{"id":806,"date":"2009-07-21T14:20:55","date_gmt":"2009-07-21T12:20:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=806"},"modified":"2009-09-01T14:22:04","modified_gmt":"2009-09-01T12:22:04","slug":"vertauschungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=806","title":{"rendered":"&#8222;Vertauschungen&#8220; &#8211; Teil I"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong>Vertauschungen. <\/strong><strong>Theologische Dimensionen einer sexualethischen Frage &#8211; (Teil I)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Einleitung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes im Jahr 2001 ist in Deutschland die gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzung um die Bewertung der Homosexualit\u00e4t in ein neues Stadium getreten<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn1\">[1]<\/a>. W\u00e4hrend in der Gesellschaft die Folgen des Lebenspartner\u00adschafts\u00adgesetzes, insbesondere seine Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit, diskutiert werden, scheint zugleich ein \u00fcberm\u00e4chtiger Druck insbesondere auf den evangelischen Kirchen und Freikirchen zu liegen. <!--more-->Eine Synode nach der anderen debattiert und beschlie\u00dft \u00fcber die Frage der Segnung gleichgeschlecht\u00adlicher Paare. Laut wird die Zulassung und Akzeptanz von Pfarrern und kirchlichen Mitarbeitern verlangt, die sich offen zu ihrer Homosexualit\u00e4t bekennen. Und manche synodale Beschlu\u00dffassung ist nichts anderes als die nachtr\u00e4gliche Legitimierung in der Praxis l\u00e4ngst geschaffener Tatsachen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn2\">[2]<\/a>. Beobachten l\u00e4\u00dft sich eine rasante Ver\u00e4nderung kirchlich-theologischer Positionen innerhalb nur weniger Jahre. Was noch vor kurzem von einer kleinen Minderheit vertreten wurde, findet unversehens Eingang in das \u00dcberzeugungsrepertoire kirchenleitender Pers\u00f6nlichkeiten und synodaler Mehrheiten. \u00c4ltere Stellungnahmen, die sich noch ablehnend zur Frage der Segnung Homosexueller und der Zulassung gleichgeschlechtlicher Pfarrer zum Amt ge\u00e4u\u00dfert haben<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn3\">[3]<\/a>, sind zum Teil durch neuere Beschl\u00fcsse einzelner Landeskirchen oder durch die l\u00e4ngst vollzogene Praxis \u00fcberholt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Frage nach der theologischen Beurteilung der Homosexualit\u00e4t und den praktischen Implikationen einer solchen Beurteilung ist in den Kirchen umstritten und steht als Streitpunkt zwischen den Kirchen. So entz\u00fcndet sich die Kritik der orthodoxen Kirchen an \u00f6kumenischen Institutionen und Verlautbarungen immer wieder auch an der Frage der Homosexualit\u00e4t<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn4\">[4]<\/a>. Solchen innerkirchlichen wie \u00f6kumenischen Widerst\u00e4nden versucht man durch Diffamierung und Margina\u00adli\u00adsierung zu begegnen. Ein beliebtes Instrument von Kirchenleitungen und theologischen Trend\u00adsettern ist dabei die Fundamentalismuskeule. Unabh\u00e4ngig von der sachlichen Bewertung ist es interessant wahrzunehmen, wie die f\u00fcr viele \u00fcberf\u00e4llige kirchliche Bejahung der Homosexualit\u00e4t und Segnung gleichgeschlechtlicher Paare einhergeht mit einer Stigmatisierung derer, die einen solchen Weg ablehnen. S\u00fcnder ist nun derjenige, der nicht vorbehaltlos bereit ist, die gleichgeschlechtliche Lebensweise zu f\u00f6rdern und f\u00fcr ihre Gleichberechtigung einzutreten. Die Aufhebung von herk\u00f6mmlichen theologischen Verwerfungsurteilen geht also einher mit neuen Verwerfungsurteilen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn5\">[5]<\/a>. Man stehe nicht mehr auf dem Boden des Evangeliums und damit der evangelischen oder der lutherischen Kirche, so hei\u00dft es dann. Es geht also mithin auch um die Frage nach dem rechten Kirche-Sein<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn6\">[6]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An alledem wird deutlich, da\u00df es sich bei der Auseinandersetzung um die Homosexualit\u00e4t nicht um eine Randfrage handelt, sondern um eine Frage, welche aufgrund ihrer weitreichenden Implikationen f\u00fcr Lehre und Praxis die Einheit der Kirche und das Heil der Menschen betrifft. Im Streit liegt schlie\u00dflich insbesondere die Ma\u00dfst\u00e4blichkeit der Heiligen Schrift. Ein Bekenntnis zum reformatorischen Schriftprinzip findet man allerorten, wobei dann freilich sofort wieder umstritten ist, welche Relevanz dieses Bekenntnis f\u00fcr die Frage der Homosexualit\u00e4t hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgangspunkt dieses Aufsatzes sind die Ausf\u00fchrungen des Apostels Paulus in R\u00f6m 1,18-32. Dieser Abschnitt ist nach Meinung vieler Protagonisten auf beiden Seiten der Schl\u00fcsseltext in der Bibel zur Frage der Beurteilung der Homosexualit\u00e4t. Das entspricht dem hohen Stellenwert des R\u00f6merbriefs im neutestamentlichen Kanon und als Testament des Apostels Paulus. Man kann also davon ausgehen, da\u00df hier grundlegende Sachverhalte dargelegt werden, die weit \u00fcber eine bestimmte Gemeindesituation hinaus von Bedeutung sind. Wichtig ist insbesondere die Beobach\u00adtung, da\u00df Homosexualit\u00e4t in der Tat kein eigenst\u00e4ndiges Thema weder der Bibel noch des R\u00f6mer\u00adbriefes noch des Abschnittes R\u00f6m 1,18ff ist. Vielmehr wird dieses anthropologische Ph\u00e4nomen in theologischer Perspektive in den Blick genommen. Es wird damit eingezeichnet in den gesamt\u00adbiblischen Kontext der Heils- und Unheilsgeschichte Gottes und seiner Menschheit. Es wird eingezeichnet in den Kontext des Handelns des dreieinigen Gottes in Gericht und Rettung. In diesem Kontext leben aber auch noch wir heute, lebt auch die heutige Gesellschaft und leben die heutigen Kirchen. Aus diesem Grund k\u00f6nnen die theologischen Ausf\u00fchrungen des Apostels im R\u00f6merbrief zu einem Verst\u00e4ndnis der Homosexualit\u00e4t in theologischer Perspektive f\u00fchren, von dem her sich dann auch die aktuellen Auseinandersetzungen einordnen lassen. Ein Grundsatz des reformatorischen Schriftprinzips ist die Klarheit der Schrift. Nicht unsere Zeit ist das Licht, welches die vermeintlich finstere Schrift erleuchtet, sondern die Schrift erleuchtet unsere Zeit. In diesem Sinn wollen wir der Frage nachgehen, in welchem Horizont Paulus das schon damals offensichtlich nicht zu \u00fcbersehende und darum auch in der missionarischen Ausbreitung der Kirche theologisch nicht zu \u00fcbergehende Ph\u00e4nomen des gleichgeschlechtlichen Verkehrs wahrnimmt und inwiefern seine Ausf\u00fchrungen im gesamtbiblischen Zusammenhang Licht werfen auf die aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Auseinandersetzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a01. Die dreifache Vertauschung (R\u00f6mer 1,18-32)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Die Aussagen zur Homosexualit\u00e4t im R\u00f6merbrief stehen im Zusammenhang von R\u00f6mer 1,18-3,20, in dem Paulus gleichsam als Voraussetzung der Verk\u00fcndigung der Gerechtigkeit Gottes in Christus von der Offenbarung des Zornes Gottes \u00fcber alle Menschen, von der Unentschuldbarkeit der ganzen Menschheit aus Juden und Heiden vor Gott spricht. In R\u00f6m 1,18ff kommt er zun\u00e4chst auf die Heiden zu sprechen, bei denen sich die Schuld vor Gott anders manifestiert als bei den Juden<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn7\">[7]<\/a>. Dabei korrespondieren von Anfang an die Gottlosigkeit, und das Tun des Widerg\u00f6ttlichen, miteinander<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn8\">[8]<\/a>; auf beide richtet sich der Zorn Gottes; die Wahrheit wird durch das Unrechttun des Menschen, niedergehalten (1,18). Das wird dann in zwei Gedankenfolgen weiter entfaltet (Verse 19-23 und 24-31).