{"id":519,"date":"2005-01-30T16:54:25","date_gmt":"2005-01-30T14:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=519"},"modified":"2009-07-16T12:20:25","modified_gmt":"2009-07-16T10:20:25","slug":"aus-liebe-die-wahrheit-bekennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=519","title":{"rendered":"Aus Liebe die Wahrheit bekennen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aus Liebe die Wahrheit bekennen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erkl\u00e4rung der 7. VERSAMMLUNG UM BEKENNTNIS, ERNEUERUNG UND EINHEIT DER KIRCHE<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Delegierte der 7. VERSAMMLUNG aus bekennenden Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und zahlreicher ihrer innerkirchlichen Gemeinschaften, die im Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern (ABC) verbunden sind, erkl\u00e4ren wir:<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>I. Was wir als unseren Auftrag sehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1. Wir lieben unsere Kirche als die Kirche ihres Herrn. Trotz erheblicher Beschwernisse sehen wir in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern unseren Platz und arbeiten auf vielf\u00e4ltige Weise in ihr mit. Ihr sehen wir das Geheimnis des Glaubens an den dreieinigen Gott aufgrund ihrer auf Gottes Wort bezogenen Bekenntnisse und wegen der Verpflichtung aller in ihr Dienenden auf Schrift und Bekenntnis in besonderem Ma\u00dfe anvertraut.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. Wir sind besorgt um unsere Kirche, die ihres Auftrages ungewiss zu sein scheint. Gef\u00e4hrdet, im Gef\u00e4lle der Zeit geistlich tr\u00e4ge zu werden, h\u00f6rt sie weder entschieden auf ihre Berufung, noch nimmt sie ihre Sendung an die Welt angesichts deren besonderen Herausforderungen gen\u00fcgend bewusst wahr. Der Mangel an spiritueller und gesellschaftsdiakonischer Kraft erkl\u00e4rt sich aus dem Mangel an Vertrauen in Gottes Kraft aus seinem Wort. So sehen wir die gebotene und erm\u00f6glichte K\u00fchnheit des Glaubens weithin schwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3. Wir ringen um bekenntnis, erneuerung und einheit unserer Kirche und rufen allen Verantwortlichen und Mitarbeitenden in allen ihren Dienstbereichen, Arbeitsfeldern und auf allen Leitungsebenen zur \u201eKonfirmation der Kirche&#8220; zu:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eK\u00e4mpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen &#8230; Bewahre, was dir anvertraut ist!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(l Tim 6,12 u.20a)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">und: \u201eBekenne aus Liebe die Wahrheit!&#8220; (nach Eph 4,15).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>II. Was uns Sorge bereitet<\/strong>:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">l. Die missverstandene Liebe<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Echte Liebe (1Petr 1,22) ist zu allen Zeiten Wesensmerkmal und Lebens\u00e4u\u00dferung wahrer Kirche, Geduld (Gal 5,22) eine ihrer sch\u00f6nsten Fr\u00fcchte. Es ist wahr: Liebe in der Nachfolge Jesu nimmt den S\u00fcnder geduldig liebend an. Es ist aber ebenso wahr: Liebe hilft die S\u00fcnde \u00fcberwinden (Joh 8,11). Daraus folgt heilige Unduldsamkeit als ebenso gebotene Frucht der Liebe. In Konsequenz der mangelnden Unterscheidungsklarheit versagt die Kirche auf dem Bew\u00e4hrungsfeld christlicher Ethik weithin:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.1. W\u00e4hrend sich die evangelische Kirche in den Pionierjahren des Umweltschutzes an die Spitze der Bewegung gestellt hatte, um \u201eSch\u00f6pfung&#8220; bewahren zu helfen, schweigt sie weitgehend zur fortschreitenden \u201eInnen-Welt-Zerst\u00f6rung&#8220; (s. l.4.). Diese hat vielf\u00e4ltige Ursachen, u.a. die gewinns\u00fcchtige Herrschaft von Medien \u00fcber Menschen. Die evangelische Kirche vers\u00e4umt es, gegen den massenhaften gottlosen \u201eSchmuddel&#8220; in Medien deutlichen und