{"id":6015,"date":"2011-02-23T14:43:47","date_gmt":"2011-02-23T12:43:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6015"},"modified":"2011-02-24T00:37:29","modified_gmt":"2011-02-23T22:37:29","slug":"die-dodoma-erklarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=6015","title":{"rendered":"Die Dodoma-Erkl\u00e4rung der Ev.-luth. Kirche in Tanzania"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Dodoma \u2013 Erkl\u00e4rung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Erkl\u00e4rung des Bischofsrats der &#8222;Evangelical Lutheran Church in Tanzania&#8220; (ELCT)\u00a0zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Vorwort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1<\/strong> Die Evangelisch \u2013 Lutherische Kirche Tansania (ELCT) dankt Gott, dass er in seiner unermesslichen Weisheit und durch seinen Sohn Jesus Christus uns &#8211; alle seine Gl\u00e4ubigen in der Welt &#8211; miteinander verbunden hat, ein Leib zu sein und uns so dazu veranlasst, aneinander Anteil zu nehmen. Auf diesem Weg k\u00f6nnen wir miteinander gehen und in vielen Dingen erfolgreich sein.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2<\/strong> In unserer Beziehung als ein Leib haben wir auf verschiedene Weise in schwierigen und leichten Dingen Anteil aneinander. Was uns bis jetzt durch die Hilfe Gottes bef\u00e4higt hat, beieinander zu bleiben, ist die Erinnerung und Anerkennung, dass wir uns an jedem Tag des Gottesdienstes im Leben der Kirche dazu bekennen, dass die Kirche Gottes eine ist, heilig, in der ganzen Welt und apostolisch. Dadurch muss jeder Vorfall in einer Teilkirche, der anders ist in Standpunkt und Lehre, als es viele Jahrhunderte in der ganzen Kirche Gottes verstanden worden ist, notwendigerweise auf die eine oder andere Weise Best\u00fcrzung und Reaktion in den anderen Kirchen \u00fcberall auf der Welt hervorrufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3<\/strong> Zur Zeit ist einer dieser ungew\u00f6hnlichen Vorf\u00e4lle nach Ansicht und dem Verst\u00e4ndnis der ELCT, dass einige Kirchen \u2013 besonders in Europa und Nordamerika beschlossen haben, Ehen von Personen einerlei Geschlechts gesetzlich zuzulassen. Bei diesem Vorgehen werden von den betroffenen Kirchen unterschiedliche Gr\u00fcnde vorgetragen, diesen ihren Beschluss zu verteidigen. Hier m\u00f6chten wir zusammenfassend einige der Gr\u00fcnde nennen, die von diesen Kirchen vorgetragen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3.1.<\/strong> Dass n\u00e4mlich die Lehre der Kirche, wonach die Ehe entsprechend der Heiligen Schrift zwischen Mann und Frau besteht, nicht so gelte, wie es bisher erkl\u00e4rt worden ist. Auf dem Boden solcher Behauptung haben die Verfechter der Ehe zwischen Personen einerlei Geschlechts begonnen, alles m\u00f6gliche zu tun, einen Vers nach dem anderen aufzul\u00f6sen, der zeigt, dass die gesetzm\u00e4\u00dfige Ehe nach der Bibel zwischen Mann und Frau besteht. Sie tun das, indem sie ihre \u201eneue und wom\u00f6glich verdorbene\u201c \u00dcbersetzung vorbringen \u2013 anders als die Position und das Verst\u00e4ndnis der Kirche, wie es viele Jahre hinsichtlich der Bedeutung der Ehe nach dem Wort Gottes gegolten hat. Einige der Verse der Bibel, gegen die sie angehen und denen eine andere \u00dcbersetzung von den Bef\u00fcrwortern der gleichgeschlechtlichen Ehe gegeben wird, sind die folgenden: 1. Mose 1,27f; 2,24; Mt 19,5-7; R\u00f6 1,26f; Gal 3,28 u.a.