{"id":7963,"date":"2012-05-24T10:19:33","date_gmt":"2012-05-24T08:19:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=7963"},"modified":"2012-05-24T13:28:59","modified_gmt":"2012-05-24T11:28:59","slug":"die-theologische-stellungnahme-karl-barths-zur-frage-der-homosexualitat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=7963","title":{"rendered":"Die theologische Stellungnahme Karl Barths zur Frage der Homosexualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die theologische Stellungnahme Karl Barths zur Frage der Homosexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Manchem scheint es unbekannt zu sein, dass sich der Schweizer Theologe Karl Barth in seinem monumentalen Werk, der Kirchlichen Dogmatik, in pointierter Weise um eine biblisch-theologische Reflexion des Geheimnisses der Geschlechter und ihres Verh\u00e4ltnisses zueinander verdient gemacht hat. Im Rahmen seiner tiefgehenden und bis heute bedenkenswerten Ausf\u00fchrungen geht er auch auf das Thema Homosexualit\u00e4t ein. Seine Stimme verdient auf der Suche nach einer in dieser Frage &#8222;kirchlichen Entscheidung in theologischer Verantwortung&#8220; (Reinhard Slenczka) unbedingt Geh\u00f6r. Der folgende kurze Auszug aus der entsprechenden Passage in der Kirchlichen Dogmatik mag als ein erster Einstieg in die differenzierten und ausf\u00fchrlichen Darlegungen Barths dienen.<!--more--><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Im Gehorsam gegen Gottes Gebot gibt es kein in sich abgeschlossenes, sich selber gen\u00fcgendes M\u00e4nnerleben und so auch kein in sich abgeschlossenes, sich selber gen\u00fcgendes Frauenleben. Im Gehorsam gegen Gottes Gebot lebt der Mann in der Zuordnung, der Zugeh\u00f6rigkeit, der Zuwendung zur Frau und so die Frau in der Zuordnung, Zugeh\u00f6rigkeit und Zuwendung zum Manne. Wir stellen, was hier zu sagen ist, unter das schon angef\u00fchrte Wort 1.Kor. 11, 11: Im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau.\u00bb Das gilt auch von Mann und Frau in der Ehe, aber nicht nur von ihnen. &#8230;.. Der Ort selbst, an den wir uns als an den eigenartigen und verschiedenen Ort der beiden Geschlechter weisen lie\u00dfen, ist f\u00fcr jeden Mann und f\u00fcr jede Frau innerhalb wie au\u00dferhalb der Ehe ein nach der gegen\u00fcberliegenden Seite offener Ort. Man kann ihn nicht beziehen, man kann also gerade jener Treueforderung nicht nachkommen, ohne eben damit als Mann der Frau, als Frau des Mannes gewahr zu werden und zu bleiben. Und da\u00df er nach der gegen\u00fcberliegenden Seite offen ist, das ist nicht nur eine zuf\u00e4llige Eigenschaft dieses Ortes, die ihm vielleicht auch fehlen k\u00f6nnte, das macht vielmehr gerade sein Wesen aus. M\u00f6gen alle Bestimmungen m\u00e4nnlichen und weiblichen Wesens zweifelhaft und anfechtbar sein &#8211; diese h\u00e4lt stand, diese l\u00e4\u00dft sich ja auch sofort in einen Imperativ verwandeln und also ernst nehmen: der Mann ist zur Frau, die Frau ist zum Manne hin, sie sind einander gegenseitig Horizont und konkrete Orientierung &#8211; wie sie denn auch beide voneinander her, sich gegenseitig Mitte und Ursprung sind. Und eben diese Ausrichtung auf das Andere macht ihrer Beider Wesen