nachdr\u00fccklichen Einspruch zu erheben. Das entspr\u00e4che ihrem prophetischen Auftrag. \u00a0Und sie vers\u00e4umt die F\u00fcrsorge f\u00fcr ihre eigenen Glieder, die sie orientierungslos l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.2. W\u00e4hrend sich die evangelische Kirche in den Jahren der Industriellen Revolution ins Gewissen rufen lie\u00df: \u201eDie Liebe ist dein wie der Glaube&#8220; (Wichern, 1848) und entschlossen zu karitativem Handeln aufbrach, verkennt sie heute die Dramatik des Bindungsverlustes der Menschen und des Zusammenbrechens der Familie und verkennt damit die zerst\u00f6rerische Auswirkung auf die nachwachsende Generation und ihre Zukunft. Auf die beklagenswerte Erziehungskatastrophe als Ausdruck der Familienkatastrophe gibt sie keine angemessene Antwort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.3. W\u00e4hrend sich die evangelische Kirche ihrem Auftrag gem\u00e4\u00df oft zur Anw\u00e4ltin f\u00fcr bedr\u00e4ngte Minderheiten macht, versagte besonders die bayerische Landeskirche angesichts der Massent\u00f6tung von t\u00e4glich ca. 1.000 ungeborenen Menschen im Mutterleib. Mit den offenen Formulierungen ihrer sogenannten Rosenheimer Erkl\u00e4rung (1991) hat sie wesentlich zur Liberalisierung des Abtreibungsrechts in Deutschland beigetragen. In der Gesellschaft sanken Hemmschwellen und Unrechtsbewusstsein. Abtreibungszahlen stiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pr\u00e4natale Diagnostik und Genom-Analyse sowie weiter steigende Abtreibungszahlen stellen die Kirche erneut vor die Aufgabe von Gottes Gebot her der Gesellschaft Orientierung zu geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.4. \u00a0Angesichts eines vorgelegten Antidiskriminierungsgesetzes k\u00f6nnten in einer ethisch indifferenten Bewusstseinslage in unserem Land die Grundlagen der Gesellschaft Ehe und Treue, Familie und Verl\u00e4sslichkeit, Freiheit und Verantwortung nicht mehr konsensf\u00e4hig sein. F\u00fcr sie aus Glaubensgr\u00fcnden einzutreten, wird Opfer fordern. Dem d\u00fcrfen Christen nicht ausweichen, sondern haben eine von Gott gegebene Verantwortung f\u00fcr die Menschlichkeit der Gesellschaft und f\u00fcr das Recht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verkennen nicht Anstrengungen unserer Kirche etwa in der gegenw\u00e4rtigen Gentechnologie-Debatte, Werte zu verteidigen, und die anhaltende Treue auf vielen Feldern praktischer Diakonie unter erschwerten Bedingungen. Durch ihr duldsames Schweigen zu den genannten ethischen Hauptherausforderungen der Zeit macht sie sich jedoch schuldig an den orientierungslosen und trendverfallenen Menschen. Sie verspielt dabei ihre Autorit\u00e4t, auf Werte zu verpflichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die missachtete Wahrheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Wahrheit der Heiligen Schrift verpflichtet zu sein, ist eine Frage der Liebe (1Joh 1,6). Christus selbst ist die Wahrheit (Joh 14,6), die allein berechtigt, mit dem heiligen und lebendigen Gott, wie er in der Heiligen Schrift bezeugt ist, Gemeinschaft zu finden. Sie ist kein verschlossenes Geheimwissen, sondern ist den Glaubenden offenbart. Nach lutherischem Verst\u00e4ndnis sind diese aufgefordert, die Lehre der Kirche an der offenbaren Wahrheit zu pr\u00fcfen. Wahrheit ist Frucht des Geistes (Eph 5,9) und unerl\u00e4sslich f\u00fcr ein gottgewollt heiliges Leben (Joh 17,19). Wahrheit ist der Kirche mit der Verpflichtung zur Weitergabe anvertraut (Mt 28,20). In ihrer Unsicherheit jedoch, sich an Wahrheit zu binden, veruntreut die gegenw\u00e4rtige Kirche den anvertrauten Schatz und f\u00f6rdert indirekt den vorherrschenden Relativismus, dessen Credo lautet: \u201eEs gibt keine Wahrheit au\u00dfer der, dass es keine gibt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2. l. In der evangelischen Kirche setzten sich inzwischen die Grunds\u00e4tze s\u00e4kularer Demokratie nach den Regeln des \u00fcblichen Parlamentarismus durch. Verloren gegangen ist weithin das Bewusstsein, dass Kirchenleitung nur geistlich geschehen kann. Aber das prophetische Wort stellt unter die Pr\u00fcfung: <em>\u201eIch habe ihnen keinen Auftrag gegeben, und doch reden sie in meinem Namen. H\u00e4tten sie wirklich in meinem Rat gestanden, so w\u00fcrden sie mein Volk &#8230; von seinem b\u00f6sen Wandel und seinem gottlosen Tun zur Umkehr bringen&#8220;<\/em> (Jer 23,21 ff).