{"id":591,"date":"2006-05-17T18:04:29","date_gmt":"2006-05-17T16:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=591"},"modified":"2009-09-07T13:00:49","modified_gmt":"2009-09-07T11:00:49","slug":"der-verfalschte-jesus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=591","title":{"rendered":"Der verf\u00e4lschte Jesus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der verf\u00e4lschte Jesus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selten hat ein Film so viel Wirbel verursacht wie die Verfilmung des Bestsellers von Dan Brown, \u201eSakrileg\u201c (auf deutsch: Frevel), um angeblich \u201eunterdr\u00fcckte Geheimnisse\u201c des Christentums. Der Streifen kommt am 18. Mai in die Kinos. Obwohl es sich um eine Roman-Verfilmung handelt, ist eine breite Diskussion \u00fcber den \u201ewahren Jesus\u201c entbrannt, die der Vatikan mit einem Boykottaufruf noch gef\u00f6rdert hat. \u201eSakrileg\u201c-Experte Alexander Schick (Westerland auf Sylt) \u00fcber den Film des Jahres, die Sakrileg-Debatte und die Irrt\u00fcmer von Dan Brown.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine wilde Verfolgungsjagd im ber\u00fchmten Louvre (Paris), ein in Todesfurcht gehetzter Museumsdirektor, der, durch einen Schu\u00df t\u00f6dlich getroffen, in dieser Gem\u00e4ldegalerie zusammenbricht. So beginnt der Kinofilm \u201eThe Da Vinci Code \u2013 Sakrileg\u201c. Aber es geht nicht um einen Kunstraub, wie man vielleicht denken m\u00f6chte, sondern um einen kaltbl\u00fctigen Mord, der von einem christlichen Fanatiker ausgef\u00fchrt wird. Denn: Der Museumsdirektor ist vor allem H\u00fcter \u00e4u\u00dferst brisanter Geheimnisse, die Jesus Christus, Maria und die Bibel betreffen. Deshalb d\u00fcrfe er \u2013 so der fanatische Katholik \u2013 nicht weiterleben. Der todbringende Wettlauf in der Gem\u00e4ldesammlung des Louvre r\u00fchrt an den Grundlagen des Christentums, denn Hollywood pr\u00e4sentiert diesmal nicht nur einen \u00e4u\u00dferst packenden Kinothriller, sondern stellt zugleich die Bibel grundlegend in Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der meistgelesene Roman<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vorlage des Films ist Dan Browns Religionsthriller \u201eThe Da Vinci Code\u201c, der im deutschsprachigen Europa den Titel \u201eSakrileg\u201c tr\u00e4gt. Das Buch gilt bereits heute mit fast 50 Millionen verkauften Exemplaren und \u00dcbersetzungen in 44 Sprachen als der meistgelesene Roman der Welt. In \u201eSakrileg\u201c entwirft Brown ein v\u00f6llig anderes Bild \u00fcber Jesus Christus, als wir es in den Evangelien vorfinden. So ist f\u00fcr Brown Jesus ein normal sterblicher Mann, der mit Maria Magdalena verheiratet war und eine Tochter mit ihr hatte. Erst unter Kaiser Konstantin sei im 4. Jahrhundert Jesus per Abstimmung auf dem \u201eKonzil von Niz\u00e4a\u201c zu Gott erkl\u00e4rt worden. Konstantin h\u00e4tte daher alle fr\u00fcheren Aufzeichnungen \u00fcber den sterblichen Jesus vernichten lassen und eine neue, gef\u00e4lschte Evangeliensammlung in Auftrag gegeben, eben die bekannten Evangelien der Bibel. Diese w\u00fcrden aber ein v\u00f6llig falsches Bild von Jesus Christus bieten. Dennoch h\u00e4tten sich \u201eauthentische\u201c Berichte \u00fcber den \u201ewahren, menschlichen\u201c Jesus erhalten, die die Evangelienh\u00e4scher von Kaiser Konstantin bei ihrer