aus. Je in ihrer Beziehung zur Gegenseite sind Mann und Frau, was sie f\u00fcr sich sind. Man mu\u00df hier nur klar sehen: Beziehung hei\u00dft ja nicht \u00dcbergang, nicht Preisgabe ans Andere, nicht Verleugnung des Eigenen, nicht offene und nicht geheime Vertauschung mit dem Gegen\u00fcber. Gerade Beziehung hei\u00dft vielmehr: fester Stand in diesem Gegen\u00fcber und also auch im Eigenen, aber eben in diesem Eigenen, sofern es nicht ein in sich Zusammengerolltes, sondern ein Ausgerichtetes, kein Verschlossenes, sondern ein Offenes, nicht konzentrisch, sondern exzentrisch ist. Beziehung zur Frau in diesem Sinn macht den Mann zum Mann; Beziehung zum Mann in diesem Sinn macht die Frau zur Frau. Erwachen zum Geschlecht, geschlechtlich reif und aktiv, seinem Geschlecht treu sein, hei\u00dft f\u00fcr ihn wie f\u00fcr sie: Erwachen zu dieser Beziehung, reif sein f\u00fcr sie und aktiv in ihr, ihr treu bleiben. &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht hier um Kern und Stern unserer ganzen Untersuchung und Darstellung der \u00abFreiheit in der Gemeinschaft\u00bb \u00fcberhaupt und der so exemplarischen Freiheit in der Gemeinschaft von Mann und Frau im Besonderen. Da\u00df nach Gal. 3, 28 in Christus Jesus weder Mann noch Frau sind, das hei\u00dft aber, da\u00df sie in ihm wie Jude und Hellene, wie Freier und Sklave Einer, auf einem Fu\u00dfe, gleich und gleich sind, das ist es, was hier zur Geltung und zu Ehren kommen mu\u00df. Da\u00df sie in ihm Einer, auf einem Fu\u00dfe, gleich und gleich sind, das hei\u00dft aber: sie sind gerade, was sie f\u00fcr sich sind, indem sie sich gegenseitig zugeordnet, zugeh\u00f6rig, zugewendet sind. Wie der Jude im Herrn nur darin, aber gerade darin Jude ist, da\u00df er dem Hellenen und der Hellene ihm gegen\u00fcbersteht &#8211; wie der Freie im Herrn nur darin, aber gerade darin Freier ist, da\u00df ihm der Sklave und er selbst dem Sklaven zugesellt ist, so ist auch der Mann im Herrn nur darin, aber gerade darin Mann, da\u00df er mit der Frau, die Frau nur darin, aber gerade darin Frau, da\u00df sie mit dem Manne ist. Im Herrn sind sie Einer, das h\u00e4lt sie zusammen. Das erlaubt und gebietet ihnen, miteinander zu sein. Und gerade das begr\u00fcndet auch ihre Eigenart und Verschiedenheit. Diese wurzelt darin, es haben Mann und Frau je ihr besonderes Wesen darin, da\u00df sie darauf angewiesen sind, in Gemeinschaft zu sein. Weil ihre Freiheit die ist, die sie von Gott, vor Gott, f\u00fcr Gott haben, darum kann sie nur in ihrer Gemeinschaft untereinander Gestalt haben, kann ihre Menschlichkeit konkret nur darin bestehen, da\u00df sie mitmenschlich existieren: der Mann mit der Frau, die Frau mit dem Manne. Alles M\u00e4nnerrecht und alles Frauenrecht steht und f\u00e4llt mit dem Beachten und Innehalten dieser Regel, wie denn auch alles M\u00e4nnerunrecht, aber auch alles Frauenunrecht in deren Durchbrechung besteht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Regel ist, von dieser Seite gesehen, das Gebot Gottes. Von ihrer Beachtung und Innehaltung kann im Gehorsam gegen Gottes Gebot niemand sich f\u00fcr dispensiert halten. Es ist klar, da\u00df wir es in ihr auch mit dem Grundgesetz der Liebe und