{"id":6669,"date":"2011-06-17T18:06:11","date_gmt":"2011-06-17T16:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6669"},"modified":"2011-06-17T18:06:11","modified_gmt":"2011-06-17T16:06:11","slug":"predigt-jesus-kommt-wieder-bist-du-bereit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6669","title":{"rendered":"Predigt: Jesus kommt wieder &#8211; bist Du bereit?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Eines ist mir klar: Keiner kennt die Zukunft \u2013 mit einer Ausnahme, und das sind wir Christen. Wir Christen sind die einzigen, die \u00fcber die Zukunft Bescheid wissen, weil Jesus uns \u00fcber die Zukunft Bescheid gesagt hat. Er sagt zum Beispiel in Matth. 24: \u201eHimmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.\u201c Es ist eigenartig, dass Er ausgerechnet die Worte nennt, die unverg\u00e4nglich sind. Denn das Wort ist ja nun das Verg\u00e4nglichste, was es \u00fcberhaupt gibt. Das ist gesprochener Lufthauch, und dann ist es weg. \u00dcberlegt einmal, wie viele W\u00f6rter an einem Tag geredet, gequasselt, gequatscht, gesendet, gedruckt werden &#8211; es ist unglaublich. Und das alles wird eines Tages zu Ende sein. <!--more-->Und alles, was an gedruckten Worten in den Bibliotheken der Welt gesammelt wird an Weisheiten und Erkenntnissen der Menschheit geht alles den Bach hinunter. Nur die Worte von Jesus \u2013 \u201emeine Worte\u201c, sagt er \u2013 bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sagt: \u201eHimmel und Erde werden vergehen.\u201c Und das hei\u00dft: Eines Tages ist der letzte Tag. Eines Tages ist Schluss. Eines Tages ist die Welt zu Ende. Jesus nennt einige Anzeichen, an denen die N\u00e4he des Endes erkennbar wird. Zum Beispiel: Es werden Leute auftreten, die von sich behaupten, dass sie Christus w\u00e4ren. Es wird Kriege geben. Es wird Revolutionen geben. Ein Volk wird gegen das andere auftreten. Es wird Erdbeben geben, es wird Hungersn\u00f6te geben. Es wird eine gro\u00dfe Christenverfolgung geben: \u201eIhr werdet gehasst werden um meines Namens willen!\u201c (Matth. 24,9). Der Unglaube wird \u00fcberhand nehmen. Die Liebe wird in vielen erkalten. Es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich bei allen V\u00f6lkern. Und so lesen wir im Lukas-Evangelium: \u201eEs werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange sein, und sie werden verzagen, und das Meer und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die da kommen sollen \u00fcber die ganze Erde; denn die Kr\u00e4fte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit gro\u00dfer Kraft und Herrlichkeit.\u201c (Luk. 21,25 &#8211; 28).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun hat es ja schon zu allen Zeiten Hungersn\u00f6te, Kriege und Erdbeben und so etwas gegeben. Aber noch nie sind diese Erscheinungen, die da genannt werden, in dieser Vielzahl und Massivit\u00e4t gleichzeitig aufgetreten. Die Sammlung des Volkes Israel nach 2000 Jahren Zerstreuung ist ja eines der deutlichsten Zeichen unserer Zeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht mir jetzt nicht um die Vorzeichen und auch nicht um die Reihenfolge, wie das alles ablaufen wird. Das wei\u00df ich selber auch nicht. Es geht um das Ereignis, worauf die Anzeichen hindeuten, n\u00e4mlich auf die Wiederkunft Jesu. Denn das sagt Jesus ganz klar, er kommt wieder. Das hat er immer wieder gesagt. Aber er ist immer wieder gefragt worden: \u201eWann wird das sein?\u201c Seine Antwort im Matth\u00e4us-Evangelium lautet: \u201eVon dem Tage aber und von der Stunde wei\u00df niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch nicht der Sohn, sondern allein der Vater.\u201c (Matth. 24, 36). Also zum Beispiel auch nicht die Zeugen Jehovas. Die haben den Weltuntergang angek\u00fcndigt erst f\u00fcr 1874, dann f\u00fcr 1914, dann 1918, dann 1925, dann 1975. Der n\u00e4chste Termin, der ansteht, ist das Jahr 2034. Und nicht nur die Zeugen Jehovas haben sich so etwas erlaubt. Es hat auch noch andere Leute gegeben. In den 80er Jahren hat in Amerika ein Prediger ein Buch geschrieben: \u201e88 Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wiederkunft Jesu Christi im September 1988\u201c. Boshafterweise drehte die Welt sich weiter, nichts passierte. Er schob es auf einen Rechenfehler und schrieb sein zweites Buch, n\u00e4mlich: \u201e89 Gr\u00fcnde f\u00fcr die Wiederkunft Jesu im September 1989\u201c. Immerhin sind davon 4 Millionen Exemplare verkauft worden. Es l\u00e4sst sich in mancher H\u00fctte recht gut leben, wenn man solchen Unsinn in die Welt setzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also mach dir jetzt mal keinen Kopf dr\u00fcber, wann Jesus kommt, und lass dich nicht kopfscheu machen von Leuten, die die Bibel mit dem Rechenschieber lesen. Sondern \u00fcberleg lieber einmal, wie du vor ihm <strong><em>bestehen<\/em><\/strong> kannst, wenn du vor ihm <strong><em>stehen<\/em><\/strong> wirst. Jetzt kann sich ja jeder Mensch noch davor dr\u00fccken, aber das geht dann nicht mehr, wenn Jesus wiedergekommen ist. Die Bibel sagt: \u201eWir werden ihn sehen, wie er ist.