{"id":6413,"date":"2011-05-09T17:30:47","date_gmt":"2011-05-09T15:30:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6413"},"modified":"2011-05-09T17:30:47","modified_gmt":"2011-05-09T15:30:47","slug":"das-tor-zur-ewigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6413","title":{"rendered":"Das Tor zur Ewigkeit"},"content":{"rendered":"<p><strong>Das Tor zur Ewigkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn der Kirchg\u00e4nger die Wieskirche im Allg\u00e4u betritt, erblickt er im Deckengem\u00e4lde \u00fcber dem Altar den \u201eThron des Weltgerichtes\u201c. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite befindet sich \u00fcber dem Kirchenausgang das gro\u00dfe goldene \u201eTor zur Ewigkeit\u201c. \u00dcber dem gewaltigen Portal liest man auf Latein: \u201eTempus non erit amplius\u201c \u2013 \u201eZeit wird nicht mehr sein\u201c (Offb 10,6). Rechts unterhalb der Treppenstufen, die zum Portal hinauff\u00fchren, liegt zusammengebrochen \u201eder Tod\u201c, dem die Sense entglitten ist, mit der er den Lebensfaden der Menschen abschnitt. Das \u201eTor zur Ewigkeit\u201c f\u00fchrt in die Gegenwart Gottes, in das Himmelreich, in dem weder \u201eTod, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein wird; denn das Erste ist vergangen\u201c (Offb 21,4).<!--more-->\u00a0Doch der Betrachter steht vor zwei schweren fest verschlossenen Torfl\u00fcgeln. Unweigerlich mu\u00df er sich fragen: \u201eWer \u00f6ffnet mir das Tor zur Ewigkeit? Wie komme ich hinein?\u201c Bei genauerem Hinsehen erkennt man in der Torvert\u00e4felung ein Kreuz. Im Schnittpunkt des Kreuzes befindet sich ein Schl\u00fcsselloch. Das goldene Tor erinnert den Betrachter somit an den, der allein in der Lage ist, das Tor zu \u00f6ffnen und den Zugang in das ewige Reich Gottes zu gew\u00e4hren. Es ist der, der von sich sagt: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schl\u00fcssel des Todes und der H\u00f6lle\u201c (Offb 1,17.18). Durch sein Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha hat Jesus \u00fcber unsere S\u00fcnde und \u00fcber \u201eH\u00f6lle, Tod und Teufel\u201c den Sieg errungen. In der Auferstehung unseres Herrn am Ostermorgen hat der himmlische Vater sein Erl\u00f6sungswerk beglaubigt. Allein der gekreuzigte und auferstandene Christus schlie\u00dft den Himmel auf. Nur er ist der Weg, durch den wir zum himmlischen Vater kommen (Joh 14,6). Heute werben viele in Kirche und Gesellschaft daf\u00fcr, da\u00df auch andere Tore in die Ewigkeit f\u00fchren. Doch all diesen \u201eAlternativzug\u00e4ngen\u201c fehlt das Entscheidende: Sie haben das Kreuz nicht. Der Schl\u00fcssel pa\u00dft nicht ins Schlo\u00df. Die T\u00fcr bleibt verschlossen. Die Ewigkeit in Gottes Gegenwart wird nicht erreicht. Es bleibt der ewige Tod. Nur und allein Jesus Christus sagt uns das befreiende Wort \u201eIch bin die T\u00fcr; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden\u201c (Joh 10,9).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prediger Johann Hesse, April 2011<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Tor zur Ewigkeit Wenn der Kirchg\u00e4nger die Wieskirche im Allg\u00e4u betritt, erblickt er im Deckengem\u00e4lde \u00fcber dem Altar den \u201eThron des Weltgerichtes\u201c. 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