f6\u00dfe der ganzen Menschheit gegen die Erste und die Zweite Tafel der Zehn Gebote in einem einzigen Satz zusammen gefasst. Paulus sagt hier, dass unsere Schuld uns den Zorn Gottes bringt \u2013 zeitlich und ewiglich, unsere Gottlosigkeit und unsere B\u00f6sartigkeit. \u201eDie S\u00fcnde ist der Leute Verderben\u201c (Spr. 14,34). Die unvergebene Schuld zieht die Menschen wie die Str\u00f6mung vor dem Niagarafall in das Gericht Gottes hinein, ob sie wollen oder nicht. Dieses Gericht Gottes benennt Jesus in Joh. 5,29 deutlich. Es gibt eine Auferstehung zum Leben f\u00fcr die, die sich haben erl\u00f6sen lassen durch Christus \u2013 ganz bestimmt! Aber Jesus sagt weiter: Es gibt auch eine Auferstehung zum Gericht. Da wirst der Mensch, ob er will oder nicht, ins Gericht Gottes hineingezogen, das vor dem wei\u00dfen Thron stattfinden wird, von dem Offb. 20,11 spricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>6. Die Vergebung der Schuld vor Gott<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt m\u00f6chte ich \u00fcber die Vergebung der Schuld vor Gott etwas sagen. Dazu erinnere ich uns an eine bestimmte Episode im Neuen Testament, die wir alle kennen, und die uns immer wieder so nachgeht. Im Markus-Evangelium Kap. 2,1-11 wird berichtet, dass vier Leute einen Gel\u00e4hmten durchs Dach eines Hauses herunterlassen. Das Ganze ist ja nicht ohne Humor, nicht ohne Tragik, vor allem aber nicht ohne Tiefgang. Erwartungsvolles Schweigen im ganzen Saal \u2013 das kann ich mir lebhaft vorstellen. Jesus war bekannt. Viele erwarten ein Wunder, eine Heilung. Jesus geht auf diesen Mann zu, der da auf einer Pritsche vor ihm liegt. Aber er sagt zu ihm: \u201eDir sind deine S\u00fcnden vergeben\u201c (Mk.2,5). Damit hatte niemand gerechnet, dass Jesus die Vergebung der Schuld wichtiger nimmt als die k\u00f6rperliche Heilung. Darauf folgt die gro\u00dfe Emp\u00f6rung der Frommen Israels: \u201eWas? Der ma\u00dft sich an, Schuld zu vergeben? Das kann doch nur Gott!\u201c Aber Jesus hat ganz bewusst diese Reihenfolge gew\u00e4hlt, um ein f\u00fcr alle Mal klarzustellen: Die Vergebung deiner Schuld ist unendlich wichtiger als die Heilung deiner Gebrechen. Als die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er ihm eine Frau bringen, die gerade beim Ehebruch ertappt worden war \u2013 was macht Jesus? Er spricht auch ihr die Vergebung ihrer Schuld zu. \u201eIch verdamme dich auch nicht!\u201c (Joh. 8,1-11). \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sind zwei Hinweise, dass die Vergebung unserer Schuld vor Gott unendlich wichtig ist. Das Vaterunser ist eine Lektion f\u00fcr unser ganzes Leben. Immer wieder sollte man das Vaterunser studieren. Die vierte Bitte um das t\u00e4gliche Brot bittet Gott um die Leibsorge. Hier geht ja nicht nur um das Brot, sondern um unsere ganzen \u00e4u\u00dferen Lebensbedingungen. Aber nun die f\u00fcnfte Bitte. Sie bittet Gott um Seelsorge. Leibsorge und Seelsorge geh\u00f6ren bei Jesus aufs engste zusammen. Dass beides im Vaterunser, das Jesus seine Nachfolger lehrte, in einer Linie so dicht zusammensteht, das hei\u00dft doch nichts anderes als dies, dass Vergebung genau so wichtig f\u00fcr die Seele ist wie das t\u00e4gliche Brot f\u00fcr unseren K\u00f6rper. Was sammelt sich immer wieder alles an unvergebener Schuld an, wenn wir ehrlich mit uns sind: Die vielen Unterlassungss\u00fcnden, die vielen Tr\u00e4gheiten des Herzens, die Lieblosigkeiten, die falschen Priorit\u00e4ten, die Wahl des falschen Zeitpunktes. Was ist da immer wieder an Schuldmasse am Ende eines Tages vorhanden! Seitdem mir das klar geworden ist, beginne ich keinen Tag meine Gebete, ohne dass ich nicht am Morgen Gott um Vergebung meiner Schuld bitte: \u201eHerr, vergib mir meine Schuld und gib mir reine Lippen!