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst f\u00fchrt Paulus in 1,19-23 aus, da\u00df das Verh\u00e4ltnis des Menschen zu Gott trotz der Erkennbarkeit Gottes aus seinen Werken der Sch\u00f6pfung verkehrt ist (21). An die Stelle des dem Sch\u00f6pfer f\u00fcr seine Sch\u00f6pfung geb\u00fchrenden Dankes tritt das Verfallensein der Gedanken an das Nichtige und die Verfinsterung des unverst\u00e4ndigen Herzens.\u00a0\u201eAls Menschen in der Sch\u00f6pfung zu leben, m\u00fc\u00dfte seinen Sinn und sein Ziel in der Doxologie haben: Aber faktisch verweigern die Menschen diese Doxologie \u2013 und verfallen eben damit der Sinn- und Ziellosigkeit, die nach atl.er Erfahrung das Wesen der G\u00f6tzen als \u201aNichtse\u2019 ist.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn9\">[9]<\/a> Folge ist, da\u00df der Mensch &#8211; sich weise d\u00fcnkend &#8211;\u00a0 zum Narren wird und die Herrlichkeit Gottes vertauscht mit Bildern von Menschen und Tieren (V. 23). \u201eDer Mensch wird jetzt den Tieren gleich und f\u00e4ngt an, die Tiere anzubeten\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn10\">[10]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Abschnitt 1,24-31, der durch ein dreifaches pare,dwken gegliedert ist, schildert Gottes Strafhandeln<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn11\">[11]<\/a>, die Auswirkungen des offenbaren g\u00f6ttlichen Zornes, die darin bestehen, da\u00df Gott die Menschen preisgibt \u201ean die Folge ihres Abfalls, die sich in ihrem Verh\u00e4ltnis zu sich selbst auswirkt\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn12\">[12]<\/a>. Die erste Dahingabe betrifft das menschliche Herz, das nach Vers 21 undankbar und unverst\u00e4ndig ist. Diese Hingabe an die Begierden des Herzens ist gleichbedeutend mit &#8222;Unreinheit&#8220; und impliziert, da\u00df der Mensch seinen eigenen Leib verunehrt. Vers 25 erinnert noch einmal, da\u00df es sich um diejenigen handelt, die Gottes Wahrheit in L\u00fcge verkehrt und das Gesch\u00f6pf verehrt haben statt den Sch\u00f6pfer. Wie im Alten Testament wirkt sich nach Paulus der \u201eG\u00f6tzendienst als Unreinheit und Hurerei gegen Gott &#8230; in sexueller Verunreinigung und \u201aSch\u00e4ndung\u2019 &#8230; der Leiber durch die Menschen selbst aus\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn13\">[13]<\/a>. Die zweite Dahingabe betrifft die Leidenschaften der Unehre (V. 26). Dies wird nun erl\u00e4utert durch den Hinweis auf das Vertauschen des nat\u00fcrlichen Geschlechtsverkehrs mit dem widernat\u00fcrlichen\u00a0 bei Frauen und M\u00e4nnern. Auf diese Weise f\u00fcgen sich die Ausf\u00fchrenden selber den Lohn ihrer Verirrung\u00a0zu<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn14\">[14]<\/a>. Die dritte Dahingabe betrifft den Sinn oder Geist des Menschen, der verkehrt ist (V. 28). Das \u00e4u\u00dfert sich darin, da\u00df der Mensch tut, was nicht recht ist\u00a0und wird durch einen Lasterkatalog n\u00e4her erl\u00e4utert, der mit dem schon aus Vers 18 bekannten Stichwort\u00a0er\u00f6ffnet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem dreifachen Dahingeben des Menschen durch Gott korrespondiert auf seiten des verblendeten Menschen ein dreifaches Vertauschen: er vertauscht Gottes Ehre mit G\u00f6tzenbildern (23); er vertauscht Wahrheit und L\u00fcge (25); er vertauscht den nat\u00fcrlichen Verkehr mit dem widernat\u00fcrlichen (26). Die Undankbarkeit gegen Gott \u00e4u\u00dfert sich im Tun dessen, was vor Gott unrecht ist. Strafe ist das, insofern der Mensch nicht nur Gott die ihm geb\u00fchrende Ehre nicht gibt, sondern sich durch sein widernat\u00fcrliches Verhalten auch selbst seiner von Gott verliehenen Ehre als Mann und Frau beraubt. Das dreifache Vertauschen korrespondiert der dreifachen Dahingabe durch Gott und charakterisiert die S\u00fcnde als Verkehrung \u201eder vom Sch\u00f6pfer er\u00f6ffneten Lebensm\u00f6glichkeiten\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn15\">[15]<\/a>. Bezeichnet daher die \u201eDahingabe\u201c durch Gott das Schicksalshafte des ganzen Geschehens, so bezeichnet das \u201eVertauschen\u201c die Schuld des Menschen, wof\u00fcr er von Gott verantwortlich gemacht wird. Die Unentrinnbarkeit der g\u00f6ttlichen Dahingabe und die menschliche Verantwortung und Schuld schlie\u00dfen sich gerade nicht gegenseitig aus<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn16\">[16]<\/a>. Denn Vers 32 zieht \u201edie eschatologisch-forensische Konsequenz\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn17\">[17]<\/a>: Die Menschen, die sich der aufgez\u00e4hlten Vertauschungen schuldig machen, verfallen dem Todesurteil Gottes. Sie sind f\u00fcr ihr Tun verantwortlich; es gibt daf\u00fcr keine \u201eEntschuldigung\u201c (Vers 20)<\/p>\n<p>Man wird die dreifache Dahingabe nicht als Stufen in zeitlicher Abfolge ansehen m\u00fcssen, sondern vor allem als drei gleichzeitige Aspekte des Strafhandelns Gottes, das so quasi von Paulus als \u201edreifaltig\u201c vor Augen gef\u00fchrt wird. Gottes Zorn \u00e4u\u00dfert sich darin, da\u00df Gott den Menschen dem Begehren seines blinden Herzens, seinen triebhaften Leidenschaften und seinem verkehrten Sinn preisgibt und ihn nicht mehr vor den Folgen seiner Gottlosigkeit bewahrt. Die Strafe besteht gerade darin, da\u00df Gott den Menschen tun l\u00e4\u00dft, was er will, was aber der guten Ordnung Gottes f\u00fcr das Leben entgegensteht. Wenn auch nicht alle jedes \u00dcbel tun, so gibt es doch gleichsam eine Solidarit\u00e4t der S\u00fcnder gegen Gott: keiner fragt, was Gott will, sondern, auch wenn man nicht alles mitmacht, so stimmt man doch denen zu, die alles bis zum Ende ausreizen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn18\">[18]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedenkenswert ist, da\u00df homosexuelles Verhalten keineswegs die einzige <em>adikia,<\/em> das einzige Unrecht\u00a0\u00a0ist, die von Gott trennt. Es geht