{"id":4936,"date":"2010-08-18T21:50:54","date_gmt":"2010-08-18T19:50:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4936"},"modified":"2010-08-22T22:48:23","modified_gmt":"2010-08-22T20:48:23","slug":"die-lebenzerstorende-wirkung-der-antibabypille-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4936","title":{"rendered":"Die lebenzerst\u00f6rende Wirkung der Antibabypille Teil II"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dr. Rudolf Ehmann<br \/>\nDie lebenzerst\u00f6rende Wirkung der Antibabypille Teil II<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>C) Die Folgen von Verh\u00fctungsmitteln f\u00fcr Gesellschaft und Staat \u2013 das Gemeinwesen als drittes Opfer hormonaler Kontrazeption<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.\u00a0 Erm\u00f6glichung der demographischen Katastrophe<br \/>\n<\/strong><br \/>\nIm Jahr 1954 hatten die klinischen Versuche mit Enovid, der ersten Pille, begonnen. Die Feministin und Sponsorin dieser Experimente, Katherine McCormick, schrieb in einem Brief an Margret Sanger, sie k\u00f6nne es \u00bbin Boston f\u00fcr die Pille frierend\u00ab kaum erwarten, da\u00df Gregory Pincus und John Rock es endlich schaffen w\u00fcrden, den \u00bbalten Teufel, die weibliche Fruchtbarkeit\u00ab niederzuringen.(87) Diese makabre Hoffnung McCormicks auf einen endg\u00fcltigen Sieg \u00fcber die nat\u00fcrliche Fruchtbarkeit der Frau hat sich in unerh\u00f6rter Weise realisiert \u2013 mit der Folge, da\u00df die Industrienationen aufgrund der Pille einen in Friedenszeiten nie dagewesenen Geburtenr\u00fcckgang erlebten. <!--more-->Angesichts der sich seither immer mehr abzeichnenden ruin\u00f6sen Folgen f\u00fcr den Sozialstaat erscheint es als nicht minder makabre Euphorie, wenn z.B. der \u00bbStern\u00ab diesen Kampf gegen den \u00bbTeufel\u00ab mit folgenden Worten bejubelte: \u00bbDer 1. Juni 1961 wird vielleicht einmal ein \u203ahistorischer Tag\u2039 genannt werden. &#8230; ein gewaltiger Schritt vorw\u00e4rts &#8230; zur L\u00f6sung eines der brennendsten Probleme&#8230;: das Problem der Geburtenregelung&#8230; Ein gro\u00dfer Schritt vorw\u00e4rts \u2013 zumindest was Deutschland angeht&#8230;\u00ab(88) Pharma-Unternehmen als unbestreitbare Hauptprofiteure betonen bis heute gerne ihren Beitrag zur sexuellen Revolution und zur Freiheit der Frau \u2013 namentlich zur \u00bbsorgenfreien Verh\u00fctung\u00ab und gegen \u00bbdie verklemmten Jahre\u00ab. Hingegen ist irgendeine Form der \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr die demographischen Folgen nicht erkennbar; denn auf derselben Internetseite wird der \u00bbPillenknick\u00ab allen Ernstes als \u00bbMythos\u00ab bezeichnet.(89) Die langfristigen Folgen des sog. Pillenknicks sind im wahrsten Sinne des Wortes fundamental, weil sie die Fundamente der sozialen Sicherungssysteme (z.B. eine menschenw\u00fcrdige Versorgung von Alten, Pflegebed\u00fcrftigen und Kranken) und damit den Wohlfahrtsstaat insgesamt ersch\u00fcttern und gef\u00e4hrden werden.(90)<br \/>\n<strong><br \/>\n2. F\u00f6rderung der Promiskuit\u00e4t (sexuelle Revolution)<br \/>\n<\/strong>Horst Witzel, sp\u00e4teres Vorstandsmitglied der Schering AG und dort 1961 als junger Wissenschaftler in der Steroidforschung t\u00e4tig, berichtet \u00fcber ein Gespr\u00e4ch mit seiner Mutter am Mittagstisch. Sie sagte ihm: \u00bbWas du tust, wird die B\u00fcchse der Pandora \u00f6ffnen.\u00ab Witzel weist diesbez\u00fcglich darauf hin: \u00bbUnd wir dachten gewi\u00df noch nicht an die unverheirateten Frauen. Meine Mutter aber tat es. Sie sagte: \u203aDu gibst damit jungen M\u00e4dchen die Gelegenheit, Sex nur zum Spa\u00df zu machen, ohne an die Konsequenzen zu denken.\u2039\u00ab(91) Diese zutreffende Einsch\u00e4tzung einer Mutter im Vorhinein findet sich in einem modernen Medizinlexikon im Nachhinein wie folgt best\u00e4tigt: \u00bbAbbau sexueller Tabus, in dessen Folge Partner h\u00e4ufiger gewechselt und geschlechtliche Aktivit\u00e4ten in j\u00fcngerem Alter begonnen werden.\u00ab(92) Es ist \u00fcblich, die Verhaltens\u00e4nderung in der Sexualit\u00e4t nicht als F\u00f6rderung der Promiskuit\u00e4t, sondern als Zugewinn von Freiheit darzustellen. Dabei schlie\u00dft diese fragw\u00fcrdige Dehnung des Freiheitsbegriffs eben nicht nur die drastische Verminderung der Zahl der Kinder, sondern auch die nicht minder drastische Erh\u00f6hung der Zahl der Sexualpartner ein. Man scheint wirklich darauf bedacht zu sein, problematische Nebenwirkungen der Pille m\u00f6glichst auf unvermeidliche Zugest\u00e4ndnisse in medizinischer Hinsicht zu beschr\u00e4nken. Viele gesellschaftlichen Kr\u00e4fte scheinen ein Interesse daran zu haben, die fast zur Freiheitsstatue der sexuellen Revolution erkorene Pille vor moralischen Flecken zu sch\u00fctzen und die Augen vor einer Kehrseite zu verschlie\u00dfen. Zu dieser Kehrseite geh\u00f6rt ein ungew\u00f6hnlich hoher Preis, der in der Gefolgschaft der sexuellen Revolution zu entrichten ist und mit dem kaum einer gerechnet haben d\u00fcrfte. Mit geradezu prophetischer Weitsicht hat kein geringerer als Max Horkheimer, Philosoph der Frankfurter Schule, auf diese Konsequenzen aufmerksam gemacht: \u00bbDie Pille m\u00fcssen wir mit dem Tod der erotischen Liebe bezahlen. [&#8230;] Die Pille macht Romeo und Julia zu einem Museumsst\u00fcck.\u00ab(93) Diese Beobachtung aus dem Jahr 1970 ist in den folgenden Jahrzehnten nur best\u00e4tigt worden: Die sexuelle Revolution hat die Menschen leerer und die Wartezimmer der Sexualtherapeuten voller gemacht, sie hat die Sexualit\u00e4t vielfach auf blo\u00dfe Triebbefriedigung reduziert und die Liebe entromantisiert. Durch die Allgegenwart von Sexualit\u00e4t erleiden nicht zuletzt junge Menschen eine \u00dcbers\u00e4ttigung, die sie innerlich \u00e4rmer und ungl\u00fccklicher macht als ihre Vorfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Verbreitung von Geschlechtskrankheiten<br \/>\n<\/strong>Das Springer Lexikon Medizin nennt als doppelte Ursache f\u00fcr den letzten \u00bbInzidenzgipfel\u00ab der Geschlechtskrankheiten in den 1970er Jahren \u00bb\u203adie sexuelle Revolution\u2039 und de[n] Anstieg des Reiseverkehrs\u00ab. Das nachfolgende Diagramm l\u00e4\u00dft etwas konkreter erkennen, was dieser \u00bbGipfel\u00ab beinhaltet:<\/p>\n<p>Abb. 4: Zunahme von Geschlechtskrankheiten am Beispiel der Gonorrhoe (ugs. \u00bbTripper\u00ab) als unmittelbare Folge der \u00bbsexuellen Revolution\u00ab.(94)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a rel=\"attachment wp-att-4970\" href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?attachment_id=4970\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4970\" title=\"Abb-4, Gonorrhoe-Vervielfachung durch sexuelle Revolution\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/Abb-4-Gonorrhoe-Vervielfachung-durch-sexuelle-Revolution-300x186.png\" alt=\"\" width=\"377\" height=\"209\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Vervielfachung der Gonorrhoe (Tripper) bis zum Faktor 4 (USA);<br \/>\nb)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Einen R\u00fcckschlag im Kampf gegen diese Geschlechtskrankheit\u00a0 um 2 Jahrzehnte: Erst in den 1980er Jahren erreichten die Zahlen wieder das Niveau der 60er Jahre, in den USA gar erst Mitte der 90er Jahre;<br \/>\nc)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Das Lexikon benennt als Ursache f\u00fcr die H\u00e4ufigkeit der Geschlechtskrankheiten die \u00bbOrale Kontrazeption\u00ab [= Pille] und macht darauf aufmerksam: \u00bbZus\u00e4tzlich werden fr\u00fcher tabuisierte Praktiken eher vollzogen [orogenitale, anogenitale Kontakte].\u00ab Dem ist nur noch eines hinzuzuf\u00fcgen: Die durch die sexuelle Revolution bedingte massive Zunahme der Geschlechtskrankheiten erfolgte exakt im selben Zeitfenster wie der Zusammenbruch der Geburtenrate von 2,5 auf 1,5 \u2013 n\u00e4mlich ebenfalls genau in den Jahren 1965 bis 1975.<br \/>\nNeben der bereits durch die demographische Entwicklung schwer gesch\u00e4digten Rentenkasse kommen daher in Gestalt zigtausender Patienten mit Geschlechtskrankheiten entsprechend weitere Kosten f\u00fcr das ohnehin schon l\u00e4dierte Gesundheitssystem hinzu.<br \/>\n<strong><br \/>\nD) Die Folgen von Verh\u00fctungsmitteln f\u00fcr die Umwelt \u2013 die Umwelt als viertes Opfer k\u00fcnstlicher Verh\u00fctung<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDurch hormonale Kontrazeption, insbesondere den anhaltend hohen Pillenkonsum, erfolgt ein ganz erheblicher Schadstoffeintrag in die Wasserwelt. Das ganze Ausma\u00df der Folgesch\u00e4den ist in den vergangenen Jahren zunehmend deutlich geworden. Als Hauptproblem sind dabei jedoch nicht die sch\u00e4tzungsweise 4\u20136 Tonnen Gestagene anzusehen, sondern der geringe Anteil der \u00f6strogenen Komponente in den Kombinationspr\u00e4paraten: das Ethinylestradiol (EE2); dessen Jahresproduktion macht in Deutschland nur ungef\u00e4hr 60\u2013100 kg aus. Kl\u00e4rschlammexperten haben jedoch aufgrund seiner au\u00dferordentlich hohen endokrinen Wirkungsst\u00e4rke bereits im Jahr 2002 ein Verbot von EE2 diskutiert: \u00bbDer Ansatz der Vermeidung scheint bei vielen dieser Stoffe unrealistisch, weil sie in vielf\u00e4ltiger Form eingesetzt werden oder nicht zu erwarten ist, da\u00df die Gesellschaft ein Verbot akzeptiert (EE2).