{"id":8742,"date":"2012-11-28T15:37:56","date_gmt":"2012-11-28T13:37:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8742"},"modified":"2012-11-28T15:38:51","modified_gmt":"2012-11-28T13:38:51","slug":"geistliche-altersvorsorge-eine-betrachtung-zum-predigerbuch-kap-111-bis-128","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8742","title":{"rendered":"Geistliche Altersvorsorge (Eine Betrachtung zum Predigerbuch Kap. 11,1 bis 12,8)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Geistliche Altersvorsorge (Eine Betrachtung zum Predigerbuch Kap. 11,1 bis 12,8)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><\/strong>Am Ende kehrt das Predigerbuch wieder zum Anfang zur\u00fcck. Wieder sch\u00e4rft uns Salomo unsere Verg\u00e4nglichkeit ein, diesmal noch energischer als in den ersten drei Kapiteln. Im Schlu\u00dfteil bekommen wir die menschlichen Lebensalter vor Augen gestellt, aber nicht in einem erbaulichen Sinn, sondern appellativ: denke immer an das Altwerden und Sterben! Die Jugend wird in besonderer Weise angesprochen. Auch von der Manneszeit ist die Rede. Aber dann eben auch in besonderer Weise vom Alter, wobei das Alter zweifellos dominiert. Wie das ganze Buch ist nat\u00fcrlich auch der Schlu\u00df ein scharfer Treibstachel. Die Lebensalter spiegeln je auf ihre Weise unsere Verg\u00e4nglichkeit wider, und sie sind insofern g\u00f6ttliche Treibstachel, die uns der Unverg\u00e4nglichkeit zutreiben sollen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch ist im allgemeinen so geschickt und anpassungsf\u00e4hig, da\u00df er sich mit allen m\u00f6glichen Lebensumst\u00e4nden arrangieren kann. Jemand hat einmal den Menschen mit einer Katze verglichen, die vom Dach f\u00e4llt und immer mit den Beinen aufkommt. So entwickelt auch der Mensch eine besondere F\u00e4higkeit, sich mit den besonderen Gegebenheiten seines Lebens zu arrangieren, aber das vernebelt dann auch oft seine Sinne. Da\u00df ihm die Zeit durch die H\u00e4nde rinnt, da\u00df er auf das offene Grab zulebt, das bedenkt er nicht. Die Jugend versucht ihren eigenen unabh\u00e4ngigen Lebensstil zu finden, der Erwachsene richtet sich mit seinen M\u00f6glichkeiten ein, und auch im Alter versucht der Mensch sich sein diesseitiges Leben so ertr\u00e4glich wie m\u00f6glich zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Salomo er\u00f6ffnet uns hier einen Blick auf die Lebensalter, den wir nicht gewohnt sind. Er gibt keine Tipps, wie man sich mit den Gegebenheiten noch besser arrangieren kann. Wir werden hier sehr hart angefa\u00dft. Hier werden Illusionen zerbrochen, die wir uns schnell und oft \u00fcber unser Leben und \u00fcber die Lebensabschnitte bauen. Die Gefahren der Jugend werden schonungslos aufgezeigt, ebenso die Beschwerden des Alters. Und immer herrscht der Aspekt der Verg\u00e4nglichkeit vor. Es werden weniger die Chancen und die Sch\u00f6nheiten der einzelnen Lebensalter geschildert, als vielmehr die Gefahren und die Beschwerden. Das hat nat\u00fcrlich seinen Sinn. Es ist ja nicht so, da\u00df Salomo nicht auch die Sch\u00f6nheiten kennt. Aber er will uns hier einen anderen, einen wirklich heilsamen Blick vermitteln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Einteilung bzw. Untergliederung von Kapitel 11 und 12 ist nicht einfach. Die Gedanken gehen ineinander \u00fcber. Die Bildersprache ist nicht leicht zu verstehen. Der Tenor ist jedoch deutlich. Es geht um die Lebensgestaltung aus der Einsicht in die Verg\u00e4nglichkeit des Lebens, um eine geistliche Altersvorsorge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Mittelalter gab es die sogenannte <em>Ars Moriendi<\/em>, die Kunst des Sterbens. Die Kl\u00f6ster boten Kurse an, so w\u00fcrden wir das heute sagen, wo die Menschen an die Ewigkeit herangef\u00fchrt wurden, z.B. durch Exerzitien und Wortbetrachtungen. Durch solche