also nicht um die Ausgrenzung einer bestimmten Menschengruppe aus der sonstigen vermeintlich s\u00fcndlosen Menschheit. Vielmehr mu\u00df man sogar andersherum fragen, ob nicht aufgrund der v\u00f6lligen Verblendung der Menschheit jeder Mensch in sich das Potential hat, die Folgen der Gottferne bis ins Extrem auszuleben. Wenn man bedenkt, da\u00df Gott das Subjekt ist, das die Menschheit dahingibt, wird man dies kaum verneinen k\u00f6nnen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn19\">[19]<\/a>. Noch deutlicher wird das, wenn man den Gesamtzusammenhang des R\u00f6merbriefs beachtet. Da\u00df alle Menschen unentschuldbar unter der S\u00fcnde leben (3,9-20), ist das Ziel der Ausf\u00fchrungen des Apostels, womit er \u201edie Situation \u201ader Menschen\u2019 markiert, die im Evangelium vorausgesetzt ist\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn20\">[20]<\/a> und die durch die dem S\u00fcnder geltende Offenbarung des Evangeliums grundlegend ver\u00e4ndert wird. \u201eDarum geh\u00f6rt das 1,18-3,20 Gesagte zum Inhalt des Evangeliums, in dem beides enth\u00fcllt wird: der Zorn Gottes, der alle S\u00fcnder vernichtet, und seine Gerechtigkeit, die diese Wirkung seines Zornes selbst aufhebt.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn21\">[21]<\/a> Wie das Ende des Gotteszorns im Evangelium von Jesus Christus sich auf die in 1,18-32 geschilderten Verhaltensweisen auswirkt, wird im Gesamtzusammenhang des R\u00f6merbriefes erkennbar. Demnach ist die Zeit unter Gottes Zorn und sind die diese Zeit charakterisierenden Verhaltensweisen f\u00fcr die Christen Vergangenheit<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn22\">[22]<\/a>. Die in R\u00f6m 1 aufgez\u00e4hlten Laster fallen unter die Vergebung Gottes um Christi willen, &#8222;indem er die S\u00fcnden vergibt, die fr\u00fcher begangen wurden in der Zeit seiner Geduld&#8220; (3,25-26). Die Wirkung des Evangeliums auf die Fr\u00fcchte des Gotteszorns ist also nicht deren wundersame Verwandlung von todbringenden Lastern zu geisterf\u00fcllten und dankbar zu genie\u00dfenden Sch\u00f6pfungsgaben. Die Verhaltensweisen unter Gottes Zorn werden nicht gleichsam geheiligt und ins Leben integriert; vielmehr gilt: Sie sollen nun auch kraft der Taufe vergangen und \u00fcberwunden bleiben, denn auch sie fallen unter die Frage des Apostels: &#8222;Wie sollten wir in der S\u00fcnde leben wollen, der wir doch gestorben sind?&#8220; (6,2). Auch von der Herrschaft dieser S\u00fcnden die ihm zuvor den Tod (1,32; 6,23) brachten, ist der Christ frei (6,3-23; 7,24f; 8,2.13). Sie geh\u00f6ren zu den Werken der Finsternis, welche der Christ im Licht des kommenden Tages des Herrn ablegt zugunsten der Waffen des Lichts (13,11-14).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bedenkenswert ist daher auch, da\u00df Paulus in R\u00f6m 1 den homosexuellen Verkehr ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt und es nicht bei dem generellen Hinweis auf fehlgeleitete sexuelle Begierden bel\u00e4\u00dft. Vielmehr f\u00fchrt er \u201ekonkret aus, was gemeint ist: gleichgeschlechtlicher \u201aVerkehr\u2019 (crh\/sij) bei Frauen und M\u00e4nnern, den Paulus als \u201aVertauschung\u2019 (vgl. VV 23.25) des \u201anat\u00fcrlichen\u2019 Verkehrs mit \u201awidernat\u00fcrlichem\u2019 verurteilt, als Schandtat\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn23\">[23]<\/a>. Dieses apostolische Urteil kann dann freilich nicht unter Hinweis auf des Apostels humanwissenschaftliche Unkenntnisse einfach von vornherein abgelehnt werden<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn24\">[24]<\/a>. Stattdessen ist nach dem Sinn der apostolischen Ausf\u00fchrungen im Zusammenhang der gesamtbiblischen Offenbarung zu fragen. Nur so lassen sich die theologischen Gr\u00fcnde erkennen, warum Paulus hier im gleichgeschlechtlichen Verkehr von M\u00e4nnern und Frauen ein gegen Gott gerichtetes Verhalten sieht, dem <em>Gottes<\/em> Zorn und Todesurteil gilt. Die Frage, weshalb Paulus in der Hinwendung zum gleichgeschlechtlichen Verkehr eine gottwidrige \u201eVertauschung\u201c sieht, kann daher nur aufgrund der sonstigen biblischen Aussagen zu Fragen der menschlichen Sexualit\u00e4t beantwortet werden. Es geht also gerade nicht um blo\u00dfes apodiktisches Zitieren von Belegstellen, sondern neben der Auslegung der einzelnen Stellen um eine biblisch-hermeneutisch rechenschaftsf\u00e4hige \u201eInterpretation der einschl\u00e4gigen Belege im Gesamtzusammen\u00adhang biblischer Anthropologie\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn25\">[25]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>2. \u201eSie haben den nat\u00fcrlichen Verkehr vertauscht mit dem widernat\u00fcrlichen.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>2.1. Das biblische Menschenbild und die Sexualit\u00e4t \u2013 Der Mensch als Mann und Frau\u00a0 (der \u201enat\u00fcrliche Verkehr\u201c)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine beliebte Methode im Umgang mit der ausschlie\u00dflich negativen Beurteilung der Homosexualit\u00e4t bei Paulus ist die Konstruktion eines Gegensatzes zur Verk\u00fcndigung Jesu. So wird immer wieder darauf hingewiesen, Jesus habe sich zur Homosexualit\u00e4t gar nicht ge\u00e4u\u00dfert. Ihm gehe es nur um die Liebe in der Partnerschaft. Dem steht freilich entgegen, da\u00df Jesus nach dem Zeugnis der Evangelisten keinen Zweifel \u00fcber sein Menschenbild gelassen hat. Gegen\u00fcber den Regelungen des Gesetzes zur Ehescheidung bekennt er sich ausdr\u00fccklich zur urgeschichtlichen Sch\u00f6pfung und Bestimmung des Menschen als Mann und Frau. Den nachtr\u00e4glichen Regelungen der Institution stellt er n\u00e4mlich voraus und als Kriterium das gegen\u00fcber, was \u201evon Beginn der Sch\u00f6pfung an\u201c gilt. Jesus holt die grundlegenden Worte aus der Genesis dabei unmittelbar in seine Gegenwart und bezieht sie kritisch auf die menschlichen Regelungen. Weil Gott den Menschen von Anfang an als Mann und Frau geschaffen hat, \u201ewird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau h\u00e4ngen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern <strong>ein<\/strong>\u00a0 Fleisch\u201c (Mk 10,6-8; Mt 19,4-6). Damit aber wird das &#8222;Ein-Fleisch-Sein&#8220; von Mann und Frau als &#8222;Woher&#8220; (Ursprung) und &#8222;Wohin&#8220; (Ziel) des Menschen von Jesus selbst in Aufnahme von Gen 2,24 ausdr\u00fccklich best\u00e4tigt. In der immer neuen Hinwendung des Mannes zur Frau wiederholt sich, was archetypisch von Adam erz\u00e4hlt wird. Adam ist zwar durch Einhauchung des g\u00f6ttlichen Lebensodems schon f\u00fcr sich &#8222;ein lebendiges Wesen&#8220; (Gen 2,7), doch er ist noch nicht vollkommen: Gott will nicht die Einsamkeit des Mannes; er soll eine Gehilfin bekommen (Gen 2,18). Diese wird im Tierreich nicht gefunden (Gen 2,20), sondern von Gott selber dem Adam zugef\u00fchrt (Gen 2,21-22). Adam erkennt sie als &#8222;Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch&#8220; und doch wird sogleich die Zuordnung und Unterschiedenheit beider markiert: &#8222;man wird sie M\u00e4nnin nennen, weil sie vom Mann genommen ist&#8220; (Gen 2,23). Der Alttestamentler Horst Seeba\u00df urteilt: \u201eWeil hier wie \u00fcberall im Alten Testament das Leben das Ziel des Handelns Gottes ist und <em>Leben und Segen zusammengeh\u00f6ren<\/em> (beide im weitesten Sinne), ist es nicht m\u00f6glich, 1. Mose 2,18-23 auf homosexuelle Partnerschaften zu beziehen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn26\">[26]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist dar\u00fcber hinaus die Beobachtung, da\u00df das Bekenntnis Jesu zu diesen fundamentalanthropologischen Gegebenheiten bei Markus und Matth\u00e4us unmittelbar der Kindersegnung vorangeht (Mk 10,13-16; Mt 19,13-15). Die Kinder, die aus der Verbindung von Mann und Frau hervorgehen, sollen von den Erwachsenen am Einla\u00df ins Himmelreich nicht gehindert werden. Damit aber bekennt sich Jesus nicht nur zur Ehe als Sch\u00f6pfergabe seines Vaters, sondern bringt ausdr\u00fccklich auch die \u201eKindergeneration\u201c mit dem Himmelreich in Verbindung. Die Kinder, die aus der vom Sch\u00f6pfer zusammengef\u00fcgten Ehe hervorgehen, sollen zu Jesus gelassen werden. Jesus teilt also mit dem Alten Testament ein Menschenbild, in dem Sexualit\u00e4t kein Selbstzweck ist, sondern im Kontext des auf Weitergabe des Lebens ausgerichteten Segens des Sch\u00f6pfers zu sehen ist. Das \u201eEin-Fleisch-Sein\u201c von Mann und Frau ersch\u00f6pft sich nicht im geschlechtlichen Verkehr. Die zweigeschlechtliche Gemeinschaft ist vielmehr auf Erweiterung der Gemeinschaft in den Nachkommen angelegt. Auftrag des Menschen und Segen des Sch\u00f6pfers ist es daher, Leben weiterzugeben. Das ist der Grund, warum die menschliche Sexualit\u00e4t in der Bibel nicht isoliert thematisiert wird. In den Blick genommen wird vielmehr die lebenslange Ehe von Mann und Frau als vom Sch\u00f6pfer bestimmter \u201eSitz im Leben\u201c der Sexualit\u00e4t. Das Gebot und die Verhei\u00dfung, Leben in dieser Zweierbeziehung weiterzugeben, gilt auch \u00fcber den S\u00fcndenfall hinaus. Wie dies in Erf\u00fcllung geht, schildern die V\u00f6lkertafeln und Geschlechtsregister in der Urgeschichte (Gen 5-11). Als Ort der Lebensweitergabe im umfassenden Sinn ist die Ehe von Mann und Frau daher auch Voraussetzung und Ausdruck daf\u00fcr, da\u00df der Mensch sich in einer Abfolge von Generationen vorfindet, er mithin ein geschichtliches Wesen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neu ist im Neuen Testament nun freilich, da\u00df der Gottessegen in Christus auch im ehelosen Leben weitergegeben werden kann. Angesichts des Heils in Christus und der vergehenden Welt stellen Ehe und Familie keinen absoluten Wert im Reich Gottes dar (vgl. Lk 14,26; 1.Kor 7,29). Es gibt nach Jesus und seinem Apostel Paulus das ehelose Leben um des Himmelreichs willen, aber das ist deutlich die Ausnahme und schlie\u00dft sexuelle Enthaltsamkeit ein (Mt 19,12; 1.Kor 7,1-7). Das Gebot der Keuschheit gilt gleicherma\u00dfen den Verheirateten wie den noch oder dauerhaft Ehelosen (vgl. neben Gal 5,23 und 1.Thess 4,3 auch Joh 8,11!). Meilaender erinnert daran, da\u00df die Reformation \u2013 jenseits von Verb\u00fcrgerlichung und Weltflucht \u2013 auf der H\u00f6he des Neuen Testaments steht, wenn Luther in seiner Erkl\u00e4rung des 6. Gebots die Keuschheit zum Grundprinzip in diesen Fragen erhebt. \u201eAlthough the sixteenth-century Reformers often exalted the importance of marriage, especially as part of their attack on monastic vows, marriage itself is not the fundamental requirement. Chastity is.\u201d<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn27\">[27]<\/a> Eheloses Leben<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn28\">[28]<\/a> und der Ehestand sind im Neuen Testament gleichsam zwei Lebensweisen, die Gott benutzt, um das Reich Gottes durch Menschen auszubreiten und den Glauben an das rettende Wort weiterzugeben. Ehe und Familie sind im Neuen Testament also nicht nur Frucht des Segens des Sch\u00f6pfers und Erhalters, sondern auch der Ort der Weitergabe des in Christus beschlossenen Heils.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die auf die Weitergabe des Lebens angelegte Ehe von Mann und Frau hat somit nicht nur sch\u00f6pfungstheologische, sondern auch ekklesiologische Relevanz. Das wird noch dadurch unterstrichen, da\u00df in zahlreichen Stellen im Alten wie im Neuen Testament die Ehe zwischen Mann und Frau als Abbild des Verh\u00e4ltnisses von Gott zu seinem auserw\u00e4hlten Volk erkennbar wird (Hos 1-3; Jer 2,2; 3,1; Hes 16,23f; Eph 5,21-33). Hier wird besonders gut deutlich, worum es bei der Ehe geht: um einen lebenslangen Bund, in dem in Treue zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts Leben miteinander teilen und weitergeben. So wie die Ehe Bild f\u00fcr die Treue Gottes zu seinem Volk ist, so ist die Unzucht Bild f\u00fcr die Gottlosigkeit des Volkes Gottes. So wie die Ehe und die Treue zu Gott unter Gottes Segen steht und zum Gedeihen des Lebens beitr\u00e4gt, so stehen die Hurerei und der Abfall von Gott unter Gottes Zorn und Gericht. Im Neuen Testament wird dies christologisch zugespitzt, wenn der Epheserbrief den Eheleuten die Selbsthingabe Christi f\u00fcr seine Gemeinde als Vorbild f\u00fcr ihr Miteinander vor Augen f\u00fchrt (Eph 5,23-33) oder wenn immer wieder das Verh\u00e4ltnis zwischen Christus und der Kirche mit dem Bild von Hochzeitsfeier, Braut und Br\u00e4utigam beschrieben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammenfassend l\u00e4\u00dft sich feststellen: Die Gemeinschaft von Mann und Frau in der Ehe ist wesentlich f\u00fcr das biblische Menschenbild im Alten und Neuen Testament. Sie ist der Ort, in dem der Mensch &#8211; nicht nur sexuelle &#8211; Erf\u00fcllung und gemeinschaftliches Leben findet. Zudem spielt die Ehe auch eine Rolle f\u00fcr das Gottesbild, spiegelt sich in ihr doch die Treue Gottes zu seinen Menschen. Das Leben und der Glaube an Christus wird in Ehe und Familie weitergegeben. Nach dem Neuen Testament entspricht das Verh\u00e4ltnis von Mann und Frau in Gemeinschaft und Verschiedenheit zudem dem Verh\u00e4ltnis zwischen Christus und seiner Kirche. Mithin haben wir es in der Ehe von Mann und Frau nicht einfach nur mit einer \u201eSch\u00f6pfungsordnung\u201c zu tun, sondern mit einer Gabe Gottes, f\u00fcr die und durch die Gott in seiner Welt und Kirche zum Heil der Menschen wirken will. Sch\u00f6pfungstheologische, soteriologische und pneumatologische Aspekte greifen hier ineinander. Es geht um das Handeln des dreieinigen Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<strong>2.2. Die Vertauschung: Der gleichgeschlechtliche Verkehr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Altes und Neues Testament, Jesus und seine