{"id":820,"date":"2009-07-21T14:10:38","date_gmt":"2009-07-21T12:10:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=820"},"modified":"2009-07-21T17:55:56","modified_gmt":"2009-07-21T15:55:56","slug":"vertauschungen-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=820","title":{"rendered":"&#8222;Vertauschungen&#8220; Teil II"},"content":{"rendered":"<p><strong>3. \u201eSie haben die Wahrheit Gottes in L\u00fcge verkehrt.\u201c\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a03.1. \u201eNeue Erkenntnisse\u201c und die Heilige Schrift<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kirchlichen Diskussion wird schon seit l\u00e4ngerem von vielen die Legitimit\u00e4t einer Infragestellung des gleichgeschlechtlichen Verkehrs auf der Grundlage der biblischen Aussagen bestritten. <!--more-->Zwei wesentliche Gesichtspunkte werden dabei wiederholt ins Feld gef\u00fchrt: Zum einen neue humanwissenschaftliche Erkenntnisse, zum anderen Verschiebungen in der Auslegung der Heiligen Schrift selber. Paradigmatisch miteinander verbunden sind diese beiden Aspekte, wie sie in der Diskussion immer wiederkehren, in dem bedeutenden, von Helmut Kentler bereits 1983 herausgegebenen Sammelband: \u201eDie Menschlichkeit der Sexualit\u00e4t\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn1\">[1]<\/a>.\u00a0<em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die biblischen Aussagen zur Homosexualit\u00e4t sollen nach Kentler selber insbesondere deshalb nicht mehr relevant sein, weil man inzwischen erkannt habe, da\u00df zum einen Homosexualit\u00e4t meistens nicht eine freie Willensentscheidung des Menschen sei, sondern konstitutionell; zum anderen, da\u00df jeder Mensch eigentlich bisexuell veranlagt sei<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn2\">[2]<\/a> und so die Homosexualit\u00e4t genauso nat\u00fcrlich sei wie die Heterosexualit\u00e4t. Heterosexualit\u00e4t und Homosexualit\u00e4t seien \u201ealternative Stilbildungen bei der Ausformung eines pers\u00f6nlichkeitstypischen Sexuallebens\u201c, es handele sich jeweils um verschiedene \u201eDialekte\u201c derselben \u201eK\u00f6rpersprache\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn3\">[3]<\/a> Sexualit\u00e4t; sie \u201ewerden zu alternativen Entw\u00fcrfen, die menschliches Leben nach der Aufhebung des innigen Zusammenseins des Kindes mit der Mutter weiterhin m\u00f6glich machen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn4\">[4]<\/a> Die Autorit\u00e4ten, auf welche man sich f\u00fcr diese Erkenntnisse st\u00fctzt, sind zum einen psychotherapeutische Schulen, zum anderen die Kinsey-Reports der Nachkriegszeit zu Fragen der \u201emenschlichen Sexualit\u00e4t\u201c. In der Sache geht es dabei um ein ver\u00e4ndertes Verst\u00e4ndnis von Sexualit\u00e4t in Kirche und Gesellschaft. Gegen die staatlich wie kirchlich gef\u00f6rderte Einbindung der Sexualit\u00e4t in die Ehe und die Weitergabe des Lebens an die n\u00e4chste Generation setzt man sich unter Berufung auf die Wissenschaft<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn5\">[5]<\/a> f\u00fcr einen erweiterten Sexualit\u00e4tsbegriff ein<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn6\">[6]<\/a>. Dieser zeichnet sich dadurch aus, da\u00df Sexualit\u00e4t und Fortpflanzung im Grunds\u00e4tzlichen auseinandergehalten werden. Nicht f\u00fcr die Fortpflanzung sei die Sexualit\u00e4t wichtig, da diese in der Natur sich sehr h\u00e4ufig asexuell vollziehe, sondern f\u00fcr die Genvermischung<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn7\">[7]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser erweiterte Sexualit\u00e4tsbegriff ist auch die Grundlage f\u00fcr die Kritik an herk\u00f6mmlichen kirchlichen Stellungnahmen zur gleichgeschlechtlichen Lebensweise. Kritikw\u00fcrdig an diesen sei demnach, da\u00df die Sexualit\u00e4t immer an die Ehe gebunden und so der Mensch verfehlt werde. Die Ehe werde hier als Ordnung und nicht vom inneren Leben her verstanden. Dem gegen\u00fcber sei die Liebe zu thematisieren und d\u00fcrfe die Ehe der Diskutierbarkeit und Ver\u00e4nderbarkeit nicht entzogen werden. Die \u201eseltsame Fixierung auf die Ehe\u201c verhindere es, da\u00df die Sexualit\u00e4t des Menschen \u00fcberhaupt ansichtig werde.