{"id":4525,"date":"2010-04-21T18:24:40","date_gmt":"2010-04-21T16:24:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4525"},"modified":"2010-04-22T10:53:01","modified_gmt":"2010-04-22T08:53:01","slug":"die-demographische-zeitenwende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4525","title":{"rendered":"Die demographische Zeitenwende"},"content":{"rendered":"<div><strong>Die demographische Zeitenwende &#8211; Ursachen und Konsequenzen f\u00fcr Deutschland und Europa<\/strong><\/div>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">In der internationalen\u00a0 wissenschaftlichen Fachdemographie gibt es seit den 90iger Jahren des 20. Jahrhunderts ein allgemein anerkanntes Forschungsergebnis \u00fcber die demographische Entwicklung in der Zukunft, das trotz seiner gravierenden Folgen f\u00fcr die kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung aller L\u00e4nder in der allgemeinen \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbeachtet blieb:\u00a0 Im 21. Jahrhundert wird das seit Jahrtausenden w\u00e4hrende Wachstum der Weltbev\u00f6lkerung enden und um das Jahr 2070 in die neue Phase der Weltbev\u00f6lkerungsschrumpfung \u00fcbergehen. Der \u00dcbergang vollzieht sich in jedem der 180 L\u00e4nder der Welt auf \u00e4hnliche Weise, unterschiedlich sind der Zeitpunkt, die Geschwindigkeit und die Dauer des \u00dcbergangs. In den hochentwickelten L\u00e4ndern ereignete sich der \u00dcbergang um mehrere Jahrzehnte fr\u00fcher als in den weniger entwickelten. Einige der \u00e4rmsten L\u00e4nder werden wahrscheinlich auch noch im 22. Jahrhundert Bev\u00f6lkerungszuw\u00e4chse durch Geburten\u00fcbersch\u00fcsse verzeichnen [1,2].<strong>\u00a0<!--more--><\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Deutschland ist unter den 180 L\u00e4ndern der Welt das Land, in dem der \u00dcbergang vom Bev\u00f6lkerungswachstum in die Bev\u00f6lkerungsschrumpfung zuerst eintrat und am weitesten fortgeschritten ist. In den neuen Bundesl\u00e4ndern begann die \u201eDemographische Zeiten\u00adwende\u201c 1969, in den alten 1972 [3]. Seitdem \u00fcbersteigt die j\u00e4hrliche Zahl der Sterbef\u00e4lle die der Lebendgeborenen [4]. Bei den zugewanderten Teilpopulationen liegt die Kinderzahl pro Frau(1,6) zwar ebenso wie bei der einheimischen (1,4) unter dem f\u00fcr die Bestandserhaltung erforderlichen Niveau von 2,1 Lebendgeborenen pro Frau, aber infolge der j\u00fcngeren Altersstruktur der Zugewanderten und der dadurch geringen Zahl der Sterbef\u00e4lle und der h\u00f6heren Zahl der Geburten sind 1,6 Lebendgeborene pro Frau ausreichend f\u00fcr ein Bev\u00f6lkerungswachstum durch Geburten\u00fcbersch\u00fcsse. Die Geburten\u00fcbersch\u00fcsse der Zugewanderten sind jedoch nicht hoch genug, um das wachsenden Geburtendefizit der Deutschen auszugleichen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Der R\u00fcckgang der Geburtenrate ist kein neues Ph\u00e4nomen, er begann in Deutschland etwa zeitgleich mit der Einf\u00fchrung der kollektiven Sozialversicherung durch Bismarck in den 90iger Jahren des 19. Jahrhundert (<strong>S<\/strong><strong>chaubild 1<\/strong>). Abgesehen von einer kurzen Phase Ende der 30iger Jahre sowie in den 50iger Jahren setzte sich der R\u00fcckgang der Geburtenrate im gesamten 20. Jahrhundert kontinuierlich fort. Auf die letzte Phase des R\u00fcckgangs in den 70iger Jahren folgte 20 Jahre sp\u00e4ter wie ein Echo ein R\u00fcckgang der absoluten Elternzahl, der jetzt wie bei einer Reihe von fallenden Dominosteinen automatisch weitere R\u00fcckg\u00e4nge der absoluten Geburtenzahl nach sich ziehen wird usf. Der minimale Anstieg der Zahl der Lebendgeborenen pro Frau zwischen 2006 und 2007 von 1,34 auf 1,37 signalisiert entgegen den irref\u00fchrenden Behauptungen der Familienministerin keine Trendwende, zumal er sich wie die anderen j\u00e4hrlichen Fluktuationen seit vier Jahrzehnten in einem\u00a0 unver\u00e4ndert schmalen Intervall zwischen 1,2 und 1,4 Lebendgeborenen pro Frau bewegt.