der Ehe zu tun haben, sofern sie auch und im Besonderen die Regel des Seins und Verhaltens eines bestimmten Mannes im Verh\u00e4ltnis zu seiner, einer bestimmten Frau, sein mu\u00df und umgekehrt. Aber die Frau ist die Partnerin auch des ledigen Mannes nicht in Gestalt der Frau im allgemeinen, nicht in Gestalt einer Idee der Frau, gerade nicht als Maria, sondern je die konkrete, bestimmte Gestalt der so oder so auch ihm begegnenden Frau. Sie begegnet ja tats\u00e4chlich auch ihm, ist in irgendeiner N\u00e4he oder Ferne in mannigfachster Gestalt un\u00fcbersehbar auch f\u00fcr ihn da, auch wenn sie als Liebes- und Ehegef\u00e4hrtin f\u00fcr ihn nun eben nicht in Frage kommt. Frau ist sie auch f\u00fcr ihn, auch als Mutter, Schwester, Bekannte, Freundin, Arbeitsgef\u00e4hrtin, wie sie ja auch f\u00fcr den durch Liebe und Ehe schon gebundenen Mann in allen diesen und anderen Gestalten auch &#8211; und immer gerade als Frau &#8211; auch da ist. Und so ist der Mann zweifellos der Partner auch der ledigen Frau: nicht (hoffentlich gerade nicht!) als Inbegriff, als m\u00e4nnliche Idealgestalt, nicht als \u00abhimmlischer Br\u00e4utigam\u00bb und dergleichen, sondern der wirkliche Mann, wie er in konkreten bestimmten Gestalten, nicht als Liebes- und Ehegef\u00e4hrte, aber in Verwandtschaft, Bekanntschaft, Freundschaft und Beruf durchaus als Mann auch ihr begegnet, genau so, wie er \u00fcbrigens auch der speziell und individuell gebundenen Frau best\u00e4ndig begegnet. Da\u00df der Mann mit der Frau, die Frau mit dem Manne ist und auch sein soll, das gilt auf dem ganzen in Frage stehenden Felde, und die erste und grundlegende Formulierung des Gebotes, das hier in Geltung steht, d\u00fcrfte also in dieser Hinsicht dahin lauten: da\u00df sich doch, ob sie in Liebe und Ehe, oder ob sie ohne diese Bindung ihren Weg gehen, jede Frau und jeder Mann dazu verpflichtet wisse, bewu\u00dft und willig in dieser Beziehung zu leben, ihr Sein nicht abstrakt als das ihrige, sondern als Mitsein zu verstehen und als solches zu gestalten. Wogegen offenbar Alles, was in der Richtung der m\u00e4nnlichen oder weiblichen Einsiedelei oder auch des (religi\u00f6sen oder s\u00e4kularen) M\u00e4nner- oder Frauenordens oder gar -klosters, alles, was in der Richtung eines m\u00e4nnlichen oder weiblichen F\u00fcr sich- und Untersichseins geht &#8211; wenn es nicht ein als solcher bewusster und vor\u00fcbergehender Notbehelf, wenn es irgendwie prinzipiell gemeint ist &#8211; nur klarer Ungehorsam sein kann. Die M\u00e4nnergemeinschaft etwa einer Kompagnie Soldaten in hohen Ehren! Aber weder der Mann noch die Frau k\u00f6nnen als solche im Ernst \u00abf\u00fcr sich\u00bb, weder die M\u00e4nner noch die Frauen k\u00f6nnen im Ernst (in der Sprache einer vergangenen Zeit gesagt: als \u00abKlub\u00bb oder als \u00abKr\u00e4nzchen\u00bb) \u00abunter sich\u00bb sein wollen. Wer gebietet, wer erlaubt ihnen, voreinander davonzulaufen? Da\u00df das nicht geht, zeigt sich symptomatisch darin, da\u00df die Sache -jedes k\u00fcnstlich herbeigef\u00fchrte oder festgehaltene Sondersein der Geschlechter als solcher &#8211; gew\u00f6hnlich rasch und sicher muffig und obskurantisch &#8211; bei den M\u00e4nnern