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wesentlich aber seien die neueren Erkenntnisse \u00fcber die Entspannungs- und Lustfunktion der Sexualit\u00e4t, die alle Lebensalter vom Kind bis zum Greis betr\u00e4fen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn9\">[9]<\/a>. Es gehe daher um die Kultivierbarkeit der Lust, denn, was als erregend empfunden werde, sei nicht naturbedingt, sondern gelernt und erworben, wobei die ersten Lebensjahre auch in diesem Ansatz f\u00fcr entscheidend und pr\u00e4gend angesehen werden<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn10\">[10]<\/a>. Sexuelle Kommunikation als Kulturleistung und K\u00f6rpersprache sei daher ein Wert an sich und brauche keine \u201e\u201aVeredelung\u2019 durch \u00e4u\u00dferliche Werte oder durch Einbindung in \u201ah\u00f6here\u2019 Zusammenh\u00e4nge (will sagen: nicht erst durch ein Kind, das gew\u00fcnscht wird, und nicht erst durch eine Eheschlie\u00dfung wird eine sexuelle Begegnung menschlich und w\u00fcrdig).\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn11\">[11]<\/a> Was man bei der Erforschung sogenannter Perversionen erkannt habe, gelte grunds\u00e4tzlich: die sexuelle Pr\u00e4gung sei Ausdruck einer Identit\u00e4ts- und Integrationsfunktion. Auch eine Perversion sei daher als \u201eachtenswerte Ich-Leistung\u201c anzusehen, die das Ich st\u00e4rke und die Person zusammenhalte. Leiden werde erst durch die verst\u00e4ndnislose Reaktion anderer Menschen hervorgerufen. Da in unserer Gesellschaft kaum einer ohne Entwicklungsst\u00f6rungen lebe, spiele die Sexualisierung derselben eine wichtige Funktion als Angstabwehr und Konfliktb\u00e4ndigerin.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn12\">[12]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist also in dieser Sicht der Dinge, da\u00df die Sexualit\u00e4t unabh\u00e4ngig von der Fortpflanzung sich heilsam auf die Menschen auswirke, sie mithin einen Vorteil im \u00dcberlebenskampf darstelle, regenerierend wirke, Kommunikation erm\u00f6gliche, dem Menschen Ersatzbefriedigungen biete, integrierend und identit\u00e4tsstiftend wirke, dabei helfe, Lebensst\u00f6rungen auszuschalten und Chancen zu verbessern. Darum sollte auf diesem Gebiet mit Verboten sehr behutsam umgegangen, da man nie ausschlie\u00dfen k\u00f6nne, da\u00df man dadurch Mittel der Selbstheilung raube.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn13\">[13]<\/a> Kurz: Sexualit\u00e4t an sich sei heilsam und lebensf\u00f6rderlich unabh\u00e4ngig von der Frage, ob sie mit einem Partner oder mit welchem Partner sie ausge\u00fcbt werde. Da Sexualit\u00e4t nicht angeboren sei, sondern erlernt werde, m\u00fcsse sie in der Erziehung einge\u00fcbt werden ebenso wie der Gang und die Sprache, andernfalls bleibe sie unterentwickelt, komme es zu St\u00f6rungen. Dabei wirke die Gesellschaft jeweils pr\u00e4gend.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn14\">[14]<\/a> Jede Gesellschaft forme das Sexualverhalten, das zu ihrer Ordnung passe; es gebe nichts Vorstellbares, was nicht in den V\u00f6lkern vorkomme, bis hin zur Kindersexualit\u00e4t<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn15\">[15]<\/a>. Da Sexualerziehung Menschentypen schaffe, w\u00e4re es leichtfertig, in diesem Bereich von \u201eSch\u00f6pfungsordnung\u201c zu reden. Ein solches Wort stehe unter Ideologieverdacht, denn hier solle einer bestimmten Moral die Vormachtstellung einger\u00e4umt werden. Das aber wirke kulturzerst\u00f6rend.