Sterbeseminare sollten die Menschen in die Lage versetzt werden, den Tod zu akzeptieren und sich auf die Ewigkeit vorzubereiten. Wenn man z. B. an die gro\u00dfe Pestwelle denkt, die 1348 \u2013 1351 durch ganz Europa zog und etwa die H\u00e4lfte der gesamten Bev\u00f6lkerung dahinraffte, und sich dann fragt, wie die Menschen heute auf eine solche Katastrophe reagieren w\u00fcrden, dann mu\u00df man wohl bef\u00fcrchten, da\u00df der moderne Mensch einen solchen Schock nicht verkraften w\u00fcrde. Bei 450 Mio. Menschen w\u00e4ren das 225 Mio. Menschen, wenn man das umrechnet in unsere Zeit und auf Europa bezieht. Der mittelalterliche Mensch war jedenfalls f\u00e4higer mit dem Sterben umzugehen als wir heute. Dazu trug die <em>Ars Moriendi<\/em> bei. Hier bei Salomo erhalten wir eine \u201eKunst des Sterbens\u201c, die f\u00fcr alle Menschen aller Zeiten geschrieben wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl wie gesagt die Einteilung des Schlu\u00dfteils in Sinnabschnitte nicht leicht ist, schlage ich vier Abschnitte vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lindere die N\u00f6te anderer<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kapitel 11,1-5: Dieses Kapitel beginnt mit einer bildhaften Rede, \u00fcber die sich die Ausleger bis heute nicht klar geworden sind. \u201eLa\u00df dein Brot \u00fcber das Wasser fahren, denn du wirst es finden nach langer Zeit.\u201c Aus sich heraus ist der Vers kaum zu verstehen, h\u00f6chstens aus dem Zusammenhang. Dieser lenkt den Blick auf den n\u00e4chsten bzw. auf die n\u00e4chsten Verse. In Vers 2 hei\u00dft es: \u201eVerteile es unter sieben oder acht, denn du wei\u00dft nicht, was f\u00fcr Ungl\u00fcck auf Erden kommen wird.\u201c \u201eBrot\u201c steht hier vermutlich f\u00fcr all das, was der Mensch zum Leben braucht. Dieses Brot sollen wir weitergeben, im konkreten und im \u00fcbertragenen Sinn. Hilf anderen Menschen zum Leben. Verteile Dein Brot. Nach langer Zeit wirst du es finden. Da\u00df wir das, was wir weitergeben, als Segen Gottes wiederfinden, ist eine geistliche Grunderfahrung, die jeder Christ best\u00e4tigen kann. Manche sagen, und das ist gut formuliert: Gott l\u00e4\u00dft sich nichts schenken. Was wir weitergeben im geistlichen Kreislaufsystem Gottes, das kommt als Segen Gottes fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auf uns, oft in potenzierter Form, zur\u00fcck. So sieht es auch das Neue Testament. Paulus sagt im Galaterbrief 6,9: \u201eLa\u00dft uns im Gutes tun nicht m\u00fcde werden, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.\u201c Paulus l\u00e4\u00dft es offen, wann und wie der Segen zur\u00fcckkommt, aber er best\u00e4tigt, da\u00df er kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Vers 3 gebraucht ein schwieriges Bild: Die Wolken und der vom Unwetter gef\u00e4llte Baum, der dann liegen bleibt und nicht bewegt werden kann \u2013 das ist vermutlich eine Bildrede, die uns daran erinnern soll, da\u00df wir genau so, wie die Regenwolken voll sind von Wasser und dieses Wasser weitergeben, auch von unserem Hab und Gut weitergeben sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das geistliche Grundgesetz des Nehmens und Gebens mu\u00df man sich einmal ganz grunds\u00e4tzlich klarmachen. Gott gibt uns, damit wir geben. Viele Christen haben das noch nicht verstanden, und im Grunde mu\u00df man sich t\u00e4glich trainieren im Nehmen und Geben. Wir nehmen von Gott die geistlichen und irdischen G\u00fcter und Gaben, die er heute f\u00fcr uns bereit h\u00e4lt, und wir geben das, was der N\u00e4chste braucht, aus unserem geistlichen und irdischen Besitz ihm weiter. Etwas zugespitzt formuliert k\u00f6nnte man sagen: Wir haben nur etwas, um es weiter zu geben. Wir haben nichts f\u00fcr uns. Gott ist ein kommunikativer Gott, der uns viel gibt, aber eben damit wir es weitergeben, und