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-4532\" title=\"Birg-Bild1\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild1.jpg\" alt=\"Birg-Bild1\" width=\"516\" height=\"384\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die mit dem zivilisatorischen Fortschritt und dem steigenden Lebensstandard abnehmende (statt zunehmende) Geburtenrate wurde in der Bev\u00f6lkerungswissenschaft erstmals von Johann Peter S\u00fc\u00dfmilch in seinem 1741 in Berlin erschienen klassischen Standardwerk thematisiert und empirisch analysiert [5]. F\u00fcr diesen au\u00dferordentlich wichtigen, inversen Zusammenhang zwischen der Geburtenrate und dem Lebensstandard habe ich in den Begriff \u201edemographisch-\u00f6konomisches Paradoxon\u201c vorgeschlagen [6]. Im Gegensatz zu S\u00fc\u00dfmilch behauptete Thomas Robert Malthus in seiner 1798 in London publizierten, konkurrierenden\u00a0 Bev\u00f6lkerungstheorie, dass die Geburtenrate (Kinderzahl pro Frau) mit dem Lebensstandard zun\u00e4hme statt abzunehmen \u2013 eine f\u00fcr die meisten Menschen zwar plausible, aber den Tatsachen widersprechende Behauptung [7]. Obwohl sich die Malthusianische Theorie in allen Punkten als falsch erwies und bereits um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert z.B. von Franz Oppenheimer [8] und Lujo Brentano [9] eindeutig widerlegt wurde, gilt sie in der breiten \u00d6ffentlichkeit f\u00e4lschlicherweise immer noch als der Beginn der wissenschaftlichen Demographie \u2013 mit fatalen Konsequenzen f\u00fcr die aus ihr gezogenen Schlu\u00dffolgerungen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerungspolitik und die Entwicklungspolitik sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsl\u00e4ndern. Im Gegensatz dazu erweist sich heute die klassische Bev\u00f6lkerungstheorie deutscher Pr\u00e4gung ebenso wie die zu gleicher Zeit entstandene\u00a0 Aufkl\u00e4rungsphilosophie Immanuel Kants f\u00fcr die Politik im 21. Jahrhundert als h\u00f6chst aktuell und tragf\u00e4hig.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dabei ist zwischen einer langfristigen Politik zur Wiedererlangung der demographischen Stabilit\u00e4t durch eine Zunahme der Geburtenrate und einer kurz- und mittelfristig orientierten Politik zur Beherrschung der Auswirkungen der demographischen Ver\u00e4nderungen zu unterscheiden. Die drei wichtigsten Auswirkungen der demographischen Ver\u00e4nderungen in Deutschland sind die Schrumpfung, die Alterung und die Internationalisierung der Bev\u00f6lkerungsentwicklung durch Einwanderungen. Unter diesen Ver\u00e4nderungen nimmt die demographische Alterung eine Sonderstellung ein: Sie ist f\u00fcr mehr als ein halbes Jahrhundert irreversibel und l\u00e4uft ab wie ein Uhrwerk. So steigt die Zahl der \u00fcber 60ig j\u00e4hrigen auf 100 20-60j\u00e4hrige (=\u201cAltenquotient\u201c) vom Ende des 20. Jahrhunderts bis zur Mitte des 21. von 38 auf 92, d.h. um den Faktor 2,4 [10]. Wollte man diesen Anstieg durch die Einwanderung J\u00fcngerer verhindern, m\u00fcssten \u2013 nach einer theoretischen Simulationsrechnung der Bev\u00f6lkerungsabteilung der Vereinten Nationen &#8211; bis 2050 pro Jahr 3,5 Mio. Menschen mehr ein- als auswandern, zusammen 188 Mio [11].<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Simulationsrechnung der Vereinten Nationen ist keine Prognose, ihr Zweck besteht darin, zu verdeutlichen, da\u00df ein Anstieg der Geburtenrate ein unabdingbares Mittel zur Wiedererreichung der demographischen Stabilit\u00e4t ist. Aber selbst wenn die Geburtenrate in den n\u00e4chsten Jahren auf das bestandserhaltende Niveau von 2,1 Lebendgeborenen pro Frau zun\u00e4hme, w\u00fcrde sich die Bev\u00f6lkerungsschrumpfung (ohne Ausgleich durch Einwanderungen) wegen der inzwischen dezimierten Zahl potentieller Eltern bis 2060 fortsetzen, ehe der R\u00fcckgang zum Stillstand kommen k\u00f6nnte. Die demographische Alterung lie\u00dfe sich selbst dann nur unwesentlich abschw\u00e4chen und nicht vermeiden [12].