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn16\">[16]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In welchem Sinn das gemeint ist, zeigt das damit verbundene Geschichtsbild. Demnach verdankten sich Frauenfeindlichkeit bzw. Sexismus und Antihomosexualit\u00e4t in der Kirche derselben sexualfeindlichen Wurzel<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn17\">[17]<\/a>. Insbesondere die Geschlechtsrollenerziehung habe herk\u00f6mmlich als Vehikel f\u00fcr die M\u00e4nnerherrschaft gedient, denn Rolle und Identit\u00e4t eines Menschen l\u00e4gen nicht fest, sondern w\u00fcrden im Erziehungsproze\u00df vermittelt<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn18\">[18]<\/a>. W\u00e4hrend es krankhafte Zwangsheterosexualit\u00e4t als Ausdruck einer unbewu\u00dften Verdr\u00e4ngung der eigenen bisexuellen und homosexuellen Bed\u00fcrfnisse gebe, habe Homosexualit\u00e4t nicht als Krankheit zu gelten, sondern als \u201eAbwehr von Krankmachenden, eine Auseinandersetzung und ein Fertigwerden mit St\u00f6rungen und also ein Zeichen f\u00fcr Gesundheit\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn19\">[19]<\/a>. Im homo- wie im heterosexuellen \u201eLager\u201c \u201ekommt die ganze Breite m\u00e4nnlicher und weiblicher Verwirklichungsm\u00f6glichkeiten vor\u201c, die alle das gleiche Triebziel der Befriedigung verfolgten, wobei lediglich das Objekt unterschiedlich sei, das Befriedigung gebe<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn20\">[20]<\/a>. Auch die Weisen des Sexualverkehrs seien nicht nennenswert verschieden, denn Analverkehr sei keineswegs nur typisch f\u00fcr die Homosexuellen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn21\">[21]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Un\u00fcbersehbar ist also in Kentlers Darstellung das Herausarbeiten der vollkommenen Gleichheit bzw. das Leugnen von Unterschieden zwischen Homo- und Heterosexualit\u00e4t \u2013 mit der einen Ausnahme des Objekts der Triebbefriedigung. Zugleich geht nun die Bestreitung der Pathologie der Homosexualit\u00e4t einher mit der Behauptung \u201epathologischer Z\u00fcge\u201c des \u201enormalen Heterosexuellen\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn22\">[22]<\/a>. Diese erweise sich darin, da\u00df Ehe und Familie nicht gut an sich seien, sondern viele Krankheiten und Fehlentwicklungen hervorbr\u00e4chten<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn23\">[23]<\/a>. Als psychopathologisch habe daher nicht das Sexuelle zu gelten, sondern \u201edas, was das Sexuelle behindert, st\u00f6rt oder verunm\u00f6glicht\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn24\">[24]<\/a>. Zwar sei zuzugeben, da\u00df unter den Homosexuellen eine Neigung zur Promiskuit\u00e4t vorliege. Dem stehe aber auf Seiten der Heterosexuellen eine Neigung zur Besitzideologie gegen\u00fcber.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn25\">[25]<\/a> Die vollkommene Gleichheit beider Varianten f\u00fchrt zur Forderung, da\u00df keine von beiden privilegiert werden d\u00fcrfe, damit die vielf\u00e4ltigen Gestaltungsm\u00f6glichkeiten zur Geltung kommen k\u00f6nnen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn26\">[26]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Grundlage dieser \u201eneuen Erkenntnisse\u201c kommt es im kirchlich-theologischen Kontext zu einer durchgreifenden Neubewertung der biblischen Aussagen. Im von Kentler herausgegebenen Band hat diese Aufgabe Hans-Georg Wiedemann \u00fcbernommen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn27\">[27]<\/a>. Die Behauptung eines Ausschlusses der Homosexualit\u00e4t in den urgeschichtlichen