{"id":6705,"date":"2011-06-25T12:00:50","date_gmt":"2011-06-25T10:00:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6705"},"modified":"2011-06-24T16:41:19","modified_gmt":"2011-06-24T14:41:19","slug":"predigt-die-entscheidende-frage-und-gottes-rettende-antwort-apg-1623-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6705","title":{"rendered":"Predigt: Die entscheidende Frage und Gottes rettende Antwort (Apg 16,23-33)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigt: Die entscheidende Frage und Gottes rettende Antwort (Apg 16,23-33)<\/strong><em><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u201eNachdem man sie hart geschlagen hatte, warf man sie ins Gef\u00e4ngnis und befahl dem Aufseher, sie gut zu bewachen. 24 Als er diesen Befehl empfangen hatte, warf er sie in das innerste Gef\u00e4ngnis und legte ihre F\u00fc\u00dfe in den Block. 25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen h\u00f6rten sie. 26 Pl\u00f6tzlich aber geschah ein gro\u00dfes Erdbeben, so da\u00df die Grundmauern des Gef\u00e4ngnisses wankten. Und sogleich \u00f6ffneten sich alle T\u00fcren, und von allen fielen die Fesseln ab.<!--more--><\/em>\u00a0<em>27 Als aber der Aufseher aus dem Schlaf auffuhr und sah die T\u00fcren des Gef\u00e4ngnisses offenstehen, zog er das Schwert und wollte sich selbst t\u00f6ten; denn er meinte, die Gefangenen w\u00e4ren entflohen. 28 Paulus aber rief laut: Tu dir nichts an; denn wir sind alle hier!\u00a0 29 Da forderte der Aufseher ein Licht und st\u00fcrzte hinein und fiel zitternd Paulus und Silas zu F\u00fc\u00dfen. 30 Und er f\u00fchrte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was mu\u00df ich tun, da\u00df ich gerettet werde? 31 Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! 32 Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren. 33 Und er nahm sie zu sich in derselben Stunde der Nacht und wusch ihnen die Striemen. Und er lie\u00df sich und alle die Seinen sogleich taufen 34 und f\u00fchrte sie in sein Haus und deckte ihnen den Tisch und freute sich mit seinem ganzen Hause, da\u00df er zum Glauben an Gott gekommen war.\u201c (Apostelgeschichte 16,23-33)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Gott, der uns sucht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Vorgeschichte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Apostelgeschichte berichtet von mehreren gro\u00dfen Missionsreisen des V\u00f6lkerapostels Paulus. Die erste Missionsreise des Apostels beschr\u00e4nkte sich noch auf Kleinasien. Die zweite Missionsreise f\u00fchrte Paulus und seine Mitarbeiter bereits nach Europa. Die erste Stadt in Europa, in der Paulus das Evangelium verk\u00fcndigte, war die mazedonische Stadt Philippi. Die Missionsarbeit in Philippi begann sogleich sehr vielversprechend. Die Purpurh\u00e4ndlerin Lydia hatte Paulus zugeh\u00f6rt und war Christin geworden (Apg 16,14-15). Doch dann taten sich unerwartete Probleme auf. Eine d\u00e4monisch besessene Wahrsagerin lief hinter Paulus und seinen Mitarbeitern her und verk\u00fcndigte laut, dass diese M\u00e4nner Knechte Gottes seien, die den Weg des Heils verk\u00fcndigten (Apg 16,16-18). Das war zwar sachlich richtig, doch es st\u00f6rte enorm. Paulus wandte sich der Frau zu und trieb den Wahrsagegeist aus. Die Frau war befreit. Doch f\u00fcr einige M\u00e4nner war diese Frau eine wichtige Einnahmequelle gewesen. Sie hatten das Geld f\u00fcr die Wahrsagek\u00fcnste dieser Frau eingestrichen. Diese M\u00e4nner waren nun w\u00fctend und verklagten Paulus am Stadtgericht. Die Stimmung kippte, ein Unrechtsurteil wurde gef\u00e4llt und Paulus und Silas wurden hart geschlagen und ins Gef\u00e4ngnis geworfen (Apg 16,19-22).