Apostel sprechen von Ehe und Kindersegen in sch\u00f6pfungstheologischer und ekklesiologischer Perspektive. Dem entspricht quasi als Kehrseite der Medaille<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn29\">[29]<\/a> die Thematisierung des gleichgeschlechtlichen Verkehrs in hamartiologischer Perspektive. Mit konkreten S\u00fcnden aber setzt sich die Bibel unter zweierlei Gesichtspunkten auseinander, dem Gesichtspunkt des Gerichtes und dem der Vergebung und Heiligung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paradigmatisch f\u00fcr die hamartiologische Perspektive sind die Ausf\u00fchrungen des Apostels Paulus in R\u00f6m 1. Gleichgeschlechtlicher Verkehr kommt hier, wie wir oben gesehen haben, ausschlie\u00dflich unter dem Gesichtspunkt des g\u00f6ttlichen Gerichts, des Zorns, auf menschlicher Seite unter dem Gesichtspunkt des Verlusts der Ehre und des Verfehlens der eigenen Bestimmung als Gottes Gesch\u00f6pf in den Blick. Dem entspricht der Befund im Alten Testament, in dem gleichgeschlechtlicher Verkehr nirgends positiv bewertet wird, sondern als Ausdruck und Symptom einer gefallenen Welt gilt (Gen 19; Ri 19)<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn30\">[30]<\/a>. Dem entspricht ferner die Verurteilung des gleichgeschlechtlichen Verkehrs als gottwidriges \u2013 von der Gemeinschaft mit dem heiligen Gott ausschlie\u00dfendes \u2013 \u201eGreuel\u201c im Gesetz (Lev 18,22; 20,13). Hans Walter Wolff kommentiert dazu: \u201eDie Geschlechtsdifferenzierung wird verkannt und damit die Grundweise, in \u00dcberwindung der Selbstliebe zum fruchtbaren Leben zu kommen. Ebenso wird der Sodomie widerstanden (Lv 18,23).\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn31\">[31]<\/a> Die griechische \u00dcbersetzung des Alten Testaments, die Septuaginta, trifft hier den im hebr\u00e4ischen Urtext gemeinten Sinn, wenn der Koitus zwischen M\u00e4nnern ausgeschlossen wird. Un\u00fcbersehbar ist, da\u00df Paulus mit dem Gebrauch des Wortes <em>arsenikoitai<\/em> in 1.Kor 6,9 (vgl. 1.Tim 1,10) die Septuagintastelle fast w\u00f6rtlich zitiert. Gerade angesichts der Tatsache, da\u00df das Neue Testament viele anderen Regelungen auch des sogenannten \u201eHeiligkeitsgesetzes\u201c (Lev 17-26) nicht f\u00fcr die Christenheit aufrecht erh\u00e4lt, mu\u00df es aufmerken lassen, da\u00df Paulus die Aussagen des Heiligkeitsgesetzes zur Homosexualit\u00e4t inhaltlich auch f\u00fcr die Heiligung der Christen zur Geltung bringt. Wenn Paulus in 1. Kor. 6,9 schreibt, der Beischlaf zwischen M\u00e4nnern schlie\u00dfe vom Reich Gottes aus, dann entspricht dies der Verwerfung dieses Beischlafes durch Gott im Alten Testament als &#8222;Greuel&#8220; <a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn32\">[32]<\/a>, das den Menschen von Gottes Segen ausschlie\u00dft und ihn so dem Tode preisgibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie aber kommt Paulus zu dieser scharfen Verurteilung? R\u00f6m 1,27 spricht im Zusammenhang von homosexuellem Verhalten von Verirrung. Das mu\u00df man in Erinnerung haben, wenn Paulus nun in 1.Kor 6,9 ermahnt: La\u00dft euch nicht irref\u00fchren. Die Verirrungen von R\u00f6m 1 wirken auch auf die christliche Gemeinde noch ein, was insbesondere angesichts der Situation in den damaligen Gro\u00dfst\u00e4dten Rom und Korinth nicht verwundert. Sie sind nach 1.Kor 6,9-11 als Versuchung aus der Vergangenheit einiger Glieder, aber auch aus der heidnischen Umgebung pr\u00e4sent. Ist in R\u00f6m 1,18 von Ungerechtigkeit die Rede, so hier von Ungerechten: Sie sind, so wie sie sind, vom Gottesreich ausgeschlossen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn33\">[33]<\/a>. Genannt werden auch diejenigen, die gleichgeschlechtlichen Verkehr<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn34\">[34]<\/a> praktizieren. Sie stehen hier neben anderen S\u00fcndern. Lapidar stellt Paulus fest: \u201eSolche sind einige von euch gewesen.\u201c Dann folgt die Tauferinnerung<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn35\">[35]<\/a>: \u201eAber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes\u201c (1.Kor 6,11). Angesichts des drohenden Einbruchs des alten Wesens in die Gemeinde erinnert Paulus also an die Taufe. Die Taufe ist zweierlei: Antritt des himmlischen Erbes und Ende des alten gottlosen Lebens &#8211; die andere Seite des Neubeginns in Christus. S\u00fcndenvergebung und Heiligung sind gleicherma\u00dfen durch die Taufe gegeben (Vers 11). Die alten Verhaltensweisen werden also nicht in das neue christliche Leben integriert, sondern sind durch die Taufe vergeben und abgetan, ja, entmachtet: \u201e\u2019Geheiligtwerden\u2019 bezeichnet dar\u00fcber hinaus nicht nur die Freiheit von der S\u00fcnden<em>schuld<\/em>, sondern auch die von der S\u00fcnden<em>macht<\/em>. Durch die Taufe wird der Mensch aus der Verfallenheit an die Machtsph\u00e4re der alten Welt in Gottes Heiligkeitssph\u00e4re gezogen und zur Heiligung verpflichtet\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn36\">[36]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGerade weil Paulus die Taufe nicht nur kognitiv, sondern effektiv-kausativ versteht, kann sie ihm zur Begr\u00fcndung der durchgreifenden Erneuerung und Verpflichtung dienen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn37\">[37]<\/a>\u00a0 Nicht mehr auf den G\u00f6tzen, den Sexus, den Rausch oder das Geld ist das Leben der Erben des Gottesreiches ausgerichtet, sondern auf den heiligen Gott. Wie er heilig ist, sind auch sie durch ihre Taufe heilig. Da\u00df dies insbesondere f\u00fcr das Sexualleben Folgen hat, erl\u00e4utert Paulus dann weiter in 6,12-7,40. Auch 1.Tim 1,8-11 nimmt explizit Bezug auf homosexuelles Verhalten. Gegen eine falsche Gesetzlichkeit wird festgehalten, wogegen sich das Gesetz Gottes richtet und wogegen nicht. W\u00e4hrend die Ehe dem Menschen von Gott geschenkt ist (1.Tim 4,1-5), richtet sich das Gesetz nach 1.Tim 1,8-11 gegen die S\u00fcnder und Gottlosen (vgl. Gal 5,18-23!), darunter M\u00f6rder, Unz\u00fcchtige, solche, die sich homosexuellem Verkehr hingeben, Lebensweisen, die &#8222;der heilsamen Lehre zuwider&#8220; sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Damit f\u00fcgen sich die neutestamentlichen Aussagen zum gleichgeschlechtlichen Verkehr ein in die apostolischen Taufpar\u00e4nesen, die grundlegend f\u00fcr die Unterweisung der christlichen Gemeinden in einem dem Evangelium entsprechenden Leben sind. Wichtig nicht nur, aber auch f\u00fcr die Debatte um die homosexuelle Lebensweise ist dabei folgende Beobachtung: Die neutestamentlichen Weisungen f\u00fcr das Leben der Christen lassen sich nicht auf das Liebesgebot reduzieren. Vielmehr werden konkrete \u2013 und zeit\u00fcbergreifend vorkommende &#8211;\u00a0 Verhaltensweisen benannt, die dem Leben in der Gemeinschaft mit Gott entsprechen, und andere, die zur Scheidung der Getauften vom Reich Gottes f\u00fchren. Hierbei