{"id":7136,"date":"2011-10-07T11:15:20","date_gmt":"2011-10-07T09:15:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=7136"},"modified":"2011-10-07T11:21:11","modified_gmt":"2011-10-07T09:21:11","slug":"gottes-wort-zur-geschlechtlichen-identitat-von-mann-und-frau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=7136","title":{"rendered":"Gottes Wort zur geschlechtlichen Identit\u00e4t von Mann und Frau"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gottes Wort zur geschlechtlichen Identit\u00e4t von Mann und Frau<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Die gendergerechte Transformation von Gesellschaft und Kirche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einflussreiche gesellschaftliche Kr\u00e4fte versuchen heute, das tief in der Sch\u00f6pfung verankerte und von der biblischen Offenbarung bezeugte Verst\u00e4ndnis vom Mannsein und Frausein und vom durch die Ehe geordneten Miteinander von Mann und Frau zu \u00fcberwinden und zu zerst\u00f6ren. Simone de Beauvoir hat den Satz gepr\u00e4gt: \u201eMan wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht.\u201c Weibliche Identit\u00e4t und m\u00e4nnliche Identit\u00e4t gelten heute als gesellschaftliche Konstrukte, die aufgebrochen und neu konstruiert werden m\u00fcssen. Weil man das bipolare, also zweigeschlechtliche, Geschlechtermodell f\u00fcr die Keimzelle gesellschaftlicher Unterdr\u00fcckungsmechanismen h\u00e4lt, will man die Zweipoligkeit \u00fcberwinden. Gender \u2013 Mainstreaming will in letzter Konsequenz die \u00dcberwindung der Ehe von Mann und Frau. Stattdessen sollen hetero-, bi-, homo-, oder transsexuelle Lebensentw\u00fcrfe gleichwertig und gleichg\u00fcltig nebeneinanderstehen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz auf dieser Linie der gendergerechten Transformation der Gesellschaft liegt die Entscheidung der EKD-Synode im November 2010, die evangelischen Pfarrh\u00e4user grunds\u00e4tzlich f\u00fcr Amtstr\u00e4ger in gleichgeschlechtlichen \u201eEingetragenen Lebenspartnerschaften\u201c zu \u00f6ffnen. Auch in der evangelischen Kirche soll heute die Ehe von Mann und Frau nur noch eine m\u00f6gliche Lebensform unter vielen verschiedenen Varianten sein. Man ist offenbar zu der \u00dcberzeugung gelangt, dass das einseitige Festhalten an der Ehe von Mann und Frau andere Lebensformen diskriminiert. Die Kirche soll zu einem diskriminierungsfreien Raum werden, indem andere Lebensformen, andere sexuelle Identit\u00e4ten und Orientierungen, ihren gleichberechtigten Platz neben der Ehe finden.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Der Mensch als Gottes Sch\u00f6pfungswerk <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn: und schuf sie als Mann und Frau\u201c (1Mose 1,27). Die Heilige Schrift offenbart, dass Gott der Urheber des gesamten Universums ist. Das Sch\u00f6pfungswerk Gottes wird am sechsten Tag durch die Erschaffung von Mann und Frau abgeschlossen. Der Sch\u00f6pfungsbericht der Bibel weist uns also in der Frage unserer Herkunft und unserer Identit\u00e4t \u00fcber uns hinaus auf einen allm\u00e4chtigen Sch\u00f6pfer. Wir stehen vor der Aufgabe, zu fragen und zu entdecken, was der Sch\u00f6pfer \u00fcber unsere Identit\u00e4t offenbart hat. Antworten auf die Fragen nach der Identit\u00e4t von Mann und Frau finden wir einerseits in Gottes Sch\u00f6pfungswerk dem Menschen selbst (R\u00f6 1,20), andererseits und umfassender in der schriftlichen Offenbarung Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Die Ebenbildlichkeit von Mann und Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGott schuf den Menschen zu seinem Bilde (zelem), zum Bilde Gottes schuf er ihn: und schuf sie als Mann (zakar) und Frau (nekeba)\u201c (1Mose 1,27). Gott erschuf den Menschen zu seinem Bild. Hier finden wir eine erste Aussage zur Identit\u00e4t von Mann und Frau. Beide haben in gewisser Weise eine vorgegebene Gleichheit mit dem Sch\u00f6pfer selbst. Sie finden ihre eigentliche Identit\u00e4t in dem Gott nach dessen Bilde sie gemacht sind. Weil sie beide im Bilde Gottes geschaffen sind, haben sie auch beide den gleichen Wert und die gleiche W\u00fcrde. Das christliche Menschenbild kennt keine Wert- oder W\u00fcrde Abstufung zwischen Mann und Frau.