{"id":9137,"date":"2013-03-06T14:49:46","date_gmt":"2013-03-06T12:49:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9137"},"modified":"2013-03-14T14:42:08","modified_gmt":"2013-03-14T12:42:08","slug":"stellungnahme-zu-dem-andachtsbuch-von-sarah-young-ich-bin-bei-dir-366-liebesbriefe-von-jesus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=9137","title":{"rendered":"Stellungnahme zu dem Andachtsbuch von Sarah Young: &#8222;Ich bin bei Dir &#8211; 366 Liebesbriefe von Jesus&#8220;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch* wird als Bestseller deklariert und hat bereits ein Nachfolgebuch und auch eines f\u00fcr Kinder. Im Rahmen einer Konferenz f\u00fcr biblische Prophetie mit dem Thema \u201eEsoterik\u201c, trat die Frage nach einer Beurteilung zu dem Andachtsbuch von Sarah Young auf. Da es mir bis dahin unbekannt war, konnte ich keine unmittelbare Antwort geben, las es aber ein paar Tage sp\u00e4ter, um mich zu informieren. Die wichtigsten Informationen fand ich in der Einleitung. Darin berichtet Sarah Young \u00fcber ihren pers\u00f6nlichen Prozess, Jesu Gegenwart und Reden im Laufe der Jahre immer mehr erfahren zu haben, sodass sie heute in der Lage ist, Gottes Stimme direkt zu h\u00f6ren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr erstes Erlebnis hatte sie w\u00e4hrend eines n\u00e4chtlichen Spaziergangs bei Mondlicht in den Schweizer Bergen. &#8222;Pl\u00f6tzlich hatte ich das Gef\u00fchl, ein warmer Hauch h\u00fclle mich ein. Ich wurde mir einer wunderbaren Gegenwart bewusst, und ich reagierte unwillk\u00fcrlich damit, dass ich `Lieber Jesus` fl\u00fcsterte. &#8230; in diesem Moment wusste ich, dass ich Gott geh\u00f6rte&#8220; (S.6+7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zweite Erlebnis ereignete sich, als sie um das Ende einer Liebesbeziehung trauerte und in der Nacht ein Buch von Catherine Marshall <i>Beyond Ourselves<\/i> (Baker Books, 1994) las: Pl\u00f6tzlich f\u00fchlte sie sich \u201enicht mehr allein. Ich kniete in meinem Hotelzimmer neben dem Bett nieder und f\u00fchlte, wie mich eine \u00fcberw\u00e4ltigende Gegenwart voller Frieden und Liebe ber\u00fchrte. Ich wusste, dass Jesus bei mir war und dass er mit mir litt. Es war ohne Frage derselbe `liebe Jesus`, den ich in den Alpen erlebt hatte&#8220; (S.7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sechzehn Jahre sp\u00e4ter begab sie sich, bedingt durch eine bevorstehende berufliche Ver\u00e4nderung in Australien,\u00a0&#8222;erneut auf die Suche.&#8220; Ein Buch von Andrew Murray regte sie an, unabl\u00e4ssig die Erfahrung von Gottes Gegenwart machen zu wollen. Da Murray die Wichtigkeit einer stillen, ungest\u00f6rten Gemeinschaft mit Gott betonte, begab sie sich noch mit Bibel, Andachtsbuch, einem Gebetstagebuch, einem Stift und Kaffee in Gottes Gegenwart. Sie schreibt, dass, w\u00e4hrend sie wartete, &#8222;begann Gott, sich mir zu offenbaren&#8220; (S.9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem neuen Dienst waren sie und ihre Familie einem starken geistlichen Kampf ausgesetzt, darum wurde ihr das Gebet um Schutz besonders wichtig. Eines Morgens stellte sie sich <b>bildlich<\/b> vor, wie &#8222;Gott jeden von uns besch\u00fctzte&#8220; (S.10). Tochter Sohn und Ehemann waren von &#8222;Gottes Gegenwart umh\u00fcllt, die wie ein goldenes Licht aussah. Als ich f\u00fcr mich selbst betete, wurde ich pl\u00f6tzlich von einem strahlenden Licht und einem tiefen Frieden umgeben. Ich verlor jedes Zeitgef\u00fchl, als ich auf diese intensive Art Gottes Gegenwart erlebte&#8220;\u00a0(S.10).