der anderen viel gibt, damit sie es an uns weitergeben. So entsteht ein Kreislaufsystem. So funktioniert die Natur. So funktioniert alles Lebendige. Die Zellen des menschlichen K\u00f6rpers geben das ab, was andere Zellen brauchen. Das Blut und das Lymphsystem und andere Kan\u00e4le transportieren das, was die Zellen brauchen. Ein Organ ist f\u00fcr andere da. Nichts in dieser Welt ist f\u00fcr sich selbst da. Alles hat dienende Funktion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist der Mensch als die Krone der Sch\u00f6pfung Gottes in besonderer Weise dazu erschaffen, um weiterzugeben. Das kann man auch in der Bergpredigt als das geistliche Lebensprinzip der Nachfolger Jesu studieren. Alles, was wir behalten, verk\u00fcmmert. Das haben schon die alten Israeliten festgestellt. Wenn sie Manna aufheben wollten, war es am n\u00e4chsten Tag schlecht. Was wir aus egoistischen Gr\u00fcnden behalten und f\u00fcr uns einsetzen, verk\u00fcmmert und verschimmelt. Aber was wir weitergeben, bringt gute Frucht. Dieses geistliche Grundprinzip gibt uns Salomo hier mit auf den Weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ferner sagt er, warte nicht zu lange mit dem Weitergeben. Wer auf den Wind achtet, der kommt nicht zum S\u00e4en. Das ging mir \u00f6fters so im Garten beim D\u00fcngerstreuen. Wenn man immer wartet, wo der Wind herkommt, dann hindert man sich selber, endlich anzufangen. Warte nicht zu lange damit. Pr\u00fcfe nicht zu viele Umst\u00e4nde, ob du das geben kannst oder nicht, und ob du dann vielleicht zu kurz kommst. Das sind unn\u00f6tige Gedanken. Geben, was der andere braucht, das ist die Devise, Brot, Lebensbrot und nat\u00fcrliches Brot, je nachdem was er ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vers 5 ist eine Art Quintessenz. Wie Gott seinen Einsatz f\u00fcr andere nutzt, wei\u00dft du nicht. Wie und wann er dich daf\u00fcr segnet, wei\u00dft du auch nicht. Aber so ist das im Glauben. Was Gott tut, wie er es tut, wann er es tut, das wissen wir nicht. Wir wissen nur, da\u00df er ein handelnder und segnender Gott ist, ein Gott, der sich nichts schenken l\u00e4\u00dft<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist der erste Teil der geistlichen Altersvorsorge. Salomo kehrt hier unser menschliches Denken total um. Wir denken, wenn wir haben, ist unser Leben gew\u00e4hrleistet. Die Bibel sagt, wenn du gibst, ist dein Leben gew\u00e4hrleistet. Das ist eine v\u00f6llig andere Lebensperspektive.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nutze die Zeit, solange du Kr\u00e4fte hast<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kapitel 11,6-8: Der Prediger sagt, s\u00e4e deinen Samen am Morgen. Da es im Schlu\u00dfteil insgesamt um die Lebensalter geht, kann man sich unter dem Morgen die Jugend und die frische Lebenszeit vorstellen. Es liegt ein Segen darauf, wenn einer in der Jugend schon zum Glauben an Christus findet. Was kann Gott nicht aus einem langen gesegneten Leben machen. Er kann nat\u00fcrlich auch einen geistlichen \u201eSp\u00e4tz\u00fcnder\u201c noch benutzen, das ist klar. Aber wenn ich an meine Lebenszeit bis zum 26. Lebensjahr denke, dann m\u00f6chte ich doch sagen, da\u00df viel zu viel Unn\u00f6tiges und Ungutes, viel zu viele Irrwege und Umwege diese Phase kennzeichneten, wo ich mir im Wege stand und anderen zur Beschwernis wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eLa\u00df deine Hand bis zum Abend nicht ruhen\u201c. Das hei\u00dft, gestalte dein Leben so, da\u00df es ein Leben ist, das vom S\u00e4en, vom Weitergeben bestimmt ist. Das ganze Leben soll ein Geben sein. Was sollen wir geben? Wie schon gesagt: wir geben das, was Gott uns gegeben hat. K\u00f6nnen wir wissen, was wir bewirken? Salomo sagt deutlich nein. \u201eDu wei\u00dft nicht, was ger\u00e4t\u201c. Der S\u00e4mann wei\u00df es auch