{"id":5899,"date":"2011-01-28T18:06:48","date_gmt":"2011-01-28T16:06:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5899"},"modified":"2011-01-28T18:09:16","modified_gmt":"2011-01-28T16:09:16","slug":"predigt-konig-hiskia-und-er-tat-was-dem-herrn-wohlgefiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5899","title":{"rendered":"K\u00f6nig Hiskia &#8211; &#8222;Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigt: K\u00f6nig Hiskia &#8211; &#8222;Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel.&#8220;\u00a0(2. K\u00f6n. 18-20; 2. Chr. 29-32 und Jes. 37-39)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bibel beschreibt Lebensl\u00e4ufe von sehr unterschiedlichen Menschen, von K\u00f6nigen und Priestern, von Richtern und Propheten, \u00a0aber auch von ganz normalen Menschen wie Du und ich. Die Bibel ist kein Buch von gestern, wie uns manche weismachen wollen. Nein, die Bibel ist hochaktuell und ein Kursbuch zum Leben. Sie beschreibt Lebensgeschichten von besonderen und von ganz normalen Menschen mit ihren W\u00fcnschen, N\u00f6ten und Problemen. Das k\u00f6nnte heute ganz genau so passieren.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine dieser Lebensgeschichten handelt von Hiskia, dem K\u00f6nig von Juda. Er lebte um 700 vor Christus. W\u00e4hrend so manche seiner Vorg\u00e4nger das Mi\u00dffallen Gottes erregten, hei\u00dft es von ihm:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.<\/li>\n<li>Er vertraute dem HERRN<\/li>\n<li>Er hing an dem HERRN und wich nicht von IHM ab und hielt Seine Gebote.<\/li>\n<li>Ergebnis: Und der HERR war mit ihm.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn1\">[1]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn doch \u00fcber unser Leben einmal ein solches Urteil gef\u00e4llt werden k\u00f6nnte! Dabei waren die Verh\u00e4ltnisse bei seinem Amtsantritt alles andere als rosig. Als er im Jahre 716 v.Chr., mit gerade erst 25 Jahren, K\u00f6nig von Juda wurde, war das Nordreich Israel von den Assyrern bereits erobert (722) und der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6lkerung in andere assyrische Provinzen deportiert worden. Sein eigenes Land, das S\u00fcdreich Juda,\u00a0 war Assyrien tributpflichtig. Jederzeit konnte ihm das gleiche Schicksal widerfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das geistlich religi\u00f6se Leben war desolat. Sein Vater, K\u00f6nig Ahas, hatte nicht getan, was dem HERRN wohlgefiel, sondern er f\u00fchrte den heidnischen G\u00f6tzendienst in Juda ein. Bei einem Aufenthalt in Damaskus bewunderte er den heidnischen Altar und sandte dessen Abbild zu seinem Priester Uria nach Jerusalem, um eine Kopie davon machen zu lassen. Dieser Altar wurde dann im Tempel Gottes in Jerusalem aufgestellt und Opfer darauf dargebracht. Au\u00dferdem lie\u00df er, dem K\u00f6nig von Assyrien zuliebe, Kultger\u00e4te aus dem Tempel entfernen und eine Sonnenuhr im Tempel errichten. Damit entweihte er den Tempel Gottes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl Hiskia in seinem Vater kein positives Vorbild hatte, wu\u00dfte er aber: Wir tragen die volle Verantwortung f\u00fcr unsere Lebensf\u00fchrung. F\u00fcr die \u00e4u\u00dferen Bedingungen, die wir in unserem Leben vorfinden, und f\u00fcr unseren Charakter und unsere Veranlagungen, die mit unserer Geburt mitbekommen, sind wir nicht verantwortlich, aber daf\u00fcr, wie wir darauf reagieren und damit umgehen. Wie reagierte Hiskia?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In vier Punkten m\u00f6chte ich seinen Lebenswandel erl\u00e4utern:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.\u00a0 Die Reform oder das Gro\u00dfreinemachen<br \/>\n2.\u00a0 Das Vertrauen<br \/>\n3.