\u201c (1.Joh.3, 2). Das ist die sch\u00f6nste Zusammenfassung, die es gibt f\u00fcr das, was uns erwartet oder was wir erwarten. Wir werden ihn sehen! Es gibt Leute, die vertrauen darauf, dass sie ihre Katze im Himmel wiedertreffen, und ich wei\u00df nicht, wen noch alles \u2013 im Ernst! Das ist aber nicht das Thema von uns Christen \u2013 \u00fcberhaupt nicht. Wir werden <strong><em>ihn<\/em><\/strong> sehen, und da wird ausdr\u00fccklich noch hinzugef\u00fcgt: \u201e\u2026 wie er ist.\u201c Und f\u00fcr die, die das nicht wahrhaben wollen, dr\u00fcckt es die Offenbarung noch ein bisschen deutlicher aus: \u201eEs werden ihn sehen aller Augen und auch die, die ihn durchbohrt haben\u201c (Offb. 1, 7), das hei\u00dft auch die, die gegen Jesus gewesen sind. Die m\u00fcssen sp\u00e4testens dann der Tatsache ins Auge blicken, dass sie sich get\u00e4uscht haben, dass die Bibel nicht gelogen hat und dass die Christen nicht gesponnen haben. Wenn Jesus wiederkommt, kann sich auch niemand durch den Tod dr\u00fccken, denn auch die Toten werden auferstehen. Egal, ob du am J\u00fcngsten Tag schon l\u00e4ngst gestorben bist oder ob du dann noch lebst: Du wirst bei dem Treffen mit Jesus auf jeden Fall dabei sein. Du wirst ihn sehen \u2013 du wirst ihn sehen m\u00fcssen. Und er wird dich fragen, und du wirst ihm antworten m\u00fcssen. Im J\u00fcngsten Gericht muss jeder Mensch Rechenschaft geben \u00fcber das, was er gelebt, gemacht oder auch nicht gemacht hat. Das h\u00e4ngt nun ganz von dir ab, wo du deine Ewigkeit verbringst. Entweder du lebst in Ewigkeit bei Gott \u2013 das ist der Himmel. Oder du lebst in Ewigkeit ohne Gott \u2013 das ist die H\u00f6lle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetzt komm nun nicht mit dem Einwand, das k\u00f6nntest du dir alles gar nicht vorstellen: Alle Menschen auf einem Haufen beim Gericht und wie lange das nun dauern soll und so weiter. Das wei\u00df ich auch nicht. Das kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber du sollst dir ja die Wiederkunft Jesu auch nicht <strong><em>vorstellen<\/em><\/strong>, sondern du sollst dich darauf <strong><em>einstellen<\/em><\/strong>. Jesus hat ja nicht gesagt: \u201eLeute, stellt euch mal vor, ich komme wieder\u2026\u201c Nein \u2013 er hat gesagt: \u201eSeid bereit. Ich komme zur\u00fcck!\u201c (Matth. 24,44). Das kann man sich leicht merken. Seid bereit!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Also ist die Frage: Bist du bereit? Wenn du zur Kirche geh\u00f6rst, dann hei\u00dft das noch lange nicht, dass du bereit bist. Deine Kirchenzugeh\u00f6rigkeit, deine Taufe, Konfirmation, kirchliche Trauung ist alles f\u00fcr die Katz, wenn da keine v\u00f6llige Hingabe, kein pers\u00f6nlicher Glaube an Jesus dahinter steht. Deine Kirchensteuer und deine Kollekte f\u00fcr Brot f\u00fcr die Welt ist alles Geldverschwendung. Dein Bibellesen und dein Rennen in die Kirche ist die reinste Zeitverschwendung, wenn du nicht bekehrt bist. Zum Bereitsein geh\u00f6rt zweierlei: 1.) <em>eine klare Bekehrung <\/em>und 2.) <em>eine praktische Bew\u00e4hrung<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bekehrung ist, wenn du dich trennst von deiner S\u00fcnde und dich Jesus anschlie\u00dft und nach ihm lebst. Bew\u00e4hrung ist, wenn du das, was du glaubst und bekennst, auch tust. Das nennt die Bibel Heiligung. Christsein ohne Bekehrung ist Nonsens, und Bekehrung ohne Bew\u00e4hrung ist auch Nonsens. Bereitsein \u2013 das ist alles. Und deshalb sagt Jesus hier: \u201eSeid bereit.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leute, stellt euch vor, wenn wir an jedem Tag so leben w\u00fcrden, als w\u00e4re es der letzte Tag vor dem letzten Tag, also der vorletzte Tag der Weltgeschichte. Was w\u00fcrde das f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung geben in dieser Welt! Wie sich schnell noch Menschen vergeben w\u00fcrden, zum Beispiel Ehepaare, verkrachte Familien und so weiter. Welche Ver\u00e4nderung w\u00fcrde da stattfinden! Und um diese Ver\u00e4nderung geht es. Jesus will dir doch nicht Angst machen vor dem J\u00fcngsten Tag. Er will dir Mut machen f\u00fcr den heutigen Tag. Lebe du heute so, dass du morgen vor deinem Herrn erscheinen kannst. Und dann lebst du frei. Dann lebst du gut, dann lebst du richtig, dann hast du das wahre, dann hast du das ewige Leben. Es geht Jesus ja gar nicht um eine Vertr\u00f6stung auf ein Jenseits, sondern um eine Ver\u00e4nderung des Diesseits. Und deswegen sagt er: \u201eSeid bereit!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr braucht euch nun gar nicht zu fragen: \u201eWarum werden wir hier agitiert mit Bereitsein? Wir haben das doch l\u00e4ngst alles in der Tagung geh\u00f6rt und kapiert. Und wir sind ja auch nicht irgendwer. Wir sind so eine Art Elite-Christenversammlung. Wir kennen schon den Plan Gottes mit Israel und solche Dinge mehr. Warum erz\u00e4hlst du uns so etwas?\u201c Ich vermute, dass Jesus diesen Einwand schon vorausberechnet hat. Vielleicht hat er seinen H\u00f6rern diesen Einwand: \u201eWarum erz\u00e4hlst du uns so etwas?\u201c bereits an der Stirn abgelesen. Denn wenn ihr in Matth\u00e4us genau hineinschaut, werdet ihr sehen, dass da nicht steht (so wie ich es bisher zitiert habe): \u201eSeid bereit\u201c, sondern da steht: \u201eSeid <strong><em>auch ihr<\/em><\/strong> bereit!\u201c Ausdr\u00fccklich sagt Jesus zu seinen frommen H\u00f6rern: \u201eAuch ihr!