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.2. Im Festhalten an der Wahrheit und im Ringen um Erkenntnis der Wahrheit \u2013 verbindlich h\u00f6rend auf die Heilige Schrift &#8211; liegt f\u00fcr Kirchenleitung aller Zeiten der Weg geistlicher Leitung der Kirche. Unter der Voraussetzung des postmodemen Relativismus wird heute die Frage nach der Wahrheit in freundlichen, aber unverbindlichen Gespr\u00e4chsprozessen als unziemliches Ansinnen zur\u00fcckgewiesen. Eine \u201eSowohl-als-auch-Haltung&#8220; der Kirche (z.B. F\u00fcrther Erkl\u00e4rung 1993) aber hat in Grundfragen des Glaubens wie der Ethik die gesamte Dogmengeschichte gegen sich (K. Beyschlag).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.3. Die Evangelisch-Lutherische Kirche wei\u00df sich verfassungsm\u00e4\u00dfig gebunden, dass sie \u201emit der ganzen Christenheit unter dem Auftrag&#8220; steht, \u201eGottes Heil in Jesus Christus in der Welt zu bezeugen&#8220; und daran, dass \u201ediesem Auftrag&#8230; auch ihr Recht und ihre Ordnungen zu dienen&#8220; haben (Grundartikel \/ KVerf). Sie vers\u00e4umt es aber hartn\u00e4ckig, ihr Berufungs- und Sendungsprofil zu sch\u00e4rfen und Priorit\u00e4ten und Posteriorit\u00e4ten nach Gottes Willen zu kl\u00e4ren. Wir erinnern an unzureichende Versuche in dieser Richtung:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1992: \u201ePositionspapier des Landeskirchenrates&#8220; l\u00f6st eine Welle von Widerspr\u00fcchen aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 1997: \u201ePerspektiven und Schwerpunkte kirchlichen Handelns&#8220; bleibt in soziologischen Denkstrukturen stecken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2001: Die \u201ePriorit\u00e4ten- und Posteriorit\u00e4tenkommission&#8220; stellt ergebnislos ihre sechsj\u00e4hrige Arbeit ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8211; 2004: Die theologisch profilierte \u201eKirchliche Lebensordnung&#8220; wird abgel\u00f6st, die weithin theologisch diffusen \u201eLeitlinien kirchlichen Lebens&#8220; werden, wenn auch ohne Verbindlichkeit, \u00fcbernommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verkennen nicht den Wert der Achtung unterschiedlicher Denkweisen und der Freund\u00adlichkeit auch im Umgang mit Kritikern. Jedoch vers\u00e4umt die Kirche deutlich der Wahrheit zu dienen angesichts der Unverbindlichkeit und Umtriebigkeit einer postmodernen \u201everspassten&#8220; Gesellschaft in ihrer Orientierungskrise; damit droht die Orientierungskrise auch der Gemeinde und ihren Gliedern. Ohne diesen Dienst jedoch verl\u00e4sst unsere Kirche leichtfertig die Gemeinschaft der \u00d6kumene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Die untreue Kirche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beschreibt keine Vision von Kirche oder ein unerreichbares Ideal, sondern schlicht ihren von Gott gegebenen Beruf:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(1) \u201eDie Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern hat die Aufgabe, Sorge zu tragen f\u00fcr den Dienst am Evangelium von Jesus Christus in Wort und Sakrament, f\u00fcr die geschwisterliche Gemeinschaft im Gebet und in der Nachfolge Jesu Christi, f\u00fcr die Ausrichtung des Missionsauftrages, f\u00fcr das Zeugnis in der \u00d6ffentlichkeit, f\u00fcr den Dienst der helfenden Liebe und der christlichen Erziehung und Bildung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(2) Alle Kirchenmitglieder &#8230; tragen die Verantwortung f\u00fcr die rechte Lehre und f\u00fcr die zeit- und sachgem\u00e4\u00dfe Erf\u00fcllung des Auftrages der Kirche. &#8222;(KVerf Art. l)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fehlerhaftigkeit in der Erf\u00fcllung von Aufgaben ist nicht auszuschlie\u00dfen. Die gute Haushalterschaft \u201eder mancherlei Gnade Gottes&#8220; (1Petr 4,10; vgl. ecclesia semper reformanda) verlangt deshalb Nachpr\u00fcfung und Korrektur als immer w\u00e4hrenden geistlichen Prozess.