{"id":5461,"date":"2010-11-21T06:35:27","date_gmt":"2010-11-21T04:35:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5461"},"modified":"2010-12-01T10:39:52","modified_gmt":"2010-12-01T08:39:52","slug":"predigt-das-geschenk-des-ewigen-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=5461","title":{"rendered":"Predigt: Das Geschenk des ewigen Lebens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigt zum Ewigkeitssonntag:<br \/>\n&#8222;Das Geschenk des ewigen Lebens&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der letzte Sonntag im Kirchenjahr, also der letzte Sonntag vor dem ersten Advent, ist der Ewigkeitssonntag, der auch Totensonntag genannt wird. Hier tut sich schon ein scheinbarer Widerspruch auf: Wie kann es sein, dass der Totensonntag zugleich der Ewigkeitssonntag ist? Ist nicht das Wissen um unsere Sterblichkeit gleichzeitig das Aus f\u00fcr die Ewigkeit? Wie k\u00f6nnen wir die Ewigkeit feiern, wenn wir der Toten gedenken? Wir stehen in einer Spannung. Wir wissen um unsere Sterblichkeit und Endlichkeit und feiern doch die Ewigkeit. Ja, wir sind so sehr von der Tatsache der Zeit bestimmt, dass es uns sehr, sehr schwer f\u00e4llt, die Ewigkeit zu fassen. Wir kennen nur ein Leben auf dieser Zeitachse.<!--more--><br \/>\n<strong><br \/>\nEin Leben zwischen Millimeterstrichen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nehmen wir\u00a0ein Lineal. Es hat einen Anfang und es hat ein Ende. So sehen wir unsere Geschichte. Alles hat einmal begonnen und alles wird einmal enden. Das ist die gro\u00dfe Geschichte. Anfang und Ende des Lineals. Wir leben unser eigenes pers\u00f6nliches Leben zwischen zwei kleinen Millimeterstrichen auf dieser langen Zeitachse. Hinter uns ist ein kleiner schwarzer Balken und vor uns ist ein kleiner schwarzer Balken. Wir dringen durch diese kleinen Balken nicht durch. Sie stehen f\u00fcr Geburt und Tod. Was war und was kommt, wissen wir auf den ersten Blick nicht. Das Leben zwischen zwei Millimeterstrichen ist eng, einengend, be\u00e4ngstigend. Vor uns liegt ein schwarzer Balken. Ende, Aus, Tod. Totensonntag! Wir wollen heute an diesem Tag einen Blick aus dieser Enge der zwei schwarzen Balken hinauswerfen. Den Blick nach oben richten. Den Blick auf den ewigen Gott richten. Den Blick in die Ewigkeit richten. Ewigkeitssonntag!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1\u00a0 Die Bestimmung zum ewigen Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.1 \u00a0Eine kleine Begriffsbestimmung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hebr\u00e4ische Bibel beschreibt den Begriff \u201eewig\u201c, \u201eEwigkeit\u201c mit dem Begriff \u201eolam\u201c. Es beschreibt entweder 1. die graue, unvordenkliche Vorzeit oder 2. die ununterbrochene Zukunft. Das kann irdische oder auch unendliche Zeitabschnitte bezeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im griechischen haben wir f\u00fcr \u201eolam\u201c den Begriff \u201eaion\u201c. Der Begriff beschreibt die \u201eZeit als langer Zeitabschnitt\u201c. Auch hier geht es um 1.) die graue Vorzeit oder die vor uns liegende Zukunft. Je nach Zusammenhang streckt sich der Begriff in die unendliche Zukunft und damit in die Ewigkeit. Wenn z. B. der Begriff \u201eaion\u201c in den Plural gesetzt wird oder wenn er verdoppelt wird (2Tim 4,18), dann haben wir es meist mit der ewigen und unendlichen Welt Gottes zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.2 \u00a0Die Ewigkeit und das \u201enoch nicht\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Neue Testament spricht von \u201edieser Zeit\u201c (kairos) und von dem \u201ekommenden Weltzeitalter (aion) und meint damit die Zeit, die mit der Wiederkunft Christi, der Auferstehung von den Toten und der Neusch\u00f6pfung beginnt. Jesus sagt seinen J\u00fcngern, es ist niemand, der Haus oder Familie verl\u00e4sst um des Reiches Gottes willen, der es nicht \u201evielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zuk\u00fcnftigen Welt (aion) das ewige (aionion) Leben\u201c (Lk 18,28-30). Hier wird die Ewigkeit als etwas Zuk\u00fcnftiges