\u201c Also auch ihr Theologen, die alles wissen, unterbelichtete Gemeindeglieder, bekehrte Namenschristen, alles, was es so gibt. Wir k\u00f6nnen uns ja jetzt noch selber und den anderen noch etwas vormachen. Aber wenn Jesus kommt, dann kommt auch die gro\u00dfe Scheidung\u00a0 der Entschiedenen und der Unentschiedenen. Dann ist es eben zu sp\u00e4t f\u00fcr Reue und Korrektur. Es gibt eben auch ein zu Sp\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber heute nicht. Heute sagt dir Jesus klipp und klar, worauf es ankommt und was du zu erwarten hast. Es kommt darauf an, dass du mit Jesus <strong><em>gehst<\/em><\/strong>, denn sonst <strong><em>vergehst<\/em><\/strong> du im Feuer des Gerichts: \u201eDie Welt wird durch Feuer zerst\u00f6rt werden. Das geschieht an dem Tage des Gerichts, an dem die Menschen, die Gott nicht gehorcht haben, verdammt werden.\u201c (2.Petr. 3,7).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun wei\u00df ich nat\u00fcrlich, dass heute viele, wenn sie so etwas h\u00f6ren, denken oder sagen: \u201eDas ganze Gerede von Gericht und Wiederkunft und Verdammnis und H\u00f6lle und Vergehen der Welt im Feuer sind Schauerm\u00e4rchen aus der mittelalterlichen Mottenkiste! Das ist doch religi\u00f6s verbr\u00e4mte Science fiction! Das ist Angstmacherei! Das ist frommer Seelenterror! Veraltetes Weltbild! Das kannst du deinen alten Ossi-Omas in der Hinterlausitz erz\u00e4hlen, aber doch nicht modernen Menschen. Das kann ein moderner Mensch doch alles gar nicht mehr Ernst nehmen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So modern ist diese Reaktion nun gerade auch nicht. Genau diese Reaktion hat Jesus vorausgesehen. Denn als er gefragt wurde: \u201eWas wird denn nun das Zeichen des Endes sein und von deinem Kommen und vom Ende der Welt?\u201c, da hat er geantwortet: \u201eWie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes. Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut \u2013 sie a\u00dfen, sie heirateten und lie\u00dfen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; und sie achteten nicht darauf, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin -, so wird auch sein das Kommen des Menschensohnes.\u201c (Matth. 24,37- 39).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damals lie\u00df Gott die Menschen also durch den Noah warnen. Aber, so hei\u00dft es hier, die Menschen achteten nicht darauf. Noah ging also zu seinen Freunden und sagte: \u201eFreunde, ich mu\u00df euch was erz\u00e4hlen. H\u00f6rt mal alle her!\u201c Da sagten sie zu ihm: \u201eHe, hast du einen neuen Witz auf Lager? Lass mal h\u00f6ren!\u201c \u2013 \u201eNein, kein Witz. Es ist eine ernste Sache: Das Gericht kommt!\u201c \u2013 Erst peinliches Schweigen, dann h\u00f6hnisches Gel\u00e4chter. Alle Freunde sagen: \u201eNoah, das ist wirklich ein guter Witz. Wir haben dich alle herzlich gerne. Du bist ein guter Kumpel. Aber mit dem Quatsch lass uns mal in Ruhe. Das kannst du deinen alten Frauen in der Bibelstunde und verschone uns mal mit solchen Scherzen!\u201c Sie achteten nicht darauf. \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noah geht zu seinen Kollegen im Betrieb. Er bittet ums Wort bei der Betriebsversammlung. \u201eDas Wort hat der Kollege Noah!\u201c Noah sagt: \u201eKollegen, herh\u00f6ren! Ich habe eine ernste Botschaft an euch: Das Gericht kommt!\u201c Peinliches Schweigen. Endlich angelt einer von der Gewerkschaftsleitung nach dem Mikrofon. Nachdem er sich ger\u00e4uspert hat, sagt er: \u201eKollege Noah, religi\u00f6se \u00dcberzeugung, das ist ja in Ordnung, die \u00a0kann ja jeder haben wie er will. Aber Religion ist Privatsache. Wir sind hier im Betrieb. Wir k\u00fcmmern uns um die Wasserwirtschaft dieser Stadt. Wir m\u00fcssen hier hart arbeiten. Lass uns bitte mit diesem Zeug in Ruhe. N\u00e4chster Punkt der Tagesordnung!\u201c Sie achteten nicht darauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noah geht zu seinem Betriebsarzt: \u201eHerr Doktor, ich mu\u00df Ihnen mal was erkl\u00e4ren!\u201c Der Doktor sagt: \u201eNa, sch\u00f6n, da\u00df ich Sie mal wieder sehe. Wie geht\u2019s denn so? Sie haben wohl wieder einmal ein bisschen zu viel getrunken, was? Zwischen Leber und Milz passt immer noch ein Pils\u2026\u201c \u2013\u201eNein, Herr Doktor, es geht um etwas Ernstes!\u201c \u2013\u201eNa, es wird doch wohl nicht gleich so Ernst sein, was?\u201c \u2013 \u201eNein, Herr Doktor, Sie haben mich missverstanden. Es geht nicht um mich. Es geht um Sie!\u201c \u2013 \u201eNa, wieso denn?\u201c \u2013 \u201eNa, das Gericht kommt!\u201c Da sagt der Doktor: \u201eHerr Noah, darf ich Ihnen mal den Puls f\u00fchlen? Sie sind wohl ein bisschen \u00fcberarbeitet. Soll ich Ihnen mal eine Kur verschreiben? Wassertreten und so? Das w\u00e4re vielleicht das Geeignete, dass Ihre Seele mal zur Ruhe kommt. Lassen Sie sich von der Schwester ein Rezept geben. Der n\u00e4chste Patient bitte\u2026!\u201c Sie achteten nicht darauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noah geht zu seinem Abgeordneten, zum Pfarrer, zu den Studenten in der Universit\u00e4t, zu den Leuten in den Kaufh\u00e4usern. Und \u00fcberall die gleiche Reaktion, \u00fcberall das gleiche h\u00f6hnische Gel\u00e4chter: \u201eDer glaubt noch an das Gericht! Also, gibt\u2019s denn so was!