{"id":8654,"date":"2012-11-15T18:36:10","date_gmt":"2012-11-15T16:36:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8654"},"modified":"2012-11-15T18:49:57","modified_gmt":"2012-11-15T16:49:57","slug":"gotterdammerung-am-krippen-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8654","title":{"rendered":"G\u00f6tterd\u00e4mmerung am Krippen-Himmel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>G\u00f6tterd\u00e4mmerung am Krippen-Himmel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Betreuungsgeld ist nun im Stand-by-Modus. Die Opposition hat schweres Gesch\u00fctz angek\u00fcndigt. Wir werden es noch durch den n\u00e4chsten Wahlkampf qu\u00e4len und weiterhin im Kreis reden: Das Tauziehen um das Kind ist noch nicht entschieden. Ja, ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht, das Thema w\u00e4re einfach vom Tisch. Beschlossen, umgesetzt, fertig, gut. Oder kann irgendjemand das Wort Betreuungsgeld wirklich noch h\u00f6ren? Seit Jahren wird es durch den politischen Fleischwolf gedreht, wir wissen nun wirklich alles \u00fcber die Ressentiments aller Parteien gegen\u00fcber \u00fcberzeugungsresistenten Eltern, die wider besseren Wissens immer noch darauf beharren, selbst ihre Kleinkinder gro\u00df zu ziehen. Wir haben jedes Klischee \u00fcber Frauen <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/birgit-kelle\/11708-familie-im-kapitalismus\">aus der Mottenkiste geholt und jede Beleidigung aus gesprochen<\/a>, die wir finden konnten. Es sollte genug sein. Ist es aber nicht. Denn die Opposition im Parlament wird sich nicht zufrieden geben. Schon jetzt hat die SPD sowohl Verfassungsklage gegen das Betreuungsgeld als auch die Abschaffung des gerade beschlossenen Gesetzes angek\u00fcndigt, sollte sie die n\u00e4chste Bundestagswahl gewinnen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eKrippenentzug\u201d ist Chefsache<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbstredend, dass man in der Bundestagsdebatte vergangenen Freitag deswegen die F\u00fchrungsspitze bei Gr\u00fcnen und SPD ans Rednerpult holte. Zwar haben sich Trittin und Steinbr\u00fcck bislang nicht gerade als familienpolitische Experten hervorgetan, aber das war ja auch egal. Hier sollte demonstriert werden: Bildungsnotstand durch Krippenentzug ist Chefsache. Da kommt sogar Herr Steinbr\u00fcck mal pers\u00f6nlich im Bundestag vorbei. Ja, unser Land steht derart auf der Kippe, dadurch dass manche Eltern nun 150 Euro mehr im Monat haben werden, dass die Bosse an vorderster Front in die Schlacht ziehen m\u00fcssen, um den Ernst der Lage klar und deutlich zu artikulieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lassen wir mal bei Seite, dass der gleiche Herr Steinbr\u00fcck, der heute mit ernster Miene vom Betreuungsgeld als \u201eSchwachsinn\u201c und \u201ebildungspolitischem R\u00fcckschritt\u201c redet, im Jahr 2006 die selbe Causa noch einen \u201evern\u00fcnftigen Kompromiss\u201c nannte und sich freute, dass nun \u201eder Weg endlich frei f\u00fcr eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur zum Wohle der Kinder in unserem Land\u201c sei. Zum Wohle der Kinder! Nein, wir wollen darauf nicht herumreiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gr\u00fcne 180-Grad-Wende<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und wir wollen Herrn Trittin auch nicht vorhalten, dass seine Partei ebenfalls eine 180-Grad-Wende vollzogen hat, wenn er jetzt davon spricht, dass ein Betreuungsgeld \u201efrauenfeindlich, familienfeindlich, kinderfeindlich und wirtschaftsfeindlich\u201c sei. Obwohl Herr Trittin, es ist so sch\u00f6n, dass muss man einfach mal w\u00f6rtlich zitieren, aus dem Bundesprogramm der Gr\u00fcnen 1980, Punkt 1.5:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie M\u00fctter oder V\u00e4ter, die sich aus erzieherischer Verantwortung \u00fcberwiegend ihren Kindern widmen, gegebenenfalls unter Verzicht auf Aus\u00fcbung ihres Berufes, leisten eine Arbeit von gr\u00f6\u00dfter gesellschaftlicher Bedeutung. Damit die sp\u00e4tere Entwicklung des Kindes ungest\u00f6rt verlaufen kann, sollte in den ersten Jahren m\u00f6glichst kein Wechsel der Bezugspersonen stattfinden. Darum fordern wir entsprechende Angebote hauswirtschaftlicher und p\u00e4dagogischer Ausbildung und ein Erziehungsgehalt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Gott, besser h\u00e4tte ich das auch nicht sagen k\u00f6nnen. Ja, dieses neue Inter-Netz, das die jungen Menschen nutzen, vergisst nichts \u2014 auch wenn man bei den Gr\u00fcnen wohl hoffte, dass die eigene Vergangenheit in den Archiven langsam verrottet. Schon lange ist von der gr\u00fcnen Vergangenheit in Sachen Kinder und Erziehung nichts mehr zu sp\u00fcren. Nicht nur, dass das Personal heute nicht mehr in Turnschuhen und mit Blumenschmuck, sondern im grauen Dreireiher am Rednerpult steht \u2014 ein Dresscode, den fast nur noch Claudia Roth erfolgreich durchbricht. Nein, die alte Kinderladenzeit hat man gleich mit beerdigt. Einfach nur spielen ist nicht mehr, liebe Kinder. Hier wird gebildet vom ersten Atemzug an. Ihr seid alle High-Potentials, nur notd\u00fcrftig in Windeln gewickelt, aber schon auf dem Siegeszug durch die Institutionen der Republik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine seltsame Allianz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt? \u201eFrauenfeindlich, kinderfeindlich, familienfeindlich und wirtschaftsfeindlich\u201c. Frauenfeindlich, weil Frauen durch die l\u00e4cherlichen 150 Euro vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden und somit gleichzeitig von ihrer Vervollkommnung als Frau. 150 Euro, das sind mindestens zwei Yoga-Kurse, das vernebelt uns Frauen derart die Sinne, dass wir um unser selbst Willen vor diesem fatalen Fehltritt bewahrt werden m\u00fcssen. Da ist Trittin auch ganz nah bei seinem Wunschkanzler Steinbr\u00fcck. Auch der sieht uns Frauen wieder zur\u00fcck in die Biedermeierzeit abrutschen. Kinderfeindlich, weil Kinder dann tats\u00e4chlich die ersten drei Jahre ihres Lebens haupts\u00e4chlich bei ihren Eltern verbringen werden und dabei dumpf vor sich hinvegetieren, wo sie doch stattdessen so toll gef\u00f6rdert und gebildet werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Familienfeindlich, ja keine Ahnung, warum es familienfeindlich ist, das muss irgendetwas mit dieser Wahlfreiheit zu tun haben, die jetzt ebenfalls Schaden nimmt. Wirtschaftsfeindlich, da sind sich die Herrn Steinbr\u00fcck und Trittin auch wieder ganz einig. Eine seltsame Allianz. Dass ausgerechnet die politisch Linken sich jetzt als H\u00fcter des Kapitals ereifern, wer h\u00e4tte das vor wenigen Jahren noch gedacht? Dass sie selbst die Kinder preisgeben zugunsten einer \u00d6konomisierung aller Lebensbereiche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Billige Arbeitskraft der Frauen zum Wohl der Wirtschaft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andererseits ist es genau genommen nur konsequent. Steinbr\u00fcck ist ein Wirtschaftsmann, warum sollte er nicht von der Wirtschaft her argumentieren. Uns fehlen die Fachkr\u00e4fte, die brach liegenden Potentiale der M\u00fctter und die braucht er f\u00fcr seine Wachstumsraten. Man macht sich bei allen Oppositionsparteien auch Sorgen um die Integration ausl\u00e4ndischer Kinder und deren Sprachkenntnisse, und somit auch um deren weitern Bildungsweg. Warum aber diskutieren wir hier dann \u00fcber ein Budget des Familienministeriums?