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott l\u00e4sst sich durch die Erschaffung des Menschen abbilden. Doch beachten wir, dass Gott sich nicht allein im Mann oder nur allein in der Frau abbilden l\u00e4sst. Gott wollte sich in Mann und Frau abbilden lassen. Gottes Ebenbild begegnet uns gerade in beiden Geschlechtern, die aufeinander bezogen und miteinander Gottes Ebenbilder auf dieser Erde sind. Das Hauptsein Gottes finden wir wieder im Hauptsein des Mannes und das Hilfesein Gottes finden wir wieder im Hilfesein der Frau. Beide zusammen sind Teilst\u00fccke eines Bildes, das den Betrachter auf Gott weist. <strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott will seine Ebenbildlichkeit gerade in der Verbindung von Mann und Frau widergespiegelt sehen. Der Versuch, gleichgeschlechtliche Beziehungen in den Rang der Ehe zu erheben, ist ein Angriff auf den Willen und das Abbild des Sch\u00f6pfers in seiner Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Die Geschlechtlichkeit von Mann und Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.1 Der Mann<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend wir im ersten Kapitel des Sch\u00f6pfungsberichtes die Erschaffung des Menschen aus der Ferne betrachten, wird die Erschaffung von Mann und Frau im zweiten Kapitel intensiver fokussiert. Hier wird uns vor Augen gef\u00fchrt, dass Adam zuerst gemacht wurde und es wird uns gezeigt woraus er gemacht wurde. Beides ist nicht ohne Bedeutung: \u201eDa machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem in die Nase\u201c (1Mose 2,7). Paulus wird sp\u00e4ter argumentieren, dass der Mann in Familie und Gemeinde die Hauptverantwortung zu \u00fcbernehmen habe, weil Adam zuerst gemacht wurde (1Tim 2,13). Dem Mann, weil er vor der Frau gemacht wurde, wird eine besondere F\u00fchrungsverantwortung auferlegt. Eine Verantwortung, die ihm als Mann aufgetragen ist und f\u00fcr die er sich vor Gott verantworten muss. Unmittelbar vor der Beschreibung der Erschaffung Adams lesen wir, dass \u201ekein Mensch da war, der das Land bebaute\u201c (1Mose 2,5). Im Anschluss daran wird dann berichtet, dass Gott Adam aus dem Ackerboden erschuf. Seine Herkunft \u2013 vom Ackerboden \u2013 weist zugleich auf seine irdische Bestimmung hin. Gott wollte, dass der Mann das Land bebaute. Dementsprechend ist der m\u00e4nnliche K\u00f6rper eher dazu geeignet, den Ackerboden zu bebauen. Gott hat dem Mann sowohl k\u00f6rperliche als auch intellektuelle Gaben mitgegeben, die in besonderer Weise dazu bef\u00e4higen, den Acker zu bebauen, die Familie zu versorgen und gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Es geht hier nicht um ausschlie\u00dfliche Begabungen, sondern um besondere St\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2 Die Einsamkeit des Mannes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun wird uns im zweiten Kapitel hinsichtlich des Mannes noch eine weitere wichtige Information mitgeteilt: \u201eEs ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die um ihn sei\u201c (1Mose 2,18). Gott beurteilt das Alleinsein des Mannes als \u201enicht gut\u201c. Gott hebt die Einsamkeit des Mannes auf durch die Erschaffung der Frau und er f\u00fchrt die Frau dem Mann zu. Als Adam Eva sieht, ruft er aus: \u201eDas ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch, man wird sie M\u00e4nnin nennen, weil sie vom Manne genommen ist\u201c (1Mose 2,23). Gott hat in den Mann eine Sehnsucht einprogrammiert. Eine Sehnsucht, die in der Begegnung mit der Frau gestillt wird. Die Einsamkeit des Mannes wird von Gott durch die Erschaffung der Frau beantwortet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir wollen an