\u00a0 Die Antwort Gottes<br \/>\n4.\u00a0 Die Pr\u00fcfung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Die Reform oder das Gro\u00dfreinemachen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach seinem Amtsantritt, er ist 25 Jahre alt, beginnt er sofort damit, die Mi\u00dfst\u00e4nde in seinem Reich, insbesondere den G\u00f6tzendienst,\u00a0 \u00a0gr\u00fcndlich zu beseitigen und das geistliche Leben auf eine solide, Gott wohlgef\u00e4llige Basis zu stellen. Mit der Ermutigung des Propheten Jesaja leitet er eine religi\u00f6se Reform ein, die in drei Stufen abl\u00e4uft.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als erstes mu\u00dfte die Priesterschaft, das kirchliche Establishment, daf\u00fcr gewonnen werden. Auf dem freien Platz \u00f6stlich des Tempels hielt er eine eindringliche Rede, schilderte ihnen die S\u00fcnden der Vorfahren, die Gottes Gebots so wenig beachtet hatten. Dann \u00e4u\u00dferte er seine feste \u00dcberzeugung, da\u00df all das Ungl\u00fcck, welches das Volk Israel getroffen hatte, in seiner Gottlosigkeit begr\u00fcndet sei. H\u00e4tten wir doch heutzutage Herrscher und Politiker, die die Weisheit haben, sich diese Wahrheit selbst vor Augen zu f\u00fchren, und den Mut, ihre Politik daran auszurichten und sie vor dem Volk zu vertreten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">a)\u00a0 \u00a0Als n\u00e4chstes versuchte er die Fr\u00f6mmigkeit im Volk zu f\u00f6rdern. Dazu wurden die religi\u00f6sen Feste wieder eingef\u00fchrt und als erstes gleich das Passahfest wieder gefeiert, das lange Zeit nicht mehr gefeiert worden war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sandte Boten in alle Teile seines Landes, sogar zu den St\u00e4mmen des Nordreiches Israel, um sie zum Fest einzuladen. Dort ernteten sie aber meist nur Spott, soweit waren sie schon vom biblischen Glauben an den lebendigen Gott entfernt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist es bei uns heute nicht \u00e4hnlich? Unsere kirchlichen Feiertage nimmt man nicht mehr ernst, den Bu\u00df- und Bettag hat man inzwischen abgeschafft und an der Sonntagsheiligung wird kr\u00e4ftig ger\u00fcttelt. Die \u00a0EU-Verfassung wurde trotz heftiger Gegenwehr ohne jeglichen Gottesbezug verabschiedet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">b)\u00a0 \u00a0Zuletzt nahm Hiskia den schwierigsten und sensibelsten Teil seiner Reform in Angriff: Die Bek\u00e4mpfung des G\u00f6tzendienstes und die Zerst\u00f6rung aller fremden G\u00f6tzenalt\u00e4re und G\u00f6tzenbilder. Man sollte es kaum glauben, was sich da an G\u00f6tzenbildern angesammelt hatte. Das Schrecklichste war, da\u00df sogar die bronzene Schlange angebetet wurde, die Mose damals auf Anweisung Gottes in der W\u00fcste gemacht hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statt sie als Sinnbild f\u00fcr Gottes Eingreifen anzusehen, hatte man sie selbst zum Gott erkl\u00e4rt, ihr den Namen Nehustan gegeben und ihr Opfer dargebracht. Auf welche Irrwege der Mensch mit seiner Religiosit\u00e4t doch geraten kann, wenn er sich nicht allein an den lebendigen Gott h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schlange wurde zerst\u00f6rt und gr\u00fcndlich zermahlen, so da\u00df niemand auch nur mit den Resten G\u00f6tzendienst treiben konnte. Anschlie\u00dfend schickte er Gruppen treuer Israeliten durch das Land, um \u00fcberall zu vollziehen, was in Jerusalem begonnen hatte. Die G\u00f6tzenbilder wurden umgesto\u00dfen und verbrannt, die heidnischen Kultst\u00e4tten zerst\u00f6rt. Teilweise geschah das unter dem Z\u00e4hneknirschen der Leute, die jahrzehntelang dort ihren G\u00f6tzen gehuldigt hatten.\u00a0Das war f\u00fcr Hiskia sicherlich ein mutiger und riskanter Schritt, den er mit aller Konsequenz zu Ende ging.