gesehen, was \u201enoch nicht\u201c ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.3\u00a0 Die Ewigkeit und das\u00a0\u201eschon jetzt\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch das ewige Leben wird im Neuen Testament nicht nur als zuk\u00fcnftig gesehen. Die Ewigkeit ragt zugleich in die Gegenwart dieser Zeit hinein. Das tut sie in der Person Jesus Christus. Jesus sagt: \u201eDenn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch (Lk 17,21). Deshalb kann Jesus auch sagen: \u201eWer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben\u201c (Joh 11,26). Oder Jesus sagt: \u201eWer mein Wort h\u00e4lt, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit (Joh 8,51). Ewigkeit und ewiges Leben ist also aus biblischer Sicht nicht nur und allein auf die Zukunft bezogen, sondern sie ist in Jesus bereits da. Mitten unter uns. Die Ewigkeit kommt in unsere Zeit, sie ist \u201eschon jetzt\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.4\u00a0 Die von Gott erf\u00fcllte Ewigkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch Vorsicht! Der Begriff Ewigkeit hat zwar mit Zeit, mit Zeitabschnitten und auch Unendlichkeit zu tun, aber auf keinen Fall geht es nur um einen Zeitbegriff. Aus Sicht der Bibel ist die Ewigkeit ja eine Eigenschaft die zuallererst Gott zu kommt. Gott selbst ist der ewige Gott:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWei\u00dft du nicht? Hast du nicht geh\u00f6rt? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht m\u00fcde noch matt.\u201c (Jes 40,28)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAmen, Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und St\u00e4rke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.\u201c (Offb 7,12)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allm\u00e4chtige.\u201c (Offb 1,8)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott ist der ewige Gott, der war, der ist und der da kommt. Er steht vor unserer Zeit, in unserer Zeit und er wird auch am Ende unserer Zeit sein. Er kennt weder Anfang noch Ende. Die Ewigkeit ist also nicht vor allem eine Zeitskala, sondern sie ist erf\u00fcllt von einer Person. Dem dreieinigen Gott. Gott dem Vater, Gott dem Sohn, Gott dem heiligen Geist. Dieser dreieinige Gott f\u00fcllt die Ewigkeit mit seinen Wesensz\u00fcgen. Seine unbegrenzte F\u00fclle, seine unendliche Macht, seine Liebe, seine Treue, seine Gerechtigkeit, seine Heiligkeit f\u00fcllen den Begriff Ewigkeit mit Leben. Ewigkeit ist also vor allem von Gott erf\u00fcllte Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ewiges Leben ist demnach kein zeitlich unbegrenztes Sein, sondern ein \u201eSein in der F\u00fclle Gottes\u201c. \u201eEwiges Leben ist Leben nach Art der Ewigkeit Gottes\u201c. Es geht um ein Leben, das in Zeit und Qualit\u00e4t weit \u00fcber all das hinausgeht, was wir heute als Leben kennen. Man kann von einer alles \u201e\u00fcbersteigenden Wirklichkeit\u201c und einer alles \u201e\u00fcberragenden Lebensf\u00fclle\u201c sprechen. Ewiges Leben kann deshalb nicht getrennt von Gott gelebt werden. Au\u00dferhalb von Gott gibt es kein ewiges Leben, kein wahres bleibendes Gl\u00fcck, keine andauernde Lebensf\u00fclle. Au\u00dferhalb von Gott gibt es nur Tod. Ewiges Leben und Gott sind untrennbar aufeinander bezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.5\u00a0 Der Mensch\u00a0war zum ewigen Leben bestimmt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gott hat den Menschen mit einer ewigen Bestimmung erschaffen. Mit dieser ewigen Bestimmung ist einerseits das unbegrenzte Leben und damit das Leben ohne Tod gemeint, andererseits das Leben in der F\u00fclle Gottes. Adam und Eva leben im Paradies. Hier herrschte Frieden, es gab keinen Tod, keinen Schmerz, hier war Gl\u00fcck und Liebe, hier war Gott selbst anwesend und wandelte durch den Garten, Adam und Eva konnten ihm begegnen, ihn anbeten, ihn fragen, mit ihm und in seiner F\u00fclle leben. Der Mensch war von Anfang an zum ewigen Leben in der Gegenwart und der F\u00fclle Gottes bestimmt. Mitten im Garten stand der Baum des