dieser Stelle ganz klar festhalten. Gott f\u00fchrt Adam keinen Mann zu, sondern seine Frau. Gott will die Einsamkeit des Mannes durch die Erschaffung der Frau \u00fcberwinden und nur in der Begegnung mit seiner Frau soll seine Sehnsucht nach Zweisamkeit gestillt werden. Die homosexuelle Orientierung des Mannes kann nach Ma\u00dfgabe des biblischen Wortes keine Sch\u00f6pfungsvariante sein, da der Sch\u00f6pfer eine solche Variante in seinem guten Sch\u00f6pfungsplan nicht vorgesehen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.3 Die Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erschaffung (w\u00f6rtl: Gestaltung) Evas unterschied sich sehr grundlegend von der Adams: \u201eDa lie\u00df Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch. Und Gott der Herr gestaltete eine Frau aus der Rippe, die er von dem Menschen nahm, und brachte sie zu ihm\u201c (1Mose 2,21-22). W\u00e4hrend Adam aus dem Ackerboden erschaffen wurde, gestaltete Gott Eva aus der Seite des Mannes heraus. W\u00e4hrend der Mann entsprechend seiner Herkunft auf die Kultivierung der Umwelt hin angelegt war, wurde Eva entsprechend ihrer Herkunft so ausgestattet, dass sie in idealer Weise eine Erg\u00e4nzung des Mannes war. W\u00e4hrend Adam seine Bestimmung darin findet, die Umwelt zu kultivieren, findet Eva ihre Bestimmung darin, den Mann zu erg\u00e4nzen und ihm in seiner Bestimmung und Beauftragung konstruktiv-kritische Hilfe zu sein. Der Mann ist prim\u00e4r auf die Umwelt hin, die Frau prim\u00e4r auf den Mann und die Familie hin angelegt. Ihr K\u00f6rperbau ist feiner, weicher und filigraner gestaltet. Sie entscheidet intuitiv richtig und hat eine alltagstaugliche praktische Vernunft. Sie allein hat die Gabe, Mutter zu werden, Kinder zu geb\u00e4ren und mit gro\u00dfer Liebe und Opferbereitschaft, Kinder ins Leben zu begleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Die Einheit von Mann und Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Unterschied zwischen Mann und Frau durchzieht alle Bereiche der menschlichen Existenz. Angefangen bei dem \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild reichen die Unterschiede zwischen Mann und Frau bis tief hinein in die psychologische, hormonelle oder genetische Grundstruktur. Diese beiden so v\u00f6llig grundverschiedenen Menschen sollen sich nun gerade in ihrer Unterschiedlichkeit gegenseitig erg\u00e4nzen und gemeinsam vor Gott und als sein Ebenbild eine Einheit sein. Gott f\u00fchrt Eva zu Adam. Sie geh\u00f6ren zusammen. Der Sch\u00f6pfungsbericht sagt: \u201eDarum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen und sie werden sein ein Fleisch\u201c (1Mose 2,24). Beide sind aus einem Fleisch gemacht und sollen wieder zu einem Fleisch werden. Beide sollen eine Liebes- und Lebenseinheit bilden. Der Mann h\u00e4ngt (w\u00f6rtlich: klebt) an der Frau, womit ein dauerhaftes und verbindliches Miteinander ausgedr\u00fcckt ist. Eine dauerhafte Verbindung, die nicht aufl\u00f6sbar ist und wie wir aus dem Munde des Herrn wissen auch nie zur Aufl\u00f6sung kommen sollte (Mt 19,6). Die geschlechtliche Verbindung von Mann und Frau hat ihren besch\u00fctzten Platz in der Geborgenheit einer auf Dauer angelegten Liebes- und Lebenseinheit.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mann muss in seiner defizit\u00e4ren Einsamkeit gerade durch das andersartige Gegen\u00fcber erg\u00e4nzt werden. Aus diesem Grunde kann auch die Vorstellung einer homosexuellen Partnerschaft nicht \u00fcberzeugen. Die Erg\u00e4nzungsbed\u00fcrftigkeit des Mannes wird eben gerade nicht durch ein ebenfalls auf gleiche Weise erg\u00e4nzungsbed\u00fcrftiges m\u00e4nnliches Gegen\u00fcber \u00fcberwunden. Sie kann nur durch eine Frau \u00fcberwunden werden. Der Mensch wird in einer homosexuellen Partnerschaft nie wahre Erf\u00fcllung finden, da er im Grunde einsam bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Die Fruchtbarkeit von Mann und Frau<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott beschenkt Mann und Frau mit der Gabe der Sexualit\u00e4t und der Fruchtbarkeit. Ganz offensichtlich ist die Gabe der Fruchtbarkeit in das Zueinander von Mann und Frau eingebettet. Gott segnete den Mann und die Frau und beauftragte sie: \u201eSeid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde und machet sie euch untertan \u2026\u201c (1Mose 1,28). Mann und Frau haben die Gabe der Sexualit\u00e4t je anders von Gott erhalten. Es liegt im Wesen der Sexualit\u00e4t, dass sie auf das Miteinander mit einem andersgeschlechtlichen Gegen\u00fcber hin angelegt ist. Das wird bereits \u00e4u\u00dferlich daran sichtbar, dass das m\u00e4nnliche Glied so gestaltet ist, dass die Frau es in sich aufnehmen kann. Erst in der Folge der geschlechtlichen Vereinigung von Mann und Frau kann die Frau ein Kind empfangen, austragen und zur Welt bringen. Auch wenn der homosexuelle Geschlechtsakt zwar anatomisch m\u00f6glich ist und auch zu Lustgewinn f\u00fchren mag, so liegt es doch auf der Hand, dass die betroffenen K\u00f6rperteile dazu nicht eigentlich bestimmt sind. Ebenso offensichtlich ist, dass aus einer solchen homosexuellen Beziehung kein neues Leben entstehen kann. Die Absicht des Sch\u00f6pfers die Gabe der Sexualit\u00e4t mit der Gabe der Fruchtbarkeit zu verbinden wird ad absurdum gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>7. Der Segen Gottes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unmittelbar im Anschluss an die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau segnete Gott den Menschen mit dem ersten und wichtigsten Segen, den die Heilige Schrift uns \u00fcbermittelt: \u201eUnd Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und f\u00fcllet die Erde und macht sie euch untertan\u201c (1Mose 1,28). Gott legt seinen Segen auf das von ihm erschaffene erste Menschenpaar, die als sein Ebenbild und als Mann und Frau vor ihm stehen. Als Mann und Frau empfangen sie den Segen Gottes und in diesem Segen enthalten auch die Gabe der Fruchtbarkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn heute in der evangelischen Kirche auch gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden, dann l\u00e4sst sich das wohl mit dem Zeitgeist, nicht aber mit der Heiligen Schrift begr\u00fcnden. Hier wird der Segen Gottes vom Willen Gottes gel\u00f6st und instrumentalisiert. \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>8. Der Ursprung der Homosexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun leben wir jedoch in einer Sch\u00f6pfung, in der Menschen leben, die ganz offensichtlich homosexuell empfinden. M\u00fcssen wir dann nicht auch davon ausgehen, dass Gott als Sch\u00f6pfer auch daf\u00fcr verantwortlich ist und seinen Segen dementsprechend auch auf die homosexuelle Lebensweise legen will?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ruft sein Volk und damit auch seine Gemeinde auf zu einem geheiligten Leben: \u201eIhr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr euer Gott\u201c (3Mose 19,2). In diesem Zusammenhang mahnt Gott die M\u00e4nner: \u201eDu sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gr\u00e4uel\u201c (3Mose 18,22; vgl. 20,13). Diese Verurteilung homosexueller Praxis finden wir auch im Neuen Testament: \u201eDarum hat Gott sie dahingegeben in sch\u00e4ndliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den nat\u00fcrlichen Verkehr vertauscht mit dem widernat\u00fcrlichen: desgleichen haben auch die M\u00e4nner den nat\u00fcrlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen (R\u00f6mer 1,26.27).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Homosexuelle Praxis ist demnach aus biblischer Sicht keine Sch\u00f6pfungsvariante, sondern eine Folge des S\u00fcndenfalls.