{"id":6436,"date":"2011-05-17T09:21:36","date_gmt":"2011-05-17T07:21:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6436"},"modified":"2011-05-17T09:21:36","modified_gmt":"2011-05-17T07:21:36","slug":"8-millionen-abtreibungen-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6436","title":{"rendered":"8 Millionen Abtreibungen in Deutschland?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Woche f\u00fcr das Leben: 8 Millionen Abtreibungen in Deutschland?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In 37 Jahren junges Leben im Umfang von vier Millionenst\u00e4dten wie Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen und K\u00f6ln zerst\u00f6rt<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahl der Abtreibungen spielt in der Debatte um das Lebensrecht ungeborener Kinder immer wieder eine Rolle. Dabei taucht mitunter die hoch erscheinende Zahl von 8 Millionen Abtreibungen in Deutschland auf. Ist eine solche Zahl realistisch oder (zweckdienlich?) aus der Luft gegriffen? Welche Bedeutung kann dieser Zahl beigemessen werden?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1996 wird eine amtliche Statistik \u00fcber die Zahl der Schwangerschaftsabbr\u00fcche in Deutschland gef\u00fchrt. Nach dieser Statistik wurden in den letzten 15 Jahren j\u00e4hrlich zwischen 110.000 und 135.000 Schwangerschaftsabbr\u00fcche durchgef\u00fchrt. Die meldestatistisch erfassten Abbr\u00fcche sind jedoch, wie in den ersten Jahren das Statistische Bundesamt selbst anmerkte, l\u00fcckenhaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich finden deutlich mehr Schwangerschaftsabbr\u00fcche statt als die Statistik ausweist. Das Bundesinstitut f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung (BiB) geht beispielsweise davon aus, da\u00df der Erfassungsgrad bei etwa 60 % liegt. Wer aus diesen Angaben eine realistische Aussage \u00fcber die tats\u00e4chlichen Abtreibungen f\u00fcr den Zeitraum seit Beginn der Liberalisierung der Abtreibung in Deutschland im Jahr 1974 ableiten will, kommt f\u00fcr den Zeitabschnitt von 1974 bis 2010 auf insgesamt etwa 8 Millionen Abtreibungen in Deutschland. Damit wird klar, da\u00df die Zahl der in Deutschland in den letzten 37 Jahren get\u00f6teten Kinder die Gesamtbev\u00f6lkerung der deutschen Gro\u00dfraumst\u00e4dte Berlin (3,5 Mio.), Hamburg (1,8 Mio.), M\u00fcnchen (1,3 Mio) und K\u00f6ln (1,0 Mio) \u00fcbersteigt. Im Vergleich mit dem Bundesland Rheinland-Pfalz erreicht diese Abtreibungszahl das Doppelte der Gesamtbev\u00f6lkerung von Rheinland-Pfalz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6440\" title=\"untitled\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/untitled.bmp\" alt=\"\" \/>Diese Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse veranschaulichen, da\u00df Deutschland im Nachwuchsvergleich mit anderen L\u00e4ndern Europas am unteren Ende der Vergleichsskala liegt (MEDRUM berichtete: <a href=\"http:\/\/www.medrum.de\/content\/erschreckende-zahlen-und-duestere-perspektiven\">Erschreckende Zahlen und d\u00fcstere Perspektiven<\/a>). W\u00e4re auch nur die H\u00e4lfte der abgetriebenen Kinder vor dem Tod des Schwangerschaftsabbruchs bewahrt worden, w\u00e4re Deutschland kein Land, das sich um seine \u00dcberalterung sorgen m\u00fcsste. Diese, hinter dem Begriff &#8222;Demographischer Wandel&#8220; verborgene, \u00dcberalterung durch Kinderlosigkeit scheint wie ein Fluch der b\u00f6sen Tat auf die deutsche Gesellschaft zur\u00fcckzuschlagen. So besch\u00e4ftigen sich nicht nur die Politik, sondern auch die Kirchen zum Beispiel in der &#8222;Woche f\u00fcr das Leben&#8220; denn auch folgerichtig statt mit Kindersegen mehr mit Palliativmedizin, Altenpflege und dem b\u00fcrgerschaftlichen Engagement hierf\u00fcr (MEDRUM berichtete: <a href=\"http:\/\/www.medrum.de\/content\/die-woche-fuer-das-leben-eine-soziale-woche\">Die Woche f\u00fcr das Leben: eine &#8222;Soziale Woche?<\/a>). Eine der Buchempfehlungen der diesj\u00e4hrigen Woche f\u00fcr das Leben, &#8222;In schwierigen Zeiten Hilft mehr B\u00fcrgerengagement&#8220;, ist charakterisch f\u00fcr diese Entwicklung (Abbildung links).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Artikel 1 des Grundgesetzes steht: &#8222;Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu sch\u00fctzen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.&#8220; Wer kann angesichts der Tatsache, da\u00df w\u00e4hrend der Lebenszeit von noch nicht einmal zwei Generationen das Leben von 8 Millionen Kindern gewaltsam beendet wurde, glaubw\u00fcrdig vertreten, da\u00df Politikerinnen und Politiker dem Auftrag, der ihnen an oberster Stelle im Grundgesetz erteilt und vom Bundesverfassungsgericht in Erinnerung gerufen wurde, nachgekommen sind? Lebensvergessenheit, Pflichtvergessenheit und der postmoderne Schlaf des Gewissens stehen hier offenbar in einem unaufl\u00f6slichen Zusammenhang. Was fr\u00fcher feministisch mit &#8222;Mein Bauch geh\u00f6rt mir!&#8220; propagiert wurde, wird heute im Namen der Selbstbestimmung unter den Teppich \u00abreproduktive Gesundheit\u00bb gekehrt (<a href=\"http:\/\/www.medrum.de\/node\/7596\">MEDRUM-Artikel \u00fcber eine Veranstaltung des Netzwerkes Frauengesundheit<\/a>). Unter diesem dahinfaulenden Teppich liegen die verwesenden \u00dcberreste 8 Millionen ungeborener Kinder. Sie sind zum Staub dieser Gesellschaft geworden. Die &#8222;normalste Sache der Welt&#8220;, wie das Magazin FOCUS 2008 schrieb.<\/p>\n<p><em>Kurt J. Heinz,\u00a0\u00a008.05.11, Copyright, alle Rechte vorbehalten (<\/em><a href=\"http:\/\/www.medrum.de\"><em>www.medrum.de<\/em><\/a><em>)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woche f\u00fcr das Leben: 8 Millionen Abtreibungen in Deutschland? In 37 Jahren junges Leben im Umfang von vier Millionenst\u00e4dten wie Berlin, Hamburg, M\u00fcnchen und K\u00f6ln zerst\u00f6rt Zahl der Abtreibungen spielt in der Debatte um das Lebensrecht ungeborener Kinder immer wieder eine Rolle. 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