nicht, wie viele Samen vom Winde verweht werden, wie die k\u00fcnftigen Wetterverh\u00e4ltnisse sind und was schlie\u00dflich aufgeht. Niemand wei\u00df, wie, wo und wann das Gute, das er weitergibt, bei anderen zur Frucht wird. Man wei\u00df ja nicht einmal, ob das Gute, was man f\u00fcr andere einsetzt, von ihnen \u00fcberhaupt erkannt oder angenommen oder gewollt wird. Oft scheint es, als ob der andere gar keinen Blick daf\u00fcr hat, was man an Gutem ihm g\u00f6nnt und ihm geben m\u00f6chte. Die Wirkungen unseres Einsatzes bleiben uns verborgen. Das ist Hoheitsgebiet Gottes. Aber das darf unseren Einsatz nicht schm\u00e4lern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt kommt Salomo noch einmal auf die guten Lebenszeiten zu sprechen: \u201eEs ist das Licht s\u00fc\u00df, solange wir es sehen\u201c. Man mu\u00df sich das immer wieder klar machen, <em>sub specie aeternitatis<\/em>, im Blick auf die Ewigkeit. Wir sind hier in dieser Lebenszeit mit vielerlei Gaben und Kr\u00e4ften ausgestattet, und das Licht, das Gott uns schenkt, das uns wirken l\u00e4\u00dft, ist eine dieser wunderbaren Gaben. Der alternde Mensch empfindet das Licht nicht immer als s\u00fc\u00df. Sein Augenlicht wird tr\u00fcbe, dunkel oder er erblindet. Das war nat\u00fcrlich im Altertum noch \u00f6fters der Fall als heute. Die Quintessenz: Nutze die Kr\u00e4fte, solange du sie hast. In der Bergpredigt gibt es lange Passagen \u00fcber das Geben. Da sagt Jesus: Gib, aber la\u00df die linke Hand nicht wissen, was die Rechte tut. Das hei\u00dft, bilde dir nichts darauf ein, es ist ja deine Pflicht, es ist ja das Wesen christlicher Existenz. Gott gibt, denn er ist ein liebender Gott. Liebe gibt, denn sie will nichts f\u00fcr sich. In dem Ma\u00dfe, in dem Christen in dieser Spur leben, sind sie Gebende. Aber sie sollen es tun, solange sie die Kr\u00e4fte dazu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Halte deine Seele und deinen Leib rein<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kapitel 11,9-10: Jetzt wendet sich Salomo speziell an die Jugend. Luther \u00fcbersetzt hier \u201eJ\u00fcngling\u201c. Salomo erweist sich hier als absolut kompetenter Jugendseelsorger, denn mit diesen beiden geistlichen Ermahnungen trifft er den Nerv der Jugend, damals wie heute, und zwar als Seelsorger und Leibsorger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst spricht er die Probleme der Seele an. \u201eLa\u00df den \u00c4rger fern sein von deinem Herzen\u201c. Ein Jugendlicher \u00e4rgert sich sehr schnell, besonders \u00fcber die altmodischen Alten. Salomo ermahnt ihn, den \u00c4rger nicht in der Seele zu lassen. Tu ihn raus. Halte ihn fern von dir. Das ist ein sehr sinnvoller Rat an den jungen Menschen, der meint alles besser zu k\u00f6nnen und alles besser zu machen und sich eben schnell \u00e4rgert, wenn er nicht so wie er es will zum Zuge kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDein Herz mache dich fr\u00f6hlich in den Tagen deiner Jugend. Wandle auf den Wegen deines Herzens und was deinen Augen gef\u00e4llt.\u201c So hei\u00dft es w\u00f6rtlich, wenn man weiter liest. Das klingt merkw\u00fcrdig. Man denkt ja fast, da\u00df Salomo der Jugend den Rat gibt, nach eigenen Gutd\u00fcnken zu leben. Aber man mu\u00df nur weiterlesen, dann merkt man, da\u00df das nun gerade nicht seine Absicht ist. \u201eWisse, da\u00df dich Gott deswegen ins Gericht bringen wird.