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3.2<\/strong> Dass n\u00e4mlich, das Wesentliche bei der Frage nach der Beziehung zwischen zwei Betroffenen in einer Ehe oder in einer anderen Liebesbeziehung die Liebe sei. Sofern Menschen einander lieben, sei eine solche Beziehung echt und erlaubt \u2013 so behaupten es die Vertreter der Ehe zwischen Menschen einerlei Geschlechts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3.3<\/strong> Dass au\u00dferdem ihre Umwelt und die Normen in der Gegenwart anders seien als in den vergangenen Zeiten hinsichtlich der Bedeutung und Ansicht \u00fcber das, was erlaubt ist und was nicht erlaubt ist in einer ehelichen &#8211; oder Liebesbeziehung. Dar\u00fcber hinaus behaupten sie, dass die Frage, welches Verhalten S\u00fcnde sei und was nicht S\u00fcnde sei, sich je nach Zeit, Umwelt und Ort ver\u00e4ndert, wo ein Mensch lebt. In ihren Augen hat sich die Einstellung der Gesellschaft \u00fcber das Verhalten \u2013 insbesondere hinsichtlich der Frage von ehelichen- oder Liebesbeziehungen zwischen Menschen eines Geschlechts oder unterschiedlichen Geschlechts ge\u00e4ndert, und sie w\u00fcnschen, dass auch die Kirche mit der Zeit gehe hinsichtlich ihrer Einsch\u00e4tzung und Stellung zu diesen Dingen. Im \u00dcbrigen behaupten die Vertreter dieser Position, dass \u201edie Praxis, \u00fcber Angelegenheiten von Ehen von Menschen einerlei Geschlechts zu schelten oder die Stirn zu runzeln, mit der alten Zeit vergangen ist.\u201c Auf diese Weise m\u00f6chten sie, dass wir anderen alle in der Kirche und in der Gesellschaft der Welt insgesamt der \u00c4nderung zustimmen und mit der Zeit gehen \u2013 so wie sie in dieser neuen Umgebung!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3.4<\/strong> Dass es Gesetzes\u00e4nderungen zugunsten solcher Ehen in diesen L\u00e4ndern gegeben hat, in denen diese Kirchen leben, die Ehen Gleichgeschlechtlicher verteidigen und gesetzlich zulassen. Dadurch w\u00fcrden sich die Kirchen dieser L\u00e4nder in einer sehr schwierigen Lage f\u00fcr ihre Arbeit und ihr Leben wiederfinden, wenn sie auf ihrem Standpunkt all der zur\u00fcckliegenden Jahre bez\u00fcglich der gleichgeschlechtlichen Ehe und vieler anderer Fragen beharren w\u00fcrden, die die Beziehung zwischen Menschen eines Geschlechts betreffen. Das hei\u00dft nach unserer \u00dcbersetzung, dass diese Kirchen beschlossen haben, sich mit den Beschl\u00fcssen der Regierungen ihrer L\u00e4nder einverstanden zu erkl\u00e4ren \u2013 gleichsam sich zufrieden geben, damit diese Kirchen nur nicht bestimmte ihrer Privilegien in der gesamten Frage der Ehe verlieren, falls sie an ihrer Haltung all der vergangenen Jahre festhalten wollte \u2013 d. h. der gesetzlichen Zulassung von Ehen einerlei Geschlechts zu widerstehen und sie abzulehnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3.5<\/strong> Dass auch die Frage der Beziehungen \u2013 ehelicher oder anderer geschlechtlicher Art \u2013 zwischen Menschen eines Geschlechts Sache der beiden betroffenen Menschen ist; sie haben die Freiheit, zu entscheiden, was sie tun, wie sie es dabei wollen. Daher ist die Grundbehauptung, dass es nicht in Ordnung ist, wenn irgendjemand in diese ihre Dinge eingreift, sondern sie frei sein zu lassen, zu tun, wie sie es m\u00f6chten. Es gibt viele weitere Gr\u00fcnde wie die oben genannten, die von den Kirchen vorgebracht werden, die gleichgeschlechtliche Ehen erlauben \u2013 entweder durch Erkl\u00e4rungen m\u00fcndlicher oder schriftlicher Art aber auch durch ihr Verhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die Gegenposition<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1.