<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die weitaus wichtigste Ursache der demographischen Alterung (definiert als Anstieg des Durchschnittsalters, des Medianalters und des Altenquotienten) ist nicht die steigende Lebenserwartung, sondern die niedrige Geburtenrate. Auf die niedrige Geburtenrate entfallen vier F\u00fcnftel des Anstiegs des Durchschnittsalters bis zur Jahrhundertmitte um 10 Jahre, auf die steigende Lebenserwartung ein F\u00fcnftel.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Das aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Sicht wichtigste Problem ist nicht, dass die Bev\u00f6lkerungszahl in Deutschland vom Ende des 20. bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts auch bei hohen Einwanderungen unter dem Strich um 14 Mio. abnehmen wird, sondern da\u00df sich \u00fcber dem Strich mehrere konflikttr\u00e4chtige Auseinanderentwicklungen ergeben. Bis zur Jahrhundertmitte geht beispielsweise die Zahl der Personen in der Altersgruppe von 20 bis 60 Jahren um 16 Mio. und die der unter 20j\u00e4hrigen um 8 Mio. zur\u00fcck, w\u00e4hrend gleichzeitig die Zahl der \u00fcber 60j\u00e4hrigen um 10 Mio. w\u00e4chst (<strong>Schaubilder 2 u. 3<\/strong>). Zu \u00e4hnlichen Ergebnissen kommt inzwischen auch das Statistische Bundesamt [13]. Ferner nimmt die Zahl der nicht zugewanderten Deutschen st\u00e4ndig ab, w\u00e4hrend die der Eingewanderten und ihrer Nachkommen w\u00e4chst. Besonders wichtig ist das Auseinanderdriften der St\u00e4dte und Regionen, von denen die einen durch die Binnenwanderungen zwischen den Stadt- und Landkreisen und Gemeinden (4 Millionen Wohnortwechsel pro Jahr) wachsen, w\u00e4hrend die anderen um so rascher schrumpfen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild2.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild21.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-4530\" title=\"Birg-Bild2\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild21.jpg\" alt=\"Birg-Bild2\" width=\"518\" height=\"399\" \/><\/a>\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild31.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-4529\" title=\"Birg-Bild3\" src=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild31.jpg\" alt=\"Birg-Bild3\" width=\"515\" height=\"375\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Birg-Bild3.jpg\"><\/a><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die entscheidenden Auswirkungen der demographischen Ver\u00e4nderungen auf die Volkswirtschaft sind die Wohlstandsverluste infolge der Abnahme der Wachstumsraten des Volkseinkommens und des Pro-Kopf-Einkommens trotz steigender Kapital- und Arbeitsproduktivit\u00e4t. Eine entscheidende Ursache dieser negativen Effekte ist \u2013 neben der demographischen Alterung und dem R\u00fcckgang der Erwerbspersonenzahl &#8211; das abnehmende Qualifikationsniveau der Erwerbsbev\u00f6lkerung durch die Einwanderung wenig qualifizierter Menschen aus Entwicklungsl\u00e4ndern, vor allem aus der T\u00fcrkei. Selbst die hier geborenen Kinder der 15,4 Mio. Menschen mit Migrationshintergrund verlassen das deutsche Schulsystem \u00fcberwiegend nur mit Hauptschulabschlu\u00df oder ohne Abschlu\u00df. Bei der gesamten Bev\u00f6lkerung mit Migrationshintergrund betr\u00e4gt der Anteil der Bev\u00f6lkerung ohne Schulabschlu\u00df 8,0% (M\u00e4nner) bzw. 10,3% (Frauen), bei den Deutschen sind die Vergleichszahlen 1,4%\u00a0 bzw. 1,3% ,\u00a0 bei der aus der T\u00fcrkei stammenden Bev\u00f6lkerungsgruppe mit Migrationshintergrund\u00a0 17,4% (M\u00e4nner) bzw. 25,9% (Frauen). Bei der Kennziffer \u201eBev\u00f6lkerungsanteil ohne beruflichen Bildungsabschlu\u00df\u201c sind die Prozentanteile bei der Bev\u00f6lkerung mit Migrationshintergrund noch h\u00f6her: 29,7% (M\u00e4nner) bzw. 36,8% (Frauen) haben keinen beruflichen Abschlu\u00df. Auch hier sind die Zahlen f\u00fcr die aus der T\u00fcrkei stammende Bev\u00f6lkerung am gr\u00f6\u00dften: 48,2% (M\u00e4nner) bzw. 58,6% (Frauen). Bei der deutschen Bev\u00f6lkerung betragen die Vergleichszahlen 12,3% bzw. 23,1%. Diese Angaben beruhen auf dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes f\u00fcr 2007, sie sind repr\u00e4sentativ und wurden richtigerweise ohne die noch in Ausbildung befindliche Bev\u00f6lkerung berechnet [14].