{"id":7375,"date":"2011-12-08T13:55:42","date_gmt":"2011-12-08T11:55:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=7375"},"modified":"2011-12-08T13:55:42","modified_gmt":"2011-12-08T11:55:42","slug":"embryonenschutz-ade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=7375","title":{"rendered":"Embryonenschutz Ade!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Embryonenschutz Ade!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das PID-Zulassungsgesetz (Pr\u00e4impG) tritt am 8. Dezember in Kraft, obwohl Verordnung und lizensierte Zentren noch nicht bestehen. Damit wird der bisherige Embryonenschutz in Deutschland ausgehebelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bundesvorsitzenden der Christdemokraten f\u00fcr das Leben (CDL), Mechthild L\u00f6hr, erkl\u00e4rt in einer Stellungnahme:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer Embryonenschutz in Deutschland besteht jetzt eigentlich nur noch auf dem Papier. Denn morgen tritt das vom Bundespr\u00e4sidenten Wulff, Kanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Bahr unterzeichnete neue Gesetz zur Regelung der Pr\u00e4implantationsdiagnostik in Kraft, nachdem auch seitens der Vertretungen der Bundesl\u00e4nder keinerlei Einspruch erfolgt ist.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl in den Bundestagsdebatten die Zulassung der PID zur angeblich wichtigsten ethischen Frage dieser Legislaturperiode erkl\u00e4rt wurde, wird die PID nun merkw\u00fcrdig still und unkommentiert von zahlreichen Seiten im Tagesgesch\u00e4ft Wirklichkeit. Dies ist umso erstaunlicher, als es hier um eine zentrale Frage der Menschenw\u00fcrde und des Grundrechts auf Leben handelt und zudem wesentliche Bestandteile der konkreten Umsetzung nach wie vor v\u00f6llig ungekl\u00e4rt und h\u00f6chst problematisch sind. Insbesondere betrifft dies die Grenzen der Zulassung der Selektion, und die ebenfalls notwendige Verordnung sowie die noch nicht bestehenden lizensierten Zentren und Ethikkommissionen. Dennoch sind \u00fcberraschenderweise bereits die ersten \u201cPID- gepr\u00fcften\u201c Schwangerschaften gemeldet und in den Laborzentren \u00fcben \u00c4rzte schon in der Praxis die Durchf\u00fchrung der PID. Zuk\u00fcnftig \u00fcberl\u00e4sst es der Gesetzgeber neu gebildeten, interdisziplin\u00e4ren Ethikkommissionen, nach welchen Kriterien sie den anfragenden Eltern eine PID im Einzelfall genehmigen oder ablehnen. Obwohl es hier um das Grundrecht auf Leben geht, wissen derzeit auch die behandelnden Gyn\u00e4kologen nicht, wann sie zuk\u00fcnftig einer Patientin PID anbieten d\u00fcrfen und wann nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bewusst wollte der Gesetzgeber auf einen diskriminierenden Katalog von Krankheitsindikatoren verzichten, nimmt damit aber jetzt Beliebigkeit, ja sogar Willk\u00fcr in den Ethikkommissionen in Kauf. Welches Leben wird zuk\u00fcnftig als noch lebensw\u00fcrdig eingestuft und welches nicht mehr? Angesichts des aktuellen, brisanten Urteils des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes am 18. Oktober wurde dagegen auf EU-Ebene erfreulicherweise klargestellt, dass bereits am Beginn der Existenz jeder Embryo \u00fcber Menschenw\u00fcrde verf\u00fcgt, die zu achten ist. So schreibt es bisher auch das deutsche Embryonenschutzgesetz vor, das nun durch die Regelungen des PID-Gesetzes generell unterlaufen wird. Ob dies vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof Bestand hat, wird allerdings zu pr\u00fcfen sein. Denn sehr schnell werden jetzt in den bundesweit zahlreichen Reproduktionskliniken professionelle und kommerzielle Strukturen entwickelt, die zus\u00e4tzlich zur ohnehin erlaubten Sp\u00e4tabtreibung dazu beitragen, das nur noch m\u00f6glichst gesunden Kindern das Recht auf Leben zugestanden wird. Immer offener tritt dann zu Tage, da\u00df die Anwendung der PID nicht etwa Ausdruck von Mitleid und M\u00fcndigkeit ist, sondern die wachsende Erbarmungslosigkeit und Intoleranz gegen\u00fcben Ungeboren, die Krankheitsrisiken tragen. Wenn jetzt eine junge Mutter die Geburtsklinik mit einem (schwer-)behinderten Kind verl\u00e4sst, wird sie noch h\u00e4ufiger als bisher diskriminierend gefragt werden, ob so ein Kind denn nicht zu verhindern gewesen w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>CDL, 7.12.2011 (<a href=\"http:\/\/www.cdl-online.de\">www.cdl-online.de<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><em>CDL &#8211; Christdemokraten f\u00fcr das Leben &#8211; Bundesgesch\u00e4ftsstelle<\/em><br \/>\n<em>Schlesienstra\u00dfe 20<\/em><br \/>\n<em>48167 M\u00fcnster &#8211; Angelmodde<\/em><br \/>\n<em>E-Mail: <a href=\"mailto:info@cdl-online.de\">info@cdl-online.de<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Embryonenschutz Ade! Das PID-Zulassungsgesetz (Pr\u00e4impG) tritt am 8. Dezember in Kraft, obwohl Verordnung und lizensierte Zentren noch nicht bestehen. Damit wird der bisherige Embryonenschutz in Deutschland ausgehebelt. 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