<\/strong> Hinsichtlich der Behauptungen, die von den Verteidigern der gleichgeschlechtlichen Ehe vorgetragen werden hat die Evangelisch \u2013 Lutherische Kirche Tanzania eine andere Einsch\u00e4tzung und Position. Sie lehnt alle Argumente ab, die von den Verteidigern solcher Ehen und ihrer gesetzlichen Zulassung vorgetragen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2.<\/strong> Diese Kirche (ELCT) steht auf dem Grund des Wortes Gottes, dass die Bedeutung der Ehe ist, wie es in den Kapiteln der Bibel gelehrt wird, die im Abschnitt 1.3.1 oben genannt sind. Man hat angefangen, diesen Kapiteln eine Bedeutung und \u00dcbersetzung zu geben, der wir nicht zustimmen k\u00f6nnen. Wir und alle anderen \u00fcberall in der Welt mit der gleichen Einstellung wie wir in der Frage der Ablehnung gleichgeschlechtlicher Ehen, wir glauben, dass die Bibel nicht \u00fcbersetzt werden kann, wie es bestimmte Leute w\u00fcnschen \u2013 oder bestimmte Regierungen oder bestimmte Kulturen, sondern sie erkl\u00e4rt sich selbst in verschiedenen Sprachen mit ihrer unver\u00e4nderlichen Authentizit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3.<\/strong> Diese Kirche glaubt, dass die Liebe das Wesen einer Liebes- und wahren Beziehung zwischen zwei Menschen ist, die miteinander in einer Ehe leben oder leben wollen. Aber hinsichtlich des Heiratens und Geheiratet Werdens, besteht solche Liebe zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts. Im \u00dcbrigen versteht die ELCT die Lehre \u00fcber die Liebe als sehr weitgehend und dass es bestimmte ethische Normen gibt beim rechten Gebrauch der Gnadengabe der Liebe oder des einander Liebens. Wenn solche ethischen Normen hinsichtlich der wahren Bedeutung von Liebe und ihres Gebrauchs \u00fcbertreten werden oder man beginnt, sie aus irgendeinem solchen Grund zu verdrehen, w\u00e4chst die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr den Menschen, sich in einem Zustand wiederzufinden, in dem das Benutzen des Wortes Liebe jegliche Art von Beziehung bedeuten oder erlauben kann \u2013 auch wenn es von der Bibel oder von der Gesellschaft her nicht toleriert wird. Wenn man einen solchen Zustand erlaubt, da ja Liebe da sei zwischen zwei betroffenen Menschen, dann w\u00fcrde man Ehen jeglicher Art zustimmen. Wenn Kirche oder Gesellschaft einer solchen Forderung zustimmen w\u00fcrden, k\u00f6nnten wir uns in einem Zustand wiederfinden, der sogar Ehen zwischen Geschwistern, Eltern und Kindern, wom\u00f6glich gar zwischen Mensch und Tieren akzeptiert und verteidigt &#8211; ist es doch Liebe, das diese beiden Gesch\u00f6pfe miteinander verbindet! Ist es (daher) gleichg\u00fcltig, welche \u00dcbersetzung gew\u00e4hlt wird? Was wir hier hervorheben m\u00f6chten, ist: lasst uns sehr sorgf\u00e4ltig sein, wenn wir \u00fcber das Wort Liebe reden \u2013 sogar dahin kommen, dass es ein wichtiger und einzigartiger Ma\u00dfstab ist \u2013 aber nicht alles zulassen in der Frage der Ehe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.4.