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei jeder anderen Reihenfolge dieser drei Schritte h\u00e4tte er mit dem z\u00e4hen Widerstand des Volkes rechnen m\u00fcssen. Nachdem aber die Priesterschaft d.h. das kirchliche Establishment, die Theologen, gewonnen waren und die Feiertage wieder ihren richtigen Platz im Leben des Volkes hatten, konnte auch dieser heikle Punkt angegangen werden. Das war damals. \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie aber sieht das bei uns pers\u00f6nlich, in unserem Herzens\u00adtempel aus? Ist auch bei uns kaum zu glauben, was sich da im Laufe unseres Lebens an G\u00f6tzenbildern angesammelt hat? Was steht da manchmal so herum. Fromme G\u00f6tzen wie z.B. ein falscher Christus, oder eine Maria, die sog. Muttergottes, Schutz-Heilige, aber auch die G\u00f6tzen Karriere, Mammon und Sex, \u00a0auf die man sein Vertrauen setzt und ihnen Opfer bringt an Zeit, Geld und Gesundheit. Wieviele haben ihren Glauben an den lebendigen Gott z.B. der Karriere regelrecht geopfert. Ein solcher g\u00f6tzendienerischer Lebenswandel ist Gott ein Greuel und die unausbleiblichen Folgen hat jeder selber zu tragen. Das hatte Hiskia glasklar erkannt, wenn er sagt: ich bin der festen \u00dcberzeugung, da\u00df das Unheil, das unser Volk getroffen hat, in dieser Gottlosigkeit begr\u00fcndet ist.\u00a0 \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind kein K\u00f6nig, der sich gegen ein Volk durchsetzen mu\u00df. Wir m\u00fcssen nur gegen unsere eigenen Veranlagungen, W\u00fcnsche, Triebe, Neigungen und unsere falschen G\u00f6tter k\u00e4mpfen. Sind wir bereit zu einem gr\u00fcndlichen Gro\u00dfreinemachen in unserem Herzen und bringen wir den Mut auf, alle G\u00f6tzen dort herauszuwerfen und zu zerst\u00f6ren? Und wollen wir dem lebendigen Gott alleine dienen und IHM unser ganzes Vertrauen schenken? Hiskia tat genau das.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Das Vertrauen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Beschreibung des Hiskia hei\u00dft in 2.K\u00f6nige 18,5: \u201eEr vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, da\u00df nach ihm seinesgleichen nicht war unter allen K\u00f6nigen Judas, noch vor ihm gewesen.\u201c Nachdem Hiskia die religi\u00f6se Reform als Teil seiner Innenpolitik durchgef\u00fchrt hatte, wandte er sich der Au\u00dfenpolitik zu und schon bald kam hier die n\u00e4chste Herausforderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Assyrerk\u00f6nig Sanherib zog mit einem riesigen Heer, vielen Streitwagen und einer unz\u00e4hligen Kavallerie heran. Angesichts dieser gewaltigen Milit\u00e4rmaschinerie, die sich durch Pal\u00e4stina w\u00e4lzte, mordend und brennend, alles einrei\u00dfend, was sich ihr in den Weg stellte, sank Hiskia und seinen Beratern der Mut. Was sie von den Fl\u00fcchtenden h\u00f6rten, die in Jerusalem Zuflucht suchten, \u00fcbertraf alle ihre Vorstellungen. Die Treffsicherheit der reitenden Bogensch\u00fctzen war beeindruckend. Besonders imposant waren die gewaltigen Belagerungsmaschinen: Katapulte, mit denen sie Felsbrocken gegen die Stadtmauern und in die Stadt schleuderten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der Assyrerk\u00f6nig Sanherib noch die j\u00fcdische Festung Lachisch s\u00fcdlich von Jerusalem belagerte, sandte er seinen Feldmarschall nach Jerusalem. \u00dcber Nacht stand ein riesiges Kriegsheer vor den Toren Jerusalems und K\u00f6nig Hiskia wurde in einem offiziellen Brief aufgefordert, sich zu ergeben. Darin hie\u00df es:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2K\u00f6 19,10:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8222;La\u00df dich von deinem Gott, auf den du dich verl\u00e4ssest, nicht verf\u00fchren, indem du sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des K\u00f6nigs von Assyrien gegeben werden!