<a title=\"\" href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=342-20110630#_ftn1\">[1]<\/a> Sie ist S\u00fcnde und steht als solche, wohlgemerkt mit allen anderen S\u00fcnden unter dem Gericht und dem Zorn Gottes (vgl. 1Kor 6,9-11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9. Der Umgang mit der Homosexualit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese biblische Bestimmung und Einordnung ist von zentraler Bedeutung. Es ergibt sich aus ihr eine doppelte Schlussfolgerung und Verantwortung f\u00fcr die Kirche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">a.)\u00a0\u00a0\u00a0 Die Kirche muss dem S\u00fcnder das Gesetz Gottes offenbaren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie darf die biblische Wahrheit \u2013 mag sie auch noch so unbequem sein &#8211; nicht aus Feigheit, aus einem falschen Menschenbild oder einem falschen Verst\u00e4ndnis von W\u00fcrde und Gerechtigkeit heraus verschweigen. Sie muss bezeugen, dass Gott der Sch\u00f6pfer, den Menschen als Mann und Frau schuf und die homosexuelle Lebensform keine Sch\u00f6pfungsvariante, sondern Folge des S\u00fcndenfalls ist. Sie kann niemals das guthei\u00dfen, was Gott S\u00fcnde nennt. Niemals kann sie segnen, was Gott verurteilt. Gottes Wort verbietet es der Kirche, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen und schwule und lesbische Pfarrer und Pfarrerinnen in die Pfarrh\u00e4user einziehen zu lassen. Niemals darf sie, wie es heute evangelische Pfarrer \u00f6ffentlich bekunden, junge M\u00e4nner und Frauen darin best\u00e4rken, ihren homosexuellen Neigungen nachzugeben und einen entsprechenden Lebensstil einzuschlagen. Die Kirche darf die S\u00fcnde nicht namenlos machen. Sie muss weiterhin sagen, dass praktizierte Homosexualit\u00e4t S\u00fcnde ist und vom Himmelreich ausschlie\u00dft:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eOder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irref\u00fchren! Weder Unz\u00fcchtige noch G\u00f6tzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabensch\u00e4nder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, L\u00e4sterer oder R\u00e4uber werden das Reich Gottes ererben\u201c (1Kor 6,9-10). \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">b.)\u00a0\u00a0 Die Kirche muss dem S\u00fcnder das Evangelium sagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirche muss\u00a0allen und damit auch dem \u00a0homosexuellen Menschen in gro\u00dfer Liebe und mit viel Verst\u00e4ndnis begegnen. Sie darf den homosexuellen Menschen weder verurteilen, diskriminieren noch ausgrenzen. Sie muss ihm in dieser Begegnung dann aber auch das rettende Evangelium verk\u00fcndigen. Sie muss dem Homosexuellen,\u00a0wie allen anderen Menschen auch,\u00a0\u00a0bezeugen, dass das Blut Christi geflossen ist, um von allen S\u00fcnden, also auch von homosexuellen S\u00fcnden zu reinigen. Sie muss bezeugen, dass Christus von den Toten auferstanden ist und dass aufgrund seines S\u00fchnetodes und seiner Auferstehung Umkehr m\u00f6glich und n\u00f6tig\u00a0ist. Sie muss bezeugen, dass der Heilige Geist eine neue (auch sexuelle) Orientierung und Ausrichtung schenken kann. Viele Homosexuelle k\u00f6nnen bezeugen, dass sie bei diesem lebendigen Herrn Vergebung ihrer S\u00fcnden erfahren haben, Freiheit von sexuellen Empfindungen und Bindungen, Kraft zur Enthaltsamkeit und manche sogar eine Neuorientierung hin zu heterosexuellen Empfindungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid reingewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes\u201c (1Kor 6,11).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10. Die Ehe im Evangelischen Pfarrhaus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir alle leben als S\u00fcnder in einer gefallenen Sch\u00f6pfung. Unser aller Mannsein und Frausein und unser aller Miteinander als M\u00e4nner und Frauen ist von S\u00fcnde gekennzeichnet und hat sich weit von den urspr\u00fcnglichen Absichten und Pl\u00e4nen des Sch\u00f6pfers entfernt. Die praktizierte Homosexualit\u00e4t ist nur ein heute in besonderer Weise\u00a0beachteter\u00a0und sichtbarer Ausdruck dieser Entfernung und Entfremdung, die uns allen bis tief hinein in unsere jeweilige Identit\u00e4t als M\u00e4nner und Frauen eigen ist. Erst durch Jesus Christus, den Sohn des Sch\u00f6pfers, finden wir zur\u00fcck zu Gott und zu unserer urspr\u00fcnglich von Gott erdachten M\u00e4nnlichkeit oder Weiblichkeit (vgl. R\u00f6mer 8,29).