\u201c Das hei\u00dft: Wenn du so weiter machst, wenn du nach deinem eigenen Gustus lebst, dann denke bitte daran, da\u00df alles ein ewigkeitliches Ziel hat und da\u00df Gott dich daf\u00fcr pr\u00fcfen und zur Rechenschaft ziehen wird. Wir sollten also diesen Teilvers 9b \u201eTu, was dein Herz gel\u00fcstet und dein Auge begehrt\u201c nicht isoliert lesen, nicht als salomonischen Rat an die Jugend auslegen, sondern als eine rhetorische Formulierung, durch die der Prediger die Jugend zum Nachdenken bringen will. Mach was du willst, aber bitte denk dran, Gott wird dich vor Gericht ziehen. Manche Ausleger verstehen das anders und sagen, hier g\u00f6nne Salomo der Jugend tats\u00e4chlich ein eigenes Leben, eigene Lebensinhalte, eigene Lebensfreuden, aber ich denke, da\u00df es hier doch um das Leben im Angesicht der Ewigkeit geht, und damit vertr\u00e4gt sich Z\u00fcgellosigkeit nicht. Salomo gibt eine Sterbevorbereitung und \u00f6ffnet einen Ewigkeitshorizont, das sollte jede Auslegung ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun folgt eine Zusammenfassung der Ermahnungen an die Jugend: \u201eHalte fern das \u00dcbel von deinem Leib und la\u00df den Unmut fern sein von deinem Herzen.\u201c Ich m\u00f6chte hier ein besonderes Augenmerk auf die Leibsorge legen. Die Seelsorge kennen wir alle. Aber die Leibsorge ist genau so wichtig. Was macht der Mensch mit seinem Leib? Gehorcht er den Trieben? L\u00e4\u00dft er sich verf\u00fchren von denen, die ihn dazu ermutigen, den leiblichen Trieben zu folgen? Wer regiert in uns? Regiert der Geist den Leib oder regiert der Leib den Geist? Diese Fragen mu\u00df sich jeder stellen. Und in unserer Zeit, wo uns \u00fcberall eine ver\u00e4u\u00dferlichte, pervertierte, ja d\u00e4monisierte Sexualit\u00e4t und ein unbegrenzter Konsumrausch entgegenschreien, ist das ein hochaktueller Rat. Halte das \u00dcble fern von deinem Leib. Das ist das Beste, was man der Jugend heute empfehlen kann. Halte deinen Leib rein und gehe einen alternativen Weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Denke an deinen Sch\u00f6pfer in deiner Jugend<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kapitel 12,1-8: Hier kommt nun ein Abschnitt, der zur Kennzeichnung des Alters au\u00dfergew\u00f6hnlich viele und z.T. sehr schwierige Bilder verwendet. Er beginnt mit der Aufforderung \u201eDenke an deinen Sch\u00f6pfer in deiner Jugend\u201c. Das bedeutet nichts anderes als \u201eSchieb deine Bekehrung nicht auf das Alter auf\u201c. Wir k\u00f6nnten heute diese Aufforderung vielleicht so umschreiben: Wenn du in deiner Jugend den Gedanken an Deinen Sch\u00f6pfer verdr\u00e4ngst, gehst du ein gro\u00dfes Risiko ein. Die Funktionen des Leibes, die Funktionen der Seele und des Geistes lassen im Alter nach. Wer wei\u00df, ob du dann noch die Einsicht, den Willen, das Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr hast, da\u00df du ein Kind Gottes sein mu\u00dft, da\u00df du dich ganz und gar unter Gottes Willen stellen mu\u00dft, da\u00df du dich bekehren mu\u00dft zu dem Herrn Jesus Christus. Schiebe das nicht auf. Denk an deinen Sch\u00f6pfer in deiner Jugend. Das sollten wir der Jugend in derselben Intensit\u00e4t sagen, wie es damals Salomo gesagt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun folgt die ber\u00fchmte Schilderung des Alters. \u201e&#8230;ehe die b\u00f6sen Tage kommen.\u201c Hier wird uns ein ungeschminktes Bild des Alters vor Augen gestellt. Es ist ein Bild ohne Wehleidigkeit, ein Bild ohne Illusionen, ein Bild ohne falsche Hoffnungen. Hier wird dem alten Menschen nichts vorgemacht, Salomo verspricht ihm nicht, da\u00df die Medizin eines Tages alle Altersbeschwerden in den Griff bekommen wird, er verspricht keinen sorgen- und beschwerdefreien Lebensabend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Alter ist das offensichtlichste Kennzeichen unserer Verg\u00e4nglichkeit. Kein Mensch, wenn er alt wird, kann sich den Alterserscheinungen entziehen. Jeder mu\u00df sich der Tatsache stellen, da\u00df nun der Tod nicht mehr sehr lange auf sich warten l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz zum Realismus des Predigerbuchs bauen wir uns heute die Illusion auf, das Alter aufschieben und wom\u00f6glich besiegen zu k\u00f6nnen. Eine breit angelegte