<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Der Anstieg des Altenquotienten um den Faktor 2,4 im Zuge der demographischen Alterung bewirkt eine Zunahme der Versorgungslasten pro Kopf der mittleren Altersgruppe vom Ende des 20. Jahrhunderts bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts um mehr als das Doppelte. Im Vergleich dazu ist die Abnahme der Pro-Kopf-Belastung der mittleren Generationen durch die Ausgaben f\u00fcr Kinder und Jugendliche infolge der schrumpfenden Gr\u00f6\u00dfe der nachwachsenden Generationen wesentlich geringer. Die Summe aus beiden Versorgungslasten (Jugendquotient plus Altenquotient) pro Kopf der mittleren Altersgruppe steigt bis zur Jahrhundertmitte um 50 Prozent.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Im internationalen Vergleich hat Deutschland infolge seiner schon seit einem halben Jahrhundert besonders niedrigen Geburtenrate eine \u00fcberdurchschnittliche demographische Alterung und besonders hohe demographisch bedingte Folgelasten zu tragen. Dies betrifft nicht nur die sozialen Sicherungssysteme, sondern auch die Unternehmen. Sie m\u00fcssen einen Teil der Ausgaben der Renten,- Kranken- und Pflegeversicherung tragen, wodurch die Lohnst\u00fcckkosten demographisch bedingt zunehmen, so da\u00df sich die volkswirtschaftliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit Deutschlands auf den internationalen G\u00fcterm\u00e4rkten durch die Verschiebung der Altersstruktur verringert.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die Zunahme der Versorgungslasten pro Kopf der mittleren Altersgruppe kann durch Reformen der gesetzlichen Alters- Kranken- und Pflegeversicherung nicht im Mindesten verringert werden. Die steigenden Lasten lassen sich nur auf alternative Weise auf Beitragszahler, Steuerzahler oder Versorgungsempf\u00e4nger aufteilen. Die vers\u00e4umte Aufkl\u00e4rung \u00fcber diesen Punkt kommt einer Irref\u00fchrung der Bev\u00f6lkerung in existentiell wichtigen Fragen gleich.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">F\u00fcr bestimmte Wirtschaftssektoren wie die Finanzdienstleister und die Versicherungswirtschaft bietet die demographische Krise eine Jahrhundertchance. Ihnen f\u00e4llt die Aufgabe zu, die bisherige Staatsaufgabe der sozialen Sicherung (Renten,- Kranken- und Pflegeversicherung) teilweise in den privaten Sektor zu \u00fcberf\u00fchren. Durch die starke Zunahme der Zahl der \u00fcber 60j\u00e4hrigen und der \u00fcber 80j\u00e4hrigen Menschen &#8211; im Jahr 2050 wird es so viele \u00fcber 80 j\u00e4hrige Menschen geben wie unter 20j\u00e4hrige &#8211; steht auch der Gesundheitssektor vor gewaltigen Umw\u00e4lzungen.\u00a0<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die demographische Schrumpfung und Alterung sind langfristige Prozesse, die nicht an einer beliebigen Stelle angehalten werden k\u00f6nnen. Diese Prozesse w\u00fcrden sich auch dann jahrzehntelang fortsetzen, wenn die Geburtenrate beispielsweise wieder auf zwei Lebendgeborene pro Frau zun\u00e4hme. Dieser in der Fachdemographie als \u201edemographisches Momentum\u201c bezeichnete Sachverhalt wird von der Politik immer noch ignoriert. Wegen des demographischen Momentums w\u00e4re jedoch ein besonders fr\u00fchzeitiges, pr\u00e4ventiv-vorausschauendes Handeln n\u00f6tig, das die Probleme l\u00f6st, indem es ihrem Auftreten zuvorkommt. Vorausschauende, demographisch orientierte Politik ist heute nach jahrzehntelanger Unt\u00e4tigkeit fast unm\u00f6glich geworden, sie wird durch die bereits eintretenden, immer schwerer beherrschbaren Auswirkungen der demographischen Ver\u00e4nderung in allen Bereichen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens sogar immer mehr von der politischen Agenda verdr\u00e4ngt. Deshalb mu\u00df sich Deutschland auf eine Reihe von demographisch verursachten Konflikten einstellen, die das Land einer Zerrei\u00dfprobe unterziehen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Generationenkonflikt. <\/strong>Durch die wachsende Zahl der \u00c4lteren nimmt die Altersgruppe der Versorgungsempf\u00e4nger vom Ende des 20. Jahrhunderts bis zur Jahrhundertmitte um rd. 10 Mio. Menschen zu, w\u00e4hrend die Zahl der Einwohner im Erwerbsalter bzw. die Gruppe der Beitrags- und Steuerzahler auch bei den bisher gewohnten hohen Einwanderungen aus dem Ausland gleichzeitig um rd. 16 Mio. schrumpft. Die Konsequenz ist ein jahrzehntelang sinkendes Versorgungsniveau in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung \u2013 mit gravierenden Verteilungskonflikten und daraus entstehenden Folgen f\u00fcr den sozialen Frieden. Dabei werden gerade jene potentiellen W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler, die durch die Erziehung von Kindern als den k\u00fcnftigen Beitragszahlern die Finanzierung der \u00fcberdurchschnittlich hohen Versorgungsbez\u00fcge der kinderlos gebliebenen Menschen in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung erm\u00f6glicht haben,\u00a0 benachteiligt, weil ihre eigene Erziehungsarbeit in der Sozialversicherung nicht gen\u00fcgend anerkannt wird, so da\u00df beispielsweise ihre Rentenanspr\u00fcche besonders niedrig sind.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Verfassungskonflikt<\/strong>. Eine Erkenntnis der Bev\u00f6lkerungsmathematik lautet: Je h\u00f6her die Geburtenrate eines Landes ist, desto h\u00f6her der Jugendquotient und desto niedriger der Altenquotient. Daraus ergibt sich die Frage, bei welcher Geburtenrate die Summe aus Jugend- und Altenquotient als Bestimmungsfaktoren der demographischen Gesamtlast am geringsten ist. Antwort: In L\u00e4ndern mit hoher Lebenserwartung wie Deutschland ist die Summe aus Jugend- und Altenlast dann am geringsten, wenn pro Frau rd. zwei Lebendgeborene entfallen. In Deutschland ist der durch eine Geburtenrate von 1,4 Lebendgeborene pro Frau verursachte R\u00fcckgang des Jugendquotienten (und die daraus folgende sogenannte \u201edemographische Dividende\u201c)\u00a0 wesentlich kleiner als die Zunahme des Altenquotienten bzw. der Altenlast, so da\u00df die Summe aus Jugend- und Altenlast infolge der niedrigen Geburtenrate wesentlich gr\u00f6\u00dfer ist als bei einer h\u00f6heren.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Dies bedeutet steigende Belastungen der Beitragszahler bei sinkenden Versorgungsniveaus in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. In der auf dem Umlageverfahren beruhenden Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung werden Frauen mit Kindern bei einer niedrigen Geburtenrate besonders benachteiligt. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil von 2001 die Pflegeversicherung als verfassungswidrig erkl\u00e4rt, weil sie Menschen ohne Kinder in einer den Gleichheitsgrundsatz verletzenden Weise bevorzugt, wenn sie lediglich durch ihre monet\u00e4ren Beitr\u00e4ge zur Pflegeversicherung die gleichen Anspr\u00fcche erwerben wie andere, die durch die Erziehung von Kindern als den k\u00fcnftigen Beitragszahlern auch die vom Gericht als \u201egenerativen Beitrag\u201c bezeichnete Leistung erbringen, ohne die das umlagefinanzierte System der Pflegeversicherung \u2013 aber auch das System der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherung \u2013 zusammenbr\u00e4che. Bereits in seinem ber\u00fchmten \u201eTr\u00fcmmerfrauen-Urteil\u201c hat das Bundesverfassungsgericht von der Politik umfassende \u00c4nderungen des gesamten Sozialrechtssystems verlangt \u2013 ohne Ergebnis. Verfassungsjuristen sprechen von einem permanenten \u201eVerfassungsboykott\u201c durch die Politik. Der Verfassungsboykott ist\u00a0 wahrscheinlich die folgenreichste Auswirkung des demographischen Wandels, denn er untergr\u00e4bt die kulturellen und bildungsbezogenen Fundamente unseres Gesellschafts- und Wirtschaftssystems \u2013 die unabdingbaren Voraussetzungen unseres wirtschaftlichen Wohlstands.