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir brauchen Christus, um Befreiung aus S\u00fcnde zu erleben, um in Frieden mit Gott, mit uns selbst und im Frieden mit dem anderen Geschlecht zu leben. Wir brauchen dazu aber auch \u00fcberzeugende Vorbilder:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das evangelische Pfarrhaus hat hier eine Schl\u00fcsselstellung f\u00fcr Kirche und Welt. Hier &#8211; aber nicht nur da &#8211; sollten solche Vorbilder leben. Vorbilder, die in ihrem ledigen Stand zeigen, dass Gott die Gabe der Ehelosigkeit schenken kann und dass er Menschen in besonderer Weise begabt und gebraucht, die sexuell enthaltsam leben (vgl. dazu 1Kor 7,25ff). Vorbilder, die im Stand der Ehe leben. M\u00e4nner und Frauen, die mit Gottes Hilfe gl\u00fcckliche und \u00fcberzeugende Ehe leben. M\u00e4nner und Frauen, die Christus brauchen, um einander annehmen und vergeben zu k\u00f6nnen. M\u00e4nner, die ihre Frau brauchen, um Mann im Sinne Gottes zu werden. Frauen, die ihren Mann brauchen, um Frau im Sinne Gottes zu werden. Das evangelische Pfarrhaus sollte der Ort sein, wo Menschen M\u00e4nnern und Frauen begegnen, die gemeinsam und mit Christi Beistand Gottes Ebenbild auf Erden sind. Hier sollten junge Menschen Pfarrerehepaaren begegnen, die ihnen mutmachen, ihre jeweils eigene m\u00e4nnliche oder weibliche Identit\u00e4t als Gabe und Aufgabe zu entdecken und heranreifen zu lassen. Pfarrerehepaare, die ihnen vorleben, dass die eigene Sexualit\u00e4t f\u00fcr die Ehe mit dem jeweils anderen Geschlecht gedacht ist. Pfarrerehepaare, die Mut machen zu Familie mit Kindern. Sie sollten dort Seelsorgern begegnen, die ihnen helfen, etwaige homophile Gedanken, als s\u00fcndige Gedanken zu erkennen, die mit Gottes Hilfe \u00fcberwunden und ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Fazit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gottes Wort zeigt uns, wie Gott es am Anfang gemeint hat. Gott hat Mann und Frau zu seinem Bilde geschaffen. Mann und Frau sind f\u00fcreinander und aufeinander hin geschaffen. Die Sexualit\u00e4t hat ihren legitimen Platz allein in der Ehe von Mann und Frau und sollte offen sein f\u00fcr Kinder. Die Homosexualit\u00e4t ist keine Sch\u00f6pfungsvariante, sondern eine Folge des S\u00fcndenfalls, die durch die Kraft des gekreuzigten und auferstandenen Christus \u00fcberwunden werden kann. Die Entscheidung, evangelische Pfarrh\u00e4user grunds\u00e4tzlich f\u00fcr gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu \u00f6ffnen, widerspricht dem Zeugnis der Heiligen Schrift, zerst\u00f6rt die Vorbildfunktion des evangelischen Pfarrhausens und die Glaubw\u00fcrdigkeit der evangelischen Kirche insgesamt und sie f\u00fchrt Menschen auf f\u00fcrchterliche Weise in die Irre. Die Verantwortlichen laden mit dieser Entscheidung schwere Schuld auf sich. Es ist dringend geboten, diese unselige Entscheidung r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Johann Hesse, Impulsreferat beim Glaubens- und Besinnungstag am 24.09.2011 in Bremen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n<div><br clear=\"all\" \/><\/p>\n<hr align=\"left\" size=\"1\" width=\"33%\" \/>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=342-20110630#_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0<span style=\"font-size: small; font-family: Calibri;\">Zur\u00a0Frage, wie und warum bei einem Menschen homosexuelle Neigungen entstehen, siehe dazu z. B.: Helmut Burkhardt, Ethik, Band II\/2, TVG Brunnen, Gie\u00dfen, 2008, S. 115ff.<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gottes Wort zur geschlechtlichen Identit\u00e4t von Mann und Frau 1. 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