\u201c Sie achteten nicht darauf. Die haben ihn \u00fcberhaupt nicht beachtet. Sie haben ihn nicht Ernst genommen. Sie waren mit ganz anderen Sachen besch\u00e4ftigt. Sie a\u00dfen, sie tranken, sie heirateten und lie\u00dfen sich heiraten. Essen, Trinken und Heiraten sind ja drei sehr n\u00fctzliche, angenehme und von Gott gewollte Besch\u00e4ftigungen. Aber wenn von jemandem nicht mehr zu sagen ist, als dass er isst und trinkt und Geschlechtsverkehr hat, dann wei\u00df man nicht, ob von einem Menschen oder von einem Hund die Rede ist.\u00a0 Denn Essen, Trinken und Sex haben wir mit dem lieben Vieh gemeinsam. Da mu\u00df es doch noch einen Unterschied geben. Und den gab es damals eben nicht. Das Leben der Menschen vor der Sintflut ersch\u00f6pfte sich in Saufen, Fressen und Sex. Das war alles. Und darum drehte sich alles. Und etwas anderes fiel Jesus zur Charakterisierung dieser Generation nicht ein. Mehr war zu ihrer Charakterisierung nicht zu sagen. Sie lebten sich selber. Sie liebten sich selber. Sie lobten sich selber. Und so etwas wie Gott lag v\u00f6llig au\u00dferhalb ihres Gesichtskreises. Nun sagt Jesus: \u201eGenau so, wie die damals waren, so wird es sein, wenn ich wiederkomme.\u201c Hat Jesus etwa \u00fcbertrieben? Also wenn das stimmt, sind wir ziemlich nahe dran am Ende. Es kann doch niemand leugnen, dass viele Menschen unserer Zeit schon treffend charakterisiert sind durch die drei Begriffe Saufen, Sex und Fressen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich mu\u00df immer wieder einmal zur Kur wegen meiner Herzgeschichten. Dann bin ich f\u00fcnf Wochen lang zusammen mit M\u00e4nnern des verschiedensten Lebensalters, der Lebenseinstellung, des Gehaltsniveaus und des Bildungsniveaus. Dann ist f\u00fcnf Wochen lang das Hauptthema der meisten: Das Fressen, das Saufen und die Frauen. Ich brauche mich nicht \u00fcber die sexuelle Z\u00fcgellosigkeit nicht auszubreiten. \u00dcber die Sexwelle zur Zeit Noahs berichtet die Bibel ja ausf\u00fchrlich. \u00dcber die Sexwelle unserer Zeit mu\u00df ich nichts weiter sagen \u2013 die ist ja schon breit genug. Es wird sein wie in den Tagen Noahs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bleiben wir mal beim Essen und Trinken. Seit Jahrzehnten sterben in jedem Jahr an den Folgen des Hungers 50 Millionen Menschen. An die Zahl haben wir uns schon gew\u00f6hnt. 500 Millionen Kinder haben kein richtiges Trinkwasser, das gesund ist und sterben deswegen an allen m\u00f6glichen Krankheiten. Die Hungernden werden nicht weniger, eher im Gegenteil. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer \u00e4rmer. Und wenn das stimmt, was ich einmal gelesen habe, wenn wir wirklich alle anfangen mit Biosprit zu fahren, dann wird das auch Millionen Menschen das Leben kosten, weil wir deren Nahrungsmittel in unsere Tanks kippen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leute, das alles ist nichts Neues. Das sagt jeder politische Redner in jeder zweiten Rede. Das erz\u00e4hlt jeder Pfarrer in jeder zweiten Predigt. Das haben wir alles schon x-mal geh\u00f6rt, und deswegen f\u00e4ngt es schon an, uns zu langweilen. Und das ist das allerschlimmste. Jesus hat gesagt, wenn er kommt, dann kommen nicht nur Hungersn\u00f6te, sondern er sagt: \u201eDann wird die Liebe in vielen erkalten\u201c (Matth. 24,12). Wir leben doch schon l\u00e4ngst im Zeitalter der Lieblosigkeit, wo jeder nur an seinen eigenen Fortschritt denkt, die Menschen alleine und auch die V\u00f6lker. Es w\u00e4re doch sonst nicht m\u00f6glich, dass in jeder Minute etwa acht Menschen an den Folgen des Hungers sterben, aber gleichzeitig eine Million Dollar f\u00fcr R\u00fcstungszwecke ausgegeben wird. \u201eNach uns die Sintflut\u201c \u2013 das ist ungef\u00e4hr das Motto der R\u00fcstungsgesellschaft, der Wohlstandsgesellschaft. Da k\u00f6nnen uns Wissenschaftler und andere Leute warnen, soviel sie wollen. Das wird alles in den Wind geschlagen. \u201eNach uns die Sintflut\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor ein paar Jahren stand im Spiegel ein Artikel mit der \u00dcberschrift: \u201eDie Menschheit ist am Ende.\u201c Der Verfasser schrieb darin, dass die Menschen heute alle alles wollen. Aber es ist nicht mehr alles f\u00fcr alle da. Es w\u00e4re wohl genug Nahrung f\u00fcr alle da. Aber das nun alle ein Haus, eine Villa, Gasheizung und so weiter haben k\u00f6nnen, das ist zuviel. Das gibt die Natur nicht mehr her. Wir sind am Ende. Die Menschheit kann sich nicht mehr weiter steigern. \u201eDie Menschheit ist am Ende\u201c. So hie\u00df dieser Artikel. Das ist nun schon ein paar Jahre her, aber wir haben alle fr\u00f6hlich weitergemacht: \u201eNach uns die Sintflut.