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Regionalkonflikt<\/strong>. Vielfach untersch\u00e4tzt wird die Gef\u00e4hrdung durch das demographische Auseinanderdriften der Regionen und Gemeinden, mit der Konsequenz, da\u00df das im Grundgesetz verankerte Gebot, in allen Teilen des Bundesgebiets \u201egleichwertige\u201c (nicht gleichartige) Lebensbedingungen zu schaffen, unerf\u00fcllbar wird. Trotz des Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgangs im Bundesgebiet insgesamt gibt es Gemeinden und Regionen, deren Bev\u00f6lkerungszahl gerade deshalb stabil bleibt oder sogar noch ein bis zwei Jahrzehnte w\u00e4chst, weil ihr Geburtendefizit durch die Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands\u00a0 mehr als ausgeglichen wird. Die j\u00e4hrlich rd. vier Mio. Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands teilen die 13800 Gemeinden in zwei Gruppen aus demographischen Gewinnern und Verlierern, wobei dem Bev\u00f6lkerungsgewinn jeder Zielgemeinde ein gleich gro\u00dfer Bev\u00f6lkerungsverlust der Herkunftsgemeinde gegen\u00fcbersteht. Die neuen Bundesl\u00e4nder geh\u00f6ren ausnahmslos zu den Binnenwanderungsverlierern, aber auch im n\u00f6rdlichen Ruhrgebiet, in S\u00fcd-Niedersachsen, Nordhessen, im Saarland und in Nordbayern gibt es Landstriche mit st\u00e4ndigen Binnenwanderungsverlusten. Dabei ist die Selektionswirkung der Wanderungen entscheidend: Wenn \u00fcberwiegend die J\u00fcngeren und gut Ausgebildeten abwandern, schw\u00e4cht dies das wirtschaftliche Entwicklungspotential und verst\u00e4rkt die Abwanderung weiter. Es entsteht eine sich selbst tragende demographisch-\u00f6konomische Abw\u00e4rtsspirale.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong>Integrationskonflikt<\/strong>. Im Durchschnitt der letzten Jahrzehnte zogen jedes Jahr durchschnittlich rd. 170 Tsd. mehr Menschen nach Deutschland zu als fort (bei j\u00e4hrlich rd. 800 Tsd. Zuwanderungen und 630 Tsd. Abwanderungen). Auch nach dem R\u00fcckgang der Zuwanderungen in den letzten Jahren ist die j\u00e4hrliche Zahl der Zuwanderer immer noch etwa so gro\u00df wie die j\u00e4hrliche Zahl der in Deutschland geborenen Kinder insgesamt (685 Tsd.). Die Konsequenz ist, da\u00df die nicht zugewanderte deutsche Bev\u00f6lkerung durch ihre negative Geburtenbilanz permanent schrumpft, w\u00e4hrend die zugewanderte Population durch ihre Geburten\u00fcbersch\u00fcsse und durch weitere Zuwanderungen w\u00e4chst. Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund liegt jetzt bei 15,4 Mio. Bei den unter 40j\u00e4hrigen hat die Gruppe der Zugewanderten in einigen Gro\u00dfst\u00e4dten die 50%- Schwelle erreicht, was jedoch in der amtlichen Statistik nicht zum Ausdruck kommt, weil seit Januar 2000 das neue Staatsangeh\u00f6rigkeitsrecht gilt. Seitdem erhalten hier geborene Kinder ausl\u00e4ndischer Eltern neben der Staatsangeh\u00f6rigkeit ihrer Eltern die deutsche Staatsangeh\u00f6rigkeit. In der amtlichen Statistik treten diese Doppelstaatler nur noch als Deutsche in Erscheinung. Die Konsequenz ist, da\u00df die Zahl der Menschen mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit in der amtlichen Statistik steigt und die mit ausl\u00e4ndischer sinkt, obwohl umgekehrt die Zahl der Zugewanderten und ihrer Nachkommen st\u00e4ndig w\u00e4chst und die nicht Zugewanderten schrumpft. Da die zugewanderte Population pro Kopf geringere Einkommen und wegen ung\u00fcnstigerer Bildungsvoraussetzungen eine doppelt so hohe Arbeitslosenquote und eine dreimal h\u00f6here Sozialleistungsquote hat als die deutsche, sind ihre pro Kopf empfangenen Transferleistungen h\u00f6her. Die daraus folgende Umverteilung durch \u00f6ffentliche Transferleistungen ist ein heftig umstrittenes politisches Problem.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Ein weiteres Migrations- bzw. Integrationsproblem zeigt sich bei einer Untergliederung der Zu- bzw. Abwanderungen nach der Staatsangeh\u00f6rigkeit. Seit einigen Jahren ist die Zahl der Abwanderer mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit wesentlich gr\u00f6\u00dfer als die der deutschen Zuwanderer. In den zur\u00fcckliegenden Jahrzehnten gab es dagegen stets mehr deutsche Zuwanderer als Abwanderer. Deutschland ist ein Einwanderungsland f\u00fcr Menschen aus der Dritten Welt und ein Auswanderungsland in Bezug auf die Erste Welt: Es gewinnt mehrheitlich weit unterdurchschnittlich qualifizierte Menschen und verliert gut qualifizierte. Die als \u201eZuwanderung in die Sozialsysteme\u201c bezeichnete Entwicklung hat eine neue Stufe erreicht \u2013 die Abwanderung der das Sozialversicherungssystem st\u00fctzenden Bev\u00f6lkerung bei einer drastisch steigenden Zahl von Ruhest\u00e4ndlern, Pflegebed\u00fcrftigen, Kranken und unterst\u00fctzungsbed\u00fcrftigen Einwanderern.