{"id":5627,"date":"2010-12-16T12:14:16","date_gmt":"2010-12-16T10:14:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5627"},"modified":"2010-12-16T12:17:24","modified_gmt":"2010-12-16T10:17:24","slug":"pfarrer-mussen-ihre-homosexualitat-friedlich-und-frohlich-leben-konnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5627","title":{"rendered":"Pfarrer m\u00fcssen ihre Homosexualit\u00e4t &#8222;friedlich und fr\u00f6hlich leben k\u00f6nnen&#8220;!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Pfarrer m\u00fcssen ihre Homosexualit\u00e4t &#8222;friedlich und fr\u00f6hlich leben k\u00f6nnen&#8220;!<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Homosexuellen Menschen m\u00fcsse auch in der Evangelischen Kirche die M\u00f6glichkeit gegeben werden, ihre Partnerschaft friedlich und fr\u00f6hlich leben zu k\u00f6nnen. So lautete das Fazit, das Landesbischof Johannes Friedrich in einem Interview &#8222;Wie geht es weiter?&#8220; f\u00fcr den k\u00fcnftigen Umgang mit homosexuellen Pfarrerinnen und Pfarrern in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zog.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landesbischof Friedrich nahm im Interview in &#8222;bayern-evangelisch.de&#8220; Stellung zur Position der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern \u00fcber die Zulassung von homosexuellen Partnerschaften in bayerischen Pfarrh\u00e4usern. Bischof Friedrich machte klar, da\u00df die kritischen Aussagen von Paulus \u00fcber Homosexualit\u00e4t im Kontext der damaligen Zeit gesehen werden m\u00fcssten. Damals habe es noch keine verl\u00e4ssliche Partnerschaft gegeben. Paulus habe in der Denkkategorie seiner Zeit gelebt. Es m\u00fcsse das Gesamtzeugnis der Bibel gesehen werden. Friedrich erl\u00e4uterte w\u00f6rtlich:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Das, was wir heute als eine verantwortliche, verl\u00e4ssliche Partnerschaft kennen, das kennt die Bibel \u00fcberhaupt nicht. Das gab es damals nicht. Wenn dort von Homosexualit\u00e4t die Rede ist, dann meint der Schreiber das, was er kannte in seiner Zeit, n\u00e4mlich Lustknaben am Tempel, G\u00f6tzendienst, Promiskuit\u00e4t, aber nichts von verantwortlicher Partnerschaft. Deswegen haben die Stellen der Bibel, die Homosexualit\u00e4t verdammen, nichts mit der heutigen Partnerschaft zu tun. &#8230; Unsere heutige Form von Homosexualit\u00e4t kommt in der Bibel gar nicht vor. Wir m\u00fcssen es vom Gesamtzeugnis der Bibel aus beurteilen. Und da denke ich, wenn ich sehe, da\u00df es Menschen gibt, die von Geburt an oder von Natur auf homosexuell sind, wo eine Therapie gar nicht denkbar ist und nur Schaden anrichten w\u00fcrde, dann m\u00fcssen wir diesen Menschen auch die M\u00f6glichkeit geben, friedlich und fr\u00f6hlich ihre Partnerschaft leben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Landesbischof Friedrich betonte im Interview, es sei ihm wichtig, den Kritikern, die sich gegen die Zulassung von homosexuellen Partnerschaften in den Pfarrh\u00e4user aussprechen, diese neue Sicht auf die Bibel zu erl\u00e4utern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu der Tatsache, da\u00df die Bibel &#8211; entgegen der hier zitierten bisch\u00f6flichen Aussage -, selbstverst\u00e4ndlich die verantwortliche und verl\u00e4ssliche Partnerschaft kennt, diese aber ausschlie\u00dflich f\u00fcr eine auf Lebenszeit angelegte Partnerschaft zwischen Mann und Frau in der Ehe als gottgef\u00e4llig anerkennt, obwohl homosexuelle Orientierungen in der damaligen Zeit in gleicher Weise wie heute existierten, wurde Bischof Friedrich nicht befragt. Er wurde ebenso wenig zu seinen Kenntnissen \u00fcber Ergebnisse der Ursachenforschung f\u00fcr homosexuelle Orientierungen befragt, nach der Homosexualit\u00e4t weder angeboren noch von Natur auf angelegt ist, sondern durch entwicklungspsychologische Faktoren zu erkl\u00e4ren ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Landeskirchenrat entschied\u00a0bereits im Juli 2010, k\u00fcnftig gleichgeschlechtlichen Partnerschaften das Zusammenleben in bayerischen Pfarrh\u00e4usern zu gestatten. Die Landessynode best\u00e4tigte bei ihrer Tagung in Neu-Ulm im November 2010 nach kritischen Einw\u00e4nden einiger Synodaler den Beschlu\u00df des Landeskirchenrats mit einer Abstimmungsmehrheit von \u00fcber 90 Prozent. Landesbischof Friedrich erkl\u00e4rte dazu, dies sei das Ergebnis, das er sich gew\u00fcnscht habe. Auch die Synode der EKD befasste sich im November bei ihrer Tagung in Hannover mit dem Thema homosexueller Partnerschaften von Pfarrerinnen und Pfarrern und verabschiedete einstimmig ein neues Pfarrdienstgesetz, nach dem das Zusammenleben von homosexuellen Partnerschaften in Pfarrh\u00e4usern im Zusammenhang mit dem Begriff &#8222;famili\u00e4res Zusammenleben&#8220; legitimiert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beschl\u00fcsse des Landenkirchenrates und der Synoden stie\u00dfen bei evangelischen Christen, Theologen und Ordinierten vielfach auf Unverst\u00e4ndnis und Kritik. Die Kritiker sehen in der jetzigen Entwicklung eine Anpassung an den Zeitgeist der Postmodernen und Abkehr vom Geschlechter-Ethos der Bibel. Mit der umstrittenen Frage, ob homosexuelle Partnerschaften in Pfarrh\u00e4user einziehen soll, wird sich demn\u00e4chst auch die badische Landeskirche befassen. Nach Information aus dem Kreis der badischen Landeskirche, sollen am 15. Januar 2011 in Baden die Beratungen beginnen.<\/p>\n<p><em>Kurt J. Heinz, Medrum, 09.12.2010 (<\/em><a href=\"http:\/\/www.medrum.de\"><em>www.medrum.de<\/em><\/a><em>)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pfarrer m\u00fcssen ihre Homosexualit\u00e4t &#8222;friedlich und fr\u00f6hlich leben k\u00f6nnen&#8220;! Homosexuellen Menschen m\u00fcsse auch in der Evangelischen Kirche die M\u00f6glichkeit gegeben werden, ihre Partnerschaft friedlich und fr\u00f6hlich leben zu k\u00f6nnen. 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