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2K\u00f6 19,11:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8222;Siehe, du hast geh\u00f6rt, was die K\u00f6nige von Assyrien allen L\u00e4ndern getan, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest errettet werden?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2K\u00f6 19,12:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8222;Haben die G\u00f6tter der Heiden auch die errettet, welche meine V\u00e4ter vernichtet haben, n\u00e4mlich Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder von Eden zu Telassar?&#8220;<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sollte Hiskia in dieser so gef\u00e4hrlichen Lage tun? Was w\u00fcrden die Verantwortlichen in einer \u00e4hnlichen Situation heutzutage tun? Hiskia jedenfalls traf die richtige Entscheidung, er ging in den Tempel und legte Gott am Altar diesen Brief hin und betete zu Gott:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eO HERR, du Gott Israels, der du \u00fcber den Cherub-Engeln thronst, du allein bist Gott \u00fcber alle K\u00f6nigreiche der Welt. Himmel und Erde hast du geschaffen. HERR, erh\u00f6re mich! Sieh doch, wie schlimm es um uns steht! H\u00f6re, wie Sanherib dich, den lebendigen Gott, verh\u00f6hnt. Es ist wahr, HERR: die assyrischen K\u00f6nige haben die L\u00e4nder aller ihrer Feinde verw\u00fcstet. Sie haben deren G\u00f6tter ins Feuer geworfen, denn es waren ja keine lebendigen G\u00f6tter, sondern nur Figuren aus Holz oder Stein, von Menschen gemacht.\u00a0 Darum konnten die Assyrer sie verbrennen. Nun bitte ich dich, HERR, unser Gott: Errette uns aus der Gewalt des assyrischen K\u00f6nigs! Alle L\u00e4nder der Erde sollen erkennen, da\u00df du allein Gott bist.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn3\">[3]<\/a> \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00e4tten wir in einer \u00e4hnlichen Situation noch den Mut und w\u00fcrden wir uns angesichts dieser lebensbedrohenden Lage die Zeit zum Gebet zur Lagebesprechung mit Gott nehmen? W\u00fcrde unser Glaube einer solchen Situation standhalten?\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwierigkeiten zwingen uns, unseren Blick auf Gott zu richten und IHM zu vertrauen, statt auf uns selbst. In einer solchen Situation entscheidet sich, ob wir glauben, da\u00df es Gott gibt, oder ob wir, durch Jesus Christus,\u00a0 eine pers\u00f6nliche Lebensbeziehung zu IHM haben und IHM uns und unser Leben ganz anvertrauen. Wenn wir in Jesus so mit IHM verbunden sind, d\u00fcrfen wir mit all unserer Angst und Not und allen Sorgen zu IHM kommen.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Gott kennt einen Weg.<\/li>\n<li>ER wei\u00df die L\u00f6sung,<\/li>\n<li>ER hat die Macht und<\/li>\n<li>ER ist bei uns.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser unruhigen Zeit kommt eine weitere Bedrohung auf Hiskia zu. Er wird krank und mu\u00df das Bett h\u00fcten, hofft aber, bald wieder aufstehen zu k\u00f6nnen, denn wichtige Regierungsgesch\u00e4fte standen gerade jetzt an. Doch Gott l\u00e4\u00dft ihm durch den Propheten Jesaja sagen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSo spricht der HERR: \u201eRegle noch die letzten Dinge, denn du bist unheilbar krank und wirst bald sterben.