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Zum Ausgleich der schrumpfenden Zahl der j\u00fcngeren und mittleren Bev\u00f6lkerungsgruppen praktizierte Deutschland seit Jahrzehnten eine Politik der kompensatorischen Einwanderungen. Zur Sicherung der demographischen Basis der Gesellschaft werden die Erziehungs- und Ausbildungsleistungen anderer L\u00e4nder beansprucht. In der \u00d6ffentlichkeit wird diese Politik als das Ergebnis eines \u201eWettbewerbs um die Besten\u201c dargestellt. In Wahrheit handelt es sich um die demographische Ausbeutung anderer L\u00e4nder, um eine neue Spielart des alten Kolonialismus.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die demographische Stabilit\u00e4t l\u00e4\u00dft sich auf Dauer nicht durch Einwanderungen importieren, sondern nur durch eine h\u00f6here Geburtenrate wiedererlangen. Daf\u00fcr ist eine Politik zur Erreichung einer besseren Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit der Frauen wichtig, aber nicht ausreichend. N\u00f6tig ist die Einf\u00fchrung eines neuen Prinzips:\u00a0 Bei der Besetzung von Arbeitspl\u00e4tzen sollten unter gleich qualifizierten Bewerbern diejenigen Vorrang genie\u00dfen, die Kinder erziehen oder durch Pflegeleistungen Familienlasten tragen. Dies w\u00fcrde den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung besser ber\u00fccksichtigen als das Ignorieren der ungleichen Lebensbelastungen von Menschen mit und ohne Kindern, \u00e4hnlich wie auch die unterschiedlichen Steuers\u00e4tze dem Ziel gleicher Belastungen besser gen\u00fcgen als gleiche Steuers\u00e4tze f\u00fcr hohe und niedrige Einkommen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Die demographische Alterung ist ein weltweites Ph\u00e4nomen, weil ihre Ursache &#8211; die starke Abnahme der Geburtenrate \u2013 in allen Kontinenten wirksam ist [15]. In der demographisch-\u00f6konomischen Globalisierung verliert der Nationalstaat bei der Bew\u00e4ltigung der Auswirkungen der demographischen Ver\u00e4nderungen seine Bef\u00e4higung zur Aus\u00fcbung einer Schutzfunktion. Als Abwehrmechanismus beginnt sich in der deutschen Demokratie ein politisch brisanter Neo-Kollektivismus zu entwickeln, der ein wachsendes W\u00e4hlerpotential anspricht.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">Selbst wenn es\u00a0 Deutschland einmal gel\u00e4nge, die negativen Auswirkungen der Bev\u00f6lkerungsentwicklung auf das Wirtschaftswachstum und den Wohlstand durch eine besonders erfolgreiche Bildungs-, Wirtschaft-, Familien- und Sozialpolitikpolitik zu kompensieren, dann w\u00e4re noch nicht das geringste erreicht, um die Ursachen der demographischen Ver\u00e4nderungen zu beherrschen und die demographische Stabilit\u00e4t langfristig wiederzugewinnen.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Zusammenfassung zweier Vortr\u00e4ge im Rahmen\u00a0eines Seminartages des Gemeindenetzwerkes und des Gemeindehilfsbundes am 17.4.2010 in Kassel.<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>Prof. Dr. Herwig\u00a0 Birg, 17.04.2010 (<\/em><a href=\"http:\/\/www.herwig-birg.de\"><em>www.herwig-birg.de<\/em><\/a><em>)<\/em><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><strong><br \/>\nLiteratur\/Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">1\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H: World Population Projections for the 21st Century, Theoretical Interpretations and Quantitative Simulations, Frankfurt a.M., Campus, New York, St. Martin`s Press, 1995.