{"id":8025,"date":"2012-06-04T12:38:36","date_gmt":"2012-06-04T10:38:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8025"},"modified":"2012-06-04T12:48:08","modified_gmt":"2012-06-04T10:48:08","slug":"wer-oder-was-bestimmt-mein-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8025","title":{"rendered":"Wer oder was bestimmt mein Denken?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer oder was bestimmt mein Denken?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMein Mann hat \u201adumme Kuh\u2019 zu mir gesagt! Der Anlass war gering. Ich bin entsetzt! Wir sind beide Christen! In all den vielen Ehejahren ist das nie vorgekommen. Seitdem spreche ich kein Wort mehr mit ihm! Und das liegt 6 Wochen zur\u00fcck. Wenn ich an diesen Satz denke, st\u00f6\u00dft es mir immer noch bitter auf!\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie ist das m\u00f6glich?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwa drei Pfund Gewicht schwer ist unser Gehirn, eine graue Masse, die aussieht wie die beiden H\u00e4lften einer Walnuss. Was darin vorgeht, entspricht einem hochentwickelten Computer, der angeblich einen Speicherplatz f\u00fcr drei Millionen Jahre enth\u00e4lt. Etwa eine Milliarde (9 Nullen!) Neuronen, sogenannte B\u00e4ume, tragen jeweils 70.000 \u00c4ste, sogenannte Dentriten. Das sind Infos aus dem Buch von Dr. Leaf, einer Gehirnforscherin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles, was wir denken, f\u00fchlen, riechen, h\u00f6ren, lernen und erleben, vernetzt sich in einem hochsensiblen Zentrum, das bewusste und unbewusste Gedankenvorg\u00e4nge speichert. Das Gehirn ist eine wunderbare Einrichtung Gottes, um uns lebensf\u00e4hig zu machen und uns vor Gefahren zu warnen. Verletzungen, seien sie emotional oder k\u00f6rperlich, werden besonders intensiv gespeichert. Das ist als Warnvorgang gedacht, um vor weiterem Schaden zu bewahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider verselbst\u00e4ndigen sich schmerzliche Erinnerungen, f\u00fchren h\u00e4ufig zu Blockaden und \u00c4ngsten und damit zu verminderter Lebensqualit\u00e4t. Wem z.B. immerzu gesagt wird, dass er nichts wert ist, speichert dies als Verletzung, aber auch als Wirklichkeit, die ihn blockiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist, dass wir negative Erlebnisse st\u00e4rker in Erinnerung behalten als gute. Sie besch\u00e4ftigen uns noch lange danach und holen uns ein, wenn uns die Person, die sie ausgel\u00f6st hat, wieder begegnet \u2013 oder wenn eine \u00e4hnliche Erfahrung durch einen weiteren Menschen geschieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sind wir diesen Gedanken einfach ausgeliefert? Oder k\u00f6nnen wir sie beeinflussen? In Spr\u00fcche 4, 23 steht: \u201eMehr als alles achte auf deine Gedanken!\u201c Wir sind also nicht hilflos! So lesen wir in 1. Mose 4, 7b, wie Gott zu Kain sagt: \u201eDie S\u00fcnde lauert vor der T\u00fcr. Du aber herrsche \u00fcber sie.\u201c Kain herrschte nicht \u00fcber die S\u00fcnde. Er gab sich geschlagen von seinen Gedanken \u2013 und brachte seinen Bruder um.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind unseren Gedanken nicht blind ausgeliefert. Gott gab uns die F\u00e4higkeit, Gedanken zu untersuchen, ja sie sogar in die Richtung zu lenken, die wir wollen. Gott gab uns einen Willen. Ihn zum Guten zu lenken, gelingt nicht ohne Weiteres. Denn wir leben in einer Welt, die von Kr\u00e4ften beherrscht wird, die Gewalt \u00fcber uns gewinnen wollen. Der Feind Gottes will unser Inneres zerm\u00fcrben und uns in Traurigkeit, Selbstwertzweifel, Sorgen und Bitterkeit gefangen halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht umsonst fordert uns deshalb Paulus in 1. Thess. 5,21 auf: \u201ePr\u00fcfet alles, und das Gute behaltet!\u201c Das meint: Lass dich nicht dazu verleiten, immer nur \u00fcber das Schlimme und Negative nachzudenken. F\u00fclle deinen Kopf mit guten Gedanken. Und Jesus lehrt uns das \u201eUnser Vater\u201c, in dem wir beten: \u201eVergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.