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn4\">[4]<\/a>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das traf Hiskia wie ein Keulenschlag. Jetzt sollte er sterben, wo er doch alles getan hatte, den Namen Gottes im Volk wieder gro\u00df zu machen. Er verstand Gott nicht mehr, er konnte ihn doch jetzt nicht durch vorzeitigen Tod strafen wollen. Auch in dieser Situation wandte sich Hiskia an den lebendigen Gott. Inbr\u00fcnstig, wie sicher nie zuvor, und unter lautem Weinen, betete er zu Gott und bat IHN, ihn doch noch einige Jahre leben zu lassen. Zwei gro\u00dfe, Existenz bedrohende N\u00f6te und Sorgen, zwei aufrichtige Gebete an den lebendigen Gott! Erh\u00f6rt Gott Gebete und kann ER in die Geschicke dieser Welt eingreifen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Gottes Antwort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott der Bibel und der Vater Jesu Christi, ist ein lebendiger Gott, der einzige lebendige Gott, der das ganze Universum geschaffen hat. IHM d\u00fcrfen wir vertrauen, auf IHN d\u00fcrfen wir uns verlassen und in IHM geborgen sein, wie in einer Burg. Wie reagiert Gott nun auf die beiden Gebete des Hiskia? Zum ersten Gebet um Rettung vor dem Heer der Assyrer:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist der einzige und lebendige Gott, der auf die Gebete Seiner Kinder h\u00f6rt und reagiert. ER l\u00e4\u00dft Hiskia durch den Propheten Jesaja wissen, da\u00df die assyrischen Truppen Jerusalem nicht betreten werden, sondern auf demselben Wege abziehen, auf dem sie gekommen sind.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDarauf gebe ich, der HERR, mein Wort. Um meiner Ehre willen besch\u00fctze ich diese Stadt. Ich rette sie, weil ich es meinem Diener David versprochen habe.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sieht nun die Antwort Gottes ganz konkret aus, was passierte? Noch in der gleichen Nacht sandte Gott Seinen Engel in das Lager der Assyrer, der 185.000 Soldaten t\u00f6tete<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn6\">[6]<\/a>. Das hat dem Assyrer\u00adk\u00f6nig Sanherib einen solchen Schock eingejagt, da\u00df er sofort zum Aufbruch blasen lie\u00df und mit seinen Truppen abzog und nach Assy\u00adrien zur\u00fcckkehrte. Einige Zeit danach wurde er im eigenen Land beim Beten im Tempel seines Gottes Nisroch von seinen S\u00f6hnen ermordet.\u00a0Mit einer solchen Wendung h\u00e4tte niemand gerechnet. Gott hatte Jerusalem noch einmal verchont. Wohl dem, der auf den lebendigen Gott vertraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf das zweite Gebet um Lebensverl\u00e4ngerung antwortet Gott ebenfalls. Kurze Zeit nach dem Gebet kommt Jesaja bereits wieder zur\u00fcck ins Krankenzimmer und sagt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eSo spricht der HERR: Ich habe dein Gebet geh\u00f6rt und deine Tr\u00e4nen gesehen. Ich will dich gesund machen. \u00dcbermorgen kannst du wieder in den Tempel des HERRN gehen. Ich verl\u00e4ngere dein Leben um 15 Jahre.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn7\">[7]<\/a> \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So konkret antwortet Gott zuweilen auf Gebet. Dar\u00fcber freute sich Hiskia sehr, doch eines mu\u00dfte er auch lernen. Nicht um seiner guten Taten willen wollte Gott ihn und die Stadt Jerusalem retten, nein, ER sagte ausdr\u00fccklich:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUm meiner eigenen Ehre willen und weil ich es meinem Knecht David versprochen habe\u2026\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4. Die Pr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einem solchen Wandel mit Gott und solch gro\u00dfartigen Gebetserh\u00f6rungen, k\u00f6nnte man doch nun zu Recht sagen: Ende gut, alles gut. Aber nein. Vielleicht genau wegen der gro\u00dfartigen Erlebnisse mit Gott und Seinem bewahrenden Beistand, trifft Hiskia eine weitere Herausforderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eines