Lebens (1Mose 2,9), der f\u00fcr die unbegrenzte Lebensf\u00fclle und das ewige Leben mit Gott stand. Der Garten Eden und die gesamte Sch\u00f6pfung standen vor dem S\u00fcndenfall unter dem \u201esehr gut\u201c Gottes: \u201eUnd Gott sah an, alles, was er gemacht hatte und siehe, es war sehr gut\u201c (1Mose 2,31). Hier gab es keinen Tod, keine Endlichkeit, keine Not, kein Leid, keinen Schmerz. Hier war die F\u00fclle. Und zu diesem erf\u00fcllten Gl\u00fcck und erf\u00fcllten Leben hat Gott den Menschen urspr\u00fcnglich bestimmt. Gottes Absicht mit uns war von Anfang an und ist bis heute ewiges Leben in seiner Gegenwart und F\u00fclle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2\u00a0 Der Verlust des ewigen Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.1 \u00a0Der Einbruch der S\u00fcnde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solange Adam und Eva in einer vertrauensvollen Gemeinschaft mit Gott lebten, standen sie im ewigen Leben. Den Tod gab es nicht. Sie wussten wohl, dass es so etwas wie den Tod gab, aber was das genau bedeutete, war ihnen nicht klar. Vergleichbar mit einem Kind, dem die Eltern sagen, dass es nie den Finger in die Steckdose stecken darf, um einen Stromschlag zu vermeiden. Ein Kind, wei\u00df um diese Warnung, wird aber &#8211; wenn es den Eltern vertraut und gehorcht \u2013 nicht wissen, was es mit einem Stromschlag auf sich hat und was die Folgen sind. Adam und Eva vertrauten nicht und gehorchten nicht. Sie a\u00dfen vom Baum der Erkenntnis des Guten und des B\u00f6sen (1Mose 3,6ff). Dieser Ungehorsam war und ist die Urs\u00fcnde des Menschen. Diese S\u00fcnde f\u00fchrte zum Tod des Menschen. Gottes Warnung wurde pl\u00f6tzlich Realit\u00e4t: \u201eDenn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben\u201c (1Mose 2,17). Nach dem S\u00fcndenfall sagt Gott zu Adam: \u201eDu bist Erde und sollst zu Erde werden\u201c (1Mose 3,19). Die S\u00fcnde zieht den Tod nach sich. Vor der S\u00fcnde gab es keinen Tod und der Tod wird nur dann richtig verstanden, wenn er als Folge der S\u00fcnde erkannt wird. Paulus schreibt an die R\u00f6mer:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer S\u00fcnde Lohn ist der Tod.\u201c (R\u00f6 6,23)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWie durch den einen Menschen die S\u00fcnde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die S\u00fcnde, so ist der Tod zu allen Menschen hindurchgedrungen, weil sie alle ges\u00fcndigt haben.\u201c (R\u00f6 5,12)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als eine der Folgen der S\u00fcnde wurden Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben und der Zugang zum Garten Eden durch die Cherubim versperrt. Sie wurden damit vom Baum des Lebens vertrieben mit der folgenden Begr\u00fcndung Gottes: \u201eDass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich\u201c (1Mose 3,22). M\u00f6glicherweise war auch dies ein f\u00fcrsorglicher Schritt Gottes. H\u00e4tten Adam und Eva als unerl\u00f6ste S\u00fcnder Zugang zum Baum des ewigen Lebens w\u00fcrden sie als S\u00fcnder ewig leben. Ein Leben in der Gegenwart Gottes w\u00e4re dann unm\u00f6glich geworden. Vor allem aber: Von nun an ist der Mensch, und weil er die Krone der Sch\u00f6pfung ist, mit ihm die gesamte Sch\u00f6pfung der Sterblichkeit und Verg\u00e4nglichkeit ausgeliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.2 \u00a0Der unausweichliche Tod<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Einbruch des Todes in unsere Welt treten Schmerz und Leid in unsere Welt. Der Tod ist der Feind des Menschen. Wir haben Angst vor ihm. Er bedroht uns und unsere Lieben. Er k\u00fcndigt sich an im Altern, er tritt uns n\u00e4her in Krankheiten und Unf\u00e4llen und kommt am Ende mit bitterer Konsequenz zu den Menschen um uns herum und dann auch zu uns. Vor einigen Wochen sagte jemand: \u201eDie Einschl\u00e4ge kommen n\u00e4her\u201c und meinte damit, dass nun Menschen aus dem eigenen Bekanntenkreis sterben. Der Tod ist zu allen hindurchgedrungen und er dringt auch durch zu uns.