\u201c Er will uns damit sagen: Lass deinen Feind los, denn sonst bestimmt Bitterkeit dein Leben. Und das zerst\u00f6rt dich selbst. Es ist wie eine Entscheidung, die wir innerlich immer wieder neu treffen m\u00fcssen, die Frage: Wie werde ich mit der Situation umgehen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Leaf schreibt, dass Bitterkeit sich sogar an Ausw\u00fcchsen im Gehirn zeigen kann, die \u00e4hnlich wie Dornen wirken. Hass wirkt zerst\u00f6rend, Vergebung befreit! Wer also Unvers\u00f6hnlichkeit pflegt, verletzt sich selbst am meisten. \u201eVergebung ist wie eine Gef\u00fchlsdusche\u201c, sagt Dr. Leaf. Bittere Gedanken geh\u00f6ren also in die M\u00fclltonne!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie kann das praktisch aussehen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr\u00fccken Sie Ihren Schmerz und Ihre Gef\u00fchle vor einem vertrauensw\u00fcrdigen Menschen aus. Geben Sie dann im Gebet diese Gef\u00fchle ganz bewusst in die Hand Gottes zur Entsorgung. Widersprechen Sie negativen S\u00e4tzen, die Sie immer wieder beherrschen wollen, und Beschuldigungen, die nicht stimmen. Sagen Sie deutlich Nein dazu. Ersetzen Sie diese Aussagen mit solchen, die richtig sind!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls Schuldgef\u00fchle Sie plagen, lassen Sie nicht zu, dass Sie l\u00e4nger damit gequ\u00e4lt werden. Wenn Sie Jesus Ihre Schuld gegeben haben, ist diese Schuld vergeben durch den Tod Jesu &#8211; erinnern Sie Ihre Gedanken daran. F\u00f6rdern Sie gute Gedanken! Mir hilft es, Bibelverse auswendig zu lernen. Wenn Sorgen mich \u00fcberw\u00e4ltigen wollen, versuche ich 1. Petrus 5,7 zu praktizieren: \u201eAlle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt f\u00fcr euch.\u201c Auch das Singen ist eine gute M\u00f6glichkeit, das Gehirn die Gedanken Gottes denken zu lassen. Wer Gutes in seinem Denken zul\u00e4sst, wird auf Dauer ein fr\u00f6hlicher Mensch. Wer sich mit Gott und seinem Wort besch\u00e4ftigt, entgiftet buchst\u00e4blich sein Gehirn.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tun Sie sich selbst Gutes! Pflegen Sie Gemeinschaft mit Menschen, die Gutes tun und Gutes sagen. Reden Sie mit Gott und sagen Sie ihm alles, was Sie bewegt. Das ist so etwas wie Gro\u00dfreinemachen in Ihrem Denken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zum Nachdenken<\/em>: Welche Erinnerungen verletzen mich? Wem habe ich nicht vergeben? Was trage ich meinem Ehepartner immer noch nach? Welche Sorgen bestimmen mein Denken?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gebet<\/em>: Herr, es ist einfacher gesagt als getan. Mein Inneres wehrt sich heftig dagegen, zu vergeben. Ich f\u00fchle mich so ungerecht behandelt. Aber ich gebe meinem Herzen einen Sto\u00df und sage: Ich will von dieser Verletzung heil werden. Deshalb \u00fcbergebe ich sie dir, mein Gott. Und so werfe ich auch meine Sorgen auf dich. Du hast versprochen, f\u00fcr mich zu sorgen. Ich will dir vertrauen. Hilf mir dabei!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Merke<\/em>: Bittere Gedanken sind kein Schutz vor neuer Verletzung. Sie verletzen nur mich selbst immer neu. Sorgen sind keine Probleml\u00f6sungen. Besser ist es, sie zur Bearbeitung zu Gott zu bringen. Frage der Frau: \u201eWenn ich wieder mit ihm rede und es noch einmal passiert, wie soll ich mich dann verhalten?\u201c Vielleicht mit dem Rat des Paulus aus Kol. 4,6: \u201eEure Rede sei lieblich \u2013 und allezeit mit Salz gew\u00fcrzt!\u201c Und das k\u00f6nnte so klingen: \u201eMann, zu einer Kuh geh\u00f6rt ein Ochse dazu!\u201c<\/p>\n<p><em>Ruth Heil, <a href=\"http:\/\/www.flm-int.de\/\">Family Life Mission<\/a> &#8211; live, Nr. 121, 2. Quartal 2012<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer oder was bestimmt mein Denken? \u201eMein Mann hat \u201adumme Kuh\u2019 zu mir gesagt! Der Anlass war gering. Ich bin entsetzt! Wir sind beide Christen! In all den vielen Ehejahren ist das nie vorgekommen. Seitdem spreche ich kein Wort mehr mit ihm! Und das liegt 6 Wochen zur\u00fcck. 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