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es w\u00e4re einfach ehrlicher, wenn wir mal Klartext reden, und den Krippenausbau endlich aus den Etats jener Ressorts bezahlen, in die sie geh\u00f6ren. Die einen wollen jahrzehntelange verfehlte Integrationspolitik wieder glatt b\u00fcgeln, die anderen wollen die Arbeitswelt und den Fachkr\u00e4ftemangel in den Griff bekommen. Also bitte Krippenausbau aus dem Wirtschaftsministerium und aus dem Sozialministerium bezahlen, dann sind im Familienressort auch wieder Kapazit\u00e4ten frei. Es ist ja nahezu heuchlerisch, wenn derzeit die gleichen Parteien, die fr\u00fcher noch von \u201eZwangsgermanisierung\u201c sprachen, heute unerm\u00fcdlich betonen, wie wichtig der Erwerb der deutschen Sprache f\u00fcr Einwanderer sei. H\u00e4tte man sich darauf schon vor 20 oder 30 Jahren einigen k\u00f6nnen, h\u00e4tten wir nicht ganze Generationen verloren, deren Kindern wir nun heute selbst m\u00fchsam Deutsch beibringen m\u00fcssen, weil wir bei ihren Eltern einst nicht darauf bestanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wirtschaft n\u00fctzt es am allermeisten, wenn die Arbeitskr\u00e4fte der M\u00fctter frei gesetzt werden. Oder glauben Sie ernsthaft, dass sich alle Wirtschaftsverb\u00e4nde Deutschlands gegen das Betreuungsgeld und f\u00fcr mehr Kitas ausgesprochen haben, weil ihnen die Kinder oder gar die Gleichberechtigung der Frauen so sehr am Herzen liegen? Nein, hier geht es um l\u00fcckenlose Erwerbsl\u00e4ufe und die billige Arbeitskraft der Frauen. Dann bezahlt das doch auch selbst. Was \u00fcbrigens mal einen ganz neue Idee ist und auch viel sozialer. Wie wir es derzeit regeln ist weder sozial noch alternativlos. Denn es ist einfach und billig, dass sich jetzt <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/wolf-christian-ulrich\/5476-wahlfreiheit-in-deutschland\">zig Kommentare<\/a> an dem angeblich \u00fcberfl\u00fcssigen Betreuungsgeld abarbeiten, das jetzt angeblich von M\u00fcttern haufenweise in Latte Macchiato, Yogakurse und den Otto-Versand investiert wird. Weil diejenigen, die vom Betreuungsgeld profitieren, es ja angeblich am wenigsten brauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nichts als gro\u00dfe Heuchelei<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig habe ich aber weder bei der SPD, noch bei den Gr\u00fcnen oder den Linken irgendeinen Politiker gefunden, der ein Problem damit hat, dass wir der Million\u00e4rsgattin den Krippenplatz subventionieren, damit sie tags\u00fcber in Ruhe Golf spielen kann, was wir tats\u00e4chlich jedoch tun. Denn die Subvention pro Kind, Platz und Monat liegt nach amtlichen Zahlen bei durchschnittlich 1.200 Euro, wahrscheinlich sogar mehr. Und die Subvention flie\u00dft f\u00fcr jeden Platz, egal, ob die Eltern diesen brauchen, ob sie berufst\u00e4tig sind oder nicht. Ganz ohne Vorbedingung. Wer dies f\u00fcr ein alternativloses Modell h\u00e4lt, sollte seinen Blick einmal Richtung Niederlande wenden. Dort m\u00fcssen Eltern ein Drittel