Texten beruhe demnach auf \u201eeiner dogmatischen Interpretation alttestamentlicher Texte, wie sie in den Lehren von g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfungsordnungen und Stiftungen vorliegt. Demgegen\u00fcber ist es wichtig, darauf zu sehen, was die Texte wirklich (nur) sagen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn28\">[28]<\/a> So habe die Homosexualit\u00e4t als Gabe des Sch\u00f6pfers zu gelten<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn29\">[29]<\/a>, die aus Gen 2 ebenso abzuleiten sei wie die Heterosexualit\u00e4t, insofern es hier darum gehe, da\u00df der Menschen einen Lebensgef\u00e4hrten als Gehilfen brauche<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn30\">[30]<\/a>. In 1. Mose 1,28 wiederum handele es sich nicht \u201eum einen Zeugungsbefehl, sondern um ein Segenswort\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn31\">[31]<\/a>. Da\u00df die Bibel Homosexualit\u00e4t im Zusammenhang mit dem G\u00f6tzendienst thematisiert, wird dahingehend gedeutet, da\u00df nur homosexuelles Verhalten im heidnischen Kult verworfen werde, es also mithin nur um Kultprostitution gehe<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn32\">[32]<\/a>. Eine Variante der biblischen Neubewertung ist das Queering, die nachtr\u00e4gliche Ernennung bedeutsamer Pers\u00f6nlichkeiten zu Homosexuellen. So kann zum Beispiel die tiefe M\u00e4nnerfreundschaft zwischen David und Jonathan als homoerotische Beziehung gedeutet werden<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn33\">[33]<\/a>. Dagegen h\u00e4lt Wiedemann immerhin fest, \u201eda\u00df das ausdr\u00fcckliche alttestamentliche Urteil \u00fcber Homosexualit\u00e4t auf dem beschriebenen Hintergrund negativ ist\u201c, schreibt dann allerdings: \u201eEine ganz andere Frage ist es, ob wir dieses Urteil auch heute \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Es gibt gute theologische Gr\u00fcnde, das nicht zu tun.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn34\">[34]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was das Neue Testament betrifft, so wird darauf verwiesen, da\u00df das Thema Homosexualit\u00e4t in den Evangelien keine Erw\u00e4hnung finde. Da Jesus kein Moralprediger gewesen sei, kann man mit H.J. Schoeps vermuten: \u201eNach allem, was wir annehmen d\u00fcrfen, h\u00e4tte ihn (&#8230;) weniger die Frage der Partnerschaft als vielmehr die Qualit\u00e4t der jeweiligen Liebesbeziehung interessiert.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn35\">[35]<\/a> Was nun Paulus betrifft, dessen \u201eAblehnung homosexueller Liebe\u201c sich \u201etief in das kollektive Unbewu\u00dfte der Menschen unseres Kulturkreises eingegraben hat\u201c, so beruhe seine Ablehnung auf einer \u00dcbernahme eine g\u00e4ngigen moralischen Urteils der Sp\u00e4tantike<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn36\">[36]<\/a>. F\u00fcr R\u00f6m 1 wiederum gelte, da\u00df Paulus \u201ehier keine eigene Stellungnahme zur Homosexualit\u00e4t\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn37\">[37]<\/a> beabsichtige und zudem ganz und gar nicht moralisch argumentiere, denn die Laster seien hier Folgen des Gotteszorns, nicht seine Ursache<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn38\">[38]<\/a>. \u201eImmoralit\u00e4t ist nicht Schuld, sondern Strafe. Darum sch\u00fctzt Moralit\u00e4t auch nicht vor dem Zorn Gottes, &#8211; im Gegenteil.