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allersp\u00e4testens hier sollte der Leser wach werden. Das Visualisieren, wie Sarah Young es w\u00e4hrend des Gebets praktizierte, geh\u00f6rt zu den Praktiken des Schamanismus und der Esoterik, in denen man versucht die sichtbare, vor allem aber die unsichtbare Welt gem\u00e4\u00df den eigenen, inneren Bildern wirksam werden zu lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich selber etwa zehn Jahre in der Esoterik war, kenne ich die Wirkung solcher Methoden. Sie vermitteln ein Gef\u00fchl des realen Erlebens, f\u00f6rdern den Gedanken <b>Verf\u00fcgungsrecht<\/b> \u00fcber Gottes Wirken zu haben und <b>mehr<\/b> ausl\u00f6sen und erfahren zu k\u00f6nnen als bisher. Diese Verlockung bringt eine zunehmende \u00d6ffnung f\u00fcr den Einfluss einer (Ver-)F\u00fchrung aus der unsichtbaren Welt mit sich. Die Bibel gibt kein einziges Mal eine Anweisung dar\u00fcber, uns Gott, seinen Schutz oder seine Heilung, in irgendeiner Form vorzustellen. Mit einer derartigen Methode, meinen Christen die Kluft zwischen Glauben und Schauen \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen. Sie f\u00fchlen sich in Sicherheit, weil sie sich auf Gott oder Jesus Christus ausrichten und ahnen nicht, dass auch Satan \u2013 wie es Paulus in 2.Kor.11,3 beschreibt \u2013 \u00fcber unsere <b>Gedanken<\/b> wirken kann und will, um uns von der Einfalt und Lauterkeit gegen\u00fcber Christus abzuwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses letzte \u2013 von Young beschriebene Erlebnis (Ich w\u00fcrde es als eine Initiation bezeichnen) \u2013 gibt den Durchbruch zu einer medialen T\u00e4tigkeit, die sie das H\u00f6ren Gottes nennt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Im selben Jahr begann ich, <i>God Calling <\/i>zu lesen, ein Andachtsbuch, das zwei anonyme `Zuh\u00f6rerinnen` geschrieben haben. Diese Frauen warteten mit Stift und Papier in der Hand still in Gottes Gegenwart und schrieben Botschaften auf, die sie von ihm bekamen&#8220; (S.11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man vergleiche dazu folgende Anleitung unter der \u00dcberschrift \u201eDie Ausbildung der Medien\u201c: Der Auszubildende \u201ebeginnt mit einem kurzen Gebet, h\u00e4lt eine Lesung aus der Heiligen Schrift und denkt \u00fcber das Gelesene nach. Darauf h\u00e4lt er seine Hand mit einem Bleistift auf ein vor ihm liegendes Blatt Schreibpapier und verh\u00e4lt sich abwartend ohne irgendwelche geistige Spannung. Wird er zur Niederschrift von Gedanken gedr\u00e4ngt, die mit gro\u00dfer Bestimmtheit ihm inspiriert werden, so schreibt er sie nieder\u201c [Johannes Greber, <i>Der Verkehr mit der Geisterwelt<\/i> (Z\u00fcrich: A. Brunner Verlag, 1932), S. 133].<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fasziniert von den bereits gemachten Erfahrungen, scheint Sarah Young nicht mehr in der Lage gewesen zu sein, zu erkennen, dass es sich um eine schamanische Praxis, eine typische Form der Medialit\u00e4t, handelte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allein die Tatsache der Anonymit\u00e4t der Autorinnen, h\u00e4tte sie stutzig machen m\u00fcssen. Die Esoterik bietet zahlreiche B\u00fccher dieser Art an. Eines dieser B\u00fccher mit dem Titel <i>Die neue Zeit ist jetzt<\/i> (Smaragd Verlag, 2002),\u00a0ist z.B. von einem Geist namens Sananda durchgegeben worden. Er behauptet von sich, hier auf der Erde als Jesus gelebt zu haben. Auch seine Botschaften sind in der Ich-Form geschrieben. Er sagt z.B.: &#8222;Die Vollkommenheit des AllEinen liegt hinter den Worten. Sie ist in der Stille zu finden. Sie ist zu finden, &#8230;, wenn du dich \u00f6ffnest f\u00fcr das was ist&#8220; (S. 106).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Young fordert in ihren Andachten die Leserinnen immer wieder auf, mit einem offenen Geist zu kommen oder sich zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das pers\u00f6nliche H\u00f6ren und Erleben wurde ihr immer wichtiger. Sie schreibt: &#8222;Ich wusste, dass Gott durch die Bibel zu mir spricht, aber ich sehnte mich nach mehr. &#8230; Ich beschloss, mit dem Stift in der Hand auf Gott zu h\u00f6ren und aufzuschreiben, was er meiner Meinung nach sagte&#8220; (S.11). Von da an erwartete sie nicht mehr mit oder durch die Bibel die Weisungen Gottes, sondern nur noch pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend sie am Anfang noch unsicher war, kamen die Botschaften bald &#8222;ungehinderter&#8220;.