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">2\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 United Nations Population Division (ed): World Population Prospects, the 2006 Revision,\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 New York, United Nations, 2007.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">3\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H: Die demographische Zeitenwende, Der Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in Deutschland und Europa, 4. Aufl., C. H. Beck, M\u00fcnchen, 2005, S. 115.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">4\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gebiet und Bev\u00f6lkerung 1999, Fachserie 1, Reihe 1, Wiesbaden 2001, S. 42-44.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">5\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 S\u00fc\u00dfmilch JP: Die g\u00f6ttliche Ordnung in den Ver\u00e4nderungen des menschlichen Geschlechts, aus der Geburt, Tod und Fortpflanzung desselben erwiesen, Erste Ausgabe: Berlin 1741, Erweiterte Ausgabe: Berlin 1765.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">6\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H: Die demographische Zeitenwende, Der Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in Deutschland und Europa, 4. Aufl., C. H. Beck, M\u00fcnchen, 2005, S. 42.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Malthus ThR: An Essay on the Principle of Population, as it Affects the Future Improvement of Society with Remarks on the Speculations of Mr. Godwin, M. Condorcet and other Writers, London 1798. Erweiterte Fassung: London 1803.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">8\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Oppenheimer F: Das Bev\u00f6lkerungsgesetz des Th. R. Malthus und der neueren National\u00f6konomie, Berlin, Bern 1901.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">9\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Brentano L: Die Malthussche Lehre und die Bev\u00f6lkerungsbewegung der letzten Dezennien, K\u00f6niglich Bayerische Akademie der Wissenschaften, Bd. 24, 3. Abteilung, M\u00fcnchen 1909.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">10\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H: Die ausgefallene Generation, Was die Demographie \u00fcber unsere Zukunft sagt. 2. Aufl., C.H. Beck, M\u00fcnchen, 2006, S. 130.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">11\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 United Nations Population Division (ed.): Replacement Migration \u2013 Is it a solution to declining and ageing populations? New York, 2001, p.43.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">12\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H, Fl\u00f6thmann EJ, Frein Th, Str\u00f6ker K: Simulationsrechnungen zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung in den alten und neuen Bundesl\u00e4ndern im 21. Jahrhundert, Materialien des Instituts f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsforschung und Sozialpolitik der Universit\u00e4t Bielefeld, Band 45, Bielefeld 1998, S. A153.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">13\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Satistisches Bundesamt (Hrsg.): Bev\u00f6lkerung Deutschlands bis 2050, 11. koordinierte Bev\u00f6lkerungsvorausberechnung, Wiesbaden, 2006, S. 64.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">14\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H: Integration und Migration im Spiegel harter Daten; Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9.4.2009, S. 37.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">15\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Birg H: Die Weltbev\u00f6lkerung, Dynamik und Gefahren. 2. Aufl., C.H. Beck, M\u00fcnchen, 2004, S. 105.<\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die demographische Zeitenwende &#8211; Ursachen und Konsequenzen f\u00fcr Deutschland und Europa In der internationalen\u00a0 wissenschaftlichen Fachdemographie gibt es seit den 90iger Jahren des 20. 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