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollten wir uns das nicht alle angew\u00f6hnen, die t\u00e4gliche Bitte um Vergebung? Christen sind doch nach wie vor S\u00fcnder, liebe Br\u00fcder und Schwestern, sie sind aber begnadigte S\u00fcnder! Sie heben doch nicht ab in Sph\u00e4ren, wo keine S\u00fcnde mehr w\u00e4re. Ich hoffe nicht, dass jemand die \u00dcberzeugung von Jonathan Paul teilt, der 1905 \u00f6ffentlich sagte: \u201eLiebe Br\u00fcder und Schwestern, ich habe seit drei Wochen meinen alten Adam nicht mehr gesehen.\u201c Kein S\u00fcnder mehr \u2013 drei Wochen lang! Ich h\u00e4tte mit dem lieben Bruder gern einmal reden wollen. Ich h\u00e4tte ihm gesagt: \u201eLieber Bruder, ich habe meinen alten Adam heute schon mindestens 30 mal gesehen\u2026!\u201c Bleiben wir doch auf dem Teppich: Wir sind doch als Christen nach wie vor S\u00fcnder \u2013 aber eben begnadigte S\u00fcnder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>7. Vom Wunder der Vergebung<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt komme ich zum Wunder der Vergebung Gottes. Dass der lebendige dreieinige Gott all unsere Schuld durchstreicht, wenn wir ihn darum bitten, ist und bleibt ein unendliches und unermessliches Wunder! Das Wunder ist so gro\u00df, dass man schon fast Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diejenigen haben kann, die dieses Wunder nicht begreifen oder an ihm herumdeuteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt hat mir jemand ein Zeitungsinterview aus der Hessisch-Nieders\u00e4chsischen Allgemeinen geschickt. Ein Superintendent wurde darin nach der Bedeutung des S\u00fchnetodes Jesu gefragt: \u201eDie Frage, mit der Sie sich am Sonntag zum Abschluss der diesj\u00e4hrigen Predigtreihe besch\u00e4ftigen werden, lautet: Jesus \u2013 f\u00fcr mich gestorben. Muss ich mir wirklich vorstellen, Jesus sei f\u00fcr mich pers\u00f6nlich von Gott geopfert worden?\u201c Seine Antwort: \u201eNein. Er ist stellvertretend gestorben um der Wahrheit willen, wie viele M\u00e4rtyrer in unserer Geschichte nach ihm.\u201c Frage: \u201eAber nach christlichem Verst\u00e4ndnis ist er doch f\u00fcr meine S\u00fcnden gestorben!\u201c Das fragt wohlgemerkt der Journalist! Der Superintendent antwortet: \u201eJa, das gibt es, dass jemand f\u00fcr einen anderen den Kopf hinh\u00e4lt. Aber dass Gott zornig \u00fcber die Menschen ist und sein Zorn lediglich durch ein Blutopfer an seinem eigenen Sohn befriedigt werden kann, \u00fcbersteigt meine Vorstellungskraft. Was f\u00fcr ein blutr\u00fcnstiges Gottesbild.\u201c Die n\u00e4chste Frage war dann noch: \u201eWie lautet denn Ihre Antwort auf die Frage nach dem Opfertod Jesu?\u201c Die Antwort: \u201eDie Vorstellung vom Gotteslamm ist ein altes Bild, das \u00fcbersetzt werden will. Gott hat seinen Sohn nicht zur Vers\u00f6hnung geopfert.\u201c Frage: \u201eSondern?