{"id":8796,"date":"2012-12-05T14:35:58","date_gmt":"2012-12-05T12:35:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8796"},"modified":"2012-12-05T14:36:34","modified_gmt":"2012-12-05T12:36:34","slug":"buchempfehlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8796","title":{"rendered":"Buchempfehlung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-8802\" title=\"sexuelle_revolution_m\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/sexuelle_revolution_m.jpg\" alt=\"\" width=\"127\" height=\"203\" \/>Gabriele Kuby, Die globale sexuelle Revolution &#8211; Zerst\u00f6rung der Freiheit im Namen der Freiheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gabriele Kuby stellt dem ersten Kapitel ihres Buches ein Zitat Platons voran: \u201eDie \u00fcbergro\u00dfe Freiheit schl\u00e4gt offenbar in nichts anderes um als in \u00fcbergro\u00dfe Knechtschaft, sowohl f\u00fcr den Einzelnen als auch f\u00fcr die Stadt. Es ist also wahrscheinlich, dass die Tyrannis aus keiner anderen Verfassung hervorgeht als aus der Demokratie, aus der h\u00f6chsten Freiheit die gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4rteste Knechtschaft.\u201c Es ist ein Philosophenwort, das man nicht wahr haben m\u00f6chte. Und doch zeigen die folgenden 400 Seiten, dass wir uns rd. 2500 Jahre nach dem der Philosoph diese Aussage machte, tats\u00e4chlich im Namen der Freiheit auf dem Weg in die Knechtschaft befinden.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem Weg in diese Knechtschaft spielt die befreite Sexualit\u00e4t des selbstbestimmten Menschen die entscheidende Rolle. Der moderne Mensch sieht die Sexualit\u00e4t nicht l\u00e4nger als Gabe, die es zu kultivieren und zu beschr\u00e4nken gilt, damit sie zum Ausdruck personaler Liebe werden kann. Er missversteht und missbraucht den Freiheitsgedanken zur vollkommenen Entgrenzung der Sexualit\u00e4t. Doch eine entgrenzte Sexualit\u00e4t f\u00fchrt den Menschen in S\u00fcchte und Zw\u00e4nge. Der Mensch ohne sexualethische Normen ger\u00e4t in die Knechtschaft seiner Triebe. Was f\u00fcr den Einzelnen gilt, gilt auch f\u00fcr eine Gesellschaft als Ganzes. Eine sexualisierte Gesellschaft ist nicht l\u00e4nger frei, sondern sie wird zur manipulierbaren Masse, die von kleinen radikalen Minderheiten und skrupellosen Machteliten in die Knechtschaft gef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gabriele Kuby zeigt, dass wir uns mitten in einer noch nie dagewesenen Kulturrevolution befinden. Die \u201emoralische Degeneration\u201c ganzer Nationen soll im Namen der Freiheit politisch und kulturell erzwungen werden. Im Hintergrund verborgen stehen knallharte machtpolitische Interessen und verschiedene ideologische Konzepte. Regierungen der westlichen Welt, allen voran die Vereinigten Staaten von Amerika, m\u00e4chtige Stiftungen wie die Bill und Melinda Gates Fundation und Organisationen wie die International Planned Parenthood Federation (IPPF) und der United Nations Population Fund (UNFPA) pumpen Millionenbetr\u00e4ge in Programme, die Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern freien Zugang zu Verh\u00fctung, Sterilisation und Abtreibung verschaffen. Das Ziel ist die Reduktion der Weltbev\u00f6lkerung in den L\u00e4ndern der Dritten Welt. Eine \u00e4u\u00dferst perfide wie effektive Armutsbek\u00e4mpfung: Die Zahl der Armen wird verringert, in dem man die Armen daran hindert, sich fortzupflanzen. Frau Kuby f\u00fcgt hinzu, dass man sich auf diesem Wege auch der l\u00e4stigen Pflicht der christlichen N\u00e4chstenliebe entledigen kann, denn wenn es weniger Arme gibt, muss auch weniger geholfen werden. Feministinnen setzen sich weltweit im Namen der Freiheitsrechte der Frauen f\u00fcr die Legalisierung der Abtreibung ein. Unterschlagen wird dabei, dass diese Freiheit den Tod der Kinder bedeutet, die Opfer einer Abtreibung werden. Homosexuelle Minderheiten fordern die Abkehr von der \u201eZwangsheterosexualit\u00e4t\u201c, die angeblich ihre Freiheit einschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Instrument