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn39\">[39]<\/a> Paulus spreche also \u00fcber Homosexualit\u00e4t nicht im Rahmen einer \u201eSexualethik\u201c; eine sexualethische Norm sei daher aus R\u00f6m 1,26f ebenso wenig zu gewinnen wie aus \u201eden beiden anderen neutestamentlichen Texten\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn40\">[40]<\/a>. Zwar gelte f\u00fcr Paulus Homosexualit\u00e4t als Laster der Heiden. Wichtig sei aber, da\u00df er \u00fcber heterosexuelle Liebe genauso wenig spreche wie \u00fcber homosexuelle. Damit aber h\u00e4tten sich die \u201esogenannten Belegstellen f\u00fcr ein biblisches Homosexualit\u00e4tsverbot\u201c als \u201eausgesprochene Marginalien\u201c herausgestellt<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn41\">[41]<\/a>.\u00a0 Eine gegenw\u00e4rtige Orientierungssuche angesichts der gegen\u00fcber der biblischen Tradition neuen Fragestellungen habe daher bei der \u201eOffenbarung und Verk\u00fcndigung der unbedingten Menschenliebe in Jesus Christus\u201c einzusetzen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn42\">[42]<\/a>. Homosexuell liebende Menschen seien in der Bibel gar nicht im Blick<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn43\">[43]<\/a>. Die Ablehnung der Homosexualit\u00e4t sei also mithin Teil des \u201ebiblischen Welt- und Menschenbildes\u201c, das \u201eheute keine Grundlage mehr hat\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn44\">[44]<\/a>. Darum erscheine es theologisch legitim, \u201eHomosexualit\u00e4t in die Vielfalt der g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfung einzubeziehen\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn45\">[45]<\/a>. Au\u00dferdem f\u00fchre die Ausklammerung der Homosexualit\u00e4t zu \u201eihrer Fehlbeurteilung als willk\u00fcrliches Verhalten heterosexueller Menschen\u201c, w\u00e4hrend die heutige Sexualwissenschaft Homosexualit\u00e4t als \u201eanthropologische Kategorie\u201c verstehen lehre, als \u201eeine Pers\u00f6nlichkeitsstruktur, die nicht beseitigt werden kann, ohne einen Menschen als gesamte Person in Gefahr zu bringen. Eine \u00dcbernahme des biblischen Urteils zur Homosexualit\u00e4t ist also aufgrund der heutigen Erkenntnisse \u00fcber den Menschen nicht m\u00f6glich, &#8211; es sei denn, Theologie wolle es nicht mehr mit dem wirklichen Menschen zu tun haben.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn46\">[46]<\/a> \u201eEine humane christliche Sexualethik kann an den Erkenntnissen der Humanwissenschaften, hier der Sexualwissenschaft, nicht mehr vorbeigehen. Danach mu\u00df sie heute von einem ganzheitlichen, auf den Menschen (und nicht auf Funktion und Institution, also Zeugung und Ehe) bezogenen Sexualbegriff ausgehen, der Homosexualit\u00e4t als einen gleich wichtigen und gleichberechtigten Bereich der Sexualit\u00e4t des Menschen einbezieht. In ihren Moralvorstellungen sind die biblischen Autoren erkennbar abh\u00e4ngig vom damaligen Wissen \u00fcber den Menschen sowie von gesellschaftlichen Konventionen. An ihnen unver\u00e4ndert festhalten zu wollen, kann bedeuten, die Predigt der Menschenliebe Gottes f\u00fcr unsere Zeit zu \u00fcberh\u00f6ren, &#8211; der Liebe, aus der heraus wir alle in unseren Beziehungen zu leben versuchen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn47\">[47]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So gelte f\u00fcr homosexuelle wie heterosexuelle Partnerschaften gleicherma\u00dfen das Liebesgebot: \u201eEs kann also nicht darauf ankommen, mit wem ein Mensch eine sexuelle Beziehung hat, sondern wie er darin mit dem anderen umgeht.