\u00ab(95)<br \/>\nAus der Sicht von Experten ergibt sich also:<br \/>\na)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Aus rein \u00f6kologischen Gr\u00fcnden w\u00e4re eigentlich ein Verbot von EE2 hinreichend begr\u00fcndet.<br \/>\nb)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein solches Verbot w\u00e4re aber aus rein gesellschaftspolitischen Gr\u00fcnden nicht durchsetzbar, obwohl Deutschland ansonsten \u00f6kologisch besonders hochgesteckte Ziele hat. Hierbei ist zu bedenken: EE2 findet sich ausschlie\u00dflich in hormonalen Verh\u00fctungsmitteln. Eine andere Ursache f\u00fcr die Kontamination von Gew\u00e4ssern mit EE2 mu\u00df daher kategorisch ausgeschlossen werden. Durch medizinisch-therapeutisch in keiner Weise indizierte Pillenanwendung erfolgt also eine unn\u00f6tige Verseuchung mit EE2; sie ist ausschlie\u00dflich durch Privathaushalte bedingt und nicht durch Landwirtschaft oder Industrie. Wie unten zu zeigen ist, ergibt sich daraus der hochproblematische Sachverhalt, da\u00df der Bev\u00f6lkerung westlicher Industriegesellschaften mancherorts bereits \u00fcber ihr Trinkwasser eine t\u00e4gliche Zwangsdosis EE2 verabreicht wird!<br \/>\n<strong><br \/>\n1. Arzneistoffe in Umwelt und Trinkwasser als Grundsatzproblem<br \/>\n<\/strong>Etwa seit Ende der 1980er Jahre ist in der Wissenschaft zunehmend ein Problembewu\u00dftsein daf\u00fcr entstanden, da\u00df viele Arzneimittel \u2013 auch nach ordnungsgem\u00e4\u00dfem Gebrauch \u2013 eine zweite und gleichzeitig ungewollte, weil f\u00fcr die Umwelt problematische \u00bbKarriere\u00ab starten. Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, da\u00df die Molek\u00fcle der Wirkstoffe so stabil gebaut sein m\u00fcssen, da\u00df sie nicht schon vor Erreichen ihres Wirkungsortes (z.B. durch Speichel, Magens\u00e4ure, Gallensekrete etc.) vorzeitig zerst\u00f6rt werden. Der Nachteil ihrer hohen Best\u00e4ndigkeit (Persistenz) ist nat\u00fcrlich, da\u00df diese nach der Ausscheidung ja weiter bestehen bleibt; d.h., sie k\u00f6nnen sich einem Abbau in der nat\u00fcrlichen Umwelt \u00e4hnlich hartn\u00e4ckig widersetzen wie innerhalb des K\u00f6rpers. \u00d6kotoxikologen und Kl\u00e4rschlammexperten finden daher in unseren Abw\u00e4ssern fast das gesamte Spektrum der Arzneimittel und nat\u00fcrlich auch die Wirkstoffe der millionenfach geschluckten Antibabypille. Was das Schadensrisiko dieser Stoffe anbelangt, weist das Lehrbuch \u00bb\u00d6kotoxikologie\u00ab ausdr\u00fccklich darauf hin: \u00bbAllen voran ist das Ethinylestradiol (EE2) zu erw\u00e4hnen&#8230;\u00ab(96) Kl\u00e4ranlagen haben mit einigen dieser Stoffe besondere Probleme, weil das Beseitigen \u2013 wenn \u00fcberhaupt \u2013 nur mit aufwendigen oder aggressiven Methoden m\u00f6glich ist. Eine \u00dcberpr\u00fcfung unseres Trinkwassers auf Pharmazeutika ist f\u00fcr die Versorgungsunternehmen \u2013 im Unterschied zur Kontrolle einiger Standardparameter \u2013 jedoch nicht vorgeschrieben. In vielen Gegenden nehmen die Menschen daher \u00fcber ihr Trinkwasser Arzneireste auf \u2013 zwar in sehr geringer Dosis, aber t\u00e4glich.<br \/>\n<strong><br \/>\n2. \u00bbEndokrine Disruptoren\u00ab als besonderes Problem<br \/>\n<\/strong>Als sehr gravierend hat sich jene Gruppe von Stoffen entpuppt, welche in das sog. endokrine System, d.h. in die komplizierte biochemische Steuerung von (z.B. menschlichen) Organismen eingreifen. Man bezeichnet diese Stoffe seit einigen Jahren als \u00bbEndokrine Disruptoren\u00ab(97) (EDC). Als besonders sch\u00e4dliche Substanz war im 20. Jh. das als Insektizid verwendete DDT bekannt geworden, welches l\u00e4ngst zum sog. \u00bbDreckigen Dutzend\u00ab der gef\u00e4hrlichsten organischen Schadstoffe geh\u00f6rt.(98) Das DDT hat bekanntlich einige Tier-, insbesondere Vogelarten massiv dezimiert.(99) Neben weiteren in der Landwirtschaft eingesetzten hochproblematischen Mitteln der Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung haben sich industriell verwendete Chemikalien als starke EDC erwiesen (z.B. Bisphenol A, ein sog. \u00bbWeichmacher\u00ab in Plastik, oder auch PCBs). Einige dieser Stoffe finden sich mittlerweile leider \u00fcberall auf der Welt, sogar in der Antarktis und in zuflusslosen (!) Gebirgsseen; wir k\u00f6nnen ihnen nirgends mehr ausweichen. Das betrifft auch die Pille.<br \/>\n<strong><br \/>\n3. Das Pillenhormon Ethinylestradiol (EE2) als das potenteste aller Steroide<\/strong><br \/>\nNachdem seit \u00fcber 70 Jahren die embryonenvernichtende Wirkung des EE2 bekannt ist,(100) wird seit den 1990er Jahren zus\u00e4tzlich erkennbar, in welchem Ausma\u00df es auch unser Wasser kontaminiert. Inzwischen zeichnet sich ab, da\u00df das EE2 zum Gef\u00e4hrlichsten geh\u00f6rt, was jemals in unsere Gew\u00e4sser gelangt ist. Dazu nur folgende Fakten:<br \/>\n(a) Das EE2 ist au\u00dferordentlich robust und langlebig. (b) EE2 ist hinsichtlich seiner die Fortpflanzung sch\u00e4digenden Wirkung \u2013 namentlich bei Fischen \u2013 die mit Abstand sch\u00e4dlichste Substanz. (c) Die Wirkungsst\u00e4rke von EE2 \u00fcbertrifft jene von DDT und anderen Stoffen aus der Gruppe des \u00bbDreckigen Dutzends\u00ab um ein Vielfaches: K. Fent weist in seinem Lehrbuch \u00d6kotoxikologie auf die generelle Gefahr durch Steroide hin: \u00bbSteroidhormone machen den gr\u00f6\u00dften Anteil der estrogenen Aktivit\u00e4t der Kl\u00e4ranlagenabw\u00e4sser aus und sind damit Hauptverursacher\u00ab.(101) Aus seinen Vergleichstabellen geht hervor, da\u00df EE2 alle anderen Steroide \u00fcbertrifft.(102)<br \/>\n<strong><br \/>\n4. Hormonpille und Hormonpflaster im Vergleich<br \/>\n<\/strong>In der Fachinformation der Firma Janssen-Cilag International findet sich eine klare Warnung zu m\u00f6glichen Umweltgefahren in Gestalt einer unmittelbaren Grundwasserbeeintr\u00e4chtigung durch ihr Produkt \u00bbEVRA-transdermales Pflaster\u00ab (hormonhaltiges Verh\u00fctungspflaster). Im Schlu\u00dfabschnitt (\u00bb6.6\u00ab) erfolgt der eindeutige Hinweis auf die Notwendigkeit einer fachgerechten Entsorgung wegen Umweltsch\u00e4dlichkeit: \u00bbDas Pflaster beinhaltet nach Gebrauch noch immer betr\u00e4chtliche Mengen an wirksamen Bestandteilen. Diese k\u00f6nnen sch\u00e4dliche Auswirkungen hervorrufen, wenn sie in das Grundwasser gelangen. &#8230; Alle benutzten oder unbenutzten Pflaster m\u00fcssen gem\u00e4ss den nationalen Anforderungen entsorgt oder in einer Apotheke abgegeben werden. Benutzte Pflaster d\u00fcrfen nicht in der Toilette oder in Entsorgungssystemen f\u00fcr Fl\u00fcssigkeiten entsorgt werden.\u00ab(103) Die Menge an EE2, welche in einem (w\u00f6chentlich neu anzubringenden) EVRA-Pflaster enthalten ist, betr\u00e4gt lt. Hersteller 600 \u00b5g. Von dieser Gesamtdosis werden t\u00e4glich im Durchschnitt ca. 34 \u00b5g aufgenommen;(104) das sind knapp 240 \u00b5g, also etwas weniger als die H\u00e4lfte. Somit ergibt sich aus der Warnung des Herstellers vor einer Grundwasserverseuchung durch das Hautpflaster die gewichtige Frage: Ist es berechtigt, zwar vor dessen 360 \u00b5g-EE2-Restgehalt zu warnen, nicht jedoch vor dem allw\u00f6chentlichen 7 \u00d7 30 = 210 \u00b5g-EE2-Verbrauchsgehalt der Hormonpille, welcher \u00fcber den Umweg des K\u00f6rpers zwangsl\u00e4ufig in den Wasserkreislauf gelangt?<br \/>\n<strong><br \/>\n5. Die Schonung der Pille in Medienberichten und durch Experten<br \/>\n<\/strong>In den Medien wird die umweltsch\u00e4digende Wirkung der Pille immer wieder geleugnet oder bagatellisiert. Dazu nur ein Beispiel: In der Sendung \u00bbPuls\u00ab des Schweizer Fernsehens (SF1) wurde u.a. eine m\u00f6gliche Gef\u00e4hrdung der m\u00e4nnlichen Fruchtbarkeit durch Pillenhormone im Wasser mit der Formulierung abgetan, \u00bbdas kann man, glaub\u2019 ich, vergessen\u00ab und es sei \u00bbunm\u00f6glich [&#8230;] da\u00df da noch Reste von dieser Antibabypille in [ein] Glas Wasser gelangen.\u00ab(105) Das Gegenteil ist richtig, schlie\u00dflich ist EE2 schon l\u00e4ngst in Europas gr\u00f6\u00dftem Trinkwasserreservoir, im Genfer See, nachgewiesen. Diese Tatsache war bereits Thema im Schulfernsehen.106 In der Programmbeschreibung des Bayerischen Rundfunks hei\u00dft es sogar: \u00bbIn der Sendung stellen Studenten des Schweizer Professors Walter Wildi spa\u00dfeshalber Mutma\u00dfungen dar\u00fcber an, ob sich das Wasser des Genfer Sees schon als Anti-Baby-Mittel eignet.\u00ab(107)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>6. Die Hormonpille als Gesundheitsproblem f\u00fcr Fische<br \/>\n<\/strong>Unsere Fische leiden durch verschiedenste Stoffeintr\u00e4ge ins Wasser. Diese stammen jedoch keineswegs nur aus Landwirtschaft oder Industrie, sondern hinsichtlich des Schadpotentials zu einem betr\u00e4chtlichen Teil auch aus Privathaushalten. Durch einige Medikamente k\u00f6nnen z.B. Sch\u00e4digungen von Kiemen, Nieren, Leber, Nerven, Immunsystem oder Erbgut bedingt sein.