kommt ein eigent\u00fcmliches Zeit- und Wirklichkeitsverst\u00e4ndnis zum Tragen. Fr\u00fcher und jetzt, Finsternis und Licht, alt und neu verhalten sich im Neuen Testament nicht wie zwei Stadien einer Entwicklung, sondern es handelt sich um Gegens\u00e4tze. Die alte, seit der Taufe hinter ihm liegende und \u00fcberwundene Lebensweise stellt f\u00fcr den Christen eine best\u00e4ndige Gef\u00e4hrdung dar, aus der er herausgerufen wird. Doch f\u00fchrt der Glaube nicht in die Weltabgeschiedenheit. Vielmehr weisen die neutestamentlichen Ermahnungen ein in den heilsamen Umgang mit den Sch\u00f6pfungsgaben Gottes und damit auch mit der Sexualit\u00e4t. Alt und Neu, die Knechtschaft in der S\u00fcnde und die Freiheit in der Heiligung, Leben in der Finsternis und Leben im Licht, Leben im Fleisch und Leben im Geist werden z.B. in folgenden Schriftabschnitten einander gegen\u00fcbergestellt: R\u00f6m 6; R\u00f6m 8,1-17; 1.Kor 6,9-11; Gal 5,16-26; Eph 4,17 &#8211; 5,20; Kol 3,1-17; 1.Thess 5,1-11; Tit 3,3-8; 1.Petr 1,13-16. Der 1. Petrusbrief (1,16) kann sogar die Forderung aus dem alttestamentlichen Heiligkeitsgesetz (Lev 19,2) wiederholen: \u201eIhr sollt heilig sein, denn ich bin heilig\u201c (vgl. 1.Thess 4,3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An all diesen Stellen wird zweierlei erkennbar: Die Verhaltensweisen aus der vorchristlichen Zeit der Getauften und aus ihrer nichtchristlichen Umgebung bleiben zum einen eine Versuchung f\u00fcr die im Glauben stehenden Christen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn38\">[38]<\/a>. Das betrifft nicht nur die Sexualit\u00e4t, sondern auch den Umgang mit Geld und G\u00fctern etc. Das betrifft auch nicht nur die s\u00fcndige Tat, sondern schon den s\u00fcndigen Wunsch, die Begierde, auch fehlgeleitetes \u201eheterosexuelles\u201c Begehren (vgl. auch Mt 5,27-32; 2.Petr 2,14). Nun werden aber zum andern die Christen mit Nachdruck aufgerufen, sich mit diesen Verhaltensweisen nicht abzufinden, sondern sie vergangen sein zu lassen. Zugleich wird mit der Ausrufung der heilsamen Wirkungen des Erl\u00f6sungshandelns Christi (vgl. neben den genannten Stellen vor allem auch 1.Kor 6,20; 7,23; 1.Petr 1,18f), der Taufe und der Gegenwart des Geistes die Freiheit er\u00f6ffnet, die fr\u00fcheren S\u00fcnden zu meiden und die christlichen &#8222;Tugenden&#8220;, die Fr\u00fcchte des Geistes, zu leben. Der Christ ist frei, Gottes Gaben im Bereich der Sexualit\u00e4t, des Eigentums, der Speise in Gebrauch zu nehmen; aber er soll es in den Grenzen tun, in denen Gott ihm diese Gaben schenkt. F\u00fcr den Bereich des Sexuellen hei\u00dft das: Der Ort, in dem die Sexualit\u00e4t in der durch die Taufe gewirkten Heiligung gelebt werden darf und soll, ist die Ehe von Mann und Frau<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn39\">[39]<\/a>. Das schlie\u00dft au\u00dferehelichen Verkehr ebenso aus wie homosexuellen<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn40\">[40]<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit aber wird ein weiteres Mal erkennbar, da\u00df die neutestamentlichen Weisungen zur Homosexualit\u00e4t in der Bibel nicht wie ein Fremdk\u00f6rper dastehen. In ihnen spiegelt sich vielmehr das Menschenbild, wie es in den zentralen Bibelstellen zur Sch\u00f6pfung des Menschen im Alten wie im Neuen Testament erkennbar wird, einer Sch\u00f6pfung, die durch menschliche S\u00fcnden und Perversionen schwer gesch\u00e4digt ist, unter dem Evangelium aber wieder in den geheiligten Dienst des Sch\u00f6pfers tritt, so da\u00df die christliche Ethik nicht nur in Fragen der Sexualit\u00e4t von einem asketischen Rigorismus ebenso weit entfernt ist wie von grenzenlosem Ausleben der menschlichen Bed\u00fcrfnisse. Die Grenzen, die der Apostel zieht, sind weder zeitbedingt noch willk\u00fcrlich, sondern sie entsprechen dem urspr\u00fcnglichen Willen des Sch\u00f6pfers f\u00fcr seine Gesch\u00f6pfe. Da\u00df das Neue Testament die Grenzen in ethischen Fragen so konkret immer wieder benennt, ist ein Hinweis darauf, wie sehr die Christenheit hier in Versuchung steht, sich immer wieder der eigenen heidnischen Vergangenheit und Umgebung anzupassen. Die Christen damals hatten es nach \u00fcbereinstimmender Meinung der Apostel n\u00f6tig, nicht auf ein abstraktes Liebesgebot eingeschworen zu werden, sondern konkret zu h\u00f6ren, was der Liebe als Zusammenfassung des Gesetzes Gottes entspricht und was ihr nicht entspricht, was Fr\u00fcchte des Geistes und Fr\u00fcchte des Fleisches sind. Auch das ethische Urteilsverm\u00f6gen der getauften Christen bedarf fortw\u00e4hrend der Kl\u00e4rung und Heiligung durch den Heiligen Geist, wie das in den apostolischen Mahnungen zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Zusammenhang ist der gleichgeschlechtliche Verkehr nicht nur eine Vertauschung dessen, was der Sch\u00f6pfung und dem Sch\u00f6pfer gem\u00e4\u00df ist, mit dem was Paulus \u201ewidernat\u00fcrlich\u201c nennt, was dann freilich nicht im Sinne eines naturalistischen Fehlschlusses zu deuten ist, sondern eben vom biblischen Sch\u00f6pfungs- und Menschenverst\u00e4ndnis her verstanden werden mu\u00df. Vielmehr liegt in der praktizierten gleichgeschlechtlichen Liebe wie in jeder Unzucht auch eine Vertauschung im Sinne einer Abkehr vom durch den Geist Gottes in der Taufe geheiligten Leben vor, eine Vertauschung von Fleisch und Geist, altem, verlorenem Wesen und neuem, von Gott zum Leben bestimmtem Wesen. Die Ablehnung des homosexuellen Verkehrs im Neuen Testament erfolgt mithin aus theologischen Gr\u00fcnden und ist nicht Folge einer Anpassung der Evangeliumsverk\u00fcndigung an Zeitumst\u00e4nde. Denn die Antwort des Neuen Testaments auf die Vertauschung von Fleisch und Geist ist nicht nur im Fall der Homosexualit\u00e4t der Ruf zur Umkehr, der R\u00fcckruf zur Taufe, die Unterstellung unter die in der Taufe durch den Heiligen Geist gewirkte Heilswirklichkeit der Gemeinde Gottes. Eine theologische Ethik, die diese Sachverhalte ernst nimmt, ist daher \u201eW\u00e4chterin nicht \u00fcber irgendeine \u201aKonformit\u00e4t\u2019 mit \u201aevangelischen Normen\u2019 \u2013 eine Anschauung, die mit dem Antinomismus der Vorstellung, das Vorfindliche sei schon als solches gerechtfertigt, sehr wohl vertr\u00e4glich ist -, sondern \u00fcber das evangelische plh,rwma von Handlungen, \u00fcber ihre geistgewirkte Realit\u00e4tshaltigkeit im Unterschied zu allen Instanzen der Absenz und Geistes-Leere, die als solche unmittelbar gerichtete sind.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftn41\">[41]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Teil II folgt<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<hr style=\"text-align: justify;\" size=\"1\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref1\">[1]<\/a> Vgl. Uta Rasche, Gottesdienst nach Verpartnerung? Die evangelische Kirche streitet weiter \u00fcber Segnungen f\u00fcr homosexuelle Paare, in: FAZ 10.12.2001, S. 12: \u201eDurch das im August (2001; A.W.) in Kraft getretene \u201aLebenspartnerschaftsgesetz\u2019, das mit den Stimmen der rot-gr\u00fcnen Bundestagsfraktionen verabschiedet wurde, hat die kirchliche Diskussion an Fahrt gewonnen.