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn48\">[48]<\/a> Eine S\u00fcndhaftigkeit des gleichgeschlechtlichen Verkehrs an sich wird daher grunds\u00e4tzlich abgelehnt. Nicht die Homosexualit\u00e4t an sich sei S\u00fcnde, sondern nur deren unverantwortliche Praxis<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn49\">[49]<\/a>. Aufgabe sei es, Homosexualit\u00e4t wie Heterosexualit\u00e4t als Varianten der Sch\u00f6pfung anzunehmen und so den Sch\u00f6pfer gemeinsam zu preisen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn50\">[50]<\/a>. Die Homosexuellen h\u00e4tten mit ihrer Lebensweise auch eine spezifische Geistesgabe in die christliche Gemeinde einzubringen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn51\">[51]<\/a>. Wer dagegen auf einer negativen Bewertung der Homosexualit\u00e4t bestehe, habe als homophob zu gelten, als S\u00fcnder, der seine \u00c4ngste vor eigenen homosexuellen W\u00fcnschen auf bekennende Homosexuelle \u00fcbertrage und daher selber der Bu\u00dfe und Umkehr bed\u00fcrfe<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn52\">[52]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Un\u00fcbersehbar ist, da\u00df viele der hier dargelegten Argumente, die sich urspr\u00fcnglich vor allem in Verlautbarungen der Interessengruppe \u201eHomosexualit\u00e4t und Kirche\u201c finden, inzwischen auch in offizielle kirchliche Verlautbarungen zu Fragen des Umgangs mit homosexuellen Kirchgliedern und Amtstr\u00e4gern eingehen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftn53\">[53]<\/a>.<\/p>\n<p><em>Teil III folgt<\/em><\/p>\n<hr size=\"1\" \/><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref1\">[1]<\/a> Die Menschlichkeit der Sexualit\u00e4t. Berichte \u2013 Analysen \u2013 Kommentare \u2013 ausgel\u00f6st durch die Frage: Wie homosexuell d\u00fcrfen Pfarrer sein? M\u00fcnchen 1983.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref2\">[2]<\/a> Vgl. Helmut Kentler, Die Menschlichkeit der Sexualit\u00e4t, in: Ders. (wie Anm. 42), S. 15-59, hier S. 37f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref3\">[3]<\/a> Ebd., S. 55; vgl. auch ders., Das Drama des gew\u00f6hnlichen Homosexuellen, Neuhausen-Stuttgart, 2. Auflage 1992.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref4\">[4]<\/a> Kentler (wie Anm. 43), S. 15.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. ebd., S. 18: \u201eDas Christentum &#8230; droht heute, in den Dienst des b\u00fcrgerlichen Staates zu treten und zur Familienreligion zu verkommen. Die Zweckehe von Kirche und Staat krankt allerdings an einem Sch\u00f6nheitsfehler: Sie kann sich auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse heute nicht mehr st\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl. ebd., S. 20ff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref7\">[7]<\/a> Ebd., S. 22.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref8\">[8]<\/a> Vgl. zu diesem Abschnitt Hans-Georg Wiedemann, Die Beurteilung homosexueller Beziehungen in Stellungnahmen der evangelischen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland, in: Kentler (wie Anm. 42), S. 81-88, hier\u00a0 S. 86-88.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref9\">[9]<\/a> Kentler (wie Anm. 43), S. 22f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref10\">[10]<\/a> Vgl. ebd., S. 23f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref11\">[11]<\/a> Ebd., S. 25.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref12\">[12]<\/a> Vgl. ebd., S. 26-28.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref13\">[13]<\/a> Vgl. ebd. S. 28.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref14\">[14]<\/a> Vgl. ebd., S. 28-33.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref15\">[15]<\/a> Vgl. ebd., S. 33.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref16\">[16]<\/a> Vgl. ebd., S. 33f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref17\">[17]<\/a> Vgl. ebd., S. 36.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref18\">[18]<\/a> Vgl. ebd., S. 39-41.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref19\">[19]<\/a> Ebd., S. 47.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref20\">[20]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref21\">[21]<\/a> Ebd., S. 48.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref22\">[22]<\/a> Ebd., S. 50.