(108) Die weitreichendsten negativen Auswirkungen auf ihre Sexualit\u00e4t und gesamte Arterhaltung ist dabei jedoch der \u00f6strogenen Potenz der EDC im allgemeinen zuzuschreiben und dem EE2 \u2013 und damit der Pille \u2013 im besonderen. Ihr Beitrag zur \u00bbVerweiblichung\u00ab von Gew\u00e4ssern und zum breiten Spektrum gravierender Sch\u00e4digungen sowohl einzelner Individuen als auch ganzer Best\u00e4nde steht an erster Stelle:<br \/>\na)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 schwere Populationsst\u00f6rungen, insbesondere die Verschiebung des Geschlechterverh\u00e4ltnisses (mehr Weibchen als M\u00e4nnchen): So wurden in Berlin unterhalb des Kl\u00e4rwerks Berlin-Ruhleben EE2-Konzentrationen bis 3 ng\/l (Nanogramm pro Liter) gemessen; Folge: Von fast 8000 untersuchten Fischen verschiedener Arten waren bis zu 70\u00a0% Weibchen (bes. bei Zander und Barsch).(109) Und in Abwasserteichen der Berliner Karolinenh\u00f6he ver\u00e4nderte sich das nat\u00fcrliche Geschlechterverh\u00e4ltnis (50:50) wie folgt: 25 % m\u00e4nnlich, 62,5 % weiblich, 12,5 % zwittrig. J. Oeder stellt fest: \u00bbDie [Langzeit-]Experimente brachten den Verursacher eindeutig zu Tage: synthetische Sexualhormone aus Antibaby-Pillen.\u00ab(110) b)\u00a0\u00a0 in psychischer Hinsicht: Verhaltensst\u00f6rungen; M\u00e4nnchen interessieren sich z.B. nicht mehr f\u00fcr Weibchen.111 Bei Stichlingen unterbleibt z.B. der Nestbau. c) in physischer Hinsicht, insbesondere schwere Mi\u00dfbildungen an Sexualorganen: So hatten Biozide z.B. bei Alligatoren im Lake Apopka (Florida) zwischen 1980\u201384 zu einer Abnahme der Population um 90\u00a0% gef\u00fchrt;(112) auch bei anderen Tierarten wurden verk\u00fcmmerter Penis und Zeugungsunf\u00e4higkeit beobachtet. Besonders drastische Sch\u00e4digungen zeigen sich jedoch an Fischen: Was eine EE2-Konzentration von 6\u20137 ng\/l f\u00fcr Fische bedeuten kann (das ist das 60\u201370fache des Wertes, ab dem bisher erste Gesundheitsprobleme beobachtet werden konnten), wurde vor Jahren auf drastische Weise vor Augen gef\u00fchrt: Denn dies war die Konzentration, mit der testweise in einem Freilandversuch im Jahr 2001 ein ganzer See in Kanada versehen worden war; in der Folge davon kollabierte bis zum Herbst 2002 fast die gesamte Population der Spezies Dickkopfelritzen. Dabei ist zu ber\u00fccksichtigen, da\u00df diese Testkonzentration dem entspricht, was sehr h\u00e4ufig hinter Kl\u00e4ranlagenausl\u00e4ufen gemessen werden kann.(113) Das typische Problem ist die Bildung des Eidotterproteins Vitellogenin (VTG) auch in M\u00e4nnchen (nat\u00fcrlicherweise nur bei Weibchen vorkommend); das bedeutet \u00bbStre\u00df pur f\u00fcr die Leber\u00ab.(114) VTG-Bildung gilt derzeit sogar als Gradmesser f\u00fcr die Verweiblichung. Es kommt mittlerweile vor, da\u00df VTG, \u00bbdas in M\u00e4nnchen nichts zu suchen hat\u00ab,(115) dort schon in h\u00f6heren Mengen vorzufinden ist als bei Weibchen. Derzeit ist neben EE2 kein Stoff bekannt, welcher in vergleichbar winzigen Mengen diese Vorstufe der Verweiblichung und Unfruchtbarkeit hervorrufen k\u00f6nnte: Dazu gen\u00fcgt bei Regenbogenforellen bereits eine Konzentration von 0,1\u00a0ng\/l (Nanogramm pro Liter = Milliardstel Gramm pro Liter) an EE2, wie Zoologen immer wieder messen k\u00f6nnen.(116) U.a. zeigte eine Studie der Ruhr-Uni in Bochum, da\u00df z.B. auch Barsch-M\u00e4nnchen nicht nur VTG produzieren. Der Grad der Verweiblichung kann so weit gehen, da\u00df in Fischhoden gar weibliche Eizellen heranreifen!(117)<br \/>\n<strong><br \/>\n7. Die Verantwortung des einzelnen<br \/>\n<\/strong>Wie hoch ist nun die Umweltbelastung durch die\u00a0 Pille konkret einzusch\u00e4tzen (a) angesichts der Tagesdosis von 30 \u00b5g pro Frau und (b) angesichts von 6,6 Mio. Anwenderinnen allein in Deutschland?<br \/>\na)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eine einzige Tagesdosis einer einzigen Frau enth\u00e4lt bereits 30 \u00b5g \u2013 also das 300.000fache von 0,1 ng. Da durchschnittlich drei Viertel des gesamten EE2 schon innerhalb einer Woche wieder ausgeschieden wird (30\u201340 % \u00fcber den Stuhl, 30\u201350 % \u00fcber den Urin),(118) gelangt das k\u00fcnstliche Sexualhormon in das Abwassersystem und wird von Kl\u00e4ranlagen nur unzureichend abgebaut.(119) Eine einzige Tagesdosis eines ganz normalen Ovulationshemmers reicht also aus, um 300.000 Liter (= 300 Kubikmeter) Wasser mit einer f\u00fcr einige Fische bereits sch\u00e4dlichen Konzentration anzureichern. Diese Wassermenge entspricht 15 Tanklastz\u00fcgen (\u00e1 20 Tonnen) oder einer 120-Quadratmeter-Wohnung, die bei einer Raumh\u00f6he von 2,5 m bis zur Decke gef\u00fcllt wird.<br \/>\nb)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Was bedeutet dies bei 6,6 Mio. Anwenderinnen in Deutschland? Wenn 300 m3 Wasser durch eine Frau t\u00e4glich mit einer Konzentration von 0,1 ng\/l versetzt werden, dann werden bei 6,6 Millionen Anwenderinnen t\u00e4glich 2 Milliarden Kubikmeter (= 2 Kubikkilometer) Wasser mit dieser nachweisbar sch\u00e4dlichen Stoffkonzentration versetzt. (300 m\u00b3 \u00d7 6,6 Mio. \u00bb 2 Mrd. m\u00b3). Dieses Ergebnis mu\u00df aber noch auf drei Viertel (= rd. 1,5 Kubikkilometer) reduziert werden, denn die 4. Woche eines Pillenzyklus (22.\u201328. Tag) ist jeweils ein hormonfreies Intervall. Es erfolgt also durch t\u00e4glich 6,6millionenfache hormonale Verh\u00fctung in Deutschland eine betr\u00e4chtliche Schadstoffemission in unsere Gew\u00e4sser. Sie erreicht ein Volumen, welches auf den Bodensee angewendet folgendes bedeuten w\u00fcrde: In seinen 48 Kubikkilometern f\u00e4nde sich jeweils nach 32 Tagen \u2013 also allmonatlich \u2013 eine EE2-Konzentration von 0,1 ng\/l; das ist der Wert, ab dem bei einigen Fischarten (nicht bei allen) die Vorstufe der Verweiblichung beginnt (1,5 Kubikkilometer \u00d7 32 = 48 Kubikkilometer).<br \/>\nEs mu\u00df korrekterweise allerdings Folgendes hinzugef\u00fcgt werden:<br \/>\n1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bei nahezu allen Schadstoffen, also auch bei EE2, darf man nicht von einer gleichm\u00e4\u00dfigen Verteilung ausgehen.<br \/>\n2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der derzeitige Wissensstand l\u00e4\u00dft es noch nicht zu, Aussagen dar\u00fcber zu machen, wo (z.B. in bestimmten Wasserschichten) h\u00f6here oder niedrigere Konzentrationen zustande kommen.<br \/>\n3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Realistischerweise mu\u00df angenommen werden, da\u00df durch sog. Sorption (d.h. Anreicherung eines Stoffes in einem Bereich oder an der Grenze zweier Bereiche) sehr unterschiedliche Konzentrationen in ein und demselben Gew\u00e4sser zustande kommen k\u00f6nnen.<br \/>\n4)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auch bei relativ hartn\u00e4ckigen (persistenten) Schadstoffen ist dennoch von einer gewissen nat\u00fcrlichen Abbaurate auszugehen, die aber nicht n\u00e4her angegeben werden kann. Diese Rate ist u.a. temperaturabh\u00e4ngig und allein schon deshalb (jahreszeitlichen oder geographischen) Schwankungen unterworfen.<br \/>\n5)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Auch eine unbestreitbare Abbaurate durch Kl\u00e4ranlagen ist hier unber\u00fccksichtigt. Wie viele Beispiele zeigen (z.B. oben, Abschnitt D.6.a), ist sie aber insgesamt sehr unzureichend.<br \/>\n6)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Andererseits ist die erstaunliche Beobachtung gemacht worden, da\u00df \u2013 vermutlich bedingt durch bestimmte Bakterien \u2013 Abbauprodukte zur\u00fcckverwandelt werden k\u00f6nnen in ihre Ausgangsstoffe. D.h., die EE2-Konzentrationen k\u00f6nnen ung\u00fcnstigenfalls am Ende einer Kl\u00e4rungsstufe sogar h\u00f6her sein als am Anfang.<br \/>\n<strong><br \/>\n8. M\u00f6gliche Folgen von EE2 f\u00fcr M\u00e4nner<br \/>\n<\/strong>Nicht nur in Kl\u00e4ranlagenausl\u00e4ufen finden sich noch toxikologisch relevante Konzentrationen an EE2. Sondern dies trifft auch zu auf 10\u201350\u00a0% der sog. Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser, in denen die Konzentrationen im Mittel 0,1\u20135\u00a0ng\/l betragen.(120) Doch damit nicht genug, in einigen bayerischen St\u00e4dten wurden schon 2 ng\/l im Trinkwasser (!) gemessen.(121) \u00bbDas Gift kehrt zur\u00fcck.\u00ab \u2013 Dieser Titel eines Dokumentarfilms(122) \u00fcber kontaminierte Importwaren im Hamburger Hafen trifft in vergleichbarem Sinne auch auf EE2 zu. Denn was Nebenwirkungen dieses Pillenhormons anbelangt, so beschr\u00e4nken sich diese eben keineswegs auf Wasserlebewesen oder auf hormonal verh\u00fctende Frauen (s. Abschnitt B).Vieles deutet darauf hin: Die Herren der Sch\u00f6pfung gehen bei Nebenwirkungen durch EE2 nicht leer aus, sie sind \u00bbnur\u00ab sp\u00e4ter betroffen. Sicher ist: Das EE2 bleibt den modernen Zivilisationen in Gew\u00e4ssern als hochpotenter endokriner Disruptor noch lange erhalten; es kehrt nun \u00fcber das Trinkwasser auch zu seinen Erfindern zur\u00fcck. Und wenn es in einigen Gegenden EE2-Gehalte aufweist, bei denen Forellen bereits Zwitter werden, mu\u00df man sich fragen: Wieviel Raum bleibt hier noch f\u00fcr Spott \u00fcber einen m\u00f6glichen urs\u00e4chlichen Zusammenhang von EE2 eine Beziehung zum Anstieg genitaler Erkrankungen sollte nicht vorschnell von der Hand gewiesen werden. Hierbei ist insbesondere eine wichtige grunds\u00e4tzliche Beobachtung der \u00d6kotoxikologie anzuf\u00fchren: In vielen F\u00e4llen kann n\u00e4mlich die Aufnahme sehr geringer Schadstoffmengen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum ungleich problematischer sein als kurzzeitig hohe Belastungen.