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Paulus und Silas im Gef\u00e4ngnis von Philippi<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter von Philippi erhielt den Auftrag, die beiden neuen Gefangenen streng zu bewachen: \u201eAls er diesen Befehl empfangen hatte, warf er sie in das innerste Gef\u00e4ngnis und legte ihre F\u00fc\u00dfe in den Block\u201c (Apg 16,23). Der Gef\u00e4ngnisaufseher muss ein pflichtgetreuer Mann gewesen sein. Alles was in seiner Macht lag, die Gefangenen sicher zu verwahren, tat er. Er warf sie in sein sicherstes Verlies und er legte die F\u00fc\u00dfe zus\u00e4tzlich in den Block. Das hinderte nicht nur am Weglaufen, sondern war zugleich eine \u00e4u\u00dferst schmerzhafte Sache.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Loblieder und Gebete aus der Tiefe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUm Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen h\u00f6rten sie\u201c (Apg. 16,25). Was w\u00fcrden wir tun, wenn uns das geschehen w\u00e4re? Vielleicht w\u00fcrden wir uns aufregen \u00fcber die Bestechlichkeit und Parteilichkeit der Justiz? Vielleicht h\u00e4tten wir auch Gott ein paar Fragen gestellt: Womit haben wir das verdient? Wir dienen dir, verk\u00fcndigen dein Evangelium und du verhinderst nicht, dass wir geschlagen und ins Gef\u00e4ngnis gesteckt werden? Was taten Paulus und Silas als sie dort unten unter Schmerzen gefangen gehalten wurden? Nichts von alledem. Paulus und Silas beteten und lobten Gott. Was sie gebetet haben, wird uns nicht berichtet. Aber sie haben gebetet und sie haben Gott gelobt. Ich kann mir vorstellen, dass sie um Befreiung aus dem Gef\u00e4ngnis gebetet haben. Und ihr Lob dr\u00fcckte das Vertrauen aus, dass Gott es auch dann gut macht, wenn wir auf den ersten Blick denken: \u201eWas soll denn das nun wieder?\u201c (vgl R\u00f6 8,28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine machtvolle Gebetserh\u00f6rung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201ePl\u00f6tzlich aber geschah ein gro\u00dfes Erdbeben, so da\u00df die Grundmauern des Gef\u00e4ngnisses wankten. Und sogleich \u00f6ffneten sich alle T\u00fcren, und von allen fielen die Fesseln ab\u201c (Apg 16,26). Gott beantwortete das Gotteslob und die Gebete seiner Kinder umgehend. Ein lokal begrenztes Erdbeben ersch\u00fctterte die Grundmauern des Gef\u00e4ngnisses, die T\u00fcren wurden aus ihren Angeln gedr\u00fcckt. Durch g\u00f6ttliches Eingreifen fielen alle Fesseln und Ketten von den Gefangenen ab. Keineswegs d\u00fcrfen wir denken, dass Gott immer so unmittelbar Gebete erh\u00f6rt. Viele Christen haben seither in Gef\u00e4ngnissen gesessen, haben gebetet und wurden nicht befreit. Gott ist souver\u00e4n in seinem Handeln. Hier hat er auf wundersame Weise so gehandelt, dass Paulus und Silas befreit wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der verhinderte Selbstmord<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAls aber der Aufseher aus dem Schlaf auffuhr und sah die T\u00fcren des Gef\u00e4ngnisses offenstehen, zog er das Schwert und wollte sich selbst t\u00f6ten; denn er meinte, die Gefangenen w\u00e4ren entflohen\u201c (Apg 16,27).<em> <\/em>Der Aufseher des Gef\u00e4ngnisses war erst durch das Erdbeben aus dem Schlaf geweckt worden und stellte fest, dass die T\u00fcren der Gef\u00e4ngniszellen weit offenstanden. Seine Reaktion zeigt, unter was f\u00fcr einem Druck die Aufseher standen, die Gefangenen sicher zu verwahren. Er wollte sich in sein Schwert st\u00fcrzen. Doch in diesem Moment rief Paulus: \u201eTu dir nichts an; denn wir sind alle hier! Da forderte der Aufseher ein Licht und st\u00fcrzte hinein und fiel zitternd Paulus und Silas zu F\u00fc\u00dfen\u201c (Apg 16,28.29). Der Aufseher konnte es nicht fassen, dass alle Gefangenen noch in ihren Zellen sa\u00dfen. Keiner hatte die Flucht ergriffen. Auch das war ein kleines Wunder. Der Aufseher war v\u00f6llig am Ende. Durch ein Erdbeben aus dem Schlaf gerissen, voller Furcht vor der Flucht der Gefangenen und eben noch am Rande des Todes, fiel er zitternd vor Paulus und Silas auf den Boden, um die alles entscheidende Frage zu stellen: \u201eWas muss ich tun, um gerettet zu werden?