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref23\">[23]<\/a> Vgl. ebd., S. 50-52.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref24\">[24]<\/a> Ebd., S. 52.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref25\">[25]<\/a> Vgl. S. 55f; vgl. dazu Ulrich Eibach, Homosexualit\u00e4t und Kirche, in: Theologische Beitr\u00e4ge 25, 1994, S. 192-211, hier S. 200: \u201eEs wird also der Anschein erweckt, das eigentlich \u201aKrankhafte\u2019, n\u00e4mlich nicht in seiner F\u00fclle gelebte sexuelle Leben, sei das monogame Leben heterosexueller Menschen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref26\">[26]<\/a> Vgl. Kentler, a.a.O., S. 56f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref27\">[27]<\/a> Hans-Georg Wiedemann, Homosexualit\u00e4t und Bibel, in: (wie Anm. 42), S. 89-106.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref28\">[28]<\/a> Ebd., S. 95.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref29\">[29]<\/a> Vgl. programmatisch auch: Martin Steinh\u00e4user, \u201eHomosexualit\u00e4t als Sch\u00f6pfungserfahrung\u201c. Ein Beitrag zur theologischen Urteilsbegr\u00fcndung, Stuttgart 1998.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref30\">[30]<\/a> Vgl. Wiedemann, a.a.O., S. 96: \u201eDie Erkl\u00e4rung der Rheinischen Kirche zur Homosexualit\u00e4t stellt daher zu Recht fest, da\u00df, wie der Mann in der Frau, so auch der homosexuelle Mensch in seinem gleichgeschlechtlichen Partner eine Hilfe f\u00fcr sein Leben erfahren kann.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref31\">[31]<\/a> Ebd., S. 96.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref32\">[32]<\/a> Vgl. ebd., S. 98: \u201eTatsache ist, da\u00df uns homosexuelle Praxis im AT nur in Verbindung mit dem Verdacht des Abfalls zu fremden G\u00f6ttern begegnet, und da\u00df im \u00fcbrigen kein Interesse an der Beschreibung und Erkl\u00e4rung homosexueller Beziehungen besteht.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref33\">[33]<\/a> So Gerstenberger (wie Anm. 31), S. 271: \u201eDoch scheint die Homosexualit\u00e4t in Israel nicht immer so radikal verurteilt worden zu sein. &#8230; Es k\u00f6nnte &#8230; sein, da\u00df David au\u00dfer seinen intensiven Beziehungen zu acht Hauptfrauen in seinem Leben auch eine M\u00e4nnerfreundschaft gepflegt hat. Sie w\u00e4re in der Tradition anerkannt gewesen und h\u00e4tte ihre Spuren unverwischbar in den Erz\u00e4hlungen hinterlassen. Dann aber m\u00fc\u00dfte die totale \u00c4chtung der m\u00e4nnlichen Homosexualit\u00e4t eine Sp\u00e4terscheinung, d. h. ein Charakterzug der fr\u00fchj\u00fcdischen Gemeinde sein.\u201c Fragen mu\u00df man hierzu mit Ernst Volk, (wie Anm. 2), S. 30: \u201eWie weit mu\u00df die Phantasie schon verkommen sein, wenn M\u00e4nnerfreundschaft nur noch als etwas Erotisches begriffen wird!\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref34\">[34]<\/a> Wiedemann, a.a.O. S. 98.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref35\">[35]<\/a> Zitiert bei Wiedemann, ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref36\">[36]<\/a> Ebd., S. 99.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref37\">[37]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref38\">[38]<\/a> Vgl. ebd., S. 100f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref39\">[39]<\/a> Ebd., S. 101.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref40\">[40]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref41\">[41]<\/a> Ebd., S. 102.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref42\">[42]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref43\">[43]<\/a> Vgl. ebd., S. 103.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref44\">[44]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref45\">[45]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref46\">[46]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref47\">[47]<\/a> Ebd., S. 104.