(124)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>9. Fazit<br \/>\n<\/strong>a)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es ist an der Zeit, zur Tat zu schreiten und \u2013 in Entsprechung zu J\u00fcrgen Oeder im Anglermagazin ESOX(125) \u2013 sowohl \u00bbAlarm\u00ab zu schlagen als auch Konsequenzen f\u00fcr sich selbst zu ziehen.<br \/>\nb)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Es ist f\u00fcr Christen nicht erfreulich, wenn sie sich mittlerweile sogar von \u00d6kotoxikologen auf ein (sexual-) ethisches Defizit ansprechen lassen m\u00fcssen, weil sie sich auch diesbez\u00fcglich nicht mehr von ihrer s\u00e4kularen Umwelt unterscheiden. So sagte der fr\u00fchere Direktor des einstigen Bundesgesundheitsamtes und jetzige Leiter des Fachgebietes \u00d6kotoxikologie an der TU Berlin, Prof. Peter-Diedrich Hansen: \u00bbDie Pille im Kl\u00e4rschlamm ist ein schwieriges Problem, kein wissenschaftliches, sondern ein ethisches.\u00ab(126)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>E) Weitere Aspekte der Verh\u00fctungsmentalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1. Lebensvernichtung im Schatten der k\u00fcnstlichen Befruchtung (IVF, ICSI)<br \/>\n<\/strong>Da\u00df ausgerechnet durch moderne Methoden, die eigentlich der Schaffung neuen Lebens dienen sollen, mehr Embryonen der Vernichtung als der Geburt zugef\u00fchrt werden, ist bereits in Abschnitt A.5.f kurz zur Sprache gekommen. Die starke Zunahme dieser Technik ist aber ma\u00dfgeblich auch zur\u00fcckzuf\u00fchren auf eine antizyklische Familienplanung und damit gewisse Mi\u00dfachtung der nat\u00fcrlichen Biologie der Frau: Denn nur zu oft ist der nat\u00fcrlich vorhandenen hohen Fortpflanzungsf\u00e4higkeit in den fr\u00fcheren Jahren sehr direkt mit k\u00fcnstlichen Mitteln entgegengearbeitet worden; insbesondere ist millionenfach das Potential der Pille genutzt worden, um \u00bbunphysiologische Verh\u00e4ltnisse\u00ab und \u00bbtempor\u00e4re Sterilit\u00e4t\u00ab herbeizuf\u00fchren.(127) Wenn vom Lebenszyklus der Frau her \u2013 ganz nat\u00fcrlicherweise \u2013 die Fruchtbarkeit nachl\u00e4sst, sind zwangsl\u00e4ufig wiederum k\u00fcnstliche Techniken erforderlich, um erst in diesem sp\u00e4teren Lebensabschnitt ihr Fruchtbarkeitspotential zu nutzen; dieses ist dann aber nur noch in reduziertem Ma\u00dfe gegeben. Gleichzeitig jedoch haben die Faktoren f\u00fcr Risikoschwangerschaften ganz erheblich zugenommen. Es handelt sich also in nennenswertem Umfang um eine naturwidrige Lebenseinstellung moderner Zivilisationen; sie m\u00f6chten entgegen dem nat\u00fcrlichen Lebensablauf etwas medizinisch Machbares in Anspruch nehmen, um das vermeintliche Recht auf ein Kind zum pers\u00f6nlich gew\u00fcnschten Zeitpunkt zu realisieren. Diese Einstellung geht auf Kosten der Gesundheit der Frau und auf Kosten des Lebens einer Vielzahl gezeugter Menschen.<br \/>\n<strong><br \/>\n2. Medizin und \u00bbNeusprech\u00ab \u2013 die pillenfreundliche und menschenverachtende Sprache<br \/>\n<\/strong>\u00bbNeusprech\u00ab (engl. \u00bbNewspeak\u00ab) ist ein Ausdruck in dem bekannten Roman \u00bb1984\u00ab des britischen Schriftstellers George Orwell (1903\u20131950). Darin geht es um einen totalit\u00e4ren Staat, der zwecks Machterhalt seinen B\u00fcrgern auch eine neue Sprache (eben \u00bbNeusprech\u00ab) aufn\u00f6tigt, welche von der Alltagssprache bis zur Wissenschaftssprache reicht und \u00bbAltsprech\u00ab abl\u00f6sen soll. Kennzeichen von \u00bbNeusprech\u00ab sind u.a. weitreichende Besch\u00f6nigungen, Umdefinitionen und Neudefinitionen sowie die Abh\u00e4ngigkeit der Begriffsbedeutung von Bezugspersonen. (So hei\u00dfen z.B. die vom \u00bbMinisterium der Liebe\u00ab verantworteten Gefangenenlager nun \u00bbLustlager\u00ab u.v.a.m.). Betrachtet man nun einige Kernbegriffe der Medizin, so ist es un\u00fcbersehbar, wie teilweise gravierende Erweiterungen oder Umdefinitionen stattgefunden haben:<br \/>\na)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der allgemeine Oberbegriff, unter dem sich heute \u00bbNeusprech\u00ab vollzieht, ist Secular health care bzw. Gesundheitsvorsorge. Die mehr gyn\u00e4kologischen Oberbegriffe sind Reproductive Medicine (Reproduktionsmedizin), Reproductive Health (reproduktive Gesundheit) und Reproductive Rights (reproduktive Rechte).<br \/>\nb)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dabei f\u00e4llt bei der Reproduktionsmedizin eine wesentliche Begriffserweiterung auf, denn sie umfa\u00dft eben nicht nur Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung einer geschw\u00e4chten Fortpflanzung und Reproduktionsm\u00f6glichkeit, sondern auch die Unterdr\u00fcckung und Vernichtung der Reproduktion. Folglich z\u00e4hlt in diesem Sinne nicht nur Schwangerschaftserhalt, sondern auch Abtreibung zur \u00bbReproduktionsmedizin\u00ab. Laut der US-Abtreibungsaktivistin Carol Joffre gilt: \u00bbAbtreibung (ist) Teil der reproduktiven Gesundheit.\u00ab<br \/>\nc)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Reproduktive Gesundheit zielt in umfassender Weise auf das Wohlbefinden im Bereich von Fortpflanzung und Sexualit\u00e4t, analog der Gesundheitsdefinition der WHO. Sie stellt alles reproduktionsmedizinisch Machbare (s.u., d) zur Verf\u00fcgung, von der Pubert\u00e4t bis zur Menopause.<br \/>\nd)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Durch reproduktive Rechte schlie\u00dflich soll ein Anrecht auf alle Aspekte des sexuellen Wohlbefindens sichergestellt werden. Deshalb z\u00e4hlen namentlich nicht nur s\u00e4mtliche fruchtbarkeitsf\u00f6rdernden Ma\u00dfnahmen dazu \u2013 also inkl. s\u00e4mtlicher Techniken wie IVF\/ET (In-vitro-Fertilisation und Embryonentransfer), ICSI (intrazytoplasmatische Spermieninjektion), Insemination, Sterilit\u00e4tstherapie und auch HRT (Hormonersatztherapie). Vielmehr werden au\u00dferdem alle fruchtbarkeitsverneinenden Ma\u00dfnahmen der Kontrazeption und Interzeption (Pille danach, Spirale danach) und sogar alle vorgeburtlich lebenvernichtenden Vorgehensweisen (also s\u00e4mtliche Arten der Abtreibung) als \u00bbreproduktives Recht\u00ab angesehen.<br \/>\ne)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Dar\u00fcber hinaus gibt es auch eine Reihe von speziellen Begriffen, die zugunsten von Kontrazeption und Interzeption eine fragw\u00fcrdige Bedeutungserweiterung erfahren haben, z.B.:<br \/>\n(1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Zu den Therapeutika (Heilmitteln) werden auch immer wieder Kontrazeptiva wie selbstverst\u00e4ndlich dazugez\u00e4hlt, obwohl sie f\u00fcr jedermann erkennbar nichts heilen. Entsprechend k\u00f6nnen Kontrazeptiva auch nicht unter die Begriffe Medikament oder Arznei[mittel] subsummiert werden.<br \/>\n(2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die \u00e4rztliche Indikation (Heilanzeige) ist f\u00fcr einige \u00c4rzte so erweitert, da\u00df sie sogar direkt sagen k\u00f6nnen: Der Kontrazeptionswunsch der Frau ist die Indikation. Damit wird das Arzt\/Patient(innen)-Verh\u00e4ltnis zum Lieferanten\/Kunden-Verh\u00e4ltnis degradiert. Der Arzt f\u00fchrt Bestellungen aus, wie man sie auch beim Friseur oder Kellner vorbringt; entsprechend wird die Bestellerin zur Patientin (also einer im Wortsinne Leidenden) erkl\u00e4rt, obwohl sie gesund ist.<br \/>\n(3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Ein geplatztes Kondom wird bereits zum \u00e4rztlichen \u00bbNotfall\u00ab und begr\u00fcndet den gesamten Ma\u00dfnahmenkatalog der Notfallkontrazeption (\u00bbemergency contraception\u00ab, f\u00fcr die bereits die Abk\u00fcrzung \u00bbEC\u00ab \u00fcblich geworden ist). Konsequenterweise rufen Menschen nach einem Geschlechtsverkehr mit Verh\u00fctungspanne auch den \u00e4rztlichen Notdienst an. \u00dcberhaupt stellt der Begriff Notfallkontrazeption eine der schlimmsten Besch\u00f6nigungen im Kontrazeptionszeitalter dar; er mu\u00df eigentlich als medizinsprachliche Entgleisung und Perversion gewertet werden: Denn bei einem echten Notfall geht es doch darum, das Todesrisiko eines Menschen so weit als m\u00f6glich zu senken \u2013 ihn eben zu retten. Demgegen\u00fcber zielt die \u00bbNotfallkontrazeption\u00ab exakt auf das Gegenteil, es geht darum, das Todesrisiko eines evtl. neu gezeugten Menschen so weit als m\u00f6glich zu erh\u00f6hen \u2013 ihn eben mittels Fr\u00fchabtreibung zu beseitigen.<br \/>\n(4)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Begriff Schwangerschaft ist aufgeweicht, indem ihr Beginn von der Empf\u00e4ngnis gleichsam in einem terminologischen Willk\u00fcrakt getrennt wurde (vgl. dazu auch Abschnitt A.3). Einen besonders wichtigen Meilenstein stellt diesbez\u00fcglich das Terminology-Bulletin der gr\u00f6\u00dften amerikanischen Gyn\u00e4kologenvereinigung ACOG dar; darin wurde 1965 erstmals definiert: \u00bbKonzeption [Empf\u00e4ngnis] ist die Implantation [Nidation] eines befruchteten Eies.\u00ab(128) Es ist keine b\u00f6swillige Unterstellung davon auszugehen, da\u00df ein entscheidendes Motiv dieser Umdefinition darin bestand, ethische Bedenken gegen\u00fcber der embryonenvernichtenden Nidationshemmung zu zerstreuen.