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so leben wir ja auch heute bei uns hier in der Bundesrepublik. Wir machen Schulden, deren Gr\u00f6\u00dfe wir uns gar nicht vorstellen k\u00f6nnen, was wir unseren Enkeln \u00fcberlassen. Wir leben ganz gut weiter, und wie die Enkel damit zurechtkommen, ist uns egal. \u201eNach uns die Sintflut\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Flut um uns steigt. Es steigen die R\u00fcstungsausgaben. Es steigen die Abtreibungen, der Aberglaube, der Alkoholismus, die Selbstmorde, die Ehescheidungen. Es steigt die Kriminalit\u00e4t, die Gewalt, die Angst, der Terrorismus, der Hunger, die Preise, die Drogensucht, die Umweltverschmutzung. Jede Nachrichtensendung best\u00e4tigt die Angaben der Bibel. Und jede Tagesschau ist eine neue Wasserstandsmeldung der bevorstehenden Sintflut. Die Vorzeichen einer untergehenden Welt sind vor unser aller Augen. Die Zeichen der Zeit sind einfach nicht zu \u00fcbersehen. Aber die Menschen unserer Zeit wollen sie nicht sehen. Es ist wie zu den Zeiten Noahs: \u201eUnd sie achteten nicht darauf\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da lebte also unter den Menschen damals einer, der Noah, der anders war als die anderen. In der Bibel steht \u00fcber ihn: \u201eEr lebte mit Gott\u201c (1.Mose 6, 9). Der lie\u00df sich nicht von der Sex- und Saufwelle seiner Mitb\u00fcrger mitrei\u00dfen. Der lebte nicht nach den Ma\u00dfst\u00e4ben der Gesellschaft: \u201eWachstum und Wohlstand.\u201c Der baute sich nicht noch zus\u00e4tzlich zu dem Haus, in dem er wohnte, irgendwo eine winterfeste Datsche. Der baute sein Leben nicht auf materiellen Besitz auf, sondern er baute sein Leben auf Gott. Deshalb baute er, als Gott es ihm befahl, ein Schiff \u2013 und was f\u00fcr eins: 135 m lang, drei Decks mit einer Ladefl\u00e4che von 9000 m\u00b2. Das ist ein Ladevolumen von 40000 m\u00b3! Das entspricht dem Ladevolumen von 550 G\u00fcterwagen. Das waren mehrere Fu\u00dfballfelder. Da passt mehr drauf als ein Elefant und zwei Eichh\u00f6rnchen. Das war ein Monstrum von Schiff in der Gr\u00f6\u00dfe eines heutigen Ozeanriesen. Und dieses Monstrum baut Noah mit seinen S\u00f6hnen nach den Angaben Gottes. \u201eUnd Noah tat alles, was der Herr ihm befahl\u201c (1.Mose 6,22). Der baut mitten auf dem Festland, mitten im Gebirge &#8211; weit und breit kein Wasser. Am Anfang war der Mann nat\u00fcrlich eine Sensation: \u201eHaben Sie schon geh\u00f6rt? Da oben auf dem Berg sitzt ein Irrer. Der baut ein Schiff!\u201c Sonntagnachmittag rammelt alles \u2019raus, Sonderbusse werden eingesetzt, Verkehrspolizei mu\u00df den Verkehr regeln. Mit Kind und Kegel und Cola geht alles los, um sich den Verr\u00fcckten anzugucken. Und tats\u00e4chlich hobelt der da an seinen riesigen Planken herum. Scheint nicht ganz rund zu laufen, der Kollege Noah\u2026 Ein Reporter vom Sender RTL \u2013 das hei\u00dft: \u201eReden, Talken, Labern\u201c \u2013 macht sich an ihn heran und h\u00e4lt ihm ein Mikrofon unter die Nase und sagt: \u201eHerr Noah, wir sind alle sehr beeindruckt von Ihrer Hobbyt\u00e4tigkeit. W\u00fcrden Sie bitte den Menschen erkl\u00e4ren, was Sie hier machen und was Sie gerade bauen.\u201c \u2013 \u201eEin Schiff!\u201c \u2013 \u201eJa, wie eine Gartenlaube sieht\u2019s nicht gerade aus, was Sie hier bauen. Aber, sagen Sie mal: Was haben Sie denn mit dem Schiff vor?\u201c \u2013 \u201eNa, schwimmen!\u201c \u2013 \u201eSchwimmen? Das ist ja interessant! Hier oben im Gebirge? Fehlt Ihnen da nicht ein bisschen was hier oben? Verzeihung, fehlt Ihnen hier oben nicht ein bisschen Wasser?\u201c \u2013 \u201eEs wird vierzig Tage lang regnen, dann ist das Wasser auch hier oben!\u201c \u2013 \u201eVierzig Tage lang regnen? Was Sie nicht sagen! Beim heiligen Kachelmann! Das widerspricht ja allen Erfahrungen der Wissenschaft. Auch k\u00f6nnen unsere Meteorologen, die noch niemals logen, nirgendwo einen solchen \u00dcberschuss an Wasser beobachten. Na, gut \u2013 auf alle F\u00e4lle werde ich jetzt in Zukunft nur noch mit Regenschirm ins B\u00fcro gehen. Gummistiefel, Schirm und Hut sind bei jeder Flut sehr gut. Hahahaha! Also, sagen Sie mal, Herr Noah, wie sind Sie auf die irre \u2013 Verzeihung, auf die interessante Idee gekommen, dieses Schiff zu bauen? Und das mit dem Regen \u2013 woher wissen Sie denn das eigentlich alles?\u201c \u2013 \u201eVon Gott!\u201c \u2013 \u201eWoher!?\u201c \u2013 \u201eNa, von Gott!\u201c \u2013 \u201eHerr Noah, Ihre Black &amp; Decker macht so einen Krach. Machen Sie das Ding mal aus. Das ist jetzt wichtig. Von wem wissen Sie das?\u201c \u2013\u00a0 \u201eNa, von Gott. Gott l\u00e4sst euch durch mich sagen: Es wird vierzig Tage lang regnen. Und deshalb, weil die Flut kommt, \u00e4ndert euer Leben und bekehrt euch. Das sagt Gott.\u201c\u00a0 &#8211; \u201eJa, das behaupten Sie\u201c, sagt der Reporter, \u201eaber k\u00f6nnen Sie das auch beweisen?\u201c \u2013 \u201eNein.\u201c \u2013 \u201eAlso, Sie handeln hier aus Gut-Glauben?\u201c \u2013 \u201eJa.\u201c \u2013 \u201eGlauben ist gut. Aber mit diesem Glauben sind Sie ja nun vollkommen in der Minderheit. Au\u00dfer Ihnen und Ihrer Familie glaubt das ja kein Mensch. Und ehrlich gesagt, Herr Noah, das ist ziemlich pharis\u00e4erhaft und arrogant von Ihnen, wenn Sie behaupten, nur Sie mit Ihrer komischen Arche haben Recht und alle anderen irren sich. Da sitzen Sie auf dem falschen Dampfer!\u201c \u2013 \u201eDie falschen Dampfer sind meistens \u00fcberf\u00fcllt!\u201c \u2013 \u201eNa, wollen Sie damit sagen, dass alle anderen Wissenschaftler sich irren?\u201c \u2013 \u201eWer Gottes Wort nicht glaubt, irrt.\u201c \u2013 \u201eHerr Noah, eine letzte Frage. Sie berufen sich hier auf das Wort Gottes. Ich frage Sie jetzt auf Ehre und Gewissen: Sind Sie ein studierter Theologe?\u201c \u2013 \u201eNein.\u201c \u2013 \u201eNa, sehen Sie. Da haben wir doch gleich das Problem erkannt. Sie sind also ein Laie. Also einer, der so ganz naiv glaubt, was Gottes Wort sagt und das Ernst nimmt.