barbarisch und bei den Frauen prezi\u00f6s, bei beiden mehr oder weniger unmenschlich zu werden pflegt. Man wird gut tun, sich schon bei den ersten Schritten in dieser Richtung wohl in acht zu nehmen. Schon die ersten Schritte in dieser Richtung k\u00f6nnen n\u00e4mlich Symptome der Krankheit der so genannten Homosexualit\u00e4t sein. Sie ist diejenige &#8211; physische, psychische, soziale &#8211; Krankheit, die Erscheinung der Perversion, der Dekadenz, des Zerfalls, die da eintreten kann, wo der Mensch die Geltung des g\u00f6ttlichen Gebotes gerade in dem von uns hier im Besonderen ins Auge gefa\u00dften Sinn durchaus nicht wahrhaben will. Paulus hat sie R\u00f6m. 1 in Verbindung gebracht mit der Abg\u00f6tterei, der Vertauschung der Wahrheit Gottes mit der L\u00fcge, der Anbetung und Verehrung des Gesch\u00f6pfs an Stelle des Sch\u00f6pfers (v25). \u00abDeshalb gab sie Gott dahin in sch\u00e4ndliche Leidenschaften; ihre Frauen vertauschten n\u00e4mlich den nat\u00fcrlichen Verkehr mit dem widernat\u00fcrlichen; ebenso verlie\u00dfen auch die M\u00e4nner den nat\u00fcrlichen Verkehr mit der Frau zugunsten einer Brunst untereinander &#8211; M\u00e4nner mit M\u00e4nnern, Schande treibend &#8211; und empfingen in sich selbst den verdienten Lohn ihrer Verirrung\u00bb (v 26-27). Homosexualit\u00e4t ist eine letzte Konsequenz. Aus der Verkennung Gottes folgt die Verkennung des Menschen, folgt jene \u00abHumanit\u00e4t ohne den Mitmenschen\u00bb (KD III, 2 S. 274 ff.), folgt &#8211; da Humanit\u00e4t als Mitmenschlichkeit in ihrer Wurzel als Mitsein des Mannes und der Frau zu verstehen und zu gestalten w\u00e4re &#8211; als Wurzel solcher Inhumanit\u00e4t das Ideal einer frauenfreien M\u00e4nnlichkeit und einer m\u00e4nnerfreien Weiblichkeit, folgt endlich (weil die Natur &#8211; nein, der Sch\u00f6pfer der Natur nicht mit sich spa\u00dfen l\u00e4\u00dft, weil der verschm\u00e4hte Mitmensch nun doch da ist, weil auch die nat\u00fcrliche Ausrichtung auf ihn faktisch besteht und durchh\u00e4lt) die korrupte geistige und schlie\u00dflich auch die korrupte physische Lust, in der &#8211; in einer Geschlechtsbeziehung, die keine ist, noch sein kann &#8211; der Mann im Manne, die Frau in der Frau so etwas wie den verschm\u00e4hten Partner nun dennoch suchen zu m\u00fcssen und finden zu k\u00f6nnen meint. Gewi\u00df dann in flagrantem Widerspruch gegen Gottes Gebot! Aber es h\u00e4tte keinen Sinn, den Menschen erst angesichts dieser letzten Konsequenz mit Gottes Gebot konfrontiert zu sehen, den menschlichen Ungehorsam erst da als solchen namhaft zu machen, wo jene Krankheit offen ausbricht, wo es endlich und zuletzt zu jenen widernat\u00fcrlichen Vergehungen kommt. Nat\u00fcrlich steht Gottes Gebot auch diesen Vergehungen entgegen. Aber das ist fast zu selbstverst\u00e4ndlich, als da\u00df es ausdr\u00fccklich festgestellt werden m\u00fc\u00dfte. Hoffentlich im Wissen um Gottes Gebot, aber auch um seine s\u00fcndenvergebende Gnade werden hier der Arzt, der psychotherapeutisch geschulte Seelsorger und &#8211; zum Schutz gef\u00e4hrdeter Jugend &#8211; auch der Gesetzgeber und Richter ihr Bestes tun m\u00fcssen. Das entscheidende Wort der christlichen Ethik aber mu\u00df