\u00a0Diese Erfahrungen f\u00fchrt sie auf das Praktizieren von Ps.46,11 zur\u00fcck: &#8222;Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin!&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Diese regelm\u00e4\u00dfige Praxis, Gott zuzuh\u00f6ren, hat meine Beziehung zu ihm viel st\u00e4rker vertieft als irgendeine andere geistliche \u00dcbung&#8220; (S.13). Mit dieser Aussage und der Tatsache, dass die Andachten in der Ich-Form geschrieben sind, stellt sie das Wort Gottes <b>unter<\/b> ihr pers\u00f6nliches H\u00f6ren. Weil sie aber doch der Meinung ist, das Wort Gottes m\u00fcsse der Ma\u00dfstab sein, an dem sie\u00a0die Worte misst, die sie geh\u00f6rt hat, belegt sie diese mit verschiedenen Bibelversen, die <b>ihr, w\u00e4hrend sie Gott zuh\u00f6rte,\u00a0oft in den Sinn kamen.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammengefasst werden folgende Botschaften durch dieses Buch vermittelt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1) Gott spricht <b>nur<\/b> in der Stille.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2) Das pers\u00f6nliche Reden Gottes (Erfahrung) steht <b>\u00fcber<\/b> dem Wort der Bibel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3) Indem sie die Ich-Form benutzt, stellt sie ihre Worte als die tats\u00e4chlichen Worte Jesu dar und gibt sich damit den Anstrich einer neutestamentlichen Prophetin, die Offenbarungen Jesu vermittelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4) Die Leserinnen werden indirekt zur Nachahmung\u00a0aufgefordert und damit zur Medialit\u00e4t verf\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5) Durch blo\u00dfes \u00d6ffnen wird zur Passivit\u00e4t und nicht zur Wachsamkeit oder zum Studieren des Wortes Gottes erzogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6) Ziel ihrer Andachten besteht darin, dass die Leserinnen Gottes Liebe und Frieden <b>genie\u00dfen<\/b>. Wer sich die M\u00fche macht, die Andachten nicht nur t\u00e4glich, sondern durchgehend zu lesen, wird feststellen, dass es sich hierbei um viele seichte, sanfte Aussagen handelt, die uns in Sicherheit und guten Gef\u00fchlen wiegen und sich h\u00e4ufig wiederholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was hier fehlt, ist nicht nur die Realit\u00e4t des Leidens Jesu am Kreuz, sondern auch Hinweise auf eventuelle Leiden durch Nachfolge. Es wird zu einer Spiritualit\u00e4t der direkten Erfahrung aufgerufen, wo das Schauen (Erfahren, F\u00fchlen) \u00fcber dem Glauben steht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Elke Kamphuis, ehemalige Esoterikerin, Sozialp\u00e4dagogin und Psychotherapeutin, erlebte in Australien eine entscheidende Lebenswende, arbeitet heute gemeinsam mit ihrem Mann Martin (ehemaliger Buddhist) als Referentin und Autorin.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><em><a href=\"http:\/\/www.gateway-ev.de\">www.gateway-ev.de<\/a><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><em>Ihr letztes Buch:<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"center\"><em>Elke und Martin Kamphuis, Spirituelle Kr\u00e4fte des Neuen Zeitalters &#8211; Von der Wirklichkeit Gottes und der Gefahr kosmischer Kr\u00e4fte (Basel: Brunnen; Herborn: Leuchtturm-Verlag, 2010), 160 Seiten; D: \u20ac 9.95, A: \u20ac 10,30. CH: Fr 16,80; ISBN 978-3-9808634-1-4, ISBN 978-3-7655-1458-6, zu bestellen bei Tel.: 06444-922506.<br \/>\n_____________________<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>* Sarah Young, Ich bin bei Dir &#8211; 366 Liebesbriefe von Jesus, 1. Auflage, aus dem Amerikanischen \u00fcbersetzt von Silvia Lutz (Asslar: GerthMedien, 2011), 414 Seiten, ISBN 978-3-86591-649-5)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch* wird als Bestseller deklariert und hat bereits ein Nachfolgebuch und auch eines f\u00fcr Kinder. Im Rahmen einer Konferenz f\u00fcr biblische Prophetie mit dem Thema \u201eEsoterik\u201c, trat die Frage nach einer Beurteilung zu dem Andachtsbuch von Sarah Young auf. 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