mit dem die \u201emoralische Degeneration\u201c global erzwungen werden soll hei\u00dft Gender Mainstreaming. Eine radikalfeministische Ideologie, \u201ewelche leugnet, dass der Mensch als Mann oder als Frau existiert\u201c. Die Vordenker der Genderideologie sehen die Wurzel der Ungerechtigkeit in der Welt, der Unterdr\u00fcckung der Frauen und der Diskriminierung von homosexuellen Minderheiten in der traditionellen Ehe und Familie. Nur wenn es gelingt die zweigeschlechtliche Ehe und die traditionelle Form der Familie zu \u201edekonstruieren\u201c, k\u00f6nnen Ungerechtigkeit und Diskriminierung \u00fcberwunden werden. Die Familie muss zerschlagen werden, um die Gesellschaft umerziehen zu k\u00f6nnen und manipulierbar zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Machtpolitiker und Ideologen wissen seit jeher, dass sie die Kinder und die Jugend gewinnen m\u00fcssen, um ihre Interessen durchsetzen zu k\u00f6nnen. Das zw\u00f6lfte Kapitel des Buches widmet sich der \u201eSexerziehung in Schule und Kindergarten\u201c. Mindestens dieses ersch\u00fctternde Kapitel sollte von allen Eltern, Erziehern, Lehrern, Pastoren und Mitarbeitern in der Kinder- und Jugendarbeit gelesen werden. Es beginnt mit einem Zitat von Neil Postman: \u201eOhne entwickeltes Schamgef\u00fchl kann es Kindheit nicht geben\u201c. Beim Weiterlesen tun sich dann Abgr\u00fcnde auf. Seit Jahrzehnten werden Steuermillionen daf\u00fcr eingesetzt, die Sexualisierung der Jugend voranzutreiben und die Scham der Kinder so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu brechen: \u201eDie Pr\u00e4misse der gesamten heutigen Sexualp\u00e4dagogik und sogenannten Missbrauchspr\u00e4vention ist die Behauptung: Kinder wollen und brauchen sexuelle Stimulation und Aktivit\u00e4t ab dem Babyalter.\u201c Man glaubt es nicht, bis man die Aussagen f\u00fchrender Sexualp\u00e4dagogen von aktiven Erzieherinnen oder die Zitate aus den Brosch\u00fcren der Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung (BZgA) gelesen hat. Man fragt mit Frau Kuby: \u201eHat denn niemand Mitleid mit den Kindern?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgezeichnet ist auch das Kapitel \u201eHetero, homo, bi, trans \u2013 alles gleich-g\u00fcltig\u201c? Es beschreibt die m\u00f6glichen Ursachen der Homosexualit\u00e4t und die Risiken des homosexuellen Lebensstils. Gerade bei diesem hochsensiblen Thema zahlt sich der durchg\u00e4ngig n\u00fcchtern-sachliche und polemikfreie Stil Kubys aus. Es ist dar\u00fcber hinaus hilfreich, dass ein nicht geringer Anteil der angef\u00fchrten Untersuchungen und Aussagen aus der Homosexuellenbewegung selbst stammen. Frau Kuby beschreibt auch die vehemente Leugnung der Ver\u00e4nderbarkeit von Homosexualit\u00e4t durch die Homosexuellenverb\u00e4nde und den brutal gef\u00fchrten Kampf gegen diejenigen, die von einer Ver\u00e4nderbarkeit ausgehen. Dabei gehen die Vertreter der Homosexuellenverb\u00e4nde einen doppelten Widerspruch ein: 1.) Einerseits fordern sie Freiheit f\u00fcr sich selbst, fordern aber die Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit und Therapiefreiheit anderer. 2.) Im Sinne der Gender-Theorie soll es freie Wahl und Wandelbarkeit der Sexualit\u00e4t(en) in alle Formen und Richtungen geben. Nur und gerade da soll sie nicht m\u00f6glich sein, wo ein Homosexueller sich in Richtung Heterosexualit\u00e4t ver\u00e4ndern will. Diese Widerspr\u00fcchlichkeit zeigt die Br\u00fcchigkeit des homosexuellen Lebensstils, der sich mit der gesch\u00f6pflichen Wirklichkeit nicht in Einklang bringen l\u00e4sst. Zur Untermauerung ihrer Aussagen l\u00e4sst Frau Kuby u. a. den ehemaligen Vertreter der Homosexuellenbewegung und fr\u00fcheren Chefredakteur des Magazins \u201eYoung Gay America\u201c, Michael Glatze, zu Wort kommen: \u201eDie Befreiung aus dem Einfluss einer homosexuellen Mentalit\u00e4t war das Befreiendste, Sch\u00f6nste und Erstaunlichste, was ich je erlebt habe.