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.3\u00a0 Das Trauern am Totensonntag<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Totensonntag ist ein Tag des Gedenkens an die Toten. Er wurde von K\u00f6nig Friedrich Wilhelm III. von Preu\u00dfen per Kabinettsorder im November 1816 f\u00fcr die evangelische Kirche in den preu\u00dfischen Gebieten zum \u201eallgemeinen Kirchenfest zur Erinnerung an die Verstorbenen\u201c erkl\u00e4rt. Besonders im Blick waren damals auch die Toten der Befreiungskriege gegen Napoleon. Am heutigen Totensonntag wollen wir in besonderer Weise nachdenken \u00fcber die Verstorbenen in der eigenen Familie und Gemeinde. Wir wollen auch an die Geschwister denken, die im zur\u00fcckliegenden Jahr starben, weil sie Christen waren: In Indonesien, im Irak, in Pakistan, In Nordkorea. Wir wollen auch \u2013 ganz unabh\u00e4ngig davon, wie man den Kriegseinsatz in Afghanistan wertet &#8211; an die Soldaten denken, die starben, weil sie ihr Leben einsetzen, um die Ausbreitung des Terrors auf dieser Erde zu verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.4\u00a0 Das Gegenteil des ewigen Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch das Verst\u00e4ndnis des Todes mu\u00df mit Blick auf die Ewigkeit noch weiter gefasst werden. Aus biblischer Sicht ist der Tod die Trennung von Gott. In Bezug auf die Ewigkeit hat diese Trennung eine Dimension, der wir uns bewusst sein m\u00fcssen. Der eigentliche Gegensatz zum ewigen Leben ist n\u00e4mlich nicht \u201eunsere Zeit\u201c, sondern der \u201eewige Tod\u201c. Die biblischen Autoren und Jesus selbst lassen hier keinen Zweifel zu: Es kann nur den einen oder den anderen Zustand geben. Unsere Zeit ist ein vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen. Das ewige Leben und der ewige Tod sind die eigentlichen Gegens\u00e4tze. Der Prophet Daniel schreibt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande.\u201c (Dan 12,2)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jesus sagt von der gro\u00dfen Scheidung im Weltgericht: \u201eUnd sie werden hingehen: Diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.\u201c (Mt 25,46)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johannes beschreibt in der Offenbarung den \u201ezweiten Tod\u201c, der jeden Menschen trifft, der nicht im \u201eBuch des Lebens\u201c (Offb 20,14.15) geschrieben steht. Dieser Tod ist der eigentliche Gegensatz zum ewigen Leben. Es ist der ewige Tod, vor dem Jesus uns Menschen so eindringlich warnt. Es braucht nicht die mittelalterlichen Bilder der H\u00f6lle, sondern es reicht, dass wir uns vorstellen, dass es ein Gegenteil zum ewigen Leben gibt. Das ewige Leben ist ein Leben in der Lebensf\u00fclle Gottes. Der ewige Tod ist ein \u201eSein au\u00dferhalb und getrennt von der Lebensf\u00fclle Gottes\u201c. Nicht Menschen sind es, die hier mit dem erhobenen Zeigefinger drohen, sondern Jesus ist es, der uns in seiner Liebe und Barmherzigkeit vor einer solchen H\u00f6lle warnt, um uns gleichzeitig einzuladen zum ewigen Leben. Jesus will, dass wir zu unserer eigentlichen Bestimmung zur\u00fcckfinden: Ewiges Leben in Gottes Herrlichkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3\u00a0 Die Sehnsucht nach dem ewigen Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEr hat alles sch\u00f6n gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur da\u00df der Mensch nicht ergr\u00fcnden kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.\u201c (Prediger 3,9)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir Menschen haben in uns eine Ahnung, dass es ein \u201eewiges Leben\u201c geben muss. In uns steckt ein Sehnen, das nicht zu \u00fcberh\u00f6ren ist. Unser Herz hat in sich eine Unruhe, die erst zur Ruhe kommt, wenn wir diese Ewigkeit in Gott gefunden haben. Wir tragen in uns eine unstillbare Sehnsucht, die erst gestillt wird, wenn wir das wahre Leben in Gott gefunden haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch sehnt sich nach Leben \u2013 Ohne Gott versuchen wir, diese Sehnsucht zu stillen, indem wir uns hier voll und ganz in das Leben st\u00fcrzen. Clint Eastwood, der gerade den Film \u201eHereafter\u201c gedreht hat, sagt dazu: \u201eIch glaube nur an dieses eine Leben, in dem wir unsere Chancen nutzen sollten.