\u201c \u2013 \u201eJesus hat ein Leben gelebt, wie Gott es f\u00fcr uns gedacht hat. Er hat sich diesem Leben und diesem Gott anvertraut und ist beidem bis zum Schluss treu geblieben. Das ist Liebe.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier wird das Zentrum des christlichen Glaubens geleugnet und uminterpretiert. Es ist tragisch, wenn das mitten in der Kirche geschieht. Da hat einer, der es eigentlich wissen m\u00fc\u00dfte, das Wunder der Vergebung weder verinnerlicht noch verstanden. Die Wahrheit ist anders als dieser Superintendent meint: Gott legt unsere Strafe auf seinen Sohn, und sein Sohn stirbt f\u00fcr uns, f\u00fcr dich und mich. Er gibt sein Blut als S\u00fchne f\u00fcr unsere Schuld. Wer diese Wahrheit nicht h\u00f6ren will, verabschiedet sich aus dem Gesamtzeugnis der Bibel. Denn es ist nicht nur im Neuen Testament bezeugt, dass ein stellvertretendes Blutopfer n\u00f6tig ist, weil die Schuld ein so gravierendes Geschehen ist, dass sie nur durch Tod ges\u00fchnt werden kann. Das wissen wir von Anfang an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon die Felle, die Adam und Eva umgelegt bekamen, sind ein Hinweis auf das Kreuz. Das muss ich geistlich deuten. Da hat Gott Adam und Eva eine Botschaft mitgegeben. \u201eEs musste Blut flie\u00dfen f\u00fcr Euch, S\u00fcnde ist ein so schwer wiegendes Vergehen, dass es nur durch den Tod ges\u00fchnt werden kann\u201c. Ein anderes Beispiel ist Abels Opfer. Warum wurde es angenommen und dasjenige Kains nicht? Weil er es verstanden und praktiziert hat, dass er sich als s\u00fcndhafter Mensch Gott nur n\u00e4hern kann, wenn Gott in seiner Gnade ein stellvertretendes Blutopfer ansieht. Das wusste Kain auch, aber er handelte anders. Alle Kinder Adams und Evas wussten, was die Felle f\u00fcr eine Botschaft waren. Aber der eine h\u00f6rte auf die Botschaft, der andere nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe oft \u00fcber den Opfergang Abrahams nachgedacht. Was ist das f\u00fcr ein harter Weg mit Isaak gewesen, auf den er Jahrzehnte gewartet hat. Mir ist klar geworden, warum Gott diesen Weg Abraham zugemutet hat: Er wollte einem einzigen Menschen einmal das zu verstehen und zu erleiden geben, was ihm selber geschah, dass er sich von seinem eigenen geliebten Sohn trennen und ihm diesen Tod und diese Schmerzen auferlegen muss. Das war ein Blick in Gottes innerstes Herz. Und Abraham ist eigentlich stellvertretend f\u00fcr uns alle diesen Opferweg gegangen. Wir alle sollen diesen Blick in Gottes Herz werfen und das Wunder seiner Liebe entdecken, die den eigenen Sohn nicht verschont, um die Menschheit zu erretten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All das sind Hinweise, schon vom Uranfang der Menschheit, die zum Kreuz hinf\u00fchren. Viele andere kommen hinzu. Ich nenne nur noch eins: Der gro\u00dfe Vers\u00f6hnungstag in 3. Mose 16. Man muss mit Blindheit geschlagen sein, wenn man diese Botschaft nicht wahrnimmt. Wer da noch \u00fcber andere Wege der Vergebung spekuliert, bagatellisiert die menschliche S\u00fcnde und vergreift sich an der Heiligkeit Gottes. Anders kann man das nicht sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>8. Die Freude der Vergebung<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt bin ich beim sch\u00f6nsten Abschnitt: Die Freude der Vergebung. Die hat niemand so sch\u00f6n auf einen Nenner gebracht wie Martin Luther im Kleinen Katechismus in der Betrachtung zum Heiligen Abendmahl. Dort sagt er: \u201eWo Vergebung ist, da ist Leben und Seligkeit!