Vernichtungsaktion \u00fcbersehen h\u00e4tten. Dabei handle es sich um die weltber\u00fchmten Qumran-Schriftrollen vom Toten Meer und um die Funde von Nag Hammadi in Ober\u00e4gypten. Diese Dokumente spr\u00e4chen \u201ein einer sehr menschlichen Weise vom Wirken Jesu\u201c. Au\u00dferdem glaubt Dan Brown, da\u00df heute noch Nachkommen Jesu unter uns leben w\u00fcrden, wie er im ZDF-Interview am 5. Mai best\u00e4tigte. Dieses Geheimnis nun w\u00fcrde der Vatikan mit allen Mitteln zu vertuschen versuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine Nachfahrin Jesu<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur vordergr\u00fcndig geht es daher in \u201eSakrileg\u201c um die Aufkl\u00e4rung des Mordes an dem Museumsdirektor. Die franz\u00f6sische Polizei bittet den \u201eSymbolforscher\u201c Professor Langdon bei der Kl\u00e4rung des r\u00e4tselhaften Mordes zu helfen. Langdon erkennt, da\u00df der Tote durch versteckte Hinweise auf die Werke Leonardo da Vincis aufmerksam machen wollte \u2013 Hinweise, die auf eine finstere Verschw\u00f6rung deuten. Die Polizei verd\u00e4chtigt nun aber den Professor des Mordes, doch dieser beginnt mit eigenen Nachforschungen und wird dabei von Sophie Neveu, einer Kryptologin der Pariser Polizei, unterst\u00fctzt, die sich sp\u00e4ter als Enkelin des Toten und \u2013 man h\u00f6re und staune \u2013 Nachfahrin von Jesus herausstellt. Ihr Gro\u00dfvater sei ein f\u00fchrendes Mitglied einer Geheimgesellschaft (\u201ePriorat von Zion\u201c) gewesen, die das letzte Geheimnis der Nachkommen Jesu h\u00fctet . Die 100 Millionen US-Dollar teure Produktion bietet einen spannenden Kinoabend mit bestem Staraufgebot Hollywoods. In den Hauptrollen gl\u00e4nzt Megastar Tom Hanks als Prof. Langdon und die ihm \u2013 sozusagen als charmantes \u201eBond-Girl\u201c und Ur-ur-ur-&#8230;Enkelin Jesu \u2013 zur Seite stehende Audrey Tautou (Sophie Neveau).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eMitten in einem Krieg\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Werbung f\u00fcr den Film, der am 17. Mai die Filmfestspiele von Cannes er\u00f6ffnet, ist effekthascherisch: \u201eWir stecken mitten in einem Krieg, der schon seit Ewigkeiten gef\u00fchrt wird, um ein so m\u00e4chtiges Geheimnis zu bewahren, das \u2013 wenn es enth\u00fcllt werden w\u00fcrde \u2013 die Fundamente der Menschheit einst\u00fcrzen lie\u00dfe!\u201c Dabei br\u00e4uchte der Film \u00fcberhaupt keine Werbung mehr, denn nicht zuletzt der Vorwurf, da\u00df der Film blasphemisch und antichristlich sei, sowie der Boykottaufruf des Vatikans hat das Interesse weltweit verst\u00e4rkt. Kaum eine Zeitung oder ein Fernsehsender, der nicht \u00fcber den Film berichtet. Howard und die Filmfirma Columbia lehnen es ab, im Vorspann auf den fiktiven Charakter des Films hinzuweisen, wie dies von kirchlichen Organisationen gefordert wurde. Im US-Fernsehen erkl\u00e4rte Howard immerhin: \u201eDa sind einige kontroverse Elemente in der Geschichte, aber es ist Fiktion, Dan Brown beteuert das, und ich beteure das als der Filmdirektor.\u201c Die Filmwerbung suggeriert aber genau das Gegenteil! \u201eErkenne das Geheimnis \u2013 Suche die Wahrheit &#8230; Werden Sie Zeuge der gr\u00f6\u00dften Vertuschungsaktion in der Geschichte der Menschheit!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Roman oder Sachbuch?