\u201c Chancen nutzen, das Leben genie\u00dfen in vollen Z\u00fcgen. Dieses eine kurze Leben muss gef\u00fcllt werden mit Gl\u00fcck, mit Erfolg, mit G\u00fctern, mit Freude.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehnen uns nach Heimat, nach Ruhe und nach innerer Ausgeglichenheit und doch merken wir, dass diese Sehnsucht unerf\u00fcllt bleiben muss, weil wir hier keine echte Heimat, keine echte Ruhe, keinen wahren Frieden finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sehnen uns nach Jugendlichkeit, nach Sch\u00f6nheit (Kosmetikindustrie\/Anti-Aging Produkte). In den 80er Jahren lief der Hit der Gruppe Alphaville in den Radios: \u201eFor ever young\u201c:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Why don&#8217;t they stay young (Warum bleiben sie nicht jung?)<br \/>\nIt&#8217;s so hard to get old without a cause (Es ist so schwer, ohne Grund alt zu werden)<br \/>\nI don&#8217;t want to perish like a fading horse (Ich will nicht untergehen wie ein altes Pferd)<br \/>\nYouth is like diamonds in the sun (Die Jugend ist wie Diamanten in der Sonne)<br \/>\nAnd diamonds are forever (Und Diamanten sind ewig)<br \/>\nFor ever young, I want to be forever young. (F\u00fcr immer jung, ich will f\u00fcr immer jung bleiben)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der K\u00fcnstler und Regisseur Christoph Schlingensief, der an Krebs erkrankte und in diesem Jahr starb, schreibt in seinem Buch \u201cSo sch\u00f6n wie hier kann es im Himmel gar nicht sein\u201d: \u201eUnd das lieber Gott, ist die gr\u00f6\u00dfte Entt\u00e4uschung: Dass Du ein Gl\u00fcckskind einfach so zertrittst.\u201c Hier ist einer, der leben m\u00f6chte, hier ist einer, der noch k\u00fcnstlerisch wirken m\u00f6chte, der sich verewigen m\u00f6chte, der bleiben m\u00f6chte, der leben m\u00f6chte. Eine unstillbare Sehnsucht steckt in uns und sie wird erst gestillt, wenn wir das wahre Leben in Gott finden. Schlingensief sagt in seinem Buch: \u201eAber eins ist klar: Ich bin kein Atheist. Und ich kann jetzt auch nicht sagen, na gut, das Universum ist irgendwie etwas H\u00f6heres. Nee, ich brauche das konkreter: Mit Maria, Jesus und Gott, mit diesen dreien, m\u00f6chte ich auf alle F\u00e4lle weiterleben\u201c. Hier wei\u00df einer: Nur irdisch kann die ewige Sehnsucht nicht gestillt werden. Jesus allein kann die Sehnsucht unseres Herzens stillen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Er hat alles sch\u00f6n gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur da\u00df der Mensch nicht ergr\u00fcnden kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.&#8220; (Prediger 3,9)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4\u00a0 Das Geschenk des ewigen Lebens<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.1 \u00a0Gott und das Lineal<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommen wir zur\u00fcck zu dem Lineal. Gott h\u00e4lt dieses Lineal in seinen H\u00e4nden. Er umfasst es vom Anfang und vom Ende her. Er ist \u00fcber der Zeit und er sieht uns in unserer Not und Verlorenheit. Er sieht uns eingezw\u00e4ngt zwischen zwei Millimeterbalken. Den Blick nach hinten und den Blick nach vorn durch schwarze Balken versperrt. Der Tod trennt uns von der Ewigkeit Gottes und dem ewigen Leben. Das Wunder des Evangeliums ist nun, dass Gott selbst zwischen diese Millimeterbalken kommt. Er wird ganz klein und kommt hinein in diese Sterblichkeit, um das Problem der Sterblichkeit, die S\u00fcnde und den Tod zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch seinen Tod bezahlt Jesus f\u00fcr die S\u00fcnde und packt damit das Problem bei der Wurzel. Durch die S\u00fcnde kam der Tod in die Welt. Wer die S\u00fcnde weg tut, der \u00fcberwindet den Tod. Das tat Jesus. Durch das Kreuz und durch die Auferstehung von den Toten hat Jesus die Ewigkeit auf unsere verg\u00e4ngliche Zeitachse gebracht. \u201eDer S\u00fcnde Sold ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus unserem Herrn\u201c (R\u00f6 6,23).