(129)<br \/>\n(5)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Embryo gilt nicht als Mensch, sondern als \u00bbSchwangerschaftsgewebe\u00ab \u2013 oder gar im Jargon eines deutschen Professors f\u00fcr Medizin als \u00bbSchwangerschaftsprodukt\u00ab. Diese extrem materialistische Wortwahl ist dem zum Unwort des 20. Jahrhunderts gew\u00e4hlten bedenklich nahe; es lautet \u00bbMenschenmaterial\u00ab.(130) Im abtreibungsfreundlichen Umfeld f\u00e4llt dar\u00fcber hinaus auf, da\u00df relativ konsequent solche Worte vermieden werden, die irgendeinen Bezug zu Lebendigem oder gar zu Menschlichem erkennen lassen. Der T\u00f6tung des Ungeborenen geht gewisserma\u00dfen seine sprachliche Beseitigung voraus, er wird zuvor bereits begrifflich nicht existent. Die in den genannten Beispielen greifbare sprachliche Beseitigung des Kindes signalisiert einen erschreckenden Verlust an Menschlichkeit, der medizinisch in keiner Weise gerechtfertigt ist. Hier ist einfach wieder an das erfreulich klare deutsche Embryonenschutzgesetz (ESchG) zu erinnern, nach dem \u00bbbereits die befruchtete, entwicklungsf\u00e4hige menschliche Eizelle vom Zeitpunkt der Kernverschmelzung an\u00ab ein Embryo ist (\u00a7 8, Abs. 1).<br \/>\n<strong><br \/>\nFazit:<\/strong><br \/>\nDer Religionsstifter Konfuzius ist einmal gefragt worden, was seine erste Ma\u00dfnahme w\u00e4re, wenn er Herrscher (im \u00bbReich der Mitte\u00ab) w\u00fcrde. Seine bis heute h\u00f6chst bedenkenswerte Antwort darauf soll gewesen sein \u00bb&#8230;die Bezeichnungen und \u00dcberschriften pr\u00fcfen\u00ab.(131) Die Medizin t\u00e4te gut daran, wieder zu einer ideologiefreien Terminologie zur\u00fcckzufinden, welche die unantastbare W\u00fcrde des Menschen nicht gef\u00e4hrdet. Es liegt auf der Hand, da\u00df dies besonders wichtig ist bei der Unterscheidung zwischen lebenverhindernder Kontrazeption und lebenvernichtender Interzeption.<\/p>\n<p><strong>Schlu\u00dffazit: \u00bbZur\u00fcck zur Natur\u00ab<\/strong>Die in diesem Beitrag zusammengestellten Fakten zeigen mit hinreichender Klarheit, dass es sich bei der Pille um eine das Leben vieler Kinder vernichtende, die Gesundheit zahlreicher Frauen gef\u00e4hrdende und die Umwelt nachhaltig sch\u00e4digende Technik handelt. Diese Bilanz ist in ethischer Hinsicht niederschmetternd: Denn man mu\u00df kein praktizierender Christ oder gar Katholik sein, um einzusehen, dass ethisch verantwortbare Empf\u00e4ngnisregelung nie auf Kosten des menschlichen Lebens, der Gesundheit der Frau und der Bewahrung der Umwelt erfolgen darf. Nicht erst der christliche Glaube, sondern schon die \u00dcberzeugung von der Unverf\u00fcgbarkeit des menschlichen Lebens und der Notwendigkeit eines nachhaltigen Umweltschutzes gebietet es, auf Techniken zu verzichten, die Leben und Gesundheit von Menschen und die Bewahrung der uns anvertrauten Umwelt gef\u00e4hrden! Dies gilt umso mehr, weil es sich bei der Pille nicht um ein Heilmittel handelt, das prim\u00e4r eine Leben rettende und Gesundheit f\u00f6rdernde Wirkung hat. In diesem Fall k\u00f6nnte auch bei sch\u00e4digenden Nebenwirkungen die Anwendung dann gerechtfertigt sein, wenn (wie es bei Arzneimitteln \u00fcblich ist) eine Risiko\/Nutzen-Abw\u00e4gung erfolgt, schwerwiegendere Risiken selten sind und der Patient \u00fcber das Restrisiko aufgekl\u00e4rt wird. Demgegen\u00fcber ist die Pille aufgrund ihrer Wirkungsweise eine eindeutig gegen das menschliche Leben gerichtete Technik, die unbedingt die Entstehung von Leben verhindern soll und \u2013 falls dies nicht gelingt \u2013 bereits entstandene Kinder am Weiterleben hindert. Dieser lebensfeindliche Charakter der Pille, der sich schon in ihren medizinisch bedenklichen Nebenwirkungen, vor allem aber in ihrer nidationshemmenden Wirkung zeigt, hat mich 1987 als Chefarzt f\u00fcr Gyn\u00e4kologie veranlasst, aus medizinisch-ethischen Gr\u00fcnden keine Pille mehr zu verschreiben. Die dadurch entstandenen Widerst\u00e4nde bis hin zur pers\u00f6nlichen Verunglimpfung konnten mich in der Richtigkeit dieser Entscheidung nicht beirren, zumal meine Haltung seither durch eine Vielzahl von weiteren Forschungsergebnissen best\u00e4tigt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin der \u00dcberzeugung, dass angesichts der geschilderten Fakten in Staat, Gesellschaft und Kirche ein konsequentes Umdenken erforderlich ist: Die heute herrschende \u00bbKultur des Todes\u00ab zeigt sich nicht nur an der hohen Zahl der klinischen Abtreibungen oder im Ruf nach Euthanasie, sondern auch am gesellschaftlich nun schon seit Jahrzehnten als Normalit\u00e4t akzeptierten und selbst unter Christen weit verbreiteten Pillengebrauch. Denn die massenhafte Verh\u00fctung durch die Pille hat \u2013 wie wir gesehen haben \u2013 nicht nur eine erschreckend gro\u00dfe Zahl von ungeborenen Kindern durch Fr\u00fchabtreibung vernichtet, sondern auch zu einer umfassenden Mentalit\u00e4tsver\u00e4nderung beigetragen, die ganz im Dienste der Kultur des Todes steht: Durch die Pille wurde \u2013 erstmals in der Menschheitsgeschichte \u2013 der nat\u00fcrliche Zusammenhang von Sexualit\u00e4t und Fruchtbarkeit gel\u00f6st und dadurch die sog. \u00bbsexuelle Revolution\u00ab (d.h. die Losl\u00f6sung der Sexualit\u00e4t von ethischer Verantwortung) erm\u00f6glicht. Dies wiederum hatte ma\u00dfgeblich den historisch einmaligen Geburtenniedergang der letzten Jahrzehnte und damit die demographische Katastrophe zur Folge, die schon jetzt (noch mehr aber in der Zukunft) schwerwiegende negative Folgen f\u00fcr den Sozialstaat hat. Es ist daher h\u00f6chste Zeit f\u00fcr ein radikales Umdenken, d.h. f\u00fcr eine konsequente Abkehr von der Kultur des Todes und eine neue Hinwendung zu einer \u00bbEhrfurcht vor dem Leben\u00ab, die endlich die Unantastbarkeit menschlichen Lebens von der Empf\u00e4ngnis bis zum nat\u00fcrlichen Tod bedingungslos respektiert. Da\u00df ein solches Umdenken auch ein konsequentes Nein zur Pille einschlie\u00dft, d\u00fcrfte nach unseren Ausf\u00fchrungen offenkundig sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine unzweideutige Ablehnung der Pille bedeutet keineswegs den Verzicht auf eine verantwortliche, von der Liebe geleitete Empf\u00e4ngnisregelung. Die heute zur Verf\u00fcgung stehenden Methoden nat\u00fcrlicher Empf\u00e4ngnisregelung (d.h. v.a. die sog. sympto-thermale Methode und die sog. Ovulationsmethode)(132) sind n\u00e4mlich \u00e4hnlich zuverl\u00e4ssig wie die Pille(133), ohne allerdings das Leben des Kindes, die Gesundheit der Frau oder die Umwelt zu gef\u00e4hrden. Sie sind vielmehr durch und durch nat\u00fcrlich (weil sie in den nat\u00fcrlichen Ablauf des weiblichen Zyklus nicht korrigierend eingreifen und die Umwelt unangetastet lassen) und seit Jahrzehnten praxiserprobt. Dar\u00fcber hinaus sind sie v\u00f6llig kostenlos und ausgesprochen partnerschaftlich, weil sie beide Partner einbeziehen und die einseitige Belastung der Frau mit der Verantwortung f\u00fcr die Weitergabe neuen Lebens beenden. Angesichts dieser dem Menschen und der Sch\u00f6pfung gerecht werdenden Alternative sollte es nicht schwer fallen, auf die Pille zu verzichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1 Vgl. dazu B.\u00a0Asbell, <em>Die Pille und wie sie die Welt ver\u00e4nderte, <\/em>M\u00fcnchen 1996.<br \/>\n2 C.\u00a0Djerassi, <em>This Man\u2019s Pill. Sex, die Kunst und Unsterblichkeit, <\/em>Innsbruck 2001, S.\u00a058.<br \/>\n3 Dez. 1959 bis 11. Mai 1960, siehe B.\u00a0Asbell, aaO (Fn\u00a01), S.\u00a0211\u2013213.<br \/>\n4 B.\u00a0Asbell, aaO (Fn\u00a01), S.\u00a0400f.<br \/>\n5 Formulierung von G.K. D\u00f6ring, <em>Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung, <\/em><sup>2<\/sup>1967, S.\u00a035).<br \/>\n6 Eine ausf\u00fchrlichere Darlegung findet sich in R.\u00a0Ehmann, <em>Ist die Pille wirklich nur ein Verh\u00fctungsmittel?<\/em>, in: Medizin und Ideologie, ab Heft 4\/2006 (downloadbar von der Internetseite der Europ\u00e4ischen \u00c4rzteaktion: www.eu-ae.com &gt;Medizin &amp; Ideologie &gt;Heftarchiv); Hefte Nr. 4\/2006, 1\/2007, 2\/2007, 4\/2007 und 1\/2008.<br \/>\n7 Mit <em>hormonaler Kontrazeption <\/em>sind hier alle k\u00fcnstlichen Verh\u00fctungsmittel gemeint, die durch Hormoneinwirkung eine Empf\u00e4ngnis verhindern sollen: Dies betrifft haupts\u00e4chlich die sog. Antibabypille, aber auch Hormonspiralen, Hautimplantate, Depotpr\u00e4parate und Vaginalringe.<br \/>\n8 G.\u00a0Greer, <em>The Whole Woman<\/em>, London: 1999, S.\u00a092f., (Hervorhebung R.E.) Der mangelnde \u00bbRespekt\u00ab gegen\u00fcber Frauen besteht auch darin, da\u00df durch Verschweigen der Nidationshemmung gegen das fundamentale \u00e4rztliche Prinzip des \u00bbinformed consent\u00ab (der informierten Zustimmung) versto\u00dfen wird.<br \/>\n9 \u00dcberscharf insofern, als der erste Satz des Zitates die ovulationshemmende Wirkung in Frage stellt, was unhaltbar ist.<br \/>\n10 Der Spiegel, www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-60135133.html; (Heft 38\/2008 vom 15.09.2008).<br \/>\n11 A.\u00a0Teichmann, <em>Kontrazeption. Ein Kompendium f\u00fcr Klinik und Praxis, <\/em>Stuttgart 1991.<br \/>\n12 Z.B. H.