der realen Krippenkosten selbst bezahlen, ein Drittel zahlt der Staat und ein Drittel der Arbeitgeber. Ja, der Arbeitsgeber. Ich bin sehr gespannt, wie laut die deutschen Unternehmer- und Wirtschaftsverb\u00e4nde nach noch mehr Krippenpl\u00e4tzen schreien w\u00fcrden, wenn man sie wie in den Niederlanden an den Kosten beteiligen w\u00fcrde. So haben sie gut reden. Kostet sie ja nichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Sie \u00fcbrigens in den Niederlanden ein Jahreseinkommen \u00fcber 70.000 Euro haben, dann zahlt der Staat nur noch unter 2 Prozent der Krippenkosten, der Rest geh\u00f6rt Ihnen ganz allein. Das ist jedenfalls sozialer, als auch denjenigen einen Platz zu subventionieren, die ihn gar nicht brauchen. Es ist also auch hier wieder gro\u00dfe Heuchelei, sich dar\u00fcber aufzuregen, dass man wom\u00f6glich durch das Betreuungsgeld jemandem 150 Euro zukommen l\u00e4sst, der das finanziell nicht n\u00f6tig hat, der gleichen Person aber ohne mit der Wimper zu zucken monatlich 1.200 geben w\u00fcrde und zwar per Rechtsanspruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nichts ist alternativlos. Nicht umsonst ist es einst zum \u201eUnwort des Jahres\u201d gek\u00fcrt worden. Bedeutet es doch in der Politik nichts weiter, als die Kapitulation angesichts der eigenen geistigen Begrenztheit. In die gleiche Falle tappen bis heute auch immer noch alle diejenigen, die \u00fcber die Wahlfreiheit der Frauen reden. Andrea Nahles hat sich allen Ernstes zu dem Satz durchgerungen, dass das Betreuungsgeld in die Wahlfreiheit der Frauen eingreife. Ja, ich musste es zweimal lesen. Es war kein Tippfehler der SPD-Presseabteilung. Dass ich jetzt also als Frau die Wahl habe zwischen 150 Euro in bar oder einen Krippenplatz, engt mich in meiner Entscheidungsfreiheit ein. Vorher hatte ich die Wahl zwischen einem Krippenplatz und Null Euro, da hatte ich also noch einen bunten Strauss an Vielfalt. Das Problem ist doch ein ganz anderes: Selbst wenn f\u00fcr alle Familien und auch das letzte Baby ein Krippenplatz zur Verf\u00fcgung st\u00fcnde und damit die Wahlfreiheitsversion von Frau Nahles voll erf\u00fcllt w\u00e4re, w\u00fcrde sie immer noch gegen ein Betreuungsgeld stimmen. Weil sie einfach prinzipiell dagegen ist und gar keine Alternative will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kita zu Bildungseinrichtung umgedeutet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier treffen sich Trittins Gr\u00fcne wieder in unheimlicher Allianz mit Steinbr\u00fccks Sozialdemokraten: Beide haben die Kraft der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft schon lange an den Nagel geh\u00e4ngt zugunsten einer Staatsgl\u00e4ubigkeit, die vor allem bei den Gr\u00fcnen doch sehr verwundert. Waren das nicht mal diejenigen, die gegen staatliche Strukturen auf die Stra\u00dfe gingen? Die gegen das Establishment ank\u00e4mpften. Jetzt sind sie selbst im Establishment angekommen und schaffen noch mehr staatliche Strukturen als sie vorher abschaffen wollten. Da w\u00fcnscht man sich fast das Chaos der Kinderl\u00e4den wieder zur\u00fcck f\u00fcr unseren Nachwuchs. Weil selbst das besser w\u00e4re als die stromlinienf\u00f6rmigen Bildungsapparat, in den man unsere Kinder mittlerweile ab dem ersten Lebensjahr dr\u00e4ngen will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der SPD bahn sich das schon lange an. Olaf Scholz beanspruchte schon vor Jahren die \u201eLufthoheit \u00fcber den Kinderbetten\u201c und lie\u00df