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.2 \u00a0Wer Jesus hat, hat das ewige Leben<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Paulus schreibt an Timotheus: \u201eJetzt aber ist es offenbart durch die Erscheinung unseres Heilandes Christus Jesus, der dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unverg\u00e4ngliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium.\u201c (2Tim 1,10)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Brief forderte er auf: \u201eErgreife das ewige Leben zu dem du berufen bist.\u201c (1Tim 6,12)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ewige Leben kann also durch Jesus im hier und heute ergriffen werden. Es ist \u201emitten unter uns\u201c, ist hier auf unserer Zeitachse greifbar geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.\u201c (Joh 17,3)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an ich, der wird nimmermehr sterben.\u201c (Joh 11,25)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer Jesus hat, der hat das Leben \u201eschon jetzt\u201c. Er ist aus dem ewigen Tod schon jetzt zum ewigen Leben hindurchgekommen. Und er hat das Leben \u201enoch nicht\u201c, denn er wird es dann erhalten, wenn er nach der Zusage Gottes auferstehen wird von den Toten. Wir haben gesehen, dass unsere eigentliche Bestimmung das ewige Leben gewesen ist. Diese Bestimmung haben wir verloren. In Jesus Christus finden wir zur\u00fcck in unsere eigentliche Bestimmung. Jesus ruft uns heute zu: \u201eErgreife mich und mit mir das ewige Leben\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer S\u00fcnde Sold ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus unserem Herrn.\u201c (R\u00f6 6,23)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.3\u00a0 Angst vor der Langeweile des Himmels?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun gibt es immer wieder Menschen, die sagen, dass sie gar nicht ewig leben wollen, weil sie Angst vor der Langeweile und Unt\u00e4tigkeit ewiger Existenz haben. Auch Christoph Schlingensief schreibt: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte H\u00f6lle, die ich mir vorstellen kann, ist, nicht mehr denken und arbeiten zu d\u00fcrfen. Dann h\u00e4nge ich vielleicht irgendwo zwischen den Sternen rum und kann nichts tun, w\u00fcrde so gern helfen oder etwas machen, aber kann nichts machen. Ich habe leider gro\u00dfe Angst vor diesem Himmel. Ich will hierbleiben. Ich will noch etwas hierbleiben.\u201c Doch das sind verzerrte Vorstellungen des Himmels.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.4\u00a0 Vorfreude auf den Himmel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Himmel wird einfach herrlich werden. Von Langeweile wird es da keine Spur geben. Gott ist die F\u00fclle. Gott ist das pure Gl\u00fcck. Gott ist das pure Leben. Wenn Gott sich diese Sch\u00f6pfung ausgedacht hat, wie k\u00f6nnen wir dann meinen, dass es dort langweilig werden k\u00f6nnte. Nein, das ist ein fataler Irrtum. Im Himmel wird es genug zu sehen, genug zu reden, genug zu genie\u00dfen, genug zu arbeiten, genug auszuruhen, genug Zeit f\u00fcr die Anbetung und f\u00fcr die herrlichsten Gottesdienste geben. Gott ist Leben und Leben ist immer in Bewegung. Das ist jetzt so, das wird dann auch so sein. Nein, Langeweile wird es dort nicht geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eUnd ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschm\u00fcckte Braut f\u00fcr ihren Mann. 3 Und ich h\u00f6rte eine gro\u00dfe Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die H\u00fctte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tr\u00e4nen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Thron sa\u00df, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewi\u00df! 6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.