{"id":8007,"date":"2012-05-29T08:49:45","date_gmt":"2012-05-29T06:49:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8007"},"modified":"2012-05-29T09:00:58","modified_gmt":"2012-05-29T07:00:58","slug":"rezension-frauenfeindlich-wie-frauen-zur-ungeborenentotung-gedrangt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=8007","title":{"rendered":"Rezension: Frauenfeindlich &#8211; Wie Frauen zur Ungeborenent\u00f6tung gedr\u00e4ngt werden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-8006\" title=\"frauenfeindlich\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/frauenfeindlich1.jpg\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"214\" \/>Martina Kempf, Frauenfeindlich \u2013 Wie Frauen zur Ungeborenent\u00f6tung gedr\u00e4ngt werden, Gerhard Hess Verlag, Bad Schussenried, 1. Auflage 2012, 223 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 978-3873364035<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die weitgehende Freigabe von Abtreibungen in den 1970er Jahren wird von Vielen bis heute als \u201efrauenfreundliche Errungenschaft der Emanzipationsbewegung\u201c angesehen. Martina Kempf erteilt mit ihrem Buch dieser oberfl\u00e4chlichen Sicht eine deutliche Absage. Das Gegenteil ist wahr. Was als \u201efrauenfreundlich\u201c verkauft wird, weil es ein vermeintliches Recht beinhaltet, ist in Wirklichkeit zutiefst \u201efrauenfeindlich\u201c. Eine deutliche Mehrzahl der Frauen w\u00fcrde ihr Kind eigentlich gerne behalten. Doch in etwa 70 % der F\u00e4lle von Ungeborenent\u00f6tungen m\u00fcssen diese auf den Druck des Partners, der Eltern oder des sozialen Umfeldes auf die Mutter zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.<!--more--> Anhand von Aussagen von Beraterinnen und pers\u00f6nlicher Briefe betroffener M\u00fctter wird deutlich, dass viele M\u00e4nner das Ende der Partnerschaft oder der Ehe androhen, sollte sich die Mutter \u201ef\u00fcr das Kind entscheiden\u201c. Nur wenige Frauen haben die Kraft, sich einer solchen Androhung zu widersetzen. Hinzu kommt, dass die so unter Druck geratenen Frauen weder durch den Gesetzgeber noch durch einen Gro\u00dfteil der Beratungsstellen unterst\u00fctzt werden, zu einem \u201eJa\u201c f\u00fcr das Kind zu finden. M\u00fctter, die ihre Kinder t\u00f6ten, handeln nicht aus pers\u00f6nlicher Freiheit, sondern unter einem enormen Druck, der durch ein lebensfeindliches Umfeld aufgebaut wird. Das kann Martina Kempf anhand ersch\u00fctternder Einzelschicksale eindringlich belegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Folgen vorgeburtlicher Kindst\u00f6tungen sind gravierend. Das Leid beginnt beim grausamen Leiden des Kindes, das zerst\u00fcckelt, ver\u00e4tzt und abgesaugt wird und es setzt sich fort im Leid der M\u00fctter. Martina Kempf f\u00fchrt verschiedene internationale Studien und Untersuchungen an, die das Leiden der M\u00fctter nach vorgeburtlichen Kindest\u00f6tungen belegen. Unter dem Begriff \u201ePost-Abortion-Syndrom\u201c verbergen sich Depressionen, psychische St\u00f6rungen, erh\u00f6hte Selbstmordraten und andere N\u00f6te. Eine Untersuchung zeigte auch, dass in \u00fcber 70 % der F\u00e4lle die Paarbeziehung nach einer Kindest\u00f6tung etwa nach einem Monat zerfiel. Hinzu kommen eine ganze Reihe m\u00f6glicher medizinischer Sp\u00e4tfolgen wie ein erh\u00f6htes Brustkrebsrisiko oder Unfruchtbarkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Martina Kempf deckt auch die skrupellosen Strategien und Vorgehensweisen der Abtreibungsbef\u00fcrworter auf und spricht die lebensfeindliche und familienzerst\u00f6rende Haltung der Organisation \u201epro familia\u201c an. Ein gesondertes Kapitel geht auf die Verstrickung der evangelischen Kirche in das Unrecht massenhafter Kindest\u00f6tungen ein. Anstatt \u00fcberzeugend den Widerspruch gegen das das Gebot \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c aufzudecken und daf\u00fcr einzutreten, dass der \u201emenschenverachtende Zwang des Umfeldes\u201c, der so vielen Ungeborenent\u00f6tungen zu Grunde liegt, beendet wird, wirkt die evangelische Kirche an zahlreichen Ungeborenent\u00f6tungen mit, indem sie die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Beratungsscheine durch ihre diakonischen Beratungsstellen ausstellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch schlie\u00dft mit mutmachenden Lebensberichten von M\u00fcttern, die sich trotz schwieriger Umst\u00e4nde und trotz \u00e4u\u00dferem Zwang gegen die T\u00f6tung und f\u00fcr das Leben ihres Kindes entschieden haben. Die Berichte zeigen, wie wichtig es ist, dass werdende M\u00fctter in ihrem Umfeld Menschen finden, die sich voll und ganz f\u00fcr Mutter und Kind einsetzen und den M\u00fcttern alle erdenkliche praktische Hilfe zukommen lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Buch hat mich die konsequente Haltung beeindruckt, mit der Martina Kempf das Unrecht beim Namen nennt. So spricht sie z. B. durchweg nicht euphemistisch von \u201eAbtreibung\u201c, sondern von \u201eUngeborenent\u00f6tung\u201c oder \u201evorgeburtlicher Kindest\u00f6tung\u201c. Beeindruckt hat mich auch die \u201eBeweiskraft\u201c der ersch\u00fctternden Lebensberichte. Jedem Leser wird nach der Lekt\u00fcre dieses Buches zweifellos klar sein, welch ein Fluch auf der vermeintlich selbstbestimmten Errungenschaft einer liberalen Abtreibungsgesetzgebung liegt und welch einen Segen die ernten, die sich gegen die T\u00f6tung und f\u00fcr das Leben ihres Kindes entscheiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prediger Johann Hesse, Mai 2012<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Aufbruch &#8211; Informationen des Gemeindehilfsbundes, Ausgabe 1\/2012. Der Aufbruch kann \u00fcber die Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode (info@gemeindehilfsbund) bezogen werden. Die aktuelle Ausgabe lassen wir Ihnen gerne als Probeheft kostenlos zukommen.\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Martina Kempf, Frauenfeindlich \u2013 Wie Frauen zur Ungeborenent\u00f6tung gedr\u00e4ngt werden, Gerhard Hess Verlag, Bad Schussenried, 1. 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