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genau hier liegt das Problem bei Film und Buch. In einem US-Interview wurde Brown gefragt: \u201eDieses Buch ist ein Roman. Wenn Sie dasselbe nicht in Romanform geschrieben h\u00e4tten, &#8230; h\u00e4tte es dann anders ausgesehen?\u201c Dan Brown: \u201eIch denke nicht. Ich begann die Recherche f\u00fcr ,The Da Vinci Code&#8216; (Sakrileg) als ein Skeptiker. Ich erwartete, als ich die Recherche betrieb, diese Theorie zu widerlegen (\u00fcber Maria Magdalena und ihre Verbindung zu Jesus). Nach mehreren Europareisen und zwei Jahren der Recherchearbeit, wurde ich ein Gl\u00e4ubiger.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Leonardo und der \u201eDa Vinci Code\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Leonardo da Vinci habe angeblich schon gewu\u00dft, da\u00df Jesus mit Maria Magdalena verheiratet gewesen sei. In seinem ber\u00fchmten Gem\u00e4lde \u201eDas Letzte Abendmahl&#8220; sei die Person an der Seite Jesu in Wirklichkeit nicht der J\u00fcnger Johannes, sondern eine Frau: n\u00e4mlich Maria Magdalena. Leonardo da Vinci habe dieses Geheimnis \u201ecodiert\u201c der Nachwelt mitgeteilt (daher der Originaltitel \u201eThe Da Vinci Code\u201c). Der \u201eheilige Gral\u201c \u2013 in den mittelalterlichen Legenden, der Kelch vom letzten Abendmahl \u2013 sei in Wahrheit eine Person, n\u00e4mlich Maria Magdalena: der \u201eweibliche Scho\u00df, der das Gebl\u00fct Christi getragen\u201c habe, also das k\u00f6nigliche Blut Jesu. In Film wie Buch wird ausgiebig \u201eDas Letzte Abendmahl\u201c von einem Gralsgelehrten untersucht. Dabei fleht er geradezu Prof. Langdon und seine Assistentin Neveu (die angebliche Nachfahrin Jesu!) an: \u201eSie m\u00fcssen die Wahrheit in die Welt hinausschreien, die Menschheit kann endlich befreit werden!\u201c Jetzt sollten Christen aufhorchen, denn hier wird die \u201eBefreiung von dem biblischen Jesus Christus\u201c propagiert!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was ist Fakt? Was ist Fiktion?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter der Mitarbeit von sechs namhaften Wissenschaftlern aus dem Bereich der Bibeltext-, Jesus- und Leonardoforschung haben wir in dem gerade erschienenen Buch \u201eDas wahre Sakrileg\u201c (Knaur 2006) die zentralen Thesen von Browns Roman kritisch untersucht. Das Fachurteil ist vernichtend!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. War Jesus mit Maria Magdalena verheiratet?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dan Brown behauptet in \u201eSakrileg\u201c auf S. 336, \u201eda\u00df die Ehe zwischen Jesus und Maria historisch verb\u00fcrgt sei\u201c, denn \u201enach den Anstandsregeln der damaligen Zeit war es einem j\u00fcdischen Mann praktisch verboten, unverheiratet zu bleiben\u201c. Der Experte antwortet: \u201eBrowns Mutma\u00dfungen zu Ehe und Z\u00f6libat sind durch antike Quellen widerlegt! So wissen wir von den (j\u00fcdischen) Essenern, da\u00df ein Teil von ihnen eben nicht verheiratet war. Und Paulus fordert gar die Nachfolger Jesu auf, wenn sie es k\u00f6nnen, ledig zu bleiben, um Gott intensiv dienen zu k\u00f6nnen\u201c, so Michael Welte vom Institut f\u00fcr neutestamentliche Textforschung der Universit\u00e4t M\u00fcnster. Dan Brown behauptet auf S. 337: \u201eUnd die Gef\u00e4hrtin des Erl\u00f6sers war Maria Magdalena. Christus liebte sie mehr als seine J\u00fcnger und k\u00fc\u00dfte sie oft auf den Mund.