{"id":5679,"date":"2011-01-01T18:30:58","date_gmt":"2011-01-01T16:30:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5679"},"modified":"2011-01-01T18:31:42","modified_gmt":"2011-01-01T16:31:42","slug":"lernen-wir-es-uns-selbst-zu-schenken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5679","title":{"rendered":"Lernen wir es, uns selbst zu schenken!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Botschaft von Janis Vanags, Erzbischof der lettischen lutherischen Kirche Lettlands, vom 24.12.2010<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong>\u201eFriede sei mit Euch und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus!\u00a0 Die Gnade sei mit allen, die lieb haben unseren Herrn Jesus Christus, in Unverg\u00e4nglichkeit!\u201c\u00a0 Mit diesen Worten gr\u00fc\u00dft der Apostel Paulus die Gl\u00e4ubigen in der Stadt Ephesus (Epheser 6,23-24). Wirklich, Friede, Liebe und Gnade sind Worte, die zum Christfest auszusprechen ebenso angebracht sind wie der\u00a0 Gedanke an die\u00a0 Unverg\u00e4nglichkeit. Doch das Christfest berichtet davon, dass der Sohn Gottes die Herrlichkeit verlassen hatte, um in die Welt zu kommen und einer von uns zu werden, damit die Menschen Friede und Liebe mit Glauben h\u00e4tten.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In meiner Kindheit fesselte mich der Gedanke, dass das Licht des Sternes von Bethlehem in einer Sekunde eine Entfernung zur\u00fccklegen k\u00f6nnte, die gr\u00f6\u00dfer ist als die siebenfache Umrundung des Erdkreises. Um das ganze sichtbare All zu durchqueren, ben\u00f6tigt ein Lichtstrahl 93 Milliarden Jahre, und bereits das ist f\u00fcr uns unvorstellbar. Doch wenn wir in der Christnacht\u00a0 die Sterne betrachten, versuchen wir es uns vorzustellen, dass der Sch\u00f6pfer\u00a0\u00a0 als er in seinem grandiosen Sch\u00f6pfungsakt inmitten von unz\u00e4hligen Galaxieen und Sternbildern auch unsere Erde erschuf, er dabei auch uns erblickte. Er erblickte die Menschen in ihrer Gesch\u00e4ftigkeit, ihrer M\u00fchsal, ihren Erfolgen und ihren Krisen. Er sah sie hoffen, sich freuen, lieben und hassen, sich erheben und alles Erbaute in Kriegen vernichten. Sie taten ihm von Herzen leid, wenn er ihren Irrtum erblickte, wie sie fallen und sterben. Er beschloss, selbst ein Mensch zu werden und in unserer Mitte zu leben, um uns zu erretten, die er mit einer solchen Liebe erschaffen hat. Wie schwer ist doch ein solcher Schritt von der makellosen Harmonie in der himmlischren Herrlichkeit zu dem irdischen Wesen, den Lasten und dem Tod des Menschen! Doch so sehr liebte Gott die Welt, dass Sein Sohn zum Vater sprach: Ich tue es! Ich gehe! Und so wurde es Weihnachten. Jesus wurde in Bethlehem geboren. Es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle F\u00fclle wohnen sollte. (Kolosser 1,19) Die Engel jauchzten, die K\u00f6nige f\u00fcrchteten sich, die Weisen fielen nieder, um anzubeten. Was werden wir tun?\u00a0 Beten wir darum, dass Gott uns beruft und uns den Glauben schenkt, dass Christus, der um der Menschen willen die himmlische Herrlichkeit verlie\u00df, auch in unseren Herzen Unterkunft finde. Dass wir ihn erwarten, um seine Stimme zu vernehmen und ihm nachzufolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die himmlische Herrlichkeit war nicht das Einzige, was Jesus f\u00fcr\u00a0 uns verlassen hatte. Er wuchs bei seiner Mutter und bei seinem Ziehvater auf. Er hatte Verwandte, Freunde, einen ehrbaren Beruf, ein gl\u00fcckliches Leben in seiner Stadt und in seiner Familie. Eines Tages verlie\u00df er alles, um sich zu seinem Dienst zu begeben, bei dem er nicht einmal eine M\u00f6glichkeit hatte, sein Haupt hinzulegen.