{"id":4427,"date":"2010-04-07T10:34:00","date_gmt":"2010-04-07T08:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4427"},"modified":"2010-04-08T09:53:38","modified_gmt":"2010-04-08T07:53:38","slug":"christus-ist-auferstanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeindenetzwerk.de\/?p=4427","title":{"rendered":"Christus ist auferstanden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Christus ist auferstanden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Morgen des Ostertages machten sich drei Frauen auf den Weg zum Grabe, in das man Jesus legte, nachdem man ihn vom Kreuz herabgenommen hatte. Sie gingen dorthin, obwohl sie nicht wussten, wie sie an ihn herankommen k\u00f6nnten. \u00c4ngstlich fragten sie sich gegenseitig: \u201eWas wird uns am Ende unseres Weges erwarten? Wer w\u00e4lzt uns den Stein von des Grabes T\u00fcr?\u201c Der Stein an der T\u00fcr des Grabes ist mehr als ein Anlass f\u00fcr den Kummer und die Sorge von drei Frauen in einer sehr weit zur\u00fcckliegenden Vergangenheit. Es ist die T\u00fcr zu unserem Gef\u00e4ngnis. Wenn sich Christus hinter dem Stein befindet, wo die Frauen ihn suchen, dann sind wir es, die im Gef\u00e4ngnis des Todes und der H\u00f6lle eingesperrt bleiben. <!--more-->Dann ist unsere Predigt und euer Glaube vergeblich, sagt der Apostel Paulus. Dann bleiben wir tot in unseren S\u00fcnden und sind die elendesten unter allen Menschen. Wer w\u00e4lzt uns den Stein von des Grabes T\u00fcr?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Grabe angekommen, finden die Frauen den Stein weggew\u00e4lzt. Gott hat ihren Kummer und ihre Sorgen in seine Hand genommen. Jesus selbst tritt an sie heran und gr\u00fc\u00dft sie. Das Grab, in dem die Frauen ihn zu finden hofften, ist der einzige Ort in der Welt, an dem er nicht ist. Christus ist auferstanden, um \u00fcberall dort zu sein, wohin immer wir in unserem Leben gelangen k\u00f6nnten. Um f\u00fcr jeden von uns das Ziel seines Weges zu sein. Er hat den Tod besiegt, um unseren Kummer und und unsere Sorge ebenso in die Hand zu nehmen wie die Sorge der Frauen am Ostermorgen. Die Wirklichkeit der Auferstehung k\u00f6nnen wir aus den Worten des 139. Psalms heraush\u00f6ren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>&#8222;Von allen Seiten umgibst du mich.\u00a0 F\u00fchre ich gen Himmel, so bist du da.<br \/>\nBettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.<br \/>\nN\u00e4hme ich Fl\u00fcgel der Morgenr\u00f6te und bliebe am \u00e4u\u00dfersten Meer,<br \/>\nso w\u00fcrde auch dort deine Hand mich f\u00fchren und deine Rechte mich halten.<br \/>\nSpr\u00e4che ich: Finsternis m\u00f6ge mich decken und Nacht statt Liebe um mich sein,<br \/>\nso w\u00e4re auch Finsternis nicht finster bei dir und die Nacht leuchtete wie der Tag.<br \/>\nFinsternis ist wie das Licht.&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst wenn uns die Last zu schwer wird und die Welt ungastlich und \u00fcberm\u00e4\u00dfig kompliziert erscheint, wenn die Entt\u00e4uschung tief ist, wenn Verluste weh tun und das Leben nicht mehr als Gewinn erscheint, so umgibt uns der Sieger \u00fcber den Tod, Christus, von allen Seiten. Er spricht: \u201eKommet her zu mir alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid, ich will euch erquicken.\u201c (Matth. 