<\/strong> Die Antwort, die oben gegeben worden ist, betrifft auch die gesetzliche Erlaubnis und Verteidigung der gleichgeschlechtlichen Ehe durch die Behauptung, dass in Kultur und Gesellschaft der Menschen dieser L\u00e4nder, in denen die Ehe Gleichgeschlechtlicher gesetzlich zugelassen ist, es gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen im Denken der Menschen gegeben habe. Die Menschen sehen nicht mehr ein, dass es schlecht und ungesetzlich sei, wenn Menschen eines Geschlechts einander heiraten. Ihre gegenw\u00e4rtige Kultur dr\u00e4nge in Richtung Unterst\u00fctzung solcher eingeschlechtlicher Ehen. Die ethischen Standards der Gegenwart sind anders als die der vergangenen Zeit. Die ELCT akzeptiert, dass es wahr ist, dass bestimmte ethische Einstellungen sich \u00e4ndern k\u00f6nnen, je nachdem, wo und zu welchen Zeiten Menschen leben. Aber die Gl\u00e4ubigen der ELCT wissen und glauben, dass es Dinge gibt, die sich nicht \u00e4ndern, wie zum Beispiel dass eine Nase nicht zum Mund wird und ein Ohr nicht zum Auge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.5.<\/strong> Es ist wahr, dass Verhaltensweisen, die von der Gesellschaft gerade in den zur\u00fcckliegenden Jahren abgelehnt wurden, jetzt mit einer gew\u00e4hrenden und akzeptierenden Haltung angesehen werden. Es ist offensichtlich, dass die Gegenwart anders ist und sich die Gesellschaft in ihrer Haltung und ihrer Einstellung in vielen Dingen ge\u00e4ndert hat. Aber es ist in gleicher Weise wahr, dass Ethik und Position von Kirche und Gesellschaft insgesamt nicht auf einem ethischen Grund stehen kann, der jederzeit schwankt. Es ist notwendig, dass Kirche und Gesellschaft nach ethischen Grundregeln leben, die gesellschaftliche, wissenschaftliche , politische, wirtschaftliche und andere Ver\u00e4nderungen aushalten k\u00f6nnen. Diese Kirche glaubt \u2013 auf dem Grund der Lehre des Wortes Gottes \u2013 dass es ethische Grundregeln gibt, die nicht ge\u00e4ndert werden sollten und nicht verdreht werden sollten durch den Druck von Ver\u00e4nderungen in Zeit, Zustand oder Ort. Eine dieser Grundregeln betrifft die Frage der Ehe und ihre Bedeutung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.6.<\/strong> Im \u00dcbrigen sollten Ver\u00e4nderungen im ethischen Verhalten einer bestimmten Gesellschaft an einem bestimmten Ort \u2013 z.B. Europa oder Nordamerika \u2013 nicht als Vorbild f\u00fcr Ver\u00e4nderungen \u00fcberall sonst auf der Welt genommen werden. Auch sollten solche ethischen, gesellschaftlichen und sonstigen Ver\u00e4nderungen in L\u00e4ndern Europas und Nordamerikas nicht Menschen in anderen L\u00e4ndern oder Kirchen aufgezwungen werden. Denn auch solche Menschen in anderen Teilen der Welt, au\u00dferhalb von Europa und Nordamerika, haben ihre gesellschaftlichen Wurzeln, die ihr ethisches Verhalten besch\u00fctzen. Wir als Tanzanier und Afrikaner haben unsere ethischen Normen, die auf den Grundlagen unser Kulturen offen zutage liegen \u2013 sie anerkennen eheliche Beziehungen nur zwischen Menschen unterschiedlichen Geschlechts. Deshalb, wenn bestimmte Leute sagen, dass sie gleichgeschlechtliche Ehen gesetzlich zulassen, weil neue Bedingungen von Ort und Zeit gekommen seien und das erlauben, so sei klar, dass unsere gegenw\u00e4rtigen Lebensbedingungen und unsere Kulturen solche Dinge nicht erlauben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.7.