Anti-Aging-Bewegung gaukelt dem \u00e4lter werdenden Menschen vor, da\u00df er das Altern aufhalten kann. Der postmoderne Mensch b\u00e4umt sich mit aller Kraft gegen das Alter auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es lohnt sich, in dieser Hinsicht einmal unsere Gesellschaft kulturkritisch zu untersuchen. Da werden aus Altenheimen pl\u00f6tzlich Seniorenresidenzen. Kulturelle Revolutionen beginnen meistens mit der Sprache. In der Sprache dr\u00fcckt sich immer auch die geistige Haltung und Verfassung eines Menschen und eines Volkes aus. Es freut mich immer, wenn ich in der Schweiz durch Ortschaften fahre und noch den Begriff Altenheim sehe. Anscheinend macht man dort den Unsinn der \u201eSeniorenresidenzen\u201c nicht mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der neomarxistischen Kulturrevolution der 68er-Bewegung wurde das Alter f\u00fcr r\u00fcckst\u00e4ndig erkl\u00e4rt. Die Parole \u201eUnter den Talaren der Muff von 1000 Jahren\u201c machte Geschichte und pr\u00e4gte das Bewu\u00dftsein weiter Teile der Jugend. Was sich da angesammelt hat an Tradition, das m\u00fcssen wir entl\u00fcften und entr\u00fcmpeln, das wurde zum erkl\u00e4rten Ziel einer ganzen Generation. Was die Alten geleistet haben, das schaffen wir schon l\u00e4ngst. So hat man das damals gemeint, und viele denken immer noch so. F\u00fcr Deutschland kam noch erschwerend dazu, da\u00df tats\u00e4chlich gro\u00dfe Teile der Elterngeneration sich vom Nationalsozialismus verf\u00fchren lie\u00dfen. Das hat der Neomarxismus begierig aufgegriffen und behauptet, da\u00df eben das obrigkeitsh\u00f6rige Denken der Deutschen dazu gef\u00fchrt habe. Max Horkheimer hat 1937 \u00fcber die b\u00fcrgerliche Familie geschrieben und behauptet, die herk\u00f6mmliche b\u00fcrgerlich-christliche Familienstruktur sei die eigentliche Ursache f\u00fcr das Aufkommen faschistoider Menschentypen in Europa, also von Menschen, die anf\u00e4llig sind f\u00fcr die Verf\u00fchrung durch den Faschismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den geringen Stellenwert des Alters in unserer Gesellschaft offenbart auch das wirtschaftliche Leben. Wirtschaft und Industrie beginnen meist bei den \u00e4lteren Arbeitern und Angestellten, wenn Entlassungen n\u00f6tig werden. Der Mensch sp\u00fcrt, da\u00df er im Alter nicht mehr so viel wert ist, gewi\u00df keine g\u00fcnstige Voraussetzung daf\u00fcr, da\u00df er lernt, sein \u00c4lterwerden zu bejahen und anzunehmen. Die Werbung gaukelt ein Leben in ewiger Jugend vor. Die Gesundheitsindustrie mit ihren Anti-Aging-Produkten versucht, mit allen Mitteln und Methoden das Alter aufzuhalten und aus dem Bewu\u00dftsein zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was steht eigentlich hinter der modernen Ablehnung des Alters? Ich denke, es ist letztlich ein Aufb\u00e4umen gegen die Verg\u00e4nglichkeit. Der s\u00e4kulare Mensch will nicht mehr zur Kenntnis nehmen, da\u00df eine Strafe Gottes \u00fcber der Menschheit liegt, die Mensch und Kreatur verg\u00e4nglich gemacht hat, und so wird eine Scheinwelt aufgebaut, die das Alter f\u00fcr r\u00fcckst\u00e4ndig erkl\u00e4rt, f\u00fcr unattraktiv und schlie\u00dflich f\u00fcr \u00fcberwindbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus dieser umfassenden gesellschaftlichen L\u00fcge k\u00f6nnen und sollten Christen ausbrechen und das Alter nehmen als das, was es ist, n\u00e4mlich als eine von Gott verordnete Vorbereitungszeit auf Tod und Ewigkeit. Alt werden ist eine gottgewollte Losl\u00f6sung aus der Welt. Ich werde schrittweise aus meinen Verpflichtungen und Verhaftungen an die Welt gel\u00f6st. Ich kann die Welt nicht mehr so wahrnehmen und nicht mehr so genie\u00dfen wie fr\u00fcher. Die Funktionsf\u00e4higkeit der Sinne l\u00e4\u00dft nach, der Verstand kann die t\u00e4glichen Herausforderungen nicht mehr so gut