11,28) Noch mehr als die Frauen zum Grabe Jesu, sollten wir zum lebendigen Christus eilen, um zu dem Ort zu werden, in dem Er gegenw\u00e4rtig ist. Um in der Finsternis der allgemeinen Unkenntnis zu Inseln seiner g\u00f6ttlichen Gegenwart zu werden und zu Lichtpunkten der Erkenntnis Gottes. Die Gegenwart Christi macht jeden Ort sicher. Der Unfriede um uns herum verliert seine Bedeutung angesichts der Unruhe, die wir in uns selbst erzeugen. Die wahre Unruhe und der wahre L\u00e4rm sind das Echo auf die Dinge in uns selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Einwohner Lettlands ist getauft. Was bedeutet das f\u00fcr Euch? Haben wir begriffen, wie reich wir beschenkt sind? Uns ist das Geheimnis anvertraut, durch das wir zu Teilnehmern an der Auferstehung und dem Sieg Christi werden. Wir sind im Besitz des gl\u00fccklichen Vorzuges, nicht nur unsere S\u00fcnden und Fehler wie alle Menschen bereuen zu k\u00f6nnen, sondern auch Gottes Vergebung und Hilfe zu empfangen, um Frucht des Geistes f\u00fcr ein besseres Leben zu bringen. Uns ist die Lehre Christi anvertraut, die uns unser Verh\u00e4ltnis zu Gott, unseren Mitmenschen und zu uns selbst begreifen und entwickeln l\u00e4sst. Den Leib und das Blut Christi d\u00fcrfen wir im Heiligen Abendmahl empfangen und sind auserw\u00e4hlt, der Kirche als Seinem lebendigen Leibe anzugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dennoch ist trotz zweitausend Jahren nach unz\u00e4hligen M\u00fchen der Mission der wesentliche Inhalt des christlichen Glaubens f\u00fcr viele Menschen unbekannt geblieben. Nicht nur an fernen Enden der Erde, sondern auch in Europa und in Lettland. Nicht nur bei den Agnostikern und Heiden, sondern auch bei Getauften. Das ist die Ursache vieler Krisen, \u00c4ngste und gro\u00dfer Unkenntnis. Der Tod und die Auferstehung Christi ist Gottes Werk f\u00fcr uns \u2013 sein Kampf f\u00fcr uns bis zum Tode. Beziehen wir das auch wirklich auf uns? Haben wir uns auch wirklich darin mehr vertieft als in ein St\u00fcck vorklassischer Literatur? Bem\u00fchen wir uns immer mehr, das alles zu begreifen und zu erleben? F\u00fchrt uns in unserem Alltag unser Weg dorthin, wo Christus uns gr\u00fc\u00dfen und unseren Stein fortw\u00e4lzen kann? Solange wir leben, haben wir dazu die M\u00f6glichkeit. Solange wir leben, erwartet er uns. Gottes Liebe gegen\u00fcber uns ist unermesslich. Sein Wunsch, uns zu vergeben, ist so gro\u00df, dass er Christus nach Golgatha gef\u00fchrt hat. Alles, was er von uns erwartet, und was ihm au\u00dfer uns niemand schenken kann, ist unsere \u00c4u\u00dferung dazu und unsere Freundschaft. Ich gr\u00fc\u00dfe euch zum Fest der Auferstehung unseres Herrn Christus und w\u00fcnsche euch einen gesegneten Gebrauch des folgenden ganz alten Gebetes:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Herr und mein Gott, nimm von mir alles,<br \/>\nwas mich daran hindert, dir n\u00e4her zu kommen.<br \/>\nMein Herr und mein Gott, gib mir alles, was mich zu dir f\u00fchrt.<br \/>\nMein Herr und mein Gott, nimm mich mir selbst weg<br \/>\nund gib mich dir ganz zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deutsche \u00dcbersetzung: Johannes Baumann<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christus ist auferstanden Am Morgen des Ostertages machten sich drei Frauen auf den Weg zum Grabe, in das man Jesus legte, nachdem man ihn vom Kreuz herabgenommen hatte. Sie gingen dorthin, obwohl sie nicht wussten, wie sie an ihn herankommen k\u00f6nnten. \u00c4ngstlich fragten sie sich gegenseitig: \u201eWas wird uns am Ende unseres Weges erwarten? 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