\u201c Besser kann man es nicht sagen. Wo Vergebung ist, da ist Leben. Da bl\u00fcht neues Leben auf, geistliches Leben, Hoffnung, Zuversicht, Kraft, Ewigkeit, Seligkeit. Da bl\u00fcht alles auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich sch\u00e4tze das Wort Seligkeit nicht so sehr, weil es so schnell rein gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig verstanden werden kann. Aber an dieser Stelle m\u00f6chte ich es gerne festhalten. Seligkeit, verstanden als gro\u00dfer Frieden und gro\u00dfe Freude, die der Mensch erf\u00e4hrt und annehmen darf, der Vergebung empf\u00e4ngt. Gibt es eine aussagest\u00e4rkere Stelle f\u00fcr die Freude der Vergebung in der ganzen Bibel als die R\u00fcckkehr des Verlorenen Sohnes? (Luk. 15) Zun\u00e4chst die Vorfreude des Vaters, der dem Sohn entgegengeht. Was ist das f\u00fcr eine Freude! Da kommt er wieder, der geliebte Sohn! Und dann der Kuss, die neue Kleidung, der Ring, das Festmahl. Man sieht den Sohn f\u00f6rmlich vor sich, der das alles noch gar nicht fassen kann, und wie dann allm\u00e4hlich die Freude des Vaters auf ihn \u00fcbergeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Evangelist Wilhelm Busch hat oft \u00fcber den Verlorenen Sohn gepredigt. Wer diese Predigten einmal in die Hand bekommt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Wie viele Einzelheiten entdeckt Wilhelm Busch in diesem Gleichnis! Das B\u00fcchlein ist vielleicht das Sch\u00f6nste und Tiefgr\u00fcndigste, das man \u00fcberhaupt \u00fcber die Vergebung lesen kann. So schreibt er dort eine ganze Seite nur \u00fcber den Ring, den der Vater dem Sohn an die Hand steckt. Erst ist die Rede von Schmuckringen, die man bekanntlich schnell wieder vergessen kann. Dann spricht er vom Ehering und sagt, dass er ein Zeichen unverbr\u00fcchlicher Treue sei. Und dann vom Siegelring. Hier wird es noch interessanter. Mit einem Siegelring konnte man versiegeln. Wer diesen Ring hatte, der hatte die Autorit\u00e4t, ein Schriftst\u00fcck zu versiegeln, der hatte Vollmacht. Ist das nicht wunderbar ausgelegt? Der Verlorene Sohn bekommt Vollmacht. Er ist nun dem Vater gleichgeordnet. Welch eine Freude schafft die Vergebung Gottes!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten beiden Abschnitten m\u00f6chte ich noch zwei Fragen aufgreifen, die immer wieder einmal im Zusammenhang von Vergebung auftauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>9. Vergebung und Strafe<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Blick auf das Verh\u00e4ltnis von Vergebung und Strafe gibt es immer wieder unklare Vorstellungen. Man meint, dass Gottes Vergebung die Vergangenheit in dem Sinne vollst\u00e4ndig ausl\u00f6scht, dass sie keinerlei Folgen mehr hat. Doch damit erliegt man einem Kurzschluss. Vergebung l\u00f6scht die Schuld aus. Das ist der Sinn und die Kraft der Vergebung. Aber Spuren der Schuld ziehen sich oft weiter durch das ganze Leben hindurch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunde wissen wir das alle. Wenn einer Alkoholiker war und dann zum Glauben findet und die Kraft der Vergebung erf\u00e4hrt, bleibt er trotzdem sein Leben lang gef\u00e4hrdet. Seine Frau wird sehr wachsam sein, dass er nicht wieder den Schritt zum Alkohol findet. Oder wer jahrelang in der