<\/strong> Die Behauptung, dass eine Ehe oder Beziehung zwischen Menschen eines Geschlechts Sache der Beiden sei, ist die Behauptung einer Seite nur. Bei uns Gl\u00e4ubigen der ELCT auf der zweiten Seite stellen wir klar, dass so etwas nicht nur ein Ereignis zwischen zwei Menschen ist, sondern es ist immer so, dass sie Teil einer Familie und des weiteren einer Gesellschaft sind. Den beiden kann nicht erlaubt werden, f\u00fcr sich selbst etwas zu tun, was von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird \u2013 zum Schutz gegen \u201eLasst uns, mischt euch nicht in unsere Angelegenheiten; das ist unsere eigene Sache, und es ist unser eigener Entschluss, zu tun, wie wir entschieden haben.\u201c usw. Nein! Kirche und Gesellschaft insgesamt, soviel wir beteiligt sind an unserer Umwelt und Kultur \u2013 es gibt Dinge, die jeder Mensch \u2013 gleichg\u00fcltig wo \u2013 anerkennen muss, n\u00e4mlich, dass er nicht allein ist und dass er nicht in allen Dingen und zu allen Zeiten allein nach eigenem Gutd\u00fcnken leben kann. So verh\u00e4lt es sich, was die Frage nach der Ehe von Personen des gleichen Geschlechts angeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Schluss<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.1.<\/strong> Deshalb also: Auf dem Grund des Verst\u00e4ndnisses der einen Kirche und in Anerkennung, dass es notwendig ist, die Kirche wie Hirten zu leiten und im Gehorsam gegen das Wort Gottes und seine Bekenntnisse. Die Evangelisch \u2013 Lutherische Kirche Tanzania m\u00f6chte mit prophetischer Stimme ihre Haltung zur Frage der Ehe von Personen eines Geschlechtes \u00f6ffentlich deutlich machen, dass es ein Dorngestr\u00fcpp und scharfer Dorn im Leib des Herrn Jesus Christus ist (2. Kor 12, 12-27), der eine Wunde mit heftigen Schmerzen verursacht &#8211; den Mitgliedern der ELCT und vielen anderen \u00fcberall auf der ganzen Welt mit der gleichen Einstellung wie wir in dieser Frage, auf den verschiedenen Ebenen der Partnerschaft und Leitung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.2.<\/strong> Die Evangelisch-Lutherische Kirche Tanzania ist der Meinung, dass jegliche Beschl\u00fcsse der einen Seite, die nicht zusammengehen mit dem Verst\u00e4ndnis und der gemeinsamen Haltung in der Frage der Ehe Gleichgeschlechtlicher, die Einheit der ganzen Kirche als Leib Christi schw\u00e4chen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.3.<\/strong> Die Evangelisch-Lutherische Kirche Tanzania verwirft die falsche und verdrehte \u00dcbersetzung der Heiligen Schrift, die benutzt wird, um die Ehe Gleichgeschlechtlicher zu rechtfertigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.4.<\/strong> Wir glauben, dass es keinen Teil innerhalb der Kirche Gottes gibt, der erfolgreich seine eigenen Dinge allein l\u00f6sen k\u00f6nnte \u2013 ohne die gemeinsame Kraft des ganzen Leibes Christi. Wie es hei\u00dft: \u201eEinheit ist Kraft, Trennung ist Schwachheit\u201c. Diese Angelegenheit bei der gesetzlichen Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen zeigt offen, dass die Kraft unserer Einheit geschw\u00e4cht ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.5.