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref48\">[48]<\/a> Ebd.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref49\">[49]<\/a> Vgl. Wiedemann (wie Anm. 49), S. 82f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref50\">[50]<\/a> So Christof B\u00e4umler, Selbstverst\u00e4ndigung des Heterosexuellen beim Homosexuellen. Ein theologisches Gutachten, in: Kentler (wie Anm. 42), S. 145-193, hier S. 182f, zustimmend unter Zitierung von Ausf\u00fchrungen Hans Fr\u00f6rs: \u201eIch m\u00f6chte aber auch darin mit dem homosexuellen Christen neben mir verbunden sein, da\u00df wir beide zusammen einstimmen k\u00f6nnen in das Lob Gottes: \u201aIch danke Dir daf\u00fcr, da\u00df ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind Deine Werke!\u2019 (Psalm 139,14). &#8230; Wir vers\u00fcndigen uns an Gesch\u00f6pfen Gottes, wenn wir den Homosexuellen nahe legen, ihrer Gesch\u00f6pflichkeit nicht zu entsprechen oder sie \u201awenigstens\u2019 verborgen zu halten.\u2019 &#8230;\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref51\">[51]<\/a> Vgl. ebd., S. 175 unter Bezugnahme auf Helmut Thielicke, Theologische Ethik III (T\u00fcbingen 1964, S. 806): \u201eNimmt man die Bemerkungen Thielickes zum m\u00f6glichen besonderen Charisma homosexuell orientierter Menschen hinzu, dann m\u00fc\u00dfte die Kirche geradezu Wert darauf legen, da\u00df sich unter ihren Amtstr\u00e4gern auch homosexuell orientierte Menschen befinden. Sie br\u00e4chten f\u00fcr den seelsorgerlichen Dienst an Homosexuellen gute Voraussetzungen mit.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref52\">[52]<\/a> Vgl. Rolf Pingel, Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine Christianisierung der Kirche im Umgang mit den Homosexuellen, in Kentler (wie Anm. 42), S. 194-225, hier S. 199; 211; auch Kentler (wie Anm. 42, Vorwort), S. 9f.<\/p>\n<p>Noel Mosen schreibt, nachdem er sich mit tats\u00e4chlich problematischen Beispielen irrationaler Angst vor Homosexualit\u00e4t (oder besser: Homosexuellen) auseinandersetzt (Homosexualit\u00e4t, Gesellschaft und Politik: Bericht eines Insiders, in: Homosexualit\u00e4t und christliche Seelsorge &lt;wie Anm. 96&gt;, S. 185f): \u201eIm Kontext des Selbstbildes der homosexuellen Gruppen als benachteiligte gesellschaftliche Minderheit wird die Homophobie jedoch mit Rassismus und Sexismus auf eine Ebene gestellt. Es entsteht das Bild des armen Unterprivilegierten, der ohnm\u00e4chtig gegen die Brutalit\u00e4t des Macht-Establishments ank\u00e4mpft. Homophobie wird dadurch zum Politikum. Homophobie wird so, in den Worten eines Kommentators, \u201azu einer Krankheit, die geheilt werden mu\u00df, einer Diskriminierung, die es auszurotten gilt, und im religi\u00f6sen Kontext zu einer S\u00fcnde, die der Vergebung bedarf.\u2019\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=3241-1141#_ftnref53\">[53]<\/a> Vgl. Eibach (wie Anm. 66), S. 197.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. \u201eSie haben die Wahrheit Gottes in L\u00fcge verkehrt.\u201c\u00a0 \u00a03.1. \u201eNeue Erkenntnisse\u201c und die Heilige Schrift In der kirchlichen Diskussion wird schon seit l\u00e4ngerem von vielen die Legitimit\u00e4t einer Infragestellung des gleichgeschlechtlichen Verkehrs auf der Grundlage der biblischen Aussagen bestritten.<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/820"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=820"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/820\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":837,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/820\/revisions\/837"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}