\u00a0Kuhl\/C. Jung-hoffmann, <em>Kontrazeption<\/em>, Stuttgart\/New York, <sup>2<\/sup>1999, S.\u00a010f., S.\u00a095. Als eindrucksvolles Beispiel daf\u00fcr, da\u00df es selbst auf ein vermeintlich kleines Detail wie die Transportgeschwindkeit des Embryos ankommt, sei auf Abschnitt A.6.c dieses Beitrags verwiesen (Zitat bei Fn 56).<br \/>\n13 A.\u00a0Teichmann, aaO (Fn 11), S.\u00a041.<br \/>\n14 H.P.T. Ammon, <em>Arzneimittelneben- und -wechselwirkungen. Ein Handbuch und Tabellenwerk f\u00fcr \u00c4rzte und Apotheker, <\/em>Stuttgart <sup>4<\/sup>2001, S.\u00a01170. Noch deutlicher bei Teichmann, aaO (Fn 11), S.\u00a0165. Hingegen sehen Taubert und Kuhl die \u00bbFrage weder aus biologischer noch aus moraltheologischer Sicht endg\u00fcltig entschieden\u00ab, ob bei \u00bbAntinidation\u00ab auch \u00bbeindeutig menschliches Leben vernichtet\u00ab wird (H.-D. Taubert\/H. Kuhl, aaO [Fn 19]. S.\u00a03).<br \/>\n15 Dar\u00fcber hinaus ist von insgesamt mehr als 120 h\u00f6chst unterschiedlichen Stoffwechselwirkungen auszugehen, welche durch die Pille als dem bisher am besten untersuchten Pr\u00e4parat der pharmazeutischen Industrie zugrunde liegen. Vgl. dazu die Tabelle bei Kuhl\/Jung-Hoffmann, aaO (Fn 12), S.\u00a050; (darin sind die zahlreichen sichtbaren Nebenwirkungen noch gar nicht enthalten.)<br \/>\n16 In der englischen Milit\u00e4rsprache bezeichnet man mit \u00bbInterceptor\u00ab \u00fcbrigens einen Abfangj\u00e4ger.<br \/>\n17 Beachte: Die dritte Hauptwirkung setzt an den Eileitern an und wird \u00f6fter auch gar nicht genannt. Oder sie wird zusammen mit der 4. Hauptwirkung auf das Endometrium als eine gemeinsame dritte Hauptwirkung dargestellt.<br \/>\n18 U.\u00a0Schwabe\/D. Paffrath (Hg.), <em>Arzneiverordnungsreport 2009<\/em>, S.\u00a0848.<br \/>\n19 Man beachte dazu die mehrfache Betonung dieses Sachverhalts bei H.D. Taubert\/H. Kuhl, <em>Kontrazeption mit Hormonen<\/em>, Stuttgart <sup>2<\/sup>1995) sowie den Hinweis in Fn 12.<br \/>\n20 W.\u00a0Rella, <em>Die Wirkungsweise oraler Kontrazeptiva und die Bedeutung ihres nidationshemmenden Effekts, <\/em>Wien 1994.<br \/>\n21 Zum Zeitpunkt der Ovulation betr\u00e4gt die \u00d6strogenkonzentration im Ei-Follikel das 3000fache gegen\u00fcber dem Serum. (Taubert\/Kuhl, aaO [Fn 19], S.\u00a030).<br \/>\n22 Da unter Pilleneinnahme ein Zyklus immer konstant 28 Tage betr\u00e4gt, ist von 13, nicht von 12 \u00bbMonatszyklen\u00ab im Jahr auszugehen (13 \u00d7 28 Tage = 364 Tage).<br \/>\n23 T. Rabe\/B. Runnebaum, <em>Gyn\u00e4kologische Endokrinologie, <\/em>Berlin\/Heidelberg 1994, Bd.\u00a01, S.\u00a0506.<br \/>\n24 50\u00a0\u00b5g Ethinylestradiol + 250\u00a0\u00b5g Levonorgestrel.<br \/>\n25 http:\/\/ec.princeton.edu\/questions\/dose.html.<br \/>\n26 Vgl. dazu die aussagekr\u00e4ftigen S\u00e4ulengrafiken bei Kuhl\/Jung-Hoffmann, aaO (Fn 12), S.\u00a0__; ebenso im Abschnitt \u00bbIndividuelle Serumspiegel der kontrazeptiven Steroide\u00ab, bei H.-D. Taubert\/H. Kuhl, aaO (Fn 19), S.\u00a096\u201398; ebenso: A. Teichmann, aaO (Fn 11), S.\u00a063; seine Grafik veranschaulicht die Konzentrationsschwankungen: Levonorgestrel 10fach (0,5\u20135\u00a0ng\/l), Ethinylestradiol zwanzigfach (10\u2013200\u00a0pg\/l).<br \/>\n27 www.gesetze-im-internet.de\/stgb\/__218.html<br \/>\n28 Vgl. Pschyrembel Klinisches W\u00f6rterbuch, Berlin 2004, 260. Aufl., S.\u00a01654: \u00bbZustand der Frau von der Konzeption bis zum Eintritt der Geburt\u00ab.<br \/>\n29 www.gesetze-im-internet.de\/eschg\/index.html<br \/>\n30 G.K. D\u00f6ring, <em>Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung, <\/em>Stuttgart <sup>3<\/sup>1967, S.\u00a045.<br \/>\n31 Ebd, S.\u00a031. Sowohl im Abschnitt \u00bbDie Pille am Morgen danach\u00ab als auch im Abschnitt \u00bbIntrauterinpessare\u00ab nimmt D\u00f6ring zur damaligen Gesetzeslage Stellung. Der Satz h\u00f6rt sich dabei evtl. so an, als best\u00fcnde in der Auffassung von Maurach und Mezger-Blei eine Neuerung. F\u00fcr die 60er Jahre mu\u00df aber klar gesagt werden, da\u00df vielmehr jene Bestrebungen als etwas <em>Neues <\/em>anzusehen sind, nach denen die Begriffe \u00bbLeibesfrucht\u00ab und \u00bbSchwangerschaft\u00ab erst ab der Nidation gelten sollten.<br \/>\n32 H.\u00a0Kirchhoff, <em>Der Beginn des menschlichen Lebens aus biologischer Sicht, <\/em>in: Beitr\u00e4ge zur gerichtlichen Medizin, 27 (1970), 3\u201312, \u00bbSchlu\u00dfwort\u00ab, S.\u00a013 (Hervorhebung R.E.).<br \/>\n33 Die Verordnungszahlen der Pille waren von 140.000 im Jahr 1961 auf 16,7 Mio. im Jahr 1969 f\u00f6rmlich explodiert. Die Zahlen entstammen G. Dotzauer, <em>Panoramawechsel illegaler Schwangerschaftsabbr\u00fcche, <\/em>in: Beitr\u00e4ge zur gerichtlichen Medizin, 27\/1970, S.\u00a045\u201360, 47. Dotzauer bezieht sich seinerseits auf Angaben von Firma Schering.<br \/>\n34 Mutschler, Arzneimittelwirkungen, 1. Auflage 1970.<br \/>\n35 Tel. Mitteilung von Dr. med. Alfred H\u00e4u\u00dfler am 28.11.2007; vgl. dazu: A.\u00a0H\u00e4ussler, <em>Die Pille. Das drohende Unheil <\/em>(<sup>1<\/sup>1972). Es war ein dreit\u00e4giger Kongre\u00df der Bayerischen \u00c4rztekammer in der Meistersingerhalle in N\u00fcrnberg gewesen zum Themenbereich um Fruchtbarkeit und Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung.<br \/>\n36 H.\u00a0Kirchhoff\/J. Haller, <em>Klinische Erfahrungen mit einer ovulationsunterdr\u00fcckenden \u00d6strogen-Gestagen-Kombination<\/em> (ANOVLAR), in: Med. Klin. 59 (1964), S.\u00a0681.<br \/>\n37 M.\u00a0Grabe, <em>Was ist dran an der \u00bbfr\u00fchabtreibenden Wirkung\u00ab der Pille? <\/em>(hg. v. \u00bbPro Vita\u00ab, 1986); neu erschienen in \u00fcberarbeiteter Form 2004 und zuletzt 2006 (in: T. Schirrmacher; vgl. Fn 42). In seinen Neufassungen hat Grabe seinen urspr\u00fcnglichen Wert auf 1\/20 von Bayle reduziert, weil er dies f\u00fcr theoretisch erreichbar h\u00e4lt.<br \/>\n38 P.\u00a0Pioch, <em>Statistische Berechnungen zum nidationshemmenden Effekt von Ovulationshemmern, <\/em>in: Medizin und Ideologie, Dez. 1992, S.\u00a028ff.; geringf\u00fcgig \u00fcberarbeitete Fassung in: R. S\u00fc\u00dfmuth, <em>Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung, <\/em>Holzgerlingen 2000, S.\u00a0339\u2013348.<br \/>\n39 W.\u00a0Rella, aaO (Fn 20). Vgl. die Nachtr\u00e4ge zu seiner Arbeit in: Imago Hominis, Bd. 10, H.\u00a04, S.\u00a0251\u2013254 sowie: www.imabe.org\/infos\/pdf\/info_2004_01.pdf.<br \/>\n40 B.\u00a0Bayle, <em>L\u2018activit\u00e9 antinidatoire des contraceptifs oraux, <\/em>in: Contracep. Fertil. Sex., 22 (1994), Nr.\u00a06, 391\u2013395.<br \/>\n41 Pioch geht zun\u00e4chst auch von dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung aus, legt dann aber (aufgrund betont vorsichtiger Vorgehensweise zugunsten der Pille) einen Sicherheitsfaktor von 5 zugrunde. Auf dieser Basis kommt er zum Schlu\u00df, da\u00df \u00bbmit etwa 60.000 Fr\u00fchabtreibungen pro Jahr f\u00fcr die BRD\u00ab zu rechnen sei. (Pioch in S\u00fc\u00dfmuth 2000, aaO [Fn 38], S.\u00a0351). V\u00f6llig zurecht verweist Pioch auch darauf, da\u00df die Rate bei einem nicht prim\u00e4r ovulationshemmenden Pr\u00e4parat wie z.B. der Minipille um ein Vielfaches h\u00f6her liegen mu\u00df.<br \/>\n42 R. Ehmann, <em>Ist die \u00bbPille\u00ab wirklich nur ein Verh\u00fctungsmittel?<\/em>, in: T. Schirrmacher, Familienplanung \u2013 eine Option f\u00fcr Christen? (zugleich idea-Dokumentation 8\/2006), Wetzlar\/Bonn\/N\u00fcrnberg 2006, 67\u201380. (Vgl. auch Fn 6.)<br \/>\n43 Vgl. dazu den Beitrag \u00fcber Sterbehilfe von Thomas Hoffmann in dieser Dokumentation.<br \/>\n44 M. Stauber\/T. Weyerstahl, <em>Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe<\/em>, Stuttgart <sup>3<\/sup>2007. Gleich zu Beginn im Kapitel \u00bbMedizinethische Gesichtspunkte in der Frauenheilkunde\u00ab findet sich im Abschnitt \u00bbA-1.2 Zentrale Aussagen der Verpflichtungsformel f\u00fcr deutsche \u00c4rzte\u00ab das Zitat, es sei \u00bbdem Menschenleben von der Empf\u00e4ngnis an Ehrfurcht entgegenzubringen\u00ab (S. 2). Vgl. http:\/\/homepage.univie. ac.at\/juergen.wallner\/doc\/hcer\/verpflichtdt.pdf<br \/>\n45 Die Zahlen entstammen: www.salzburgeraerzteforum. com\/2-3_abtreibungweltweit.php. F\u00fcr jede hier \u00fcbernommene Zahl ist dort eine Quelle genannt.<br \/>\n46 Beachtenswert hinsichtlich des <em>Zustandekommens ungew\u00fcnschter Schwangerschaften <\/em>ist eine \u00f6ffentliche Aussage des bekannten Abtreibungsmediziners Friedrich A. Stapf: Bei einem Podiumsgespr\u00e4ch wies er am 13.11.1990 an der Universit\u00e4t Augsburg in einem Thesenpapier darauf hin: <em>\u00bbTrotz gr\u00f6\u00dftem Bem\u00fchen der betroffenen Frauen kommt es mindestens zu 51.500 ungewollten Schwangerschaften bei optimaler Verh\u00fctung.\u00ab <\/em>Hinzu k\u00e4men \u00bbmindestens 35.000\u00ab weitere durch andere Verh\u00fctungsmittel. (Zit. n. H. Berktold, aaO [Fn 58], S.\u00a029.) Dies bedeutet, da\u00df der absoluten Mehrheit der Abtreibungen <em>Kontrazeptionsversager<\/em> vorausgehen. Und dies zerst\u00f6rt auch die Illusion, mehr Verh\u00fctung k\u00f6nne zu weniger Abtreibungen beitragen!<br \/>\n47 <em>Chemischer Krieg gegen Kinder, <\/em>ideaDokumentation 14\/1990.<br \/>\n48 B. Bayle, aaO (Fn 40).