Tages erscheint eine Delegation hoher k\u00f6niglicher Beamter aus Babylon, der aufstrebenden Gro\u00dfmacht im vorderen Orient. Der babylonische K\u00f6nig hatte geh\u00f6rt, da\u00df Hiskia krank gewesen war und lie\u00df ihm Geschenke und einen freundlichen Brief \u00fcberbringen. Hiskia f\u00fchlte sich dadurch \u00fcber die Ma\u00dfen geschmeichelt und geehrt. Anders als mit dem Brief des Assyrerk\u00f6nigs, geht er mit diesem Brief nicht in den Tempel, um Gott zu fragen, wie er sich verhalten solle, sondern empfing die Gesandten freundlich und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus. In alle Kammern lie\u00df er sie schauen. Sie sahen das Silber und das Gold, die kostbaren \u00d6le und Gew\u00fcrze. Sogar das Waffenlager und die Vorratsh\u00e4user zeigte er ihnen. Im ganzen Palast und im ganzen Reich gab es nichts, was diese M\u00e4nner nicht zu sehen bekamen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn9\">[9]<\/a>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz darauf kam der Prophet Jesaja zu Hiskia und wollte wissen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWoher kamen diese M\u00e4nner und was wollten sie von dir? Und Hiskia antwortete \u201eAus einem fernen Land sind sie gekommen, aus Babylonien\u201c Und \u201ewas haben sie im Palast gesehen?\u201c Hiskia erwiderte: \u201cSie haben alles gesehen, was ich besitze. In jede einzelne Schatzkammer lie\u00df ich sie schauen. Da sagte Jesaja: \u201eH\u00f6re, was der HERR dazu sagt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201aEines Tages wird der ganze Reichtum in deinem Palast \u2013 alle Sch\u00e4tze, die du und deine Vorfahren angeh\u00e4uft haben \u2013 nach Babylonien fortgebracht werden. Nichts wird \u00fcbrig bleiben. Auch einige deiner S\u00f6hne, die dir noch geboren werden, wird man verschleppen. Sie m\u00fcssen als Eunuchen im Palast des babylonischen K\u00f6nigs dienen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn10\">[10]<\/a>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hiskia sagte nur: \u201aDer HERR wei\u00df, was ER tut; ich beuge mich Seinem Urteil. Wenn nur zu meinen Lebzeiten noch Friede und Ruhe herrschen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn11\">[11]<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Uns stellt sich sofort die Frage, was war denn daran so falsch, was Hiskia tat, da\u00df Gott ein solches Urteil f\u00e4llte? Gott lie\u00df Hiskia tun, was dieser f\u00fcr richtig hielt. ER wollte pr\u00fcfen, wie es in seinem Herzen aussah.<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftn12\">[12]<\/a>\u00a0Wie reagierte Hiskia? Hiskia br\u00fcstete sich und wollte die Babylonier beeindrucken und als Verb\u00fcndete gegen die Assyrer gewinnen. Gleichzeitig wollte er ihnen zeigen, da\u00df er auch f\u00fcr sie ein ernstzunehmender Partner sein k\u00f6nnte, der in der Lage ist, mit seinen Sch\u00e4tzen weitere Hilfstruppen aus den arabischen Gebieten anzuwerben. An dieser Stelle vers\u00fcndigte sich Hiskia gegen Gott. Er hatte doch erfahren, da\u00df Gott seine Hilfe war in allen seinen N\u00f6ten.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>ER lie\u00df ihm, gegen manchen Widerstand,\u00a0 die Ausrottung des G\u00f6tzendienstes gelingen;<\/li>\n<li>ER errette ihn aus der Belagerung durch das assyrische Heer;<\/li>\n<li>ER machte ihn wieder gesund und versprach ihm, sein Leben um 15 Jahre zu verl\u00e4ngern.