seinen sozialistischen Tr\u00e4umereien freien Lauf. Man wusste nur nicht so recht, wie man den Eltern die Kinder gegen ihren Willen enteignen kann. Die SPD hat sich schon im Jahr 2006 dar\u00fcber Gedanken gemacht. Unter dem sch\u00f6nen Titel \u201ePr\u00fcfung der Verbindlichkeit fr\u00fchkindlicher staatlicher F\u00f6rderung\u201c hatte die Berliner Justizsenatorin der SPD, Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit, in einem Gutachten \u00fcberpr\u00fcft, ob man auch gegen den Willen der Eltern eine Kindergartenpflicht einf\u00fchren kann. Ergebnis: Man kann nicht, das bl\u00f6de Grundgesetzt steht einem im Weg, denn dort ist dummerweise festgehalten, dass die Eltern in Erziehungsfragen in der Rangordnung vor dem Staat stehen. Allerdings k\u00f6nnte man \u00fcber die Bildung eine Hintert\u00fcr finden. Weil der Staat das Bildungsmonopol besitzt, daraus leitet sich ja auch die Schulpflicht ab. K\u00f6nnte man also die Kitas zu Bildungseinrichtungen umdeuten, im Sinne von Schulen, dann h\u00e4tte der Staat wieder das Sagen und k\u00f6nnte eine Kitapflicht daraus ableiten. Irgendjemand noch Fragen, warum wir also st\u00e4ndig \u00fcber Bildung in der Krippe reden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kinder schon in der Krippe zu kleinen \u00d6koterroristen heranziehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur dass die Gr\u00fcnen hier ebenfalls mitmachen ist neu. Andererseits auch wieder konsequent, schlie\u00dflich ist man auf der \u00d6koschiene schon lange dabei, uns alle zwangsweise zu besseren Menschen zu erziehen, wenn wir denn freiwillig die Umwelt, die Erde und das ganze Universum nicht retten. Da muss man nat\u00fcrlich schon bei den Kindern anfangen, je j\u00fcnger desto besser. Dann k\u00f6nnten doch schon in der Krippe Kinder zu kleinen \u00d6koterroristen herangezogen werden, die ihre Eltern melden, wenn diese den M\u00fcll nicht ordentlich trennen oder der Thunfisch auf Muttis Pizza nicht Flipper-frei gefangen wurde. Und das erste Wort ist dann nicht mehr \u201eMama\u201c sondern \u201eStoffwindel\u201c. Also Grundausbildung als Gutmensch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Schluss m\u00f6chte ich Ihnen <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/reden\/betreuungsgeld-lebenserhaltungsmassnahme-schwarz-gelb-lasten-kindern-frauen-familien\/\" target=\"_blank\">Diana Golze nicht vorenthalten<\/a>, eine Abgeordnete der Linken, die im Bundestag ebenfalls zum oder besser gesagt gegen das Betreuungsgeld Stellung nahm. Mit entwaffnender Ehrlichkeit legte sie das Gest\u00e4ndnis ab, sie sei \u201eehrlich genug, zuzugeben, dass ich meinen Kindern beim besten Willen nicht das bieten kann, was ihnen das Zusammensein mit gleichaltrigen Kindern bieten kann und was ihnen eine qualifizierte, gut ausgestattete Kita bieten kann.\u201c Nun Frau Golze, das tut mir sehr leid f\u00fcr Sie und auch f\u00fcr Ihre Kinder \u2013 denn Millionen von Eltern schaffen das, was sie sich selbst offenbar nicht zutrauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em> Birgit Kelle, 15.11.12<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/birgit-kelle\/5486-widerspruechliche-opposition-zum-betreuungsgeld\">The European<\/a>, 15.11.2012<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6tterd\u00e4mmerung am Krippen-Himmel Das Betreuungsgeld ist nun im Stand-by-Modus. Die Opposition hat schweres Gesch\u00fctz angek\u00fcndigt. 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