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stellen fest: Gemessen an der Aufgabenbeschreibung der Kirchenverfassung bleibt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern in ihrer gegenw\u00e4rtigen Gestalt in wesentlichen Lebensbereichen weit hinter ihrem Auftrag zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.1 Nicht zu verantworten ist seit Jahren der Umgang der Kirche mit dem ihr anvertrauten Geld. Die vom Finanzreferenten Jahr f\u00fcr Jahr angemahnte Kl\u00e4rung der Priorit\u00e4tenfrage zu einer hinsichtlich des Haushalts \u201ezeit- und sachgem\u00e4\u00dfen Erf\u00fcllung des Auftrags der Kirche&#8220; (KVerf) blieb folgenlos. Ein solcherma\u00dfen ungezielter Einsatz kirchlicher Mittel entspricht nicht einer verantwortungsvollen Haushalterschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.2 Auf den Weg der Desorientierung begibt sich eine Kirche, welche die biblisch fundierte Ordnung kirchlichen Lebens au\u00dfer Kraft setzt und an deren Stelle theologisch vage und zum Teil unbiblische \u201eLeitlinien&#8220; mit unverbindlichem Charakter setzt. \u201eMangelnde Klarheit beg\u00fcnstigt unn\u00f6tige Konflikte&#8220; (Bischof Knuth).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.3 Grob vernachl\u00e4ssigt erscheint uns der Auftrag zur \u201egeschwisterlichen Gemeinschaft im Gebet&#8220;. Gewiss, in der Liturgie des Gottesdienstes und anderer Anl\u00e4sse ist es verankert. Aber wie steht es mit dem gemeinsamen betenden Ringen um Kl\u00e4rung schwieriger geistlicher Fragen in Arbeitssitzungen und konkreten Konfliktsituationen? Wird \u00fcber die Themen der kirchlichen Tagesordnung gebetet? Wie steht es etwa angesichts der Scheidungen von Pfarrerinnen und Pfarrern &#8211; auf dem statistisch nahezu gleich hohen Niveau wie dem der Gesamtgesellschaft &#8211; um die Seelsorge an Seelsorgern und um den Ordo der Ordinierten? Wo ereignet sich das zweck-freie Verweilen \u00fcber der Heiligen Schrift und der gemeinsame br\u00fcderliche Austausch bei den Verantwortungstr\u00e4gern der Kirche? Wo wird noch die Priorit\u00e4t apostolischer Existenz darin gesehen: \u201e&#8230;. wir wollen uns ganz dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen&#8220; (Apg 6,3)?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir verkennen nicht das pragmatische Bem\u00fchen und die hohe Arbeitsleistung der Verantwortungstr\u00e4ger. Die finanziellen und personellen Ressourcen der Kirche sehen wir jedoch teilweise nicht aufgabengerecht eingesetzt. Gemessen an dem Prinzip geistlicher Haushalterschaft sehen wir unsere Kirche gegenw\u00e4rtig weithin veruntreut. Das erkl\u00e4rt ihren anhaltenden Reformstau, ihre geringe prophetische Wirksamkeit und ihre missionarische Kraft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass sich dennoch immer wieder da und dort geistliche Aufbr\u00fcche auch im Raum unserer Evangelisch-Lutherischen Kirche ereignen, nehmen wir mit gro\u00dfer Freude und Dankbarkeit wahr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In verfassungsm\u00e4\u00dfiger Mitverantwortung f\u00fcr die rechte Lehre und f\u00fcr die zeit- und sachgem\u00e4\u00dfe Erf\u00fcllung des Auftrages der Kirche beraten und einm\u00fctig verabschiedet<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Arbeitskreis Bekennender Christen Bayern (Albrecht Immanuel Herzog) \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>N\u00fcrnberg, 30. Januar 2005<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Liebe die Wahrheit bekennen Erkl\u00e4rung der 7. VERSAMMLUNG UM BEKENNTNIS, ERNEUERUNG UND EINHEIT DER KIRCHE Als Delegierte der 7. 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