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese sog. Erfolge haben ihn unvorsichtig gegen die Angriffe des Teufels gemacht. Die Schwierigkeiten trieben ihn direkt in Gottes helfende Arme. Aber durch die Schmeicheleien erlag er in seiner Eitelkeit den teuflischen Verf\u00fchrungen. Er wurde selbstsicher und hochm\u00fctig. Er wollte das assyrische Joch aus eigener Kraft und mit seinen Mitteln absch\u00fctteln, statt auch hier sein ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen, der ihm bis hierher so wunderbar geholfen hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehen, gerade dann, wenn alles wunderbar zu laufen scheint, lauert die Gefahr, da\u00df wir uns von Gott abwenden, indem wir uns auf unsere eigene St\u00e4rke und M\u00f6glichkeiten besinnen und verlassen. Deshalb m\u00fcssen wir gerade dort besonders aufpassen, wo uns Gott in Seiner G\u00fcte viel Gelingen in unserem geistlichen Leben schenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Leben kann noch so gut beginnen, wir m\u00fcssen auf der Hut sein, da\u00df wir den Lauf auf der Lebens-Kampfbahn auch in guter Weise beenden und uns nicht, wie Hiskia, kurz vor dem Ziel ablenken und verf\u00fchren lassen und damit vielleicht alles in Frage stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlu\u00df<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Lebenslauf von Hiskia m\u00f6chte uns Vorbild, Warnung und Mahnung zugleich sein. Wir sollen:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.\u00a0 allen G\u00f6tzendienst in unserem Leben ausrotten und Gott allein die Ehre zu geben und IHN alleine anbeten.<br \/>\n2.\u00a0 unser ganzes Vertrauen in allen Dingen auf den lebendigen Gott setzen.<br \/>\n3.\u00a0 auf unserem Lebensweg weise wandeln und uns vom Teufel nicht ablenken und verf\u00fchren lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann darf vielleicht auch \u00fcber unserem Leben einmal stehen:<\/p>\n<p>&#8222;Er\/Sie tat, was dem HERR wohlgefiel&#8220;<br \/>\n&#8222;Er vertraute dem HERRN&#8220;<br \/>\n&#8222;Er hing an dem HERRN&#8220;<br \/>\n&#8222;Und der HERR war mit ihm.&#8220;<\/p>\n<p>Das schenke uns der gn\u00e4dige und barmherzige Gott.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Amen.<\/strong><\/p>\n<hr style=\"text-align: justify;\" size=\"1\" \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref1\">[1]<\/a> 2.K\u00f6 18,3-7<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref2\">[2]<\/a> Schlachter 1951<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref3\">[3]<\/a> 2.K\u00f6 19, 15-19 Hfa<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref4\">[4]<\/a> 2.K\u00f6 20,1<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref5\">[5]<\/a> 2. K\u00f6 19, 33-34 Hfa<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref6\">[6]<\/a> 2.K\u00f6 19, 37<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref7\">[7]<\/a> 2.K\u00f6 20, 5-6 Hfa<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref8\">[8]<\/a> V.6b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref9\">[9]<\/a> V. 12b-13<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref10\">[10]<\/a> Jesaja 39, 6-8<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref11\">[11]<\/a> V. 14-19<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-includes\/js\/tinymce\/plugins\/paste\/pasteword.htm?ver=327-1235#_ftnref12\">[12]<\/a> 2.Chron 32,31b<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pr\u00e4dikant Wolfgang Wilke, Predigt f\u00fcr den\u00a011.Sonntag nach Trinitatis, 22.8.2004<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt: K\u00f6nig Hiskia &#8211; &#8222;Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel.&#8220;\u00a0(2. K\u00f6n. 18-20; 2. Chr. 29-32 und Jes. 37-39) Die Bibel beschreibt Lebensl\u00e4ufe von sehr unterschiedlichen Menschen, von K\u00f6nigen und Priestern, von Richtern und Propheten, \u00a0aber auch von ganz normalen Menschen wie Du und ich. 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