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der geliebte Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man fragt sich unwillk\u00fcrlich, warum das alles geschehen musste: die nervende Wahrsagerin, das ungerechte Gerichtsverfahren, das schmerzvolle und dem\u00fctigende Schlagen, der Gef\u00e4ngnisaufenthalt. Die Antwort lag nun zitternd und zagend auf dem kalten Fu\u00dfboden des Gef\u00e4ngnisses vor den F\u00fc\u00dfen der beiden H\u00e4ftlinge. All das musste geschehen, damit die gute Nachricht auch zu diesem Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter kommen konnte. Dieser war nicht auf dem Marktplatz, er war weder in der Synagoge noch am Fluss gewesen, wo Paulus gepredigt hatte. Er bewachte seine Gefangenen. Doch offensichtlich liebte Gott diesen Mann, Gott suchte ihn und Gott ging ihm nach. Er schickte seine Boten, die erst nicht ahnten, warum sie in dieses Gef\u00e4ngnis mussten. Doch dann lernten sie den Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter kennen und sie durften erkennen, dass sie seinetwegen hier hin mussten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gott sucht auch Sie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So wie Gott das alles tat, um den geliebten Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter mit seiner Liebe und der rettenden Botschaft von Jesus Christus zu erreichen, so handelt Gott auch heute auf wundersame Weise, um Menschen zu suchen, zu finden und zu retten. Gott suchte den Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter von Philippi, er f\u00fchrte Menschen schwierige Wege und lie\u00df die Erde erzittern, um diesen einen Mann zu retten. Gott sucht Sie und geht merkw\u00fcrdige und oft sehr pers\u00f6nliche Wege, um Sie zu erreichen, Ihnen seine Liebe zu offenbaren und Sie durch seinen Sohn Jesus Christus zu retten. Und so d\u00fcrfen wir auch manche schwierige Wegf\u00fchrung in einem ganz anderen Licht sehen: Gott f\u00fchrte uns so, damit andere das rettende Wort h\u00f6rten oder im Glauben gest\u00e4rkt werden sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Frage, auf die es ankommt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Blick in den Abgrund des Todes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter stellte nun v\u00f6llig unerwartet die alles entscheidende Frage: \u201eLiebe Herren, was mu\u00df ich tun, da\u00df ich gerettet werde?\u201c (Apg 16,30).<em> <\/em>Der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter hatte eben noch in den tiefen Abgrund des Todes geblickt. Er hatte hinuntergeblickt in den tiefen Abgrund des Todes und auch ewiger Gottverlassenheit und war durch Gottes gn\u00e4diges Eingreifen noch einmal zur\u00fcckgerissen worden. Der Blick in diese abgr\u00fcndige Tiefe, lie\u00df ihn wohl diese alles entscheidende Frage stellen (vgl. Psalm 90,12).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Not unseres Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fragen, die wir stellen, ergeben sich immer auf einem ganz bestimmten Hintergrund. Wenn ich frage, was ich tun muss, damit ich meine Rente absichere, dann frage ich, weil ich um die Unsicherheit einer umlagefinanzierten Rente in einer schrumpfenden Bev\u00f6lkerung wei\u00df. Ich erkenne eine Not und frage, wie ich dieser Not begegne. So muss die Frage \u201eWas muss ich tun, damit ich gerettet werde\u201c auch ihren Grund und Hintergrund haben. Die Bibel sagt sehr deutlich, was die eigentliche Not des Menschen ist:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDenn es ist hier kein Unterschied. Sie sind allesamt S\u00fcnder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.\u201c (R\u00f6 3,23)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAlles Fleisch ist Gras. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt.\u201c (Jesaja 40,6-8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.\u201c (Hebr 9,27)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande.\u201c (Daniel 12,2)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sagt: \u201eUnd sie werden hingehen, diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.\u201c (Mt 25,46)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Not des Menschen ist, dass er auf ewig verloren geht. Der Mensch lebt in S\u00fcnde. Er ist vor Gott ein verlorener S\u00fcnder. Wenn er mit seiner S\u00fcnde stirbt bleibt ihm das Gericht. Er wird auferstehen zu ewiger Schmach und Schande. Er wird zur ewigen Strafe eingehen. Er wird dort hingehen, wo Finsternis und wo \u201eHeulen und Z\u00e4hneklappern\u201c ist (Lk 13,28), er wird erleiden, was die Bibel den zweiten Tod nennt (Offb 20,6). Er geht in die H\u00f6lle der Gottverlassenheit. Das ist die Not des Menschen. Das war die Not des Gef\u00e4ngnisw\u00e4rters, das ist unser aller Not.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Stellen Sie die alles entscheidende Frage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ich erkannt habe, dass der Tod, das Gericht und die ewige Verlorenheit die eigentlichen N\u00f6te meines Lebens sind, dann sehe ich, wie notwendig es ist, auch f\u00fcr mich selbst die Frage zu stellen, die der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter stellte: \u201eWas muss ich tun, dass ich gerettet werde?\u201c Diese Frage ist die eigentliche Frage Ihres Lebens. Machen Sie sich auf die Suche nach der Antwort Gottes auf diese Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Antwort, die allein retten kann<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine einfache Antwort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig (gerettet)!\u201c (Apg 16,31<em>). <\/em>In aller Einfachheit und Eindeutigkeit geben die beiden M\u00e4nner Antwort. Einfach ist die Antwort deshalb, weil der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter gar nicht viel tun muss: \u201eGlaube!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine eindeutige Antwort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch ist die Antwort eindeutig. Sie weicht nicht aus, sie l\u00e4sst den Fragenden nicht im Unklaren, sie \u00f6ffnet nicht viele Wege, die alle eventuell retten k\u00f6nnten, sondern sie sagt, dass es nur einen gibt, der retten kann: \u201eGlaube an den Herrn Jesus!\u201c Bereits in Jerusalem hatten die Apostel verk\u00fcndigt: \u201eUnd in keinem ist das Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden\u201c (Apg 4,12). Im ganzen Universum und in der gesamten Menschheitsgeschichte kann nur ein Name und eine Person den Menschen aus seiner Verlorenheit retten. Es ist der eine Name \u201eJesus Christus\u201c. Er selbst hat es gesagt: \u201eIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich\u201c (Joh 14,6). Keine andere Religion, kein anderer Weg, keine Weltanschauung, kein Prophet und kein Glaube, sondern allein Jesus Christus kann uns aus ewiger Verdammnis retten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die rettende Tat<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gef\u00e4ngnisaufseher fragte: \u201eWas kann ich tun?\u201c Die verbl\u00fcffende Antwort \u201eGlaube an den Herrn Jesus\u201c, zeigt, dass der Aufseher nichts tun muss, als glauben. Das Entscheidende ist bereits getan: Deswegen hei\u00dft es dann auch:\u00a0 \u201eUnd sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren\u201c (Apg 16,32). Das Wort des Herrn ist das Wort vom Kreuz. Paulus schrieb an die Gemeinde in Korinth \u201eDenn ich hielt es f\u00fcr richtig, unter euch nichts zu wissen als Jesus Christus den Gekreuzigten\u201c (1Kor 2,2). Wir haben bereits gesehen, dass die Not des Menschen seine S\u00fcnde ist. Weil ich ein S\u00fcnder bin, gehe ich verloren. Weil ich ein S\u00fcnder bin, komme ich in das Gericht. Christus starb am Kreuz von Golgatha, um dort f\u00fcr die S\u00fcnde der Welt zu s\u00fchnen. Deshalb sagt Johannes: <em>\u201e<\/em>Siehe, das Lamm Gottes, das der Welt S\u00fcnde tr\u00e4gt\u201c (Johannes 1,29). Jesus ruft im Sterben aus: \u201eEs ist vollbracht.