Pornographie gesteckt hat, ist ebenfalls ein Leben lang gezeichnet und bleibt anf\u00e4llig. Die Schuld kann vergeben werden, aber die Anf\u00e4lligkeit bleibt. Ich wei\u00df von mir selbst. Als ich etwa 15 oder 16 Jahre alt war, wurden in unserer Klasse pornographische Bilder herumgereicht, unter den Tischen nat\u00fcrlich. Das war damals in der DDR streng verboten. Diese Bilder sind bei mir in der Seele drin. Ich bekomme sie mein Leben lang nie los. Wie gut, dass Jesu Blut dar\u00fcber geflossen ist. Das wei\u00df ich, denn ich habe darum gebetet. Aber immer wenn ich dar\u00fcber rede, sind die Bilder wieder pr\u00e4sent. Wer sich damit verseucht hat, tr\u00e4gt diese Hypothek durch das Leben mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Folgen\u00a0eigener S\u00fcnde und Schuld m\u00fcssen von uns getragen werden \u2013 das mutet Gott uns zu. Daf\u00fcr gibt es viele biblische Beispiele. Israels S\u00fcnde mit dem Goldenen Stier wurde vergeben, aber Gott hat anschlie\u00dfend nicht mehr mit dem Volk Israel direkte Gemeinschaft gepflegt (2.Mose 33). Als die Kundschafter zur\u00fcckkamen und gro\u00dfe Angst verbreiteten und das ganze Volk damit ansteckten, war das ein gravierender Ungehorsam und Unglaube (4. Mose 13ff). Durch Mose\u2019s Intervention wurde die Schuld vergeben, aber die Israeliten mussten 38 Jahre lang eine Riesenrundreise machen. Nach 38 Jahren kamen sie genau wieder dort an, von wo sie losgezogen waren &#8211; aber nach wie viel Elend, nach wie viel Hitze, nach wie viel Drangsal, nach wie viel Tod! Wie viele sind auf dieser langen Fahrt gestorben! Sie mussten die Folgen tragen, obwohl ihre Schuld vergeben war. Oder denken wir an Davids Ehebruch: Seine Schuld wird vergeben, aber das Kind stirbt (2. Sam.12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist blau\u00e4ugig zu meinen, die Vergebung w\u00fcrde die Vergangenheit samt aller Folgespuren vollst\u00e4ndig ausl\u00f6schen. Nein, die Vergangenheit zieht Spuren in die Gegenwart. Wir kennen eine geschiedene Frau, die uns sagte, dass sie nicht wieder heiraten wird. Sie f\u00fchlt sich innerlich gewissensm\u00e4\u00dfig gebunden an die betreffenden Bibelstellen. Sie nimmt das biblische Wort ernst, und sie nimmt es an. Sie versagt sich eine Wiederheirat. Sie will ihr Leben mit Gottes Hilfe tragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich erw\u00e4hne dieses Beispiel, weil an dieser Stelle oft Fragen auftauchen. Aber ich will hier zur Ermutigung noch eine Stelle aus dem Psalter anf\u00fchren. Die Folgen der S\u00fcnde k\u00f6nnen oft erheblich bedr\u00fccken. Aber es sind Lasten, die Gott auferlegt. Wir k\u00f6nnen lernen, sie aus seiner Hand anzunehmen. Dann werden wir merken, dass er selber beim Lastentragen hilft, genauso wie er es in seinem Wort sagt. \u201eGott legt Lasten auf, aber er hilft auch\u201c. (Ps. 68,20)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>10. Die S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Schluss noch ein paar S\u00e4tze zur S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist. Diese Frage bewegt immer wieder Christen, und sie ist ein umstrittenes und angstbesetztes Thema. Was sagt die Heilige Schrift dazu?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich beginne diesen Abschnitt mit einer wunderbaren Aussage Jesu aus Matth. 12,31: \u201eAlle S\u00fcnde und L\u00e4sterung wird den Menschen vergeben.