meistern. Ich werde abgesch\u00e4lt aus dieser Welt. Mir wird meine irdische Heimat entzogen, damit ich mich auf meine himmlische Heimat einstellen lerne. Das Alter hat so gesehen eine tiefe geistliche Bedeutung. Auf dieser Spur bewegt sich Salomo, wenn er uns die Beschwerden des Alters vor Augen stellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man sich den von Salomo aufgez\u00e4hlten Alterskennzeichen zuwendet, st\u00f6\u00dft man einige Male auf schwer deutbare Bilder, wo letztlich nur vermutet werden kann, was der Verfasser meint. In jedem Fall bereitet V. 1 darauf vor, da\u00df Salomo den Verg\u00e4nglichkeitsaspekt des Altwerdens beschreiben will. \u201eEs kommen Jahre, da wirst du sagen, sie gefallen mir nicht.\u201c Hier kann man eigentlich einen Doppelpunkt setzen, denn alles, was danach kommt, beschreibt diese Zeit. Mit den \u201eb\u00f6sen Tagen\u201c der Luther-\u00dcbersetzung sind nat\u00fcrlich die \u201ebeschwerlichen\u201c Tage gemeint, denn geistlich gesehen k\u00f6nnen diese Tage durchaus zu einem Lebensh\u00f6hepunkt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Welt wird dunkler. Das Augenlicht l\u00e4\u00dft nach. \u201eDie H\u00fcter des Hauses zittern\u201c. Das sind sehr wahrscheinlich die Arme. \u201eDie Starken kr\u00fcmmen sich\u201c. Das sind die Beine. \u201eDie M\u00fcllerinnen\u201c, das hat Luther so originell \u00fcbersetzt, eigentlich hei\u00dft der Ausdruck \u201edie Mahlenden\u201c, das sind die Z\u00e4hne, und die stehen m\u00fc\u00dfig herum, weil sie nichts mehr tun k\u00f6nnen, weil es so wenige geworden sind. Die Augen sind gemeint, wenn Salomo von denen spricht, \u201edie finster werden, wenn sie durch die Fenster sehen\u201c. Und \u201ewenn die T\u00fcren an der Gasse sich schlie\u00dfen, so da\u00df die Stimme der M\u00fchle leise wird, wenn sie sich hebt wie wenn ein Vogel singt und alle T\u00f6chter des Gesangs sich neigen\u201c, dann m\u00fcssen damit die Ohren gemeint sein, die im Alter in ihrer Leistung nachlassen. Dann folgen in V. 5 wieder sehr deutliche und unmittelbar einleuchtende Aussagen. Der alte Mensch \u201ef\u00fcrchtet sich vor den H\u00f6hen\u201c, d.h. jeder Schritt wird beschwerlich, besonders Schritte in die H\u00f6he. Man bekommt Angst sich zu bewegen, denn man k\u00f6nnte hinfallen und es k\u00f6nnte keiner da sein, der aufhilft. Das sind altersspezifische \u00c4ngste, die so treffend beschrieben sind, da\u00df der Verfasser selber alt geworden sein mu\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun folgen wieder schwierigere Bilder, der bl\u00fchende Mandelbaum, die beladene Heuschrecke und die aufbrechende Kaper. Vielleicht sollen diese drei Bilder aus der fr\u00fchlingshaften Natur ein Kontrastprogramm zum sterbenden Menschen sein, der im Gegen\u00fcber zur wieder aufbl\u00fchenden Natur seine Verg\u00e4nglichkeit desto st\u00e4rker erf\u00e4hrt. Aber dann wird es wieder ganz deutlich. \u201eDer Mensch f\u00e4hrt dahin, wo er ewig bleibt\u201c. Wir finden hier wieder dieselbe \u00dcberzeugung, die uns schon im 3. Kapitel begegnet ist. Die Ewigkeit ist in den Menschen hineingelegt. Hier wird diese Tatsache noch einmal deutlich unterstrichen. Der Mensch verl\u00e4\u00dft im Tod die Zeit und geht \u00fcber in die Ewigkeit. Es gibt keine Aufl\u00f6sung oder eine Vernichtung des Menschen. Was sich aufl\u00f6st, ist nur der Leib, und zwar aufgrund des Strafwortes Gottes in 1. Mose 3,19 \u201eDu sollst zur Erde werden, wovon du genommen bist\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wieder folgen schwierige Bilder. Deutlich ist nur, da\u00df sie den Tod meinen. Da zerrei\u00dft ein silberner Strick. Da zerbricht eine goldene Schale. Es zerschellt ein Krug. Ein Rad zerbricht. Das sind Bilder und Begriffe, die einen endg\u00fcltigen Charakter tragen. Es gibt kein langsames Ausglimmen, sondern ein pl\u00f6tzliches Ende. Der Tod zerbricht den Leib. Er ist der Sold der S\u00fcnde (R\u00f6m. 6,23). Man mu\u00df den Tod als den gro\u00dfen Zerbrecher und Zermalmer ernst nehmen, wenn man die todes\u00fcberwindende Botschaft des Evangeliums wirklich in ihrer ganzen Sch\u00f6nheit und S\u00fc\u00dfe schmecken will. Wenn man den Tod als einen nat\u00fcrlichen Proze\u00df ansieht, so wie es manche Esoteriker tun, dann verliert die Botschaft des Evangeliums an Strahlkraft. Der Tod ist wirklich eine brutale Beendigung des nat\u00fcrlichen Lebens.