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kapitel \u201eChristlicher Glaube und Homosexualit\u00e4t\u201c geht von der biblischen Sch\u00f6pfungsordnung und der trinitarischen Liebe Gottes aus. Die Liebe zwischen Vater, Sohn und Heiligem Geist haben in der Sch\u00f6pfung ihre Analogie in der Ehe von Mann und Frau, die in der liebenden Gemeinschaft Kinder empfangen. Die Gender-Ideologie zielt darauf, diese Analogie zu zerst\u00f6ren. Es ist der Auftrag der Kirchen, der Ideologie mit der Wahrheit zu begegnen. Mit Blick auf die \u201eTheologie des Leibes\u201c von Johannes Paul II. zeigt Gabriele Kuby, dass dies auch geschehen ist. Und doch stellt sie fest, dass die Kirchen, wenn auch in unterschiedlichem Ma\u00dfe, dem ideologischen Druck weichen. F\u00fcr den Bereich der evangelischen Kirche geht sie auf den Widerstand des \u201eArbeitskreises Bekennender Christen\u201c (ABC) gegen Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren in Bayern und den Brief der acht Altbisch\u00f6fe vom Januar 2011 ein, der sich gegen die \u00d6ffnung evangelischer Pfarrh\u00e4user f\u00fcr Pfarrer in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aussprach, beschreibt aber dann die Auffassung des EKD-Mainstream: \u201eDas hei\u00dft im Klartext: Schwule und lesbische Paare mit oder ohne Kinder sind nun im evangelischen Pfarrhaus als Vorsteher der Gemeinde akzeptiert.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Frau Kubys Buch ist ein Warnruf: \u201eDas Totalit\u00e4re hat sein Kost\u00fcm gewechselt und erscheint heute im Gewand der Freiheit, der Toleranz, der Gerechtigkeit, der Gleichheit, der Antidiskriminierung und der Vielfalt\u2026Diese Prozesse sind global und werden durch einflussreiche Lobbys in den internationalen Institutionen vorangetrieben. Der Kern dieser globalen Kulturrevolution ist die Deregulierung der sexuellen Normen.\u201c Sexuell deregulierte Gesellschaften erzeugen orientierungslose und manipulierbare Massen. Diejenigen, die sich unter Berufung auf g\u00f6ttliche Normen der Zwangssexualisierung widersetzen, m\u00fcssen mit Ausgrenzung und Verfolgung rechnen. \u201eDie Scheidelinie zwischen dem Einstehen f\u00fcr die Freiheit und dem Preisgeben der Freiheit liegt in der Bereitschaft, heute den Preis zu zahlen, den es kostet, nicht mit den W\u00f6lfen zu heulen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend muss gesagt sein, dass das Buch keine leichte Kost ist. Das liegt allerdings nicht an mangelnder Verst\u00e4ndlichkeit oder Lesbarkeit des Buches. Im Gegenteil: Frau Kuby hat die Gabe, komplizierte Sachverhalte oder die ideologisierte Nebelsprache der Genderideologen in verst\u00e4ndliches Deutsch zu \u00fcbersetzen. Sie schreibt Klartext. Leichte Kost ist das Buch deshalb nicht, weil Frau Kuby die L\u00fcge von der v\u00f6lligen Selbstbestimmung des Menschen enttarnt und Wahrheiten ans Licht bringt, die unsere Gesellschaft mit strafbewehrten Tabus belegt hat. Anhand n\u00fcchterner Fakten belegt die Autorin, dass Platon recht hatte: \u201e\u2026 aus der h\u00f6chsten Freiheit, die gr\u00f6\u00dfte und h\u00e4rteste Knechtschaft.\u201c Die wahre Freiheit \u2013 daran l\u00e4sst Gabriele Kuby keinen Zweifel \u2013 findet, wer sich und seine Sexualit\u00e4t dem dreieinigen Gott und seinen Ordnungen anvertraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, 5.12.2012<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gabriele Kuby, Die globale sexuelle Revolution &#8211; Zerst\u00f6rung der Freiheit im Namen der Freiheit, FE-Medienverlag, Ki\u00dflegg 2012, 453 Seiten, ISBN 9783863570323, 19,95 \u20ac.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gabriele Kuby, Die globale sexuelle Revolution &#8211; Zerst\u00f6rung der Freiheit im Namen der Freiheit Gabriele Kuby stellt dem ersten Kapitel ihres Buches ein Zitat Platons voran: \u201eDie \u00fcbergro\u00dfe Freiheit schl\u00e4gt offenbar in nichts anderes um als in \u00fcbergro\u00dfe Knechtschaft, sowohl f\u00fcr den Einzelnen als auch f\u00fcr die Stadt. 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