<\/strong> Zweifellos reicht es nicht und hilft es nicht, wenn wir damit schlie\u00dfen, \u00fcber einander zu klagen und einander zu verurteilen wegen unserer Unterschiede in dieser Frage. Klugheit und Weisheit des Heiligen Geistes m\u00f6ge uns bewegen, ins Gebet zu gehen, in die Bu\u00dfe, weiter miteinander zu beraten, einander zu warnen und einander zu helfen im Geist der Liebe auf dem Grund des Wortes Gottes (Kol 3, 5-17).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.6.<\/strong> Wir m\u00f6chten all jene ermutigen und ihnen von Herzen die Hand reichen \u2013 in allen Kirchen der Welt \u2013 es seien viele oder wenige &#8211; die gegen den Beschluss sind, die Ehe von Personen einerlei Geschlechts zuzulassen. Wir rufen dazu auf, lasst uns miteinander fortfahren, Salz und Licht in unserer Beziehung zu sein, indem wir unsere Kr\u00e4fte darauf richten, Einheit und Gemeinschaft unter uns zu vertiefen. Die Einheit wird uns in die Lage versetzen, nicht wieder einen Zustand zuzulassen, der zu weiteren Verletzungen im Leibe Christi, das hei\u00dft, der Kirche, f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.7.<\/strong> Wir meinen, dass wir in Zeiten des B\u00f6sen leben, das versucht, die Kirche Gottes zu schw\u00e4chen. Deshalb rufen wir dazu auf, alle Gl\u00e4ubigen der ELCT und vieler anderer Kirchen mit gleicher Haltung wie wir, nicht nachzulassen im Gebet und das pers\u00f6nliche Zeugnis und das der ganzen Kirche Gottes zu wahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.8.<\/strong> Wir rufen alle Gl\u00e4ubigen der ELCT dazu auf, sehr sorgf\u00e4ltig zu sein im Beurteilen und Ablehnen fremder Lehren, die leicht die Gl\u00e4ubigen in dieser globalisierten Welt irref\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.9.<\/strong> In unserer bestehenden Gemeinschaft zwischen uns und vielen anderen Kirchen Europas und Nordamerikas und an anderen Orten ist die Position dieser Kirche offen gelegt worden in den Antworten auf das Papier, das vorbereitet wurde von der Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen in der Welt (Lutherischen Weltbund , LWB) bez\u00fcglich des Austauschs von Mitarbeitern. Denn das Ziel dieses Papiers und die Beschl\u00fcsse, die schlie\u00dflich vom LWB gefasst werden, resultieren aus den Antworten, die von den Mitgliedskirchen vorgetragen werden;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.9.1.<\/strong> Wir die ELCT als Mitglied sagen, dass unsere Kirche nicht bereit ist, in einen Austausch mit Mitarbeitern einzutreten, die sich mit jenen verb\u00fcnden, die in einer gleichgeschlechtlichen Ehe leben oder jene, die Anh\u00e4nger solcher gleichgeschlechtlicher Ehe oder ihrer Zulassung sind \u2013 sie werden nicht eingeladen, in der ELCT zu arbeiten. Im \u00dcbrigen lehnen wir jeglichen Versuch der \u00dcberredung, ihr Geld und ihre Hilfe ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.9.2.