\u201c Jesus hat das Entscheidende getan. Er tat das, was ich nie tun k\u00f6nnte: f\u00fcr meine Schuld s\u00fchnen. Das ist die entscheidende Tat, die uns rettet: Jesus Christus tr\u00e4gt Ihre Schuld. Und was muss ich dann tun? Ich muss diese rettende Wahrheit glauben. Wie empfange ich diesen Glauben? Wenn ich anfange, Jesus meine S\u00fcnden im Gebet zu sagen, also zu bekennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der auferstandene Christus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGlaube an den Herrn Jesus, so wirst du gerettet werden.\u201c Der Glaube an den Herrn Jesus ist aber nicht nur der Glaube an den gekreuzigten Christus, sondern auch der Glaube an den auferstandenen Christus. Jesus hat einmal gesagt: \u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben\u201c (Joh 11,25). Der rettende Glaube erfasst Jesus Christus als den Gekreuzigten und den Auferstandenen. Wer sich im Glauben an den Auferstandenen bindet, der \u00fcberwindet den Tod, der \u00fcberwindet das kommende Weltgericht, der \u00fcberwindet die H\u00f6lle. Wenn wir uns glaubend, also vertrauend an Jesus Christus h\u00e4ngen, dann werden wir ewig leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die zwei Alternativen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter konnte pl\u00f6tzlich klar sehen: \u201eIch stehe vor zwei Alternativen. Entweder ich glaube an Jesus und ich werde gerettet oder ich lehne den Glauben an Jesus ab und ich gehe f\u00fcr immer und ewig verloren.\u201c Machen wir uns bitte klar, dass wir alle vor diese beiden Alternativen gestellt sind. Jesus formulierte es so: \u201eWer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn Gottes nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt \u00fcber ihm\u201c (Johannes 3,35)<em>. <\/em>So wie der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter damals vor dieser Wahl stand, so stehen auch wir vor dieser Wahl. Wenn wir Jesus nicht haben, bleibt der Zorn Gottes \u00fcber uns. Wenn Sie Jesus im Glauben annehmen, dann liegt der Zorn Gottes \u00fcber Ihre S\u00fcnde auf Christus. So werden Sie frei von der S\u00fcnde und Sie werden zum ewigen Leben auferstehen. Machen Sie es also wie der Gef\u00e4ngnisw\u00e4rter von Philippi: Stellen Sie die entscheidende Frage Ihres Lebens und finden Sie die rettende Antwort Gottes auf diese Frage: \u201eGlaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet!\u201c <em><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0Prediger Johann Hesse, 19. Juni 2011<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt: Die entscheidende Frage und Gottes rettende Antwort (Apg 16,23-33) \u201eNachdem man sie hart geschlagen hatte, warf man sie ins Gef\u00e4ngnis und befahl dem Aufseher, sie gut zu bewachen. 24 Als er diesen Befehl empfangen hatte, warf er sie in das innerste Gef\u00e4ngnis und legte ihre F\u00fc\u00dfe in den Block. 25 Um Mitternacht aber beteten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6705"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6705"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6705\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6708,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6705\/revisions\/6708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6705"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6705"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6705"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}