in der Warnung vor dem Betreten des ganzen Weges bestehen, der dann in konkreter Homosexualit\u00e4t sein bitteres Ende finden kann. Er kann bekanntlich in seinen Anf\u00e4ngen von einem Glanz besonderer Sch\u00f6nheit und differenzierter Geistigkeit, ja von einem Duft von Heiligkeit umgeben sein. Es waren oft nicht die Schlechtesten, die ihn als eine Art von wunderbarer Esoterik pers\u00f6nlicher Lebensf\u00fchrung entdeckt und irgend ein St\u00fcck weit begangen haben. Und die Krankheit pflegte und pflegt auch nicht immer &#8211; und wenn sie es tut, nicht immer in h\u00e4\u00dflichen oder gar strafbaren Formen &#8211; zum Ausbruch zu kommen. Die Angst vor dem Letzten kann hier so wenig sch\u00fctzen und seine Verurteilung kann hier so wenig Halt gebieten wie der Gedanke an allerlei peinliche Folgen jemals einen Menschen von den Wegen der Hurerei zur\u00fcckgehalten hat. Sondern gerade in jenen lichten Anfang mu\u00df die Erkenntnis und die Einsch\u00e4rfung des g\u00f6ttlichen Gebotes hineinsto\u00dfen. Dort findet die eigentliche Perversion statt, dort die urspr\u00fcngliche Dekadenz und der wahre Zerfall, wo der Mensch den Menschen des anderen Geschlechts, das hei\u00dft aber die Urgestalt des Mitmenschen nicht mehr sehen, sich nicht mehr durch ihn gefragt wissen, sich ihm gegen\u00fcber nicht mehr verantworten, sondern f\u00fcr sich selbst &#8211; als souver\u00e4ner Mann oder als souver\u00e4ne Frau &#8211; Mensch sein, seiner selbst froh sein, sich selbst genie\u00dfen und gen\u00fcgen will. Eben der wunderbaren Esoterik jener beata solitudo stellt sich das Gebot Gottes entgegen. Eben dort hat der Mann, hat die Frau (vermeintlich in der Entdeckung des echt Menschlichen begriffen) sich offenbar das Bild eines falschen Gottes gemacht und sich in dessen Dienst begeben. Hier also mu\u00df bei einem Jeden f\u00fcr sich selbst und dann auch im Verh\u00e4ltnis zu den Anderen das Erschrecken einsetzen, die Besinnung und Aufkl\u00e4rung, der Protest, die Warnung, die Umkehr. Das Gebot Gottes deckt ihm &#8211; in hellem Widerspruch zu seinen eigenen Entdeckungen &#8211; unweigerlich auf, da\u00df er als Mann gerade nur mit der Frau, als Frau gerade nur mit dem Mann zusammen echt Mensch sein kann. In dem Ma\u00df, als er sich diese Aufdeckung gefallen l\u00e4\u00dft, wird die feine und die grobe Homosexualit\u00e4t bei ihm keinen Raum haben k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>(In Ausz\u00fcgen zitiert aus Karl Barth, Kirchliche Dogmatik III, 4, S. 181-183, <a href=\"http:\/\/www.tvz-verlag.ch\/\">TVZ<\/a>, Z\u00fcrich 1969, \u00a754 Freiheit in der Gemeinschaft, 1. Mann und Frau)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Mit freundlicher Genehmigung des Verlages.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die theologische Stellungnahme Karl Barths zur Frage der Homosexualit\u00e4t Manchem scheint es unbekannt zu sein, dass sich der Schweizer Theologe Karl Barth in seinem monumentalen Werk, der Kirchlichen Dogmatik, in pointierter Weise um eine biblisch-theologische Reflexion des Geheimnisses der Geschlechter und ihres Verh\u00e4ltnisses zueinander verdient gemacht hat. 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