\u00a0 Weshalb? So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn sandte, der uns lehren, heilen, befreien und segnen sollte. Das hat die ganze Welt aus der Fassung gebracht. Menschenmengen sa\u00dfen ihm zu F\u00fc\u00dfen und h\u00f6rten ihm zu. Priester und Schriftgelehrte \u00e4rgerten sich und widersprachen ihm. Menschen folgen ihm sogar auf die Berge und bis in die W\u00fcste nach. Was tun wir? Nehmen wir Jesus in unseren Familien, unseren St\u00e4dten und D\u00f6rfern auf, der f\u00fcr uns seine Familie und Verwandtschaft verlassen hat. Versammeln wir uns um die Lehre seines Wortes und lassen wir es zu, dass er uns errettet, heilt und heiligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch seine Familie war nicht alles, was Jesus f\u00fcr uns verlassen hatte. Am letzten Abend sa\u00df er mit seinen allern\u00e4chsten J\u00fcngern zu Tisch. Eine gr\u00f6\u00dfere N\u00e4he als das k\u00f6nnen wir uns nicht vorstellen. Doch zu seiner Stunde erhob sich Jesus und verlie\u00df alles, um sich allein dorthin zu begeben, wo er die S\u00fcnde der Welt ausl\u00f6sen sollte. Dort wurde er f\u00fcr uns zum Neuen Adam.\u00a0 Der erste Adam fiel in einen tiefen Schlaf, als Gott seine Seite \u00f6ffnete und\u00a0 ihm seine Braut Eva schuf. Aus der ganzen Sch\u00f6pfung war sie die Einzige, die Adam antworten konnte. Doch diese Braut konnte Gott keine Kinder schenken. Nachdem Christus sein Werk vollendet hatte, lag er da mit einer durch einen Speer ge\u00f6ffneten Seite, aus der Blut und Wasser floss. Mit dem Wasser der Taufe und dem Blut des Abendmahles erschuf sich Gott eine neue Braut \u2013 die Kirche. Die ganze Welt, der ganze Kosmos ist nun wieder zu Christi F\u00fc\u00dfen, doch von allem, was lebt, entspricht ihm nur diese eine neue Braut \u2013 die Gemeinde Christi. Jesus kam zu Weihnachten, um dich und mich zu denen zu machen die Gott entsprechen. Was machen wir aus diesem Weihnachtsfest?\u00a0 Diejenigen, die den Weg zur Gemeinde Christi noch nicht gefunden haben, sollten sich in die Botschaft des Christfestes hineinh\u00f6ren und entschlossen, beharrlich die Heilige Taufe suchen, um sich mit Christus zu vereinigen. Diejenigen, die schon der Gemeinschaft der Kirche angeh\u00f6ren, rufen wir auf, sich in das Wort der Christusbotschaft zu vertiefen, um Ihn immer mehr von ganzem Herzen kennen zu lernen, vollkommener zu lieben und ihm in seiner N\u00e4he nachzufolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Weihnachten pflegt man einander mit Geschenken zu erfreuen. Menschen m\u00f6chten damit bei Gott gleichsam etwas gutmachen, der der Welt zu Weihnachten das allergr\u00f6\u00dfte Geschenk gemacht hat \u2013 kostenlos, ohne Abgaben f\u00fcr jeden, der an seinen Sohn glaubt. Doch beachten wie, dass Gott uns nicht irgend eine Gabe geschenkt hat, sondern sich selbst. M\u00f6ge das unsere Lehre zu Weihnachten sein \u2013 dass wir es lernen, uns selbst zu schenken, unsere Zeit, Aufmerksamkeit, Einf\u00fchlung und Liebe. Dass dadurch das Licht Christi\u00a0 die Menschen erleuchten m\u00f6ge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Botschaft von Janis Vanags, Erzbischof der lettischen lutherischen Kirche Lettlands, vom 24.12.2010 \u00a0\u201eFriede sei mit Euch und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus!\u00a0 Die Gnade sei mit allen, die lieb haben unseren Herrn Jesus Christus, in Unverg\u00e4nglichkeit!\u201c\u00a0 Mit diesen Worten gr\u00fc\u00dft der Apostel Paulus die Gl\u00e4ubigen in der Stadt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":40,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5679"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/40"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5679"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5681,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5679\/revisions\/5681"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5679"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5679"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}