\u201c \u2013 \u201eJa, genau so ist es.\u201c \u2013 \u201eNa, Moment mal. Nun sagen aber manche Theologen, man k\u00f6nne das Wort Gottes nicht so w\u00f6rtlich nehmen. Also wenn Gott sagt, es kommt eine Flut, dann mu\u00df man das bildlich oder symbolisch verstehen. Verstehen Sie? Also so im \u00fcbertragenen Sinne. Also betrachten wir einmal gemeinsam das Wort Flut: F \u2013 L \u2013 U \u2013 T. Das sind doch die gleichen Buchstaben wie Luft: L \u2013 U \u2013 F \u2013 T. Das ist nur eine andere Reihenfolge. Das ist vielleicht ein Abschreibfehler. Also: Gott meint nicht, es kommt Wasser, sondern es kommt Luft. Und viel Luft ist Wind. Also Gott will sagen, es wird windig. Was halten Sie von dieser Theologie?\u201c \u2013 \u201eDie ist mir zu windig. Ich halte mich lieber an das Wort Gottes. Und wenn Gott sagt, es kommt eine Flut, dann kommt eine Flut.\u201c \u2013 \u201eWortw\u00f6rtlich?\u201c \u2013 \u201eJa.\u201c \u2013 \u201eIst das Ihr letztes Wort?\u201c \u2013 \u201eJa.\u201c \u2013 \u201eHerr Noah, wir danken Ihnen f\u00fcr das interessante Gespr\u00e4ch und verabschieden uns von Ihnen mit dem Gru\u00df: Seefahrt ahoi!\u201c Und alle Welt ist sich einig: Dieser Mann hat eine Macke. Daran besteht kein Zweifel. Und als der sp\u00e4ter mit dem gesamten Viehzeug in die Arche hineinmarschiert, da war\u2019s ja klar: Jetzt ist er v\u00f6llig durchgedreht. Und die Leute haben ihn verspottet, und sie haben gejohlt und gefeixt. Und Noah blieb dabei: \u201eGott hat es mir befohlen.\u201c Und \u00fcber diese Begr\u00fcndung haben sie am meisten gelacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist allerdings bis heute so geblieben. Dass Gott einer ist, der den Menschen Befehle gibt und Gehorsam verlangt und Ungehorsam bestraft, das wollten die Leute damals genau so wenig wissen wie heute. Es wird sein wie in den Tagen Noahs. Der liebe Gott ist ein alter Knacker mit einem Wattebart, der auf einer Wolke sitzt und Sch\u00e4fchen streichelt. Und das herzliebe Jesulein ist aus Marzipan und hat p\u00fcnktlich am 24. Dezember bei dir unter dem Tannenbaum im Cellophanbeutel zu liegen. So wollen wir es doch gerne haben. Aber dass Jesus der Richter ist, der Richter dieser Welt \u2013 davon wollen die Leute nichts wissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir haben in vielen Bibelstellen geh\u00f6rt, zum Beispiel die, wo es hei\u00dft, wenn Jesus wiederkommt, werden Himmel und Erde vor ihm verschwinden \u2013 vor solcher Gr\u00f6\u00dfe von Jesus! Er ist doch nicht das fromme Milchgesicht von einer Kitschpostkarte! Sondern Himmel und Erde werden vor seiner Gegenwart fliehen. Aber sie achteten nicht darauf. Der Noah hat als Mensch seiner Zeit sich auch nicht vorstellen k\u00f6nnen, dass das Wasser so hoch steigt, dass es \u00fcber die Berge geht. Das \u00fcberstieg seine Vorstellungskraft. Aber Gott hat ja nicht zu ihm gesagt, er soll sich das vorstellen, sondern er soll sich darauf vorbereiten. Und auch als alle gesagt haben, er hat eine Macke, da blieb er dabei: \u201eGott hat\u2019s gesagt, also wird es so kommen.\u201c Und so kam es ja auch. Und auch wenn ihr alle sagtet, ich h\u00e4tte eine Macke, bleibe ich dabei: Jesus hat\u2019s gesagt. Also wird\u00a0 es so kommen. Er wird so kommen, wie er es angek\u00fcndigt hat: \u201eDann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel und dann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden kommen sehen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit gro\u00dfer Kraft und Herrlichkeit\u201c (Matth. 24, 30).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er wird kommen zu richten die Lebenden und die Toten. Und wenn du an ihn geglaubt hast, bist du gerettet. Wenn du nicht an ihn geglaubt hast, gehst du verloren. Aber Gott will nicht, dass du verloren gehst. Er will, dass du lebst \u2013 jetzt in Frieden mit ihm und einem guten Gewissen und dann in Ewigkeit in seinem Reich. In der Bibel steht: \u201eGott will, dass alle Menschen gerettet werden\u201c (1.Tim. 2, 4). Alle \u2013 egal, wer du bist, du geh\u00f6rst zu denen mit dazu. Gott will dich haben, weil er dich lieb hat. Deswegen bitte ich dich anstelle von Jesus, der damals mit ausgebreiteten Armen am Kreuz hing \u2013 ich bitte dich: Lass doch einmal deine ganzen Vorurteile beiseite. Sprich deine S\u00fcnden aus und lass dir von Jesus vergeben. Komm heraus aus deinem Schneckenhaus, in das du dich verkrochen hast. Steig einfach aus. Steig bei Jesus ein. Geh nicht achtlos an dieser Warnung vor\u00fcber. Wir haben fr\u00fcher ein Lied gesungen: \u201eJesus ruft dich in sein Reich. Warte nicht und komme gleich.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfolg der Predigt des Noah: \u201eSie achteten nicht darauf.\u201c 120 Jahre lang hatte Noah Zeit, um seine Mitb\u00fcrger zu warnen. 120 Jahre lang hat er mit seinen S\u00f6hnen an der Arche gearbeitet. Durch Wort und Tat hat er Gericht angek\u00fcndigt. Und 120 Jahre lang hie\u00df es: \u201eSie achteten nicht darauf.\u201c Sie hatten viel Wichtigeres zu tun, als sich zu bekehren: Saufen, Sex und Fressen. \u201eHeute machen wir mal einen drauf \u2013 nach uns die Sintflut.