<br \/>\n49 Die genauen Zahlenangaben schwanken je nach nationaler Statistik und angewandtem Verfahren. Die von M. Spieker genannte Erfolgsquote von ca. \u00bbrund 15 bis 17 Prozent\u00ab (K\u00fcnstliche Befruchtung und Menschenw\u00fcrde, 101, in: Zeitschrift f\u00fcr Lebensrecht [4\/2008] 98\u2013105) d\u00fcrfte insgesamt realistisch sein, auch wenn dieser Mittelwert im Einzelfall etwas \u00fcberschritten werden kann (vgl. die etwas h\u00f6heren Prozente in: Deutsches IVF-Register, Jb. 2008, Bad Segeberg, 12f.).<br \/>\n50 E. Mutschler\/G. Geisslinger\/H. Kroemer\/P. Ruth\/M. Sch\u00e4fer-Korting, <em>Mutschler Arzneimittelwirkungen kompakt. Basiswissen Pharmakologie und Toxikologie,<\/em> Stuttgart 2005; siehe dort Abschnitt \u00bb2.8.8 Hormonale Kontrazeptiva\u00ab, S.\u00a0219f.<br \/>\n51 E. Mutschler\/G. Geisslinger\/H.K Kroemer\/M. Sch\u00e4fer-Korting, <em>Mutschler Arzneimittelwirkungen.<\/em> <em>Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie, <\/em>Stuttgart <sup>9<\/sup>2008; (Hervorhebungen im Original).<br \/>\n52 Bsp.: T. Karow, Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie. Vorlesungsorientierte Darstellung und klinischer Leitfaden, Pulheim <sup>18<\/sup>2010, S.\u00a01130; (oder: H.P.T. Ammon, aaO [Fn 14], S.\u00a01168; oder: U. Schwabe\/D. Paffrath, aaO [Fn 18], S.\u00a0848.)<br \/>\n53 T \u00a0Sadler, <em>Medizinische Embryologie<\/em>, Stuttgart 2003, S.\u00a034.<br \/>\n54 A. Teichmann\/A. Corbin, <em>Levonorgestrel, <\/em>Stuttgart\/New York 1999, S.\u00a07 und S.\u00a029. Zum Verst\u00e4ndnis: Levonorgestrel ist eines der st\u00e4rksten und bis heute das f\u00fchrende Gestagen. Kein anderer Hauptwirkstoff findet sich in so vielen (fast 30) verschiedenen Pillen! L. ist auch das einzige mit einem so gro\u00dfen Anwendungsspektrum: Es befindet sich auch in Implantaten, Vaginalring, Hormonspirale und Postkoitalpille (Pille danach); letztere besteht in der neuesten, dritten Generation nur noch aus L. in hoher Dosis (750\u00a0\u00b5g).<br \/>\n55 A.S. Parkes\/E.C. Dodds\/R.L. Noble, <em>Interruption of Early Pregnancy by Means of Orally Active Oestrogens, <\/em>in: BMJ (British Medical Journal), 10.9.1938, S.\u00a0557\u2013559. Online verf\u00fcgbar unter: www.ncbi.nlm.nih.gov\/pmc\/articles\/PMC2210500\/<br \/>\n56 H.-D. Taubert\/H. Kuhl, aaO, (Fn 19) S.\u00a036. Auf den Seiten 36\u201339 wird mindestens einmal je Seite betont, wie unverzichtbar eine genaue Koordination des jeweils beschriebenen Vorgangs ist, damit es der ganz junge Embryo \u00fcberhaupt schafft, heil am Zielort anzukommen. Weitere Hinweise: S.\u00a041; 132; u.\u00f6.<br \/>\n57 F.K. Beller, <em>Ohne die Pille w\u00e4re die Selbstverwirklichung der Frau nicht m\u00f6glich gewesen, <\/em>in: \u00c4rztliche Allgemeine, Ein Themenheft der \u00c4rzte Zeitung (1990) 1, 18. (Anderes Beispiel: F.\u00a0Husmann, <em>Hormonale Kontrazeptiva. Wirkungsmechanismen, Indikationen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen, <\/em>in: Deutsches \u00c4rzteblatt, 1975 [10], 647\u2013654, S.\u00a0647.)<br \/>\n58 H.\u00a0Berktold, <em>Die Enzyklika \u00bbHumanae vitae\u00ab unter dem besonderen Aspekt der Gefahr der fr\u00fchabtreibenden Wirkung zahlreicher hormonaler Kontrazeptiva, <\/em>Zulassungsarbeit an der Kath.-Theol. Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Augsburg, 1992.<br \/>\n59 Wiedergegeben ist hier der Kasten auf S.\u00a033 in der 72seitigen Brosch\u00fcre \u00bbLiebesLeben\u00ab (Dunkle Hervorhebungen und Ellipse: R.E.); sie ist nicht nur als kostenloses Druckexemplar bestellbar, sondern steht auch per Download zur Verf\u00fcgung: www.pille.com &gt;Service &gt;Brosch\u00fcren &gt;PDF. Die Aussage findet sich nochmals unter www.pille.com &gt;Rund um die Pille &gt;Wie die Pille wirkt.<br \/>\n60 Abiturwissen Biologie, hg. v. Werner Buselmaier, Augsburg <sup>2<\/sup>1996, S.\u00a0294. Wenngleich auch nicht f\u00fcr Sch\u00fcler, so geht jedoch f\u00fcr einen Mediziner der Sachverhalt der Nidationshemmung aus der Beschreibung hervor: Die Hormonpr\u00e4parate seien <em>\u00bbso abgestimmt, da\u00df &#8230; [auch] Ver\u00e4nderungen der Geb\u00e4rmutterschleimhaut &#8230; und des Eitransportes im Eileiter erzielt werden\u00ab.<\/em><br \/>\n61 Eindrucksvoll wird dies erkennbar an der stimmigen Beschreibung in der Internet-Enzyklop\u00e4die \u00bbWikipedia\u00ab (http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Medikament), die sich in \u00dcbereinstimmung zu den Einf\u00fchrungskapiteln pharmakologischer Lehrb\u00fccher befindet. Insbesondere f\u00e4llt auf, da\u00df die Vokabel \u00bbVerh\u00fctung\u00ab sich namentlich z.B. gegen Krankheiten richtet und keinesfalls gegen einen gesunden Organismus. Kontrazeptiva sind erstrangig Life-Style-Produkte \u2013 zwar auch Medizinprodukte, aber <em>nicht im engeren Sinne Arznei- bzw. Heilmittel. <\/em>Eine Zugeh\u00f6rigkeit zu dieser Kategorie w\u00fcrde voraussetzen, da\u00df ein Mittel der \u00bbErkennung, Verh\u00fctung oder Behandlung von Krankheiten\u00a0&#8230;\u00ab dient (so bspw. Art.\u00a04 des HMG [Heilmittelgesetzes] der Schweiz). Nicht einmal Carl Djerassi sieht die Pille als \u00bbHeilmittel\u00ab (Djerassi, aaO [Fn\u00a02], S.\u00a074).<br \/>\n62 Teichmann, aaO (Fn 11), S.\u00a071.<br \/>\n63 Taubert\/Kuhl, aaO (Fn 19). Auf vielen Seiten machen die Autoren deutlich, was alles durch die \u00bbkontrazeptiven Angriffspunkte\u00ab (S.\u00a058) ausdr\u00fccklich \u00bbgest\u00f6rt\u00ab wird (z.B. S.\u00a0128; 129; 131; 132; 134).<br \/>\n64 Gem\u00e4\u00df international \u00fcblicher Klassifikation (ICD-10 Diagnoseschl\u00fcssel) stellt Sterilit\u00e4t\/Unfruchtbarkeit eine Krankheit und somit eine \u00e4rztliche Indikation dar \u2013 was man vom Gegenteil, einer nat\u00fcrlichen und funktionierenden Fruchtbarkeit vern\u00fcnftigerweise nicht sagen kann. (ICD-10, N.97 = \u00bbSterilit\u00e4t der Frau\u00ab; ICD-10, N.46 = \u00bbSterilit\u00e4t beim Mann\u00ab [vgl. www.icdcode.de\/icd\/code\/N97.-.html bzw. www.icdcode. de\/icd\/code\/N46.html]).<br \/>\n65 T. Rabe\/B. Runnebaum, <em>Pille und Krebs, <\/em>in: Therapeutische Umschau (1986) 43, S.\u00a0372.<br \/>\n66 Vgl. dazu Fn 15.<br \/>\n67 Teichmann, aaO (Fn 11), S.\u00a094. Zu den pillenverursachten \u00fcber 120 Stoffwechselver\u00e4nderungen geh\u00f6ren auch die Mangelerscheinungen bei den Vitaminen B1, B2, B6, B12, C, E und Fols\u00e4ure.<br \/>\n68 E. Grant, <em>The bitter pill, <\/em>1985, S.<strong>\u00a0<\/strong>118; 122.<br \/>\n69 Mit Libido (= lat. Lust) bezeichnet man den Sexualtrieb, das Verlangen nach Intimit\u00e4t mit dem Partner.<br \/>\n70 SHBG = Sex Hormone Binding Globulin. An diesen Stoff ist der Gro\u00dfteil (70\u201380\u00a0%) der Sexualhormone, inkl. des die Libido kennzeichnenden Testosterons gebunden. Durch SHBG-Zunahme entsteht daher eine Abnahme des frei verf\u00fcgbaren Testosterons.<br \/>\n71 www.focus.de\/gesundheit\/ratgeber\/sexualitaet\/news\/weibliche-sexualstoerung-die-pille-stoert-die-lust-auf-sex_aid_504578.html; vgl. dazu auch: <em>Zerst\u00f6rt die Pille weibliche Libido auf Dauer? <\/em>http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,3582 22,00.html.<br \/>\n72 Vgl. dazu auch die Bewertung einzelner Pr\u00e4parate bei www.sanego.de\/Medikamente.<br \/>\n73 www.aerzteblatt.de\/v4\/archiv\/artikel.asp?id=47702.<br \/>\n74 Ebd.<br \/>\n75 U. Schwabe\/D. Paffrath, aaO (Fn 18), S.\u00a0850.<br \/>\n76 Ebd. Vgl. dazu www.who.int\/entity\/reproductivehealth\/topics\/ageing\/cocs_hrt_statement.pdf sowie http:\/\/www.who.int\/mediacentre\/news\/notes\/note02\/en\/index.html<br \/>\n77 a) WHO Collaborative Study 1995; b) H. Jick\/S.S. Jick\/V. Gurewich\/M.W. Myers\/C. Vasilakis, Risk of idiopathic cardiovascular death and nonfatal venous thromboembolism in women using oral contraceptives with differing progestagen components, in: Lancet. 1995, Dec 16; 346 (8990), S.\u00a0589\u201393; (www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/7500750); c) W.O. Spitzer\/M.A. Lewis\/L.A.J. Heinemann\/M. Thorogood\/K.D. Macrae, <em>Third generation oral contraceptives and risk of venous thromboembolic disorders: an international casecontrol study, <\/em>in: BMJ 1996; 312, S.\u00a083\u201388.<br \/>\n78 U. Schwabe\/D. Paffrath, aaO (Fn 18), S.\u00a0850.<br \/>\n79 Antrag der Abgeordneten Monika Knoche und der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, R\u00fccknahme der Mikro-Antibabypillen der dritten Generation vom Markt; Deutscher Bundestag, 13. Wahlperiode; Drucksache 13\/4274, vom 01.04.1996.<br \/>\n80 Der ersch\u00fctternde 8min\u00fctige Videobericht war bisher, auch ein Jahr nach Erstausstrahlung, immer noch im Internet abrufbar: http:\/\/tagesschau.sf.tv\/nachrichten\/archiv\/2009\/05\/28\/schweiz\/schwerstbehindert_nach_antibaby_pille<br \/>\n81 E.\u00a0Grant, <em>The bitter Pill, <\/em>London 1985.<br \/>\n82 B.\u00a0Asbell, aaO (Fn\u00a01), S.\u00a0351\u2013364.<br \/>\n83 B.\u00a0Asbell, aaO (Fn\u00a01), S.\u00a0352.<br \/>\n84 H.D.\u00a0Taubert\/H.\u00a0Kuhl, aaO (Fn 19) S.\u00a021_.<br \/>\n85 C. Lauritzen, <em>T\u00f6dliche Nebenwirkungen der \u201aPille, <\/em>in: t\u00e4gl. praxis Band 41 (2000), Seite 181, Tab.\u00a04.<br \/>\n86 8. August 2006. Vor f\u00fcnf Jahren: Bayer nimmt Lipobay vom Markt. Tod durch Nierenversagen (www.wdr.de\/themen\/kultur\/stichtag\/2006\/08\/08.jhtml)<br \/>\n87 B. Asbell, aaO (Fn\u00a01), S.