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In V. 7 spricht der Prediger denkbar knapp das weitere Schicksal der Gestorbenen an. Der Leib, der aus Erde geformt ist, kehrt zur\u00fcck zur Erde. Der Geist, der von Gott kommt, kehrt zur\u00fcck zu ihm. Das ist eine sehr deutliche, auch sonst in der Bibel anzutreffende Aussage. Der Geist, also das Pers\u00f6nlichkeitszentrum, das Ich des Menschen, ist ein Gedanke Gottes und als solcher grunds\u00e4tzlich unzerst\u00f6rbar. Nat\u00fcrlich ist das hier sehr knapp formuliert, da\u00df der Geist wieder zu Gott kommt, der ihn gegeben hat. Hinzuf\u00fcgen mu\u00df man, da\u00df dort das Gericht auf ihn wartet, denn Salomo geht davon aus, da\u00df der Mensch dann zum Gericht gezogen wird (3,17; 11,9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In V. 8 zieht der Prediger sein Schlu\u00dffazit. Damit endet die \u00dcberlieferung Salomos. Ab 12,9 spricht der Bearbeiter des Buchs. Salomo best\u00e4tigt und bekr\u00e4ftigt seine Einsch\u00e4tzung des menschlichen Lebens. \u201eEs ist alles Hauch, absolut Hauch\u201c. Hauch, ein nicht sichtbares, unbest\u00e4ndiges, vollkommen kraftloses Etwas. Wo keine Ewigkeit vorhanden ist, wo nur irdische Zeit und irdischer Raum die Wirklichkeit ausmacht, dort ist alles der Verg\u00e4nglichkeit unterworfen. In der Perspektive der Ewigkeit ist alles Verg\u00e4ngliche nur ein Hauch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man k\u00f6nnte es auch mit Heinrich Kemner so sagen: Alles vergeht, nur das von Gott Geschenkte hat Bestand. Nur was Gott neusch\u00f6pferisch in das Leben eines Menschen hineingelegt hat, wird die Zeit \u00fcberdauern. Nur das neue Leben, das der Mensch im Glauben an Jesus Christus empf\u00e4ngt, ist unverg\u00e4nglich.<\/p>\n<p><em>Pastor Dr. Joachim Cochlovius<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Pastor Dr. Joachim Cochlovius, Fr\u00f6hlich sein trotz Verg\u00e4nglichkeit. Eine Auslegung des Predigerbuches, 96 Seiten, 5,00 \u20ac.<\/em> <em>Das Buch kann <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/medienangebote\/literatur\/buecher.html\">hier<\/a> bestellt werden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geistliche Altersvorsorge (Eine Betrachtung zum Predigerbuch Kap. 11,1 bis 12,8) Am Ende kehrt das Predigerbuch wieder zum Anfang zur\u00fcck. Wieder sch\u00e4rft uns Salomo unsere Verg\u00e4nglichkeit ein, diesmal noch energischer als in den ersten drei Kapiteln. Im Schlu\u00dfteil bekommen wir die menschlichen Lebensalter vor Augen gestellt, aber nicht in einem erbaulichen Sinn, sondern appellativ: denke immer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":67,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[25,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8742"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/67"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8742"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8742\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8750,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8742\/revisions\/8750"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8742"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8742"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8742"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}