\u201c Das d\u00fcrfen wir wirklich nachsprechen. Jesus ist f\u00fcr alle Menschen und f\u00fcr alle S\u00fcnden gestorben. Da gibt es S\u00fcnden und L\u00e4sterungen gegen Jesus. Meine Frau und ich haben auf dem letzten \u201eMarsch f\u00fcr das Leben\u201c teilgenommen. Da wurden den Teilnehmern die schlimmsten blasphemischen Bilder und Spr\u00fcche entgegengeschleudert. Jesus sagt, es kann vergeben werden. Von der Ablehnung der S\u00fchnekraft des Blutes Jesu haben wir vorhin geh\u00f6rt. Auch das kann vergeben werden. Unterstellungen, dass Jesus die b\u00f6sen Geister durch Beelzebul austreibt, k\u00f6nnen ebenso vergeben werden. Das war ja der Anlass, weswegen sich Jesus \u00fcberhaupt dazu ge\u00e4u\u00dfert hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neulich fragte mich jemand, ob auch Hitler mit der Vergebung seiner S\u00fcnden rechnen k\u00f6nne. Meine Antwort darauf war, dass er nat\u00fcrlich damit rechnen k\u00f6nne, wenn er vor seinem kl\u00e4glichen Tod ernsthaft mit dem Herzen Gott um Vergebung gebeten hat. Es gibt \u00fcberhaupt keine Schuld, f\u00fcr die Jesus nicht zust\u00e4ndig w\u00e4re, ob wenig oder viel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber was ist dann die S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist? Die kann nach meiner Einsch\u00e4tzung nur von gl\u00e4ubigen Christen begangen werden, die sich bewusst und willentlich von Christus wieder lossagen und fortan keine Vergebung mehr wollen. Wer als gl\u00e4ubiger Christ bewusst und \u00f6ffentlich das Vers\u00f6hnungswerk Christi bestreitet und verh\u00f6hnt und keine Vergebung mehr sucht, der schm\u00e4ht nach Hebr. 10,29 die Gnade. Er f\u00e4llt aus der Gnade und er kommt genauso wie jeder andere vor das Gericht Gottes am Ende unseres \u00c4ons. F\u00fcr solche S\u00fcnde soll man nicht bitten (1. Joh. 5,16).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gestalt Esaus gibt uns ein alttestamentliches Beispiel. Mir geht Esau immer wieder nach. Wollte er denn nicht Vergebung haben? In 1. Mose 25,29ff steht diese bewegende Geschichte. Meine Antwort ist: Nein, er wollte sie nicht. Er hat seine S\u00fcnde, dass er als Verhei\u00dfungstr\u00e4ger seine Erstgeburtsrechte verh\u00f6hnte, in seinem Leben nie bereut. Statt dessen klagt er Jakob an: \u201eDer hat mich \u00fcberlistet!\u201c Aber dass er f\u00fcr ein schn\u00f6des Essen auf den Verhei\u00dfungssegen, den der Erstgeborene ja empfangen sollte, verzichtet hat, das vergisst er zu erw\u00e4hnen. Seine Tr\u00e4nen sind Tr\u00e4nen \u00fcber den Verlust des Segens, nicht Tr\u00e4nen \u00fcber sich und seine S\u00fcnde. Und so findet er \u201ekeinen Raum zur Bu\u00dfe\u201c (Hebr.12,17). Er kannte den Segen Gottes, aber er sagte sich von ihm los. Er wollte keine Vergebung. Er sah die Schuld bei anderen, aber nicht bei sich selbst. Deswegen ist er ein Mensch, auf den diese S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist zutrifft. Aber wir m\u00fcssen hinzuf\u00fcgen: Das letzte Wort auch \u00fcber Esau hat Gott im Gericht. Auch das wollen wir an dieser Stelle festhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schlie\u00dfe: Wer Vergebung seiner Schuld sucht, hat die S\u00fcnde gegen den Heiligen Geist nicht begangen. Dieser Satz ist wichtig. Liebe Br\u00fcder und Schwestern, bleiben wir realistisch: Wir sind und wir bleiben arme, elende, s\u00fcndhafte Menschen, um mit Luther zu sprechen. Unser Herz ist voller Abgr\u00fcnde, wenn wir ehrlich sind. Aber mit all unserer S\u00fcndenschuld gehen wir zu Christus \u2013 und wir vertrauen auf die Vergebung Gottes, genauso, wie es Luther in seinem kleinen Glaubensbekenntnis wunderbar formuliert hat, mit dem ich schlie\u00dfen m\u00f6chte: \u201eMir ist es bisher wegen angeborener Bosheit und Schwachheit unm\u00f6glich gewesen, den Forderungen Gottes zu gen\u00fcgen. Wenn ich nicht glauben darf, dass Gott mir um Christi willen dies t\u00e4glich beweinte Zur\u00fcckbleiben vergebe, so ist\u2019s aus mit mir. Ich muss verzweifeln. Aber das lass ich bleiben. Wie Judas an einen Baum mich h\u00e4ngen, das tue ich nicht. Ich h\u00e4nge mich an den Hals oder Fu\u00df Christi, wie die S\u00fcnderin, ob ich auch noch schlechter bin als diese. Ich halte meinen Herrn fest. Und dann spricht Christus zum Vater: Dieses Anh\u00e4ngsel muss auch durch. Es hat zwar nichts gehalten und alle deine Gebote \u00fcbertreten. Vater, aber er h\u00e4ngt sich an mich. Was will\u2019s? Ich starb auch f\u00fcr ihn. Lass ihn durchschlupfen. Das soll mein Glaube sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich m\u00f6chte beten: Lieber Herr Jesus! Wir werden nie ermessen k\u00f6nnen, dass du durch dein bitteres Leiden und Sterben dieses unermessliche Vers\u00f6hnungswerk getan hast und uns daran Anteil gibst, wenn wir dir vertrauen. Herr, wir danken dir, dass es Vergebung gibt. Wir brauchen Vergebung genau so n\u00f6tig und dringlich wie das t\u00e4gliche Brot. Das wissen wir aus dem Vaterunser. Und so bitten wir dich auch jetzt: Herr, vergib uns unsere Schuld. Alles, was sich angesammelt hat an Lieblosigkeit und Herzensh\u00e4rtigkeit, an verpassten Gelegenheiten, an Neid und Angst. Herr, streiche alles durch. Wir danken dir, dass wir immer wieder neu die Kraft empfangen, den Menschen zu vergeben, die an uns schuldig geworden sind. Hilf, dass niemand von uns in Herzensh\u00e4rtigkeit verharrt. Mach uns alle f\u00e4hig und bereit, den Schritt zur Vergebung zu gehen, auch denjenigen gegen\u00fcber, die das, was sie an uns angerichtet haben, gar nicht als Schuld verstehen. Hab Dank f\u00fcr alles Gute, was du uns t\u00e4glich und reichlich und unverdient schenkst. Amen. \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abruck eines Vortrags, der auf zwei Kongressen des Gemeindehilfsbundes mit dem Thema &#8222;Die Kraft der Vergebung. Gesellschaftlicher und pers\u00f6nlicher Friede durch den Glauben an Jesus Christus&#8220; im M\u00e4rz 2013 gehalten wurde.\u00a0Die Vortr\u00e4ge, Seminarbeitr\u00e4ge und Lebenszeugnisse beider Kongresse werden demn\u00e4chst in einem Dokumentationsband des Gemeindehilfsbundes ver\u00f6ffentlicht. Diese Dokumentation kann bei der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes vorbestellt werden, der Preis wird ca. 7,50 Euro betragen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist eigentlich Vergebung? Ich m\u00f6chte in zehn Schritten uns dieses Thema nahe bringen. Zun\u00e4chst k\u00f6nnte man meinen, das sei uns Christen doch wohl l\u00e4ngst klar. Vergebung ist das Zentrum unseres Glaubens, und wir k\u00f6nnen die Vergebung unserer Schuld durch Jesus Christus in Anspruch nehmen. 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