\u201c Es wird sein wie in den Tagen Noahs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist doch eigenartig: Die Menschen k\u00f6nnen sich heutzutage Dinge ausdenken und Gedankenexperimente machen. Sie k\u00f6nnen sich Weltr\u00e4ume und sonst was vorstellen. Aber die Vorstellung, dass Jesus einmal zum Gericht wiederkommt, ist angeblich nicht vorstellbar. Dabei ist die Frage, wie ich durch das Gericht komme, die wichtigste Frage des Lebens. Dietrich Bonhoeffer, der gro\u00dfe Theologe des vorigen Jahrhunderts, hat gesagt: \u201eDie wichtigste Frage des Lebens ist: Wie komme ich durch das Gericht?\u201c Das war auch die Frage von Luther. Der hat es nur anders formuliert. Er hat gesagt: \u201eDie wichtigste Frage ist: Wie kriege ich einen gn\u00e4digen Gott?\u201c Das hei\u00dft: Wie kriege ich mein Leben mit meinen S\u00fcnden und meiner Schuld hin, dass ich am Ende einmal vor dem heiligen Gott bestehen kann. Heute sagen die meisten Menschen: \u201eDas interessiert mich herzlich wenig. Wie kriege ich ein neues Auto oder eine billige Wohnung? Das ist mein Problem.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, es wird sein wie in den Tagen Noahs. Und dann kam das angeblich Unvorstellbare: Dann kam der Regen. Und dann stieg das Wasser und wurde zur Flut, die alles \u00fcberschwemmte, auch die Gebirge. Und Noahs Kasten hob ab vom Berg und schwamm \u2013 dieses Monstrum von einem Schiff schwamm! Und alle, die darin waren, die paar, die waren gerettet. Und alle anderen gingen im Wasser unter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe einmal Urlaub gemacht an einer Stelle in Sachsen, an der die Zwickau und die Freiberger Mulde zusammenflie\u00dfen, zwei Fl\u00fcsse, die sich da vereinigen. Als ich im Sommer dahin kam, waren gerade hei\u00dfe Tage. Die Mulde war fast ausgetrocknet. Die kleinen Kinder liefen dort barfuss umher und spielten. Dann kriegte ich einen verregneten Urlaub. Es fing an zu regnen \u2013 Tag um Tag. Das Wasser stieg immer weiter und weiter. Es \u00fcberflutete alles. Riesige Baumst\u00e4mme schossen da entlang. Das ist eine Wahnsinnsgewalt, wenn so viel Wasser \u00fcber die Ufer tritt. Das riss alles mit sich. Die beiden Fl\u00fcsse vereinigten sich. Das Land dazwischen wurde \u00fcberschwemmt. Die Br\u00fccke wurde weggerissen. Da habe ich einmal so einen kleinen Eindruck bekommen, wie das gewesen sein muss bei der Sintflut. Erst einmal ein paar Tage Regen, das ist ja noch nicht so schlimm. Aber nach einer Woche werden die Leute gesagt haben: \u201eDas ist ja eigenartig. Eine Woche lang Regen.\u201c Und dann noch eine Woche, und \u00fcberall nur Wasser, und es stieg und stieg. Und dann fiel den Leuten ein: \u201eDa war doch mal so ein Irrer auf dem Berg da oben. Der hat doch davon gesprochen und uns eingeladen. Nun aber nichts wie hin zu ihm!\u201c Da laufen wieder alle hin zu ihm auf den Berg. Und als sie ankommen, hat die Arche aber schon abgehoben. Und Noah sagt: \u201eNein \u2013 es ist zu sp\u00e4t. Gott hat bis jetzt auf euch gewartet. Aber jetzt hat Gott die T\u00fcr zugemacht.\u201c Und sie schreien: \u201eNoah, Noah, rette uns!\u201c Aber es wird nichts mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt ein altes Negrospiritual. Da hei\u00dft es, dass die Engel weinen, als die Arche abgehoben ist und die Menschen um Rettung rufen \u2013 und es ist zu sp\u00e4t! Den Gedanken, dass die Engel weinen \u00fcber die Dummheit der Menschen, habe ich so noch nie geh\u00f6rt. Wahrscheinlich hat Gott am allermeisten geweint, der jahrelang die Menschen zu sich gerufen hat und sie ihn abgelehnt haben. Aber dann war es eben zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wird wahrscheinlich in unseren Tagen, wenn es zu unseren Lebzeiten passiert, nicht viel anders sein. Die Menschen werden dann umherlaufen und sagen: \u201eWo finden wir jetzt noch einen Priester, der uns die S\u00fcnden vergibt? Wo gibt es jetzt noch einen Punkt, wo wir gerettet werden k\u00f6nnen?\u201c Sie werden erkennen und sagen: \u201eWir haben ein Leben lang \u00fcber das Kreuz gefeixt und uns dar\u00fcber lustig gemacht. Dabei war das der einzige Punkt, wo wir h\u00e4tten hingehen m\u00fcssen, um uns retten zu lassen.\u201c Es wird sein wie in den Tagen Noahs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schriftsteller Thornton Wilder hat einmal die Szene vom Beginn der Sintflut als Theaterst\u00fcck auf die B\u00fchne gestellt. Da kommt ein kleines Rinnsal \u00fcber die B\u00fchne gepl\u00e4tschert. Ein paar Kinder sitzen da, die sich ein kleines Wasserr\u00e4dchen gebaut haben, wie wir das als Kinder auch gemacht haben. Und sie spielen dort. Eine alte Frau legt beruhigend ihre Hand auf die K\u00f6pfe der Kinder und sagt: \u201eSpielt nur weiter. Ihr habt ja noch ein bisschen Zeit.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ja, spielt nur ruhig weiter mit eurem Leben und mit eurer Gesundheit und mit dem Wort Gottes. Ihr habt ja noch Zeit \u2013 zwei Wochen oder zwei Jahre oder zwanzig Jahre \u2013 ich wei\u00df es nicht. \u201eAm Ende nahm die Sintflut sie alle dahin\u201c. Und das n\u00e4chste Mal, sagt die Bibel \u2013 das habe ich schon vorgelesen \u2013 kommt kein Wasser, sondern da kommt Feuer: \u201eDie Welt wird durch Feuer zerst\u00f6rt werden. Das geschieht an dem Tage des Gerichts, an dem die Menschen, die Gott nicht gehorcht haben, verdammt werden.