\u201c \u2013 Der Artikel berichtet von den Bem\u00fchungen von \u201eleitenden Theologen der hessisch-nassauischen Kirche\u201c, die \u201edas neue \u201aLebenspartnerschaftsgesetz\u2019 zum Anla\u00df nehmen, im Nachgang einer standesamtlichen \u201aVerpartnerung\u2019 auch eine kirchliche Segensfeier anzubieten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref2\">[2]<\/a> Vgl. Ernst Volk, Gleichgeschlechtliche Liebe? Ein Pl\u00e4doyer wider die Ma\u00dflosigkeit, in: Markus Aust, Hans-Christoph Gensichen, Thomas S\u00f6ren Hoffmann (Hrsg.), Christlicher Glaube und Homosexualit\u00e4t. Argumente aus Bibel, Theologie und Seelsorge, Neuhausen-Stuttgart 1994, S. 21-37, hier S. 21: \u201eIm Rheinland hat es sogar schon eine regelrechte Trauung, \u00fcbrigens zweier Familienv\u00e4ter, gegeben, ohne da\u00df daf\u00fcr eine kirchenrechtliche Grundlage gegeben war &#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl. Lutherisches Kirchenamt der VELKD (Hrsg.), Gedanken und Ma\u00dfst\u00e4be zum Dienst von Homophilen in der Kirche. Eine Orientierungshilfe; und: Vorl\u00e4ufige Stellungnahme des Theologischen Ausschusses der VELKD zum Problem der Homosexualit\u00e4t von Pfarrern, in: Helmut Kentler (Hrsg.), Die Menschlichkeit der Sexualit\u00e4t. Berichte \u2013 Analysen \u2013 Kommentare \u2013 ausgel\u00f6st durch die Frage: Wie homosexuell d\u00fcrfen Pfarrer sein?, M\u00fcnchen 1983, S. 62-79.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref4\">[4]<\/a> Vgl. Gert Kelter, Der moderne \u00d6kumenismus als Hindernis auf dem Weg zur Einheit der Christen? In: Lutherische Beitr\u00e4ge 5, 2000, S. 268-276.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl. Gerhard Besier, konzern kirche. Das Evangelium und die Macht des Geldes, Neuhausen-Stuttgart 1997, S. 168.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl. Heinzpeter Hempelmann, Kirche und Homosexualit\u00e4t. Sieben Perspektiven, in: Theologische Beitr\u00e4ge 25, 1994, S. 181-191, hier S. 191.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref7\">[7]<\/a> Vgl. Ulrich Wilckens, Der Brief an die R\u00f6mer (R\u00f6m 1-5), EKK VI\/1, Neukirchen-Vluyn 1978, S. 93: \u201ePaulus entfaltet den Satz 1,18 zun\u00e4chst grunds\u00e4tzlich so, wie das Judentum die Gottlosigkeit der Heiden anzuklagen pflegte (1,19-32).\u201c; ferner mit Beispielen ebd. S. 96-99.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref8\">[8]<\/a> Vgl. ebd., S. 96: \u201eavse,beia und avdiki,a V 18 werden in VV 19ff und VV 22ff chiastisch, sodann wiederum in VV 25 ff und VV 28ff in der Reihenfolge von V 18 entfaltet.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref9\">[9]<\/a> Ebd., S. 107.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref10\">[10]<\/a> Jervell Imago Dei, S. 321, zitiert bei Wilckens, S. 108, Anm. 188.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref11\">[11]<\/a> Vgl. Adolf Schlatter, Gottes Gerechtigkeit. Ein Kommentar zum R\u00f6merbrief, Stuttgart, 6. Auflage 1991, S. 66: \u201e<em>paredoken<\/em> ist das \u00fcbliche Wort f\u00fcr den Spruch des Richters, durch den er die Vollstreckung der Strafe anordnet.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref12\">[12]<\/a> Wilckens, a.a.O., S. 108.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref13\">[13]<\/a> Ebd., S. 109.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref14\">[14]<\/a> Vgl. zu den beiden M\u00f6glichkeiten, worauf sich die Verirrung bezieht, Schlatter (wie Anm. 11), S. 68: &#8222;Vielleicht hat Paulus bei der <em>plan\u00e4<\/em> an die Absurdit\u00e4t ihrer Religion gedacht. Unvergolten durfte dieser Frevel nicht bleiben, und die Vergeltung besteht in der verw\u00fcstenden Gewalt des Verlangens, das nach Widernat\u00fcrlichem und Schimpflichem begehrt. Nach der anderen Deutung hat Paulus die erotische Unnatur\u00a0<em>plan\u00e4\u00a0<\/em>\u00a0genannt und bei der\u00a0 avntimisqi,a \u00a0an ihre Wirkungen gedacht, die den Leib und das Gewissen zerst\u00f6ren.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref15\">[15]<\/a> Wilckens, S. 96.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref16\">[16]<\/a> Vgl. Rudolf Bultmann, Theologie des Neuen Testaments, Berlin 1959, S. 251: \u201eGott hat sie der S\u00fcnde dahingegeben (1,24ff.), jedoch zur Strafe f\u00fcr die Urs\u00fcnde des Abfalls vom Sch\u00f6pfer \u2013 was ja dem S\u00fcndigen nicht den Schuldcharakter nimmt, sondern nur besagt, da\u00df die Urs\u00fcnde des Abfalls die moralischen Verfehlungen notwendig nach sich zieht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref17\">[17]<\/a> Wilckens, S. 95.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref18\">[18]<\/a> Vgl. Wilckens, S. 116: \u201eDer Beifall, der gerade unter Inanspruchnahme von rational-gebildeter Urteilsf\u00e4higkeit der faktischen S\u00fcnde als Sukkurs gegeben zu werden pflegt, so als komme der Rebell gegen Gott erst eigentlich zu sich selbst, zu wahrer Freiheit unabh\u00e4ngigen Lebens, ist in Wirklichkeit, d. h. unter dem eschatologisch relevanten Aspekt des Zornes Gottes, zutiefst Torheit und Trug; darum richtet sich das von den Menschen verworfene\u00a0 <em>dikaioma tou<\/em> <em>theou<\/em> gerade auch gegen diejenigen, die S\u00fcnde durch ihren Beifall legitimieren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref19\">[19]<\/a> Zum Argument, da\u00df &#8222;viele von vielen dieser Anklagen nicht getroffen werden&#8220; meint Schlatter (wie Anm. 11, S. 71): &#8222;Dennoch hat Paulus jedes dieser Worte, auch die \u00fcber die erotische Unnatur, jedem gesagt. Denn der Mensch soll nicht so t\u00f6richt sein, da\u00df er vor der S\u00fcnde erst dann erschrickt, wenn er selbst gefallen ist. Sieht er sie an den anderen, so ist ihm auch dadurch gezeigt, da\u00df er das rettende Wort bedarf und wovon es ihn rettet.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref20\">[20]<\/a> Wilckens, S. 102.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref21\">[21]<\/a> Ebd., S. 103.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref22\">[22]<\/a> Vgl. ebd., S. 112: \u201eIm Unterschied zur j\u00fcdischen Tradition gelten die Laster im Urchristentum als f\u00fcr die Zeit ante fidem charakteristisch (vgl. 1Kor 6,9-11), als \u201aWerke des Fleisches\u2019, zu denen die \u201aTugenden\u2019 als \u201aFrucht des Geistes\u2019 in radikalem Widerspruch stehen (Gal 5,19ff.22ff); f\u00fcr Christen sind sie abgetane Vergangenheit, und sie werden vor R\u00fcckfall zu ihnen gewarnt (2Kor 12,20f vgl. 1Kor 5,10f).\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref23\">[23]<\/a> Wilckens, S. 109f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref24\">[24]<\/a> Gegen Wilckens, S. 110f, Anm. 205 und Schrage (wie Anm. 32), S. 436.