\u201c So stehe es im apokryphen \u201ePhilippus-Evangelium\u201c. Und weiter: \u201eJeder, der des Aram\u00e4ischen m\u00e4chtig ist, wird ihnen best\u00e4tigen, da\u00df das Wort Gef\u00e4hrtin in jenen Tagen nichts anderes als Ehefrau bedeutet hat.\u201c Der Experte Welte antwortet: \u201eDie gnostischen Schriften sind nicht in aram\u00e4ischer, sondern in koptischer Sprache geschrieben, und das Wort ist hier im Sinne einer \u201aWeggef\u00e4hrtin\u2019 zu verstehen. Es geht also ganz einfach um J\u00fcngerschaft. Auch von einem Ku\u00df auf dem Mund steht nichts in dem Text, der nur l\u00fcckenhaft erhalten ist. Nicht ein einziger Buchstabe ist von dem gemutma\u00dften Wort \u201aMund\u2019 zu sehen. Im \u00fcbrigen bedeutet in der fr\u00fchen Christenheit der Ku\u00df bei der Begr\u00fc\u00dfung nicht mehr und nicht weniger als ein Symbol, es ist das Zeichen der neuen Gemeinschaft.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Enthalten die Qumrantexte Geheiminformationen \u00fcber Jesus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dan Brown behauptet auf S. 337, da\u00df die \u201eSchriftrollen &#8230; vom Toten Meer die fr\u00fchesten Dokumente des Christentums\u201c seien. Dazu Professor Alan Millard von der Universit\u00e4t Liverpool: \u201eDas ist einer der besonders gro\u00dfen Fehler. Der Mensch, der behauptet, da\u00df die Schriftrollen vom Toten Meer christliche Texte seien, hat einfach keine Ahnung, wor\u00fcber er spricht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. H\u00e4lt der Vatikan die Qumrantexte unter Verschlu\u00df?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dan Brown behauptet auf S. 323: \u201eNat\u00fcrlich hat der Vatikan in Fortsetzung seiner Tradition der Verschleierung und Informationsunterdr\u00fcckung mit allen Mitteln versucht, die Ver\u00f6ffentlichung dieser Schriften zu verhindern.\u201c Dazu Professor Claus-Hunno Hunzinger, der in den 50er Jahren die Qumranrollen als erster deutscher Wissenschaftler bearbeitete: \u201eDer Vatikan hatte mit der Bearbeitung und Ver\u00f6ffentlichung der Schriftrollen vom Toten Meer niemals etwas zu tun gehabt. Er hatte \u00fcberdies auch gar kein Interesse daran, die Ver\u00f6ffentlichung dieser Texte zu unterdr\u00fccken, denn die Schriftrollen vom Toten Meer gef\u00e4hrden keineswegs die Grundlagen des Christentums. Ganz im Gegenteil! Sie bieten eine gro\u00dfe Hilfe, auf dem Hintergrund dieser j\u00fcdischen Literatur die Botschaft Jesu besser und deutlicher zu verstehen.\u201c Hunzingers Urteil \u00fcber das Ph\u00e4nomen \u201eSakrileg\u201c: \u201eDie Leute sind von einer solchen religi\u00f6sen Ahnungslosigkeit, da\u00df sie jeden Bl\u00f6dsinn glauben und auf den Leim gehen. Gegen Argumente kann man wissenschaftlich argumentieren, gegen pure Phantasien hat man nichts entgegenzusetzen, das ist wie der Kampf von Don Quichote gegen die Windm\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Wurde unter Kaiser Konstantin die Bibel verf\u00e4lscht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dan Brown behauptet auf S. 318: \u201eDas Neue Testament, wie wir es heute kennen, geht auf &#8230; Kaiser Konstantin zur\u00fcck.