\u201c Wenn am 12. Februar 1945 durch Dresden ein Prophet gegangen w\u00e4re und gesagt h\u00e4tte: \u201eLeute von Dresden, morgen wird diese Stadt zu Asche werden! Flieht!\u201c Ich vermute, es w\u00e4ren wenige Menschen aus der Stadt gegangen. Denn jeder h\u00e4tte sich gesagt: \u201eAch, das ist alles Angstmacherei. Diese Stadt ist doch nicht kriegswichtig. Hier sind doch nur lauter verwundete Soldaten und Fl\u00fcchtlinge. Und diese Perle von Sch\u00f6nheit ist ein einzigartiges Juwel unter den St\u00e4dten dieser Welt. Es wird doch niemand so barbarisch sein, diese Stadt zu verbrennen.\u201c Und am n\u00e4chsten Tag war diese Stadt nicht mehr da. Am 13. Februar ist sie verbrannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott \u00fcberf\u00e4llt die Menschen mit seinen Strafgerichten nicht ohne eine Vorwarnung. Er hat die Menschen zur Zeit des Noah gewarnt. Und er hat ein Rettungsmittel hingestellt \u2013 das war die Arche. Und er warnt auch uns. Und er hat auch uns ein Rettungsmittel hingestellt \u2013 das ist Jesus am Kreuz. Jesus \u00fcberf\u00e4llt uns mit seinen Gerichten nicht ohne Vorwarnung. Er sagt es uns vorher. Und heute sagt er es dir. Du kannst am J\u00fcngsten Tage nicht sagen: \u201eDas habe ich nicht gewusst\u201c. Doch \u2013 du wei\u00dft Bescheid. Also: Seid bereit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich will jetzt noch einmal versuchen, euch den Zusammenhang zwischen dem Bereitsein und dem Gericht klar zu machen. Ihr habt doch Phantasie. Stellt euch einmal den Platz hier oben und den Platz da unten vor. Das ist jetzt einmal der Appellplatz, wo alle Menschen zum Appell vor Gott antreten m\u00fcssen. Hier stand gestern der Scheinwerfer, der ist inzwischen erdr\u00fcckt, aber wenn der da w\u00e4re, w\u00e4re das dann Gott. Denn alle Menschen m\u00fcssen in den Lichtstrahl Gottes hineintreten. Hier ist Gott \u2013 da der Appellplatz \u2013 und hier hinten ist eine T\u00fcr. Die mache ich jetzt mal auf. Ihr wisst ja, Jesus hat ja einmal gesagt: \u201eIch bin die T\u00fcr\u201c Joh. 10,9). Das ist jetzt Jesus. Alle Menschen m\u00fcssen antreten. Nehmen wir an, es geht nach dem Alphabet: A \u2013 B \u2013 C &#8211; \u2026 ich habe ja noch Zeit\u2026 Da kommt der Buchstabe L, und es r\u00fcckt immer n\u00e4her mit den Vornamen\u2026 Und dann kommt der Moment, an dem es hei\u00dft: \u201eTheo Lehmann vortreten zum Gericht!\u201c Und wisst ihr, was ich dann mache? Ich gehe da nicht hin. Ich haue ab. Ich verstecke mich hinter der T\u00fcr Jesus. Und als zum zweiten Mal gerufen wird: \u201eTheo Lehmann zum Gericht vortreten!\u201c, sage ich: \u201eJesus, sag du\u2019s!\u201c Und beim dritten Mal, wo es hei\u00dft: \u201eWo ist der Theo Lehmann?! Vortreten zum Gericht!\u201c, h\u00f6re ich, wie Jesus sagt: \u201eHier!\u201c Und Gott sagt: \u201eWo? Ich sehe keinen Theo Lehmann.\u201c Darauf antwortet Jesus: \u201eJa, Vater, du hast ja Recht. Den kannst du nicht sehen. Aber der ist hier. Er hat sich hinter mir versteckt. Den decke ich. F\u00fcr den stehe ich gerade. Das ist ein S\u00fcnder. Aber wir beide haben getauscht. Er hat mir seine S\u00fcnden gegeben, und ich habe f\u00fcr ihn bezahlt und ihm die Vergebung gegeben. Deswegen, Vater, kannst du ihn nicht noch einmal bestrafen. Deshalb bitte ich dich: Lass ihn durchschl\u00fcpfen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, Freunde, und so komme ich in den Himmel. Durch ihn \u2013 Jesus, durch diese T\u00fcr. <strong><em>Nur<\/em><\/strong> durch ihn. Und wenn du den dann nicht kennst und den nicht als deinen Verteidiger hast, dann hast du schlechte Karten. Dann kommst du nicht in den Himmel. Du kommst nicht an Jesus vorbei. In den Himmel kommst du nur, wenn der dich kennt, wenn der f\u00fcr dich geradesteht. Und da du nicht wei\u00dft, wenn er wiederkommt oder wann dein Leben zu Ende geht, darum sagt Jesus: \u201eSeid bereit! Bereite dich vor. Schlie\u00df dich mir an. Dann kommst du durch das Gericht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihr wisst, ich komme aus der DDR. Wir hatten da eine Kinderorganisation, das waren die jungen Pioniere. Jeden Montagmorgen war Schulappell. Da haben sie aus der Bibel dieses Wort gestohlen: \u201eSeid bereit!\u201c Das war der Gru\u00df der Pioniere in der DDR. Der Lehrer br\u00fcllte immer: \u201eSeid bereit!\u201c Und die ganze Klasse schrie: \u201eImmer bereit!\u201c Und das machen wir jetzt: \u201eSeid bereit!\u201c \u2013 \u201eImmer bereit!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Amen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<em>Predigt auf dem Kongre\u00df des Gemeindehilfsbundes und Gemeindenetzwerks \u201eSiehe, ich komme bald! Das biblische Zeugnis von Wiederkunft, Gericht und Neusch\u00f6pfung\u201c, Bad Gandersheim 1.-3. April 2011. Die Tonaufnahme ist als CD erh\u00e4ltnlich bei der Gesch\u00e4ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, M\u00fchlenstr. 42, 29664 Walsrode (E-mail: <a href=\"mailto:info@gemeindehilfsbund.de\">info@gemeindehilfsbund.de<\/a>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines ist mir klar: Keiner kennt die Zukunft \u2013 mit einer Ausnahme, und das sind wir Christen. 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