\u00a0175f.<br \/>\n88 Stern, Juni 1961, anl\u00e4\u00dflich der Markteinf\u00fchrung von Anovlar in Europa; (zit. n. G.\u00a0Staupe\/L.\u00a0Vieth, <em>Einf\u00fchrung,<\/em> in: Dies., Die Pille. Von der Lust und von der Liebe, Berlin 1996, S.\u00a013).<br \/>\n89 www.pille.com\/scripts\/pages\/de\/rund_um_die_pille\/die_geschichte_der_pille\/index.php.<br \/>\n90 Vgl. dazu H.\u00a0Birg, Die demographische Zeitenwende. Der Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in Deutschland und Europa, M\u00fcnchen 2001, S.\u00a0170\u2013193.<br \/>\n91 H. Witzel, zit. n. B. Asbell, aaO (Fn\u00a01), S.\u00a0219f.<br \/>\n92 Springer Lexikon Medizin, Berlin\/Heidelberg\/New York 2004, S.\u00a0784.<br \/>\n93 M. Horkheimer, <em>Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen.<\/em> Ein Interview mit Kommentar v. Helmut Gumnior, Hamburg 1970, S.\u00a074.<br \/>\n94 Springer Lexikon Medizin, aaO (Fn 92).<br \/>\n95 W. Hegemann\/K. Busch\/P. Spengler\/J.W. Metzger, <em>Auswertung der Ergebnisse von stufenweise auf endokrin wirksame Stoffe beprobte Kl\u00e4ranlagen, <\/em>in: B. Bilitewski\/D.Weltin\/P. Werner (Hg.), Endokrin wirksame Substanzen in Abwasser und Kl\u00e4rschlamm \u2013 Neueste Ergebnisse aus Wissenschaft und Technik, Pirna 2002, S.\u00a096\u2013106, 106. (Hervorhebung R.E.)<br \/>\n96 Karl Fent, <em>\u00d6kotoxikologie, <\/em>Stuttgart <sup>3<\/sup>2007, S.\u00a0314 (Hervorhebung im Original).<br \/>\n97 Lat. disrumpere = st\u00f6ren; daneben gibt es auch noch Bezeichnungen wie Umwelthormone oder Xenohormone. Im Englischen werden sie auch Endocrine Disrupting Chemicals, bzw. EDC genannt.<br \/>\n98 Vgl. http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dreckiges_Dutzend; s.a. www.unido.org\/index.php?id=o29428<br \/>\n99 Das zum Klassiker gewordene Buch der amerikanischen Biologin Rachel Carson, \u00bbDer stumme Fr\u00fchling\u00ab (M\u00fcnchen 1962) l\u00e4utete das Ende des DDT ein. (Und dabei war f\u00fcr DDT erst 24 Jahre zuvor noch der Nobelpreis f\u00fcr Medizin verliehen worden!)<br \/>\n100 S.o., Fn 55.<br \/>\n101 Fent, aaO (Fn 96), S.\u00a0311.<br \/>\n102 Fent, aaO (Fn 96), S.\u00a0266f., Tab. 9.7 und 9.9. Es gibt eine einzige Substanz, DES (Diethylstilbestrol), die noch einmal etwa um Faktor 2\u20134 st\u00e4rker ist.<br \/>\n103 www.pharmazie.com\/graphic\/A\/23\/0-90623.pdf<br \/>\n104 Lt. Abschnitt 2 der Fachinformation (s. Fn 103).<br \/>\n105 \u00bbPuls\u00ab vom 2.2.2009, derzeit (Juni 2010) noch im Internet abrufbar: www.sf.tv\/sendungen\/puls\/sendung. php?docid=20090202<br \/>\n106 \u00bbDer Genfer See \u2013 Das Ged\u00e4chtnis der Alpen\u00ab; mehrfach ausgestrahlt, z.B. im Schulfunk von SF1 (vgl. www.sf.tv\/sendungen\/myschool\/detailinfo.php? docid=3474), des WDR (Westdeutscher Rundfunk), des BR (Bayerischer Rundfunk) und auf BR-Alpha (Bildungskanal des Bayerischen Runkfunks, dort zuletzt im Febr. 2010). Der Beitrag ist gedacht f\u00fcr das Fach Erdkunde in der 8. Klasse.<br \/>\n107 www.bronline.de\/bildung\/databrd\/wasl1.htm\/wasl1e3.htm.<br \/>\n108 www.br-online.de\/bayern2\/iq-wissenschaft-undforschung\/iq-feature-abwasser-ID1234285151990.xml sowie Aussage von Prof. Peter-Diedrich Hansen, zit. n. J.\u00a0Oeder. (aaO, Fn 109).<br \/>\n109 J\u00fcrgen Oeder, <em>Alarm: Sterben unsere Fische aus?<\/em>, in: [Anglermagazin] ESOX (12\/2000), S.\u00a056\u201358; (zit. n. www.ag-abwasser.de\/Abwasser\/PDF\/Alarm.pdf). Sehr zum Download und zur Lekt\u00fcre zu empfehlen!<br \/>\n110 J. Oeder, aaO (Fn 109).<br \/>\n111 Prof. Thomas Braunbeck bei seinem Referat <em>\u00bbEffekte abwassergebundener neuer Umweltschadstoffe in aquatischen \u00d6kosystemen\u00ab <\/em>auf dem 4.\u00a0Dresdner Symposium \u00bbEndokrin aktive Stoffe in Abwasser, Kl\u00e4rschlamm und Abf\u00e4llen\u00ab, (ENDO\u00a04), Dresden, 25.3.2009.<br \/>\n112 C.D. Moyes\/P.M. Schulte, <em>Tierphysiologie, <\/em>2008, S.\u00a0144. Vgl. dazu Jeannette Gr\u00fcnler, <em>\u00d6strogene im Grundwasser \u2013 Degeneration vorprogrammiert <\/em>www.geo.tu-freiburg. de\/~schipek\/S_Grundwasserschutz\/8_Gruenler.pdf<br \/>\n113 Vgl. dazu den Abschnitt \u00bbKollaps von Fischpopulationen durch Antibabypillenhormon\u00ab im Lehrbuch \u00d6kotoxikologie von K.\u00a0Fent, aaO (Fn 96), S.\u00a0300f. Hinter Kl\u00e4ranlagen sind auch schon EE2-Konzentrationen von 28 und gar 62\u00a0ng\/l festgestellt worden. (J.\u00a0Gr\u00fcnler, aaO [Fn 112])<br \/>\n114 T. Braunbeck, aaO (Fn 111).<br \/>\n115 P.-D. Hansen, zit. n. J\u00fcrgen Langenbach, <em>\u00bbWie die Antibabypille Umweltproblem wird. Hormone im Berliner Kl\u00e4rschlamm\u00ab<\/em>, in: DER STANDARD, Mittwoch, 22. September 1999, S. 31 (Wissenschaft).<br \/>\n116 Fent, aaO (Fn 96), S. 251.<br \/>\n117 Vgl. Fent, aaO (Fn 96), Foto mit \u00bbOvotestis\u00ab (Eierstockshoden) S. 274.<br \/>\n118 J.C. Huber, <em>Fragen der Kontrazeption, <\/em>Stuttgart 1988, S. 43.<br \/>\n119 Der Abbauerfolg h\u00e4ngt von mehreren Parametern ab. Neben Alter und Zustand der Kl\u00e4ranlage spielen u.a. die angewandten Verfahren (welche auch unterschiedlich kostenintensiv sind) eine wichtige Rolle.<br \/>\n120 Fent, aaO (Fn 96), S.\u00a0266, Tab. 9.8.<br \/>\n121 W. Kalbfus, <em>Exposition und Wirkung endokriner Substanzen im aquatischen System, <\/em>in: Wiener Mitteilungen (1998), 153, S.\u00a033\u201344.<br \/>\n122 Inge Altemeier, <em>\u00bbDas Gift kehrt zur\u00fcck\u00ab, <\/em>aus der Reihe \u00bbDie Story\u00ab, WDR 2009 (vgl. dazu www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2009\/0928\/index.jsp).<br \/>\n123 Vgl. dazu C.D. Moyes\/P.M. Schulte, <em>Tierphysiologie,<\/em> 2008, S.\u00a0144: \u00bbChemikalien, die das endokrine System beeintr\u00e4chtigen, wurden mit dem R\u00fcckgang der Spermienzahlen sowie mit der gestiegenen H\u00e4ufigkeit von Brust- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht, aber eindeutig bewiesen sind solche Zusammenh\u00e4nge bisher nicht.\u00ab Was hingegen als erwiesen gelten darf, ist die (bisher nur zoologische) Tatsache: \u00bbWasser aus der Kanalisationsleitung feminisierte die Fische und machte sie unfruchtbar.\u00ab wobei darin \u00bb\u00d6strogen[e], die von Frauen nach der Einnahme von Verh\u00fctungsmitteln oder Hormonersatztherapien ausgeschieden wurden\u00ab enthalten waren. (Ebd.)<br \/>\n124 K. Fent, aaO (Fn 96).<br \/>\n125 J. Oeder, aaO (Fn 109).<br \/>\n126 P.-D. Hansen, aaO (Fn 115).<br \/>\n127 S.o. bei Fn 62 und Fn 63.<br \/>\n128 <em>\u00bbCONCEPTION is the implantation of the fertilized ovum.\u00ab <\/em>\u2013 ACOG TERMINOLOGY BULLETIN, <em>\u00bbTerms Used in Reference to the Fetus\u00ab, <\/em>Chicago, American College of Obstetrics and Gynecology, No. 1, September 1965; (zit. n. www.all.org\/newsroom_judieblog.php?id=2219).<br \/>\n129 Dies wird z.B. deutlich an der Bemerkung von Christopher Tietze 1964, man wolle <em>\u00bb&#8230;\u00a0solche Leute nicht beunruhigen, f\u00fcr welche diese Frage [erg.: nach einer m\u00f6glichen fr\u00fchabtreibenden Wirkung von Mitteln der Geburtenregelung] eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung habe\u00ab. <\/em><em>(\u00bb&#8230;\u00a0not to disturb those people for whom this is a question of major importance.\u00ab <\/em>\u2013 zit. n. www.all.org\/article.php?id=10678).<br \/>\n130 http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unwort<br \/>\n131 Dieses Beispiel bringt J.C. Bally bezeichnenderweise im Vorwort zum Roche Lexikon Medizin, M\u00fcnchen\/Wien\/Baltimore <sup>4<\/sup>1998.<br \/>\n132 Eine Einf\u00fchrung in die von J. R\u00f6tzer entwickelte <em>sympto-thermale Methode <\/em>gibt: J.\u00a0R\u00f6tzer, <em>Nat\u00fcrliche Empf\u00e4ngnisregelung. Die sympto-thermale Merhode \u2013 Der partnerschaftliche Weg, <\/em>Freiburg\/Basel\/Wien <sup>12<\/sup>1996. In die <em>Ovulationsmethode <\/em>f\u00fchrt ein: A. Cappella, <em>Die nat\u00fcrliche Methode. Die Billings-Methode, <\/em>Turin o.J.<br \/>\n133 Vgl. dazu u.a.: Spiegel-Online, Wissenschaft, 21.02.2007, <em>\u00bbNat\u00fcrliche Familienplanung \u00e4hnlich sicher wie Pille\u00ab<\/em>, (www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,467527,00.html).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dieser Beitrag wurde auf der vom Gemeindehilfsbund und Gemeindenetzwerk veranstalteten Konferenz &#8222;Verf\u00fcgungsmasse Mensch?&#8220; in Zavelstein \/ Schwarzwald am 6. M\u00e4rz 2010 als Referat vorgetragen. In erweiterter Fassung erschien er in einer Idea-Dokumentation unter dem gleichen Titel &#8222;Verf\u00fcgungsmasse Mensch?&#8220; Hier wird er zum ersten Mal online gestellt. Eine weitere Ver\u00f6ffentlichung ist nur mit Genehmigung des Gemeindenetzwerks m\u00f6glich.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Rudolf Ehmann Die lebenzerst\u00f6rende Wirkung der Antibabypille Teil II C) Die Folgen von Verh\u00fctungsmitteln f\u00fcr Gesellschaft und Staat \u2013 das Gemeinwesen als drittes Opfer hormonaler Kontrazeption 1.\u00a0 Erm\u00f6glichung der demographischen Katastrophe Im Jahr 1954 hatten die klinischen Versuche mit Enovid, der ersten Pille, begonnen. 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