\u201c (Offb 21,1ff)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche\u00a0Ihnen allen eine echte Vorfreude auf den Himmel. Wir sollten wieder mehr aus dieser Vorfreude leben. Wir sollten nicht versuchen unsere Sehns\u00fcchte nach Ewigkeit hier zu erf\u00fcllen, sondern sie mit Blick auf Jesus und mit Blick auf den Himmel f\u00fcllen zu lassen. Und wir sollten auch wieder mehr vom Himmel sprechen und f\u00fcr den Himmel Werbung machen, indem wir offen bekennen, dass wir uns auf den Himmel freuen. Gott sagt: \u201eDiese Worte sind wahrhaftig und gewiss\u201c. Der Himmel kommt. Jesus wird wiederkommen. Die Toten werden auferstehen. Ich freue mich auf den neuen Himmel und die neue Erde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.5\u00a0 Kraft aus der Ewigkeit sch\u00f6pfen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche\u00a0uns nicht nur die Vorfreude auf den Himmel, sondern auch, dass wir es lernen, unser Leben aus dem Blickwinkel der Ewigkeit zu sehen. Im Lateinischen hat man gesagt: \u201esub specie aeternitatis\u201c. Man sieht das Leben aus der Perspektive der Ewigkeit, letztlich im Blickwinkel Gottes. Um noch einmal auf das Lineal zur\u00fcckzukommen. Wir richten den Blick\u00a0zwischen den Millimeterbalken empor\u00a0auf die Ewigkeit Gottes, wir schauen auf Gott und sehen uns und unsere Lage mit den Augen des ewigen Gottes. Alles erh\u00e4lt dadurch eine ganz andere F\u00e4rbung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir werden geduldiger und gelassener, weil wir unsere Zeit pl\u00f6tzlich im Verh\u00e4ltnis zur Ewigkeit sehen. In Gott werden wir ewig leben. Das Leben im hier und Jetzt ist aus den Augen Gottes nur ein kleiner Millimeterabschnitt. Lebensgl\u00fcck und Lebenserf\u00fcllung m\u00fcssen sich nicht zwischen diesen beiden Millimeterstrichen erf\u00fcllen. Ich habe ein ewiges Gl\u00fcck. Das macht ruhig und gelassen, das schenkt eine Geduld, die aus der Ewigkeit kommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch haben die Apostel immer wieder Trost und Kraft gesch\u00f6pft, weil sie ihr Leiden in Bezug zum ewigen Leben setzten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDarum werden wir nicht m\u00fcde; sondern wenn auch unser \u00e4u\u00dferer Mensch verf\u00e4llt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Tr\u00fcbsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und \u00fcber alle Ma\u00dfen gewichtige Herrlichkeit, 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.\u201c (2Kor 4,15-18)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich w\u00fcnsche es uns, dass wir diesen Blickwinkel ein\u00fcben und einnehmen.\u00a0Wir d\u00fcrfen unser\u00a0Leben,\u00a0auch die N\u00f6te und Schwierigkeiten, unsere\u00a0Lasten, die uns\u00a0dr\u00fccken aus dieser Ewigkeitsperspektive. Daraus erwachsen Kraft, das Schwere zu ertragen, daraus erw\u00e4chst Trost, hier entspringen Geduld und Gelassenheit. Das ist der wahre Trost, der aus der Ewigkeit kommt.\u00a0 Mit einem solchen Trost k\u00f6nnen wir leben, sterben und auferstehen.\u00a0Amen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8222;Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.&#8220; (Joh 17,3) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Prediger Johann Hesse, 21.11.2010<\/p>\n<p>Diese Predigt k\u00f6nnen Sie auch\u00a0unter <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\">www.gemeindehilfsbund.de<\/a>\u00a0als\u00a0Audio-CD <a href=\"http:\/\/www.gemeindehilfsbund.de\/medienangebote\/cd.html\">bestellen<\/a>.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zum Ewigkeitssonntag: &#8222;Das Geschenk des ewigen Lebens&#8220; Der letzte Sonntag im Kirchenjahr, also der letzte Sonntag vor dem ersten Advent, ist der Ewigkeitssonntag, der auch Totensonntag genannt wird. 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Ist nicht das Wissen um unsere Sterblichkeit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[12,4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5461"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5461"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5466,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5461\/revisions\/5466"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}