\u201c Die Evangelien wurden dabei verf\u00e4lscht, und \u00e4ltere Berichte wurden daher vernichtet. Dabei seien \u201eTausende von Handschriften\u201c zerst\u00f6rt worden, die von einem sterblichen Jesus berichten. Michael Welte von der Uni M\u00fcnster antwortet: \u201eGanz im Gegenteil! Weil viele Bibeln in den vorausgegangenen Christenverfolgungen vernichtet worden waren, hat Konstantin im Jahre 331 f\u00fcr die Hauptkirchen seines Reiches neue Bibelhandschriften herstellen lassen.\u201c Wir haben zudem eine Vielzahl von neutestamentlichen Papyrushandschriften aus der Zeit vor Kaiser Konstantin, der \u00e4lteste Textbeleg des Neuen Testaments reicht sogar bis in die Zeit von 100-125 n. Chr.!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>5. Sitzt im \u201eLetzten Abendmahl\u201c Maria neben Jesus?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dan Brown behauptet auf S. 334: \u201eDie Frau an der Seite Jesu wirkte jung und fromm &#8230; Das ist Maria Magdalena.\u201c Der weltweit f\u00fchrende Leonardoforscher Professor Frank Z\u00f6llner vom Institut f\u00fcr Kunstgeschichte der Universit\u00e4t Leipzig antwortet: \u201eDas ist v\u00f6lliger Unsinn! Die Darstellung des Johannes folgt dem damals \u00fcblichen Typus. An Leonardos Darstellung ist in dieser Hinsicht nichts ungew\u00f6hnlich. Au\u00dferdem w\u00e4re es f\u00fcr einen K\u00fcnstler des 15. Jahrhunderts v\u00f6llig undenkbar, in einem Abendmahl eine Magdalena darzustellen!\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christen sollten den Film nutzen!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fazit: \u201eSakrileg\u201c verdankt seine Popularit\u00e4t ebenso unhaltbaren wie tendenzi\u00f6sen Tatsachenbehauptungen, die nun auch in einem packenden Kinothriller verpackt sind. Aber ohne die geschickt kaschierten Attacken auf das Christentum w\u00e4re \u201eSakrileg\u201c kein so gro\u00dfer Erfolg und Rummel beschienen. Der Roman ist jedenfalls ein Verrat an jeder Form von Glaubw\u00fcrdigkeit. Doch Christen k\u00f6nnten den Rummel positiv nutzen. Der Hollywood-Star Tom Hanks (im Film Prof. Langdon) meinte: \u201eIch glaube, im Endeffekt wird der Film den Kirchen helfen, ihre Arbeit zu machen. Wenn sie ein Schild raush\u00e4ngen auf dem steht: \u201aDiesen Mittwoch diskutieren wir das Evangelium\u2019, dann werden 12 Leute auftauchen. Aber wenn auf dem Schild steht: \u201aDiesen Mittwoch diskutieren wir den Da Vinci Code\u2019, dann werden 800 Leute auftauchen.\u201c Also h\u00e4ngen wir die Schilder in den Gemeindeh\u00e4usern raus und laden wir zu einem fundierten Gespr\u00e4ch \u00fcber Sakrileg, Jesus und die Bibel ein!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcbrigens: Dan Brown weigert sich, mit dem Vatikan oder Fachleuten \u00fcber die Inhalte seines Romans zu diskutieren. Bei einem Auftritt im amerikanischen Portsmouth erkl\u00e4rte Brown dazu: \u201eDas sollen die Bibelforscher und Historiker mal sch\u00f6n unter sich austragen. Das Christentum habe Galilei und Darwin \u00fcberlebt, und so werde es auch Dan Brown \u00fcberleben.\u201c Damit hat er ausnahmsweise Recht!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der verf\u00e4lschte Jesus Selten hat ein Film so viel Wirbel verursacht wie die Verfilmung des Bestsellers von Dan Brown, \u201eSakrileg\u201c (auf deutsch: Frevel), um angeblich \u201eunterdr\u00fcckte Geheimnisse\u201c des Christentums. Der Streifen kommt am 18. Mai in die Kinos. 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