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref25\">[25]<\/a> Hempelmann (wie Anm. 6), S. 184.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref26\">[26]<\/a> Das Nein des Alten Testaments. Die spezifische Aussage des AT zur Homosexualit\u00e4t zwischen Sippenweisung und altorientalischer Praxis, in: Aust, Gensichen, Hoffmann (wie Anm. 2), S. 65-72, hier S. 71.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref27\">[27]<\/a> Gilbert Meilaender, Homosexuality in Christian Perspektive, in: Ders., Things that count. Essays Moral and Theological, Wilmington 2000, S. 59-76, hier S. 66.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref28\">[28]<\/a> Zum Charisma der Ehelosigkeit vgl. die Ausf\u00fchrungen bei J\u00fcrgen Roloff, Auf der Suche nach biblischen Kriterien f\u00fcr eine heutige Sexualethik, in: Lutherische Kirche in der Welt (JMLB 46), Erlangen 1999, S. 31-54, hier S. 44-50.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref29\">[29]<\/a> Vgl. Wolfhart Pannenberg, Die Liebe und ihr Ma\u00df \u2013 Ma\u00dfstab f\u00fcr das Kirchesein der Kirche, in: Aust, Gensichen, Hoffmann (wie Anm. 2), S. 14-20, hier S. 17. Meilaender (wie Anm. 27), S. 59: \u201eIn whatever way those who are not Christians may approach this topic, for Christians there should be no discussion of homosexuality that is not also a discussion of marriage and its purposes.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref30\">[30]<\/a> Vgl. Walther Zimmerli, Die Weltlichkeit des Alten Testaments, G\u00f6ttingen 1971, S. 41: \u201eDie Erz\u00e4hlung von der Vers\u00fcndigung der Sodomiten in Gen. 19 bringt die Haltung Israels gegen\u00fcber den Perversionen Kanaans scharf zum Ausdruck.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref31\">[31]<\/a> Anthropologie des Alten Testaments, M\u00fcnchen 1973, S. 257. Ganz anders urteilt dagegen Erhard S. Gerstenberger (Das 3. Buch Mose. Leviticus, ATD 6, G\u00f6ttingen 1993, S.272f): \u201eIn Wirklichkeit w\u00e4chst das alttestamentliche Verdammungsurteil aus \u00c4ngsten und Tabuvorstellungen, die seit Jahrhunderten als \u00fcberwunden gelten und endlich auch in der Kirche von unverkrampften, menschenfreundlichen Einstellungen abgel\u00f6st werden. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die \u201aTierschande\u2019. &#8230; Die Menschen der Antike hegten allerlei d\u00e4monistische \u00c4ngste (vgl. zu Lev 18,23) &#8230;\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref32\">[32]<\/a> Vgl. Klaus Haacker, Exegetische Gesichtspunkte zum Thema Homosexualit\u00e4t. Stellungnahme zum Arbeitspapier \u201eHomosexuelle Liebe\u201c f\u00fcr rheinische Gemeinden und Kirchenkreise, in: Theologische Beitr\u00e4ge 25, 1994, S. 173-180 S. 175: \u201eDas Wort <em>to\u2019ebah<\/em> dr\u00fcckt absolute Tabuisierung aus und will Abscheu wecken.\u201c Liest man mit dem griechischen Wort f\u00fcr Greuel (bde,lugma) im Ohr weitere Stellen des Neuen Testaments, so kann man nicht mehr sagen, es gehe bei den biblisch als Greuels\u00fcnden bewerteten menschlichen Handlungen um Randfragen von untergeordneter Bedeutung; vgl. etwa Offb 17,5 (dazu vgl. Friedrich Hauck\/Siegfried Schulz, <em>porn\u00e4,<\/em> in: ThWNT VI, S. 594f).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref33\">[33]<\/a> Vgl. Wolfgang Schrage, Der erste Brief an die Korinther (1Kor 1,1-6,11), EKK VII\/1 (Neukirchen-Vluyn 1991); S. 429: \u201eDie Gefahr, sich irref\u00fchren zu lassen, ist gerade in Korinth gro\u00df, und zwar speziell durch die Selbstt\u00e4uschung, es gehe bei den zur Sprache gebrachten Punkten um blo\u00dfe Adiaphora oder man k\u00f6nne des eschatologischen\u00a0 \u201aErbes\u2019 unter allen Umst\u00e4nden sicher sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref34\">[34]<\/a> Vgl. ebd., S. 432: \u201e<em>arsenikoites<\/em> ist\u00a0der, der mit M\u00e4nnern geschlechtlich verkehrt, nicht nur der m\u00e4nnliche Prostituierte. Die \u00fcbliche \u00dcbersetzung \u201aKnabensch\u00e4nder\u2019 erweckt freilich den Eindruck, als ob es sich nur um geschlechtlichen Umgang mit Kindern oder Heranwachsenden und nicht mit M\u00e4nnern handele.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref35\">[35]<\/a> Vgl. ebd., S. 427f.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref36\">[36]<\/a> Ebd., S. 433.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref37\">[37]<\/a> Ebd., S. 433.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref38\">[38]<\/a> Vgl. Hauck\/Schulz (wie Anm. 32), S. 592f: \u201eGegen\u00fcber dem andersartigen Urteil des Griechentums und des antiken Synkretismus gehen die konkreten Anweisungen des Paulus darauf hinaus, den Heidenchristen die Unvereinbarkeit von\u00a0<em>porneia<\/em> und Reich Gottes vor Augen zu f\u00fchren. Kein <em>pornoi<\/em> hat Anteil am Reich Gottes (1 K 6, 9; Eph 5, 5).\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref39\">[39]<\/a> Vgl. Roloff (wie Anm. 28), S. 53: Die \u201eLebenspartnerschaft von Mann und Frau\u201c \u201eist mehr als nur eine institutionelle M\u00f6glichkeit erf\u00fcllter Sexualit\u00e4t, n\u00e4mlich der einzige Ort, an dem Sexualit\u00e4t unter das Stichwort der Heiligung gestellt ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref40\">[40]<\/a> Vgl. Hauck\/Schulz, (wie Anm. 32), S. 590: \u201eDas Neue Testament ist gekennzeichnet durch die unbedingte Ablehnung jedes au\u00dferehelichen oder widernat\u00fcrlichen Geschlechtsverkehrs.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-admin\/#_ftnref41\">[41]<\/a> Thomas S\u00f6ren Hoffmann, METALLAG\u00c4. Gleichgeschlechtliche Ersatzhandlungen und Eheimitate als theologisch-ethisches Sprach- und Sachproblem, in: KuD 41, 1995, S. 176-195, hier S. 181f<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertauschungen. Theologische Dimensionen einer sexualethischen Frage &#8211; (Teil I) Einleitung Mit der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes im Jahr 2001 ist in Deutschland die gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzung um die Bewertung der Homosexualit\u00e4t in ein neues Stadium getreten[1]. W\u00e4hrend in der Gesellschaft die Folgen des Lebenspartner\u00adschafts\u00adgesetzes, insbesondere seine Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit, diskutiert werden, scheint zugleich ein \u00fcberm\u00e4chtiger Druck insbesondere [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":59,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/806"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/59"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=806"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/806\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2592,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/806\/revisions\/2592"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}