<\/strong> Auch in der Gemeinschaft mit anderen, in den Gremien der Partnerschaft wie LWF, WCC, LMC und \/ oder anderen Gesellschaften (kirchlichen und nichtkirchlichen) usw., wird die ELCT keinerlei Versuch unterst\u00fctzen, f\u00fcr Menschen zu werben oder solche in diese Gesellschaften einzuschleusen, die in gleichgeschlechtlichen Ehen leben oder die Anh\u00e4nger gleichgeschlechtliche Ehen oder irgendeine Art von Homosexualit\u00e4t sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.10<\/strong> Die ELCT kann nicht Menschen aus Europa oder Amerika zwingen, die gleiche Meinung zu haben wie wir oder das gleiche zu tun hinsichtlich der Ehe Gleichgeschlechtlicher; aber sie kann ihnen ihren Standpunkt in dieser Frage ausreichend erkl\u00e4ren. Sie glaubt, dass die andere Seite ihren Standpunkt beachten und respektieren wird, so wie es in dieser Erkl\u00e4rung dargestellt wurde. Im \u00dcbrigen erwartet die ELCT , dass ihre Freunde \u00fcberall, wo sie sind, &#8211; bei allen Unterschieden in dieser Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe \u2013 nicht versuchen werden \u2013 und sie bittet, sie m\u00f6gen es nicht versuchen \u2013 auf keine Weise, zu keiner Zeit, an keinem Ort, ihren Standpunkt zur Ehe Gleichgeschlechtlicher und zu jeglichen Handlungen homosexueller Art in Frage zu stellen.<\/p>\n<p><strong>Unterzeichnende Bisch\u00f6fe der ELCT:<\/strong><\/p>\n<p>1. Bischof Dr. Alex Gehaz Malasusa, ELCT East and Coastal Diocese and Presiding Bischof of ELCT<\/p>\n<p>2. Bischof Andrew Gulle, ELCT East of Lake Victoria Diocese<\/p>\n<p>3. Bischof Thomas Laiser, ELCT North Central Diocese<\/p>\n<p>4. Bischof Michael Adam, ELCT Diocese in Mara Region<\/p>\n<p>5. Bischof Festo Ngowo, ELCT Dodoma Diocese<\/p>\n<p>6. Bischof Dr. Owdenburg M. Mdegella, ELCT Iringa Diocese<\/p>\n<p>7. Bischof Dr. Benson K. Bagonza, ELCT Karagwe Diocese<\/p>\n<p>8. Bischof Dr. Martin Shao, ELCT Northern Diocese<\/p>\n<p>9. Bischof Elisa Buberwa, ELCT North Western Diocese<\/p>\n<p>10. Bischof Dr. Stephen I. Munga, ELCT North Eastern Diocese<\/p>\n<p>11. Bischof Eliuphoo Sima, ELCT Central Diocese<\/p>\n<p>12. Bischof Dr. Israel-Peter Mwakyolile, ELCT Konde Diocese<\/p>\n<p>13. Bischof Cleopa A. Lukilo, ELCT Southern Diocese<\/p>\n<p>14. Bischof Dr. Hance Mwakabana, ELCT South Central Diocese<\/p>\n<p>15. Bischof Job T. Mbwilo, ELCT South Western Diocese<\/p>\n<p>16. Bischof Zebedayo Daudi, ELCT Mbulu Diocese<\/p>\n<p>17. Bischof Paulo Akyoo, ELCT Meru Diocese<\/p>\n<p>18. Bischof Jacob Mameo Ole Paulo, ELCT Morogoro Diocese<\/p>\n<p>19. Assistant to the Bischof Rev. Eliraha Mmwiri, ELCT Pare Diocese<\/p>\n<p>20. Bischof Renard K. Mtenji, ELCT Ulanga Kilombero Diocese<\/p>\n<p><em>Dodoma, 7. Januar 2010<br \/>\n<\/em><em><br \/>\n\u00dcbersetzung: Pastor em. Ludwig M. Bultmann, 21. 6. 2010<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie <\/em><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/DodomaStatement.pdf\"><em>hier<\/em><\/a><em> den englischen Originalwortlaut der\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/DodomaStatement.pdf\"><em>Dodoma-Erkl\u00e4rung<\/em><\/a><em>.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die ELCT\u00a0ist eine wachsende Kirche, die\u00a0mit 5,6 Millionen Mitgliedern (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.elct.org\/home.html\">www.elct.org<\/a>)\u00a0zu den weltweit gr\u00f6\u00dften lutherischen Kirchen geh\u00f6rt.<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dodoma \u2013 Erkl\u00e4rung Erkl\u00e4rung des Bischofsrats der &#8222;Evangelical Lutheran Church in Tanzania&#8220; (ELCT)\u00a0zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften 1. 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